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Jarhead

Montag, Januar 16, 2006

Kriegsfilme (auch Anti-Kriegsfile, da mach ich keinen Unterschied) sind ja eigentlich 'Index-Filme' für mich, diesen habe ich aber trotzdem angeschaut, weil ich die Vorschau und die Kritiken interessant fand. Das war kein Fehler.

Was passiert, wenn man junge Soldaten in den Krieg schickt und die dürfen dann nichts anderes tun als warten, weil der Krieg woanders stattfindet? Anthony Swoffold, ein Marine, hat das im ersten Golfkrieg so erlebt und ein Buch darüber geschrieben, das jetzt verfilmt wurde.


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Der Film ist gleichzeitig schwer zu beschreiben, weil nichts passiert, und packend, eben weil nichts passiert. Nach der harten Marine-Ausbildung landen die Solaten in der Wüste und warten darauf, dass der Krieg anfängt. Er fängt an, aber woanders und so bleibt nichts als warten und sich irgendwie die Zeit zu vertreiben. Das zehrt an den Nerven und den Kräften und wird sehr eindringlich beschrieben.

Am Ende 'dürfen' sie doch in den Krieg, bekommen aber von den Kampfhandlungen nichts mit, weil der Krieg fast ausschliesslich von der Luft aus geführt wird, die Soldaten am Boden bekommen bestenfalls mal 'friendly fire' ab. Auch das einzige Mal, wo die Anthony und sein Kumpel einen Schuss abgeben sollen, werden wieder Flugzeuge angefordert und erledigen die Arbeit. Einer der Soldaten bekommt daraufhin beinahe einen Zusammenbruch.

Der Film erzählt in beeindruckenden und schönen Bildern, nur ganz selten sieht man Grässliches. Man kann sich sehr gut in die Jungs hineinfühlen, die sich vor lauter Langeweile Blödsinn ausdenken und zwischen Ausrasten und Zusammenbrechen versuchen, irgendwie klar zu kommen.

Website: http://www.theconstantgardener.com/

Von engel am 16.01.2006 21:30 • kinodiary
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