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Secret Window

Dienstag, Mai 04, 2004

Der herunter gekommene Schriftsteller Morton Rainey wird von einem Besessenem bedroht, dem er angeblich eine Geschichte geklaut hat. John Shooter hat eine höchst eindrückliche Art, seiner Forderung Nachdruck zu verleihen, denn nach seiner anfänglichen Weigerung, den angeblichen Diebstahl zuzugeben, findet Morton seinen Hund mit einem Schraubenzieher erstochen vor der Tür.

So richtig sympatisch ist einem der Schriftsteller anfangs nicht, denn er lässt sich einfach nur gehen, aber da John Shooter ein gar so unangenehmer Kerl ist, fühlt man bald mit dem armen Mann. Dem geht es aber auch wirklich nicht gut, denn seine Frau ist mit einem anderen Kerl zusammen und will sich scheiden lassen.

John Shooter besteht darauf, dass seine Story ein anderes Ende hat und dass die Geschichte mit genau diesem Ende veröffentlicht werden muss. Ein Ende, in dem die untreue Ehefrau des Protagonisten ermordet, begraben und vergessen wird.

Morton kann eigentlich beweisen, dass seine Geschichte vor der des anderen Mannes erschien, doch seltsame Zufälle - so brennt beispielweise das Haus seiner Noch-Ehefrau nieder - verhindern, dass er diesen Beweis antreten kann, so dass John Shooter zu ziemlich extremen Massnahmen greift, um seinen Punkt - das andere Ende - rüber zu bringen.

Erst gegen Ende kriegt man mit, dass Morton selbst John Shooter ist und dass er dieses Alter Ego braucht, um das Ende seiner Ehe umzuschreiben.

Johnny Depp spielt den herunter gekommenen Schriftsteller völlig überzeugend und schafft es am Ende, denselben laschen Kerl total fies rüber kommen zu lassen, als sein Anderes Ich heraus kommt.

Auch sonst ist die Story gut erzählt und hat unterwegs viele Seltsamkeiten an denen man eine Weile knabbert, um sie dann beiseite zu legen, um dann am Ende festzustellen, dass sie doch relevant waren. Der Film hat Spass gemacht.

Website: http://www.sonypictures.com/movies/secretwindow/

Von engel am 04.05.2004 17:40 • kinodiary
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