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Grillen und Radeln

Mittwoch, September 07, 2005

Wie versprochen - der Bericht zum letzten Wochenende. :-)

Am Samstag war ein Gartentag, mit mittäglichem Grillen und 'Einliegen' der neuen Sonnenliegen, die wir zufällig im Schlussverkauf erstanden hatten. Das war allerdings nicht ganz einfach, denn kaum lagen wir bequem auf den Liegen, beschattete uns der ständig irgendwie präsente Hochnebel, waren wir woanders, kam die Sonne wieder durch. Immerhin zu einer halben Stunde Sonnen reichte es.

Am Sonntag hatten wir uns die 'Hochgrat-Runde' vorgenommen (Gunzesried - Immenstadt - Naturfreundehaus - Hochgrat Talstation - Hochgrat Bergstation - Scheidwang Alpe - Gunzesried), mal wieder was 'Richtiges' ;-)

Morgens war der Hochnebel so dicht und hartnnäckig, das man das Gefühl hatte, es werde gar nicht hell. Ausserdem war es eiskalt in dem blöden Nebel, so dass wir nach der kurzen Abfahrt von Gunzesried beinahe eingefroren in Immenstadt ankamen. Das mit der Kälte änderte sich sofort, als wir zum Naturfreundehaus hinauf radelten, das ist lang und steil, da wird es auch im Nebel schnell warm. Als wir auf dem halben Weg nach oben endlich in die Sonne kamen, wurde es endlich angenehm.

Die lange Abfahrt zur Talstation der Hochgrat-Bahn fing mit einem netten kleinen Trial an, der aber ziemlich bald recht umständlich wurde, weil (wohl im Unwetter der letzten Woche) ein paar Bäume über den Weg gefallen waren. Sich mit den nackten Beinen durch die Bennnesseln zu schlagen war gar nicht so angenehm, allerdings hat es warscheinlich die Durchblutung wunderbar angeregt ;-) Am Ende war die Abfahrt wieder recht unangenehm, weil wir erneut im Nebel landeten und da war es wieder ziemlich kalt.

Aber auch hier wurde es schnell warm, als es wieder nach oben ging. Im Bike-Guide steht zur Auffahrt auf den Hochgrat sinngemäss, dass das einer der extremsten Uphills im Allgäu sei (im Bike-Guide stehen natürlich alle In-Begriffe) und dass man da sogar stellenweise schieben müsse.

Da kann man nicht wiedersprechen, der Almweg ist teilweise geradezu irrsinnig steil. an einer Stelle zeigte mein Tacho 39% an! Der Ralle schaffte es noch, ziemlich viele Stücke zu radeln, ich war in den oberen zwei Dritteln gefühlsmässig mehr am Schieben als am Radeln. Die Auswertung des Radcomputers zeigte dann aber, dass das Radeln immerhin überwog.

Wenn man soviel schieben muss, hat man mit der Zeit das Gefühl, das Rad sei mit Bleigewichten beschwert. Kurz vor der Bergstation dachte ich dann, jemand hätte meine Beinmuskeln ausgebaut, so schlapp fühlten sich meine Beine an. Da hatten wir inzwischen aber schon knappe 1600 Höhenmeter hinter uns.

Von der Bergstation ging es dann auf einem netten Bergweg weiter, der stellenweise sogar radelbar war. Meine Beine erholten sich da recht schnell wieder, so dass die letzte Auffahrt vor der Alpe Scheidwang (radelbar!) kein Problem war.

In der Scheidwang Alpe gönnten wir uns Kaffee und Kuchen und dann ging es an die lange Abfahrt. Mitten drin bremste der beste Allgäuer von allen plötzlich, sprang vom Rad und riss sich den Helm vom Kopf: 'Mach sie weg! Mach sie weg!' rief er. Eine Wespe war durch die Luftlöcher im Helm gesaust und stach nun wild in seine Kopfhaut.

Abgesehen von diesem Zwischenfall war die Runde zwar anstrengend (über 1600 Höhenmeter, 7 1/2 Stunden unterwegs, 4 1/2 Stunden reine Radelzeit) aber sehr schön. Ich hatte natürlich alle meine Spielzeuge dabei (Wozu hat man das Zeug?) und stellte erstaunt fest, dass der Pulsmesser behauptete, ich hätte 3700 Kalorieren verbraucht. Das kann ich aber nicht richtig glauben. Wenn man bei sowas derart viele Kalorieren verbrauchte, müsste ich viel dünner sein ;-)

Und weil es so schön ist - hier das Höhenprofil:

Von engel am 07.09.2005 06:52 • outdoordiary

Frei nach Eckhard von Hirschhausen:

“... wenn man Schwimmen schlank macht - was machen Waale dann falsch?” ;-))

Alles OK?

P.S. Du bist schon wirklich fit - 1600 hm Bergtour und ich bin wirklich bedient. - und was sagt Dein Knie so? Kann das jetzt solche Belastungen klaglos verkraften? Bergabfahren ist ansich schon eine feine und schonende Varainte zum Bergab-Gehen!

[1] Von Jolanda am 07.09.2005 09:34

Äh, also deine abgefallenen Ohren sind das nicht *grübel* also, nochmaläh; sind das auf dem oberen Bild Tofuwürstchen - die sehen aber lecker aus… Vielleicht werde ich ja doch Vegetarier - also wirklich!

Ü-brie-gänz: Ich sehe vier Bratwürste da auf dem Grill, demnach hast du wahrscheinlich zwei gefuttert was etwa 710 kcal. ausmacht und dann am nächsten Tag auch noch Kaffee (mit Zucker?) und KUCHEN????? K-U-C-H-E-N ???????

Ja hörmal, so viel esse ich ja nicht mal in einer ganzen Woche. Das ist doch schon Völlerei so was *empörtkuck*

 

[2] Von walt am 07.09.2005 18:52

Bäh! Tofu! Sowas ess ich nicht, walt!

Achso ist das. Ich wusste doch, dass es einen Grund geben muss, warum die Stresstouren nicht ansprechen ;-)

Danke für das Lob, Jolanda, mein Allgäuer bezweifelt das leider immer wieder ;-)

Also MTB-Touren sind raufwärts deutlich anstrengender als einfach nur Bergsteigen, dafür fällt das scheckliche Bergabgehen weg, das mir immer den Runterweg ein wenig versaut. Deswegen: eben!

[3] Von engel am 08.09.2005 23:12
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