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Schneestapfen

Mittwoch, April 25, 2018

Am Samstag war Nachmittags und Abends eine große Familienfeier angesetzt. Wir wollten vormittags noch ein wenig Bewegung haben und weil der beste Allgäuer von Allen nicht in Hallenbädern schwimmen mag und ich nicht joggen mag (und kann), teilten wir uns am Vormittag auf, damit der eine an der Iller laufen und die andere im Cambomare schwimmen gehen konnte.

Das Schwimmen war total super. Ich hatte eine ganze abgesperrte Bahn für mich und konnte völlig ungestört, ohne ständig auf irgendwen achten zu müssen, 2000 Meter runterspulen (Kraul). Meine Schultern gewöhnen sich langsam wieder an die Bewegung, das ist angenehm. Außerdem war ich etwas schneller als sonst, aber das führe ich hauptsächlich auf die freie Bahn ohne Behinderungen zurück :-)

Am Nachmittag radelten wir zur Familienfeier (51 Leute!) und hatten einen sehr netten Nachmittag und Abend mit ausgezeichnetem Essen.

Am Sonntag gingen wir zu Fuß auf den Tannheimer am Eck mit der tollen Aussicht ins Lechtal. Schon auf dem Weg durchs Tannheimer Tal konnten wir feststellen, dass der Schnee sich bemerkenswert weit zurück gezogen hatte und wir überlegten, ob es in der südseitigen Gipfelmulde überhaupt noch Schnee haben würde. Wir hatten eh die Arschrodel vergessen (und an die Figln gar nicht erst gedacht), so dass wir das Zeug nun nicht umsonst hochtragen mussten.

Unten war es warm und sehr trocken (das Winter-Stopp-Schild der Jäger steht allerdings noch) und der beste Allgäuer von Allen ging zufrieden mit Fivefingers los. Es blieb auch weiterhin trocken und es war selbst auf den sonst matschigen Querungen nicht übermäßig nass. Wir hatten schon tolle Vorstellungen von der warmen trockenen Wiese unterhalb der Gipfelmulde.

Man soll sich aber ja bekanntlich nicht zu früh freuen ;-) Nach der Querung der Steilrinne lag auf dem Weg im Wald unvermutet ein halber Schnee, in den der beste Allgäuer von Allen gleich mal bis zum Oberschenkel einbrach. Da hatte er noch die Fivefingers an.

Auf der nächsten freien Wiese zog er Bergstiefel an und wir rüsteten uns beide vorsichtshalber mit Gamaschen zu den kurzen Hosen aus (optisch ist das echt ein Bringer :-)). Die lange Querung zum Gipfelhang war schneebedeckt, der Gipfelhang selbst leuchtete uns blendend weiß an, als wir aus dem Wald traten. Die Vorfreude auf die trockene Wiese war ein klein wenig verfrüht gewesen ;-) Immerhin fanden wir doch ein trockenes und warmes Plätzchen für eine Pause.

Dafür trug der Schnee erstaunlich gut, zumindest da, wo er noch richtig hoch war. Wo die Schneeauflage dünner war, brach man dann schon mal bis zum Po ein, aber das merkte man natürlich erst, wenn man eingebrochen und auf der Grasnarbe angekommen war. Oder auf einem Felsen, die ganz schön hart sind, wie ich mit dem kaputten Knie ganz unten schon mal testete (da ist jetzt eine Schramme, eine Beule und ein blauer Fleck auf der Kniescheibe).

Wir blieben nicht sehr lang am Gipfel. Der Schnee war eh schon weich und wurde natürlich immer weicher. Wir bedauerten sehr, keine Figln dabei zu haben, aber der Abstieg ging auch so ganz gut. Wir brachen gelegentlich ein, aber das war bis auf das eine Mal, wo ich mit dem linken Bein bis zum Po versackte und deswegen das kaputte Knie arg biegen musste (Aua.), nicht schlimm. Den restlichen Abstieg über war ich noch vorsichtiger (und langsamer) als sonst.

Im letzten Drittel des Abstiegs machten wir nochmal Pause. In der Sonne, auf trockener Wiese, ohne Wind. Es war regelrecht heiß :-)

Das war eine sehr schöne Frühlingstour, allerdings wären Minis oder Figln echt nicht verkehrt gewesen. Nächstes Mal :-)

Von engel am 25.04.2018 05:32 • outdoorberg
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