... ist dieser Tag, arbeitstechnisch gesehen. So ziemlich jedenfalls.
Angefangen hat es damit, dass ich, wie nach jedem Wochenende ueblich, meinen Rechner eingeschaltet habe und dann erst mal Kaffee geholt habe. Ueblicherweise steht der Rechner im Login, wenn ich zurueckkkomme.
Diesmal nicht. Er versuchte irgendwas zu laden. Ploetzlich machte es leise 'klick' und vor mir war ein BlueScreen: INACCESSIBLE_BOOT_DEVICE. Ach ja? Irgendwie kam mir das bekannt vor.
Eine gute Stunde lang versuchte ich, meinen Rechner irgendwie zum Laufen zu bringen (vorher kann man den Service eh nicht anrufen). Vergebens. Wenn ich es schaffte, dass Windows wengstens soweit startete, dass ich in den SafeMode und all diese Optionen schalten konnte, dann blieb er garantiert hinterher haengen und auch der einzige geglueckte Versuch, CHKDSK zu starten endete mit dem bekannten huebschen blauen Bildschirm.
Service also. Ich machte deutlich, dass dies mein Arbeitsrechner sei und dass ich nichts tun koenne, trotzdem hoerte ich 1 1/2 Stunden nichts. ich versuchte, de Zeit halbwegs sinnvoll mit Konzeptionieren zuzbringen, aber so richtig gut ging das nicht, denn ich konnte ja nirgendwo nachschlagen. Auf meine Nachfrage erfuhr ich dann, dass eine neue Festplatte bestellt sei, dass die aber erst morgen (und das auch nur wenn nix schief gehe) komme. Oh, Klasse!
Es folgte eine lustige Rundreise bei den Kollegen aller Labors, ob jemand eine Idee habe, wie ich die Daten von der Festplatte holen koenne. Nach vielen vergeblichen Versuchen und Ansaetzen, hatte ich dann einen Adapter, mit der ich meine kaputte Platte als 2. Festplatte in den Rechner meines Kollegen, der dasselbe Notebook hat, stecken konnte. Und einen Alternativ/Rechner hatte ich auch aufgetrieben, komisch konfiguriert und schweinelangsam, aber immerhin ein Rechner, wenn auch mit internationaler Tastatur, was etwas gewoehnungsbeduerftig ist.
Das mit der Datenrettung klappte leider nur bedingt, denn die Festplatte lief immer nur etwa 10 Minuten und starb dann einfach. Immerhin hatte ich gegen 15:00 die Daten des dringlichsten Projektes (und die sind alle furchtbar dringlich) auf dem Alternativ-Rechner und konnte schon mal ein Stueck weiterentwickeln.
Allerdings ohne Zugriff auf die globale Fehlerverwaltung und ohne Zugriff auf das SourceCode ManagementSystem. Im Klartext: ich konnte nicht nachgucken, was denn alles zu beheben ist und musste aus dem Gedaechtnis arbeiten und jeder Zugriff auf eine Datei gab ein nettes kleines Fehler-PopUp, das ich wegklicken musste. Aber irgendwie war tatsaechlich sowas wie Arbeiten drin.
Bis jetzt. Jetzt muesste ich testen. Das geht aber nicht, denn meine ganze Testumgebung ist exakt auf mein Notebook zugeschnitten und wuerde hier unter Garantie dazu fuehren, dass diesser Rechner hier zerschossen wird.
Ich geh mal besser. Wenn ich Glueck habe, darf ich den morgigen Tag mit Neuinstallieren verbringen und dann lohnt es sich nicht, hier alles umzustellen. Wenn das aber nicht klappt, kann ich hier morgen auch noch umbauen. *seufz*
Nachher gibt' Kino: Starsky & Hutch Unterhaltung mit viel Action und zum Lachen, genau was ich brauche. Ich radel jetzt gleich bei Sonnenschein los und hole mir noch schnell Sushi am Isartor. Mit dem Rest des Tages kann es eigentlich nur bergauf gehen!