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Musik-Tour

Mittwoch, April 28, 2021

Der Tag mit dem Vor-Ort-Interview war wohl echt anstrengend. Nachdem der beste Allgäuer aufgestanden war, schlief ich tatsächlich noch mal ein und wurde erst eine knappe Stunde später wach. Also das passiert wirklich selten, normalerweise bin ich wach, wenn ich wach bin.

Meine geplante Skitour verschob sich deswegen etwas, denn Kaffee und Frühstück müssen sein und die Jobsuche kann ich ja noch nicht bleiben lassen. Der lokale Recruiter hatte mir was Interessantes zugeschickt und das wollte gründlich und durchdacht beantwortet werden.

Dann packte ich meinen Kram und fuhr ins Kleine Walsertal, diesmal hinten nach rechts zur Auenhütte. Vorn stand zwar noch immer ‘Parkplatz gesperrt’, aber die Straße war nicht mehr verbarrikadiert und ich konnte hinten ganz normal (wenn auch teuer: 9€) parken.

Ich ging links den steilen Hang hinauf, weil rechts die Straße geräumt war und ich nicht sicher war, ob man da abschnallen müssen würde (im Nachhinein: vermutlich nicht, da kamen andere hoch und runter). Der Hang hat zwar Kunstschnee (der verträgt Aufweichen besser), aber ich war ja recht spät dran und das merkte ich gleich am Schnee: sehr musig und gab manchmal nach. Es war in den steileren Stücken ein wenig anstrengend.

Normalerweise höre ich ja gern Podcasts oder Hörbücher beim Tourengehen (derzeit eher Podcasts zu technischen Themen, damit ich wenigstens das Gefühl habe, etwas zu ‘tun’), aber mein Kopf kreiste andauern um das Interview vom Vortag und was ich alles falsch oder ungeschickt gemacht haben könnte, deswegen stellte ich auf Musik um und hatte Gary Moore im Ohr, erst Hard Rock, dann Blues, das war sehr schön.

Nachdem ich das obere Flachstück mit der Pistenkreuzung erreicht hatte, hatte ich die Wahl, links unter der Ifenmauer ohne Kunstschnee oder halt rechts über die vielen Hügel mit Kunstschnee zu gehen. Ich entschied mich für die Hügel auf der rechten Seite, weil ich befürchtete, links eher einzubrechen. Was prinzipiell vermutlich stimmte, den rechts ließ es sich sehr gut gehen, aber da erwischte mich ein sehr kalter Wind und ich musste von T-Shirt auf Jacke mit Handschuhen umstellen und bekam kalte Ohren.

Ich überlegte ernsthaft abzubrechen, aber das wäre ja auch doof gewesen, also ging ich weiter. In der Nähe der Gipfelstation ließ der Wind netterweise ein wenig nach, was auch deswegen prima war, weil Herr Moore mir da gerade ein Blues-Live-Album ins Ohr blies :-) Ich kam mit ‘Still got the Blues’ am Hahnenköpfle an :-))))

Ich blieb nicht lang oben, weil es nicht allzu gemütlich war. Immerhin war ich total allein da oben, das war schon toll. Für die Abfahrt stöpsle ich mich immer aus, da will ich gern was von extern hören. Die Abfahrt war dann leider nicht ganz so nett, wie gehofft, weil ich für Firn einfach ein wenig spät war. Immerhin trug der Kunstschnee einigermaßen und ich soff nirgends ab.

Am Nachmittag reichte dann noch für etwas Sonne auf der Terrasse, bevor dann doch die Wolken anrückten. Als beste Allgäuer heimkam, war leider nicht mehr allzu viel Sonne, aber immerhin war es warm.


Start an der Auenhütte


Die Ifenmauer


Ganz allein am Gipfel


Nochmal Ifen


Vor dem letzten Hang

Von engel am 28.04.2021 23:00 • outdoorski

Samstag, 24.04.2021: Mini-Safari

Mittwoch, April 28, 2021

Nach dem schönen frühlingshaften Wochenendbeginn mit Pfannkuchen auf der Terrasse starteten wir relativ früh ins Ostertal, wo erstaunlicherweise schon allerlei Autos auf dem Parkplatz standen (kein Vergleich zu Schneetagen natürlich). Es war noch ganz schön kühl mit Frost auf der Wiese, als wir schwer beladen mit den Minis am Rucksack die Forststraße hochgingen.

Am Hang zum Rangiswanger bogen wir ab und stiegen auf der Kuhwiese mit 3 Schneeflecken hoch. Erst mal kommt man sich da schon ein bisserl doof vor, aber wie erwartet begann der Schnee bald nach dem ersten flacheren Stück und wir konnten auf dem noch gefrorenen Schnee aufsteigen.

Im Steilstück nach der Querung war der abgerutschte Altschnee noch ordentlich gefroren und das hatte dann schon was von Nordwand-Feeling. Ich wünschte mir stellenweise fast schon Steigeisen, auch wenn der beste Allgäuer überall gute Tritte schlug. Oben brach man dafür dann gelegentlich ein, irgendwas ist immer. Wir stiegen zu Fuß bis zum Rangiswanger Horn auf, weil die Minis zwar Felle, aber keine Harscheisen haben.

Nach einer kurzen Pause ging der Spaß dann los: Mini-fahren! Erst mal auf dem Grat (was trotz noch immer beeindruckender Wechten wegen der vielen freien Stellen nicht mehr allzu gut ging) und dann auf dem schönen Flachstück zum Forstweg rüber. Da war der Schnee genau richtig aufgegangen und es hatte feinsten Firn :-)

Und weil es so schön war, nahmen wir nach dem Waldstück (wo wir natürlich abschnallen mussten) gleich noch den schönen Hang mit, den auch die beste Mama so toll gefunden hatte, anstatt direkt zur Alpe rüber zu fahren. Das war super!

Den Aufstieg zum Großen Ochsenkopf fand ich dann ziemlich anstrengend (auch, weil es so warm war) und wir legten vor der Querung eine Pause ein. Das war gut für eine junge Frau, die uns fragte, ob wir von Bolsterlang gekommen seien. Wir schickten sie ein Stück zurück, damit sie ins richtige Tal absteigen konnte.

Am Ochsenkopf war es relativ voll, was aber nicht verwunderlich war, denn allüberall waren Leute unterwegs, die meisten kamen sicherlich von Grasgehren. Wir machten nochmal kurz Pause und fuhren dann zur Prinschenhütte ab. Da war es natürlich total leer :-)

Inzwischen war es (trotz eines kühlen Windes) schon sehr warm geworden und der Hang zum Dreifahnenkopf war entsprechend aufgeweicht und musig. Das stresste nicht nur uns, sondern auch die (schlechten) Adhästionsfelle des besten Allgäuers (keine Geckos, übrigens), die zwischendrin einfach abgingen. Für den Rest-Aufstieg hielten sie dann aber.

Oben war es gar nicht gemütlich, wie wir gehofft hatten, weil der kühle Wind blies. Wir blieben nicht lang.

Die Abfahrt war dann ... stressig. Inzwischen war der Schnee doch seeehr weich geworden und man sank tief ein, mit den Minis sicherlich noch mehr als mit ‘normalen’ Skiern, und die Kontrolle über die Ski ist mit den Bergstiefeln halt auch nur eher solala. Der beste Allgäuer kam gut zurecht und fuhr mit schönen Bögen ab. Ich hatte Bammel, warf mich erst mal in den Sulz und kam generell eher nicht mit dem Sulz klar. Naja. Aber wie immer: besser eine schlechte Abfahrt als Abstieg und weiter unten im Flachen wurde es dann besser.

Wir kamen neben der Straße sogar bis fast runter zur Brücke (also ich, der beste Allgäuer lief am Ende lieber statt anzuschieben), das halbierte den Rückweg auf der Straße :-) Es war dann aber am Ende schon noch ganz anstrengend, mit den harten Stiefeln auf der Straße zu laufen und ganz besonders ich war froh, als wir endlich am Auto waren.

Aber das war total nett, ‘Nordwand’-Aufstieg, Firnwedeln, Einsamkeit, viel Sonne und am Ende eine Abfahrt :-)


Start mit ohne Schnee ;-)


So langsam kommt er, der Schnee


Steilstelle am Rangiswanger Horn


Für mich gibt es netterweise Stufen


Schattenriss


Der erste Gipfel


Die erste Abfahrt


Firnschwünge vor den nächsten Zielen


Firn :-)


Firn :-)


Der zweite Gipfel


Abfahrt ...


... in die leere Ebene vor der Pritschenhütte


Anstieg zum letzten Gipfel


Alpenblick


Seeeehr weiche Abfahrt


Patsch!


Unten fehlt manchmal der Schnee


Rückweg zum Parkplatz

Von engel am 28.04.2021 18:59 • outdoorbergski

Sonntag, 25.04.2021: Frühlingsrunde

Mittwoch, April 28, 2021

Nach der langen und anstrengenden Samstags-Tour waren wir beide etwas angeschlagen und hatten uns zunächst einen Radl-Tag, den ersten der Saison, ausgedacht. Dann aber wollte es nicht so recht warm werden und es blies dazu ein kühler Wind und dann war uns doch eher nach zu-Fuß-gehen und Sonne und warm und so wurde es nach einem sehr gemütlichen Frühstück halt doch wieder der Illertalhügel.

Mit Nüssen und Schoki und Kaffee, das war dann auch sehr schön. Und weil so ein Hügelspaziergang auch nicht sooo sehr lang dauert, auch nicht mit in-der-Sonne-Rumliegen, gab es am Nachmittag tatsächlich nochmal Pfannkuchen. Mit viel Grand Marnier, weil wir ein Geschmacks-Experiment mit Zucker (mein Favorit, knirscht so schön) und Puderzucker (Favorit des besten Allgäuers, weil es nicht knirscht) durchführen mussten.


Sommer (fast, jedenfalls)


Die übliche Foto-Ecke


Löwenzahn


Viel Löwenzahn

Von engel am 28.04.2021 16:52 • outdoorberg

Pistenskitour

Mittwoch, April 21, 2021

Die S. war nach dem Warmatsgundtal nicht sicher gewesen, ob sie nochmal eine Skitour machen wollte, aber weil halt derzeit sonst noch nicht viel geht und es zum Radeln derzeit eher kühl ist, hatte sie sich dann doch gemeldet und eine Tour Kanzelwand-Skigebiet vorgeschlagen. Aufstieg über die Piste und dann noch den ‘Kanzelwand Gipfel’, den ich ja eher als Warmatsgundkopf kenne (auf den Wanderschildern steht aber tatsächlich Kanzelwand Gipfel). Das passte prima zu den Pistenskitouren, die ich diese Woche eh schon gemacht hatte.

Wir trafen uns wieder in Waltenhofen, diesmal aber etwas später, um dem Schnee genügend Zeit zum Aufweichen zu geben. In Mittelberg parken ist teurer als in Baad (immerhin aber etwas günstiger als an dem unverschämten Fellhornparkplatz), aber das verstehe ich sogar, das ist ja der Dorfparkplatz.

Wir querten die Straße, gingen zur Talstation hoch und standen direkt an der Piste, die wirklich noch gut ist und sicherlich noch eine Weile halten wird. Noch war sie eisig und gefroren. Als wir an die Forststraße kamen, über die die Talabfahrt führt, war dann aber Schluss mit ‘gut’ und ‘noch eine Weile halten’. Die Straße ist geräumt (noch hat es aber Schnee auf der Straße, teils schon löchrig) und auch wenn es meistens rechts und links Platz und Piste hat, wird der Schnee dort nicht mehr lang liegen, wenn Sonne scheint oder es gar regnet.

Noch war das alles aber gut zu gehen und nachdem wir aus dem Waldstück gekommen waren und das Tal sich weitete, war die Gegend großartig. Rechts die Kuhgehrenspitze und vor uns die Walser Hammerspitze, das sah alles total super aus. Ich kam mir eh vor wie auf eine Hochtour (es wäre eh die rechte Zeit dafür :/), da geht man auch erst unten Pisten oder sowas hoch und kommt dann in die weiten Hochtäler und auf die Gletscher.

Wir spazierten die Piste bis oben hoch und wandten uns dann dem Warmatsgundkopf zu. Schlagartig wurde aus dem Skispaziergang eine ‘echte’ Skitour, und zwar keine leichte. Die Querung war hart, es gab eine sehr doofe Spitzkehre zu absolvieren (wo ich dann feststellte, dass ich vom Iseler einen Spitzkehren-Muskelkater hatte) und wir mussten auf dem Sommerweg eine arg unangenehme Stelle mit Absturzpotential meistern. Ging gut :-)

Den kurzen Weg aus dem Joch zum Gipfel gingen wir zu Fuß. Da war der Schnee zwar schon weich, aber da runter fahren hätte wenig Freude gemacht. Oben! Vom Gipfel hatten wir einen gutem Blick ins Warmatsgundtal und konnten sehen, bis wohin wir gekommen waren (Schon ein Stück!) und wie weit es noch in die diversen Scharten gewesen wäre (Ziemlich!).

Nach einer angemessenen Gipfelpause, in der wir 3 Leuten bei der Nordabfahrt der Walser Hammerspitze (einschließlich Wechtensprung) zusahen, stiegen wir zu den Skiern ab und machten uns an die Abfahrt. Das steile nordseitige Joch war natürlich blöd abzufahren. Danach querten wir rüber zur Piste, weil ich ja so Bammel vor schwerem Schnee, in den man einbrechen kann, habe. Ich fuhr dann auch einfach die Piste ab, die S. ging ins Gelände und wedelte dort runter. Ohne Einbrechen :-)

Die restliche Abfahrt, teils auf der Straße, teils auf der Piste daneben war dann einfach und schnell. Meine Beine jammerten erbärmlich, weil der Iseler mir tatsächlich einen Muskelkater geschenkt hatte. Echt, nach so vielen Touren!

Feine Tour und dank des Gipfelanstiegs sogar richtig ‘alpin’ :-)

Daheim wartete eine Einladung zum Erst-Interview bei der Firma, bei der ich mich am Dienstag beworben hatte. Der Termin sollte schon Donnerstag sein und ich sagte sofort zu. Den restlichen Nachmittag wartete ich dann vergeblich auf den versprochenen Meeting-Link. Der kam dann sehr spät am Abend, Homeoffice würfelt vermutlich mit den Arbeitszeiten.

Den Versuch, die Sonne auf der Terrasse auszunützen, musste ich dann leider abbrechen. Zu viele Wolken, zu viel Wind, es war ungemütlich. Parallel dazu testete ich neue Berghalbschuhe. Da nehme ich jetzt beide Paar Schuhe, die ich eigentlich zur Auswahl bestellt hatte. Beide passen gut, die einen sind schön leicht und die anderen haben eine ordentliche Sohle. Alle meine anderen leichten Berghalbschuhe fallen so langsam auseinander, das passt schon.


Start in Mittelberg


Forstweg, leider geräumt


Endlich Sonne (S.)


Walser Hammerspitze und Kuhgerhenspitze


Warmatsgundkopf


Pause an der Zweiländerbahn (S.)


Schneekanonenparade


Querung unter dem Warmatsgundkopf (S.)


In der Steilstelle


Gipfel :-)


Abstieg zu den Skiern


Abfahrt aus dem Joch


Abfahrt neben der Straße (S.)

Von engel am 21.04.2021 23:00 • outdoorski

Nochmal Soldaten

Dienstag, April 20, 2021

In der Früh las ich nochmal den Entwurf durch und schickte dann die Bewerbung los. Damit sind jetzt immerhin 3 Bewerbungen parallel im Rennen, das hatte ich bisher noch nicht. Das Wetter waberte etwas unentschlossen herum und ich hoffte, dass es der Vorhersage folgen und besser werden würde. Ich hatte nochmal eine Trainingstour geplant. Als es tatsächlich heller zu werden schien fuhr ich ans Oberjoch, aber da war von Aufhellung nichts zu sehen. Es war ziemlich warm.

Aber der Schnee wird noch eine Weile reichen. Ich ging diesmal links des Baches zur Gipfelstation hoch. Das war immerhin mal was anderes. So richtig Lust drauf hatte ich dann nicht, aber ich ging trotzdem zum Iseler hoch. Und Hui, ist der Hang da oben steil! So manche Spitzkehre auf dem festen (netterweise nicht harten) Altschnee war ganz schön anspruchsvoll.

Beim Hochschauen war mir dann, als bewegten sich die Latschen oben seltsam. Das waren aber nicht die Latschen, sondern ein kleiner Trupp Soldaten, die in weisser Tarnkleidung mit Skiern am Rucksack und Steigeisen an den Stiefeln abstiegen. Diese Truppe hatten allesamt weiße Uraltski (immerhin mit Blockbindung und Skibremse), mit denen ich den steilen Hang vielleicht auch nicht hätte abfahren wollen.

Außer mir waren nicht viele Leute unterwegs und die wenigen, die da rumstiefelten, kapitulierten alle vor der obersten Steilstelle, deswegen war ich am Ende ganz allein am Iseler. Ist auch schön :-)

Die Abfahrt war trotz der Steilheit recht einfach, weil der Altschnee unter der weggefahrenen dünnen Nassschnee-Auflage angenehm griffig war. Unten war der Schnee dann so nass, dass er klebte. War trotzdem eine nette Sporteinheit ;-)

Den ganzen Tag über hatte ich kaum Sonne gesehen, kaum war ich ein Stück aus den Bergen raus, schien sie, die Sonne. Daheim gab es Nudeln mit dem Bärlauchpesto der besten Mama und dann legte ich mich auf der Terrasse in die Sonne. Es hatte T-Shirt-Temperaturen und netterweise auch dann noch eine Weile, als der beste Allgäuer heim kam.


Blick zum Gipfel


Soldaten


Allein am Iseler


Tiefblick

Von engel am 20.04.2021 23:00 • outdoorski

Sporteinheit

Montag, April 19, 2021

Vormittags bastelte ich zunächst einen Entwurf für eine weitere Bewerbung (Yay, ein drittes Eisen!) und packte dann das Skitourenzeug zusammen. Die Piste in Ofterschwang weist auf der Webcam inzwischen Löcher auf, deswegen blieb für eine Sporteinheit nur noch das Oberjoch übrig.

Natürlich könnte ich auch irgendwo hochlaufen oder radeln, aber das Erste ist vergleichsweise langweilig und für das Andere ist es einfach noch nicht warm genug. Für eine Sporteinheit würde ich sehr sehr gern mal wieder in meinem neuen Fitnessstudio auf dem Crosstrainer laufen, aber das geht ja nicht. Also Schnee und Ski, wie immer ;-)

Am Oberjoch hat es noch beeindruckend viel Schnee. Zur Gipfelstation hochlaufen (es hatte eine minimale Neuschneeauflage) ging total gut. Eigentlich war es nicht sehr warm (2 Grad am Auto, später 6), aber ich schwitzte trotzdem sehr, vermutlich war es sehr feucht. Mit mir waren 3 Leute unterwegs, das ist deutlich weniger als sonst in letzter Zeit. Oben sah der Schnee gar nicht schlecht aus, aber ich drehte trotzdem an der Gipfelstation um. Morgen vielleicht.

Den Nachmittag verbrachte ich mit der restlichen Lektion vom Wochenende und mit der Überarbeitung meines Entwurfs. Der durfte dann erst mal über Nacht weiter ‘abhängen’.

Von engel am 19.04.2021 23:00 • outdoorski

Sonntag, 11.04.2021: Mini-Test

Samstag, April 17, 2021

Am letzten Urlaubstag wollten wir nochmal ‘richtig’ raus und das bedeutete natürlich Schnee. Aber es war so warm und würde so voll werden im Kleinen Walsertal, dass wir da nicht hin wollten. Aber im Keller standen ja noch total ungetestet die neuen Minis, die inzwischen eine Tourenbindung für Bergstiefel und sogar Felle hatten :-)

Am Ostertalparkplatz standen nicht viele Autos und der Hang zum Rangiswanger Horn war nahezu schneefrei, aber es hatte natürlich trotzdem ein paar Tourengeher. 4 trugen ihre Ski gerade den Forstweg zum Ochsenkopf hinauf, 2 überholten uns mit E-Bikes, als wir das Ostertal hinter marschierten. Die Straße war bis zur ersten Steigung im Wald schneefrei.

An der Gräfenalpe war dann Premiere: wir machten Felle auf die Minis und gingen los. Ich brauchte etwas Eingewöhnung, weil der Drehpunkt der Bindung ein wenig anders ist, aber mit den Skiern laufen ging super, obwohl die Felle bei keinem Ski gut passen (sind ja wiederverwendete Altfelle). Nachdem wir dann die Schuheinstellung noch etwas nachjustiert hatten (war zu locker), konnten wir völlig problemlos und bequem bis zum Dreifahnenkopf aufsteigen (die Bindungen haben sogar eine Steigstufe).

Die Abfahrt war dann etwas herausfordernd (auch, weil ich Bammel hatte), ging aber mit genügend Aufmerksamkeit, Körperspannung und Langsamkeit doch ganz gut. Ich warf mich 2 Mal in den Schnee, weil ein Ski einstach, hatte sonst aber vor allem Probleme mit den Oberschenkeln, vermutlich weil ich total verkrampft stand. Der beste Allgäuer von Allen hatte vor allem Spaß und sauste fröhlich alle Hänge runter ;-)

Unten kamen wir am Rand der Straße tatsächlich bis in die Mitte der großen Wiese, dann war der Schnee aus. Wir mussten nicht mehr allzu weit zurück laufen.

Tolle Teile :-) Und wenn es nicht ganz so weich ist (Sommerschnee!), dann kann ich bestimmt auch besser fahren ...


Beladen gehts ins Ostertal


Ein Schneemann :-)


Anstieg, mit Steigstufe


Die letzten Meter ins Joch


Yay!


Vooorsichtige Abfahrt


Lockeres Runtersausen


Laufen lassen ...


... und am Ende schieben

Von engel am 17.04.2021 14:38 • outdoorski

Nachdem wir nun unter der Woche so viele und schöne Skitouren gemacht hatten, hatten wir wenig Lust und in den Wochenendbetrieb im Kleinen Walsertal zu stürzen. Es sollte eh relativ warm werden und so langsam schrien die Füsse nach Erholung.

Deswegen gab es einen Erholungs-Spaziergang auf den Illertalhügel mit Kaffee und Schokolade im Gepäck und 2 warmen (wenn auch nur mäßig sonnigen) Pausen im Abstieg. Ein wenig Frühling nach dem vielen Winter :-)

Von engel am 17.04.2021 13:42 • outdoorberg

Nach dem Tag mit dem schweren Schnee war ich nicht sehr von einer Skitour überzeugt, aber so wirkliche Alternativen gab es halt auch nicht. Und der beste Allgäuer hatte ja noch Nachholbedarf, also starteten wir wieder nach Baad, wo es genauso voll war wie am Vortag. Diesmal parkten wir aber auf dem vorderen Parkplatz, um Nachmittags nicht so im Matsch zu stehen.

Als wir ins Bärgunttal starteten, gingen ein paar Leute mit uns los. Die einen verliessen uns schon ganz unten beim Karlstor und die anderen gingen Richtung Gamsfuß, so dass wir dann in schöner Einsamkeit weiter laufen konnten. Wir gingen den Normalweg hoch, weil der Buschhang noch wenig zerfahren war (2 Leute fuhren schon ab und es sah tatsächlich nach Pulverschnee aus).

Auch der Anstieg zur Querung über dem Wasserfall war gut zu gehen. Danach ging die Spur aber sehr steil und weit hoch und vor dem Kessel oben mussten wir ein Stück runter. Bah, Höhenverlust, wie unnötig. Nach einem technischen Stopp, um das Pflaster an der Fersen-Druckstelle des besten Allgäuers zu erneuern gingen wir bis zum Skigipfel.

Oben blies ein ziemlich kalter Wind, deswegen fuhren wir ohne Pause wieder ab. Die Abfahrt war entgegen aller Befürchtungen noch sehr OK, auch wenn der Schnee teilweise etwas schwer war. Aber wir soffen nicht ab, auch nicht unten im Kessel, wo der Schnee schon recht feucht war :-) Die Pause im Kessel unten war angenehm warm und wir waren total allein.

Die Abfahrt unten war dann nicht mehr pulvrig, aber auch der Hang war gut zu fahren (so eine feste Altschneedecke hat schon was). War doch noch eine sehr nette Tour :-)


Anstieg im Bärgunttal


Allein unterwegs


Steiler Anstieg über dem Wasserfall


Wenige Spuren


Abfahrt


Abfahrt


Auf dem Rückweg

Von engel am 17.04.2021 11:03 • outdoorski

Donnerstag, 08.04.2021: Schneeprobleme

Samstag, April 17, 2021

Nach dem Pausetag hatte sich der Mega-Muskelkater vom Hörnle wieder etwas beruhigt. Das passt ganz gut, denn den ganzen Mittwoch über hatte es geschneit und für den Donnerstag war schönes Wetter angesagt.

Wir starteten mittelfrüh nach Baad, wo es so voll war, dass wir gefühlt den letzten Parkplatz bekamen. Egal, Hauptsache Parkplatz. Anscheinend gingen aber alle woanders hin, denn kaum waren wir Richtung Starzeltal abgebogen, waren wir mehr oder weniger allein. Das Wetter sah noch sehr bedeckt aus, aber alles sah wunderbar winterlich aus. Ein Traum :-)

Wir hatten eigentlich überlegt, den Sommerweg aufzusteigen, aber es hatte so viel Neuschnee, dass wir dann doch lieber der Spur über den Skiweg hinauf folgten. Bei so viel Schnee würde die Steilstelle eh gut zu gehen sein. Die Spur führte nach der Steilstelle dann aber nicht über den einigermaßen freien Skiweg weiter, sondern wurschtelte sich mit endlos vielen Spitzkehren zwischen Büschen und Bäumen über einen schmalen Rücken hinauf. Das war sehr interessant, aber nicht ganz einfach.

Wir kamen kurz vor der langen Querung auf den normalen Skiweg. Inzwischen war die Sonne heraus gekommen und wir konnten den wunderbaren Gipfelhang des Grünhorns bewundern, in dem nur die Aufstiegsspur zu sehen war. Als der Spurleger abfuhr, sah das super aus.

Vor uns waren insgesamt 8 Leute, von denen 6 abfuhren, als wir zum Gipfelhang querten. Das war eine halbe Stunde später und die sahen allesamt nicht so gut aus wie der erste. Weia.

Als wir nach dem Aufstieg über die Gipfelwechte stiegen, erwischte uns oben ein sehr kalter Wind. Wir beschlossen, direkt abzufahren und irgendwo weiter unten Pause zu machen. Dann fuhren wir in den Gipfelhang ein (wo es nach wie vor nur die 7 Spuren hatte) und stellten fest, dass der Schnee schon ganz schön schwer geworden war. Im Steilen gingen aber trotzdem ein paar schöne Kurven, man brauchte aber doch ganz schön viel Kraft dafür.

Dann wollten wir uns eigentlich für die Pause an das kleine Hüttchen setzen, aber wir schafften es nicht, dort hin zu kommen. In den flacheren Stücken war der Schnee oberflächlich schon angeschmolzen und unten drin noch eiskalt. Beim Fahren fror dann der nasse Deckschnee an den Skibelag und wir blieben quasi kleben. Was ein Dreck!

Wir setzten uns ein Stück unterhalb des Hüttchens in den Schnee und machten da Pause. Dann wurschtelten wir uns weiter runter und querten zur Starzelalpe rüber. Es war sehr anstrengend!

Die Abfahrt nach dem Gegenanstieg war oben genauso nervig wie vorher (Eis am Belag) und wurde unten echt anstrengend. Man brauchte wirklich viel Kraft für Kurven und ich bringe die einfach (noch?) nicht auf den Ski. Ich stopselte mich sehr vorsichtig und mehr schlecht als recht überall runter. Der beste Allgäuer blieb in einem Bäumchen stecken, weil er die Kurve nicht rechtzeitig schaffte und ich warf mich ganz unten so in den Schnee, dass ich wie einbetoniert war und Ewigkeiten brauchte, mich wieder auszugraben. Uff!

Super Tour in toller Landschaft, interessanter Aufstieg und erstaunlich wenig Betrieb, das war großartig! Aber der Schnee, der war echt eine Herausforderung ;-)


Start in Baad


Das Wetter wird schöner


Aufstieg durch Büsche und Bäume ...


... ordentlich steil


Wenige Spuren im Gipfelhang


Oben ist viel Wind


Abfahrt


Abfahrt


Rückblick auf unsere Spuren (links der Rinne)


Unten ist der Schnee sehr schwer


Voll einbetoniert

Von engel am 17.04.2021 06:53 • outdoorski
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