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Samstag, 26.05.2018: Jetzt aber: Figln!

Dienstag, Juni 12, 2018

Den Feiertags-Donnerstag wollten wir dazu nutzen, doch nochmal die Figln zu testen. Wenn man das Zeug halt schon hat ...

Wir radelten gemütlich das Ostrachtal hinter und dann - nicht mehr so gemütlich - hinauf zur Schwarzenberghütte und Käser-Alpe, wo wir die Räder parkten. Der beste Allgäuer von Allen überlegte kurz und ging dann barfuß weiter. Bis kurz vorm Engeratsgundsee war auch alles trocken, dann kam ein kleines Schneefeld, dass er problemlos queren konnte.

Wir hatten schon überlegt, wie weit der See wohl schon eisfrei sei, und ob baden dort die Bezeichnung ‘eisbaden’ überhaupt verdienen würde. Als wir über den kleinen Rücken traten, staunten wir daher nicht schlecht: der Engeratsgundsee war fast noch vollständig zugefroren. Nur hinten an dem kleinen Hügelchen könnte man eventuell reingehen.

Es waren wieder Gewitter angesagt und der Himmel war inzwischen gut über die Hälfte bewölkt. Der beste Allgäuer von Allen beschloss daher, direkt eisbaden zu gehen, so lange es noch war und sonnig war, und wir gingen zum Hügelchen rüber.

Der Weg in das kleine offene Löchlein im See war nicht ganz einfach, denn da musste man erst ein wenig Eis queren und dann davon in den See steigen. Das Wasser danach war etwa oberschenkeltief, aussteigen müsste also möglich sein. Und für den Fall das das nicht klappte, gab es links noch eine schmale Rinne, wo das Wasser noch flacher wurde. Wieder rauskommen war also gesichert.

Der beste Allgäuer von Allen zog die Badehose an und ging vorsichtig übers Eis zum offenen Wasser. Ohne einzubrechen konnte er am Ende des Eises ins Wasser steigen. Dann schwamm er kurz, wobei das Wasser wirklich sehr kalt sein musste, denn er pustete wie eine Dampflok: ‘Puuuh! Puuuh! Puuuh!’

Das Austeigen aus dem See klappte wie erwartet gut und er kam glücklich zum Hügelchen zurück, wo ich die Sonne genoss. Nach kurzem Aufwärmen konnte es weiter gehen. Wir stiegen zunächst zum Kleinen Daumen hoch, weil der direkte Anstieg zum Großen Daumen nicht begehbar aussah.

Da wir ja nicht wussten, ob man vom Großen Daumen direkt abfahren können würde, schaute ich mir schon mal an, wo und wie man auf dieser Seite mit den Figln fahren könnte. Da bot sich eigentlich nur die Direkt-Abfahrt vom kleinen Daumen mit mehrfachem Abschnallen an, alles andere war zu steil und man kam auch nicht gut (oder überhaupt) an den Schnee. Und abfahren wollte ich, das Knie zickte ein wenig rum.

Am Kleinen Daumen brachte ich also vorsichtig den Vorschlag vor, den Großen Daumen auszulassen, aber das kam nicht gut an. Wir gingen also auch noch zum Großen Daumen rüber, wobei der Weg über den Grat ja echt nett ist, der restliche Anstieg dann eher nicht so.

Schon auf der langen Querung zum Gipfel war dann klar: das war eine Super-Idee, denn wir würden direkt vom Gipfel abfahren können :-)

Nach der Gipfelpause stiegen wir also ein paar Meter zum Schneefeld ab und schnallten die Figln an. Das Schneefeld ist freundlich und fängt moderat steil an. Man steht also nicht unvermutet in nahezu senkrechtem Gelände, sondern kann sich erst mal ein wenig eingewöhnen. Das war auch nötig, denn der grob-buckelige Sommerschnee war mit den breiten kanten-losen Figln echt schwer zu fahren.

Das Schneefeld wird dann kurz sehr steil und man muss direkt neben ein beeindruckenden Wechte runter. Wir querten zittrig bis drunter und kurvten dann auf das danach wieder moderat steile Schneefeld. Danach wird es wieder steiler. Am schwierigsten war, mit den kurzen breiten Figln die vielen Buckel und Löcher des Sommerschnees zu bewältigen. Immerhin war der aber so weich, dass man meistens tatsächlich annähernd ‘fahren’ konnte.

Es war sehr anstrengend, wir kamen aber immerhin recht schnell bis zum See runter (was auch gut war, denn inzwischen hatten sich haufenweise dunkle Wolken aufgebaut) und mussten nicht mal abschnallen. Allerdings liefen wir mit den Figln an den Füßen ein kurzes Stück über Gras, was in etwa so gut geht, wie mit Flossen rumlaufen.

Die letzten Meter Schnee schenkten wir uns (woran man sehen kann, wie stressig das Figln ist ;-)) und liefen zu Fuß zurück zum See. Danach kam noch der Abstieg zu den Rädern (bei dem das Knie wieder ein wenig rumzickte) und die lange gemütliche Abfahrt bis zum Auto, wo man oben viel bremsen und dann vielleicht noch 3 Mal treten muss :-)


Radeln im Ostrachtal


Auf dem Weg zum Engeratsgundsee


Der Engeratsgundsee


Eisbaden


Schneefeldquerung auf dem Weg zum Kleinen Daumen


Am Kleinen Daumen


Am Grat zum Großen Daumen


Der lange Weg zum Großen Daumen


Anschnallen der Figln


Figln


Figln vorm Engeratgundsee


Abstieg


Abfahrt

Von engel am 12.06.2018 17:13 • outdoorbergmtb
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