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Eternal Sunshine of the Spotless Mind

Mittwoch, Juni 02, 2004

Joels Leben ist langweilig und grau. Am Valentinstag überkommt ihn plötzlich auf dem Weg zur Arbeit eine verrrückte Idee: Warum nicht an den Strand nach Montauk fahren? Dort trifft er eine ausgeflippte Frau, Clementine, mit der er eine seltsame Nacht verbringt.

Rückblende: Joel wurde nach einem Streit kurz vor dem Valentinstag von seiner Freundin verlassen. Als er mit einem Valentines-Geschenk zu ihr kommt, um sich wieder zu versöhnen, kennt sie ihn nicht mal. Er ist völlig niedergeschlagen und als er von Bekannten erfährt, dass Clementine ihn aus ihrem Gedächtnis löschen liess, beschliesst er, sie aus seinem Gedächtnis löschen zu lassen.

Dazu muss er alle Erinnerungen an sie zusammensammeln, aufgrund derer sein Gedächtnis 'kartographiert' wird. Zum Löschen müssen die Erinnerungen in umgekehrter Reihenfolge abgespielt und während dieses Prozesses stellt Joel fest, dass er Clementine gar nicht löschen lassen will und er versucht verzweifelt, seine Erinnerungen an Clemetine an Stellen im Gedächtnis zu verstecken, die vorher nicht erfasst wurden. Leider umsonst, als er am Valentinstag in der Früh aufwacht, ist sein Leben grau und langweilig und enthält keine Spur mehr von Clementine.

Auf dem Weg zur Arbeit kommt ihm eine verrrückte Idee ...

Anfänglich ist der Film sehr verwirrend, weil man wie Joel selbst keine Ahnung hat, was los ist. Ich habe eine Weile lang geglaubt, es geht um 3 aufeinanderfolgende Episoden, aber mit dem Rückwärts-Abspielen der Erinnerungen kristalliert sich langsam heraus, dass es eigentlich nur 2 sind, die gelöschte Beziehung und das was darauf folgt.

Was sich in Joels Erinnerung abspielt, wie er sich selber beobachtet (in manchen Szenen steht er tatsächlich neben sich), langsam mitbekommt, was da abläuft und mit seinen Erinnerungen interagiert, ist grossartig gemacht. Schön ist auch das Drumherum in der 'realen Welt', die kleine schmuddelige Gedächtnis-Lösch-Klitsche mit ihren inkometenten Mitarbeitern beispielsweise.

Der Film war anstrengend (was zugegeben auch an den unbequemen Sitzen im Kino 2 der Museum Lichtspiele liegt), aber er war durchwegs spannend und interessant anzuschauen. Und er beschäftigte zumindest mich länger als nur den Film hindurch.

Der englische Titel kommt von diesem Vers aus 'Eloise to Abelard' von Alexander Pope und er gefällt mir ausnehmend gut:

How happy is the blameless vestal's lot!
The world forgetting, by the world forgot.
Eternal sunshine of the spotless mind!
Each pray'r accepted, and each wish resign'd

Lacuna, die kleine schmuddelige Gedächtnis-Lösch-Klitsche hat sogar eine eigene Website: http://www.lacunainc.com/process.html :-)

Website: http://www.eternalsunshine.com/

Von engel am 02.06.2004 20:10 • kinodiary
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