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Skitour Schochenspitze

Samstag, Januar 07, 2006

Weil die Aussicht von der Krinnenspitze hinter ins Strindental so toll gewesen war, wollten wir gleich nochmal da hin. Die Schochenspitze hatte mein Allgäuer ausgesucht, gaaanz weit hinten und mit einem Gegenanstieg, wenn man eine ordentliche Abfahrt haben wollte. Achja, die Sulzspitze könnte man dann auch noch mitnehmen, meinte er. 'Schaumermal.', sagte ich und meinte 'Nö, wohl eher nicht!'.

Wir kamen 20 Minuten früher los, das reichte, um den frisch entdeckten Staustellen zu entgehen und wir kamen staufrei nach Haldensee, wo wir bei knackigen -16 Grad erneut den steilen Sommerweg in Angriff nahmen. Wo wir gestern links abgebogen waren, ging es diesmal geradeaus weiter, weit hinter ins Tal, wo man grad so die Strindenscharte links neben der Sulzspitze ausmachen konnte.

Der Aufstieg zur Scharte war zwar weit aber keineswegs schwierig. Wir sind immer ziemlich langsam unterwegs (weil ich langsam bin), diesmal aber wurden nicht ganz so oft überholt wie sonst. Möglicherweise gehen nur langsame Tourengeher zur Sulzspitze?

Von der Scharte aus konnte man unser Ziel noch gar nicht sehen, das tauchte erst auf, als wir halbwegs um die Sulzspitze herum gelaufen waren. Dann konnte man sehen, dass die Schochenspitze noch sehr weit weg war, allerdings war nicht mehr allzu viel Aufstieg zu bewältigen.

Was man auch sehen konnte, war dass die Abfahrt ins Grappental (auf dem Bild auf der linken Seite unter dem Grat) ständig im Schatten lag, so dass von der Sonne völlig unbeleckter Pulver zu erwarten war und dass es bisher nur 4 Spuren da hinunter hatte!

Ausser uns war noch ein 5er-Gruppe Skibergsteiger unterwegs, die zwar schneller gingen als wir, dafür aber öfter stehen blieben, so dass wir alle gleichzeitig an der Schlüsselstelle zum Gipfel der Schochenspitze ankammen, dem Übergang über den kleinen Kamm zur Südost-Seite. Die Ungeübteren der Gruppe stellten sich ein wenig ungeschickt an, schliesslich aber landeten wir alle am Gipfel, wo wir alle die nach 3 1/2 Stunden Aufstieg wohlverdiente Pause machten.

Der Ralle und ich machten uns als erste an die Abfahrt. Wie erwartet war der Schnee hinter der beschatteten Kante der reinste Traum. Wir zogen beide die reinsten Bilderbuch-Kringel in den unberührten Pulver. Es war ein solcher Traumschnee, dass es geradezu schwierig gewesen wäre, etwas anderes als perfekte Kurven hinzulegen :-)

Natürlich war der Zwischenaufstieg zurück in die Grappenfeldscharte ungemein anstrengend, aber die Abfahrt war die Mühe definitv wert. Ab der Strindenscharte war die Abfahrt nicht mehr allzu toll. Der Schnee war total zerfahren. Hier hätte sich wahre Meisterschaft beim Skifahren gezeigt, aber insbesondere ich versagte kläglich.

An einer Stelle brachte ich die Ski so bescheuert übereinander, dass ich es irgendwie schaffte, mit dem linken Ski geradeaus nach unten in den Schnee einzustechen. so dass ich mit wenig Schwung umkippte (weswegen die Bindung nicht auslöste) und dann alle Mühe hatte, aus dem selbstproduzierten Schlamassel wieder raus zu kommen. Das war anstrengend!

Der Rest der Abfahrt ist dann nimmer erwähnenswert.

Von engel am 07.01.2006 06:00 • outdoordiary
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