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Sonntag, 03.06.2018: Nochmal Minis

Donnerstag, Juni 21, 2018

Der Neffe hatte mit seinen Kumpels ausgemacht, dass die ihn um halb 8 holen würden. Das klappte natürlich nicht, deswegen gingen wir schon mal und ließen einen Hausschlüssel mit der Anweisung, den danach durch den Briefschlitz zu werfen, zurück. Klappte alles prima.

Wir parkten (mal wieder) an der Brücke und radelten hinter zum Giebelhaus. Diesmal wandten wir uns danach nach links um Richtung Point-Hütte hoch zu radeln. Am Abzweig zum Prinz-Luitpold-Haus parkten wir die Räder und zogen uns um.

Auf dem Weg zum Prinz-Luitpold-Haus war so viel los (rauf wie runter waren mehrere Leute unterwegs), dass wir kurz dachten, die Hütte sei schon auf. Die hatte aber wie erwartet nur Notbetrieb.

Ich merkte meine Fersen in den harten Hochtourenstiefeln von Anfang an. Die Daumentour hatte wohl eine Druckstelle hinterlassen :-( Ich nahm bald Stöcke zur Entlastung, aber vor allem die rechte Ferse schmerzte bald sehr.

Der See unterhalb der Hütte war noch ordentlich eisbedeckt, so wie sich das professionelle Eisbader so wünschen ;-) Wir brauchten eine Weile, um einen vernünftigen Platz zum Einsteigen zu finden, denn hinten im Flachen schwamm haufenweise Blütenstaub. Das sah gar nicht hübsch aus. Dann ging der Eisbader eisbaden und war höchst zufrieden.

Es hatte inzwischen schon ziemlich zugezogen, aber beim Baden war noch ein wenig Sonne rausgekommen und hatte den Eisbader erwärmt. Als wir weiter gingen, war die Sonne weg.

Wir stiegen zurück zur Hütte hinauf und gingen dann in etwa in Höhe des Sommerwegs auf Schneefeldern um den See herum. An einer Stelle hatte der Bach den Schnee schon so sehr unterhöhlt, dass wir beide zusammen mit einem lauten Geräusch und einer großen Schneeplatte einen halben Meter in den Bach absackten. Glücklicherweise hielt die Platte.

Der Anstieg danach über die steilen Schneefelder war ziemlich anstrengend, aber da man dort schön waagerecht treten konnte, tat das meinen Fersen sehr gut. Der weniger anstrengende Weg über dem Wasserfall, wo kein Schnee lag, war dann schon wieder arg schmerzhaft.

Bevor wir in das lange Schneefeld zur Kreuzspitze einstiegen, zogen wir lange Hosen und Pullis an. Der lange Anstieg war dann - obwohl inzwischen wieder die Sonne rausgekommen war - nicht ganz so anstrengend und heiß wie befürchtet, denn der Schnee war gut zu gehen und hielt auch gut und es hatte zwischendurch ein kühlendes Lüftchen. Ich fand den Anstieg allerdings auch deswegen anstrengend, weil der beste Allgäuer von Allen mit dem rechten Bein immer die höheren Stufen trat und bei mir das rechte Bein das schwächere ist. Tja. Selber treten wäre aber natürlich noch anstrengender gewesen.

Die Fersen nahmen das Schneefeld nur halb übel, aber das änderte sich schlagartig, als wir in dem kleinen Klettersteig zur Kreuzspitze ankamen und beim Klettern wieder ordentlich Druck drauf kam. Ich schlug deswegen vor, an der Kreuzspitze zu warten, damit der Allgäuer auch noch den Hochvogel besteigen konnte. Darauf wollte der sich aber absolut nicht einlassen und so ging ich weiter.

Hinab in den kalten Winkel ging schnell, drüben rauf war dann eine Tortur. Das sind geneigte Platten, die man mehr oder weniger geradeaus hinauf laufen muss. Da ist der Druck auf die Fersen maximal. Der Allgäuer sah ein, dass das so keinen Sinn machte und ließ sich doch auf das Projekt ‘Hochvogel allein’ ein. Er ließ die Ski bei mir und ging los.

Ich suchte mir ein bequemes (was auf Steinen und Geröll relativ ist) Plätzchen, zog die Schuhe aus (Wohltat!) und schlief erst mal eine halbe Stunde. Das Wetter war nett und schickte erst mal ein wenig Sonne. Irgendwann hörte ich einen leisen Jodler und dachte, das müsse der Gipfel-Triumphschrei sein (war er, ‘unglaublich laut’, bei mir unten kam aber nur wenig an).

Ich rechnete aus, wann der Gipfelstürmer wieder da sein würde und lag nur knapp daneben. 5 Minuten, nachdem ich mich in Position gestellt hatte, tauchte der beste Allgäuer von Allen auf und war kurz darauf bei mir. Inzwischen hatte es angefangen zu tröpfeln und es grummelte irgendwo. Wir packten schnell zusammen und stiegen in aller Eile über die Kreuzspitze zurück ins Kar. In den 20 Minuten, die das dauerte, hatte es Regen, Sonne, Hagel und wieder Regen und es grummelte ständig irgendwo.

Wir kramten das Regenzeug raus und stiegen in die Ski. Das Kar ist oben echt steil und der beste Allgäuer von Allen hatte Probleme mit seinen doch etwas breiteren Schuhen, die sich in den Schnee gruben. Ich rutsche eine Spur ins flachere Gelände in der Mitte des Kars und dann konnten wir abfahren. So richtig fahren! Wenn auch, zugegeben, nicht übermäßig elegant ;-)

Wir kamen bis kurz vor den Wasserfall, schnallten dort kurz für die Querung ab und konnten dann noch bis zum See abfahren. Perfekt :-)

Im Abstieg spielte das Wetter noch ein bisserl mit uns, leichter Regen, Sonne, mehr Regen, Sonne und schließlich tatsächlich wieder schönes Wetter. So soll das sein!

Die Abfahrt bis zum Auto ging gewohnt fix, man muss da ja kaum noch treten. Wir waren so spät dran, dass wir direkt noch in Sonthofen zum Essen gingen. Dann heim, duschen, Bett.


Kühe schauen uns verwundert an


Der letzte Anstieg


Passend gekleidet zum Skifahren geht es los


Anstieg zum Prinz-Luitpold-Haus


Schwimmen zwischen Eisplatten


Schneefeldstapfen


Auf dem Weg zur Kreuzspitze


Im Klettersteiglein


Im kalten Winkel


Hochvogelgipfelkreuz


Der Gipfelstürmer kommt zurück


Abstieg zum Skifahren


Kritischer Blick das Schneefeld runter


Spurrutschen


Abfahrt


Abfahrt


Das Wetter wird besser


Manche Stellen sind etwas schwierig


Abschnallen vorm Wasserfall


Abfahrt zum See


Im Abstieg wird das Wetter langsam wieder schön


Wieder unten

Von engel am 21.06.2018 05:22 • outdoorbergskimtb

Und ich wollte schon fragen, ob Ihr eigentlich immer in Bad Hindelang parkt oder in Hinterstein. Jetzt weiss ich es - dazwischen :-)
Respekt, dass Ihr da immer wieder hinter radelt. Mir reicht das eigentlich nach dem ersten mal für den Rest der Saison. Ich finds schon recht anstrengend, nach einer langen Tour - und Eure Touren da hinten sind bisher alle lang! - wieder rauszuradeln bis Hindelang.

[1] Von Sabine am 21.06.2018 19:40

Bad Hindelang wäre günstiger ;-)

Inzwischen haben die im Hintersteiner Tal ja auf unverschämte 4 Euro erhöht und da überlege ich schon fast, doch in Hindelang am Kurhaus zu parken. Aber bis zur Brücke kann man fast ohne Treten und schön abseits der Straße zurück fahren. Danach wird’s dann halt doch nervig.

Und deswegen geht das eigentlich auch - Zurückradeln ist fast nicht anstrengend.

[2] Von engel am 21.06.2018 20:16

Ja, der Geiz lässt mich in Bad Hindelang parken. Beim Zurückradeln bereue ich das dann aber und denke mir immer: Nächstes mal nehme ich den Bus! Wenn schon denn schon :-)

[3] Von Sabine am 21.06.2018 21:05

Bus wäre zwar bequem, der ist aber doch eine ganz schöne Einschränkung, denn man muss ja zu einem festgelegten Zeitpunkt wieder am Giebelhaus sein.

Nein, da radle ich doch lieber ... und zahle auch die unverschämten Parkgebühren, um nicht tatsächlich von und nach Hinterstein radeln zu müssen :-)

[4] Von engel am 21.06.2018 21:50
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