Was uns dazu brachte, den halbwegs schönen sonnigen Mittwoch vorm Rechner zu verbringen und dafür dann am regnerischen Donnerstag mit aller Gewalt rauszuwollen, kann ich wirklich nicht sagen (Ha! Gelogen. Wir mussten unbedingt HDRs bauen.), aber eine Erklärung ist vermutlich, dass der eher schöne Mittwoch mit Regen begann und der nicht so schöne Donnerstag mit Sonne.
Jedenfalls luden wir am Donnerstag vormittags die Bikes ins Auto und starteten zum Breitenberg, um auf der laut Ralles Kollegen neuen Forststrasse bis ins Joch unter dem Aggenstein zu radeln. Und dann - vielleicht - noch den Aggenstein zu besteigen. Die Sonne vom Frühstück hatte sich schon lang verzogen und es begann zu nieseln, als wir uns Pfronten näherten. Egal, jetzt sind wir da, los geht’s!

Start bei leichtem Nieselregen in Pfronten
Der Radweg führt von Pfonten Richtung Grän, über die Fallmühle bis fast zur alten Grenze, wo man dann links auf einen deutlich bezeichneten Fostweg abbiegt. Man radelt zwar so gut wie immer fast neben der Strasse (das Tal ist da nicht allzu breit), aber der Radweg ist trotzdem sehr schön und so ein paar Bäume und Büsche zwischen Radweg und Strasse wirken Wunder. Kurz vor der Abzweigung bekommt man dann den ersten Blick auf den Aggenstein.

Der Aggenstein
Der Forstweg ist sehr gut zu radeln, breit und nicht allzu steil und führte durch sehr schönen herbstlichen Wald. Den leuchtenden Farben konnte auch das mangelnde Sonnenlicht nichts anhaben und immerhin hatte der Niesel nachgelassen.

Herbstfarben
Der Forstweg ist ziemlich lang, weil er eben nicht allzu steil ist. Vielleicht kommt einem das ja auch nur so vor, wenn das Wetter eher mässig und die Aussicht entsprechend mau ist. Dass man bike-mässig nicht im geringsten gefordert wird, weil der Weg so neu und gut ausgebaut ist, mag da auch reinspielen. Immerhin kamen wir dem Aggenstein immer näher.

Der Aggenstein
Kurz vor dem Joch radelten wir kurz in eine sonnige Wolkenlücke und es wurde sogar richtig nett warm. Um uns herum zog es allerdings immer mehr zu. Und ab dem Joch wehte dann auch ein wirklich unangenehm kalter Wind.

Kurz Sonne vor pechschwarzem Hintergrund
Der Blick auf den wolkenverhangenen Aggenstein lud nicht wirklich zum Besteigen ein, daher fuhren wir doch lieber auf der (verdammt! steilen! sandigen!) Piste zur Bergstation der Breitenbergbahn ab und verzogen uns in die Hochalphütte zum Kaffeetrinken. Mir war so kalt, dass ich auf den Kuchen verzichtete und lieber eine heisse Suppe ass.

Lieber Abfahren als Aufsteigen
Die Abfahrt nach Pfronten stimmte dann so richtig auf den kommenden Winter ein. Schon lang nicht mehr so gefroren, trotz dicker Jacke, Handschuhen und Halswärmer. Brrr! Man gebe mir Skitouren, da ist es wärmer.

Blick ins Tal zum Forggensee und Füssen
Aber egal. Draussen gewesen, Kalorien verbrannt und Schwiegermutters unerreicht weltgute Dampfnudeln (mit Bächele!) und Vanillesosse ehrlich verdient. Die Dampfnudeln gibt es mehr oder weniger immer nur wegen mir und es führt unweigerlich dazu, dass ich es hinterher lediglich rollend ins Auto schaffe und nur noch liegen kann. Hach, Dampfnudeln!