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Sonntag, 11.06.2017: Schuhtest

Dienstag, Juni 13, 2017

Ich musste die dicksten all meiner Bergstiefel (La Sportiva Spantik, Expeditionsstiefel) mal wieder testen und dachte, der Sonntag sei ein guter Tag dafür. Der beste Allgäuer von Allen nahm aus ähnlichen Gründen seine Hochtourenstiefel.

Wir radelten an Hinterstein vorbei bis hinauf zur Käseralm. Die Radlerei mit den Spantiks war ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber von Start-Problemen im Steilen abgesehen (und hinauf zur Käseralm ist es teilweise abartig steil), ging es recht gut. Ich bekam halt recht warme Füße.

Im Ostrachtal sind inzwischen alle Kühe auf der Alm und die Straße wird teilweise regelrecht von Jungkühen belagert. Wenn so 10 Schumpen 4-Kuh-hoch auf der Straße auf einen zulaufen, dann ist das schon recht abenteuerlich. Ich beharrte aber auf meinem Wegerecht und das klappte auch. Die Herde teilte sich und ließ uns durch :-)

Nachdem wir an der Käseralm die Räder abgestellt, hatten stiefelten wir - im wahrsten Sinne des Wortes - hinauf zum Engeratgundsee. Es war heiß. So richtig heiß und schwül. Und dazu die klobigen Spantiks. Ich hatte echt schon bessere Ideen :/

Am See - der übrigens, man glaubt es kaum, noch zu 90% mit Eis bedeckt ist - kochten meine Füße und die Fersen brannten. Die harten Schäfte der Stiefel hatten sich auf dem felsigen Weg schmerzhaft in die Waden gebohrt und die Wadlhaut in den Stiefelschäften war rotgerieben. Aua.

Der beste Allgäuer von Allen hatte zwar auch heiße Füße, aber weichere Stiefelschäfte heißt auch weicheres Laufen und seine Füßen ging es ganz gut. Eisbaden war ja eh der Plan gewesen (also für ihn), deswegen gingen wir erst mal an den See runter. Diesmal musste man, um überhaupt ins Wasser zu gelangen, erst mal durch Schnee und Matscheis stiefeln. Eissee-Baden für Profis, sozusagen.

Der beste Allgäuer von Allen ging also ins Wasser und schwamm (!!!) um die 5 Meter, dann kam er wieder raus. Ich war unterdessen in mich gegangen und erklärte, dass auf den oder gar die Daumen zu gehen so keine gute Idee sei. Macht ja keinen Sinn, sich die Füße zu ruinieren.

Dafür ging ich testhalber durch den Schnee und Eismatsch bis zu den Knien ins Wasser. Ich verstehe nicht, wie der Mann das macht. Wenn das Wasser so kalt ist (Eiswasser, das sind 0 Grad!), dann tun mir die Füße weh. Nicht ein bisserl, sondern das sind richtige Schmerzen. Dabei kann ich gar nicht so recht beschreiben, was da so weh tut, es tut einfach weh. Vielleicht werden da die Nerven überreizt und sie protestieren einfach nur?

Wir verbrachten eine Weile am See in der Sonne. Ich versuchte 3 Mal ein Stück weiter ins Wasser zu kommen, aber musste immer aufgeben. Der beste Allgäuer von Allen lachte unterdessen und ging ein zweites Mal schwimmen. Noch länger, mindestens 10 Meter. Ich fürchte, ich muss wenigstens meine Füße erst mal noch eine Weile üben. Dass ich jemals in einem Eissee schwimme, ist aber sehr, sehr unwahrscheinlich ;-)

Dann stiegen wir zurück zu den Rädern ab. Dafür, dass die Spantiks so klobig sind, läuft man eigentlich recht gut damit. Uneigentlich ist ein heißer Sommertag aber sowas von falsch für die Stiefel und durch die Klobigkeit tun sie meinem Knie auf so unebenem Untergrund (viele Felsen, auf die man treten und balancieren muss) ziemlich schlecht. Ich war sehr froh, als wir endlich wieder bei den Rädern waren.

Im Giebelhaus gab es noch guten Kaffee und Kuchen, dann ging es zurück zum Auto.

Was den Schuhtest angeht, bin ich nun sehr zwiegespalten. Einerseits haben meine Füße keine größeren Probleme mit den harten Spantiks (das war die Befürchtung, deswegen der Test) und der ganze Kram mit der Hitze und den Reibstellen deswegen ist im Zielgebiet ganz sicher kein Problem. Andererseits ist da die Sache mit dem Knie und wie das mit den klobigen Klump-Schuhen (der Ralle meint: Taucher-Bleischuhe, nur nicht so schwer) umgehen kann. Das ist ja mein größtes Problem, also sollte ich das am wenigsten stressen. Und soooooo kalt kann es ja wohl nicht werden. Auch wenn dann die Spantiks wahrscheinlich für immer und ewig ungenutzt im Keller stehen bleiben.


Kuh-Slalom


Vor der Schwarzenberghütte geht es nochmal steil bergauf


Frühsommer-Bergwiese


Spätwinter-Eissee


Eisseebaden für Profis


Die Amateure machen nur die Beine nass ;-)


Abstieg


Endlich Radeln!


Für neugierige dicke kleine Ponies hält man gern mal an :-)

Von engel am 13.06.2017 20:42 • outdoorbergmtb

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