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Samstag, 02.06.2018: Klettersteigstau

Montag, Juni 18, 2018

Freitag war das Wetter nur solala angesagt und wir brauchten ein wenig Zeit für Haushalt, Einkaufen und - ganz wichtig! - um das München-Bike city-tauglich umzurüsten. Für Samstag hatte sich dann der Neffe angesagt, der am Abend auch bei uns übernachten wollte. Wir planten eine Neffen-taugliche Tour (also etwas Interessantes ohne Radeln) und ich kaufte viel Essen für Samstag Abend ein.

Samstag in der Früh holten wir den Neffen vom Bahnhof ab und fuhren ins Tannheimer Tal. Der Parkplatz vom Gimpelhaus war proppenvoll. Naja, das war zu erwarten, schließlich waren Pfingstferien und ein langes Wochenende mit Brückentag und noch dazu relativ gutes Wetter.

Wir sausten zum Gimpelhaus hinauf, die beiden Herren mit der guten Kondition und den langen Beinen vorne weg, ich schnaufend hinterher. Am Gimpelhaus gab es eine kurze Pause, um etwas zu trinken. Es war wie zu erwarten ziemlich viel los, haufenweise Kletterer und ein paar Wanderer.

Im Gamskar und auf dem Weg zur Roten Flüh wurde das noch deutlicher. Überall hingen bunte Flecken in den Wänden, man hörte Seil-Kommandos und zur Judenscharte zog sich eine Schlange bunter Punkte hinauf. Uff! Es war doch ein wenig voller, als wir angenommen hatten.

An der Roten Flüh war es zu voll zum Pause machen, also gingen wir weiter. Der Neffe hatte sich eh schon im Gehen 2 Brezeln hinter die Kiemen geschoben, um nicht in Unterzucker zu fallen, und wir sind nix essen ja schon gewöhnt.

Der Abstieg hinten runter zum Schartschrofen ist nicht ganz einfach und der Neffe schlug sich da - trotz angeblicher Höhenangst - echt gut. Er ist allerdings immer furchtbar hektisch, das macht mich dann doch immer wieder mal nervös, aber er fiel nicht den Klammernsteig runter und stolperte nicht am glatten Grat :-)

Hier war viel weniger los, das war angenehm. Es hatte vor uns Leute und es kamen uns gelegentlich welche entgegen, aber ‘voll’ konnte man das nicht nennen. Umso erstaunter waren wir, als wir nach der Pause in die Gelbe Scharte vorm Schartschrofen kamen und da Stau vorfanden. Stau!

Da standen 8 Leute und warteten geduldig, bis sich 4 Leute den Einstieg des Friedberger Klettersteigs runter gehangelt hatten (Runter? Wieso runter?). Der Steig selbst war auch voll, aber gerade der Einstieg ist ja so, dass man da nicht gut aneinander vorbei kommt.

Wir überlegten kurz, ob wir ins Geröllfeld absteigen und um den Schartschrofen herum gehen sollten, aber der kleine Klettersteig sollte ja das Highlight der Tour sein, deswegen reihten wir uns dann doch in die Schlange ein. Schließlich waren die Absteiger unten und die Familie mit den beiden Kindern konnte einsteigen. Dann kamen nochmal 3 runter und die 4 vor uns stiegen ein. Wir hängten uns direkt dran.

Nach dem Einstieg, der mit dem großen Schritt so ziemlich die schwerste Stelle ist (was dem jungen Mann mit den langen Beinen vermutlich gar nicht auffiel, mir Zwerg aber schon), wird der Steig deutlich leichter und man kann immer wieder mal abseits des Seils überholen. Das taten wir auch.

Der Neffe kletterte souverän auch abseits des Drahtseils. An den ausgesetzten Stellen bestand ich allerdings vehement auf Einhängen (und lasse mal unerwähnt, dass der beste Allgäuer von Allen und ich gar kein Klettersteigset dabei hatten, nur Helme). Er kletterte auch ‘richtig’, also ohne Drahtseil, was ich ganz prima fand. Nur eben diese Hektik, alles schnell, schnell, an der muss er noch arbeiten.

Wir kamen schnell an den ursprünglichen 8 Leuten vorbei und konnten den Absteigern auch gut ausweichen. Damit machte der Steig wie immer echt Spaß. Der Gipfel war auch hier voll, deswegen stiegen wir zu einer kleinen Wiese etwas unterhalb ab und machten da Pause.

Gerade als wir es uns so richtig im Gras gemütlich gemacht hatten, fing es an zu regnen. Naja, dann halt nicht. Wir stiegen ab und kehrten noch im Adlerhorst über Grän ein. Dort gibt es unerwartet guten Kaffee und Kuchen :-)
Und das ganze Haus ist überhaupt sehenswert, weil da ein ‘Bäschtlar’ wohnt, der allerlei lustige Dinge zusammengebastelt hat. Zum Auto war es dann nicht mehr weit.

Abends machte ich Gulasch aus 1 Kilo Fleisch und es gab 1 1/2 Kilo Spätzle dazu. Das ist etwa doppelt so viel, wie wir zwei beiden üblicherweise essen und da bleibt dann immer noch was übrig. Diesmal war am Ende alles ratzeputz leer. Hui!


Start in Nesselwängle


Auf dem Weg ins Gamskar


Unerschrockener Gems im Anstieg zur Roten Flüh


Derselbe Gems, einhornig, hat vielleicht etwas zu viel gekämpft?


Am Gipfel der Roten Flüh


Abstieg Richtung Schartschrofen


Die Klammernleiter am ersten Turm


Der Neffe in der Klammernleiter


Gratweg mit Weitblick ins Tannheimer Tal


Stau am Einstieg!


Stau an der nächsten Engstelle hinterm Einstieg


Ich war auch dabei


Der Neffe in einer der Schlüsselstellen (auf Anweisung eingehängt)


Nachdem wir den Stau überwunden hatten, war der Rest nettes Klettern


Gipfelbild


Gipfelpause


Rückblick auf Schartschrofen und Rote Flüh


Wasserspiele im Adlerhorst

Von engel am 18.06.2018 16:29 • outdoorberg
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