Da sich letzte Woche der Winter unvermutet doch noch einfand, wollten wir den Samstag trotz ziemlich mässig angekündigtem Wetters nicht ungenutzt vergehen lassen und planten eine Tour auf den Sonnenkopf. Eingedenk der Neuschneemassen und dem zu erwartenden Schneefalls sollte es eine ‘harmlose’ Tour sein, bei der wir uns auch blind auskannten.
Beim Zusammenpacken in der Früh stellte der beste Allgäuer dann fest, warum er beim letzten Wochenende beinahe eine Blase bekommen hatte: Der Innenschuh eines Skistiefels war an der Ferse durchgescheuert. Angesichts der Planung für den Sonntag musste das unbedingt noch am Samstag repariert werden. Wir behoben den Schaden auf die bewährte Weise - mit eingeklebtem und vernähtem Vlies.
Die Reparatur dauerte ziemlich lang, so dass wir erst um 11 an der Sonnenklause waren. Der Schneefall hatte inzwischen nachgelassen, aber es war warm. Sehr warm. Zu warm!.

Schon beim Loslaufen mussten wir feststellen, dass der Schnee schon zu feuchtem Pappschnee zusammengesackt war. Das änderte sich auf dem Weg zum Gipfel leider nur unwesentlich, so dass uns ziemlich bald klar wurde, dass nicht nur der Aufstieg sondern auch die Abfahrt anstrengend werden würde. Vor allem weil der Schnee nicht nur schwer sondern auch tief und ohne richtige Unterlage war.

Am Gipfel suchten wir uns ein Stückchen vom Gipfelkreuz entfernt einen Platz für die Brotzeit. Wir wollten uns nach bewährer Manier einen Sitzplatz bauen. Dazu trampelt einer mit den Skiern eine ebene Fläche. Darauf kommen die umgedrehten Ski als Sitzfläche. Der Andere tritt mit den Schuhen vor der ebenen Fläche eine Vertiefung für die Füsse aus, so dass sich eine Art Bank aus Schnee ergibt.

Der Ralle kam als erster an und trat mit seinen Skiern die Sitzfläche platt. Ich stelle mich daneben und stieg aus den Skiern, um die Vertiefung zu treten. Ein Fehler. Mit dem ersten Schnitt neben meine Ski sackte ich unverzüglich bis zur Hüfte im bodenlosen Schnee ab (der andere Fuss steckte natürlich noch in der Bindung). Mit furchtbar viel Gewühle schaffte ich es schliesslich, den Schnee so zu komprimieren, dass er uns hielt. Der Ralle konnte die Schneemengen kaum glauben und packte die Sonde aus, um nachzumessen: 175cm Schnee!
Die Teepause am Gipfel war recht kurz. Wir sassen in den Wolken und ein ziemlich kühler Wind blies uns die Wärme aus den Körpern. Wir machten uns an die Abfahrt.
Wie wir erwartet hatten, war der Schnee schwer. Und schwer zu fahren. Was oben noch halbwegs locker war, war spätestens nach der Engstelle harte Arbeit (für uns zumindest). Wenn man nicht aufpasste, sackte man ab und brachte die Skispitzen nicht mehr aus dem Schnee, was meistens zu einem Sturz führte.

Und fiel man hin, war man in dem schweren Schnee wie einbetoniert. Meist musste man die Skier ausziehen, weil es kaum möglich war, einen eingegrabenen Ski mit der Kraft eines Beines zu befreien. Trotzdem: Was für ein Spass :-)
Ja, höchste Zeit für Urlaub. Nur weiß ich dieses Jahr noch gar nicht wohin ich will ...
Willst du Vorschläge, Steepe? Ich hätte da links ein paar zu bieten ;-)
Hm, ich fahre ja ins Kleinwalsertal *smile*, aber erst Mitte Juli, bis dahin wird’s ja wohl einigermaßen warm sein ! Ansonsten kratz’ ich alles zusammen und fliege im Herbst noch 2 Wochen nach La Palma oder Teneriffa - als “Entschädigung” sozusagen - beides sehr schöne Inseln, lieber @steepe :-)
lieben Dank - ich glaube an Vorschlägen hapert es nicht mal, aber aus einem persönlichen Grund kann ich mich irgendwie nicht entschließen. Naja, daheim ist es ja auch ganz schön und im Herbst geht es ja sowieso auf Tour ...
Nimm ihn doch mit, Deinen persönlichen Grund :-)