Dein Browser kann leider nicht vernünftig mit CSS umgehen. Den Inhalt siehst du, das Design dagegen ist futsch.

Gemütlich

Sonntag, Februar 21, 2021

Am Freitag Vormittag fuhr ich den besten Allgäuer am Vormittag zum ersten Kontrolltermin. Ich hatte mich auf eine längere Wartezeit im Auto eingestellt (derzeit dürfen ja keine Begleitpersonen irgendwo mit rein) und hatte das Tablet mit dem neuesten GEO drauf mitgenommen, aber die sind da tatsächlich so gut organisiert, dass ich es nicht mal schaffte, den ersten längeren Artikel fertig zu lesen. Kudos!

Den Rest des wunderbaren Traum-Wochenendes ließen wir gemütlich angehen. Mit dabei war täglich ein Spaziergang auf den Fernsehturmhügel und danach ausgiebiges Sonnen mit Kaffee und Brezeln auf der Terrasse. In T-Shirt, kurzen Hosen und barfuß :-) Außerdem gab es gute Dinge zu essen und die Reste der alpinen Ski-Weltmeisterschaft.

Sonntag brachte ich noch den Kangoo zum Kundendienst, damit ich am Montag ‘frei’ haben würde, denn ich hatte Pläne ;-)


Blenderblick


Frühlingsbote


Fernsehturm


Abstieg

Von engel am 21.02.2021 23:00 • outdoorberg(0) Kommentare

Gipfeltreffen

Mittwoch, Februar 17, 2021

In der Früh schaute ich mir die Bewerbung nochmal gut durch und schickte sie dann ab. So, noch ein Eisen im Feuer. Schaumermal.

Draussen wurde es langsam schön und ich packte den Skikram zusammen. Die weiteren Aussichten sehen nicht gut aus für Winter und Schnee, deswegen wollte ich nochmal auf die Piste. Am Parkplatz in Ofterschwang fragte ein Mann nach dem Weg, hörte aber überhaupt nicht zu, als ich die Pisten erklärte und wollte eine Bestätigung für seine krude Wegvorstellung. Hallo?

Ich ging die Weltcup-Piste hoch, um mich ordentlich anzustrengen, und war da schön allein (arg viel war gar nicht los). Am oberen Ende traf ich dann die S., die schon in der Abfahrt war. Oder vielmehr, sie traf mich, denn ich realisierte (wie üblich) erst spät, dass da jemand vor mir war, die ich kenne.

Die S. fellte nochmal auf und wir gingen gemeinsam zum Gipfel, unterhielten uns und schauten dort ein wenig in die Gegend. Das war sehr nett :-) Bei der Abfahrt musste ich leider feststellen, dass ich meine Ski unbedingt wieder waxen muss. Wo der Schnee besonders nass war, da blieben sie fast kleben.

Am Nachmittag setzte ich mich eine Weile auf die Terrasse in die Sonne. Inzwischen war es weitgehend schön geworden und die Sonne steht wieder hoch genug, dass es direkt vor dem Haus Sonne wieder Sonne hat. Das war schon echt nett und frühlingshaft. Aber ich bin noch gar nicht fertig mit Winter! Ich will noch eine Weile Frost und Schnee und Winterwonderland! Meh.


Start mit Sonne auf der Weltcup-Piste


Viele Wolken und wenig Sonne oben


Abfahrt (da unten mit klebenden Skieren)

Von engel am 17.02.2021 23:00 • outdoorski(2) Kommentare

Die Hoffnung ...

Montag, Februar 15, 2021

... stirbt zuletzt. Oder so ähnlich.

In der Früh hatte ich es eilig. Beim Frühstück schaute ich kurz, ob etwas Wichtiges in der Mail war (Nein.) und packte dann den Skikram in den Kangoo. Wir hatten den Clio schon am Sonntag Nachmittag zur Werkstatt gebracht. Da war es warm gewesen (naja, 2 Grad mit Sonne) und das Auto war problemlos gefahren, aber ich wollte den Vorfall von Freitag der Werkstatt schon mitteilen. Denn sollte der Clio demnächst sterben (wovon aber keiner ausgeht) lohnen sich TÜV und Reparatur ja nicht wirklich.

Dann fuhr ich ins Kleine Walstertal. Das erste Mal seit Winterbeginn! Es hatte Sonne bei -8 Grad, als ich in Baad parkte und losging. Ich war vergleichsweise spät dran, aber viele Autos hatte es nicht. Unten war wie erwartet nach dem Traumwochenende alles pistenartig zusammengefahren und wo die Sonne hingekommen war, hatte sich ein Deckel gebildet, aber im Schatten ohne Spuren fand sich noch Pulver. Vielleicht fände sich oben in den weiten Hängen ja noch was Nettes zum Fahren.

Aber erst mal Aufstieg. Ich nahm den Normalweg statt des Sommerweges, um mir die Abfahrt schon mal anschauen zu können. Die untere Engstelle hatte sogar durchgehend Schnee, aber das war eine abgerutschte Eispiste. Die Spur ging dann auch ganz schlau nebendran durch den Wald und war recht gut zu gehen. Die Spur umging auch die obere steile Eispiste, war da aber teilweise schon ganz schön hart und glatt, weil dort Sonne drauf kommt. Es war schon absehbar, dass unten nirgendwo gut zu fahren sein würde. Egal.

Der Rücken oben war natürlich total zusammengefahren und von gefrorenen Spuren gezeichnet (da knallt die Sonne ziemlich drauf), aber meine Hoffnung war ja der breite Gipfelhang, der von der Weite immer noch prima aussah. Gegenüber tasteten sich immer wieder Leute die steile Rinne vor der Unspitze runter. Das sah oben schon nicht schön aus und unten lagen überschneite Lawinenbollen. Nee, echt nicht!

Die Querung war unangenehm. Das ist südseitig und die Spur (egal welche von den vielen) war hart gefroren und glatt. Noch dazu hat man das rechte Bein oben und das erhöhte die Querbelastung auf dem operierten Knie ganz schön. Es sah vermutlich sehr ungeschickt aus, wie ich mich über die ganz besonders glatten Stellen manövrierte ;-)

Der Gipfelhang war natürlich auch total zerfahren, aber ich dachte ganz links, da müsse sich doch noch halbwegs gut fahrbarer Schnee finden. Da ist es recht steil, war minimal weniger zerfahren und die Sonne kommt da auch nicht so gut hin. Erst mal musste ich aber hoch und das war ein bisserl anstrengend, weil der inzwischen aufgefrischte Wind Schneekristalle auf die glatte Spur blies, sodass ich immer wieder abrutschte. Die Vorgänger hatten Harscheisen aufgezogen, ich hatte meine aber vergessen.

Irgendwann war ich dann aber oben :-) Ganz allein :-)
Leider aber ohne Sonne und mit einem unangenehm kalten Wind. Ich ließ die Pause sausen und fuhr direkt ab.

Inzwischen hatte es total flaches Licht und alle Konturen verschwammen. Das war bei der Abfahrt überhaupt nicht hilfreich, weil ich mangels Sicht die Kurven nicht gut planen konnte und einfach auf Verdacht reinfahren geht einfach (noch?) nicht. Die linke Seite des Gipfelhangs stellte sich als zu steil für den wenigen neuen Schnee raus. Ich fuhr eigentlich immer im nassen Altschnee unten drunter und das ging eher solala :-/ Dafür gab es in der kleinen Ebene noch ein bisserl unzerfahrenen Schnee und im Hang über der Alpe gingen auch noch ein paar Kurven. Immerhin.

Beim Wiederauffellen machte ich Pause, da hatte es wenigstens keinen Wind. Die restliche Abfahrt nach dem Wiederaufstieg zum Rücken war entschieden unschön. Am Rücken war der Schnee unten weich, oben mit Deckel und sonst total zerfahren. Ich warf mich einmal im relativ Flachen in den Schnee und hatte dann allergrößte Mühe, wieder aufzustehen, weil ich das operierte Knie nicht weit genug abbiegen kann (und es in der Beugung eh noch keine Kraft hat). Ich musste tatsächlich den Ski abschnallen, um aufzustehen :/ Die steilen Eispisten weiter unten abzufahren war aber kein Problem. Selbst ruppeliges Querrutschen auf dem operierten Bein ging gut.

Skitour also, ich bin sehr zufrieden :-) Ja, der Schnee war Dreck, die Abfahrt war Mist und der Aufstieg war weitgehend auch nicht erfreulich und die Sonne war schneller weg als erhofft, aber mein Herz hat sich trotzdem die ganze Zeit an den Bergen und dem Schnee und allem erfreut :-)

Danach war ich aber ganz schön alle und musste daheim erst mal mit Decke aufs Sofa ;-)


Das Ziel in der Sonne


Am Rücken vor der Querung


Der Gipfelhang, das Licht lässt schon nach


Allein am Grünhorn


Widderstein in den Wolken

Von engel am 15.02.2021 23:00 • outdoorski(0) Kommentare

Besser als erwartet

Donnerstag, Februar 11, 2021

Für diesen Tag war zunächst volle Sonne versprochen worden, im Lauf des Mittwochs war die Sonne in der Vorhersage dann aber auf eher Mittag und Nachmittag gewichen. Und kalt sollte es werden, das hatten wir am Mittwoch schon gemerkt. In der Früh schneite es leicht bei -11 Grad. Der beste Allgäuer radelte gut eingepackt ins Büro, ich machte erst mal die tägliche ‘Arbeit’.

Am Vormittag räumte ich den wenigen Schnee vom Weg und grub mein Auto aus. Wobei sich der Schnee in Grenzen hielt, aber auf der Frontscheibe war eine dicke Eisschicht, die sich nur sehr mühsam und unwillig entfernen ließ. Es schneite zwar noch immer leicht, aber es war schon ganz hell und sah so aus, als würde die Sonne bald rauskommen. Also warf ich den Skikram ins Auto und fuhr Richtung Berge (das Knie war nach dem gestrigen kurzen Rückfall wieder OK).

Da wurde es dunkler und schneite mehr und von Sonne war keine Spur zu sehen. Ich parkte an der Sonnenklause und schaute mir die Schneedecke an. Die hatte von Weitem (vom Ofterschwanger Horn aus) ganz gut ausgesehen und sah nun auch von der Nähe OK aus, auch wenn nicht ganz so viel frischer Schnee oben drauf lag, wie ich gern gehabt hätte. Ich beschloss loszugehen (hätte der Schnee schlecht ausgesehen, wäre ich ins Gunzesrieder Tal gefahren).

Es war zwar kalt (-10 Grad), hatte aber keinen Wind, deswegen zog ich trotz des leichten Schneefalls bald die Jacke aus (und kurz drauf auch die Handschuhe). Der Schnee war kalt und entsprechend fluffig und der Altschnee war fest und ich hatte schon Visionen von locker-flockigen Schwüngen in der Abfahrt, aber dann kam ich zum großen Hang. Der ist steil und da schauten überall Gras und Kuhtritte raus.

Ich überlegte kurz, ob ich das dem Knie zumuten soll und ging dann weiter. Die Abfahrt würde dann halt nicht nett werden, schlimmstenfalls würde ich halt Stemmbogen fahren und irgendwann muss ich ja auch wieder lernen ‘schlechten’ Schnee zu fahren. Der Anstieg im großen Hang war ganz OK, die Steilstelle im Wald dagegen sah übel aus. Ich kam mit gelegentlichem Treppeln halbwegs gut hoch und schaute mir schon mal, wo ich am besten runter käme. Ohne Abschnallen und ohne irgendwo hängen zu bleiben.

Danach war es super. Mehr von dem tollen, fluffigen, kalten Schnee auf mehr Altschnee, so soll das sein :-) Ich ging zum Gipfel (4 Leute), schaute mir das Retterschwanger Tal und den Hindelanger Klettersteig an und packte dann wieder zusammen. Die Sonne konnte ich zwar hinter den Wolken erkennen, aber es schneite und war nicht direkt einladend. Ich wäre bloß ausgekühlt.

Die Abfahrt war bis zur Engstelle im Wald tatsächlich ziemlich prima. Ich konnte trotz der vielen Spuren im Altschnee ordentlich gedämpft durch den Neuschnee schöne Kurven fahren. Die Engstelle rutschte ich dann ganz einfach dort, wo genug Altschnee war, quer ab. Sowas zu fahren, lerne ich später mal wieder. Der große Hang ließ sich dann - mit ein paar taktischen Querungen - ganz erstaunlich gut abfahren. Stemmbogen waren absolut nicht nötig :-)

Und ganz kurz hatte es auch mal sowas wie hellen Schein ;-) ‘Richtig’ Sonne gab es allerdings erst, als ich Sonthofen hinter mir gelassen hatte. Egal, das war erstaunlich prima.

Daheim gab es dann was zu essen und zu trinken, dann brach ich kurz mit Decke auf dem Sofa zusammen (typisch für wenn es kalt ist). Den Rest vom Nachmittag und Abends nochmal daddelte ich im Netz herum und verbesserte mein persönliches Tourenbuchtool weiter.


Start bei Schneefall


Im großen Hang schaut Zeug raus :-(


Die Engstelle mit arg wenig Schnee


Der Gipfel ist in Sicht


Oben, Blick zum Heidelbeerkopf und Schnippenkopf


Kurz fast Sonne, man sieht sogar Kontouren

Von engel am 11.02.2021 23:00 • outdoorski(0) Kommentare

Freier Tag

Mittwoch, Februar 10, 2021

Der freie Tag des besten Allgäuers. Irgendwie fühlt es sich dann auch für mich so an, als hätte ich frei, dabei habe ich doch eigentlich immer frei ;-) In der Früh sah ich dennoch die Mails durch und schaute mir auch einen Stellenvorschlag einer Recruiterin an. Aber Adelsried? Nein, wirklich nicht.

Es schneite. Nachdem wir den Super-G von letztem Samstag angeschaut hatten, gingen wir doch noch raus, um auf den Fernsehturmhügel zu laufen. Das war dann sehr winterlich, denn oben blies es uns den Schnee mit Wucht ins Gesicht. Wir gingen einmal drüber und waren dann zufrieden. Immerhin waren wir mal draußen.

Das Knie mochte den Spaziergang leider überhaupt nicht, dabei dachte ich mir beim Aufstieg und die meiste Zeit auch beim Abstieg noch, dass es echt cool sei, das Knie inzwischen streckenweise gar nicht mehr zu spüren. Es ist da und funktioniert so wie sich das gehört. Aber am Ende vom Abstieg (200 Höhenmeter, braucht man eigentlich nicht drüber reden) war es beleidigt und tat den ganzen Abend latent weh. Meh!


Winterlich :-)


Beim Fernsehturm


Abstieg mit fast Whiteout

Von engel am 10.02.2021 23:00 • outdoorberg(0) Kommentare

Naja, beinahe. Von 7,4 Kilometern waren vielleicht 100 Meter auf Schnee oder Schneematsch. Also nix :-)

Wir starteten nach einem gemütlichen Frühstück nach Weiler und parkten mal wieder an der Forststraße. Der Anstieg zum Strommast war schlammig, aber im Waldrücken hatte es tatsächlich noch ein paar Stellen mit Schnee. Der Rest des Anstiegs war schneefrei und deutlich weniger schlammig als befürchtet. Schnee hatte es sonst nur auf der Gipfelwiese.

Es war warm genug, um im T-Shirt aufzusteigen. Weil wir im Anstieg allein gewesen waren, liefen wir zum Gipfel rüber, aber da war es natürlich voll. Wir gingen gleich wieder und machten an der üblichen Stelle am Grat Pause. Mit etwas Sonne :-)

Abstieg seit Langem mal wieder ohne Stöcke und das ging prima (zumindest während des Abstiegs, am nächsten Tag gab es natürlich Muskelkater, leider nur links). Die zweite Pause gab es unter der großen Eiche, da war die Sonne aber leider schon wieder weg.

Das fühlte sich an wie Frühling, aber wer braucht Anfang Februar denn Frühling?


Start


Blick zur Nagelfluhkette, da immerhin Schnee


Leute am Gipfel


Saharastaub färbt den Himmel gelb


Abstieg

Von engel am 08.02.2021 20:21 • outdoorberg(0) Kommentare

Sonnenskitour

Donnerstag, Februar 04, 2021

Nach dem vielen Regen endlich ein Tag mit Chance auf Sonne. Es fragt sicherlich keiner, was ich mir vorgenommen hatte :-)
Und weil die beste Mama vor einer Weile mal angefragt hatte, ob ich sie mit auf eine Skitour nehme und dann aber doch lieber erst mal auf eine Piste zum testen wollte und ich diese eine Piste ja eben erst getestet hatte, hatte ich gefragt, ob sie mit wolle. Ja, sie wollte :-)

Um die versprochene Sonne bestmöglich auszunutzen, frühstückte ich erst mal gemütlich (was wegen des opulenten Abendessens vor allem Kaffee bedeutete) und fuhr dann die beste Mama abholen (die natürlich schon gestiefelt und gespornt aus dem Haus kam, als ich auf den Parkplatz fuhr). Das Wetter hielt sich an die Vorhersage und wir konnten in schönstem Sonnenschein am Seilbahnparkplatz unser Zeug herrichten. Es war - wenig verwunderlich - viiiel voller als beim letzten Mal im Regen.

Die Piste war im Schatten hart, ging aber in der Sonne schon schön auf. Wir gingen ‘außen herum’ hoch. Nicht grad allein, aber ein Pulk war es doch nicht, schließlich war Wochentag. Es war so warm, dass ich im T-Shirt aufsteigen konnte :-)

Oben setzten wir uns in die gerade noch vorhandene Sonne und schauten in die Berge. Hach!

Unterdessen zogen die leider auch versprochenen Wolken auf und es wurde irgendwann kühl. Wir machten uns an die Abfahrt. Vor der hatte die beste Mama etwas Bammel gehabt und oben, wo es hart und die Piste schmal war, konnte ich auch von hinten sehen, dass sie sich nicht sehr wohl fühlte. Als die Piste weiter vorn und auf der steilen Weltcup-Abfahrt aber weicher wurde (Typ Frühjahrspiste), da lief es dann :-)

Ich übte weiter die Belastung auf dem rechten Bein (weil: Der Außenski ist der Chef!) und schaffte zwischendurch sogar ein paar halbwegs schnelle kurze Schwünge. Und weil die Piste so schön weich war, war das Knie unten dann auch nicht sehr beleidigt.

Den Nachmittag verbrachte ich wie üblich mit Lernen, aber das fiel mir schwer, weil ich nach dem sehr späten Mittagessen trotz Kaffee fürchterlich müde wurde. Dabei war die Tour eigentlich nicht besonders anstrengend.


Traumwetter zum Start


Im Anstieg


Bergblick, die Wolken ziehen schon rein


In der Abfahrt

Von engel am 04.02.2021 23:00 • outdoorski

Regenskitour

Dienstag, Februar 02, 2021

Ein Tag mit möglicher Regenpause in der Früh. Ich hatte mir schon am Montag, wo ich ja wegen Unlust vor dem Blender gekniffen hatte, für den Dienstag eine Skitour überlegt. Eigentlich hatte ich ans Oberjoch gedacht, weil da sicherlich Schnee läge, aber nachdem ich die Webcams angeschaut hatte, wollte ich doch lieber nach Ofterschwang. Das ist die viel schönere Piste und mehr Höhenmeter sind es auch.

Ich schaute also in der Früh die Mails durch (zur Zeit leider ausgesprochen langweilig - abgesehen von den Jobs, wo mich hoffentlich über den lokalen Recruiter bald ein Interview erwartet - hoffe ich - sehr, das wäre echt cool) und als sich dann sogar ganz minimal die Sonne zeigte, sauste ich los.

Im Illertal liegt trotz der Temperaturen und des Regens noch erstaunlich viel Schnee auch im Tal. Leider fing es schon auf der Fahrt wieder an zu regnen, aber damit hatte ich eh gerechnet, also lief ich los.

Die Kunstschneehügel waren inzwischen gewalzt worden und es hatte sich mit dem vielen Schnee zusammen eine echt gute Piste gebildet. Nebendran war der ‘echte’ Schnee tropfnass, schwer und grässlich, da wäre ich nur mit Querfahren und Spitzkehren runter gekommen, so viel Kraft wird das Knie wohl nie mehr aufbringen. Aber die Piste, die war echt OK :-)

Ich stieg im mal mehr, mal weniger starken Regen bis zur Gipfelstation auf und setzte mich dort auf eine der Bänke (auf den Rucksack, alles war patschnass). Das war echt nett da oben, Regen hin oder her :-) Mit mir waren 3 Leute oben und das waren auch alle Leute, die ich bis dahin getroffen hatte. (Naja, wer macht auch Skitouren im Regen?)

Die Abfahrt war sehr OK, nasser fester Schnee halt. Ich versuchte, den Druck auf das operierte Knie deutlich zu erhöhen, um dem endlich wieder ordentlich Skifahren beizubringen. Das klappte recht gut, unten war es dann aber ein wenig beleidigt. Der Regen ließ übrigens in der Abfahrt nach und es kamen mir etwa 10 Leute entgegen.

Daheim gab es erst mal was zu essen, dann machte ich aus leider vergessenen Heidelbeeren (da waren viele schon schrumpelig oder weich) und einem Apfel einen Smoothie. Geschmacklich war das ganz OK, aber optisch war es eine Katastrophe ;-)

Den Nachmittag verbrachte ich mit Lernen. Ich hoffe wirklich, dass ich den Zugang noch lange habe, es gibt so viel interessantes Zeug!


Start


Bergblick


Fast sowas wie Sonne an der Gipfelstation :-)

Von engel am 02.02.2021 23:00 • outdoorski

Soldaten-Invasion

Mittwoch, Januar 27, 2021

Ich hatte für diesen Tag eigentlich wie am Vortag mit Wind und Schneefall gerechnet. In der Früh war es aber nicht windig und es schneite nicht. Trüb war es, klar, aber echt OK. Und die nächsten Tage war S**wetter sondersgleichen angekündigt (vor allem viel Regen, das ist eh das Schlimmste). Ich erledigte erst mal meine ‘Arbeit’ (Mails, Jobs, usw.) und sauste dann ins Ostertal.

Dort war es leerer als Letztens bei dem schönen Wetter und der Hang zum Rangiswanger Horn sah echt noch OK aus. Es hatte aber kaum Wind, deswegen ging ich auf der Forststraße nach links. Da war ich wunderbar allein auf der erstaunlich gut ausgetretenen Spur. Es hatte viel mehr Schnee als ich nach dem mageren Schneefall daheim erwartet hatte und er war teilweise ordentlich verblasen.

Erst war es lediglich trüb mit Wolken an den Gipfeln, weiter hinten fing es dann an, leicht zu schneien. In der Senke unter der Alm fellten 2 Leute frisch auf und vom Weiherkopf kamen 4 Leute mit Hund runter. Sonst war ich weiterhin wunderbar allein.

Im Anstieg zum Ochsenkopf machte die immer noch erstaunlich gute Spur sehr viele Bögen, aber der Schnee war mir zu hoch, um ein paar der extra-unnötigen Bögen abzukürzen. Ich war gerade auf dem letzten Teil des Anstiegs vor der Querung, als von oben jemand in einem weiß-gefleckten Anzug kam. Und dann noch jemand, und noch jemand ...

Dann standen 10 Soldaten vor mir und der vorher fast unbefahrene Hang war umgegraben. Wieviele sie den seien, fragte ich. “26”, war die Antwort. Sechs-und-zwanzig!!! Waaaah, mein Schnee! Kein Wunder, dass die Spur so ausgesprochen gut und ordentlich war. Die Damen und Herren Soldaten waren alle in Winter-Tarnkleidung, hatten aber die üblichen knallbunt leuchtenden Tourenski, die alle so haben. Ich sah das gut, denn einige konnten nicht allzu gut fahren und es gab immer wieder Schneegewühle, weil sich jemand in den Tiefschnee geworfen hatte.

Ich ging weiter und die restlichen Soldaten kamen in kleinen Grüppchen den Hang runter. Je weiter hinten sie dran waren, umso schlechter konnten sie fahren. Als ich in die Querung einbiegen wollte, schrien ein paar Soldaten nach hinten: “Gegenverkehr!”. Auf meine Frage, ob die oben denn fahren könnten, wurden bedenklich Köpfe geschüttelt. Ich wartete lieber, bis alle durch waren ;-)

Der letzte Soldat hatte eine dunkle Jacke an (optisches Kennzeichen für den Lumpensammler?) und entschuldigte sich, dass nun die Spur kaputt sei. Ich meinte, das mit der Spur sei nicht so schlimm, aber der Hang! Er hatte vollstes Verständnis und meinte so ginge es ihm jeden Tag.

Ich querte und stieg über den total zerfahrenen Gipfelhang (ohne Spur, die war weg) zum Kreuz. Wegen des ekligen Windes da oben verzichtete ich auf eine Pause und fuhr direkt wieder ab. Der kleine Gipfelhang war kaputt, aber weiter unten nach der Querung fand sich dann doch noch genügend Schnee für eigene Spuren (in den steilen Osthang wollte ich wegen allein unterwegs nicht, dabei sah der großartig aus, ich habe extra nachgeschaut). Der Schnee war aber ziemlich schwer und kompakt und stresste das Knie ordentlich. Ich brauchte ein paar Pausen.

Normalerweise gehen wir von der Senke aus ja immer noch übers Rangiswanger Horn, aber inzwischen schneite es dicht und dazu hatte ich dann doch keine Lust. Ich fuhr den laaangen Forstweg zurück. Der ist gerade so geneigt, dass man fast immer nur auf den Skiern stehen und es laufen lassen kann. Selten muss man schieben und selten muss man seitlich in den tiefen Schnee um langsamer zu werden.

Das war ein sehr netter einsamer Aufstieg mit Überraschung und eine okaye Abfahrt. Also durchaus lohnend :-)


Starthang


Schneewehen an der ersten Alpe


Wintertraum


In der Senke fängt es an zu schneien


Die Hang-Umgraber


Oben


Der letzte Hang

Von engel am 27.01.2021 23:00 • diaryoutdoorski

Sonntag, 24.01.2021: Sturm und Sonne

Mittwoch, Januar 27, 2021

Nachdem die anstrengende Schneestapf-Tour vom Samstag keine bösen Nachwirkungen gehabt hatte, nahmen wir uns den Illertalhügel für den Sonntag nochmal vor. Nun hatte es ja eine Spur und Sonne sollte eventuall auch rauskommen. Allerdings war es windig.

Diesmal hatte es schon 2 Autos, als wir den Kangoo abstellten. Wir gingen wieder über die Forststraße, aber ich stellte oben fest, dass sich inzwischen wohl schon jemand einen Weg über den Rücken gebahnt hatte und nahm uns den Rücken für den Rückweg vor.

Der Anstieg durch den Wald war viel einfacher als am Samstag, aber es hatte einen wirklich unangenehmen Wind, der uns ordentlich durchblies. Die Sonne traute sich leider nur manchmal raus. Wir bogen diesmal gleich zum Abstiegsgrat ab und waren sehr erstaunt, als wir oben am Grat fast in Windstille standen. Ich nutzte das gleich, um alle meine Warm-Sachen anzuziehen, Abstieg ist ja nicht so anstrengend.

Natürlich hatte es auch am Grat immer wieder Wind, aber es war ingesamt viel weniger windig als im Aufstieg (ideale Windrichtung ;-)). Als es zwischendurch so halbwegs Sonne hatte, machten wir eine Pause, aber so arg gemütlich war die nicht.

Dafür war es dann am Bänkle unterhalb des Waldes gemütlich. Da war nämlich endlich voll Sonne und das Bänkle stand im totalen Windschatten, das war großartig! Wir bleiben lang sitzen und schauten in die Berge :-)

Die Querung zurück zum Aufstiegsweg war dann noch etwas anstrengend. Wir gingen wie geplant über den unteren Rücken zurück und es hatte tatsächlich jemand die umgefallenen Büsche wieder aufgerichtet :-)


Start mit Spur


Fast Sonne


Anstieg im Wald


Voll ‘aufgerödelt’ am Grat


Allgäublick


Sonne!


Die Spur ist inzwischen echt gut


Rückweg über den unteren Rücken

Von engel am 27.01.2021 20:02 • outdoorberg
Page 2 of 95 pages
 <  1 2 3 4 >  Letzte »

Reiseberichte

Bücher :-)

Letzte Einträge

Letzte Kommentare

Blogroll


Have fun!