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Dienstag, 06.04.2021: Einsam spuren

Mittwoch, April 07, 2021

Die Nacht über hatte es geschneit und auf dem Tisch auf der Terrasse lagen knapp 10 Zentimeter Schnee. Wir hatten uns schon vorher überlegt, dass man mit dem Neuschnee unbedingt was anfangen sollte, aber weil die Montags-Tour ein wenig anstrengend gewesen war (Muskelkater!), halt doch eher was Kürzeres, Einfacheres.

Weil es vor genau einer Woche da noch Schnee gehabt hatte und es zwischenzeitlich ja eher kühl gewesen war, dachte ich, dass wenn da jetzt Schnee oben drauf liegt, dann könnte das prima werden und schlug die übliche ‘wir-wollen-es-einfach-haben’-Runde vor. Der beste Allgäuer fand das auch gut.

Wir starteten also ins Ostertal und waren dann ziemlich erstaunt. Ja, da lag Schnee. Vielleicht sogar etwas mehr als 10 Zentimeter. Aber drunter, da war nichts! Entsprechend leer war der Parkplatz (4 Autos). Nach kurzer Diskussion und mangels Alternativen dank der eher fortgeschrittenen Zeit gingen wir los. Wenig Schnee auf Kuhwiese, irgendwie würden wir da schon wieder runter kommen. Immerhin waren wir nicht die einzigen Deppen, es hatte schon Skispuren ;-)

Wir gingen also los. Erst mal durch den Einstiegs-Matsch und dann die nasse Wiese hoch. An der Forststraße wandten wir uns nach rechts und hatschten auf dieser Straße ins Ostertal hinter. Wenn da auch kein Schnee läge, würden wir halt auf dieser Forststraße mit den Fellen an den Skieren wieder zurück hatschen.

Netterweise wurde der Schnee nach der Biegung mehr und die Idee von Skitour war bald gar nicht mehr so dämlich. Auf den Wiesen lag der Schnee nun auf Altschnee und die Bäume waren dick eingeschneit, das sah alles ganz prima aus. Und ab der Alpe gab es nicht mal mehr eine Spur vor uns :-)

Das Wetter konnte sich nicht recht entscheiden, Sonne, Wolken, Schneefall, alles gleichzeitig und durcheinander, April halt. Wir spurten abwechselnd auf den Großen Ochsenkopf und machten dort kurz Pause. Das Wetter spielte gerade eher Winter, deswegen fuhren wir bald ab. Der Schnee war, wo Sonne rein gekommen war, schon ein wenig schwer, auf den Nordseiten und im Schatten war er aber noch richtig schön fluffig. Wir nahmen deswegen die Abfahrt durch die Waldschneise und das war prima!

Als wir unten aufgefellt hatten und Richtung Rangiswanger Horn gingen, kamen uns die ersten (und einzigen) beiden Nachgänger entgegen und auf dem Rangiswanger Horn selbst trafen wir noch einen Einheimischen, der von Süden aufgestiegen war (Auf welchem Schnee eigentlich?). So einsam war es da hinten noch nie :-)

Die Abfahrt vom Rangiswanger Horn war dann erstaunlich gut. Es hatte vielleicht 10 Spuren und so war viel Platz für uns, den lockeren Pulverschnee der Nordseite zu nützen. Sogar das steile Waldstück hatte noch frischen Schnee. Bis vor den letzten Hang fanden wir Altschnee und konnten darauf wunderbar runter wedeln. Dann aber wurde es schwierig mit dem wenigen Neuschnee auf der Kuhwiese. Mit vorsichtigen Stemmbogen, wenig Geschwindigkeit und achtsam verteilter Last schafften wir es aber bis ganz unten. Dass wir keine Steine erwischten, war natürlich reine Glücksache :-)

Tolle Tour! Und so unerwartet!


Start. Schaut nach mehr Schnee aus, als es war.


Auf dem Weg ins Ostertal, Wind und wenig Schnee.


Hinten ist es aber Winter :-)


Sogar die Bäche kann man noch problemlos queren


Und dann: selber spuren!


Rückblick in ein einsames Hochtal


Immer noch: selbst spuren :-)


Gipfel!


Abfahrt


Und Abfahrt


Gegenanstieg


Am Grat sind noch dicke Wechten


Die letzten Meter zum zweiten Gipfel


Nordseitige Abfahrt mit Pulverschnee :-)


Und was für einer!


Tolle Bögen auf Altschnee-Unterlage


Vorsichtiges Runter-Tasten auf Kuhwiese

Von engel am 07.04.2021 15:40 • outdoorski(0) Kommentare

Montag, 05.04.2021: Steilaufstieg

Mittwoch, April 07, 2021

Nachdem es am Sonntag so voll gewesen war und der Schnee ja doch eher zu wünschen übrig gelassen hatte, verlegten wir uns am Montag aufs Bergsteigen. So richtig Berg, mit steil und Wegsuche und Allem, weil der beste Allgäuer mal woanders hin wollte als zum Illertalhügel und ich mich inzwischen auch schwierigeren Aufstiegen gewachsen fühle. Ich habe ja immer ‘Projekte auf Lager’ ;-)

Wir parkten am Erzgrubenbähnleparkplatz und gingen erst mal über den Weinberg. Der ist nett und man hat da schöne Blicke übers Illertal in die Berge. Die Bänkle oben waren aber alle besetzt, deswegen gingen wir gleich weiter.

Nach dem Weinberg bogen wir links in das ‘grüne Band’ (meine Bezeichnung) ab und stiegen, erst auf einem Karrenweg, dann wegklos im Gras, steil und immer steiler Richtung Berg hinauf. An der richtigen Stelle (vorher auf der Karte angeschaut) bogen wir rechts in den Wald ab und fanden dort tatsächlich Trittspuren, die uns zum Forstweg weiter oben führten.

Wir hatten 2 Nachsteiger, die sich aber besser auskannten, denn die bogen ein Stück die Forststraße runter links ins Steilgelände ab und waren kurz drauf verschwunden. Da kannten wir aber keinen Weg und Trittspuren waren auch keine zu sehen. Wir gingen also weiter Richtung Normalweg.

Und dann fand sich im abgeholzten Teil des Steilhangs tatsächlich eine Markierung und ein Pfad. Wo wir dann schon mal dabei waren, wildes Zeug zu gehen, bogen wir kurzerhand dort ab. Der Pfad führte gut erkennbar zu einem Jägerstand oberhalb der abgeholzten Fläche und hörte dann einfach auf. Da waren wir aber schon so nah am Normalaufstieg, dass wir nicht mehr zurück wollten. Anhand von Karte und GPS fanden wir dann auch mit nur einem Verhauer (das supersteile Grasfeld über einem Abbruch wollten wir nicht queren) zum Normalweg rüber und stiegen bis zum Gipfel auf. Toller Aufstieg :-)

Oben war es sehr windig, deswegen gingen wir gleich weiter und suchten uns für die Pause weiter unten ein gemütliches Plätzchen unter einer Fichte, wo wir zwar keine Aussicht, dafür aber keinen Wind und sogar etwas Sonne hatten.

Für den Abstieg nahmen wir den Normalweg durch die Schlucht, der teilweise noch erstaunlich eisig war. Der Rückweg über den Weinberg war dann superanstrengend, so viel Bergsteigen sind wir wirklich nicht mehr gewöhnt ;-)

Tolle Tour! :-)))
(Zur ‘Belohnung’ gab es für uns beide einen voll gruseligen Wadl-Muskelkater und für den besten Allgäuer, der um seine Hand zu schonen, ohne Stöcke abgestiegen war, auch noch einen echt heftigen Oberschenkel-Kater. Yay!)


Start zum Weinberg


Schöne Aussicht vom Weinberg


Wegsuche im Steilwald


Auf unbekanntem Pfad


Weglos im Gras


Hier nicht! (drunter ein Abbruch)


Im Normalweg


Grüntenblick


Abstieg


Am Weinberg

Von engel am 07.04.2021 12:54 • outdoorberg(0) Kommentare

Sonntag, 04.04.2021: Endlich Skitour!

Mittwoch, April 07, 2021

Endlich war es so weit: der Schnee fror nachts wieder durch. Ostersonntag ist natürlich nicht der ideale Tag für eine Skitour, aber irgendwann muss man (also: der beste Allgäuer) ja mal damit anfangen, vor allem wenn es so spät im Jahr ist.

Wir starteten relativ früh ins Kleine Walstertal. Ich hatte schon erwartet, dass da viel los sein würde (wie soll es auch anders sein, wenn keiner woanders hin darf), aber dass wir nur gerade so noch einen Parkplatz bekommen würden, das war schon ein wenig erstaunlich. Wir starteten also fast in einem Pulk zur Bärguntalpe. Glücklicherweise verlief sich das dann bald etwas.

Der Schnee war natürlich hart gefroren und eisig. Wir legten deswegen Harscheisen an, als wir am Sommerweg ankamen und das war nicht verkehrt. Im Bach war es nicht ganz einfach, auf dem eigentlichen Sommerweg war es dann aber ganz gut zu gehen. Im Kessel kam natürlich Wind auf und der war wirklich kalt. Der Anstieg zur Querung war dann auch eishart gefroren und die Querung erforderte konzentriertes Gehen (andere schnallten die Ski ab). Erst danach wurde es einfacher.

Als wir in die Sonne kamen, wurde immerhin der Schnee etwas weicher, der Wind blieb aber kalt. Wir stiegen zum Skigipfel auf (oben ging der Schnee dann schon auf und wir sahen Leute schöne Firnschwünge machen) und querten dann zum Hauptgipfel rüber. Wenn schon Berg, dann auch Gipfel :-)

Wir blieben nicht lang oben. Es war voll und es hatte einen kalten Wind. Für die Abfahrt zum Skigipfel zurück zu gehen wäre schlau gewesen, aber wir dachten, die Sonne im direkten Gipfelhang hätte auch schon ihre Arbeit getan. Dem war aber absolut nicht so, die Abfahrt war bis zur Hälfte in den Kessel hart und bollig und ausgesprochen unschön zu fahren. Danach war es teilweise weicher und OK, teilweise aber noch immer bockhart und natürlich sah man dem Schnee nicht an, was einen erwartete. Erst ganz unten fanden wir einen kurzen Firnhang, der immerhin war sehr schön. Wir machten im warmen Kessel erst mal gründlich Pause.

Die restliche Abfahrt war auch gemischt. Nach 2 letzten Firnkurven wurde es nach der Wasserfallquerung sehr hart und eisig, aber nach der Querung rüber zum Hang mit den Büschen gab es nochmal ein paar nette Slalomkurven im Firn um die Büsche im Hang. Frühjahr halt.

Aber immerhin eine Skitour. Der beste Allgäuer durfte feststellen, dass er noch skifahren kann und genoss es sehr, endlich mal wieder ‘richtig’ in den Bergen gewesen zu sein. Und am Ende war es trotz des Massenauflaufs in Baad doch gar nicht sooo voll.

Daheim hatte es volle Sonne auf der Terrasse und wir konnten da noch voll gemütlich Kaffee trinken und das frühe Aufstehen wegdösen. Frühjahr halt :-)


Im Bärgunttal


Im Kessel unter dem Wasserfall


Eisige Querung


Auf dem Weg zum Gipfel


Abfahrt (harte Bollen)


Firnkurven


Der letzte Hang


Rausfahren

Von engel am 07.04.2021 12:03 • outdoorski(0) Kommentare

Freitag, 02.04.2021: Sonnenschlaf

Mittwoch, April 07, 2021

Eigentlich hatten wir eine Skitour machen wollen, aber auch eigentlich war schon am Vortag klar gewesen, dass das nicht sinnvoll sein würde. Nachts Plusgrade bis 2000m und nächtlicher Regen, da würde man dann nur im weichen Schnee absaufen. Als ich in der Früh aufstand, war es genauso warm wie angesagt, also durfte der beste Allgäuer ausschlafen.

Am mittelfrühen Vormittag starteten wir also bei Sonne und Wolken zum Illertalhügel. Im Aufstieg nahmen die Wolken dann überhand und wir stellten uns schon mal auf eine eher kühle Pause ein. Am netten Plätzchen am Grat übernehmen schon wieder die Ameisen das Kommando, deswegen gingen wir gleich weiter.

Und hatten Glück: Als wir auf halbem Weg einen netten Pausenplatz gefunden hatten, kam die Sonne raus und wir konnten den ersten Sonnenschlaf der Saison halten ;-) Das war angenehm warm und sehr schön. So langsam kommen überall Blümchen und Blätter raus, das ist auch sehr schön.

Über irgendwen (leider vergessen) bin ich auf eine tolle App gestossen: BirdNET. Mit der habe ich gerade große Freude und am Illertalhügel konnte ich ein ‘Sommergoldhähnchen’ identifizieren. Leider haben wir das nur gehört (und zwar erstaunlich laut) und nicht gesehen.

Daheim hatte es dann kaum noch Sonne, deswegen gab es noch das letzte Skirennen der Saison aus der Konserve. Und Karfreitags-angemessen am Abend Kässpatzen.

Von engel am 07.04.2021 10:52 • outdoorberg(0) Kommentare

Osterurlaub Teil I

Mittwoch, April 07, 2021

Der diesjährige Osterurlaub erweist sich als ausgesprochen abwechslungsreich, was natürlich auch am Wetter liegt.

Erst waren wir im T-Shirt spazieren und sonnenbaden, dann gab es eine Skitour bei großartigem Wetter und arg mäßigem Schnee, dann eine sehr abenteuerliche Bergbesteigung und gestern noch eine total einsame Pulverschnee-Tour, bei der wir fast immer allein waren, auf den Gipfel gespurt haben, zwei einsame Kringelspuren in den Pulver gezogen haben und uns am Ende auf einer bolligen Kuhwiese mit arg dünner Auflage zurück zum Auto getastet haben.

Jetzt haben wir beide Muskelkater, Druckstellen und brauchen Pause.

Sonst gab es natürlich auch viel Gemütlichkeit und gutes Essen :-)

Von engel am 07.04.2021 09:09 • diary(0) Kommentare

Arbeitstag

Donnerstag, April 01, 2021

Nach den vielen Touren der letzten Zeit war es höchste Zeit, sich mal wieder um das normale tägliche Zeug zu kümmern. Haushalt, Wäsche, Zeug. Nervig, aber hilft ja nix. Und ein letztes Mal Einkaufen vor Ostern.

Zwischendurch hörte ich ein paar neue Podcasts Probe (geht prima bei Haushaltskram) und machte meine tägliche ‘Arbeit’. Nix Neues leider.

Als der beste Allgäuer heim kam, gab es zur Einleitung der Feiertage und des darauf folgenden Urlaubs (Also sein Urlaub, ich könnte zwar auch Urlaub beantragen, aber wozu?) erst mal Würstel auf der Terrasse. Fängt gut an, der Urlaub :-)

Wir schmiedeten auch Skitourenpläne, aber mit dem angesagten nächtlichen Regen und den zu erwartenden nächtlichen Plustemperaturen bis 2000m müssen die wohl noch ein wenig warten ...

Von engel am 01.04.2021 23:00 • diary(0) Kommentare

Absolut nicht!

Mittwoch, März 31, 2021

Das mit dem inneren Wecker klappt inzwischen ganz gut. Ich wachte um 20 vor Fünf auf und konnte den besten Allgäuer so ungestört weiterschlafen lassen. Nach Kaffee und Frühstück packte ich meinen diesmal ganz schön schweren Rucksack (Steigeisen, Klettersteigset, Gurt, Helm, Eisbeil und das ganze andere Skitourenzeug) und fuhr nach Waltenhofen. Die S. kam kurz drauf und wir fuhren ins Kleine Walsertal (naja, wohin auch sonst?).

Wir starteten mit wenigen Anderen ins Wildental und bogen diesmal an der Unteren Fluchtalpe links ab. Der Weg über den Wasserfall war bestimmt glatt und hart, vielleicht liesse sich da besser laufen. Erst mal das auch so. Im Wald war gerade noch genug Schnee, um bequem auf dem Sommerweg aufzusteigen und er war angenehm aufgeweicht (bis auf die eine Stelle, wo ich dachte, ganz schlau eine Latsche zu umgehen und im harten Steilhang landete).

Nach der Oberen Fluchtalpe folgte die Querung ins Ochsenloch und das war dann nicht mehr ganz so toll, weil der Schnee dort hart war und der Hang recht steil ist. Wir legten Harscheisen an. Nach der Querung der Lawine vom Vortag mussten wir dann den richtig steilen harten Hang hoch und dazu waren ein paar Spitzkehren im Steilen nötig. Yay, das war super, das kann ich echt gut :/

Kurz vorm Ochsenloch dachte ich dann, der harte Schnee sei vorbei und schlug vor, die Harscheisen wieder abzulegen. Das hielt dann etwa 5 Minuten, dann legten wir sie wieder an, denn es blieb hart. Der Anstieg in die Scharte zwischen den Schafalpenköpfen zog sich dann ganz schön hin (das ist aber auch weiter, als es von unten aussieht).

Oben waren 2 schon da und machten Pause in der Sonne und unsere direkten Vorgeher rüsten gerade auf. Helm, Gurt, Set, Steigeisen. Die wollte also auch auf den Mittleren Schafalpenkopf wie wir. Der Vorsatz erstarb allerdings kläglich, als wir den ersten Blick auf den Einstieg warfen.

Da hätte man ungesichert über eine halb abgebrochene Wechte über einem Steilhang krabbeln müssen, die voll in der Sonne lag (und da muss man dann ja eine Stunde später wieder zurück). Das war nichts für meinereine. Die S. wollte auch nicht. (Puh!) Wir schauten den beiden Jungs zu und es sah genauso unangenehm aus, wie ich mir vorgestellt hatte. Die Wechte hielt aber erst mal und sie fielen nicht vor unseren Augen in die Tiefe.

Wir machten eine Weile Pause und fuhren dann ab. Im Ochsenloch war nordseitig wie erhofft noch Pulver, aber er war natürlich total zerfahren. Die S. sauste da total unbeeindruckt drüber weg, aber ich tue mir mit so ‘ungleichem’ Schnee (noch, hoffe ich) total schwer und stöpselte da ziemlich ungeschickt runter. Na, egal, 3 halb vernünftige Kurven bekam ich auch hin ;-)

Wir fuhren über den Wasserfall ab. Vor der kurzen Steigung war es so weich, dass mein schöner Plan, da nach einer schnellen Kurve mit Schwung hoch zu sausen, total schief ging. Ich brach bei der Kurve ein, kam kaum rum und verlor allen Schwung. Hochtreppeln ist echt doof. Die Abfahrt über den Wasserfall war dann oben grad noch OK, in der Mitte hart und unten schon weich. Wenn man da von der ‘Piste’ abkam, brach man oft schon durch.

Das war auch ohne den Klettersteig eine schöne Tour und es war sogar nochmal ein neuer ‘Gipfel’, denn in dieser Scharte des Ochsenlochs war ich noch nicht.

Daheim gab es erst was zu Essen, dann lernte ich noch ein wenig (neues Thema gefunden, voll spannend). Als der beste Allgäuer heim kam, war noch gut Zeit für Kaffe und Sonne auf der Terrasse :-)


Start ins Wildental


Bequemer Aufstieg über den Sommerweg (S.)


Lawinenquerung


Das Ochsenloch


Anstieg zur Scharte


Die letzten Meter (S.)


Querung zum Klettersteig


Wir queren in den pulvrigen Teil


Abfahrt


Auch Abfahrt


Mühsames Hochtreppeln


Ausfahrt aus dem Wildental


Rückblick

Von engel am 31.03.2021 23:00 • outdoorski(0) Kommentare

Kurzer Sprint

Dienstag, März 30, 2021

Nach dem frühen Aufstehen vom Montag war Aufwachen mit dem besten Allgäuer um 6 direkt wie Ausschlafen ;-)

In der Früh machte ich erst mal meine ‘Arbeit’, bis es dann wärmer geworden war und fuhr dann ins Ostertal, um schnell mal aufs Rangiswanger Horn zu gehen. Der untere Hang apert schon aus, aber es hat noch gut Schnee zum Abfahren. Der Schnee war noch unerwartet hart und weil ich den Rucksack gewechselt hatte, hatte ich keine Harscheisen dabei. Ich hoffte, im Wald nicht umdrehen zu müssen.

Die Steilstelle war tatsächlich hart und glatt, aber ich ging einfach direkt im Wald hoch, da war der Schnee weich und nass und ich hatte keine Probleme. Anders als andere. Das Rangiswanger Horn wird ja als Anfänger-Skitour gelobt, aber der steile Hang im Wald ist gar nicht sooo einfach. 2 junge Frauen drehten gerade um, als ich kam, und ein älteres Paar quälte sich sehr mühsam hoch. Die folgten mir dann in den Wald und waren bestimmt froh um meine Spur.

Oben war nicht viel los. Ich setzte mich eine Weile in die Sonne und schaute in die toll verschneiten Berge über dem inzwischen schon sehr grünen Illertal und fuhr dann wieder ab. So wirklich weich war es noch nicht geworden, die Ski ratterten ordentlich. Aber unten war es schon so warm, dass das Eis an der Einstiegstelle nun Matsch war :/

Auf dem Heimweg erledigte ich den ersten Teil des Oster-Einkaufs und machte mir dann daheim das Restgemüse vom Wochenende in der Pfanne. Danach war ich zwar etwas müde, aber mit Kaffee-Unterstützung konnte ich meiner Lektion folgen, bis der beste Allgäuer heim kam und wir uns gemeinsam auf die Terrasse setzten.

Später bastelten wir noch aus alten Fellen Felle für seine neuen Minis. Meine kommen demnächst dran.


Der Einstiegshang


Endlich Sonne!


Der Gipfel ist fast leer


Bergblick :-)

Von engel am 30.03.2021 23:00 • diary(0) Kommentare

Schattenhang

Montag, März 29, 2021

Ich nahm mir fest vor, vor Fünf aufzuwachen, um den besten Allgäuer nicht eine Stunde zu früh zu wecken (den nimmt die Zeitumstellung immer ein wenig mit) und das klappte: um dreiviertel Fünf wachte ich auf. Ich übe das seit ein paar Wochen und staune ein wenig, dass das tatsächlich zu klappen scheint. Tagsüber ist mein Zeitgefühl nämlich nicht besonders gut, warum sollte das nachts funktionieren.

Nach dem Frühstück sauste ich nach Baad, wo trotz der Stunde früher schon einiges los war. Beim Losgehen war der Schnee wie erwartet gefroren. Aber das Wetter war super und der Widderstein sah großartig aus, das würde schon werden!

Der mir bekannte Weg zum Karlstor führt über den Sommerweg zum Bärenkopf, aber die Spur führte direkt in den Bachlauf hinein. Das war bislang nie möglich, weil da so oft riesige Lawinen drin liegen, und es war total angenehm zu gehen. Sonst muss man elendslang quer den Hang am Bach entlang hatschen, im Bachbett dagegen hat man immer wieder ein anderes Bein oben, das ist viel bequemer. Dafür ist es zwischendurch steil und rutschig war es wegen des harten Schnees auch, aber das war echt gut.

Der lange Hang zum Karlstor war tatsächlich nicht eisig. Es hätte sich sogar auch Pulverschnee gefunden, aber der Hang war unglaublich zerfahren. Nicht grad Piste, aber schon kurz davor (meine Vorstellung, da noch ein paar schöne Pulverschnee-Kurven hinzukriegen, löste sich direkt auf). Immerhin war es da meistens ganz gut zu gehen, auch wenn kleine Treibschnee-Kügelchen die Steilstellen manchmal rutschig machten.

Insgesamt waren mit mir 4 Leute unterwegs. 2 waren vor mir und 2 überholten mich im Steilhang. Oben gingen alle die schmale steile Rinne, von der aus man ins Gemsteltal abfahren kann, hoch. Und dann querten sie doch rüber zur breiten Scharte. Ich ging gleich außenrum.

Oben war mir nicht nach Pause (irgendwas rumorte in meinem Bauch rum), deswegen sah ich mich nur gründlich um und fuhr dann gleich wieder ab. Oben fand ich noch Schnee für ein paar halbwegs okaye Kurven, dann war Schluss mit okay. Ich brauchte nicht grad Stemmbogen, setzte aber doch lieber bei jeder Kurve um, um bei dem steilen Hang ohne allzu viel Druck schnell ums Eck zu kommen und nicht allzu schnell zu werden. Kann man machen, war aber halt nicht die Abfahrtsfreude, die ich mir erhofft hatte.

Weiter unten querte ich links raus, weil der Schnee da besser aussah. Aber da kommt Nachmittags Sonne rein, deswegen war das eine schöne Mischung aus Bruchharsch und hartem Pulver, garniert mit alten Spuren. Dann doch lieber Bachbett, da war alles noch gleich hart gefroren ;-)

Trotzdem: prima Tour in absolut großartiger Umgebung :-)

Daheim war ich dann ganz schön kaputt. Wenn die Abfahrt auch Arbeit ist, wird so eine Tour gleich viel anstrengender! Aber unter der Woche habe ich ja die ‘Pflicht’, irgendwas zu tun und so beschäftigte ich mich weiter mit der Lektion, die ich gerade in der Pipeline habe. War dann auch so interessant, dass ich wieder wach wurde. Der Kaffee half natürlich auch ;-)

Die Zeitumstellung hat selbst für den besten Allgäuer was Gutes. Als er heim kam, konnten wir auf der Terrasse Kaffee trinken :-)


Widderstein im frühen Licht


Wechsel ins Bachbett


Im Bachbett mit Blick aufs Ziel


Der lange Hang zum Karlstor


Blick auf Güntlespitze und Grünhorn


In der Mitte der Liechelkopf


Abfahrt


Rückblick


Ganz unten 5 Firnkurven :-)

Von engel am 29.03.2021 23:00 • outdoorski(0) Kommentare

Mini-Umbau

Sonntag, März 28, 2021

Am Freitag gab es endlich das Essen, wegen dem wir die Heissluftfritteuse gekauft hatten: Fischstäbchen mit Pommes (naja, nicht wirklich, aber irgendwie auch schon). Voll gut, yay! Also das Teil wird sicherlich noch oft genutzt werden und man kann sicherlich auch ‘gesünderes’ Zeug damit machen ;-)

Den regnerischen Samstag verbrachten wir daheim. Erst mal gemütlich mit Dingen, TV-Sport und K&K (Apfelkuchen vom Montag), dann im Keller, wo der beste Allgäuer die uralten Silvretta 404 Bindungen, die ich Second-Hand erwischt hatte, auf die ganz neuen Minis (die ja gar nicht so mini sind) montierte. Die Bindungen sind (auch) für Bergstiefel konzipiert, damit steht lustigen Frühjahrstouren nun nichts mehr im Weg (es steht ja zu erwarten, dass wir dann noch immer ‘nur’ bei uns rum was tun dürfen). OK, es fehlt fast nichts, Felle wären nicht schlecht.

Sonntag war noch immer nicht alles wie es sein soll, aber immerhin war das Wetter schön. Wir spazierten im totalen Frühlings-Outfit (T-Shirt, kurze Hose) über den Illertalhügel und machten 2 laaaange Pausen in der Sonne auf den Liegematten. Das war sehr schön. Dass es Nachmittags dann auf der Terrasse auch noch warm und nett war, liegt natürlich an der Zeitumstellung, die ich erfreut begrüßt habe und der beste Allgäuer grummelig zur Kenntnis genommen hat ;-)

Von engel am 28.03.2021 23:00 • outdoorberg(0) Kommentare
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