Regisseur Michael Moore beleuchtet die Regierungszeit von George W. Busch mit Schwerpunkt auf dem Terror-Anschlag vom 11. September und dem Irak-Krieg.

Auch wenn der Film den Anspruch erhebt, eine Dokumentation zu sein - das ist keine. Das ist ein Werbefeldzug gegen Bush. Mir persönlich ist der amerikanische Präsident auch ein Dorn im Auge, dennoch, die Art wie Moore Bush und seinen Stab darstellt und hinstellt lässt mich fast Mitleid haben. Weniger wäre mehr gewesen.
Dabei ist der Film gut gemacht und spielt perfekt mit Bildern. Den Absturz der beiden Flugzeuge ins World Trade Center sieht man nicht, es gibt nur Ton vor einer schwarzen Leinwand, danach umherwirbelnde Blätter, Rauch, Staub und fassungslose Menschen. Nach der Flut von Bildern, die immer dieselben Szenen von Feuer und Rauch in den Türmen zeigen und gegen die man schon fast abgestumpft ist, sind diese Szenen ebenso schockierend.
Mir fällt es schwer, die dargestellten Fakten (?) richtig einzuordnen. Angeblich hat Moore alle Fakten im Film gründlich recherchieren lassen, aber ausgelassene Fakten verfälschen ein Bild ebenso sehr wie erfundene. In der Mooreschen Zusammenstellung bekommt man den Eindruck, für den Bush-Clan war der Anschlag auf das WTC sowas wie Weihnachten und das mag ich bei aller Antipathie nicht glauben.
Ich zumindest kam aus dem Film sowohl schockiert als ziemlich zweifelnd raus.
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