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MTB: Um den Wannig

Dienstag, Oktober 18, 2005

Super-Tour! Vom Weissensee bei Biberwier über die Via Claudia Augusta nach Nassereith und über Aschland und das Marienbergjoch zurück nach Biberwier.

Lang schon hatten wir uns diese Tour vorgenommen, Aber als wir in der Früh am Fernpass bei Biberwier aus dem Auto stiegen waren wir nicht sicher, ob es eine gute Idee war. Die Nordseite des Farnpasses lag im Schatten und das Thermometer zeigte 2 Grad an. Uns war schon kalt, ohne zu radeln.

Glücklicherweise ging es gleich bergauf, so dass unsere 'Motoren' für etwas Wärme sorgen konnten, allerdings ging gleichzeitig ein eisiger Wind der unsere Hände trotz Handschuhen in klamme Krallen und unsere Füsse in kalte Klumpen verwandelte.

Das änderte sich erst, als wir den Fernpass erklommen hatten und auf die andere Pass- und Tal-Seite kamen, wo die Sonne bereits schien. Schon das bisserl Sonne, das uns im Wald stellenweise traf, wärmte uns, der erste Fleck ganz in der Sonne war fast wie eine Heizung :-)

Abgesehen vom eisigen Start ist die Landschaft rund um den Fernpass viel schöner als man vermutet, wenn man nur die staugeplagte Fernpass-Strasse kennt. Die Tour verläuft auf der Via Claudia Augusta, dem 'alten' Fernpass, was man stellenweise an den Karrenspuren erkennen kann, die sich mit den Jahrhunderten in den weichen Kalk eingegraben haben.

Vor Nassereith trifft man auf das Schloss Fernsteinsee, wo die alte Strasse durch einen Teil des Schlosses führt. Das Tor legt die Vermutung nahe, dass früher Maut für den Fernpass fällig war ;-)

In Nassereith verfuhren wir uns, aber das Dorf ist nicht allzu gross, so dass wir problemlos nach Aschland fanden, wo wir uns vor dem langen Anstieg zum Marienbergjoch eine kleine Stärkung gönnten. Im einzigen Gasthof Aschlands, der mit einem genialen Blick bis zum Inntal hinauf aufwarten kann.

Die Anfahrt zum Marienbergjoch hinauf war zwar lang, aber selten so steil, dass es wirklich schwer zum radeln war. Auch wenn man beinahe 2 Stunden am Stück bergauf radelt, kann man die Anfahrt beinahe 'gemütlich' nennen.

Inzwischen war es auch in T-Shirts und kurzen Hosen warm und der Blick in die Umgebung wurde mit jedem Blick besser. Links neben uns präsentierten sich Handschuhspitze und Wannig leuchtend vor stahlblauem Himmel, links wuchs die Wand der Mieminger Berge immer höher und hinter uns bot sich auf der anderen Seite des Inntals ein Superblick auf Pitztal Ötztal und das Kühtai (vermutlich zumindest, unsere Karte reichte da nicht rüber).

Oben am Joch war es auf der Sonnenseite immer noch wunderbar warm, so dass wir uns viel Zeit liessen, bevor wir uns einpackten und die steile Strasse vom Marienbergjoch hinunter nach Biberwier sausten, knapp 800 Meter am Stück. Auch wenn ich immer wieder wieder über die 'billigen' Scheibenbremsen an meinem Bike meckere, die schleifen, wenn sie heiss sind - prima Bremsen, das! Mir taten hinterher auch mit den guten Bremsen die Hände weh.

Klar, auch hier das hübsche Profil der Tour :-)

Von engel am 18.10.2005 06:00 • outdoordiary
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