Wir nutzten den eher so mittel-schönen Samstag für eine weitere Runde über den Illertalhügel.
Wie üblich bei Sonne gingen wir südseitig über den Pavillon hinauf und bogen nach dem Waldstück nach links auf den Gratweg ab. Dort überraschten wir 2 unerwartet unscheue Rehe, die uns langsam bis auf 20 oder 30 Meter an sich herankommen ließen, bevor sie ohne Eile im Wald verschwanden. Hübsche weiße Hinterteile und überhaupt eine sehr schöne Begegnung :-)
Nach einer kurzen Rast am Sonnenfleck am Grat ließen wir den Gipfel aus (wegen des glatten, steilen Abstiegs nach der Treppe) und gingen direkt zur Sonnenbank, wo es den restlichen Tee gab. Abstieg wie immer mit Abkürzer über die Wiese.




Die Woche begann mit guten Nachrichten aus/in der Arbeit: mein Wunsch nach 2 Wochen unbezahltem Urlaub wurde genehmigt. Wenn ich nicht so viele Überstundentage bekomme, wie ich brauche, muss ich mir halt anders behelfen. Eigentlich hätten 5 Tage gereicht, aber 5 Tage mehr sind ja auch nicht schlecht :-)
Nachmittags radelte ich zum Doc für mein Schilddrüsenrezept, weil ja die Digitalisierung im Gesundheitssystem nach wie vor das physische Vorlegen der Krankenkassenkarte erfordert. Anders als geplant, konnte ich dann nicht direkt danach zur Apotheke, weil der Doc die elektronischen Rezepte erst abends und gesammelt freischaltet (verständlich). Ich kann mir nicht helfen: so wie das aktuell läuft, war das Papier-Rezept einfacher, da musste ich auch hin, konnte danach aber direkt damit zur Apotheke. Naja, wird hoffentlich mit der Zeit besser…
Die besten Eltern verbrachten die Woche mit Schwesterle und Schwager in Leutasch bei allerbestem Kaiserwetter und schickten immer wie immer tolle Bilder. Am Donnerstag erreichte uns ein Anruf der Nachbarin, die die Blumen pflegt: das Schloss an der Wohnungstür lässt sich nicht mehr aufsperren. Es ging wohl die ganze Woche über immer schwerer und irgendwann dann gar nicht mehr. Sie hatte schon einen Bekannten, der auch einen Schlüsseldienst hat, zu Rate gezogen, und der meinte, im Schloss sei etwas gebrochen, für weitere Aktionen brauche er die Eigentümer.
Wir informierten die Urlauber erst mal nicht. Der beste Allgäuer wollte sich das Schloss am Freitag mal anschauen. Ich informierte am Freitag in der Früh zumindest mal Schwesterle. Die besten Eltern durften noch unbelastet gemütlich frühstücken, dann fuhren die Urlaube gen Heimat. Auch der beste Allgäuer konnte nichts ausrichten, deswegen organisierte ich die Nummer des Bekannten mit dem Schlüsseldienst und Schwesterle informierte am Grenztunnel die besten Eltern und machte einen Termin mit dem Schlüsseldienst aus.
Man traf sich an der Wohnung und besprach die Optionen. Dann stieg der Herr vom Schlüsseldienst (der das nur noch nebenher macht und gut über 70 ist) auf den hinteren Balkon der Wohnung, bohrte ein Loch unterhalb des Schlosses und öffnete dann die Balkontür. Schwesterle kletterte auch in die Wohnung (der Herr wollte nicht allein in der Wohnung sein) und sah dann zu, wie die Türscharniere abgeflext wurden und die Tür dann aus dem Schloss gezogen wurde.
Hier zeigte sich dann auch, dass im Schloss – seit knapp 50 Jahren in Betrieb – etwas gebrochen war. Der Herr vom Schlüsseldienst montierte neue Scharniere und ein neues Schloss, in das dann der bestehende Zylinder gesetzt wurde. Sehr zur Erleichterung des besten Mama, denn so blieb der Schlüssel derselbe :-)
Ganz schön abenteuerlicher Urlaubsabschluß.
Am Samstag in der Früh musste ich feststellen, dass ich mich beim Brotbacken im Automaten mit der Flüssigkeitsmenge komplett verhaut hatte. Der Teig war so flüssig, dass er kaum hochgegangen war. Aufgegangen war er aber schon, deswegen hatten wir dann zum Frühstück ein sehr saftiges Brot mit etwas gewöhnungsbedürftiger Konsistenz, das aber ausgezeichnet schmeckte. Ich werde meine Brotrezepte überdenken müssen :-)
Bei der Rottachbergrunde am Sonntag trafen wir auf 2 Rehe, die uns nahezu furchtlos bis auf 20-30 Meter an sich herankommen ließen. Das war sehr schön, Rehe hatten wir da noch nie gesehen.
Nachdem ich den wunderschönen (und kalten) Samstag wegen der SAN im nebligen München verbracht hatte, gingen wir am genauso schönen und kalten Sonntag eine Runde über den Illertalhügel.
Südseitig über den Pavillon hinauf, über den Grat mit einer kleinen Pause am Sonnenfleck, ohne Gipfel (mir war der kurze steile Abstieg nach der Leiter zu glatt) und dann auf der Südseite wieder zurück. In der Wiese unter dem Gipfel war es sogar windstill genug für ein bisserl Rumliegen :-)





Der Montag fing in der Früh mit zweistelligen Minusgraden an, für Nachmittag war dann Regen angesagt. Ich nahm das Spikerad, aber der Regen hielt sich sehr in Grenzen. Allzu glatt war es nicht. Der Dienstag fing dann schon in der Früh mit Plusgraden an, da war es dann aber spiegelglatt, weil der Boden noch gefroren war und es nachts geregnet hatte. Auch da nahm ich natürlich das Spikerad. Der Weg von der Haustür zur Garage war dann gefährlicher als die ganze Radelstrecke …
Am Mittwoch bekamen wir den Clio zurück :-) Der Preis für die Lichtmaschine und den Zahnriemen (wofür man anscheinend sehr viel auseinanderbauen muss) war sehr freundlich und nachbarschaftlich. Der beste Allgäuer brachte zum Trinkgeld der Werkstatt auch gleich Krapfen mit.
Beim Krafttraining näherte ich mich so langsam meiner Leistungsgrenze. Zum ersten Mal, seitdem ich die Gewichte aufzeichne, konnte ich nichts erhöhen. Ich mache immer 3 Sätze mit 12 Wiederholungen und steigendem Gewicht (was die jeweilige Maschine halt hergibt) und wenn ich den letzten Satz nicht ganz schaffe, kann ich beim nächsten Mal auch nicht erhöhen. Eigentlich müsste ich inzwischen Kraft und Muskeln bekommen haben, aber so richtig merke ich das noch nicht.
Am Freitag fuhren die besten Eltern mit Schwesterle und Schwager nach Leutasch zum Spazierengehen und Langlaufen. Das ist schon sehr schön, dass die das machen können, auch wenn die Schwierigkeiten größer werden. Und dass Schwesterle und Schwager zur Unterstützung mitfahren, ist schon sehr fein :-)
Samstag fuhr ich mit dem Zug nach München zur Vorbereitung der SAN-25-Jahr-Feier. Der beste Allgäuer brachte mich zum Zug, deswegen musste ich mich nicht mit Parken am Bahnhof rumschlagen (das Wetter war schön, ich hätte radeln können, aber so früh mit noch nicht ganz einschätzbarem Zeitbedarf, war das doch einfacher).
Für die Hinfahrt hatte ich eigentlich eine Verbindung mit Umsteigen in Buchloe rausgesucht, aber der Direktzug hatte Verspätung und so konnte ich den nehmen. Bei der Rückfahrt stand schon in der Bahn-App, dass der Zug sehr voll werden würde. Ich war aber früh genug dran, um in den einfahrenden Zug einsteigen zu können, und bekam einen Sitzplatz. Der Zug wurde dann tatsächlich sehr, sehr voll.
Sonntag gingen wir eine Runde über den Rottachberg, eine schöne Mischung aus kalt (im Schatten) und warm (in der Sonne).
Es hatte über Nacht weitergeschneit und sollte einigermaßen schön werden. Nach einem vergeblichen Versuch, zum Rottachberg zu kommen, den wir abbrechen mussten, weil der Clio eine kaputte Batterie meldete, fuhren wir noch mal zum Tennisplatz, um auf den Blender zu gehen.
Es hatte am Vortag weitergeschneit und war windig gewesen, was man gut an den Schneeverwehungen sehen konnte. Wir hatten Gamaschen an und das war eine gute Idee, denn so konnten wir wieder über die Wiese am Waldrand hochgehen.
Das war wegen der Schneewehen anstrengender als erwartet. Andere kamen mit Tourenskiern über die Wiesen hinauf. Eine gute Idee, die hätten wir auch mal haben sollen ;-)
Oben machten wir eine kleine Pause auf der Bank mit Sonne und Aussicht, dann ging es über den Waldweg wieder runter.






Schlechtes Wetter und Wind, aber Schnee. Nicht gerade ideal, aber ich wollte raus, deswegen gingen wir eine kurze Runde über den Fernsehturmhügel.
Rauf im Wald bis zum Kreuz und dann direkt wieder runter.




Am letzten halbwegs schönen Tag vor dem Arbeitsneubeginn gingen wir noch mal eine Runde über den Fernsehturmhügel. Weil Schnee lag, gleich mal über die Wiese am ‘Haus am Blender’ vorbei, damit es mal ein wenig anders ist.
Weil es windig und kalt war, fiel das Päuschen vor dem Fernsehturm kurz aus, aber die Aussicht war natürlich trotzdem prima (mit seltsamen Licht irgendwie).
Abstieg wie gehabt über den Weg im Wald. War ein bisserl glatt, aber mit dem neuen Schnee besser als noch vor ein paar Tagen.






Der beste Allgäuer fühlte sich nicht so gut, deswegen nutzte ich das schöne Wetter (nur in den Bergen) an meinem vorletzten Frei-Tag ausnahmsweise allein. Und wenn ich allein unterwegs bin, dann auf jeden Fall mit Skiern, wenn irgendwie möglich.
Ich kam sehr spät weg, deswegen war Parken in Grän bei den Jöchle-Liften nicht ganz einfach. Am Ende bekam ich einen etwas seltsamen Parkplatz neben einem Bus, wo jemand für viele Leute Semmeln aufschnitt und Würstel aufwärmte.
Der Aufstieg über die Forststraße auf dem Rücken neben dem unteren Lift (Schachenlift) war etwas herausfordernd, weil da wirklich wenig Schnee lag. Ich hatte die Mountain Waves genommen, weil die schmaler (besser auf Piste) und älter (eh schon verschrammter) sind, aber natürlich wollte ich trotzdem weder die Felle killen, noch die Ski mehr als nötig stressen, deswegen war es manchmal nicht ganz einfach, einen vernünftigen Weg zu finden. Denn Abschnallen wollte ich vermeiden, was dann auch gelang ;-)
Nach dem kleinen Hügel (wo die Abfahrt dank wenig Schnee einigermaßen anspruchsvoll war) hatte es meistens eine Unterlage unter dem Neuschnee und war besser zu gehen. Insgesamt sah es überall wunderbar winterlich aus.
Natürlich war ich nirgendwo allein, aber es hatte nicht allzu viele Skitourer unterwegs. Vielleicht auch wegen der Temperaturen: ich war bei –11 Grad gegen Mittag gestartet und es wurde eher kälter als wärmer. In der Sonne war es allerdings ganz gut aushaltbar und ich brauchte nicht mal Handschuhe.
Bis auf eine Stelle, wo der Schnee am Sommerweg ganz einfach komplett weg war, war der Aufstieg sehr OK und ich erreichte die Piste vor dem Jöchle problemlos.
Auf der Piste war nicht viel los, was daran lag, dass sie eigentlich gesperrt war, wie ich oben feststellte. Es hatte allerdings eine Lücke in der Absperrung, ob nun freundlicherweise für die Skitourer oder doch eher für die Angestellten, die da mit Skidoos durchsausten, ist ja egal. An der Bergstation der Bahn war es jedenfalls ordentlich voll.
Ich ging auf dem Winterweg weiter Richtung Gamskopf, aber da war es dann windig, was zusammen mit den Temperaturen trotz Sonne recht kühl war. Ich ließ es deswegen am Tirolerhut gut sein, weil es da ein schön sonniges, fast windstilles Plätzchen für mich allein hatte.
Die Abfahrt war dann eher so mittel. Oben hatte es schönen Schnee, auf der gesperrten Piste war es dann abwechselnd eisig (blankes Eis, über das nur Abrutschen möglich war), es schauten Erde, Gras und Steine raus oder ich musste durch Schneekanonen-Schnee durchfahren (Brrrr!).
Was ich ja schon bei der Krinnenspitze-Skitour festgestellt hatte: ich habe zu wenig Skifahrübung. Selbst auf der Piste fiel es mir schwer, eine vernünftige Druckverteilung hinzukriegen (naja, mit Tourenskiern auf Eis oder Steinen ist auch nicht einfach) und meine Oberschenkel jammerten nach jeweils 5 Schwüngen erbärmlich. Aber besser als Absteigen ist es allemal ;-)
War trotzdem eine schöne Tour :-)

Sehr wenig Schnee auf dem Sommerweg

Immerhin sieht es schön winterlich aus

Sonnige Pause im Wald

Die Tannheimer Berge hinter der Gessewang-Alpe

Blick Richtung Ziel

Irgendwann muss ich doch tragen

Wenig los auf der Talabfahrt (weil eigentlich gesperrt)

Schöne Pause am Tirolerhut

Abfahrt
Nach dem kalten Wochenende startete auch der Montag sehr kalt (-18 Grad in der Früh). Der beste Allgäuer fühlte sich etwas angeschlagen, aber weil das der vorletzte Tag der Weihnachts-Jahreswechsel-Freizeit war und es in den Bergen weitgehend schön sein wollte, wollte ich raus. Es würde reichlich kalt bleiben, aber dagegen hat man ja Kleidung.
Dass der Schnee für Touren im freien Gelände nicht reichen würde, war klar, aber ich hoffte auf die Piste vom Skigebiet Füssner Jöchle. Die war dann aber eher suboptimal und ich war froh, die alten Steinski genommen zu haben. Sonst war es super! Tolles Wetter, doch relativ wenig los, trotz der eisigen Temperaturen in der Sonne recht angenehm und das bisserl Tragen in der Mitte war auch kein Problem.
Abends machten wir mit dem Kachelofen warm und am Feiertag erholten wir uns mit einer kleinen Fernsehturmhügelrunde und Nixtun :-)
Am Mittwoch begann die kurze Arbeitswoche mit sehr kaltem Radeln (-15 Grad). Die dicken Handschuhe sind zwar unhandlich zum Radeln (Schalten), waren aber sehr nötig. Abends fing es an, ein bisserl zu schneien und deswegen durfte ich am Donnerstag durch Schnee radeln. Auf den Feldern lag auch Schnee und es war einfach winterwunderbar. :-) Ich war natürlich mit dem Spike-Rad unterwegs und das war kein Fehler ;-)
Am Wochenende startete der beste Allgäuer damit, Karotten zu fermentieren. Soll sehr gesund sein, wir warten gespannt auf das Ergebnis.
Sonntag wollten wir eigentlich auf den Illertalhügel und ein wenig im Schnee rumlaufen, aber auf dem Hinweg meldete der Clio kurz vor der Schnellstraße ‘STOPP’ und ‘Batterie prüfen’. Und der Scheibenwischer war seltsam langsam. Anhalten wir erst mal nicht möglich. Wir schalteten alle Verbraucher ab, bogen in Waltenhofen von der Schnellstraße ab und hofften, mit der Restbatterie bis heim zu kommen (Diagnose des Experten: die Lichtmaschine lädt nicht mehr). Das klappte, wir kamen bis zur freundlichen Nachbarschaftswerkstatt, stellten den Clio dort ab und liefen heim.
Dann wollten wir eigentlich noch auf den Fernsehturmhügel, aber es lag seltsames schwarzes Zeug im Vorraum herum. Es stellte sich heraus, dass sich Bergstiefel des besten Allgäuers auflösten, weil die Zwischensohle zerbröselte :-( Es stand also auch noch ein Schuhwechsel an, dann kamen wir endlich los und konnten in nahezu tiefem Schnee (in den Schneewehen) zum Fernsehturm steigen. Andere waren mit Skiern unterwegs, gar keine so schlechte Idee!
Nach dem Allgäuer-Familien-Fest fuhren wir unsere Übernachtungsgäste (Bruder + Freundin) zurück nach Sonthofen. Nach dem nächtlichen Schneeeinbruch waren die Winterdienste noch nicht so recht mit Aufräumen nachgekommen und auf der Schnellstraße hatte es festgefahrenen Schnee, deswegen war ich sehr vorsichtig unterwegs. Zurecht, denn auf der Heimfahrt war die Gegenfahrbahn wegen eines Unfalls gesperrt.
Nachdem wir die beiden abgeliefert hatten, fuhren wir nach Weiher und gingen eine Runde im Schnee über den Illertalhügel. Viel Schnee war es nicht, aber es war sehr kalt und sah wunderbar winterlich aus.
Wir gingen über die Nordseite hoch, zum Gipfel, machten eine kurze Teepause am Grat und bogen danach wieder auf die Nordseite ab. Schnee macht alles viel anstrengender und man ist deutlich langsamer, wie uns die Park-App deutlich zeigte, denn kurz bevor wir wieder am Auto waren, bongte sie Parkzeitende. Ohne Schnee kommen wir auch mit einer langen Sonnenpause vor dem Parkzeitende zurück. Schöne Winterrunde :-)

Start mit leichtem Schneefall

Yay! Schnee!

Winter :-)

Winteranstieg

Eigene Spur machen :-)

Gipfel

Übergang

Abstieg (viel Schnee ist es nicht)