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Um am schönen Wochenende am Urlaubsende halbwegs allein unterwegs zu sein, hatten wir uns eine Tour mit Minis überlegt. Steigeisen wanderten vorsichtshalber auch in den Rucksack, es war ein Tobel zu bezwingen.

Wir waren früh dran, aber am Parkplatz über Reichenbach standen doch schon einige Autos. Eiskletterer und Nordwand-Besteiger, nahmen wir an. Schwer bepackt stapften wir los und übersahen dann mit Überzeugung die Sperrung des Tobels. Anfangs hatte es lediglich ein bisserl glatt getretenen Schnee, bald wurde aber deutlich, dass die Sperrung schon Gründe hatte: Das von der Seite langsam rein laufende Wasser war in spiegelnden Eisbächen über den Weg gefroren.

Den ersten Eisbach umgingen wir noch, dann holten wir die Steigeisen raus und spazierten direkt auf dem Eis herum. Ich fand das ja schon ein bisserl unheimlich ;-) Die Zacken der Steigeisen hielten natürlich super auf dem Eis und es war überhaupt kein Problem, damit herumzulaufen. Würde man aber stolpern und hinfallen, würde man direkt und komplett haltlos in den Bach rutschen. Passierte natürlich nicht, der Weg ist nicht mal besonders steil, aber ich fühlte mich trotzdem seltsam. Wir hatten viel Spaß im Tobel :-)

Oben hat es das kleine Kraftwerk und von überall kommt Wasser. Das sah natürlich total super aus :-)

Nach dem Tobel legten wir die Steigeisen wieder ab und gingen auf dem Sommerweg weiter. Wo immer die Sonne gar nicht oder nur flach hin schien, hatte es Schnee, im tiefen Schatten war er sogar pulvrig. Wo immer die Sonne hin kam (nicht grad jetzt, aber generell), war alles hart gefroren, ging schon etwas auf oder war sogar matschig. Weiter oben wurde der Schnee mehr und der Matsch weniger. Steigeisen wären vielleicht nicht nötig gewesen, aber wenn man schon welche dabei hat ...

Am Unteren Gaisalpsee machten wir erst mal Pause in der Sonne und stellten dann auf Minis um. Der Schnee war stark unterschiedlich, im Schatten eiskalt und in der Sonne bald sulzig und tief. Meine Mini-Felle kamen mit dem Sulzschnee nicht gut zurecht. Weil sie vorne zu schmal sind und weil es natürlich alte, zusammengeschnittene Felle sind, die nicht mehr allzu gut halten, drückte jeder Schritt vorn Schnee unters Fell und irgendwann fielen die Felle einfach ab. Weil das Adhäsionsfelle sind, musste ich den Schnee nur abwischen und die Felle wieder auf die Ski kleben, aber nervig war das trotzdem.

Bis zum ‘Buckel’ vor dem dem Steilhang zur Scharte war gut zu gehen, dann wurde es anstrengend. Der Schnee wurde mit zunehmender Höhe und Steilheit (und Zeit) immer sulziger und die kurzen Ski hielten immer schlechter. Neben uns stieg eine sehr fitte Lady geradeaus zur Scharte hinauf (sah auch mühsam aus) und von oben kamen ein paar Nordwandbesteiger aus dem rechten Teil der Scharte runter.

Nachdem mir zum 4. Mal beide Felle abgegangen waren, beschloss ich, ebenfalls zu Fuß zu gehen. Das war dann genauso anstrengend wie befürchtet, aber ich brach deutlich seltener unerwartet durch (vor allem, weil es Stufen hatte). Der beste Allgäuer stellte auch bald um und wühlte sich vor mir in die Scharte hinauf. Der Wechten-Durchstieg oben sah nicht einfach aus.

Das war dann auch ganz schön schwierig, weil man den letzten Meter in einem Zug hinauf musste (Stufen hielten einfach nicht). Ich legte die Stöcke oben quer in den weichen Schnee, zog mich daran hoch und rollte mich dann einfach über den Rand. Walross-style. Nicht elegant, aber oben ist oben ;-)

Wir ließen die Minis an der rechten Scharte zurück (dort war die Abstiegsspur) und gingen zum Gipfel rüber. Das war nicht schwer, aber man musste ein echt steiles Schneefeld, das ins Bodenlose abfiel, queren und die Sonne schien schon auf den Schnee. Der war aber netterweise noch hart.

Am Gipfel war die fitte Lady und machte Selfies :-) Als wir ankamen, packte sie gerade zusammen und ging. Wir blieben eine Weile oben, aber es war nicht allzu bequem und noch dazu etwas windig, deswegen gingen wir auch bald. Ich schaute noch nach der Aufstiegsspur der Nordwand und entdeckte auch 2 Abfahrtspuren. Direkt rein in die Nordwand! Holla!

Die Querung des Schneefelds war noch immer problemlos. Wir machten die Minis wieder fest und stiegen in die nicht-ganz-so-steile rechte Rinne ab. Vom ersten Schritt abgesehen (für mich viel zu hoch ich krabbelte rückwärts runter), ging das sehr gut, die Stufen hielten noch. Weiter unten war der Schnee noch mehr aufgeweicht und wir brachen mit jedem Schritt durch. Sowas mag ich eigentlich nicht, aber wenn ich mich drauf einstellen kann, dann geht’s.

Sobald es möglich war, nahmen wir die Minis. Der obere Teil der Abfahrt war nicht schön, weil man immer wieder auch mit den Skiern durchbrach und höllisch aufpassen musste, dass die Spitzen der kurzen Ski nicht einstachen. Ich warf mich diverse Male lieber nach hinten, als Einstechen, einen Salto und einen unkalkulierbaren Sturz zu riskieren. Egal, lieber schlecht gefahren, als schlecht gelaufen ;-) Der beste Allgäuer kam besser zurecht und fuhr sogar einige echt schöne Bogen.

Unten kamen wir in den kalten Schnee und fanden da noch richtig tollen Pulver mit sehr wenigen Spuren vor, in den wir beide super Kurven ziehen konnten. Und wenn wir uns weiter oben nicht so gründlich missverstanden hätten, hätten wir sogar noch mehr davon haben können!

Am See machten wir nochmal Pause und stiegen dann weiter ab. Über die unteren Wiesen könnten wir nochmal ein Stück fahren (schöner Firn), dann war der Schnee aus. Am Tobel schauten wir wieder angestrengt an der Sperrung vorbei und stiegen dann - mit Steigeisen natürlich - durch und über das Eis im Tobel zum Auto ab. Das war nochmal sehr toll :-)


Im Tobel mit Minis am Rucksack


Den ersten Eisbach queren wir ohne Steigeisen


Mit Steigeisen ist dann alles leichter


Eis am Kraftwerk


Eisstufen


Anstieg zum Gaisalpsee


Gaisalpsee mit Ziel


Anstieg mit Minis


Toller Schnee


Es geht zu Fuß weiter


Dort oben müssen wir durch


Durchstieg durch die Wechte


Ich habe die Wechte noch vor mir


Auf dem Weg zum Gipfel


Oben :-)


Abstieg


Der obere Teil der Scharte ist auch rechts sehr steil


Die Spur ist aber gut


Elegante Skifahrerin


Andere machen das besser


Rückblick


Restabstieg erst mal zu Fuß


Unten nochmal ein paar Kurven ...


... das geht schon deutlich besser :-)


Eis im Tobel


Abstieg direkt übers Eis, wenn schon, denn schon

Von engel am 03.04.2022 07:14 • outdoorbergskieis

Freitag, 11.03.2022: Rinnen-Gekraxel

Freitag, April 01, 2022

Für die nächste Winterbesteigung parkten wir in Grän. Diesmal war der Kangoo nicht das erste Auto, es stand schon ein einsamer Wagen auf dem Parkplatz ;-)

Am Parkplatz war es (mal wieder) windig, aber als wir die Straße überquert hatten, kam Windschatten und es wurde schnell warm. Der Anstieg ist zwar südseitig, es hat aber viel Wald, deswegen war es abwechselnd kühl und warm und wir hatten entweder Eis oder Matsch oder alles dazwischen unter den Füßen. Aber es war auch windgeschützt. Vor dem oberen Bänkle machten wir eine angenehme Pause im Gras.

Auf der Querung konnten wir zwei Leute in der Gipfelrinne sehen, die da eben hochkraxelten. Wir brauchten nicht lang, um zum Einstieg zu kommen und packten da unsere Geheimwaffen aus: die Luckys ;-) Der Schnee war super. Kalt und trittfest und es hatte prima Stufen. Man wäre sicherlich auch ohne kleines Eisbeil hochgekommen, aber was man hat, hat man :-)

Oben waren nur die beiden Vorsteiger. Wir machten eine Weile Pause, aber weil es doch etwas windig war, beschlossen wir zu der sonnigen Mulde vor der Bad Kissinger Hütte zu gehen, die wir uns im Aufstieg aufgefallen war. Vor dem Abstieg mussten wir allerdings kurz warten, weil gerade zwei weitere Leute hochkamen. Dann stiegen wir ab und gingen zu der Mulde, wo es in der Sonne tatsächlich angenehm warm war. Hinter uns war ein Skitourer die steile Nordrinne (Blick von oben: Hui, ordentlich!) vor der Hütte hochgekommen.

Der Abstieg ging gut und schnell. Wir tranken den letzten Tee wie üblich am Seilbahnmast und gingen dann zum Auto runter. Immer wieder cool, so eine winterliche Gipfelrinne :-)


Start, das Ziel im Hintergrund


Im Schatten hat es noch ganz schön viel Schnee


Am Joch mit Blick auf den Forggensee


Bergbewohner


Nicht mehr weit


In der Rinne


Steiler anstieg


Gipfelblick


Gipfelbesucher


Gipfelpause


Abstieg


Wild hämmernder Specht im Wald


Die letzten Meter

Von engel am 01.04.2022 16:17 • outdoorberg

Donnerstag, 10.03.2022: Leiterberg

Mittwoch, März 30, 2022

Da der Schnee für Skitouren dann halt doch nicht so toll gewesen war, verlegten wir uns auf Zu-Fuß-Touren. Um diese Jahreszeit kann man gut auf Berge steigen, die sonst arg voll sind. Wir wollten Sonne, deswegen nahmen wir uns mal wieder den Berg mit Leiter vor.

Der Kangoo war das erste Auto in Gunzesried, obwohl wir gar nicht so besonders früh dran waren. Anfangs war es noch recht kühl und natürlich windig, nach dem letzten Haus konnten wir aber bald auf T-Shirt umstellen und die Hosenbeine hochkrempeln. Wir gingen bis zur Alpe Krumbach und machten da erst mal Pause mit Tee, Schoki, Sonne und Aussicht. Während der Pause ging ein Leut an uns vorbei, es war also noch immer nicht voll ;-)

Der Anstieg Richtung Steineberg war gut zu gehen, man kaum ein (darum mache ich mir ja immer Sorgen). Der Anstieg zur Leiter war dann besser, als wir ihn bei winterlichen Bedingungen je vorgefunden hatten, mit gutem Trittschnee und festen breiten Stufen. Der Anstieg war fast einfach ;-)

Oben war wieder Wind, deswegen stiegen wir bald auf der Südseite bis an die flache Stelle ab, wo wir im trockenen Gras lang und gemütlich Pause machten. Wenn man sich flach machte, dann merkte man den Wind kaum und es war schön warm. Wir blieben lang.

Der Abstieg war trotz aller Befürchtungen und trotz des inzwischen sehr aufgeweichten Schnees (Südseite halt) relativ OK. Ich brach oben zwei Mal durch (einmal mit jedem Bein), verbog mir aber weder das Operierte noch das motzige andere Bein :-) Weiter unten war dann Schatten und der Schnee war berechenbarer.

Sehr nett und schön einsam :-)


WIr können bald im T-Shirt gehen


Das übliche Bild weil es halt gar so schön ist da :-)


Vordere Krumbach und Steineberg


Auf dem Weg


Super Bedingungen


Steil ist es natürlich trotzdem


Auf der Leiter


Am Ausstieg


Gipfel


Abstieg

Von engel am 30.03.2022 19:35 • outdoorberg

Mittwoch, 09.03.2022: Erholung

Dienstag, März 29, 2022

Nach der langen Lechtaltour brauchten wir Pause, deswegen gab es Ausschlafen und dann den Illertalhügel zwengs ‘aktiver Erholung’.

Wir hatten eine lange, bequeme, sonnige Pause am Grat und nahmen dann den Direktabstieg über die Wiesen, so lange man das noch darf.

Der beste Allgäuer läutete den Frühling ein und ging ohne Schuhe, was ihn ungemein erfreute und am Ende für seltsame Blicke sorgte ;-)


Kontrastprogramm: Frühling


Huflattich


Gipfel


Unten ‘ohne’


Drüben liegt noch Schnee

Von engel am 29.03.2022 19:16 • outdoor

Dienstag, 08.03.2022: Hoch hinaus

Dienstag, März 29, 2022

Nach einem Ruhetag (wo es eh eher bewölkt war) war der beste Allgäuer doch nicht krank geworden. Ich hatte mir für den Urlaub eine der ‘großen’ Lechtaltouren gewünscht, deswegen starteten wir früh und parkten dann in Boden. Da gibt es inzwischen einen richtig großen Parkplatz für die Hanauer Hütte, zu dem man über das kleine Brückle direkt hinter dem Dorf fahren muss.

Es war nicht ganz so kalt wie befürchtet, hatte aber doch -8 Grad und nachdem wir den ersten Anstieg hinter uns gebracht hatten, auch den üblichen Talwind, der den besten Allgäuer, leider windempfindlich, ganz schön stresste. Ich, unempfindlich für und gegen alles, war total happy: das Parzinn, die Dremelspitze, im Winter, mit Schnee und Sonne - sooooo schön! Wobei sich die Sonne leider relativ bald erst mal hinter eine dünne Wolkenschicht verzog, das war schade.

Wir überquerten den Bach und machten dann den Fehler, im sonnigen Teil (Sommerweg) zur Hanauer Hütte aufzusteigen. Da war es glatt und hart und stellenweise nicht einfach zu gehen. Auf der schattigen Seite (Winterweg) wäre es vermutlich besser gegangen.

In der Hüttenebene machten wir die erste Pause. Die Sonne war inzwischen wieder rausgekommen, der Wind war aber leider trotzdem noch da. Auf dem Weg in die Kogelseescharte war es dann auch entweder sehr warm (Sonne, kein Wind) oder ziemlich kalt (keine Sonne, Wind). Es hatte überall und viele Spuren, auch im Osthang der Kogelseespitze, den wir uns für die Abfahrt vorgenommen hatten.

Nach dem steilen Aufstieg in die Kogelseescharte gab es eine kurze Pause in der Sonne, dann schulterten wir die Ski, um über die apere Fläche zum weiteren Aufstieg zur Kogelseespitze zu gehen. Von der Scharte zum Gipfel ist es weiter als man meint, deswegen hatten wir uns beide auf noch ziemlich viel Aufstieg eingestellt.

Nach dem kleinen Felsdurchschlupf endete die Spur, denn die meisten waren den Aufschwung dahinter zu Fuß aufgestiegen. Da wir ja direkt hier abfahren wollten, stellten wir die Ski ab und gingen ebenfalls zu Fuß weiter, in der festen Überzeugung, dass danach noch ein weiterer Aufschwung zu bewältigen sein würde. Aber nein, direkt dahinter war der Gipfel :-)

Hach, sooo schön! Großartige Aussicht in alle Richtungen, außer uns kein Mensch weit und breit und es hatte nicht mal Wind am Gipfel :-) Wir machten lang und gemütlich Pause.

Die Abfahrt war dann eher so mittel. Oben war der Schnee hart und abgerutscht, dann hatte es viele eingefrorene Spuren und weiter unten verpassten wir die Querung zu möglicherweise weniger zerfahrenem Schnee. Irgendwo in der Mitte fand sich dann doch noch so mittel-zerfahrener Schnee für ein paar nette Kurven und ganz unten fand ich sogar tatsächlich etwas kaum zerfahrenen Pulver. Der beste Allgäuer war ziemlich unzufrieden, aber der kommt mit alten Spuren nicht so gut zurecht. Ich hab ja eher Probleme mit Deckeln.

Der Rest der Abfahrt war dann wie erwartet eher so mittel. Da, wo es nochmal hätte Spaß machen können, im Skicross zwischen den Latschen, war schon so wenig Licht, dass alle Konturen verschwanden und wir uns eher hindurch tasten mussten, statt tatsächlich zu fahren. Wir kamen aber problemlos zurück zum Auto.

Tolle Tour, toller Tag!


Im langen Tal


Dremelspitze voraus :-)


Bachüberquerung


Endlich Sonne


Sonne mit Dremelspitze


Auf dem Weg zur Scharte


Die letzten Meter


Kurz geht es zu Fuß weiter


Anstieg


Vor dem letzten Aufschwung


Parzinnblick


Am Gipfel


Start zur Abfahrt


Abfahrt


Abfahrt


Die Brücke gehen wir lieber zu Fuß


Ein letzter Blick

Von engel am 29.03.2022 19:15 • outdoorski

Der Tag sollte vormittags noch strahlend sonnig sein, am Nachmittag sollten aber Wolken reinziehen. Weil wir ja die Woche drauf Urlaub haben würden, nahmen wir uns nochmal den Hausberg vor. Der ist immer nett, selten voll und da ist ja auch noch diese Rinne auf der Nordseite, die wir noch nie gefahren sind.

Der beste Allgäuer meinte schon beim Frühstück, dass es ihm eher so mittel ginge, wollte aber los, denn ‘umdrehen geht immer’ (zumindest in der Theorie). Wir waren ein bisserl später dran als am Samstag, aber es war trotzdem nicht übermäßig voll.

Der Sommerweg war besser zu gehen als erwartet (ich hatte mit eisigen Stellen wegen Auftauen und Einfrieren gerechnet). In der langen Querung unter der Nordseite war wie üblich kalter Wind und der bekam dem besten Allgäuer, der eh schon Halsweh hatte, nicht gut.

In der Sonne am Wegkreuz machten wir erst mal Pause und gingen dann doch weiter (die Rinne war da schon gestrichen). Netterweise hatte es auf der Südseite weniger Wind und war zwischendurch sogar richtig warm. Wir kamen bis zur Gipfelrinne und dann auch bis auf den Gipfel, wo wir tatsächlich allein waren. Es war allerdings etwas windig, deswegen stiegen wir wieder ab, um weiter unten Pause zu machen.

Die Abfahrt war wie erwartet auch eher so mittel. Meistens hart und zerfahren und am einzigen winzigen Stückchen Firn fuhr beste Allgäuer leider vorbei (ich fahre fast immer hinten). Ich machte da wenigstens eine Kurve ;-)

Nach der Latschenquerung gab es noch 3 Schwünge in schönem Schnee, dann suchten wir uns einen Platz an einer Latsche und machten Pause. Leider war es diesig und die Sonne wärmte nicht wirklich. Das war schade, denn die Skisitze waren sehr bequem geworden.

Wir querten oben zum Nordhang, was fast ohne Gegenanstieg klappte, und fuhren im buschigen Nordhang diesmal rechts runter. Das war nach den ersten Metern dann tatsächlich nochmal prima, denn da war bisher kaum jemand gefahren und der Schnee war kalt und pulvrig :-)

Den Rest muss man dann halt hinter sich bringen: vorm Brückle abrutschen und drüber fahren (ich graulte mich vor dem schmalen Schnee auf der Brücke und nahm den Weg über den Bach, was aber dann noch doofer war), den Sommerweg abrutschen, den Forstweg runterfahren.

War insgesamt ganz nett, aber der beste Allgäuer schien krank zu werden. Genau vor dem Urlaub :-(


Start wie üblich


Am Brückle


Endlich Sonne


Am Sattel


Litnis in Sicht


In der Gipfelrinne


Am Gipfel


Am Nebengipfel


Gipfelbesucher


Abstieg


Abfahrt


Abfahrt

Von engel am 25.03.2022 18:48 • outdoorski

Samstag, 05.03.2022: Geburtstagsskitour

Freitag, März 25, 2022

Zum Start des Urlaubs und am Geburtstag des besten Allgäuers von Allen spielte das Wetter mit und wir beschlossen, nochmal einen Versuch an dem Buckel am Ende des langen Hochtals vorm Haldensee zu machen. Wir waren früh dran, kamen ohne Stau ins Tannheimer Tal und ohne Skitourer-Pulk bis ins Hochtal. Da hatte es dann leider einen kalten Wind, der uns mit wenigen Ausnahmen bis zur Strindenscharte begleitete.

Immerhin war der Sonnenstand inzwischen wieder hoch genug, dass wir im hinteren Teil des Tals in der Sonne laufen konnten (da wurde es schlagartig erstaunlich warm, obwohl es den ganzen Tag Minusgrade hatte), allein dadurch wurde der Weg gefühlt viel kürzer. In der Scharte machten wir eine kurze Pause.

Die Spur durch den Steilhang war zwar prinzipiell eisig, war aber inzwischen durch die flache Sonne minimal aufgegangen. Bis auf wenige Stellen war sie deswegen ganz gut zu laufen. Der Hang insgesamt war aber hart und von Spuren gezeichnet, deswegen fuhr da niemand wirklich elegant ab :-) Egal, Spitzkehren gehen immer.

Wir kamen problemlos über die beiden Steilstufen und kamen genau zum rechten Zeitpunkt am Gipfelkreuz an: die einzige Skitourerin, die noch oben war, machte sich gerade zur Abfahrt bereit. Wind hatte es auch kaum da oben und die Aussicht war großartig (und wir sind da ja echt selten), allerdings wärmte die Sonne kaum. Trotzdem war das eine sehr schöne alleinige Pause.

Als dann ein paar Leute auf einmal kamen, machten wir uns an die Abfahrt, die über die beiden harten Steilhänge oben natürlich eher so mittel war. In der Scharte war es deutlich wärmer als oben und wir machten nochmal eine Pause, um die Sonne auszunützen. Dabei schauten wir den Leuten zu, die gegenüber zum Strindenschartenkopf aufstiegen. Da gab es zwei nordseitige Rinnen, hatte ich im Aufstieg gesehen.

Als wir uns dann an die Abfahrt machten, schauten wir uns die Rinnen noch genauer an und nahmen uns den Kopf und die Abfahrt für den nächsten Besuch vor. Oben fanden wir noch ein paar Stellen mit nur mäßig zerfahrenem Schnee, was für ein paar nette Kurven reichte, unten war dann einfach alles zerfahren. Da muss man dann halt drüber und durch.

Im Tal hatte sich die eisige Luft gehalten. Bei der Abfahrt, ganz besonders vor dem kleinen Bergauf-Stück, wo man dann wirklich Gas geben muss, um möglichst wenig schieben zu müssen, wurde es dann ganz schön frisch im Gesicht! Die Abfahrt auf dem Forstweg war einfach wie immer. Schöner Urlaubsanfang :-)


Kalter Start mit Einstein


Auf dem Weg zur Sonne


Yay! Sonne!


Anstieg zur Strindenscharte


Im Steilhang


Gipfel in Sicht


Ganz allein oben


Pause


Abfahrt


Abfahrt


Forstweg

Von engel am 25.03.2022 18:47 • outdoorski

Donnerstag, 03.03.2022: Abendrunde

Sonntag, März 13, 2022

Nach einem reichlich anstrengenden Arbeitstag im HomeOffice mit bestem Wetter draußen war mir danach, den Kopf zu lüften. Der beste Allgäuer kam mit :-)

Dass es inzwischen deutlich länger hell war, kam uns zugute, wir bekamen oben tatsächlich noch ein wenig Sonne mit. Der Aufstieg war wie erwartet recht matschig, der Abstieg direkt über die Wiese mit Restschneewechte kam da dann ganz Recht ;-)

 

Von engel am 13.03.2022 22:00 • outdoorberg

Sonntag, 27.02.2022: Lechtal!

Sonntag, März 06, 2022

Ich wollte schon seit einer Weile endlich mal ins Lechtal, um die erneute Skitourerin-Werdung zu vervollständigen und an diesem Sonntag klappt es endlich :-) Wir waren nicht ganz so früh dran wie erhofft, aber der Tunnel war erfreulicherweise noch frei (noch ist der Verkehr deutlich Corona-beeinflusst), deswegen kamen wir nahezu ohne Verzögerung nach Gramais, wo die Parkplätze allerdings schon ein bisserl knapp wurden.

Man darf nicht mehr runter zum Bauhof fahren, deswegen mussten wir erst mal die Teerstraße hinab laufen. Nach der Kurve hätte man sogar ein Stück abfahren können, aber wir hatten die Felle schon auf den Skiern. Der beste Allgäuer zog es vor, zu Fuß zum Bauhof abzusteigen, ich rutschte auf den Fellen runter, war eh nicht weit.

Es hatte -11 Grad, aber da es unten kaum Wind hatte, fühlte es sich erst mal nicht so kalt an, wie das klingt. Als wir ins weite Kar und sogar kurz in die Sonne kamen, kam dann doch etwas Wind auf. Dafür das es oben Sturm und lange Schneefahnen hatte, war das aber wirklich sehr verträglich.

Wir waren natürlich nicht allein im Kar, aber die meisten waren deutlich vor oder deutlich nach uns unterwegs, deswegen konnten wir ungestört aufsteigen (überholen, bzw. überholt werden ist immer etwas nervig). Im Vergleich zu auch schon, war die Spur den steilen Geröllhang hinauf echt gut zu gehen. Im Vorfeld hatten wir uns da ja ein paar Gedanken gemacht, aber der Schnee reichte ;-)

Die große Kehre im Kar lag in der Sonne und wir machten eine kurze Pause, bevor uns die Spur wieder in den Schatten führte. Das war auch der letzte Zeitpunkt, zu dem wir noch weitgehend windgeschützt waren. Je höher wir kamen, desto windiger wurde es, auch wenn der Wind vom Höhensturm über uns noch weit entfernt war. Wir ließen dennoch den letzten Hang aus und brachen am Buckel vor dem Schafkarsee ab. Oben war es eh voll.

Die Abfahrt war Klasse :-) Das Kar ist so breit und weit, dass man auch nach vielen Abfahrern noch Platz findet, eigene Spuren zu legen und der Schnee war locker und fluffig. Hach!

Unten setzten wir uns vor dem Wald in die Sonne und holten die Gipfelpause nach. Das war sehr nett und schön warm.

Die Restabfahrt war dann nur noch Forststraße und der Wiederaufstieg zum Auto. Wir ließen K&K zugunsten einer staufreien Heimfahrt aus. Da Google schon Stau um Reutte und vor dem Tunnel anzeigte, fuhren wir durchs Tannheimer Tal, was ziemlich problemlos klappte. Da hatten wir aber Glück, wie der beste Allgäuer ein paar Tage später erfuhr: Der Grenztankstellenstau reichte am späten Nachmittag bis hinauf ans Oberjoch!


Abrutschen/Absteigen zum Bauhof


Wir verlassen das gesicherte Gebiet


Bachüberquerung


Riesige Windfahnen in der Höhe


Viele Leute im Hang vor uns


Höhenwind


Kurz vorm letzten Buckel (oben ist es voll)


Weitblick


Abfahrt


Abfahrt


Abfahrt


Abfahrt


Pause :-)


Rückweg zum Auto

Von engel am 06.03.2022 21:10 • outdoorski

Samstag, 26.02.2022: Illertalhügel

Freitag, März 04, 2022

Das Wetter sollte erst im Lauf des Samstags schön werden. In der Früh schneite es noch ein wenig, dann wurde es immerhin trocken. Wir starteten recht spät, um dann hoffentlich am Nachmittag Sonne zu bekommen.

Der Plan ging auf, die Sonne kam schon im Aufstieg raus. Auch der Wind hielt sich einigermaßen in Grenzen, kam aber aus der falschen Richtung, deswegen war es am Plätzchen am Grat nur so mittelwarm. Nett war es aber trotzdem :-)

Wir gingen vorn runter, ab dem Pavillon direkt über die Wiese so lang man das noch darf.


Sonne schon im Aufstieg


Fast allein am Gipfel


Abstieg über den Pavillon

Von engel am 04.03.2022 18:15 • outdoorberg
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