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Weil im Garten die ersten Hexenröhrlinge aufgetaucht waren und das Wetter eher solala war, hatten wir beschlossen, nochmal unser Glück mit Pilzen zu versuchen. Ausserdem wollte ich spazieren gehen, ich muss dringend laufen üben.

Wir fuhren zu einem der üblichen Krank- oder Kurzspaziergang-Parkplätze (wo es erstaunlich voll war) und spazierten auf dem Forstweg los. Ich hatte angesichts des zu erwartenden möglicherweise schwierigen Geländes Bergstiefel angezogen, aber mit denen konnte ich auf dem Forstweg nicht gut gehen. Es fühlte sich an, als hätte ich Klumpfüsse. An der ersten Gelegenheit bogen wir rechts in den Wald ab. Der sah erst recht leer aus, aber schon nach wenigen Metern stolperte ich über 2 Steinpilze, einer leider von einem MTB zerfahren. Ich wollte gerade stolz meinen Fund verkünden, als von schräg links unten auch ein Steinpilzfund verkündet wurde :-)

Wir arbeiten uns durch dieses erste kleine Waldstück und fanden nicht allzu viele aber viele unterschiedliche Pilze. Parasole, Maronen, Pfifferlinge, Täublinge. Das Gehen im teils doch recht steilen und unwegsamen Gelände war anspruchsvoll, zumal ich - wir waren ja eigentlich noch auf dem ‘Hochweg’ - ohne Stöcke ging. Immerhin waren aber in dem Gelände die Stiefel genau richtig und tauglich.

Nach dem kleinen Waldstück gingen wir auf dem normalen Weg weiter, aber da stellte sich dann heraus, dass der Wald, durch den man da geht, Pilz-unfreundlich ist. Viel Gestrüpp und Unterholz und man kann viel seltener rechts und links vom Weg weg, als wir gedacht hatten. Dafür gibt es da Parasole.

Wir gingen nicht ganz bis zur Burg, weil mein Bein inzwischen ganz schön gestresst war, sondern kehrten unterhalb an der ‘Bergalpe’ ein. Die ist total nett mit Steichelzoo und freilaufenden Hühnern (die mögen Anfassen nicht besonders, rennen aber auch nicht gleich weg - Hühner sind total fluffig und weich, kann ich berichten) und es gab ausgezeichneten Zupfkuchen.

Der Rückweg zog sich dann ein wenig, mein Bein war am Ende wirklich sehr motzig. Wir kamen ziemlich genau mit einem heftigen Gewitter am Auto an, das passte gut :-)

Aus den Parasol-Schirmen machte der beste Allgäuer von Allen am Abend ‘Parasol-Schnitzel’. Das war gut, das machen wir nochmal, dann aber mit einer weniger ‘geschmackigen’ Beilage.


Der erste Fund


Parasol


Auf dem Rückweg


Parasolschnitzel

Von engel am 20.08.2019 11:10 • outdoorsonst(0) Kommentare

Gemischtes Wochenende

Sonntag, August 11, 2019

Freitag war noch wunderschön und warm (genau genommen heiß) und wir nutzten den Abend, um das letzte eingefrorene Grillfleisch der Verwertung zuzuführen. Das war wieder sehr nett und angenehm.

Der Samstag war regnerisch angekündigt, sollte aber irgendwann besser werden. Ich hatte erst einen Spaziergang auf den Blender vor, dann kam der beste Allgäuer von Allen auf die Idee, dass es ja vielleicht Pilze geben könnte (warm und feucht und so). Wir planten um und fuhren gegen Mittag - es sollte nun langsam besser werden - zum letztes Jahr entdeckten Pilzgebiet.

Erst kam eine Umleitung (die kannten wir), und dann eine weitere (neu), die uns über viele kleine Sträßchen mit einem Mordsumweg zum Ziel geführt hätte. Das war uns aber zu umständlich, deswegen brachen wir ab und gingen in einen Wald in der Nähe vom ehemaligen Daheim, wo wir auch schon Pilze gefunden hatten. Das war dann ... ausgesprochen unergiebig. Wir fanden genau gar keinen Pilz und wurden noch dazu ordentlich voll geregnet. Tja, kommt vor.

Der Sonntag war dafür dann viel schöner als vorher gesagt und wir machten eine schöne Mountainbike-Tour zum Brotzeitstüble mit Abstecher zum Eschacher Weiher. Den Waldtrail traute ich mich noch nicht runter, aber wir nahmen den Trail am Tennisplatz und fuhren fast bis auf den Blender - naja, bis zur Straße drüber halt, der Gipfel war mir dann doch zu steil und anstrengend.

Der Trail am Tennisplatz ist zwischendurch schon recht steil und anstrengend, aber während des Radelns ging alles einfach nur prima. Danach merkte ich dann aber schon, dass das stressig für das Knie gewesen war, beim Losradeln war es immer wieder unwillig.

Wir gönnten uns K&K im Brotzeitstüble und legten uns dann am Weiher in die Wiese, wo ich prompt erst mal einschlief. Wir gingen einmal ins Wasser (der beste Allgäuer von Allen schwamm, ich paddelte bloss rum) und radelten dann wieder heim.

Das war wieder ein richtig schönes Wochenende und es fühlte sich fast schon an wie Urlaub. Der ist aber erst nächste Woche, das war also eine schöne Einstimmung.


Waldregenspaziergang


Immerhin: ich traf einen Frosch


Auf dem Tennisplatztrail


Weiheridylle :-)

Von engel am 11.08.2019 23:00 • outdoormtbsonst

Traumwochenende :-)

Sonntag, August 04, 2019

Ein Berglein, eine fast ‘richtige’ MTB-Tour, Baden, Pfannkuchen auf der Terrasse und Grillen am Abend. Das Leben fühlt sich fast wieder normal an ;-) Denn ich hatte ja beschlossen, dass nun die Schonzeit rum ist.

Radeln ging super. Ich habe nichts anderes erwartet, das mache ich ja schon seit einer Weile, wenn auch eher im Flachen. So ein bisserl Steigung - bislang alles eher moderat - macht da keinen großen Unterschied. Ich war aber noch sehr vorsichtig mit Spitzenbelastungen und bin an manchen Stellen lieber abgestiegen als allzu hart reinzutreten.

Bergauf laufen ging auch super. Ich muss mir abgewöhnen, den rechten Fuß im Aufstieg nach innen zu drehen (das hat sich speziell im letzten Jahr eingeschlichen) und wieder lernen, das Bein am Ende des Schrittes durchzustrecken (nicht so weit, dass es schnackelt, aber so weit wie das andere halt), aber sonst fühlt sich Bergaufgehen total normal an und ich habe nicht das geringste Problem damit. Jedenfalls nicht auf den knapp 200 Höhenmetern, die wir gegangen sind, irgendwann würde wohl die Kraft ausgehen. Ich bin ohne Stöcke hoch gelaufen.

Runter laufen dagegen (mit Stöcken natürlich!): Ohweh!
Schon eher flaches Gefälle stellt mich vor Probleme, weil ich das einfach nicht laufen kann. Das Bein hat keine Ahnung, was es tun soll und deswegen klappt auch die Sequenz Aufsetzen - Abfedern - Weitergehen nicht. Ich verstehe nicht so Recht, wieso das Bein das derart verlernt hat.

Ein Grund ist sicherlich, dass ich seit Jahren nicht mehr richtig gelaufen bin und den Fuß am Ende fast immer mit der Fußspitze zuerst aufgesetzt habe (wegen der fehlenden Streckung), aber auch das klappt nicht. Ich habe die fehlenden Kreuzbänder mit in Verdacht, wegen denen weiß das Bein nicht genau, wann der Boden kommt und was da zu tun ist. Das ist aber Rumgerate mit gefählichem Halb- oder Nichtwissen.

Abgesehen davon fehlt auch einfach Kraft, was ich vor allem am Ende merkte, da waren dann alle Muskeln kaputt. Erstaunlicherweise habe ich aber keinen Muskelkater bekommen.

So als kleiner Test für den Urlaub Mitte August war das eingermaßen vielversprechend. Selbst wenn das mit dem Bergabgehen bis dahin nix wird (wovon eigentlich auszugehen ist), Biken ist auf jeden Fall drin und man könnte ja auch mal Seilbahnfahren in Betracht ziehen :-)


Blender :-)


Radeln (mit Blender im Hintergrund)

Von engel am 04.08.2019 23:00 • diaryoutdoorbergmtb

Kapf-Spaziergang

Sonntag, Juli 21, 2019

Am Freitag Vormittag kam die Nachricht, dass mein Notebook an UPS übergeben worden sei. Große Freude. Als ich allerdings nachsah, wann es bei mir ankommen würde, dann doch eher Enttäuschung: am Dienstag Nachmittag. Das war zu erwarten gewesen, es hatte auf dem Hinweg ja auch 3 Tage gebraucht, aber bei sowas bin ich scheint’s nicht rational, ich hatte auf Samstag gehofft. Naja.

Den schönen Freitag Abend nutzten wir zum Grillen. Das war sehr nett und es war sogar in der Sonne abends ganz gut auszuhalten.

Für Samstag waren Abends Gewitter angesagt, aber der Tag an sich sollte schön werden. Wir teilten uns für den Weg zum Eschacher Weiher wieder auf. Der beste Allgäuer radelte, ich nahm das Auto und spazierte oben mit einem Umweg zum Weiher. Bergauf ohne Stöcke, bergab dann doch lieber mit.

Ich ging sehr, sehr ordentlich und achtete vor allem darauf, das Bein beim Laufen hinten richtig zu strecken. Das fühlte sich einerseits irgendwie richtig an und andererseits total komisch, denn so fühlte sich das rechte Bein länger an als das linke. Was aber nicht sein kann, das wurde ja ausgemessen. Das kommt sicherlich von dem jahrelangen Rumgehumpel mit nicht-streckbarem Bein und ich muss mich da erst dran gewöhnen.

Ich ging ohne Stöcke hinauf bis zum Hohen Kapf (da hat es gerade unendlich viele Heidelbeeren - Yummie!) und drehte dort wieder um. Ich nahm Stöcke, weil es da oben gleich mal etwas steiler runter geht, und das war sehr gut. Bergab gehen ist noch immer schwierig und unangenehm. Wobei ich gar nicht sicher bin, ob das nun daran liegt, dass die Muskeln noch zu schwach sind (allerdings kann ich Treppe runter meistens schon ganz gut) oder ob mir da jetzt einfach Übung und die Rückmeldung nicht-existenter Körperteile fehlt. Wie auch immer, da ist noch deutlich Luft nach oben :/

Auf dem Weg durch den Wald Richtung Brotzeitstüble merkte ich dann schon, dass das Bein sehr müde wurde. Und auf den letzten Metern auf der Kuhweide runter zum See fing das Knie an zu schmerzen. Nicht fürchterlich, sondern eher dumpf, wie überlastet halt. Oh weh!

Unsere Ankunft am Eschacher Weiher war eine Punktlandung. Ich hatte gerade den Rucksack abgelegt und wollte das Handtuch ausbreiten, da kam der beste Allgäuer von Allen angeradelt :-)

Wir lagen eine Weile am Weiher herum und gingen einmal schwimmen. Ich hatte da eigentlich keine Lust drauf, denn es wehte ein reichlich kühler Wind, aber dem Bein war nicht wohl und da würde kühles Wasser gut tun. Ich schwamm dann auch nicht wirklich, sondern machte ein wenig Wassergymnastik. Im Wasser fühlte sich das gut an, danach war aber alles beim Alten, dem Knie war unwohl.

Der Weg hinauf zum Auto - wohlweislich mit Stöcken - ging dann aber problemlos, obwohl es da steil und uneben ist.

Daheim gab es K&K auf der Terrasse und später Bärlauch-Spaghetti. Mit Ruhe und Kühlung wurde es dem Bein langsam wieder wohler. Ich war erleichtert.

Der Sonntag begrüßte uns wie vorhergesagt mit Regen. Das war sehr OK, denn das Bein war ziemlich empfindlich und mehr Ruhe war da sicherlich gut. Ein Sonnenloch am Nachmittag nutzten wir für Pfannkuchen, sonst beschäftigten wir uns mit Musik und meinem Hörbuch-Projekt, das auf den echten Daten natürlich in Probleme lief und angepasst werden musste. Aber das wird :-)

Abends gab es ordentliches scharfes Thai-Essen. ‘Thai’ im Wesentlichen deswegen, weil die Basis eine fertige Sosse aus einem Asia-Laden ist, sonst ist ist das vor allem viel Gemüse und scharf wird es durch die eigenen Chilis. Schmeckt nie gleich aber immer gut.


Fingerhut am Weg


Der Hohe Kapf :-)

Von engel am 21.07.2019 23:00 • outdoorsonst

Der Feiertags-Mittwoch sollte strahlend schön werden. Nach dem Schlechtwettereinbruch hatte es nochmal heftig geschneit, wir entschieden uns deswegen für eine Mischung aus Bergsteigen und Skifahren: mit den Minis am Rucksack aufsteigen und dann halt runterfahren so weit es geht.

Wir parkten an der Wiedhagbahn und stiegen auf dem Wanderweg im Wald hinauf. Unten hatte es noch Schnee auf der Piste, im Wald war es nur feucht. Für die Querung der ersten Rinne mussten wir in den Wald ausweichen und ein Stück aufsteigen, weil sich ein Baum mit einer Lawine da ungeschickt quer gelegt hatte. Danach konnten wir problemlos bis zur nächsten Piste aufsteigen. Ab da war dann eine geschlossene Schneedecke.

Unten drunter war recht fester Altschnee, oben drauf lag eine Schicht Neuschnee, anfangs mit einem Harschdeckel oben drauf, später dann einfach nur weich. Die meiste Zeit ließ ich den besten Allgäuer von Allen spuren, weil Durchbrechen schlecht fürs Knie ist.

Kurz bevor wir den Grat erreichten, machten wir eine Pause und wurden vom einzigen Mitbesteiger dieses Tages dort überholt: ein Skitourengeher. Wir stapften, meistens im Schnee, am Grat jedoch auch immer wieder auf Fels, der Kühgrundspitze entgegen. Die beiden versicherten Steilstellen waren weniger problematisch, als ich befürchtet hatte, obwohl die Seile natürlich weitgehend unter dem Schnee lagen. Aber der Schnee war fest und hielt gut.

In meinem Kopf ist der Übergang von der Kühgrundspitze zum Iseler elendslang und vor dem Abstieg zwischen den Latschen zur Scharte hatte ich mich einigermaßen gegrault (ich hatte Angst vorm Einbrechen, sich so kurz vor der OP noch zu verletzten wäre schon ziemlich doof), aber das ist gar nicht so weit, wie ich dachte (wir kamen auf dem festen Schnee gut voran) und der Weg zwiscehn den Latschen war besser zu gehen als befürchtet.

Selbst den Aufstieg zum Iseler hatten wir schon deutlich anspruchsvoller erlebt, deswegen standen wir nach viel kürzerer Zeit als gedacht (nach einer guten Stunde) am Iseler und machten da die zweite Pause.

Dann wurde es lustig :-)

Wir marschierten erst mal vor bis zur Abzweigung mit dem Bänkle und legten dort die Minis an. Ich die Neuen, die ich schon am Hahnenköpfle getestet hatte, der Ralle die alten, denn wir hatten inzwischen zwar 50€ Nachlass mit Selbstreparatur ausgehandelt (der Kontakt mit dem Verkäufer war prima, er versuchte alles, eine Alternative aufzutreiben und gab uns dann den Nachlass), aber der beste Allgäuer von Allen war noch nicht dazu gekommen, die Reparatur tatsächlich durchzuführen.

Inzwischen war der Neuschnee schon total aufgeweicht, aber er hielt gut auf dem komakten Altschnee und wir konnten wirklich gut abfahren. Oben im recht steilen freien Gelände blieben wir noch gelegentlich an alten Spuren hängen, unten auf der Piste, konnten wir super fahren. Leider verdeckte der Neuschnee auch die Stellen, wo die Piste schon abgetaut war und so fuhr ich einmal über dreck udn Steind und fuhr mir direkt den ersten Kratzer in die netten neuen Minis. Meh! Aber mei, das ist das Schicksal von Tourenskiern, egal welcher Ausprägung.

Wir konnten mit einmal Abschnallen fast bis zum Auto abfahren :-)

Unten kehren wir dann noch in der Seilbahngaststätte ein un gönnten uns - Überraschung ;-) - Kaffee und Kuchen. Beides war sehr gut.

Tolle letzte Tour vor der Knie-OP!


Start am Oberjoch


Anstieg im Wald


Ausweich-Abstieg in die erste Rinne


Eingeschneite Frühlingsblumen


Steile Querung der zweiten Rinne


Sonne :-)


Anstieg zur Kühgrundspitze


Zwischendurch ist der Grat durchaus anspruchsvoll


Der Gipfel ist in Sicht


Kühgrundspitze


Weiterweg zum Iseler


Kurz vor der Scharte, den Iseler im Blick


Steilanstieg zum Iseler


Der zweite Gipfel :-)


Start zum Abfahren


Oben muss man erst mal Queren ...


.... dann wird die Abfahrt echt nett.


Die neuen Minis machen sich gut :-)


Auf den allerletzten Metern


Verdiente Belohnung :-)

Von engel am 08.07.2019 20:53 • diaryoutdoorbergski

Illersteilwand

Freitag, Juli 05, 2019

In der Früh ging es dem Bein nach der langen Runde vom Vortag wieder gut, das erleichterte mich sehr. Die letzte Therapie-Session war leider nicht mehr beim S. sondern bei der unerbittlichen zarten Therapeutin, die mir vor 2 Tagen das Bein gestreckt hatte. Diesmal gab es aber nur noch angenehme sanfte Lymphdrainage. Man kann einem Bein halt auch nur begrenzt Stress zumuten.

Ich bedankte mich bei allen und fütterte das rosa Trinkgeldschweinchen. Eigentlich hätte ich gern weiter Therapie beim S., aber das geht ja nicht. Vielleicht wird es in München ja was mit der netten Therapeutin, die meine Ellenbogen so gequält hatte. Nächste Woche hat sie Urlaub, aber dann vielleicht.

Ich nahm einen mittel-langen Rückweg, erst am Bachtelweiher vorbei und dann über Leubas ins Industriegebiet und von da auf einem immer schmaler werdenden Weglein aufs Steilufer am Illerbogen. Am Ende verschwindet der Pfad fast vollständig in der Wiese, er ist aber nach wie vor ausgeschildert. Vom Steilufer kann man kann man kaum zur Iller runter schauen, aber ich mochte den Aussichtsplatz trotzdem sehr, das war schon fast wieder eine ‘richtige’ Tour, mit Wildnis, nahezu weglosem Rumgestakse im Wald (das mit dem Gehen im Gelände, das dauert noch) und Mini-Abenteuer :-)

Das Bein schluckte alle Schwierigkeiten anstandslos (und es gab da dann doch einige, zu Fuß auf einem kurzen schmalem ausgesetzten Rücken zum Aussichtspunkt runter zum Beispiel). Daheim legte ich trotzdem erst mal ein Coolpack drauf und setzte mich dann mit Kaffee in den Schatten im Garten und las.

Am Nachmittag nahm ich den besten Allgäuer mit zum Einkaufen, denn er sollte das Bier fürs Familienfest selber aussuchen (und tragen). Später fuhr ich ihn nach Akams, weil da das Firmen-Sommerfest statt fand. Für mich gab es eine Gemüse-Pfanne mit Halloumi. Halloumi mag ich immer lieber :-)

Was schlecht war: Keine Übungen. Ich muss mich bessern!


Bachtlweiher


Verfallenes Haus am Weg zur Steilwand


Eingang zum Aussichtspunkt


Schwer zu erkennen: Tiefblick zur Iller


Mein Ghost im Wald

Von engel am 05.07.2019 23:00 • diaryKnieOPoutdoormtb

Eiskaffee

Donnerstag, Juli 04, 2019

Zum Frühstück gab es wieder Obst. Dann duschte ich und radelte zur Therapie, im Navi die geplante Route vom Vortag und Badezeug.

Diesmal war die Therapie wieder beim S. und wir unterhielten uns gut über Touren und Urlaube in fernen Ländern, während er meinen Unterschenkel malträtierte. Anscheinend ist ein Teil meines Wadl-Muskels so verhärtet, dass er (neben vielen anderen Dingen, fürchte ich) die Streckung des Bein behindert. Ich bekam gezeigt und als Hausaufgabe, den Muskel auch selbst zu massieren.

Danach war das Knie nicht wesentlich gestresst und das Wetter wunderschön, also machte ich mich auf die geplante lange Runde :-)

Ich radelte durch (und über, das war teilweise doch recht steil) mir bislang völlig unbekannte Teile von Kempten und kam etwa beim Bachtlweiher aus der Stadt raus. Von dort aus folgte ich vielen mir neuen kleinen Straßen und Fortswegen und kam kurz vorm Kempter Wald an einem Hof zu einem Schild ‘Privatweg’.

Der Hofhund war nicht begeistert, dass ich da zwischen den Gebäuden stand und bellte und knurrte mich böse an. Ich wollte grad umdrehen, da kam ein älterer Mann aus einem der Gebäude und fragte wo ich hinwollte. Ich deutet auf den Privatweg un meinte, ich hätte eigentlich da lang wollen. ‘Genehmigt.’, meinte er, also radelte ich, zur Freude des Hofhundes, der mich damit erfolgreich verbellt hatte, den Weg entlang. Das war nett, der Weg wurde nämlich immer schmaler und am Ende radelte ich auf einer Traktorspur über Wiese :-)

Danach kam ich auf weitgehend bekannten Wegen zum Dengelstein und fuhr großzügig um den Tobias herum Richtung Durach und dann zum Öschlesee. Der Plan war gewesen, dort einen Badestopp einzulegen, aber darauf hatte ich gar keine besondere Lust. Ich fuhr also weiter zur Iller, um auf dem Illerradweg heim zu fahren. An der ‘Alten Bleiche’ gönnte ich mir noch einen Eiskaffee, aber der war leider nicht annähernd so gut wie in Bad Wiessee. Dafür ist die Alte Bleiche aber toll gelegen und echt schön.

Kurz vor daheim, nach ziemlich genau 2 1/2 Stunden Benutzung, meldeten die Ohrknubbel ‘Power low’ und sagten kurz drauf ‘Power Off’. 2 1/2 Stunden finde ich OK für die Knubbel. Für die normale Nutzung reicht das locker, sie werden ja bei jedem Wegpacken in der Box neu geladen. Die Box hat angeblich 15 Stunden Hörzeit - in 2 /12 Stunden Abschnitten halt ;-)

Daheim war das Knie dann sehr angestrengt. Ich machte mir etwas zu Essen und legte ein Coolpack drauf. In Ruhe war es dann wieder zufrieden, das Knie, beim Laufen jammerte es allerdings weiterhin. Ich machte mir Sorgen, ob ich übertrieben hätte, aber genau kann man das ja erst 1-2 Tage später sagen. Ich liess jedenfalls die Übungen ausfallen ... auch die neue Massage-Übung, der Wadlmuskel schmerzte eh schon ohne Berührung.

Am Abend gab es Schwesterle-Geburtstagsessen bei der besten Mama. Das war ein sehr netter Abend da oben, allerdings war ich danach auch froh, wieder daheim zu sein, denn das Bein war echt angestrengt.


Neuer Waldweg irgendwo hinter Kempten


Rückblick vom ‘Privatweg’ auf den Hof mit dem bellenden Hund


Tiefblick zum Öschlesee


Eiskaffee

Von engel am 04.07.2019 23:00 • diaryKnieOPoutdoormtb

Echt viel geradelt

Montag, Juli 01, 2019

Nach einem gemütlichen Frühstück aus Galia-Melone und Mango und viel Lesen, machte ich erst Wäsche (ich komme inzwischen mit Wäschekorb in den Dachboden rauf und runter, wenn auch holprig mit zwischendrin abstellen) und dann meine Übungen samt Standradlerei. Letzteres aber wirklich nur kurz zum Aufwärmen.

Dann hatte ich schon wieder/immer noch Hunger und machte mir ein sehr frühes Mittagessen aus Teilen des Gemüses, das eigentlich fürs sonntägliche Thai-Essen geplant gewesen war. Dann war ich total faul und lustlos und wäre am liebsten weiterhin auf der bequemen Couch im kühlen dunklen Wohnzimmer gelegen, aber von nix kommt nix, deswegen raffte ich mich auf und bereitete die nächste Radrunde vor. Schon recht lang und natürlich mit neuen Wegen.

Das war dann recht nett und mit mehr Höhenmetern, als ich so aus der Karte rausgelesen hatte, aber das Bein radelte fast sofort rund und problemlos und ich konnte auch moderat Kraft aufwenden, ohne dass das schmerzte. Hinter mir in den Bergen war es schwarz und sah arg gewittrig aus, aber bei mir ‘draussen’ war ein nettes Sonne-Wolken-Gemisch mit leichtem Wind und es war fast angenehm. Fast, denn heiss war es trotzdem.

Ich radelte auf kleinen Straßen und Feldwegen bis Altusried und zurück nach Krugzell und bog da auf den Illerradweg ab. Gliech am Anfang kommt ein Schild ‘Illerkiesbank’ und weil der Fluß so schön grün und kalt aussah, ging ich mit meinem Rad hinunter. Die Kiesbank ist auch eine Sandbank. Das sah toll aus. Ich zog die Schuhe aus und ging bis zum Ansatz der Radlhose ins kalte Illerwasser. Toll!

Der restliche Heimweg war schnell abgeradelt und war eigentlich angenehm kühl. Uneigentlich steht aber immer der ‘Berg’ vor dem Daheim und ich kam natürlich total verschwitzt zuhause an. Ich setzte mich mit Coolpack auf dem Knie ins dunkle kühle Wohnzimmer.

Und dann war schon wieder Zeit für den Therapie-Termin. Ganz kurz überlegte ich ob ich das Auto nehmen sollte - immerhin war ich ja schon relativ viel geradelt und ich soll ja auf allerkeinsten Fall übertreiben. Dann dachte ich an die Hitze und dass man das Auto irgendwo parken muss und nahm das Rad. Was sind schon 15 Kilometer und gut 50 Höhenmeter?

Mit dem S. sprach ich darüber, was ich gemacht hatte. Der Spaziergang am Sonntag, Radeln am Samstag und heute. Das sei anscheinend alles ganz OK, denn das Knie sei nicht ungebührlich geschwollen (stimmt, und es liess sich ja auch wirklich gut beugen beim Radeln).

Er findet Radeln besser als Laufen, denn beim Laufen braucht man kaum Muskeln (Echt?) und was mir fehlt, sind Muskeln (deswegen die Übungen machen!). Ohja, das stimmt. Und so lang ich keine Muskeln habe, geht das Laufen halt auch hart aufs Gelenk, anstatt weich von den Muckis abgefangen zu werden. Ich überdenke gerade meine Spaziergang-Strategie und ob die so schlau ist.

Als ich wieder daheim war, hatte ich dann gut 40 Kilometer und gut 200 Höhenmeter gemacht. Das ist doch schon mal nicht schlecht! Und das Knie war angestrengt aber nicht beleidigt :-)

Abends warteten wir auf die angekündigten Gewitter und die versprochene Abkühlung, aber das lies alles lang auf sich warten. Erst spät in der Nacht war es so weit.

Gelesen:
- Debatten nach rechts verschieben: Eine Anleitung in 20 Schritten


Einsamer Hof irgendwo im Hinterland


Nette Wald-Abfahrt nach Altusried


Kiesbank bei Krugzell

Von engel am 01.07.2019 23:00 • diaryKnieOPoutdoormtb

Waldspaziergang

Sonntag, Juni 30, 2019

Ich erwachte wie immer sehr früh und liess den besten Allgäuer von Allen schlafen. Die Hitze-Tour am Samstag war wohl echt anstrengend gewesen (klar, ich war ja nicht dabei zum Bremsen), denn er schlief so lang, dass ich fast ohne ihn angefangen hätte, schon mal Kaffee zu trinken ;-)

Wir frühstückten dann sehr gemütlich, verdunkelten und verbarrikadierten die Wohnung und beschlossen irgendwann, zum Eschacher Weiher zu gehen. Der beste Allgäuer von Allen würde natürlich radeln, ich hatte mir eine Spazierrunde mit mäßigen Höhenmetern (ohne geht da ja nicht) rausgesucht, die ich gehen wollte. Mit Stöcken statt Krücken.

Ich parkte an der Straße (und habe da vermutlich am Stacheldraht den Clio zerkratzt) und ging dann den Forstweg Richtung Schwarzer Grat entlang. An der Abzweigung überlegte ich kurz, ob ich auch den Hohen Kapf mitnehmen sollte, weil das Gehen bis da hin so gut gegangen war, aber das ließ ich dann doch lieber bleiben, denn bisher war ich ja nur hinaufgegangen und rauf geht immer gut.

Runter nicht so, stellte ich dann gleich fest. Der erste Teil nach der Abzweigung ist etwas steiler und da verweigerte das Bein das ordentliche Gehen. Immerhin schaffte ich aber die mäßige Steigung weiter hinten ganz gut. Ich war natürlich total langsam, aber ich konnte fast alles sauber und ohne humpeln (naja, beinahe) gehen. Erst gegen Ende, kurz bevor ich am Eschacher Weiher war, wurde das Laufen wirklich anstrengend.

Der beste Allgäuer von Allen kam auch bald und wir lagen eine Weile auf der Wiese rum und schwammen ein wenig im Weiher. Der ist inzwischen wirklich warm (dem Hörensagen nach war sogar der beste Papa an diesem Tag da drin!), aber bei 30 Grad draussen ist auch warmes Wasser erfrischend ;-)

Dann radelte der beste Allgäuer von Allen zurück nach Hause und ich stakste den steilem Waldweg hinauf. Im Garten gab es im Schatten dann noch kalten Kaffee und später gingen wir zum Essen beim bayrischen Jugo.


Kurz vor der Abzweigung


Im Wald wird fleissig aufgeräumt


Rasnici (Ražnjici)

Von engel am 30.06.2019 23:00 • diaryKnieOPoutdoorsonst

Auf der anderen Seite

Samstag, Juni 29, 2019

Es war ein ‘ganz normaler’ Samstag Morgen. Ich stand auf, machte Frühstück und weckte den besten Allgäuer. Nach einem gemütlichen Frühstück ging es allerdings nicht ganz so normal weiter. Er fuhr in die Berge für eine Tour, ich blieb daheim.

Nach ein bisserl Haushalt ging ich standradeln und erledigte dann den Rest des Wochenendeinkaufs. Da war es schon recht warm und ich war froh, als ich wieder im kühlen (natürlich abgedunkelt und alles geschlossen) Zuhause war. Ich machte meine Übungen und ass Erdbeeren zu Mittag.

Dann hatte ich überhaupt keine Lust rauszugehen, aber ich hatte mir eine Radrunde vorgenommen und meinte, die müsse ich machen. Ich schaute mir lang die OSM an und nahm dann eine der vorgefertigten Runden, die viel an der Iller und im Wald verlief und ein paar neue Abschnitte hatte.

Dann ging ich raus. Das war wie gegen eine Wand laufen.

Ich radelte erst mal runter an die Iller und dran entlang nach Hirschdorf. Das war dann schon genz nett, weil schattig und kühl und beim Radeln sind auch die Mücken kein Problem. Dann ging es auf die neue Strecke, nämlich an der anderen Seite der Iller weiter. Da war ich ja nicht sicher, ob ich nicht irgendwann absteigen und schieben oder vielleicht sogar umdrehen müssen würde, denn da hat es in der OSM keine vernünftige Wegbezeichnung.

Aber es ist ein Forstweg, der zwar immer sandiger wird (was radl-technisch anspruchsvoll ist und ich fühle mich ja bisher nur halb sicher auf dem Bike, weil Absteigen eventuell problematisch sein könnte), aber trotz eines umgefallenen Baums quer über den Weg tatsächlich durch geht. An dem Baum hatten netterweise schon Leute Äste abgebrochen und so kam ich problemlos durch.

Am Illerparadies kam ich auf die Straße, bzw. den Radweg daneben, und fuhr erst mal bis Dietmannsried (das war steiler als ich gedacht hatte). Von dort ging es relativ direkt und mit großartiger Aussicht zurück zur Illerbrücke bei Hirschdorf. Da nahm ich die Straße statt des Illerradwegs, weil ich keine Lust auf den kurz-vor-daheim-Berg hatte. Das ist aber insgesamt auch nicht schöner zu fahren, nächstes Mal fahre ich wieder unten entlang.

Daheim legte ich mich erst mal in der kühlen Wohnung mit Coolpack aufs Sofa, dann trug ich Tisch, Stühle und Sonnenliege in den Hausschatten an der Seite und las bis der beste Allgäuer von Allen zurück kam. Dem war vor allem ‘Heiß! Heiß! Heiß!’ und er duschte als erstes sich und seinen verschwitzten Rucksack mit dem Gartenschlauch ab. (Brrrrr!)

Danach wurde der Tag weitgehend gemütlich. Wir tranken kalten Kaffee, sassen gemeinsam herum und grillten schließlich. Es gab auch Gemüse-Spiesse mit Halloumi. War nicht schlecht, aber da ist noch Luft nach oben :-)


Sand


Aussicht

Von engel am 29.06.2019 23:00 • diaryKnieOPoutdoorsonst
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