Dein Browser kann leider nicht vernünftig mit CSS umgehen. Den Inhalt siehst du, das Design dagegen ist futsch.

Noch ein Treffen

Mittwoch, Februar 24, 2021

Nochmal ein Traumtag und noch hat es Schnee. Ich wollte nochmal raus und weil es das letzte Mal so schön gewesen war, nahm ich mir gleich nochmal dasselbe Ziel vor. Noch immer hing der Saharastaub in der Luft, statt klarem Sonnenaufgang mit leuchtenden Bergen, waren die Berge erst spät zu sehen und wurden lediglich zögerlich hell.

In Baad war deutlich mehr los als letztes Mal und es gingen auch mehr Leute Richtung Bärguntalpe los. Ich startete mit 3 Leuten, die zwar deutlich schneller gingen als ich, dafür aber oft und lang stehen blieben. Deswegen überholten die mich und ich sie andauernd und das war ein bisserl nervig.

Es war wärmer als am Montag, deswegen brauchte ich auf dem Sommerweg keine Harscheisen. Die nahm ich erst im steilen Anstieg zur Querung des Felsriegels. Eigentlich hielten die Ski ganz gut, aber einmal ausgerutscht, wäre man vielleicht sehr doof und weit abgerutscht (manchmal habe ich komische Gedanken). Das passierte dann auch gleich mit einem Stock, der dann aber glücklicherweise doch liegen blieb, bevor er im Bacheinschnitt verschwand. Puh!

Hier traf ich dann auch wieder die S. Also natürlich traf wieder eher sie mich, weil ich mit den Harscheisen beschäftigt war und erst bemerkte, wer da vor mir stand, als sie vor mir stand ;-) Wir gingen gemeinsam weiter.

Die Querung war doof. Die Felle stollten unter den Harscheisen (was deren Funktion eher so mittel hilft) und mein einer Ski ging an einer der abfallendsten Stellen einfach auf. Da wieder reinzukommen war nicht einfach.

In der Sonne nahmen wir die Harscheisen wieder ab, es läuft sich doch deutlich besser ohne. Unten fiel ich dann auch noch einmal aus der Spur, weil der untere Ski bei Belastung völlig unerwartet durchrutschte. Echt, soviel Missgeschick auf einmal!

Wir gingen über den Skigipfel bis zum Hauptgipfel. Da war es einigermaßen voll, es fand sich dann aber doch noch ein Plätzchen zum Hinsetzen. Die Stimmung da oben war sehr seltsam. Alles war gelb und man konnte kaum bis zum Biberkopf schauen. Das Allgäu hinter uns war komplett weg.

Die Abfahrt nahmen wir über den steilen Gipfelhang und das ging wie erwartet ganz gut (auch wenn ich mir da vorher ein paar Gedanken gemacht hatte). Unten im weiten Kessel fand ich den Schnee schwierig (mal hart, mal weich und mit sowas komme ich noch eher solala zurecht), sonst war das alles in allem sogar ganz gut zu fahren. Auf der Forststraße zum Parkplatz machte die S. keine Pause und meine Oberschenkel brannten, als wir unten waren. Der Rechte auch, yay! :-)

Nettes Treffen :-)

Ich kam wieder fast gleichzeitig mit dem besten Allgäuer zurück, der einen Spaziergang gemacht hatte. Wir verbrachten den Nachmittag mit Kaffee und Liegestuhl auf der Terrasse, das war am Ende dann fast ein bisserl viel Sonne. Ich war danach erst mal ein wenig benebelt und brauchte viel Konzentration, um eine Anfrage zu einem Job vernünftig zu formulieren.

Abends gab es ‘Falschpflanzl’, ich wollte mal ein Vegi-Hack testen. Meine eigenen Versuche, sowas herzustellen, waren ja eher schief gegangen. Das fertige Vegi-Hack für die Pflanzln schmeckte echt OK.


Das Ziel im gelben Saharastaub


Widderstein


Die S. vorm Gipfel


Widderstein und - kaum noch zu sehen - Biberkopf


Ifen


Querung zum Gipfel


Der steile Gipfelhang, war gar kein Problem


Eispiste

Von engel am 24.02.2021 23:00 • outdoorski(0) Kommentare

Spaziergang

Dienstag, Februar 23, 2021

Ich wurde wie üblich so gegen halb sieben wach und stand auf. Ich bereite dann schon mal Frühstück vor und lese schon mal Internet. Der beste Allgäuer von Allen schläft länger (ich schlafe dafür halt abends vorm TV ein ;-)) und taucht meistens etwa eine Stunde später auf. An diesen Tag waren es 2 Stunden und er war total erstaunt über sich selber. Heilen braucht halt Energie.

Am späten Vormittag machten wir einen Spaziergang auf den Illertalhügel. Das Wetter war total seltsam, alles diesig und gelb, aber wenigstens war es schön warm. Ich hatte ein T-Shirt und halb-lange Hosen an :-) Das Gelbe war Saharastaub, erklärte mir der Allgäuer. Hätte man sich denken können bei gelb und diesig.

Nachmittags rief ein Spammer an ‘Hello, my name is Wrzlbrmf. I am from Microsoft.’ Man hätte da sicherlich ein bisserl Spaß haben können, aber ich wollte wieder auf meinen Stuhl auf der Terrasse, der Kaffee wartete.

Abends war noch SAN-Telko, diesmal sehr Themen-arm, aber wie soll das auch anders sein zur Zeit.


Start


Sommerlich :-)


Ein paar Blümchen hatte es auch


Komisches Wetter

Von engel am 23.02.2021 23:00 • outdoorberg(0) Kommentare

Traum-Tag

Montag, Februar 22, 2021

Ich hatte den Wecker auf 5:00h gestellt, um gemütlich frühstücken und Netz gucken zu können. Da war es noch stockfinster. Gegen halb 7 packte ich meinen Skikram und fuhr ins Kleine Walsertal. Das Wetter war großartig und beim Zuschauen, wie es über den verschneiten Bergen immer heller wurde, war meine Welt total in Ordnung :-)

In Baad standen noch nicht viele Autos. Die wenigen Leute, die sich gerade bereit machten, stiefelten alle Richtung Güntlespitze und Grünhorn los. Auf dem Weg zur Bärguntalpe war ich total allein :-)

Der Weg war ausgesprochen eisig, aber doch nicht ganz so, dass sich Harscheisen gelohnt hätten. Die legte ich erst an, als ich nach der Bärguntalpe vor dem steilen Hang mit den Büschen stand. Der Hang sah einigermaßen gangbar aus, ich nahm aber doch lieber den Sommerweg durch den Wald (bzw. erst mal das Bachbett) und stieg mit den hier wirklich sehr nützlichen Harscheisen bis zur Ebene mit der Hütte auf.

Die eisharte Querung der Ebene auf den Harscheisen war ziemlich blöd, da stakst man auf den Eisen wie ein Storch. Im Anstieg zur Querung des Felsriegels waren die Eisen wieder total nützlich und in der Querung sowieso, das Staksen hatte sich durchaus gelohnt ;-) Zum Abnehmen und Wiederanlegen war ich natürlich zu bequem gewesen.

Kurz nach der Querung kam ich endlich in die Sonne, allerdings erwischte mich ab hier meistens auch der Wind. Es blieb also trotz Sonne etwa so kühl wie vorher (also genauso wenig kühl wie vorher). Im Anstieg zum Skigipfel merkte ich dann schon, dass mir gerade ein wenig Kondition fehlt, lange Touren habe ich schon recht lang nicht mehr gemacht.

Die weiten Hänge der Höferspitze waren allüberall zerfahren. Sämtlich Ost-ausgerichteten Teile des welligen Hangs waren hart und eisig, alles was eher Nord-ausgerichtet lag, war eher Schnee-hart mit Triebschnee obendrauf. Beides war manchmal blöd zu gehen und die Harscheisen leisteten gute Dienste :-)

Ich ging nur bis zum Skigipfel. Weil ich den steilen Hang vom Gipfel eh nicht abfahren wollte (auch wenn er pistig und ganz OK aussah), hätte ich den Grat hin und her laufen müssen und bei dem Wind da oben wäre das eher lästig als schön gewesen. Ich fellte gleich ab und fuhr bis an eine sonnige, windstille Stelle im oberen Teil des Hangs. Der Schnee war wie erwartet eher so mittel zu fahren (allerdings besser als letztens am Grünhorn).

Nach einer gemütlichen Pause in der Sonne fuhr ich weiter ab. Je weiter runter ich kam, umso eisiger wurde es. Aufgegangen war der Schnee nur an sehr wenigen sehr besonnten Stellen. Ich war aber auch früh dran, um kurz nach Mittag war ich zurück am Auto. Die Tour war insgesamt wunderbar :-)

Der beste Allgäuer von Allen hatte einen Spaziergang um den Schwabelsberger Weiher gemacht und kam genau mit mir zusammen zurück. Wir setzten uns erst mal auf der Terrasse in die Sonne und genossen den Frühling im Winter. Später holten wir den Kangoo vom Kundendienst.

Von einer Firma, bei der mich der lokale Recruiter vorgeschlagen hatte, kam eine Absage, ohne dass ich mich tatsächlich vorstellen durfte. Das finde ich total schade, denn das waren zwei tolle Jobs und bei denen hätte ich sehr gern gearbeitet. So langsam finde ich das ausgesprochen frustrierend, schöne Skitouren hin oder her.


Das Grünhorn in der Morgensonne


Schnee im Bach


Höferspitze und Weißer Schrofen von der Querung aus


Alles zerfahren


Widderstein


Am Skigipfel


Abfahrt mit okayem Schnee


Ab der Hüttenebene war es eisig

Von engel am 22.02.2021 23:00 • outdoorski(0) Kommentare

Gemütlich

Sonntag, Februar 21, 2021

Am Freitag Vormittag fuhr ich den besten Allgäuer am Vormittag zum ersten Kontrolltermin. Ich hatte mich auf eine längere Wartezeit im Auto eingestellt (derzeit dürfen ja keine Begleitpersonen irgendwo mit rein) und hatte das Tablet mit dem neuesten GEO drauf mitgenommen, aber die sind da tatsächlich so gut organisiert, dass ich es nicht mal schaffte, den ersten längeren Artikel fertig zu lesen. Kudos!

Den Rest des wunderbaren Traum-Wochenendes ließen wir gemütlich angehen. Mit dabei war täglich ein Spaziergang auf den Fernsehturmhügel und danach ausgiebiges Sonnen mit Kaffee und Brezeln auf der Terrasse. In T-Shirt, kurzen Hosen und barfuß :-) Außerdem gab es gute Dinge zu essen und die Reste der alpinen Ski-Weltmeisterschaft.

Sonntag brachte ich noch den Kangoo zum Kundendienst, damit ich am Montag ‘frei’ haben würde, denn ich hatte Pläne ;-)


Blenderblick


Frühlingsbote


Fernsehturm


Abstieg

Von engel am 21.02.2021 23:00 • outdoorberg(0) Kommentare

Das Date

Donnerstag, Februar 18, 2021

In der Früh wurschtelte ich erst mal im Internet und den Mails herum, bis der beste Allgäuer wach wurde. Der hatte versucht, so lang zu schlafen wie möglich, weil er außer schwarzen Kaffee und Wasser nichts frühstücken durfte, aber so ganz gut klappt das nicht.

Am sehr späten Vormittag fuhr ich ihn zu seinem Date und holte ihn ziemlich genau die veranschlagten anderthalb Stunden später wieder ab (ich bin sehr beeindruckt von der Organisation der Einrichtung). Wir holten erst mal gründlich das Frühstück nach und schauten dann gemütlich Skirennen.

Da unten in Cortina war vor zwei Tagen soooo großartiges Wetter und die Gegend ist ja eh unfassbar schön, das wurde rund um die WM auch mit tollen Bildern genüsslich zelebriert und ich wurde ganz wehmütig, weil Skitouren in Südtirol um diesen Zeitpunkt herum hatte ich mir bei der Knie-OP ja lang und wunderbar vorgestellt (da hatte ich allerdings noch angenommen, dass das alles viiiiel schneller geht und ich da schon lang wieder fröhlich ohne Nachdenken bei egal welchem Schnee überall reinfahren würde - was auf keinen Fall als Beschwerde aufgefasst werden soll, ich bin total zufrieden mit der Prothese). Hach!

Abends gab es Pizza, weil man Pizza-Abschnitte auch mit einer Hand essen. Ich hatte sogar den Pizzaschneider wieder gefunden, damit ging das Teilen total einfach.

Von engel am 18.02.2021 23:00 • diary(0) Kommentare

Gipfeltreffen

Mittwoch, Februar 17, 2021

In der Früh schaute ich mir die Bewerbung nochmal gut durch und schickte sie dann ab. So, noch ein Eisen im Feuer. Schaumermal.

Draussen wurde es langsam schön und ich packte den Skikram zusammen. Die weiteren Aussichten sehen nicht gut aus für Winter und Schnee, deswegen wollte ich nochmal auf die Piste. Am Parkplatz in Ofterschwang fragte ein Mann nach dem Weg, hörte aber überhaupt nicht zu, als ich die Pisten erklärte und wollte eine Bestätigung für seine krude Wegvorstellung. Hallo?

Ich ging die Weltcup-Piste hoch, um mich ordentlich anzustrengen, und war da schön allein (arg viel war gar nicht los). Am oberen Ende traf ich dann die S., die schon in der Abfahrt war. Oder vielmehr, sie traf mich, denn ich realisierte (wie üblich) erst spät, dass da jemand vor mir war, die ich kenne.

Die S. fellte nochmal auf und wir gingen gemeinsam zum Gipfel, unterhielten uns und schauten dort ein wenig in die Gegend. Das war sehr nett :-) Bei der Abfahrt musste ich leider feststellen, dass ich meine Ski unbedingt wieder waxen muss. Wo der Schnee besonders nass war, da blieben sie fast kleben.

Am Nachmittag setzte ich mich eine Weile auf die Terrasse in die Sonne. Inzwischen war es weitgehend schön geworden und die Sonne steht wieder hoch genug, dass es direkt vor dem Haus Sonne wieder Sonne hat. Das war schon echt nett und frühlingshaft. Aber ich bin noch gar nicht fertig mit Winter! Ich will noch eine Weile Frost und Schnee und Winterwonderland! Meh.


Start mit Sonne auf der Weltcup-Piste


Viele Wolken und wenig Sonne oben


Abfahrt (da unten mit klebenden Skieren)

Von engel am 17.02.2021 23:00 • outdoorski(2) Kommentare

Daheimtag

Dienstag, Februar 16, 2021

Ich brauchte den ganzen Vormittag, um die übers Wochenende aufgelaufenen Mails zu bearbeiten und verbrachte den Nachmittag mit der vorletzten Lektion einer Serie zu Projektmanagement auf der amerikanischen Plattform. Ich bin noch nicht sicher, wie das genau geht, aber da kann man, theoretisch, hinterher auch eine Prüfung ablegen. Mal schauen, ob das klappt, käme bestimmt gut an.

Dazwischen - ich habe mir ja auferlegt, regelmäßig aufzustehen - erledigte ich allerlei aufgelaufene Hausarbeit. Das findet meine Polar-Uhr übrigens toll. Wenn ich den Tag über ein paar Mal vom Keller in den Dachboden gehe und hier und da Dinge erledige, ist die der Meinung, ich hätte mein Tagessoll erfüllt. Was total bescheuert ist, denn ein typischer Tag in München, mit 30 Kilometer Radeln, Arbeit und was weiß ich noch (aber ohne Sport), hat immer nur für 80% gereicht.

Letzteres finde ich schon OK, das ist ja nicht wirklich viel ‘getan’, aber wenn ich den ganzen Tag nur daheim bin - und das Häusl hier ist nicht allzu groß - dann kann von Erfüllung eines Tagessolls an Bewegung beim besten Willen nicht die Rede sein.

Als der beste Allgäuer daheim war, holten wir noch den Clio aus der Werkstatt ab. Mit TÜV und neuen Winterreifen :-( Das war ein teures Vergnügen, aber ein neues Auto wäre noch teurer. Wegen des angeblichen Einspritzungs-Defekts hat die Werkstatt nichts gefunden, aber inzwischen ist es ja auch warm. Sie haben mal provisorisch den Kraftstofffilter ausgetauscht und ich soll halt ein Auge drauf haben. Na, bei dem Terz, den das Auto in diesem Fall veranstaltet, ist das ja kein Problem ;-)

Abends bereitete ich eine Bewerbung vor. Der Job war schon ein paar mal über meinen Radar gesaust, war dann aber doch immer wieder rausgefallen. Als er aber in der Früh neu ausgeschrieben in der Mail auftauchte, hab ich mir die Firma nochmal genauer angeschaut und bin jetzt ziemlich begeistert von denen. Klar eine Website ist auch bloß ‘Papier’ und geduldig, aber ich würde wirklich gern in einer Firma arbeiten, die so ist wie die sich präsentieren. Der Job an sich klingt natürlich auch interessant, sonst wäre das ja auch nix.

Von engel am 16.02.2021 23:00 • diary(0) Kommentare

Die Hoffnung ...

Montag, Februar 15, 2021

... stirbt zuletzt. Oder so ähnlich.

In der Früh hatte ich es eilig. Beim Frühstück schaute ich kurz, ob etwas Wichtiges in der Mail war (Nein.) und packte dann den Skikram in den Kangoo. Wir hatten den Clio schon am Sonntag Nachmittag zur Werkstatt gebracht. Da war es warm gewesen (naja, 2 Grad mit Sonne) und das Auto war problemlos gefahren, aber ich wollte den Vorfall von Freitag der Werkstatt schon mitteilen. Denn sollte der Clio demnächst sterben (wovon aber keiner ausgeht) lohnen sich TÜV und Reparatur ja nicht wirklich.

Dann fuhr ich ins Kleine Walstertal. Das erste Mal seit Winterbeginn! Es hatte Sonne bei -8 Grad, als ich in Baad parkte und losging. Ich war vergleichsweise spät dran, aber viele Autos hatte es nicht. Unten war wie erwartet nach dem Traumwochenende alles pistenartig zusammengefahren und wo die Sonne hingekommen war, hatte sich ein Deckel gebildet, aber im Schatten ohne Spuren fand sich noch Pulver. Vielleicht fände sich oben in den weiten Hängen ja noch was Nettes zum Fahren.

Aber erst mal Aufstieg. Ich nahm den Normalweg statt des Sommerweges, um mir die Abfahrt schon mal anschauen zu können. Die untere Engstelle hatte sogar durchgehend Schnee, aber das war eine abgerutschte Eispiste. Die Spur ging dann auch ganz schlau nebendran durch den Wald und war recht gut zu gehen. Die Spur umging auch die obere steile Eispiste, war da aber teilweise schon ganz schön hart und glatt, weil dort Sonne drauf kommt. Es war schon absehbar, dass unten nirgendwo gut zu fahren sein würde. Egal.

Der Rücken oben war natürlich total zusammengefahren und von gefrorenen Spuren gezeichnet (da knallt die Sonne ziemlich drauf), aber meine Hoffnung war ja der breite Gipfelhang, der von der Weite immer noch prima aussah. Gegenüber tasteten sich immer wieder Leute die steile Rinne vor der Unspitze runter. Das sah oben schon nicht schön aus und unten lagen überschneite Lawinenbollen. Nee, echt nicht!

Die Querung war unangenehm. Das ist südseitig und die Spur (egal welche von den vielen) war hart gefroren und glatt. Noch dazu hat man das rechte Bein oben und das erhöhte die Querbelastung auf dem operierten Knie ganz schön. Es sah vermutlich sehr ungeschickt aus, wie ich mich über die ganz besonders glatten Stellen manövrierte ;-)

Der Gipfelhang war natürlich auch total zerfahren, aber ich dachte ganz links, da müsse sich doch noch halbwegs gut fahrbarer Schnee finden. Da ist es recht steil, war minimal weniger zerfahren und die Sonne kommt da auch nicht so gut hin. Erst mal musste ich aber hoch und das war ein bisserl anstrengend, weil der inzwischen aufgefrischte Wind Schneekristalle auf die glatte Spur blies, sodass ich immer wieder abrutschte. Die Vorgänger hatten Harscheisen aufgezogen, ich hatte meine aber vergessen.

Irgendwann war ich dann aber oben :-) Ganz allein :-)
Leider aber ohne Sonne und mit einem unangenehm kalten Wind. Ich ließ die Pause sausen und fuhr direkt ab.

Inzwischen hatte es total flaches Licht und alle Konturen verschwammen. Das war bei der Abfahrt überhaupt nicht hilfreich, weil ich mangels Sicht die Kurven nicht gut planen konnte und einfach auf Verdacht reinfahren geht einfach (noch?) nicht. Die linke Seite des Gipfelhangs stellte sich als zu steil für den wenigen neuen Schnee raus. Ich fuhr eigentlich immer im nassen Altschnee unten drunter und das ging eher solala :-/ Dafür gab es in der kleinen Ebene noch ein bisserl unzerfahrenen Schnee und im Hang über der Alpe gingen auch noch ein paar Kurven. Immerhin.

Beim Wiederauffellen machte ich Pause, da hatte es wenigstens keinen Wind. Die restliche Abfahrt nach dem Wiederaufstieg zum Rücken war entschieden unschön. Am Rücken war der Schnee unten weich, oben mit Deckel und sonst total zerfahren. Ich warf mich einmal im relativ Flachen in den Schnee und hatte dann allergrößte Mühe, wieder aufzustehen, weil ich das operierte Knie nicht weit genug abbiegen kann (und es in der Beugung eh noch keine Kraft hat). Ich musste tatsächlich den Ski abschnallen, um aufzustehen :/ Die steilen Eispisten weiter unten abzufahren war aber kein Problem. Selbst ruppeliges Querrutschen auf dem operierten Bein ging gut.

Skitour also, ich bin sehr zufrieden :-) Ja, der Schnee war Dreck, die Abfahrt war Mist und der Aufstieg war weitgehend auch nicht erfreulich und die Sonne war schneller weg als erhofft, aber mein Herz hat sich trotzdem die ganze Zeit an den Bergen und dem Schnee und allem erfreut :-)

Danach war ich aber ganz schön alle und musste daheim erst mal mit Decke aufs Sofa ;-)


Das Ziel in der Sonne


Am Rücken vor der Querung


Der Gipfelhang, das Licht lässt schon nach


Allein am Grünhorn


Widderstein in den Wolken

Von engel am 15.02.2021 23:00 • outdoorski(0) Kommentare

Winterfreuden

Sonntag, Februar 14, 2021

Der Freitag begann damit, dass der Clio versagte. Naja, mit lautem Ton und rotem Licht STOP und dann ‘Einspritzung defekt’ anzeigte, er fuhr schon noch irgendwie. Ich war gerade losgefahren und hatte das erste Mal Gas gegeben, da passierte das. Nachdem der Clio ja gerade erst beim Kundendienst gewesen war, vermutete ich zunächst einen Software-Fehler und startete das Auto neu. Alles war gut, Gas geben im Stand war problemlos, aber sobald Last auf dem Antrieb war, war Terror. Ich schlich zum Parkplatz zurück und nahm den Kangoo zum Einkaufen.

Am Montag hatte ich eh einen Werkstatt-Termin (TÜV-relevante Mängel beheben und TÜV machen lassen), sollten die das mal nachschauen. Der beste Allgäuer vermutete einen zuenen Kraftstofffilter wegen Diesel versulzt, weil der Clio ja draussen wohnen muss und es knapp -20 Grad mit Wind gehabt hatte.

Der Rest vom Wochenende war ausgesprochen wunderbar. Es war super-duper Winterwetter und wir nutzten das mit 2 Touren auf den Illertalhügel aus. Eine Skitour wollte der beste Allgäuer wegen vermutlich voll und vor allem zur Risiko-Vermeidung nicht, denn er hat am Donnerstag ein wichtiges Date, das inzwischen schon zwei Mal verschoben worden war und das nun endlich, endlich stattfinden sollte.

Als Sahnehäubchen zu den Traum-Wintertagen gab es TV-Sport mit ausgesprochen spannenden und spektakulären Skirennen, wo es sogar 2 Mal Silber für die Deutschen gab. Damit hatten ja nun kaum wer ernsthaft gerechnet :-)

Von engel am 14.02.2021 23:00 • diary(0) Kommentare

Besser als erwartet

Donnerstag, Februar 11, 2021

Für diesen Tag war zunächst volle Sonne versprochen worden, im Lauf des Mittwochs war die Sonne in der Vorhersage dann aber auf eher Mittag und Nachmittag gewichen. Und kalt sollte es werden, das hatten wir am Mittwoch schon gemerkt. In der Früh schneite es leicht bei -11 Grad. Der beste Allgäuer radelte gut eingepackt ins Büro, ich machte erst mal die tägliche ‘Arbeit’.

Am Vormittag räumte ich den wenigen Schnee vom Weg und grub mein Auto aus. Wobei sich der Schnee in Grenzen hielt, aber auf der Frontscheibe war eine dicke Eisschicht, die sich nur sehr mühsam und unwillig entfernen ließ. Es schneite zwar noch immer leicht, aber es war schon ganz hell und sah so aus, als würde die Sonne bald rauskommen. Also warf ich den Skikram ins Auto und fuhr Richtung Berge (das Knie war nach dem gestrigen kurzen Rückfall wieder OK).

Da wurde es dunkler und schneite mehr und von Sonne war keine Spur zu sehen. Ich parkte an der Sonnenklause und schaute mir die Schneedecke an. Die hatte von Weitem (vom Ofterschwanger Horn aus) ganz gut ausgesehen und sah nun auch von der Nähe OK aus, auch wenn nicht ganz so viel frischer Schnee oben drauf lag, wie ich gern gehabt hätte. Ich beschloss loszugehen (hätte der Schnee schlecht ausgesehen, wäre ich ins Gunzesrieder Tal gefahren).

Es war zwar kalt (-10 Grad), hatte aber keinen Wind, deswegen zog ich trotz des leichten Schneefalls bald die Jacke aus (und kurz drauf auch die Handschuhe). Der Schnee war kalt und entsprechend fluffig und der Altschnee war fest und ich hatte schon Visionen von locker-flockigen Schwüngen in der Abfahrt, aber dann kam ich zum großen Hang. Der ist steil und da schauten überall Gras und Kuhtritte raus.

Ich überlegte kurz, ob ich das dem Knie zumuten soll und ging dann weiter. Die Abfahrt würde dann halt nicht nett werden, schlimmstenfalls würde ich halt Stemmbogen fahren und irgendwann muss ich ja auch wieder lernen ‘schlechten’ Schnee zu fahren. Der Anstieg im großen Hang war ganz OK, die Steilstelle im Wald dagegen sah übel aus. Ich kam mit gelegentlichem Treppeln halbwegs gut hoch und schaute mir schon mal, wo ich am besten runter käme. Ohne Abschnallen und ohne irgendwo hängen zu bleiben.

Danach war es super. Mehr von dem tollen, fluffigen, kalten Schnee auf mehr Altschnee, so soll das sein :-) Ich ging zum Gipfel (4 Leute), schaute mir das Retterschwanger Tal und den Hindelanger Klettersteig an und packte dann wieder zusammen. Die Sonne konnte ich zwar hinter den Wolken erkennen, aber es schneite und war nicht direkt einladend. Ich wäre bloß ausgekühlt.

Die Abfahrt war bis zur Engstelle im Wald tatsächlich ziemlich prima. Ich konnte trotz der vielen Spuren im Altschnee ordentlich gedämpft durch den Neuschnee schöne Kurven fahren. Die Engstelle rutschte ich dann ganz einfach dort, wo genug Altschnee war, quer ab. Sowas zu fahren, lerne ich später mal wieder. Der große Hang ließ sich dann - mit ein paar taktischen Querungen - ganz erstaunlich gut abfahren. Stemmbogen waren absolut nicht nötig :-)

Und ganz kurz hatte es auch mal sowas wie hellen Schein ;-) ‘Richtig’ Sonne gab es allerdings erst, als ich Sonthofen hinter mir gelassen hatte. Egal, das war erstaunlich prima.

Daheim gab es dann was zu essen und zu trinken, dann brach ich kurz mit Decke auf dem Sofa zusammen (typisch für wenn es kalt ist). Den Rest vom Nachmittag und Abends nochmal daddelte ich im Netz herum und verbesserte mein persönliches Tourenbuchtool weiter.


Start bei Schneefall


Im großen Hang schaut Zeug raus :-(


Die Engstelle mit arg wenig Schnee


Der Gipfel ist in Sicht


Oben, Blick zum Heidelbeerkopf und Schnippenkopf


Kurz fast Sonne, man sieht sogar Kontouren

Von engel am 11.02.2021 23:00 • outdoorski(0) Kommentare
Page 1 of 437 pages
 1 2 3 >  Letzte »

Reiseberichte

Bücher :-)

Letzte Einträge

Letzte Kommentare

Blogroll


Have fun!