
... waren wir am Sonntag auf einem Berg.
Wir hatten uns den Kleinen Widderstein ausgesucht, einen Berg, den man nur weglos ersteigen kann und wo man oben etwas klettern muss (II).
Schon als wir uns den Bergen näherten waren wir erstaunt, wie weit es runter geschneit hatte. Und vor allem, dass es liegen geblieben war. Der Anstieg zu unserem 'Kleinen' ging weglos über steile Grashänge, später durch ein Geröllfeld und dann in einem steilen ausgewaschenen Bachbett bis zum Einstieg in einer schattigen Scharte.

Kurz vor der Scharte wurde das Bachbett sehr steil, sehr feucht, erdig und bröckelig (wie das leider im Allgäu häufig vorkommt). Die letzten Meter mussten wir klettern. Ralle brach ein Stein unter dem Schuh weg und der rasselte nur wenige Zentimeter neben meinem Fuss vorbei nach unten. Wir waren beide heilfroh, in der schattigen schneebedeckten Scharte zu stehen.

Der weitere Anstieg zum Kleinen Widderstein führte auf der Nordseite über geneigte Platten den Grat entlang zum Gipfel. Nicht weit, etwa 200 Höhenmeter. Wir besahen uns den Schnee auf den Platten und entschlossen uns, auf den weiteren Aufstieg zu verzichten. Zu gefährlich, meinten wir beide.
Auf keinen Fall wollten wir aber durch das steile feuchte bröckelige Bachbett absteigen. Einmal ausgerutscht und ... Stattdessen entschlossen wir uns, auf der anderen Seite der Scharte abzusteigen. Da war der Schnee noch gefroren und direkt an der Felswand schien es sogar so etwas wie Steigspuren zu geben.
Auch hier landeten wir in einem steilen Bachbett, doch es war weit weniger erdig und rutschig. Aber bei Kaffee und Apfelstrudel in Baad waren wir uns einig: Das müssen wir bei geeigneteren Bedingung noch mal versuchen.


Wie vorher schon erwähnt - der Freitag war kein richtiger Urlaub. Ich musste noch mal ein wenig Telefon-Support leisten und der Ralle kam erst um 8.00h abends nach Hause.
Am Samstag liessen wir uns vom halbwegs schlechten Wetter nicht abhalten, nochmal in die Berge zu gehen. Nix Besonderes oder Grosses, nur die Güntlespitze im Kleinwalsertal - nach dem stressigen Freitag kamen wir eh zu spät ins Bett um ordentlich früh aufzustehen. Es regnete hin und wieder und manchmal schien die Sonne. Alles in allem war es nett und den Kuchen in Baad haben wir uns trotzdem verdient.
Der Sonntag ging dann für Aufräumen und sowas drauf. Es ist unglaublich, wieviel Unordnung man in einer einzigen Woche machen kann und das ohne sich anzustrengen ;-) Im Garten haben wir eine Beeteinfassung aus Steinen gebaut und man sollte es nicht glauben --- das war bei weitem die stressigste Aktion des gesamten Urlaubs. Ich habe 2 Blasen und Kater in verschiedenen Muskeln, von deren Existenz ich vorher kaum wusste.
Nach dem Kaffee nach der Münchenfahrt, der einfach sein musste, muss ich jetzt im Eiltempo in die Firma, das Notebook schnappen, die aktuellsten Daten drauf spielen und dann nach Augsburg düsen. Kann nicht lange dauern, bis die Erholung aus dem Urlaub wieder vollständig verschwunden ist. *seufz* Ich hatte mir eigentlich einen gemütlicheren Arbeitsanfang vorgestellt ...

Dass wir im Urlaub nicht nur faul am See liegen würden, war ja klar. Übermässig gestresst haben wir uns aber bisher auch nicht, auch wenn wir an den meisten Tagen so spät heim kamen, dass wir Mühe hatten, mit den täglichen Aufgaben noch um's Rädle zu kommen. Schön war's allemal :-)
Am Samstag haben wir den zum Teil richtig heftigen Gewittern im Allgäu gleich mehrere Schnippchen geschlagen. Als wir uns mit den Bikes auf den Weg zum Rottachsee machten, wo wir uns gemütlich in den Halbschatten legten und bald einschliefen, war das Wetter noch wunderschön. Das Gewitter schlich sich hinterhältig von hinten an uns an und wir wachten erst auf, als es laut und bedrohlich direkt über uns grollte und blitzte. Tja, nass werden wir so oder so, dachten wir uns und fuhren trotzdem den langen Weg nach Hause. Zum Glück, denn so umfuhren wir sämtliche Regenschauer des Gewitters und wurden kein bischen nass. Und beim Grillen am Abend war es warm und trocken.

Der Rottachsee
Am Sonntag wollten wir mal was richtig Radikales machen und beschlossen, an der Iller entlang zu radeln - nach Norden, also Richtung Ulm. Angeblich gibt's ja einen Radwanderweg Iller, der bis nach Ulm führt. Wir stellten uns gemütliches meistens beschattetes Radeln vor, das von diversen Badegängen im Fluss unterbrochen sein sollte. Bei Altusried führte der Radweg wegen des Illerdurchbruchs von der Iller weg ... und nimmer hin. Irgendwann drehten wir erhitzt und genervt um und fuhren heisse Radwege zurück bis nach Krugzell, wo wir endlich wieder an den Fluss kamen. Wir sprangen zum Vergnügen aller Anwesenden mitsamt der kompletten Radlkleidung in die Iller und fuhren dann angenehm gekühlt nach Hause. Das Ganze war viel anstrengender, als wir gedacht hatten ;-)

Mein MTB - gerüstet für einen heissen Trip
Am Montag torkelte der beste Allgäuer von allen um 4:30h mit halb geschlossenen Augen an den Frühstückstisch und jammerte: 'Ich will arbeiten! Das ist ja Folter!' Aber die Folter lohnte sich. Wir hatten einen angenehm kühlen Aufstieg zum Thaneller, einem schönen Berg am Eingang des Lechtals, der im oberen Drittel sogar einen netten kleinen Steig durch den felsigen Gipfelaufbau hat. Um 10.00h waren wir am Gipfel, fast allein, obwohl das Gipfelbuch den Berg als häufig besucht auswies. Auf dem Rückweg gönnten wir uns im Goldenen Lamm in Weissenbach jeder einen gigantisch guten grossen Becher Eis. Yummie!

Aufstieg zum Thaneller
Am Dienstag radelten wir wieder an der Iller entlang. Diesmal nach Süden, bis nach Oberstdorf. Es war genau so, wie wir uns vorgestellt hatten: Angenehm kühl, wenig anstrengend und landschaftlich wunderschön. Am Illersprung watete ich der Reihe nach durch Trettach, Stillach und Breitach und stellte erstaunt fest, dass Trettach und Stillach bei Oberstdorf noch richtige Bergbäche sind, also eiskalt, während die Breitach schon Badetemperatur hat.

Die Iller in Kempten
Der Mittwoch fing damit an, dass ich kaum die Treppe vom oberen Stockwerk in die Küche schaffte, um das Frühstück zu machen. Der Muskelkater vom Thaneller hatte sich von dem gemütlichen Radeln nicht beeindrucken lassen und war einen Tag später mit aller Macht zurück gekehrt. Wir gingen wieder ins Bett und schliefen aus. Ein Faultag mit Lesen, Sonnen, Schwimmen und Erholen wurde draus.

Schwimmen im Rottachsee
Das Frühstück am Donnerstag fand um 5.00h statt und Ralles Jammer über die frühe Uhrzeit war nur halb so gross. Wieder ging es ins Lechtal, diesmal um die Schwarzhanskarspitze zu besteigen, für uns ein neuer Berg, den wir wir bisher nicht mal wahrgenommen hatten, bis ich ihn in der Karte entdeckte. Die letzten Reste Thaneller-Muskelkater erschwerten den idyllischen Aufstieg nur unwesentlich und wir waren fast ganz allein am Berg :-) Die angesagten Gewitter erwischten uns erst beim Abstieg, da aber dafür recht heftig. Wir wärmten uns im Gasthof Sonne in Forchach auf, wo wir etwas 'Für den kleinen Hunger' bestellten und dermassen gutes und reichliches Essen bekamen, dass wir den vom Wirt spendierten Schnaps hinterher wirklich gebrauchen konnten.

Karte lesen am Gipfel der Schwarzhanskarspitze
Der Freitag, also heute, fing wunderbar gemütlich an, mit Computern (was ständoig durch Gewitter unterbrochen wurde), Nähen, Zeug herrichten und was einem sonst so alles einfällt, wenn man daheim ist. Kurz nach dem Mittagessen störte ein Anruf unseren gemütlichen Tag: Bei Ralles Firma ist eine Salzsäure-Leitung gebrochen. Für den besten Allgäuer von allen war das das Ende des gemütlichen Rumhängens. Ich musste schon am Gipfel der Schwarzhanskarspitze mit dem Handy Schützenhilfe für den armen Kollegen in Paderborn leisten, der die Stellung halten muss und werde wohl auch nachher nochmal ran müssen. So richtig Urlaub ist das heute nicht, aber genau betrachtet haben wir eh keinen Urlaub mehr, denn in Bayern ist heute Feiertag ;-)

So fing das an mit diesem Wochenende ;-)
Es ist nicht das erste Mal, dass wir quer durch den Kempter Wald radeln wollten (das grösste zusammenhängende Waldstück in unserer Gegend), und nicht ganz da rauskamen, wo wir eigentlich hin wollten. Immerhin treffen wir meistens zumindest in etwa die Richtung ;-)
Wald schaut halt überall aus wie Wald und wenn dann ein Wegweiserpfosten ohne Wegweiser an einer Kreuzung steht und ein Stück weiter ein Weg scheinbar gesperrt ist, dann kann es schon mal passieren, dass man sich verhaut.
In diesem Fall bescherte uns das einen wunderbaren Trial durch ein Moor. Dass wir nicht stecken blieben lag an den schmalen Brettern mit denen der gewundene Weg durch das Feuchtgebiet geführt wurde. Doch, es hat was, auf einem 20-30cm breiten Bretterweg durch nasse Wiesen zu radeln ;-)
Der Weg endete abrupt mitten im Moor. Da wir mit den Bikes nichts kaputt machen wollten drehten wir und nahmen die Strasse mit dem 'Gesperrt für alle Fahrzeuge'-Schild. Sind Fahrräder überhaupts Fahrzeuge?
Auch hier gings erst durch ein ziemlich mooriges Waldstück, allerdings fuhren wir nicht weich auf schmalen Brettern, sondern hoppelten erst mal über einen Knüppelweg (Äste quer gelegt). Der führte uns durch tiefe düstere Waldabschnitte (ducken, damit einen die Äste, nicht vom Bike fegten), entlang einer lieblichen Lichtung, durch eine weitere moorige Wiese mit einem lichten Birkenbestand und wir sahen Rehe, die nicht mal Angst vor uns zu haben schienen. Und am Ende kamen wir fast da raus, wo wir hin wollten. Keine Fotos, leider, denn ich dachte, was soll es schon Fotografierenswertes haben, wenn wir zum Baden an den See radeln?
Am Sonntag gabs noch eine kleine Bergtour (auch keine Fotos, es war furchtbar diesig) und an beiden Tagen gute Unterhaltung durch seltsame Oldtimer, die ständig zu Land und zu Luft zu sehen waren. Auf der Strasse ist fast ein komplettes Museum der Autogeschichte an uns vorbei gefahren und in der Luft machten Uralt-Flugzeuge Kunststückchen. War nett :-)
Der Grund für die vielen Oldtimer: Quax 2003 am Flugplatz Durach.

Im Klartext heisst das, dass meine Eltern ihren Wohnsitz wieder nach Deutschland velegt haben. Nach über 2 Monaten 'Urlaub' in Südfrankreich.
Uns brachte das gestern Abend einen supernetten Grillabend durch eine spontane Selbsteinladung meiner Eltern ein ('Wir haben nix zu essen, können wir zu euch zum Grillen kommen?'). Selbstverständlich war das Klasse :-) Wir hatten uns viel zu erzählen.
Unter anderem haben wir uns gegenseitig bedauert ;-)) weil wir alle einen Muskelkater in den Oberschenkeln haben ;-) Die Eltern waren noch kurz auf einem Berg bei Grindelwald und wir haben am Samstag auch einen hübschen Ausflug gemacht. 2 Berge und ein kleiner Klettersteig zwischendrin.

Das Wetter war ganz und gar nicht so, wie wir uns vorgestellt hatten, zum grossen Teil liefen wir mitten in den Wolken herum und die Sonne liess sich nur sehr sparsam blicken, doch dafür war es angenehm kühl. Geschwitzt haben wir trotzdem, denn es war furchtbar feucht.
Auf der Rotspitze lag das Gipfelkreuz umgefallen auf dem Boden. Vielleicht ist es ein alberner Brauch, auf allen Bergen Kreuze aufzustellen, aber mir gefällt er. Ich kann mir keinen passenderen Platz für ein Kreuz vorstellen. Umso trauriger finde ich dieses Bild:

So, und nun freu ich mich auf heute Abend, wo ich einen Netzbekannten der ersten Stunde zum ersten Mal treffe *ist gespannt*

Mit den Höhenmetern hab ich mich bei der Planung etwas vertan, doch die Kilometer haben ziemlich genau gestimmt. Am Ende zeigten unsere Instrumente 135 Kilometer und 1485 Höhenmeter und ich war am Ende viel weniger kaputt, als ich befürchtet hatte, obwohl wir 13 Stunden unterwegs waren (mit Pausen). Keiner musste mein Bike ziehen, dabei hatte ich mir schon ausgedacht, wie ich einen oder beide der Herren vor mein Radl spannen würde ;-)
Dieser kleine Aufkleber von einem Schild an einer Alpe steht stellvertretend für die ganze Runde, auch wenn wir nicht bis zum Gardasee geradelt sind, sondern über's Lechtal, den Gaichtpass, dass Tannheimer Tal und das Oberjoch zurück gefahren sind. Den Anfang der Heckmair-Route haben wir aber gemacht: von Sonthofen über Oberstdorf durch's Stillachtal und den Schrofenpass nach Lechleiten im Lechtal.

Start in Sonthofen
Bis auf 2 kurze Stücke im Lechtal und vorm Oberjoch kann man die gesamte Strecke abseits der Hauptstrasse radeln, teilweise auf kleinen Strässchen, teilweise auf Schotterstrassen und Feldwegen. Der kleine Trial, den wir uns im oberen Teil des Lechtals geleistet haben, ist eher als 'Goodie' zu betrachten und kam daher, dass ich die Karte nicht genau angeschaut hatte. Merken, Engel: was in der Karte gestrichelt eingezeichnet ist, ist nicht wirklich Bike-geeignet.

Begegnung im Stillachtal
Der Schrofenpass ist ein richtiger Bergpass und auch wenn er regelmässig von Radlern als Übergang ins Lechtal benutzt wird, kann man nicht jedem mit gutem Gewissen dazu raten. Man sollte schon sehr trittsicher sein und sein Rad mühelos tragen können, wenn man da rüber will. Die Wanderer auf dem Pass, die teilweise auch ohne Fahrrad über der Schulter Mühe mit dem Weg hatten, müssen uns für völlig bescheuert gehalten haben, aber wie das Schildchen da oben und die Bilder da unten beweisen: wir sind nicht die einzigen ...

Auf dem haarigesten Übergang
Andere Radler mitten in der Steilwand des Passes
Das Lechtal ist wunderwunderschön. Ich sag das ja nicht zum ersten Mal, aber diesmal haben wir abseits der Hauptstrasse und der steilen einsamen Berge ein liebliches Bergtal entdeckt, von dessen Existenz wir bislang keine Ahnung hatten. Wie auch, wenn man entweder viel zu schnell auf der Passstrasse rumsaust oder weit oben drüber in Felsen rumklettert. Von Steeg bis (wahrscheinlich) Reutte gibt es einen Lechtal-Radweg, der wirklich nett ist. Fotos hab ich keine gemacht, weil wir da einfach nur schnell durchgesaust sind.

Oben auf dem Schrofenpass
Vom Lechtal ins Tannheimer Tal haben wir den frisch restaurierten 'alten Gachtpass' benutzt. Der ist erst seit 2 oder 3 Jahren fertig und das war sehr gut für uns, denn auf der 'richtigen' Strasse über den Gaichtpass hätten wir wohl wenig Freude gehabt. Die ist nämlich recht eng und stark befahren und da sie direkt an einer Felswand entlang führt, hat es da recht wenig Platz.

Ankunft im Tannheimer Tal auf dem alten Gachtpass
Diese Runde wollten wir wirklich schon lange mal machen und es hat sich wirklich gelohnt :-) Den Sonntag haben wir beim Baden verbracht und die geschädigten Muskeln und Knochen erholt. Ich hab vor allem in den Schultern und im Nacken einen Muskelkater bekommen - und einen blauen Fleck auf der linken Schulter vom Radl-Tragen ;-)

war das Wochenende. An einem Tag strahlend schön und aktiv und am anderen eher gemischt und faul. Naja, nicht wirklich faul - irgendwann muss man so Nervigkeiten wie Haushalt ja auch mal machen und das Wetter liess am Sonntag doch ein bisserl zu wünschen übrig.
Am Samstag waren wir auf einem der Berge, die für mich unverzichtbar zu jedem Bergjahr gehören: das Rubihorn. Nicht nur dass die Gegend einfach traumhaft schön ist, mit einem kleinen Schlenker kriegt man noch eine hübsche kurze Kletterei dazu und am Rückweg kann man in einem netten kleinen Bergsee baden. Wenn man das aushält, heisst das, aber bei dem Wetter zur Zeit kann man (also auch ich) tatsächlich sogar schon im Gaisalpsee schwimmen gehen.

Das Bild links zeigt den Wasserfall im Tobel, das rechts den Gaisalpsee vor dem Gaisalphorn
Meine Eltern weilen ja noch immer in Südfrankreich und schicken brav alle paar Tage eine SMS wie gut es ihnen geht. Einzig Wind vermissen sie, was daran liegt, dass es hier so schönes Wetter hat. Ich kann nicht sagen, dass sie mir übermässig leid tun würden ;-) und ich stehe auch nicht drüber, ihnen vorzuschwärmen, was sie zur Zeit für einen wundervollen Bergfrühling verpassen ;-) SMS kann man überall schreiben ...
Am Sonntag waren wir nach der Hausarbeit kurz mit Flossen und Paddels am See. Hui, damit zieht man vielleicht ab, allerdings ist es auch anstrengend. Paddels kennt ihr nicht? Das sind Trainingsgeräte für Schwimmer, mit denen man die Arme trainiert, allerdings zieht man beim Schwimm-Training normalerweise keine Flossen dazu an (zumindest haben wir das nie gemacht). Das haut ganz schön rein beim Kraulen:

... mal ins Allgäu zu kommen --- zur Zeit lohnt es sich besonders.
Hier ist es immer grün, aber zur Zeit scheint alles geradezu zu explodieren. Das Wetter - warm, jeden Tag Regen - ist offensichtlich genau das, was das Gras in den Bergen braucht.
Dass die Allgäuer Berge Grasberge sind, ist nicht zu übersehen. Ich kann mich nicht erinnern, unsere Berge schon derart grün gesehen zu haben. Der Wasserfall da unten heisst Stuibenfall. 'Stuiben' weil er so 'staubt'. Kann man sagen - einmal davor stehen und man wird geduscht, was bei der Schwitzorgie, die das Hochradeln verursacht, höchst willkommen ist.

Wir waren vor allem mit dem Radl unterwegs - nach dem vielen Laufen auf der Insel eine ungewohnte Bewegung und haben uns zwischendrin immer wieder mal in einen unserer Seen geworfen :-) Wegen mir könnte das Wetter gerne so bleiben wie es ist. Naja, ein bisserl kühler vielleicht ...
Da ich am Freitag recht spät heim kam, war der beste Allgäuer von allen für's Einkaufen zuständig, was in Grillfleisch für 3 Tage resultierte ;-) Aber er hat auch an mich gedacht und Gemüse und Salat mitgebracht. Es war köstlich :-)


Wie nicht anders zu erwarten war der Urlaub Klasse :-)
Der äusserste Westen und Südwesten Kretas (mehr haben wir nicht gesehen, aber das dafür ziemlich intensiv) ist sehr abwechslungsreich, ziemlich leer und kann furchtbar anstrengend sein ;-)
Wir hatten 3 Wochen lang nur Sonne und es war manchmal furchtbar heiss (über 30 Grad), aber da es da eine recht trockene Hitze hat, konnte man sich sogar bei diesen Temperaturen noch ganz gut bewegen. Offensichtlich gab es vor unserem Eintreffen eine Sturm- und Kälte-Periode und am letzten Tag fing es an zu regnen - besser hätten wir den Termin kaum legen können :-)
Von den 20 verfügbaren Tagen sind wir an 18 Tagen gelaufen, haben 4 halbe Tage gebadet und sind an einem Tag Schiff gefahren und an einem Tag mit dem Bus quer über die Insel gefahren. Braun wird man dabei vor allem an den Armen und an den Beinen ;-) Die 'Kultur', also Knossos, Klöster und was da sonst noch zu besichtigen ist, haben wir uns nach den Erfahrungsberichten anderer Urlauber geschenkt.
Das traditionelle kretische Essen ist ziemlich gewöhnungsbedürftig und überhaupt muss man sich ziemlich fleisch-lastig ernähren (von Salat, der fantastisch schmeckt, mal abgesehen). Ehrlich gesagt, mir schmeckt griechisches Essen in Deutschland besser. Aber dafür sind die Menschen irre freundlich und hilfsbereit. Hat man mal Kontakt zu einem, so wird man quer über die Insel an Freunde empfohlen und verwöhnt. Vor allem die Bauern füllten uns mit ihren selbstgemachten Produkten (Käse, Oliven, Wein, Raki) bis zum Abwinken ab.
Alles in Allem: Super!




