Seit Beginn meines Arbeitslebens bin ich so eine Art 'Mädchen für Alles', also eine, die mal hier dies, mal dort jenes macht und überall da eingesetzt wird, wo es gerade brennt oder jemand fehlt. Mir gefällt das ganz gut, denn ich kann mit Fug und Recht sagen: 'Es ist nie langweilig.' Aber sowas von überhaupt nicht!
So erklärt sich auch mein derzeitiger 'Zustand' (der nun schon seit einer ganze Weile so ist und wohl auch noch eine ganze Weile so bleiben wird). Nicht Fisch, nicht Fleisch. Oder sowohl Fisch als auch Fleisch, wie immer man das sehen will. Auf der einen Seite verantwortlich für ein Projekt ('meins'), auf der anderen Seite Programmiererin in einem anderen Projekt ('nicht meins').
Selbstverständlich sind beide Projekte sehr bis extrem kritisch für den jeweiligen Bereich und genauso selbstverständlich hängen beide aus diversen Gründen hinter dem Zeitplan. Interessant ist nun - aus der Beobachterperspektive über/hinter mir, die ich ab und zu gerne einnehme - wie sich das jeweils 'anfühlt'.
Während ich bei 'meinem' Projekt immer wieder mal richtig Bauchschmerzen (wörtlich) habe und manchmal auch ziemlich schwarz sehe, kann ich den Zeitplan beim 'anderen' Projekt eher gelassen betrachten, obwohl ich in beide Projekte gleich viel 'Herzblut' und Arbeit stecke. Wir tun was wir können, mehr kann niemand von uns verlangen, oder?
Es gelingt mir aber ums Verrecken (manche Dinge lassen sich mundartlich besser ausdrücken ;-)) nicht, dieselbe lässige Haltung bei 'meinem' Projekt einzunehmen, obwohl das garantiert gesünder wäre. Die Qualität (und auch die Quantität ;-)) der Arbeit würde darunter keineswegs leiden, nur mir wär's wohler.
Meistens klappt das trotz aller Widrigkeiten, aber hin und wieder ...
Naja, ich arbeite daran. In diesem Sinne: Ich geh jetzt erst mal Urlaub organisieren und ins Kino :-)
Entspannung tut immer gut - also viel Spaß im Kino!
Danke :-) ‘Keeping Mum’ war prima!