Nachdem wir bereits 3 Skitouren in den Beinen hatten und sowieso Sonntag war, sollte es keine allzu grosse Tour werden. Wegen des Traumhangs an der Schochenspitze wollten wir unbedingt nochmal einen möglichst unzerfahrenen Schattenhang finden, um noch ein weing Tiefschneefahren zu üben. Nordseite wäre gut. Wir entschieden uns für den Hochalppass.
In Baad war es wie immer reichlich frisch und der Hatsch hinter zur Bärgunthütte zählt sowieso zu den frostigsten Abschnitten von Skitouren, die ich kenne. Aber es war wie erwartet einsam, weil alles zum Grünhorn und zur Güntlespitze strebte.
Die Hoffnung auf die unzerfahrenen Nordhänge verflüchtigte sich, als wir uns dem Pass näherten - im oberen Bereich war alles total verblasen. Wir hätten zur Höferspitze ausweichen können, wo noch ausreichend unverspurter Schnee zu sehen war, aber irgendwie konnten wir uns nicht dazu entschliessen. Der Widderstein zog uns magisch an.
Direkt am Pass kamen wir dann endlich in die Sonne. Wir stiegen gleich weiter auf zu der kleinen Hütte, die ein Stück über dem Sattel liegt, und setzten uns vor der warmen Hüttenwand in die Sonne. Man glaubt gar nicht wie angenehm -2 Grad sein können :-) Wir zogen die Tee-Pause so lang wie es sich machen liess, bevor wir uns an die Abfahrt machten.
Wie wir erwartet hatten, war das Fahren in dem windverpressten Schnee nur bedingt spassig. Genau betrachtet war es sogar ziemlich anstrengend, aber in den Bergen ist es fast wie bei Olympia: draussen sein ist alles :-) Und allein die Pause in der Sonne mit der wunderbaren Aussicht hatte den Aufstieg gelohnt.
.. ganz schön großer Rucksack dabei.
(btw. die Geschichte mit Deinem Knie ist nun glücklicherweise wohl kein Handicap mehr für Dich…)