Als Autor schätze ich Frank Schätzing durchaus. Den ‘Schwarm’ hab ich mehr oder weniger inhaliert (hörenderweise) und als ich mir in Nepal von der Christine ‘Mordshunger’ ausgeliehen hatte, da fand ich das Buch auch ganz gut. Netter Krimi, nette Verwicklungen, netter Kommissar. Dass ich mit dem Kölner Lokal-Kolorit nichts anfangen kann, ist ja mein Problem.
Weihnachten landete ‘Mordshunger’ als Hörbuch auf meinem Stapel. ‘Gelesen vom Autor’ steht drauf, was ich üblicherweise als Empfehlung betrachte. Und der Schätzing hat ja schon bei der Schwarm-Produktion irgendwie mitgemischt. Ich war also gespannt.
Und jetzt? Bin ich irgendwie enttäuscht.
Frank Schätzing kann ganz gut verschiedene Stimmen sprechen und meine süddeutschen Ohren finden den Kölner Dialekt recht gelungen, die vielen Dialoge kommen gut und lebendig rüber. Aber genau da, wo es drauf ankommt, nämlich beim Vorlesen, da gefällt mir der Schätzing überhaupt nicht. Anstatt in die Geschichte zu fallen, stolpere ich immer wieder über die Art, wie er vorliest. Und ich kann nicht mal den Finger drauf legen, was genau mich stört.
Aber da stört was. Irgendwas. Schade eigentlich, das hat der Krimi nicht verdient.
An sich höre ich ja mehr englische als deutsche Hörbücher, da ist es doch erstaunlich, dass mir viel mehr deutsche Vorleser nicht passen als englische/amerikanische. Naja, nicht wirklich ... Deutsch kann ich, Englisch übe ich ;-)