Am Montag war es in der Früh eiskalt - Minusgrade sogar - doch als es am Vormittag warm wurde, zog es uns auf die sonnige windgeschützte Terrasse. Wenn man's genau nimmt, wären wir da wohl faul versackt, wenn nicht die Nachbarinnen, beide fast doppelt so alt wie wir, nach dem Mittagessen sportlich mit Walking-Stöcken ausgerückt wären und uns fröhlich zugerufen hätten, dass man das schöne Wetter doch ausnützen müsse.
Da konnten wir dann doch nicht nachstehen und beschlossen, eine kleine Runde zu radeln, und uns nochmal auf die Suche nach diesem Frühjahrsgewächs zu machen, das uns bisher erfolgreich aus dem Weg gegangen war.
In Heiligkreuz schauten wir erst mal ein Weilchen beim Maibaum-Aufstellen zu, den starke Männer mit Hilfe von Bier und HauRuck noch ganz traditionell mit Muskelkraft aufrichteten.
Nachdem wir gemütlich an den Niedersonthofener See geradelt (und an weiteren Maibaum- und anderen Festen vorbei gekommen) waren, bogen wir auf den Iller-Radweg ab und machten uns zum zigten Mal auf die Suche nach Bärlauch.
Und tatsächlich, diesmal wurden wir fündig. Es ist tatsächlich so, wenn man mal weiss, wo der Bärlauch wächst, dann hat es Unmengen davon. Es ist ein wahres Wunder, dass wir so oft dran vorbei geguckt haben ;-)
Ideen für Gerichte mit Bärlauch hätten wir viele (Nudeln, Knödel, Brot, ein Pie, usw.), aber für's Abendessen war schon eingekauft, daher haben wir den ganzen Riesenhaufen erst mal eingefroren.
Ich freu mich schon drauf, zu experimentieren :-)
Na, bei Euch hatte Petrus wenigstens ein Einsehen mit den Maibaum-Aufstellern: Kalt, aber wenigstens Strahlesonne !
Bei uns war neben kalt auch noch Regen angesagt, trotz HauRuck haben wir gefroren und statt Bier hätten wir lieber Glühwein gehabt ;-)
Ich schick mal nachträglich ein wenig Mitleid in den Norden :-)
Eine Studien-Freundin merkte auch mal an, dass das Wetter am Alpenrand zwar extremer (sie meinte vor allem kälter), aber alles in allem schöner sei.