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Samstag, 13.10.2018: Jungvieh-Abtrieb

Donnerstag, Oktober 25, 2018

Die heimgekehrten Eltern hatten ein Familien-Abendessen ausgerufen (was inzwischen auch bedeutet, dass die Herren Neffen nicht mehr unbedingt dabei sind), deswegen hatten wir Abends nicht unbegrenzt Zeit. Wir suchten deswegen eine interessante Tour mit viel Radeln aus, weil man mit dem Rad so schön schnell runter kommt.

Um weiter Zeit zu sparen, parkten wir wieder ‘auf der Höh’. Es war echt kalt beim Losradeln (5 Grad) und weil man von der Höh erst mal bis zur Ostrachtalstraße abfahren muss, schlotterten wir erst mal und hatten (beinahe) an den Griff gefrorene Hände mit weißen Knöcheln. Es dauert bis zu den Konstanzer Jägern, bis uns wieder halbwegs warm war.

Es war wenig los, aber am Ende des Aufschwungs an der Klamm kam uns ein weißer Bus entgegen und der Fahrer warnte uns: “Da kommt jetzt Jungvieh, wartet besser hier ab.”

Wir warteten, aber es tat sich erst mal nichts. Gerade als wir ungeduldig wurden, hörten wir Schellen-Gebimmel und dann kamen sie auch schon ums Eck, die Schumpen. Vorneweg liefen 4 bullige Männer mit Vollbart (Hipster- oder Hirten-Bärte? ;-)) danach drängten sich viele Kühe, von denen die meisten gar nicht mehr so besonders jung aussahen (soll heißen, die waren ganz schön groß).

Die Rinder liefen in 4 großen Gruppen, dazwischen jeweils 2 Hirten, die die Gruppen ein wenig auseinander hielten (meine Theorie: um eine Stampede zu vermeiden). Ganz am Ende liefen noch 2 junge Buben, die dafür sorgten, dass kein Rind zurück blieb. Alles in allem waren das grob geschätzt um die 200 Rinder, jedes einzelne mit einer Schelle, und es war ein Mordsradau.

Wir waren am Rand der Straße gestanden, zogen uns dann aber vorsichtshalber in eine Ausbuchtung zurück. Das war auch gut so, denn die Rinder wollten alle ganz vorn sein und drängten sich am Rand der Straße. In unsere Ausbuchtung wollten auch welche rein, aber dann trauten sie sich doch nicht.

Spannend :-)

Als die Schumpen alle vorbei waren, radelten wir weiter und versuchten dabei, die vielen Hinterlassenschaften irgendwie zu umradeln. Aber das war natürlich ziemlich sinnlos :/

Wir radelten am Giebelhaus vorbei und bis zum Ende der Straße. Dort parkten wir die Räder am Bach. Wir waren zwar bislang weitgehend allein gewesen, aber da hinten standen schon einige Räder (naja, wer will das schon alles laufen?).

Wir waren beim Radeln schon ein paar Mal kurz in die Sonne gekommen, aber hier hinten war Schatten. Wir mussten eine gute Stunde laufen, um das erste Mal in die Sonne zu kommen. Da waren wir dann schon fast im Steilaufstieg zum Himmeleck. An einem beinahe gemütlichen Plätzchen machten wir Pause und genossen die Wärme.

Dann stiegen wir in den Sattel und wandten uns von da nach rechts zum Schneck. Vom Himmelecksattel sieht es immer so aus, als sei es nicht mehr weit bis zum Vorgipfel, aber das täuscht. Man hat da noch immerhin gut 250 Höhenmeter zurückzulegen und die ziehen sich.

Auf dem Abstieg kam uns ein Mann entgegen und oben war auch einer, der anscheinend eben vom Hauptgipfel zurück gekommen war. Wir tranken kurz etwas und gingen dann auch rüber zum Hauptgipfel. Wobei ‘gehen’ natürlich nicht der richtige Ausdruck für die kurze, nicht allzu schwierige, aber halt extrem ausgesetzte Kletterei ist :-)

Der Eintrag unseres Vorgängers ins Gipfelbuch war köstlich (sinngemäß): ‘Mir ging der Arsch auf Grundeis. Ich musste ihn auch benutzen!’

Das bezieht sich auf den knappen Meter genau in der Mitte, wo man sich am besten rittlings auf den dort nur zentimeterbreiten Grat setzt (den einen Fuß 200 Meter über dem Grund, den zweiten 600 Meter) und sich dann erst weiter bewegt. Sehr schön :-)

‘Richtig’ Pause machten wir erst, als wir zurück auf dem Vorgipfel waren, denn da ist viel Gras und Platz. Es hatte auch kaum Wind, so dass es angenehm warm dort war. Hätte nicht viel gefehlt und wir hätten da eine Runde geschlafen ;-)

Aber es wartete ja Abendessen bei den besten Eltern auf uns und wir hätten auch gern noch K&K in den Hintersteiner Stuben gehabt, weil das letztes Mal so gut gewesen war. Wir stiegen also ab. Weil ich beim Abstieg immer Pausen brauche, setzten wir uns noch 2 Mal kurz in die Sonne und genossen die Wärme.

Für die Abfahrt zogen wir aber ein bisserl was an, denn trotz der Sonne war die Luft nicht wirklich warm. Unten reichte die Zeit dann tatsächlich noch für K&K, wobei beides wieder ausgezeichnet war. Neben uns wurde Herzhaftes bestellt, das echt gut aussah. Wir werden die Hintersteiner Stuben demnächst mal (also nächstes Jahr, wenn die Touren wieder ordentlich lang werden) fürs Abendessen in Betracht ziehen.


Die Schumpen kommen!


Viele, viele, viele Schumpen ...


Der Giebel in Herbstfarben


Herbstfarben allüberall :-)


Das Ziel vor Augen


Aufstieg zum Himmelecksattel


Vorgipfel und Gipfel


Auf dem Weg zum Gipfel


Anstieg zur engsten Stelle


Oben :-)


Rückblick mit Höfats


Rückweg zum Vorgipfel


Grat-Kraxeln


Im Abstieg mit Hochvogel


Vor den Auffaltungen am Wiedemer


Herbstfarbenradeln

Von engel am 25.10.2018 19:30 • outdoorbergmtb

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