Im Allgemeinen hatte sich die Behörde des Indian Survey auf die Beibehaltung der lokalen Namen festgelegt. Aber für diesen Berg, so argumentierte der Surveyor General Andrew Waugh, gab es keinen naheliegenden Namen. In Wirklichkeit gab es natürlich eine Vielzahl einheimischen Namen. Am verbreiteten war Chomolungma, der tibetische Name des Berges, der etwa ‘Große (Göttin) Mutter Erde’ bedeutete.
Sir George Everest Waugh argumentierte so lange für den Namen seines Vorgängers im Amt des Surveyor General, Everest, bis sich dieser schließlich durchsetzte. Ironischerweise war es gerade Everest gewesen, der für die lokalen Namen plädiert hatte und er protestierte vehement gegen die Vergabe seines Namens.
Doch Waugh setzte sich durch. 1865 - gerade ein Jahr vor Everests Tod - entschied sich die Royal Geographical Society offiziell für den Namen Mount Everest als Namen für den höchsten Berg der Erde.
Waughs Berechnung der Höhe des Mount Everest war bemerkenswert exakt. Er gab 29.002 Fuß an, eine Zahl, die 100 Jahre lang allgemein anerkannt blieb. In den 50er Jahren berechneten indische Geodäten erneut die Höhe. Obwohl sie viel näher an den Berg heran durften, korrigierten sie die Höhe nur um weniger als ein Prozent auf 29028 Fuss (8848 Meter). Nicht einmal nach den Satellitenvermessungen in den 80er Jahren mussten die Zahlen korrigiert werden.
Im Mai 1992 plazierte eine amerikanischen Expedition ein Prisma auf dem Gipfel, mit dem Lasermessungen möglich wurden, deren Ergebnisse ganz nah an den berechneten Höhenangaben lagen.