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Samstag, 03.03.2018: Abbruch

Montag, März 05, 2018

So langsam scheint sich die lästige Langzeit-Halb-Erkältung wieder einzukriegen, deswegen planten wir für Samstag eine Skitour. Fokus war vor allem, endlich mal weider rauszukommen und das schöne Wetter auszunutzen. Wir hatten wenig Illusionen über die Schneequalität.

Freitag Abend hatte es noch ein klitzkleines Bisserl geschneit (0,5cm), deswegen war der Aufstieg über den Forstweg und dann über den inzwischen wirklich arg glatt gerutschten Sommerweg doch nicht so schwierig wie befürchtet. Der Abzweig über die Brücke war dann echt abenteuerlich. Da liegt ein knapper Meter harter Schnee auf einer schmalen Holzbrücke, die nur an einer Seite ein Geländer hat. Ich fand, der Schnee sieht schon leicht geneigt zur offenen Seite aus! Der Aufbau hielt aber beim Drüberlaufen :-)

Wir stiegen den Sommerweg hinauf bis fast zum Joch vor der Gräner Ödenalpe und legten dann eine kurze Pause in der Sonne ein. (Hach, Sonne!) Es war eine Aufstiegs-Spur in der schattigen Nordrinne, aber wir sahen leider niemanden abfahren, deswegen war nicht abzuschätzen, ob sich die Nordrinne lohnen würde. Wir wollten aber eh in die Sonne und gingen auf die Südseite um in warmer sonniger Einsamkeit - im T-Shirt! - zum Gipfelaufbau zu queren.

Wir liessen die Ski an der Kette stehen und stiegen zu Fuß hinauf zum Gipfelkreuz. Oben war es leider recht windig und deswegen kühl, wir kamen aber eh nicht in Versuchung oben Pause zu machen, denn inzwischen waren von hinten (Woher eigentlich? Aus dem Birkental?) 7 Leute angekommen und wir stiegen lieber wieder ab, um kurz unterm Gipfel an einer windgeschützten Stelle Pause zu machen.

Dann querten wir zu der Rinne, von der ich seit einer Weile annehme, dass man dort in die schattige Nordrinne kommt und stiegen mit den Skiern am Rucksack hinauf. Man konnte unter dem wenigen neuen Schnee der letzten Woche erkennen, dass es da tatsächlich eine Spur hatte, aber wir spurten quasi neu dort hinauf. Das war ganz schön anstrengend.

Oben war ich sehr bestürzt. Es sah so aus, als müsse man durch eine sehr steile, sehr schmale und nicht einsehbare Rinne zur Nordrinne absteigen. Es hatte keinerlei erkennbare Spuren und der Schnee war kalt und brüchig und hielt kaum in sich selber. Also sowas mache ich nicht. Der beste Allgäuer von Allen ging ein Stück nach rechts, um zu sehen, ob man da weiter käme, aber das war ihm dann auch nicht geheuer und wir stiegen die steile Rinne wieder hinab, zurück dorthin, wo wir her gekommen waren.

Inzwischen waren die 7 vom Gipfel auch in der Rinne angekommen und fragen, ob man nicht rüber käme? Wir erklärten, dass uns die steile schmale Rinne nicht geheuer sei und sie meinten: ‘Aha, ihr seid da noch nie gewesen?’ Denn, erklärten sie uns, man müsse nach rechts raus über die nächste Rippe, könne da dann die Ski anziehen und in die Nordrinne abrutschen. Aha. Die 7 stiegen alle auf, wir hatten aber keine Lust mehr und fuhren ‘normal’ ab. Wir werden das zu einem anderen Zeitpunkt nochmal probieren müssen.

Der Schnee auf der Südseite war besser fahrbar als befürchtet, aber recht inhomogen. Man musste ständig auf der Hut sein, ob da nicht als nächstes eine Windpressplatte oder Bruchharsch unter dem oberflächlichen Schnee war, oder ob es unten drunter weich war oder sogar trug.

Am Pausenplatz stiegen wir nochmal ein Stück auf, um den nordseitingen Latschenhang abfahren zu können. Da hatten wir eigentlich einen schönen Blick in die Nordrinne, aber inzwischen hatte es so diffuses Licht, dass wir die Abfahrtspuren nicht erkennen konnten. Und unsere 7 Nachsteiger sahen wir auch nicht, dabei hätten die eigentlich inzwischen in der Nordrinne sein müssen. Ob die wohl auch umgedreht waren?

Der nordseitige Latschenhang war auch ganz gut zu befahren und so landeten wir bald wieder am Brückchen mit dem vielen Schnee, das uns auch jetzt am Nachmittag noch aushielt. Sommerweg und Forstweg waren platt gefahren und feucht, kein Wunder, denn inzwischen hatte es +5 Grad!

Alles in allem eine wunderbare Sonnentour mit Abenteuer-Einlage. Und mir macht es überhaupt nichts aus, irgendwo umzudrehen oder abzubrechen. Der beste Allgäuer von Allen haderte noch eine Weile damit, ob wir zu schnell abgebrochen hatten, stellte aber am Ende auch fest: in die schmale steile uneinsehbare Rinne zwischen den Felsen hätte man nur mit Seil absteigen dürfen. Vielleicht hätten wir aber die Querung nach rechts über die Rippe noch intensiver anschauen sollen.


Auf dem Forstweg, hinten schon schönes Wetter


Die Brücke


Sonne! Mit Nordrinne hinten.


Aufstieg im T-Shirt :-)


Am Skidepot


Auf dem Weg zum Gipfel


Oben :-)


Aufstieg durch die Rinne :-)


Abstieg durch die Rinne :-(


Abfahrt auf der Südseite


Abfahrt im nordseitigen Latschenhang

Von engel am 05.03.2018 22:06 • outdoorski
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