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Ich möchte mal wissen ...

Montag, August 21, 2006

.. wann und wo der Punkt im Leben ist, wo man diese wunderbare 'Wird scho klappen'-Mentalität verliert, die man als Kind hat. Meine ist mir, scheint mir, irgendwo in den letzten 3-5 Jahren abhanden gekommen. Und ehrlich, ich vermisse sie sehr!

Ich entschuldige mich hiermit ausdrücklich und nachträglich für all die vielen Mal, wo ich meine Mom, die sich immer viele Sorgen und Gedanken macht, innerlich einen Hasenfuss genannt habe. Niemals laut, denn meine tolle Mom macht trotz der Sorgen und Gedanken vorher dann doch all die Dinge, die sie sich vorgenommen hat. Hohe Berge, Klettertouren, was auch immer. Ich auch, hoffe ich.

Aufgefallen ist mir die ungewohnte Abwesenheit meines lockeren 'Wird-scho-klappen'-Selbst am Wochenende, wo ich die Details einer Hochtourenwoche geplant habe. Nun ist es natürlich mehr als nur sinnvoll, sich über die Gefahren im Hochgebirge im Klaren zu sein, seine eigenen Fähigkeiten zu kennen und richtig einzuschätzen und all das bei der Tour-Planung in Betracht zu ziehen, aber wenn man das gemacht hat, dann sollte eigentlich Schluss sein. Dann noch stunden- oder gar tagelang darüber nachzudenken, ob die geplante Tour so wirklich durchführbar ist, bei jedem Nachlesen festzustellen, dass es geht und dann doch wieder unsicher werden, das muss doch wirklich nicht sein.

Ich wünschte, ich würde den Schalter finden, wo man diesen überflüssigen SupersicherheitsGegencheckSorgen-Modus wieder abstellen kann.

Am Alter allein kann es übrigens nicht liegen, der Mann, der immerhin ein paar Jährchen älter ist als ich, hat noch immer den lockeren 'Wird-schon-klappen'-Mode drauf und redet beruhigend auf mich ein. Was überhaupt nix bringt, ausser mich auf die Palme. *seufz*

Von engel am 21.08.2006 06:56 • diarydiary

bei mir sind es irgendwie immer Phasen. Vor ein, zwei Jahren war ich mit der “wird schon klappen”-Mentalität nicht so locker drauf wie jetzt. Vielleicht liegt es an der letzten Freundin, die mir das wieder ein wenig beigebracht hat ... ? Planen finde ich gut, weil es irgendwie auch Spaß macht, aber ich kann inzwischen kurzfristig alle Pläne über den Haufen werfen. Gedanken mache ich mir keine mehr darüber, irgendein Weg gibt es immer und wenn es ein anderer ist ... :-)

[1] Von Stefan am 21.08.2006 11:29

hm. ichdenke auch das das phasen sind. je nach wichtigkeit und aufwand kommt der kontrollmodus stärker oder auch schwächer raus. charakter und lebenserfahrung arbeiten da auch kräftig dran mit. ist also nicht nur eine sache des alters.

nimms leicht, anderen geht es auch so.

[2] Von schoko-bella am 21.08.2006 12:23

Hach, wenn das rational zu bewältigen wäre, Stefan, dann hätte ich das Problem gar nicht. Ich weiss, dass wir die geplanten Touren können, wo die Notabstiege sind und dass wir bei schlechtem Wetter, etwas anderes machen oder auch abbrechen können, usw. Trotzdem lässt mich das Ganze nicht los und ich überlege endlos, was wo wie schief gehen könnte, und ob wir das wirklich können und was wir machen, wenn dies oder das nicht klappt ... dabei hab ich alles bereits bis zum Exzess durchgespielt. Alle Eventualitäten kann man eh nicht bedenken. Ich könnte also eigentlich jetzt ruhig abwarten, ob und wenn ja wann das Wetter gut genug wird, dass wir das angehen können. Aber das geht scheinbar nicht. *grmpf*

Wenn Du recht hast und das ‘nur’ eine Phase ist, dann kann ich das Ende kaum erwarten ...

 

*lol* Mit Kontroll-Modus hast Du recht, bella, ich bin ein Control-Freak, ich will alles und jedes steuern und planen (hindert mich überhaupt nicht, besagte Pläne kurzerhand über den haufen zu werfen, wenn irgendwas nicht klappt - ich hab ja eh einen Plan B in der Tasche - aber erst mal wird exzessiv geplant). Aber DAS will ich ja gar nicht loswerden, das macht ja Spass.

 

Ich will diese elende Vorab-Besorgnis, ob das alles so klappt wie es soll, ob wir wirklich schaffen, was wir uns vorgenommen haben, ob einer von uns in eine Spalte fällt, ob wir von einem Grat fallen, ob die Grate vereist sind, usw. loswerden. Ich will wie früher mit einem sauber durchdachten Plan da hinfahren, vor Ort gucken, was und wie machbar ist, gegebenefalls umdisponieren und machen was machbar ist. Ohne besagten sauber durchdachten Plan ständig nochmal überprüfen zu müssen.

 

Schaumermal ob das eine Phase ist ;-) Vermutlich habe ich einfach nur Angst vor dem was ich da geplant habe, obwohl es rational gesehen machbar sein müsste ...

[3] Von engel am 21.08.2006 17:06

Ich kenne das auch…aber wie Stefan sagte, phasenweise.

Könnte ja auch sein, dass sich etwas Aufregung untermischt ;.)

[4] Von hawkeye am 22.08.2006 12:15

Na, wenn ihr das alle phasenweise habt und es weider weg geht, dann besteht ja noch Hoffnung ...

Aber logisch, hawkeye, da ist eine Menge Aufregung dabei. Ein bisserl Bammel vermutlich auch. Aber immerhin kommen bei den Bammel-Touren nachher die tollsten Erfolgserlebnisse raus ;-)

[5] Von engel am 22.08.2006 17:57
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