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Le Papillon

Donnerstag, März 25, 2004

Ein kleines Mädchen, selbstständig, furchtlos und mit einem ziemlichen Dickkopf, macht sich selbst zum blinden Passagier der 'Grossen Suche' eines eigenbrötlerischen Schmetterling- Sammlers und taut den knurrigen alten Mann auf für die Welt.

Es schon ein Weilchen her, dass ich die meiste Zeit mit einem leichten Lächeln auf den Lippen im Kino gesessen bin. Der Film macht von vorn bis hinten Spass, Sprachprobleme hin oder her ;-) Untertitel mag ich eigentlich nicht, aber bei einem Film in Französisch bin oft froh drum. So auch hier.

Der Film ist die meiste Zeit aus der Sicht von Elsa, dem kleinen Mädchen (unglaublich niedlich), gedreht. Julien, dem alten Mann, erzählt sie wüste Geschichten vom Waisenhaus und dass sie nie wieder dorthin zurückwolle, so dass er sie schliesslich aus Mitleid mitnimmt, anstatt sie wie geplant an der nächsten Polizeiwache abzugeben.

Elsa bringt Julien mit ihren ungewöhnlichen Fragen und Taten ständig aus dem Konzept, so dass ihm nichts übrig bleibt, als sich auf sie einzulassen. Man selber muss da natürlich auch mitgehen. Schön ist, wie Elsa, das Stadtkind, staunend die Natur betrachtet ('Das sind Kühe?'). Julien seinerseits behandelt Elsa wie einen kleinen Erwachsenen, was gut zu dem selbständigen Mädchen passt.

Auch der Zuschauer glaubt zunächst die Geschichte von vernachlässigten kleinen Mädchen. Erst gegen Ende wird der Blickwinkel gerade gerückt und man sieht, dass Elsas Mutter keineswegs die kalte Schlampe ist, die man zunächst vermutet hatte.

Website: http://www.allocine.fr/film/fichefilm_gen_cfilm=46422.html

Von engel am 25.03.2004 17:30 • kinodiarykino
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