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Der Samstag sollte schön werden, es hatte in der Woche geschneit (oben zumindest) und ich wollte nochmal eine Skitour. Allerdings lieber eine eher Kleine, Leichte, denn die Skitour von letzten Samstag hatte ja doch deutliche Nachwirkungen gehabt. Aber alles Kleine, Leichte fängt halt weiter unten an und dass da kaum Schnee liegt, hatten wir nun ja schon feststellen müssen.

So entschieden wir uns dann doch für eine etwas längere Skitour, die nicht direkt leicht ist - dafür aber schön mit klettrigem Gipfel. Ich stellte mir alle Schwierigkeiten vor und hatte etwas Sorge ...

Wir standen mittelfrüh auf und kamen trotz etwas länglichem Frühstück problemlos übers Oberjoch und ins Tannheimer Tal. Am Parkplatz war schon einiges los.

Auf der Forststraße war genügend Schnee (naja, beinahe, hin und wieder schauten doch ein paar Steine raus) und er wurde mehr als wir höher kamen. Da wurde auch die Qualität besser und am Abzweig hatte es im Schatten tatsächlich Pulver :-) Viel Schnee war es aber trotzdem nicht, was wir eindrucksvoll am Brückle über den Bach sahen (die beiden letzten Jahre waren wir auf Höhe des Geländers gelaufen).

Die Spur wand sich in langen Schleifen um den Latschenbuckel unter der Nordrinne herum (mit viel Aussicht auf die komplett abgeblasene Krinnenspitze) und brachte uns schließlich zum Sattel vor der Gräner Edenalpe. Da mussten wir ganz kurz ein total vereistes abgeblasenes harschiges Stück queren und ich hatte schon Bedenken, ob die ganze Querung bis zum Litnis so sein würde. War aber nicht so.

Allerdings wurde der Schnee, da wir nun auf der Sonnenseite waren, bald feucht und schwer. Das machte mir Sorgen, denn da fahren würde das Knie bestimmt arg stressen. Als der beste Allgäuer von Allen vor der Latschenquerung seine Ferse tapen musste, war ich kurz davor, abzubrechen, aber dann wollte ich doch nicht.

Der Weg zum Einstieg zum Gipfelaufbau war dann vor allem wegen der Wärme recht anstrengend. Wir stellten die Ski relativ weit unten ab, weil wegen des wenigen Schnees allerlei Steine und Felsen raus schauten und stapften dann die Rinne hoch. Das ging sehr gut, vor allem, als ich den besten Allgäuer von Allen, der spurte, bat, die Schritte mit rechts kleiner zu machen. Auf der Querung zum Gipfel hatte es natürlich Eis. Da ging ich sehr vorsichtig, weil ich meiner Reaktion nicht traue.

Wir blieben nicht lang am Gipfel, denn da oben zog es und ich wollte gern den Gipfelabstieg hinter mir haben, bevor wir es uns gemütlich machten. Der Abstieg über den eisigen Grat war dann auch anspruchsvoll. Der Abstieg über die Schneerinne dagegen ging erstaunlich gut. Ein paar Tritte waren zu hoch für das Knie, da musste ich runter hüpfen, aber das war im weichen Schnee einfach.

Dann fuhren wir zum kleinen Sattel ab und machten da die ‘Gipfelpause’. Das war ganz nett da, denn es hatte kaum Wind.

Vor der Abfahrt über den Südhang hatte ich ja etwas Bammel gehabt, weil der Schnee da schwer und oberflächlich sogar nass war. Das ging aber ganz gut, auch weil ich im ganz schweren Schnee ganz einfach Stemmbogen machte ;-) Wo der Schnee kälter und noch pulvrig war, traute ich mich sogar voll reinfahren und das war super!

Vor der Nordabfahrt über den Latschenhang steht der kleine Zwischenaufstieg, bei dem sich Auffellen nicht lohnt. Hätte ich trotzdem machen sollen, denn das Rauftreppeln im Tiefschnee (immerhin schon etwas zusammen getreten) war schrecklich. Das Knie motzte bei jedem Schritt, rechtsrum mehr, linksrum weniger. Ich war echt froh, als wir die 30 Meter geschafft hatten.

Im Latschenhang war natürlich viel weniger Schnee als sonst, also musste man noch mehr Slalom fahren als sonst. Der Schnee war super, kalt und pulvrig, und das ging problemlos. Wenn ich weiß, was auf mich zukommt, schaffe ich auch schnelle kurze Schwünge, nur schnell reagieren klappt noch nicht so recht. Dass derzeit der beste Allgäuer hinter mir fährt, ist aber sehr gewöhnungsbedürftig. Normalerweise fahre ich als Letzte ab.

Auf der Abfahrt zur Forststraße warf ich mich dann noch in den Schnee, weil ich verkantete. War überhaupt kein Problem, obwohl ich im ersten Augenblick fürchterlich erschrak. Hab ich das jetzt also auch schon hinter mir. Es wird ;-)

Tolle Tour mit toller Abfahrt! Der Zeitpunkt, wo ich sage, die Reha ist jetzt rum, rückt näher :-)


Der schöne Start


Am Brückle sieht man wie wenig Schnee eigentlich liegt


Am Sattel


Anstieg zum Gipfel


Am eisigen Grat


Gipfelbild


Eisiger Abstieg


In der Rinne


Südabfahrt (man beachte die vielen Bollen)


Nordabfahrt (Steile Rinne? Kein Problem :-))


Ganz unten nochmal schöner Pulver

Von engel am 21.02.2020 17:41 • outdoorski(0) Kommentare

Abenteuerfilm

Donnerstag, Februar 20, 2020

Morgens ist es inzwischen fast schon hell, wenn ich losradle. Es wird Frühling ... die Temperaturen sind ja eh schon lang so, bzw. waren nie wirklich winterlich. Im Englischen Garten hat es schon überall Krokusse (daheim auch, aber das sind weniger).

Im Büro verbrachte ich den Tag damit, die Daten aus meinen Tabellen in eine Grafik zu bringen und am Ende hatte ich dann eine nette Höhe-über-Zeit-Darstellung der Tracks. Ich hatte viel Spaß damit, am Drumherum muss ich aber noch feilen.

Am späteren Nachmittag sah ich The Call of the Wild und das war genau so eine wunderbare Abenteuer-Story wie ich erwartet hatte. Anfangs erfreute mich sofort Omar Sy, später dann Harrison Ford. Mit den digitalen Tieren bin ich nur so halb glücklich, weil man bei einem Hund halt mehr Erwartungen hat als beispielsweise bei einem Saurier und Buck sieht meistens nicht ganz richtig aus. Für den Gesamteindruck ist das aber egal, ich wurde sehr gut unterhalten.

Danach radelte ich ins Fitti, lief da ausführlich auf dem Crosstrainer (das sind derzeit noch 30+5 Minuten, ich sollte das mal ausbauen) und trainierte nochmal die Beine (die Arme waren noch vom Klettern gestresst). Ein neuerlicher Test der Maschine, wo man im Stehen das Bein gegen Widerstand nach hinten streckt, war endlich erfolgreich. Mit wenig Gewicht und Start nicht ganz vorn (was bedeutet, dass ich mich am Anfang und am Ende ziemlich verdrehen muss, um ‘rein’ zu kommen), geht die Maschine inzwischen ohne Schmerzen. Yay!

Daheim gab es Müsli zum Abendessen (die verschiedenen MyMüslis aus dem Geburtstagsgeschenk sind schon OK, aber das Billig-Müsli vom Lidl mit den vielen Nüssen und den dicken Schoko-Stücken ist bislang ungeschlagen ... es ist wahrscheinlich aber viel ungesünder weil viel zuckriger und un-bio) schaute ich noch eine Folge Hanna und ging dann mit eBuch ins Bett.

Von engel am 20.02.2020 23:00 • diary(0) Kommentare

Mittagsklettern :-)

Mittwoch, Februar 19, 2020

Ich hatte schon am Vortag beschlossen, dass ich keine Lust auf Zeitstress in der Früh hatte und hatte Heimarbeit ausgemacht. Ich schlief also gemütlich aus (was halt Ausschlafen bei mir so ist), frühstückte gemütlich und bastelte dann nochmal eine neue Version Lebenslauf. Ein paar Kollegen haben ja schon neue Jobs, bzw. haben sich schon beworben und haben mal ihre Versionen Lebenslauf gezeigt. Und da war dann doch einiges dabei, das ich gut fand und übernehmen wollte. Jetzt habe ich also eine 4. Version ...

Vom R. war am Vorabend eine Mail gekommen, dass er um 16:00h keine Zeit habe und er schlug 18:00h als Alternativ-Termin vor. Das hätte aber Stau auf dem Hinweg und eine volle Kletterhalle bedeutet, deswegen hatte ich als Gegenvorschlag 13:00h zur Diskussion gestellt. Fand er gut, mein ‘Arbeitstag’ war deswegen zweigeteilt. Was aber auch egal ist.

Am Vormittag beschäftigte ich mich damit, wie man Daten in einen TableView bekommt und hatte das gerade kapiert, als es Zeit zu gehen war. Ich kam total staufrei in unglaublicher Geschwindigkeit über den Mittleren Ring und war deswegen 20 Minuten zu früh da. Da war die Halle eher mittelleer. als der R. kam, gingen fast alle udn die Halle war nahezu ganz leer :-)

Klettern lief erst gut, aber dann ging mir tatsächlich die Kraft aus und ich hatte bei den letzten beiden Routen ernsthaft mit lahmen Armen zu kämpfen, das hatte ich schon ewig nicht mehr. Das muss eine Nachwirkung des Wochenend-Skitour-Muskelkaters gewesen sein. Vorher lief es aber gut und ich schaffte auch eine wirklich komplizierte 6+/7- Route, bei der ich 2 Pausen zum Nachdenken brauchte. Da war ich sehr stolz auf mich :-)

Zum nach-dem-Klettern-Ratsch trank ich auch mal eine Ingwer-Limo und muss loben: schmeckt echt prima. Auch ohne den Thymian-Zweig, denn der Thymian war aus. Der R. behauptet, mit sei das Zeug noch besser - nächstes Mal. Auf dem Heimweg, 16:15h, gab es dann leider schon etwas Stau, aber ab der Isar lief es dann.

Daheim wurschtelte ich ein wenig und sehr erfolglos für die SAN rum (da gibt es ein komisches Problem im CMS) und machte danach mit dem Projekt weiter. So langsam nimmt die Oberfläche Formen an und ist auch schon ziemlich interaktiv, das macht gerade viel Spaß. Zwischendrin, als mein Kopf rauchte, schaute ich eine Folge Hanna. Das ist ziemlich genau ander herum als Treadstone, da habe ich das Gefühl, das wird mit der Zeit besser :-)

Um 9 hörte ich mit dem Programmieren auf, um meinen Kopf wieder runter kommen zu lassen. Das klappte auch wirklich gut, eine halbe Stunde später nickte ich beim Lesen ein und ging ins Bett.

Von engel am 19.02.2020 23:00 • diary(0) Kommentare

Sonic

Dienstag, Februar 18, 2020

Die Nacht war eher so mittel. Ich wachte oft auf, weil das Knie schmerzte. Schon am Wochenende wieder mit dem Ibu aufzuhören, war vielleicht keine so gute Idee gewesen? Oder das Training am Montag war zu viel gewesen?

Aber als ich dann wach war, war alles ganz gut auszuhalten, also machte ich ‘ohne’ weiter. Es war trocken genug, um durch den Englischen Garten zu radeln, das war schön.

Im Büro bastelte ich weiter am Projekt rum und konnte das Tests-Zeug so weit abschliessen (vorläufig, ehklar), dass ich endlich wieder am eigentlichen Zweck weiter arbeiten konnte. Das machte gleich viel mehr Spaß :-) (mit der Variante erst Tests, dann Funktion kann ich mich noch nicht recht anfreunden)

Die Therapie war dann wieder reichlich schmerzhaft. Die C. fand sehr erfreut, dass die Streckung nochmal ein bisserl nachgegangen war. Dann arbeitete sie an Beugung und ich musste oft tief schnaufen. Die 10 Minuten Wärme hinten und Eis vorn danach waren die reinste Wohltat :-)

Am späten Nachmittag radelte ich ins Cinema und sah Sonic the Hedgehog. Ein verfilmtes Videospiel, das ich nicht mal kenne, aber mir gefiel der schnelle blaue Igel auf den Plakaten total gut und das würde dann schon passen. Und im Cinema sitzt man sehr gut. War nett und unterhaltsam :-)

Dem Knie war es seit der Therapie die ganze Zeit unwohl und in der Mitte des Films gab ich dann auf und nahm ein Ibu (natürlich hab ich das Zeug überall dabei, zur Zeit ist das meine Droge). Training liess ich dann sausen, obwohl ich Sportzeug dabei hatte. Nach dem Heimradeln ging es dem Knie dann auch schon deutlich besser.

Daheim schaute ich noch die neueste Folge Picard (immer noch gut), las und bastelte ein wenig herum und ging deswegen viel zu spät (also für mich) schlafen.

Von engel am 18.02.2020 23:00 • diary(0) Kommentare

Nix Kino

Montag, Februar 17, 2020

Nach einer Super-Skitour am Samstag und einem total faulen Sonntag fiel mir das Aufstehen am Montag erstaunlich schwer. Als ich dann aber endlich wach war, war ich wach (also keine Müdigkeits-Attacken im Auto) und kam problemlos nach München.

Es war schon wieder total warm, deswegen zog ich beim Radeln nur ein T-Shirt unter die Jacke und liess die Handschuhe und die warme Überhose weg. Ich kam trotzdem einigermaßen verschwitzt im Büro an.

Im Büro beschäftigte ich mich weiter mit dem Projekt, lernte (wie Donnerstag und Freitag auch schon) eine Menge über die vielen Möglichkeiten und Unterschiede von Datensammlungen (Arrays, Listen, HashMaps, usw.) und was bei denen geht oder nicht. Alles für den hehren Zweck, Tests bauen zu können.  Am Ende stellte ich fest, dass mein Konzept mangelhaft war (zu wenig Ahnung am Anfang) und warf den ganzen Unterbau um. Dann ging erst mal gar nichts mehr ;/

Am späteren Nachmittag radelte ich (nach heroischem Niederkämpfen des inneren Schweinehundes) ins Fitti und lief da 20+5 Minuten locker und machet danach intensives Beintraining. Meine Arm-, Schultern- und Nackenmuskeln jammerten noch immer über die Skitour, denen mochte ich noch nichts zumuten. Das ging alles ganz gut, auch wenn sich danach der erneute Ibu-Stop nach dem Wochenende bemerkbar machte. Das Knie war beim Heimradeln steif und unwillig.

Daheim verarbeitete ich den zweiten Teil des Backfisches mit Wedges zu einem feinen Abendessen, schaute eine weitere Folge Treadstone (hatte echt gut angefangen, aber die letzten Folgen werden dann schon etwas albern) und plante am Mai-Urlaub weiter. Wir haben ein Platzproblem mit dem neuen Kangoo :-(

Dann war der Plan gewesen, um 22:10 im Cinema endlich Birds of Prey anzuschauen, aber da war ich natürlich schon müde und zu bequem nochmal rauszugehen. Früher klappte das mit dem Spät-Kino ja auch nur deswegen, weil ich da immer ein Kino-Date mit dem W. hatte. Aber ohne Verpflichtung ist es ungleich schwieriger, sich aufzuraffen.

Von engel am 17.02.2020 23:00 • diary(0) Kommentare

Sonntag, 09.02.2020: Sonnen-Spaziergang

Donnerstag, Februar 13, 2020

Der Sonntag sollte nochmal schön werden, aber schon beim Frühstück war klar, dass es mit einer anstrengenderen Tour nichts werden würde. Raus wollten wir trotzdem, der Sonne wegen. Wir landeten deswegen am späten Vormittag - wie immer halt - am Rottachberg. Dem Knie ging es wirklich gut, die Skitour-Skitour vom Vortag war wohl keine Überlastung gewesen :-)

Der Aufstieg ohne Stöcke lief super, der Abstieg bis zum Sonnenplatz auch ohne Stöcke ebenfalls. Und auch der restliche Abstieg, mit 2 weiteren sonnigen Pausen aber mit Stöcken ging super. Zusammen mit der vielen Sonne und den gemütlichen Pausen: schöner Tag!


Es lag mehr Schnee als erwartet


Und der Sturm der letzten Woche hatte gewütet


Oben :-)


Das übliche Abstiegsbild, weil es so schön ist :-)

Von engel am 13.02.2020 21:19 • outdoorberg(0) Kommentare

Samstag, 08.02.2020: Skitour-Skitour!!!

Donnerstag, Februar 13, 2020

Also, eine Skitour mit Abfahrt im freien Gelände und keine Skitour mit Abfahrt auf einer Piste. Und das ging erstaunlich gut :-) Auch wenn der Anfang alles andere als vielversprechend war.

Bei der Auswahl am Vorabend hatte ich mir sehr schwer getan, denn die Sache mit dem Schnee war ja alles andere als ideal. Am Ende fiel die Wahl dann doch aufs Gunzesrieder Tal, denn auf der Webcam der Gunzesrieder Bergbahn sah es so aus, als könne da genug Schnee liegen, um auch den unteren Hang im Tourengebiet fahren zu können. Grad so. Anderswo lag mehr Schnee, aber da waren die Touren auch allesamt lang und ob das alles so klappen würde wie erhofft, war ja nicht abzusehen.

Wir fuhren also durchs grüne Allgäu ins Gunzesrieder Tal, wo dann anfangs tatsächlich Schnee lag, aber das waren grad mal 2 Zentimeter oder so. Je weiter wir hinter kamen, umso mehr Schnee wurde es, aber Skitouren-tauglich sah das nicht aus. Es schaute Gras raus und bestenfalls in den Mulden lagen ein paar mehr Zentimeter. Selbst auf den Kuhwiesen weiter hinten, war da nicht wirklich an Abfahrt zu denken :-(

Aber nun waren wir schon da und sinnvolle Alternativen gab es ja auch nicht (naja, sich in den Stau nach Oberstdorf zu stellen, in Baad keinen Parkplatz zu finden und dann in einer Schlange irgendwo hoch laufen - wir waren viel zu pät dran für sowas :-() und irgendwie würden wir den unteren Hang schon runter kommen (Zu Fuß?) und oben würde es doch ganz bestimmt viel Schnee haben. Wir gingen los.

Beim Blick in die Umgebung kamen allerdings leichte Zweifel an der letzten Theorie auf. Der Regen der Vorwoche hatte dem Schnee überall den Garaus gemacht und auch wenn es momentan überall oberflächlich weiß war, sah man Grashalme, Büsche und Geländeformationen. Immerhin lag genug Schnee auf der Forststraße, dass wir da abfahren können würden. Die eventuelle Verlängerung übers Rangiswanger war aber schon vom Tisch, denn der Hang sah so weit das Auge reichte aus wie der untere: kaum mit Schnee bedeckt.

Wir liefen an der Alpe vorbei und hinten ums Eck rum, aber der Schnee wurde nicht wesentlich mehr. Erst nach dem kleinen Waldstück mit dem Bach sah dann doch so aus, als würde die Tour ein gutes Ende nehmen. Endlich lag Schnee. Nicht grad viel, aber genug zum Fahren.

Der Aufstieg zum Gipfel wurde dann ein bisserl anstrengend. Die Sache mit der Kondition hat auch noch Luft nach oben. Unterwegs und dann auch am Gipfel ließ jemand immer wieder eine Drohe steigen. Boah, nervig! Aber für einen Schneeball war das Ding zu weit weg (nicht, dass mein Zielvermögen für irgendwas in der Art reichen würde).

Nach einer langen sonnigen Pause am Gipfel kam die Abfahrt. Oben war der Schnee schon schwer geworden und meine Versuche, da ordentliche Kurven zu machen, waren eher unbeholfen. Wo es steil wurde, überlegte ich alle Kurven gut und hatte immer gute Gelegenheiten zum Drehen und Bremsen. Das war nicht flüssig oder schön, aber ging ganz gut, auch wenn die seitliche Belastung gerade im schwereren Schnee ein wenig schmerzte.

‘Unser’ steiler Hang im Wald war noch völlig unverspurt. Er lag im Schatten und die Sicht war nur so mittel, deswegen fuhr der beste Allgäuer von Allen als erster ab. So hatte ich mehr Übersicht über den Hang. Bei der ersten Kurve war ich noch etwas unsicher, aber der Schnee war locker und gleichmäßig, ich konnte fast unbeschwert abfahren :-) Die Kurven waren allerdings größer und weiter als sonst und am lockeren Schwingen muss ich noch arbeiten. Aber trotzdem: das lief super und tat fast gar nicht weh :-)

Den unteren Teil vom Hang fuhr ich vor, das war dann wegen der schlechten Sicht und einem Harschdeckel unter dem Pulver etwas schwieriger und unsicherer, aber auch das lief prima :-)

Wir stiegen dann noch ein Stück Richtung Rangiswanger Horn auf. Einerseits, um nicht nervig aus dem Bachloch raustreppeln zu müssen und andererseits, weil da nochmal ein netter Hang zu sein schien. ‘Schien’, denn da war dann teilweise schon die Sonne reingekommen und der Schnee war schwer oder hatte einen leichten Deckel. Nebendran war aber auch Pulver, das war also sehr gemischt.

Danach brauchten wir nur noch die Forststraße runter rutschen. Eigentlich hatten wir die bis zum Ende fahren wollen, aber genau am letzten Abfahrtshang kamen plötzlich Steine raus und wir fuhren doch den Hang runter. Das war dann so eine Art Grasbollen-Slalom, vor dem ich mich etwas gefürchtet hatte, aber das ging erstaunlich gut.

Also, eine Skitour :-) Ha!

Das Knie hatte am Ende bei den Rechtskurven, also ohne Last weil Innenski, ziemlich geschmerzt, bei den Linkskurven, also mit Last, nur minimal weh getan. Unten, im Auto, daheim und beim Abendessen bei der besten Mama hatte es gelegentlich wirklich weh getan und gelegentlich, auch beim Draufstehen, überhaupt nicht. Das war alles seltsam und ungewohnt. Ob das eine Überlastung werden würde, würde erst am nächsten Tag rauskommen.


Seeehr magere Schneedecke unten


.. und auf dem Weg wird es erst mal auch nicht viel besser


Bachquerung ...


... und dann tatsächlich sowas wie Schnee :-)


Gipfel


Abfahrt ...


... und die geht weitgehend echt gut :-)


Meistens jedenfalls ;-)


Weiter unten hat es einen Harschdeckel drunter


Im schwereren Schnee tu ich mich schwerer

Von engel am 13.02.2020 21:09 • outdoorski(0) Kommentare

Mau-Tag

Mittwoch, Februar 12, 2020

Ich stand für den Klettertag früh auf und begann ein gemütliches Frühstück. Und dann beendete ich das bald wieder, denn ich bekam Bauchweh und ‘lustige’ Nebenbeschwerden. Ich brauchte nicht lang um mich zu entscheiden, nicht zu arbeiten und erst mal wieder zurück ins Bett zu gehen - unterbrochen von diversen Besuchen der Toilette.

Im Lauf des Vormittags wurde das glücklicherweise besser und ich bekam sogar Hunger. Mit Hunger Einkaufen zu gehen war aber vielleicht keine ganz gute Idee, denn ich kam mit Antipasti zurück und die lagen mir dann lang im Magen. Weitere Nebenwirkung hatten sie aber nicht.

Als ich wieder so halbwegs auf dem Damm war, bastelte ich am Projekt weiter. Die neue GPX-Library stellte sich als totaler Fehlgríff heraus, denn die ist nicht nur ultra-modern sondern implementiert auch eine Pseudo-Sprache zur Verwendung (so ganz steige ich nicht durch).

Ich warf sie also wieder raus, drehte alle Änderungen zurück und beschäftigte mich mit der alten Library. Und fand auch raus, warum sie sich nicht übersetzen liess und konnte dort meine Änderungen einbringen. Erst mal provisorisch, aber ich werde das wohl mit einem Pull-Request zurück auf GitHub bringen ... Demnächst, wenn ich Java besser kann und die Änderung sauber programmieren kann ohne bestehende Interfaces kaputt zu machen.

Dann war es Zeit zum Klettern zu fahren. Ich hatte viel Zeit eingeplant, weil es die letzten beiden Male, wo ich von daheim aus zur Halle gefahren war, fürchterlichen Stau gehabt hatte. Diesmal war quasi nichts los auf dem Mittleren Ring, deswegen war ich fast eine halbe Stunde zu früh da. Wie man’s macht ist’s falsch :/

Klettern lief eher mäßig. Sehr mäßig. Mir lag immer noch mein Mittagessen schwer im Magen und ich hatte keine Kraft. Aber Freude am Klettern hatte ich trotzdem und das Knie nahm fast alles ohne Jammern, noch immer ohne Ibu. Zum nach-dem-Klettern-Ratsch gab es dann auch nichts zu essen, ich trank nur etwas. Der R. liess mich seine Ingwer-Schorle testen und das schmeckte großartig. Nächstes Mal.

Daheim las ich noch ein wenig und nahm dann an der SAN-Telko teil. Das bisserl Arbeit, das dabei für mich abfiel, war zu erwarten gewesen und ist sehr überschaubar.

Von engel am 12.02.2020 23:00 • diary(0) Kommentare

Französisch

Dienstag, Februar 11, 2020

In der Nacht war ich wieder ein paar Mal aufgewacht, aber vermutlich eher wegen Sturm als wegen Knie, auch wenn das die Gelegenheit nutzte, ein bissrl rumzumotzen. Minimal, unerheblich. In der Früh war natürlich immer noch Sturm und es war kühler geworden, aber es hatte noch Plusgrade, also nahm ich das Rocky. Es nieselte auf dem Weg ins Büro, aber vernachlässigbar.

Im Büro scheiterte ich daran, die GPX Library zu übersetzen, mit der ich arbeite. Das wäre aber nötig gewesen, weil ich da etwas hatte ändern wollen, zum vernünftig formatierte Files abspeichern zu können. Auf der Suche nach einer anderen Library fand ich dann eine, die total gut aussah, aber wirklich schwer zu verstehen war, weil sie lauter super-duper-modere Konzepte verwendete und ich stöpsle doch bei Java erst bei den Anfängen rum. Ich wühlte mich rein und kam am Ende tatsächlich so weit, dass es danach aussah, als hätte ich sie verstanden.

Am frühen Nachmittag radelte ich ins Theatiner, denn jetzt wo klar ist, dass ich demnächst wieder Französisch brauchen werde, will ich das nicht nur mit Duolingo üben sondern die Sprache auch gleich praktisch ‘anwenden’ (also wenigstens hören). Der Film, Les bonnes intentions, war aber eher ein Reinfall. Arg konstruiert, eher weniger lustig und zwischendrin sogar nervig. Naja, immerhin Französisch und wie üblich war ich gegen Ende auch einigermaßen drin mit dem Verstehen.

Danach (nach einigen inneren Käpfen mit dem faulen Schweinehund) radelte ich ins Fitti, lief da 20 Minuten (die 5 Minuten Cooldown hatte ich versehentlich abgebrochen) und trainierte Bauch, Rücken und Beine. Letzteres mit viel Kraft und einem echt guten Bewegungsumfang. Es wird :-) Vor allem weil ich zwar am Wochenende wieder Ibu genommen hatte, am Montag aber wieder aufgehört hatte und es nur wenig schmerzte.

Daheim gab es eine Portion des gemischten MyMüsli, das ich der besten Mama zum Geburtstag abverhandelt hatte. BrombeerGranola. Das schmeckte ganz gut (obwohl keine Schokolade drin war), aber wegen der getrockneten Beeren wäre es mit warmer Mich vermutlich besser gewesen. Dann sah ich eine Folge Cloak & Dagger, die ich neu gefunden habe und bis jetzt ganz nett finde, und noch ein bisserl Internet und (E-)Buch lesen.

Von engel am 11.02.2020 23:00 • diary(0) Kommentare

Sturm-Radeln schon wieder

Montag, Februar 10, 2020

Als ich um 4 im Allgäu startete, dachte ich noch, dass die Wetterfrösche ja wohl ganz schön übertrieben hatten. Durch die Bäume im Garten strich ein leises Lüftchen und es nieselte. Schönes Wetter ist anders, aber Unwetter und Sturm? Echt nicht. Aber auf dem Weg nach München legte der Wind immer mehr zu und ich musste bald das Lenkrad sehr festhalten, um den Clio auf meiner Spur zu halten. In München lag das Rocky natürlich umgeblasen auf dem Balkon, dafür regnete es aber nicht.

Ich hatte eigentlich vorgehabt, wegen des Windes wieder mit dem Spike-Bike zu fahren, aber bei 14 Grad in der Früh kam mir das doch albern vor. Ich fuhr also mit dem Rocky. Das Radeln war weniger schwierig als befürchtet. Auf einem Teil des Weges hatte ich sogar Rückenwind und wurde nahezu voran geblasen. Das war nett, allerdings waren die Querstraßen gefährlich, da kamen nämlich gelegentlich üble seitliche Böen. Ich wurde aber nur einmal ein paar Zentimeter abgetrieben. Dafür fing es auf halben Weg zu regnen an und ich kam nass im Büro an.

Im Büro pfiff der Wind dann laut und wüst um mein Tower-Eck. Zwischendurch hatte es Regenschauer, deren Tropfen abwechselnd senkrecht nach oben oder senkrecht nach unten geblasen wurden. Das sah schon recht abenteuerlich aus. Mittags lag das Rocky umgeblasen zwischen den Fahrradständern - obwohl ich es fest an einen der Stahbogen angeschlossen hatte. Ich liess es liegen, es wäre ja eh wieder umgeblasen worden.

Den Tag über lernte ich weiter über Tools und Tests und baute auch ein paar sehr billige (Mei, irgendwie muss man ja anfangen.) ins Projekt ein. Die ersten 3 Tests liefen auch durch und beim 4. hakte es dann, ohne dass ich rausfinden konnte, warum. Als ich ging, lief das Zeug noch immer nicht und das ist echt nervig.

Ich radelte in Sonnenschein und mittelheftigem Wind ins Fitti, um dort Crosstrainer zu laufen und Bauch, Rücken und Arme zu trainieren. Das Knie bekam Krafttrainings-Pause, weil wir am Wochenende 2 Touren gemacht hatten (unter Anderem eine Skitour so richtig mit Tiefschnee und Gelände und Allem!).

Dem Knie ging es super, es war so schmerzfrei und locker wie selten, trotz der Wochenend-Anstrengung. Ich habe da so eine Theorie, dass die Skitour mit der doch erheblichen seitlichen Belastung beim Abfahren (die währenddessen auch mal weh getan hatte), ähnlich wie die Therapie bei der C. zur Lockerung des Bandapparates oder Sehnen oder was auch immer beigetragen hat.

Vielleicht ist das auch totaler Quatsch und ich hab halt gerade ein Hoch ;-) Wäre nett, ich möchte das aber doch gern bei einer weiteren Skitour überprüfen. Ich möchte bitte gerne endlich Schnee!

Danach fuhr ich heim und machte Backfisch mit Riffelpommes zum Abendessen und schaute die neueste Folge Picard. Sonst noch weiteres (erfolgloses) Rumbasteln am Projekt und den Touren-Beschreibungen und Internet-Nachlesen.

Von engel am 10.02.2020 23:00 • diary(0) Kommentare
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