Der beste Allgäuer fühlte sich nicht so gut, deswegen nutzte ich das schöne Wetter (nur in den Bergen) an meinem vorletzten Frei-Tag ausnahmsweise allein. Und wenn ich allein unterwegs bin, dann auf jeden Fall mit Skiern, wenn irgendwie möglich.
Ich kam sehr spät weg, deswegen war Parken in Grän bei den Jöchle-Liften nicht ganz einfach. Am Ende bekam ich einen etwas seltsamen Parkplatz neben einem Bus, wo jemand für viele Leute Semmeln aufschnitt und Würstel aufwärmte.
Der Aufstieg über die Forststraße auf dem Rücken neben dem unteren Lift (Schachenlift) war etwas herausfordernd, weil da wirklich wenig Schnee lag. Ich hatte die Mountain Waves genommen, weil die schmaler (besser auf Piste) und älter (eh schon verschrammter) sind, aber natürlich wollte ich trotzdem weder die Felle killen, noch die Ski mehr als nötig stressen, deswegen war es manchmal nicht ganz einfach, einen vernünftigen Weg zu finden. Denn Abschnallen wollte ich vermeiden, was dann auch gelang ;-)
Nach dem kleinen Hügel (wo die Abfahrt dank wenig Schnee einigermaßen anspruchsvoll war) hatte es meistens eine Unterlage unter dem Neuschnee und war besser zu gehen. Insgesamt sah es überall wunderbar winterlich aus.
Natürlich war ich nirgendwo allein, aber es hatte nicht allzu viele Skitourer unterwegs. Vielleicht auch wegen der Temperaturen: ich war bei –11 Grad gegen Mittag gestartet und es wurde eher kälter als wärmer. In der Sonne war es allerdings ganz gut aushaltbar und ich brauchte nicht mal Handschuhe.
Bis auf eine Stelle, wo der Schnee am Sommerweg ganz einfach komplett weg war, war der Aufstieg sehr OK und ich erreichte die Piste vor dem Jöchle problemlos.
Auf der Piste war nicht viel los, was daran lag, dass sie eigentlich gesperrt war, wie ich oben feststellte. Es hatte allerdings eine Lücke in der Absperrung, ob nun freundlicherweise für die Skitourer oder doch eher für die Angestellten, die da mit Skidoos durchsausten, ist ja egal. An der Bergstation der Bahn war es jedenfalls ordentlich voll.
Ich ging auf dem Winterweg weiter Richtung Gamskopf, aber da war es dann windig, was zusammen mit den Temperaturen trotz Sonne recht kühl war. Ich ließ es deswegen am Tirolerhut gut sein, weil es da ein schön sonniges, fast windstilles Plätzchen für mich allein hatte.
Die Abfahrt war dann eher so mittel. Oben hatte es schönen Schnee, auf der gesperrten Piste war es dann abwechselnd eisig (blankes Eis, über das nur Abrutschen möglich war), es schauten Erde, Gras und Steine raus oder ich musste durch Schneekanonen-Schnee durchfahren (Brrrr!).
Was ich ja schon bei der Krinnenspitze-Skitour festgestellt hatte: ich habe zu wenig Skifahrübung. Selbst auf der Piste fiel es mir schwer, eine vernünftige Druckverteilung hinzukriegen (naja, mit Tourenskiern auf Eis oder Steinen ist auch nicht einfach) und meine Oberschenkel jammerten nach jeweils 5 Schwüngen erbärmlich. Aber besser als Absteigen ist es allemal ;-)
War trotzdem eine schöne Tour :-)

Sehr wenig Schnee auf dem Sommerweg

Immerhin sieht es schön winterlich aus

Sonnige Pause im Wald

Die Tannheimer Berge hinter der Gessewang-Alpe

Blick Richtung Ziel

Irgendwann muss ich doch tragen

Wenig los auf der Talabfahrt (weil eigentlich gesperrt)

Schöne Pause am Tirolerhut

Abfahrt
Nach dem Allgäuer-Familien-Fest fuhren wir unsere Übernachtungsgäste (Bruder + Freundin) zurück nach Sonthofen. Nach dem nächtlichen Schneeeinbruch waren die Winterdienste noch nicht so recht mit Aufräumen nachgekommen und auf der Schnellstraße hatte es festgefahrenen Schnee, deswegen war ich sehr vorsichtig unterwegs. Zurecht, denn auf der Heimfahrt war die Gegenfahrbahn wegen eines Unfalls gesperrt.
Nachdem wir die beiden abgeliefert hatten, fuhren wir nach Weiher und gingen eine Runde im Schnee über den Illertalhügel. Viel Schnee war es nicht, aber es war sehr kalt und sah wunderbar winterlich aus.
Wir gingen über die Nordseite hoch, zum Gipfel, machten eine kurze Teepause am Grat und bogen danach wieder auf die Nordseite ab. Schnee macht alles viel anstrengender und man ist deutlich langsamer, wie uns die Park-App deutlich zeigte, denn kurz bevor wir wieder am Auto waren, bongte sie Parkzeitende. Ohne Schnee kommen wir auch mit einer langen Sonnenpause vor dem Parkzeitende zurück. Schöne Winterrunde :-)

Start mit leichtem Schneefall

Yay! Schnee!

Winter :-)

Winteranstieg

Eigene Spur machen :-)

Gipfel

Übergang

Abstieg (viel Schnee ist es nicht)
Nach langem Ausschlafen (für mich: bis 8!) gab es am frühen Nachmittag einen Kurzspaziergang auf den Fernsehturmhügel. Wegen eisigem Wind gingen wir nur bis zum Kreuz und dann direkt wieder runter.
Natürlich war es noch immer glatt, deswegen nahm der beste Allgäuer Schuhketten. Ich ging ohne, denn im letzten Jahr war das ja auch gegangen. War auch so :-)





Für den erneut super-sonnig angesagten Sonntag hatten wir uns den Berg mit Leiter vorgenommen. Wir kamen in der Früh nicht so recht los, deswegen war es schon relativ spät, als wir den Kangoo in Gunzesried abstellten. Den üblichen kühlen Talwind hatte es trotzdem.
Nachdem wir den letzten Hof passiert hatten (die Straße dorthin war eisig), wurde es schnell wärmer. Angesichts der Zeit und weil es in der Sonne so schön warm war, entschieden wir uns gegen den Steineberg und wollten stattdessen zum Bärenkopf, wo wir uns Hoffnungen auf eine sonnige Pause machten.
Wir gingen auf der Straße bis zur Vorderen Krumbach und bogen dann auf den Direktweg zum Bärenköpfle ab. Vor dem Übergang zum Gipfelkreuz gingen wir so lang nach rechts, bis wir am Ende der Baumreihe noch einen bequemen, sonnigen Platz fanden. Wir waren natürlich nicht allein da oben.
Nach einer langen Pause mit nur wenig (aber kühlem) Wind gingen wir zum höchsten Punkt vom Bärenköpfle, wo wir tatsächlich noch nie gewesen waren, und stiegen dann über den Grat im Wald zum Querweg zum Gipfelkreuz ab. Minirunde, aber nett und neu ;-)
Am Kreuz war natürlich einiges los. Wir nahmen den Direktabstieg zur Straße und stiegen von der Vorderen Krumbach direkt über die Wiese an und dann auf dem normalen Weg zurück nach Gunzesried.

Nach dem kühlen Start wird es warm

Sonnen-Anstieg

Im T-Shirt unterwegs

Ein vorwitziger Schusternagel!

Blick ins kühle Tal

Auf der Suche nach einem bequemen Sonnenplatz

Am Gipfelkreuz

Abstieg
Eigentlich wollten wir vor allem dem Bruder des besten Allgäuers noch vor dem Familienessen im neuen Jahr das coole Weihnachtsgeschenk überbringen, das der beste Allgäuer gemacht hatte. Aber wenn wir schon nach Sonthofen fahren, dann bietet sich eine Verbindung mit einer Tour natürlich an :-)
Da der Treffzeitpunkt recht spät lag, legten wir uns daheim erst mal hinter der Wohnzimmerscheibe in die Sonne und starteten erst gegen Mittag. Eine so späte Tour machen wir selten.
Wir stiegen auf der Südseite in der Sonne auf den Illertalhügel und machten auf der Sonnenwiese eine lange Pause (eine gute Stunde), was anfangs sehr schön warm war, mit der Zeit dann nicht mehr ganz so ;-)
Nach der Pause gingen wir noch rüber zum Gipfel und stiegen dann in Abendsonne durch den Buchenwald (Blätter am Boden natürlich) auf der Nord(-west)-Seite ab. Das war ausgesprochen schön :-)







Nach der weihnachtlichen Fresserei (so besonders schlimm war es gar nicht ;-)) nutzten wir den zweiten Weihnachtsfeiertag zu einer Runde über den Illertalhügel.
Daheim war es neblig und kalt gewesen, und entgegen aller Erwartungen war es auch in Weiher kalt mit Nebelresten und einigen sonnigen Abschnitten. Da es nicht viel Sonne hatte, gingen wir mal wieder über die Nordseite zum Gipfel.
Der obere Teil vom Rottachberg war netterweise in der Sonne, deswegen konnten wir eine schöne Pause auf der Südseitenwiese machen. So ganz richtig warm war es aber nicht. Abstieg über den Pavillon.




Nach einem arbeitsreichen Samstag im Nebel, wollten wir am Sonntag raus. Laut Wetterfröschen sollte es weiter oben Sonne geben.
Das war auch so. Kurz vor Immenstadt lichtete sich der Nebel und wir konnten den Kangoo in der Sonne in Weiher abstellen.
Über den Rottachberg gingen wir natürlich auf der Sonnenseite :-) Den Gipfel ließen wir aus, weil abends das vorgezogene Papa-Geburtstagsessen stattfinden sollte. Eine schöne Pause in der Sonne gönnten wir uns aber trotzdem.




Da der Dienstag schön werden sollte, hatt eich noch mal versucht, die Sache mit den mehreren Gleittage endlich ins Rollen zu bringen. Vergeblich und mit endgültig abschlägigem Bescheid. Daher nahm ich noch mal einen der letzten Urlaubstage, die ich ‘zum Spielen’ einzeln beantragt hatte.Eigentlich hatten wir Vorsaisonskifahren gehen wollen, um mal wieder zu üben. Aber es sollte 16 Grad am Berg haben! Wir planten um und parkten den Kangoo in Berg.
Unten war es erst mal noch frostig, aber das legte sich im Anstieg ohne Wind und in der Sonne schnell. Wir waren bald in T-Shirts und kurzen Hosen unterwegs :-)
Es hatte natürlich Schnee, aber von den Mengen, die die Skitour vor anderthalb Wochen ermöglicht hatte, war auf der Südseite nur noch wenig übrig geblieben. Und da wo im Schatten noch Schnee lag, hatte es eine gute Spur.
Es war nicht viel los, so unter der Woche vor Weihnachten. Den Gipfel mussten wir uns nur mit 2 Leuten teilen (die hatten wir im Aufstieg mehrfach getroffen).
Im Abstieg gab es kurz vor dem Talschatten noch eine schöne Sonnenpause. Die war allerdings nur so mittelbequem, denn die üblichen Stellen, wo wir gern Pause machen, lagen allesamt im Schatten. Im Dezember steht die Sonne einfach verdammt tief.
Schöne Alternativtour zum Skifahren.

Start bei wenig Schnee und Sonne

Zwischendurch hat es etwas Schnee

Winterliche Aussicht bei sommerlicher Kleidung

Auf den letzten Metern

Kurz vorm Kreuz

Gipfelbild

Abstieg

Im Talschatten
Es hatte die Woche über geregnet, bzw. in den Bergen geschneit. Mit viel Zeit auf dem Arbeitskonto machte ich mich dran, nun doch hoffentlich endlich die gewünschten mehreren Gleittage zu bekommen, scheiterte am Ende aber leider. Dann halt ein Urlaubstag für den wunderschön und eiskalt angesagten Freitag.
Ich hatte also frei und es hatte (für November) viel Schnee und der beste Allgäuer hatte die Tourenski vorbereitet. Alles war angerichtet, für die erste Skitour der Saison, mit Spannung erwartet, weil wir ja in der letzten Saison keine einzige Skitour hinbekommen hatten.
Wir parkten an der Krinnenspitzebahn, natürlich im Schatten, rödelten uns bibbernd (-11 Grad, das war ja niemand gewohnt) auf und gingen dann los. Natürlich waren wir nicht die Einzigen (es hatte etwa 10 Autos) und die Piste wies schon viele Abfahrtsspuren auf. Der Tag vorher war ja auch schon schön gewesen. Aber der Schnee war super, es hatte eine Unterlage und eine Spur :-)
Die Spur führte uns erst mal die Skipiste hinauf, bis wir an die zweite Kehre der Forststraße kamen, und bog dann nach rechts von der Piste auf den (einen?) Sommerweg ab. Der führte uns sehr nett durch den Wald bis fast zur Krinnenalpe, wo wir auf dem weiten Almgelände zum oberen Lift und dann weiter auf der Forststraße, die wir sonst radeln, in Richtung Nesselwängler Edenalpe gingen. Hier hatte es leider einen sehr kalten Wind.
Kurz vor der Bank teilte sich die Spur. Die untere führte auf der Forststraße weiter, die linke einen kleinen Buckel hinauf. Ich plädierte für links, denn die Forststraße war langweilig. So kamen wir immerhin schnell aus dem Wind heraus und kamen dann auf einem uns bislang unbekannten Buckel auch endlich - mit Blick auf den Litnisschrofen - in die Sonne :-)
Die Spur führte noch ein Stück geradeaus und dann leicht abfallend in den Wald auf der Südseite. Man hätte (mit Fellen: mühsam) zur Forststraße abfahren können, was ein paar Leute auch gemacht hatten, aber die Spur sah eigentlich ganz gut aus. Wir folgten, was ein Stück weit ganz gut ging und dann an einer zu querenden Latsche endete, unter der der Sommerweg lag. War halt doch noch recht wenig Schnee.
Verschiedene Leute waren die Latsche einfach mit Skiern abgerutscht, aber das traute ich mich nicht. Der Beste Allgäuer zog ebenfalls die Ski aus und wir wurschtelten uns irgendwie durch die Latsche. Die beiden Männer, die nach uns kamen, rutschten einfach die Latsche runter und sausten weiter. Ich wäre da aber garantiert saublöd hingefallen!
Nun waren wir aber auf dem Sommerweg. Wir machten an der nächsten Lichtung Pause in der Sonne (es war unerwartet warm, obwohl der Schnee noch pulvrig war) und stiegen dann, der Spur folgend, auf der linken Seite der großen Rinne zum Gipfel hinauf. Das war eigentlich nicht weit, zog sich aber wie immer etwas hin.
Oben war weniger los als erwartet und es hatte freundlicherweise kaum Wind. Wir konnten eine schöne lange Pause machen.
Wir hatten schon im Aufstieg geschaut, wo wir wohl am besten abfahren können würden. Wie nicht anders zu erwarten, war das in der Rinne, wo es den meisten Schnee hineingeblasen hatte. Außen herum sah es zwar nach einer geschlossenen Schneedecke aus, aber man sah in den Skispuren immer wieder Gras herausschauen. In der Rinne hatte es aber natürlich die meisten Spuren.
Schon auf den ersten Metern oben war klar: Null Übung! Das ging alles nicht so einfach, gut ooder schwungvoll wie erwartet. Und schon nach ein paar Kurven merkten wir brutal die Oberschenkel!
Aber all diesen ‘Problemen’ zum Trotz kamen wir natürlich gut runter, auch wenn es sich nicht ganz wie Tiefschneeschweben anfühlte ;-) Auf der Sonnenseite der Rinne war der Schnee schon relativ schwer, auf der fast-noch-Schattenseite hatte es aber noch guten Pulver.
Wir fuhren die Rinne bis zur Piste ab und fellten dort wieder auf. Bis zur Nesselwängler Edenalpe ging es nur leicht hinauf, das hätte man auch (mühsam) schieben können. Wir nahmen vor der Alpe noch den kleinen Aufstieg zu dem sonnigen Buckel mit, über den wir gekommen waren, und rüsteten dort wieder zur Abfahrt. Auf den ersten Metern fand sich dann tatsöächlich noch ein kleines, fast unzerfahrenes Stück Tiefschnee, wo mir 5 schöne Kurven gelangen. Mit Beineweh, aber immerhin ;-)
Die restliche Abfahrt lag im Schatten und war ganz OK. Natürlich war es überall schon sehr zerfahren, aber die Piste war schön glatt und hielt keine verborgenen Überraschungen bereit.
Das war eine sehr schöne und doch ganz schön anstrengende Skitour. Im November :-)

Start am Parkplatz

Aufstieg auf der Piste

Auf dem Sommerweg

Anstieg auf dem Sommerweg

Pistenanstieg mit Aussicht

Sonne und Litnisschrofen in Sicht

Endlich Sonne!

Wir wurschteln und durch den Wald

Latschenhindernis

Südseitenanstieg

Gipfel in Sicht!

Auf den letzten Metern

Am Gipfel

Spuren in der Rinne

Abfahrt

Abfahrt

Gegenanstieg

Abfahrt
Es hatte ein wenig geschneit und sollte zumindest den halben Tag lang sonnig sein, genau richtig für eine Runde über den Illertalhügel.
Bei uns waren nur ein paar Zentimeter Schnee gelegen, deswegen waren wir einigermaßen erstaunt, als der Schnee Richtung Berge immer mehr wurde und dann am Parkplatz lockere 15 Zentimeter Pulver lagen. Die Crocs als Autoschuhe zu nehmen, war eine eher so mittelgute Idee gewesen ;-)
So war es aber schön winterlich :-) Wir stiegen auf der Südseite und über den Grat auf und gingen über die Südseite wieder runter. Am Gipfel war es zugig, deswegen machten wir auf der Südseite unterhalb des Waldes Pause.
Das war eine schöne Winter-Einstimmungstour :-)

Winterlicher Grünten

Schneestapfen :-)

Winterwald

Winterwald

Wintergipfel

Zurück in der eigenen Spur