Dein Browser kann leider nicht vernünftig mit CSS umgehen. Den Inhalt siehst du, das Design dagegen ist futsch.

Mini-Ausflug

Samstag, Juni 15, 2019

Im eigenen Bett schlief ich eigentlich gut (2 mal kurz aufgewacht), aber um halb 4 war ich wach. Richtig total wach. Völlig unverständlich. Ich stand auf, las ein wenig und ging gegen 6 wieder ins Bett. Um halb 8 stand ich zusammen mit dem besten Allgäuer ‘richtig’ auf.

Wir hatten ein feines Frühstück und hingen dann ein wenig gemeinsam rum. Dsa Wetter war nicht so schön, wie wir gehofft hatten und es wehte ein ziemlich stürmischer Wind. Am späteren Vormittag radelte ich 15 Minuten auf dem Standradl zum Aufwärmen. Unterdessen sauste der beste Allgäuer auf seinem MTB schon mal los.

Ich setzte mich ins Auto und fuhr (nachdem ich erst mal einen Bremstest gemacht hatte) zum Parkplatz am Eschacher Weiher. Dann stakste ich mit Bergstöcken statt Krücken zum Weiher runter. Es war ziemlich windig und weil die Sonne kaum durch die Wolken kam, leider auch ziemlich kühl. Am Weiher suchte ich einen windgeschützten Platz, aber das war vergeblich. Ich legte mich also in die noch ungemähte Wiese und da war es dann ziemlich OK, weil das hohe Gras den Wind recht gut brach.

Bald kam auch der beste Allgäuer von Allen und wir lagen gemeinsam am See herum und schauten den Wolken zu, die mal dicker und mal dünner waren und überhaupt da oben recht blöd umher waberten. So richtig Sonne kam kaum durch. In den Bergen hinten wurde es dunkler und dunkler.

Wir überlegten kurz, ob wir ins Brotzeitstüble gehen sollten (ich bin sicher, dass ich das geschafft hätte), liessen den Gedanken dann aber zugunsten von Pfannkuchen auf der Terrasse fallen. Der beste Allgäuer ging noch schwimmen, ich versuchte das auch, drehte dann aber um, als das Wasser mir etwa bis zum Bauch ging. Brrrrr!

Auf dem Heimweg machte ich noch ein paar Besorgungen im Aldi (weder Krücken noch Stöcke, dafür aber den Einkaufswagen zum Stützen), dann gab es Pfannkuchen auf der Terrasse. Mit Grand Marnier, Amaretto, Baileys, Marmelade und Zimtzucker. Ein Fest!

Am Abend gab es dann einen Riesenhaufen Spargel mit einem Mini-Putenschnitzel für mich und weniger Spargel mit einem größeren Putenschnitzel für den besten Allgäuer von Allen. Dazu natürlich Sauce Hollandaise und Kartoffeln.
Wunderbar, das hatte ich mir genau so gewünscht :-)


Weiherblick

Von engel am 15.06.2019 23:00 • diaryKnieOPoutdoorberg

Überschätzt

Montag, Juni 10, 2019

Nach einem frühen Frühstück sauste ich zum medizinischen Training. Ich hatte Glück und bekam gleich ein Rad und weil niemand wartete, radelte ich gleich mal 15 Minuten (10 Löcher, 80 Watt).

Direkt danach ging ich zur Beinpresse. Da wollte ich wieder 5 Züge nehmen (die Schwierigkeit bei diesem Gerät wird über Gummizüge eingestellt), weil das gestern geklappt hatte, aber das war für den Anfang zu viel. Beim zweiten Satz schaffte ich die 5 Züge dann aber :-)

Bei den therapeutischen Dehn- und Streck-Übungen war ich sehr freundich zu mir. Das soll nicht heissen, dass ich sie nicht ordentlich durchführte, sondern nur, dass ich nicht mit voller Gewalt streckte und beugte. Ich wollte das Bein ein wenig schonen.

Das war vermutlich auch nicht schlecht, denn beim Radeln danach schaffte ich die volle Kurbellänge! Zum ersten Mal! 10 Minuten mit 90 Watt und voller Kurbellänge, das war tatsächlich sowas wie ‘richtiges’ Training ;-)

Den Morgen über hatte ich überlegt, ob ich denn nun nochmal zum Wallberg fahren sollte oder eher nicht, denn der Himmel war bedeckt und es drohten Gewitter. Und die Frage, ob Krücken oder Bergstöcke hatte ich auch noch nicht abschliessend mit mir geklärt.

Zurück im Zimmer war dann aber klar: ich würde gehen. Lieber umdrehen oder nass werden, als es gar nicht erst probieren! Ich packte die warme Jacke, ein leichtes Hemd, etwas zu trinken, die Kirschen und die ‘geklaute’ Frühstückssemmel in den Rucksack, cremte mich vorsichtshalber ordentlich mit 50+ ein und ging zum Bus die Bergstöcke in der Hand und ohne Krücken!

Die Stöcke nutzte ich, sobald ich aus dem Haus war. An der Bahn stellte ich fest, dass ich tatsächlich Kurgast war (wie der Kassierer mir letztes Mal zugebilligt hatte), denn ich hatte ja die Gästekarte :-) Ich hinkte mit meinen Bergstöcken genügend (nicht absichtlich natürlich), um die Gondel wieder angehalten zu bekommen und wurde oben sogar erkannt und bekam die Gondel auch angehalten. Das sind echt nette Leute da an der Wallbergbahn!

Das Kapellchen liess ich diesmal aus und stakste mit meine Stöcken direkt den Fahrweg zu neuen Wallbergalm runter. Mein Ziel war ja der Hügel hinter der Alm. Der Weg war reichlich steil und geröllig und die Stöcke bieten auch bei gutem und gründlichen Einsatz (und ich habe ja auch wirklich Übung damit) nur teilweise die Unterstützung, die Krücken haben und so musste ich mir nach 3/4 des Abstiegs (vielleicht 120 Höhenmeter) eingestehen, dass ich das auf keinen Fall schaffen würde. Oder wenn, dann hätte ich mir irgendwas ruiniert.

Da sich in absehbarer Strecke kein nettes Plätzchen (wichtigstes Kriterium: Gras und bequem) fand, drehte ich direkt wieder um und stieg zurück hinauf zur Bahnstation. Ganz kurz betrachtete ich das Plätzchen von letztem Mal auf dem Weg zum Wallberggipfel, aber ich dachte, dass nach dem vorigen Abstieg auch der Abstieg dann stressig werden würde und setzte mich halt direkt in die Mitte der Wiese an der Wallbergstation. Da laufen vorn und hinten Leute vorbei, aber es ist bequem und wenn man die Augen schliesst und Musik in den Ohren hat, dann spielt das keine Rolle.

Da blieb ich dann eine gute Weile und sonnte mich in der diesigen Halb-Sonne. Im Westen wurde es immer dunkler und auch meine Halb-Sonne wurde immer weniger, deswegen ging ich irgendwann. Auf dem Runterweg war der nette Seilbahnmann mit einer Familie mit Kinderwagen beschäftigt, deswegen hüpfte ich ohne Beistand in eine Gondel. Das klappte prima :-)
Unten bekam ich aber einen kleinen Stopp und das war nett, denn rauskrabbeln ist anspruchsvoller als reinkrabbeln ;-)

Zurück in der Rehaklinik brauchte das Knie ein Coolpack und Ruhe. Später ging ich runter ins Cafe, um da einen Eiskaffee zu geniessen. Ich wäre ja gern allein im Schatten gesessen und hätte dazu gelesen, aber es war proppenvoll und an einem halbschattigen Tisch sassen Katharina und Julia, also setzte ich mich dazu. Natürlich kam gerade da die Sonne raus und es wurde richtig heiss. Ich blieb also nicht lang.

Nach dem Abendessen ging ich hoch, stellte die Krücken ab und wollte noch schnell Eis holen (die Coolpacks wurden nicht schnell genug kalt). Ohne Krücken, war ja nicht weit. Erst scheiterte ich an der Treppe (ohne Stützen runter ist noch völlig ausser jeder Frage), dann war die Eismaschine kaputt und ich musste quer durch die Klinik laufen, um bei der zweiten Eismaschine eine Tüte zu holen. Hochwärts nahm ich die Treppe, aber ohne Stützen ist das eher Gewürge als Treppensteigen. Da ist noch deutlich Luft nach oben! Immerhin ging das Laufen ganz gut, wenn auch entschieden unrund.


Die Wallbergbahn bei nicht ganz so schönem Wetter


Das eventuelle Ziel (der Hügel hinter der Kapelle)


Abbruch


Abfahrt

Von engel am 10.06.2019 22:59 • diaryKnieOPoutdoorberg

Exkursion

Sonntag, Juni 02, 2019

Ich ging früh zum Frühstück, denn ich hatte viel vor. Etwas verschämt machte ich mir eine Extra-Semmel mit Schinken und Käse und packte sie samt Serviette in meinen Rucksack, den ich genau zu diesem Zweck mitgenommen hatte ;-)

Die Semmel parkte ich im Kühlschrank bei den Kirschen und ging dann erst mal gründlich trainieren. In letzter Zeit habe ich eigentlich keine Zeit mehr für die Extra-Übungen für den Oberkörper, heute ließ ich sie bewusst weg, denn ich wollte nochmal das Knie kühlen, bevor ich startete.

Der Bus fuhr um 10:20h. Ich war - natürlich - um 10:05h da und stand mir erst mal die Beine in den Bauch. Auf dem Bus stand ganz unerwartet ‘Wallbergbahn’, dabei hatte die DB Navigator App behauptet, ich müsse umsteigen. Der Busfahrer meinte, einfach sitzen bleiben, er würde nur eine Runde durch Rottach-Egern drehen und dann wieder an der Umsteige-Haltestelle vorbei fahren. Folglich stiegen dort all die Leute wieder ein, die da kurz vorher erst ausgestiegen waren.

An der Wallbergbahn erwarteten mich erst mal viele Treppen. Schon klar, an einer Bergbahn macht man keine Aufzüge hin. Der Kassenmensch meinte auf meine Frage, ob es Ermäßigung für Reha-Patienten gäbe, er könne mich als Kurgast behandeln. Fand ich prima, aber ich habe nicht nachgeschaut, ob das dann auch tatsächlich eine Ermäßigung gab ;-)

Als ich die Treppen zur Bahn hinter mir hatte, erwartete mich die erste Hürde: Einsteigen in die fahrende Seilbahngondel. Ähem! Das hatte ich total übersehen, dass Seilbahnen tatsächlich aus beweglichen Teilen bestehen! Aber der nette Einstiegshelfer hielt mir die Kabine kurz an, so dass ich problemlos einsteigen konnte. Puh!

Den Weg hinauf überlegte ich mir Strategien, wie ich oben wieder aus der Gondel rauskommen könnte, ohne mir oder dem Bein zu schaden. Es war ganz einfach :-) Da oben war nämlich auch ein Helfer, der die Kabine kurz anhielt. Super! Im Nachhinein: da fahren so viele Leute rauf, die deutlich schlechter zu Fuß sind als ich mit den Krücken, dass es kein Wunder ist, dass man Strategien für Fußlahme hat.

Oben hat es natürlich auch haufenweise Treppen und zum Klo muss man dann nochmal eine Extra-Treppe runter und rauf. Was prinzipiell kein Problem ist, Treppen kann ich, ich bin halt bloß sehr langsam. Ich erntete allerlei mitleidige und seltsame Blicke, das war mir aber sowas von egal.

Als ich aus dem Seilbahnhäusl/Restaurant trat, blieb mir erst mal fast der Atem weg. Berge, Berge, Berge, so weit das Auge reichte. Und noch massig Schnee, Lawinen und Schneebretter in der näheren und ferneren Umgebung eingeschlossen. Hach! Ich glaube, ich hatte schon etwas Entzug, selbst mit der Klinik am Tegernsee ;-)

Ich ging erst mal zur Kapelle vor und schaute mir die Gegend dort von einer Bank aus an. Vor mir war der scharfe Grat, über den wir vor 2 1/2 Jahren bei der SAN Weihnachtsfeier gekraxelt waren. Nett!

Auf der anderen Seite der Seilbahn war der Wallberg-Gipfel. Das war nicht weit, vielleicht 150 Höhenmeter, aber natürlich für mich völlig unschaffbar. Ich ging trotzdem mal in die Richtung, denn da führte ein breiter Forstweg hin. Der war erst gemütlich und wurde dann ziemlich steil.

Hochzugehen war aber gar kein Problem. Ich testete kurz, wie runtergehen war und ging dann weiter. Bis zum Ende des breiten Wegs. Da war dann wirklich Schluß, denn der Bergweg ging umgehend in Felsen über und da wieder runter zu krücken wäre sicherlich schief gegangen.

Ich ging stattdessen seitlich in eine steile Wiese, suchte mir ein schönes Plätzchen und machte da Brotzeit mit meiner ‘geklauten’ Semmel und den Kirschen. Ganz bequem war es nicht, aber ich lag trotzdem lang in der Wiese rum, des Gefühls wegen. Draussen! Oben!

Der Runterweg war anspruchsvoll, steil und steinig. Ich ging entsprechend vorsichtig und kam ohne Zwischenfall wieder bei der Bahn an. Dort setzte ich mich nochmal auf eine Bank, aber so langsam war es Zeit wieder zu gehen. Das Bein jammerte rum und wollte Eis. Ich fuhr also wieder runter und mit dem Bus zurück.

In der Klinik ging ich erst mal duschen und legte mich dann aufs Bett und nacheinander beide Coolpacks aufs Knie. Als die beide warm geworden waren, ging ich runter und gönnte mir einen Eiskaffee im Aussencafe. Voll verdient!

Nach dem Abendessen holte ich mir dann noch Eis, denn die Coolpacks wurden in der Kürze der Zeit nicht mehr richtig kalt. Ich ging ohne Krücken zum Eis! Fand ich ehrlich gesagt, ziemlich abenteuerlich, denn im Zimmer hat es ja überall Wände, Stühle und sowas zum Festhalten, so ein Gang ist aber breit und da ist nix. Es ging aber gut, auch wenn ich humpeliger unterwegs war, als ich mir gewünscht hätte.


An der Wallbergbahn


Blick und Weg zur Kapelle


Der Tegernsee von oben


Wallberggipfel von der Kapelle aus


Auf dem steilen Weg


Am Felsaufbau war Schluß für mich


Ausblick von meinem Pausenplatz


Rückfahrt

Von engel am 02.06.2019 23:00 • diaryKnieOPoutdoorberg

Samstag, 27.04.2019: Bärlauch :-)

Mittwoch, Mai 15, 2019

Den letzten Teil vom Urlaub war es kühl und regnete immer wieder. Eine größere Regenlücke am Freitag nutzten wir, um auch dem Kangoo Sommerräder zu verpassen.

Am nicht verregneten Teil vom Samstag fuhren wir zur Iller, um endlich Bärlauch zu holen. Entgegen meiner Befürchtungen stand der noch nicht total in Blüte und wir konnten insgesamt 5 Portionen holen. Die erste verarbeitete ich abends zu Bärlauchknödeln, was ausgezeichnet schmeckte :-)

Den Sonntag verbrachten wir mit intensivem Nixtun :-)

Von engel am 15.05.2019 15:17 • outdoor

Am letzten schönen Tag der Urlaubswoche gingen wir nochmal radeln. Mountainbiken, mit Waldabfahrt, Tennisplatzauffahrt und Dürrenbichlauffahrt und sogar bis ganz hinauf zum Blender. Da, wo man hoch auf jeden Fall schieben muss, Cracks und Mutige aber immerhin abfahren können. Ich schob.

Das Allgäu stand in Löwenzahnblüte, das sah großartig aus mit den weißen Bergen im Hintergrund.

Zwar begann der Tag strahlend, aber dann kam wieder diese hohe Wolkenschicht, die die ganzen letzten Tage schon die Sonne gedimmt hatte.

Wir kamen bis fast zum Eschacher Weiher und bogen dann doch nach Hause ab. Für in der Sonne liegen war es zu kühl und Kuchen im Brotzeitstüble wurde von der Aussicht von Kuchen auf der Terrasse geschlagen.

Wir nahmen Kuchen mit und verbrachten den Restnachmittag auf der Terrasse.


Am Opiolkaberg


Kirschblüte beim Rastbänkle


Am Ende der Tennisplatzauffahrt


Windbruch am Dürrenbichl


Kurz vorm Blender


Schwalbenschwanz am Blender


Die nicht so Mutigen schieben


Abruch und Heimfahrt

Von engel am 15.05.2019 15:14 • outdoormtb

Mittwoch, 24.04.2019: Pistenskitour

Dienstag, Mai 14, 2019

Das Wetter sollte super und heiss werden und der beste Allgäuer von Allen hatte eine Pistenskitour ausgesucht. Wir hatten am Vorabend noch die Webcams angeschaut und es sah so aus, als reiche der Schnee tatsächlich noch bis ganz runter.

Als wir an Oberstdorf vorbei das Trettachtal hinter fuhren, war aber rundrum so viel Grün und Frühling, das ich ernsthafte Zweifel bekam, ob das was werden könne. Aber tatsächlich, als wir ganz hinter auf den Bahnparkplatz gefahren waren, reichte da ein weisses Band mitten durch grüne Wiesen nach unten. Wir mussten vielleicht 100 Meter laufen, bevor wir anschnallen konnten.

Die Freude über das weisse Band hielt allerdings nicht lang, denn schon nach dem ersten Aufschwung kam eine Schneelücke, die noch dazu ziemlich matschig war. Ich befürchtete schon Schlimmeres, aber die weiteren Lücken hielten sich in Grenzen. Meistens mussten wir abschnallen, weil die Straße zur Mittelstation schon geräumt war.

Auf (anfangs teilweise sehr schmalen) weissen Bändern durch die grüne Landschaft aufzusteigen war ein wenig irreal, man kommt sich da zwischendrin vor wie im falschen Film. Auf der Straße hatte es Spaziergänger.

Ab der Mittelstation war die Schneedecke geschlossen (die Talabfahrt war wohl schon eine Weile gesperrt) und wir konnten problemlos aufsteigen. Es kam deutlich mehr Sonne in die Ostseite, als wir gedacht hatten und es war bald richtiggehend heiss. Der Schnee auf der Piste war bald komplett durchnässt, aber er würde nicht weicher und tiefer werden als er eh schon war.

An der oberen Mittelstation hätten wir ins freie Gelände raus müssen, um tatsächlich zum Gipfel aufzusteigen. Aber der Hang zum Gipfel ist ganz schön steil und die Sonne war auch da schon lang voll drin und neben der Piste war der Schnee bestimmt bodenlos. Das war uns dann doch zu riskant und wir ließen es da oben gut sein.

Die Abfahrt war wie erwartet. Oben war der Schnee nass und schwer und klebte etwas, war aber ganz gut zu fahren. Weiter unten war der Schnee schon weiter umgewandelt und klebte nicht mehr, aber da mussten wir dann gelegentlich abschnallen. Persönlich mochte ich die Buckelpisten der unteren Hänge und die Abfahrt auf dem superschmalen Streifen am liebsten, das war total ungewöhnlich :-)

Wir kamen bis auf 100 Meter an den Parkplatz ran, aber da unten war die Schneedecke stellenweise schon mehr Wunsch als Realität. Der beste Allgäuer von Allen musste sich kurz mal mit dem Stock im Gras abstützen und da blieb dann das untere Teil vom Stock ganz einfach stehen.

Wir waren den ganzen Tag fast komplett allein, von gelegentlichen Pistenraupen mal abgesehen und das war insgesamt recht ungewöhnlich und deswegen interessant.

So ganz ratsam sind Pistenskitouren nach Saisonende aber doch nicht, denn die Ketten der Pistenraupen (auch hier war alles umgegraben) hinterlassen auf dem Schnee haufenweise dreckiges Maschinenöl (sieht man natürlich nicht). Unsere Felle waren allesamt mit zahllosen Ölflecken gesprenkelt und wir mussten sie daheim gründlich waschen.


Start am Parkplatz


Kurzer Aufstieg zu Fuß


Sommerliches Skitouren in grüner Landschaft


Straßenquerung


Fast schon winterlicher Weitblick


Auf dem Weg zur oberen Mittelstation


Blick zum Gipfel


Abfahrt


Bereit für ...


... das schmale Band


Ein Stück Fußweg ...


... dann Buckelpiste

Von engel am 14.05.2019 15:17 • outdoorski

Auch der Dienstag sollte schön sein und weil nach den Osterfeiertagen fast alle Skigebiete den Betrieb einstellten, wollten wir zu Fuß am Ifen auf der Piste aufsteigen und dann mit den neuen Minis abfahren.

Nach den Erfahrungen letztes Jahr mit dem Sommerschnee an Daumen und Hochvogel, wo die alten kurzen schmalen Minis ja dauernd eingestochen waren und wir an den Schuhkanten hängen geblieben waren, hatten wir etwas längere und breitere Blades gesucht, die ebenfalls mit den Hochtourenstiefeln zu fahren sein sollten. Ich hatte welche mit 109cm bestellt, der Beste Allgäuer von Allen hatte sich für welche mit 119cm entschieden. Beide Satz Ski waren im Februar gekommen und sind echt arg schwer. Nur an der Sicherheitsbindung (die den Vorteil hat, dass man recht hoch steht und deswegen die Schuhe weit weg vom Schnee sind) kann das aber nicht liegen. Immerhin passen aber die Hochtourenstiefel gut in die Bindung rein.

Der Himmel war dunkel und bewölkt, als wir zur Auenhütte hinter fuhren. Da hatte der Wetterbericht aber was anderes vorhergesagt. Und warm war es auch, 7 Grad an der Hütte. Naja, ist wie es ist, wir gingen erst mal los.

Die Piste war zwar weich, aber halt Piste, deswegen sanken wir nicht weit ein. Wir wichen unten auf den Rücken unter der Bahn aus, wo wir ein gutes Stück schneefrei aufsteigen konnten. Die neuen Nicht-Ganz-Minis am Rucksack waren zwar schwer, trugen sich aber doch besser als wir befürchtet hatten.

Wir waren natürlich nicht die einzigen, die unterwegs waren, aber außer uns waren alle mit Tourenski unterwegs und wir ernteten einige verwunderte Blicke.

Zur Nicht-Sonne gesellte sich ab der Mittelstation ein starker und unangenehm kalter Wind, der noch weiter oben noch zulegte. Ich war auf Sonne eingestellt gewesen und fror meistens leicht. Nicht genug allerdings, um die Jacke drüber zu ziehen, denn dann hätte ich geschwitzt. Wir nahmen Handschuhe, Mütze und Buff.

Ein einzelner Skitourer stieg zum Ifen auf. Ich betrachtete den Aufstieg und die Scharte interessiert, denn da waren wir noch nie.

Der Weg von der Gipfelstation zum Gipfel war gespurt, das ist wohl im Winter ein Spazierweg. Wir sausten nur ganz kurz zum Gipfelkreuz hinauf und verzogen uns dann in eine grasige windgeschützte Mulde, wo es beinahe warm war. Nach gemütlicher Pause wurde es spannend: der Test der neuen Minis stand an.

Der Start war erst mal schwierig, denn wir mussten durch freies Gelände mit echt weichem Schnee bis auf den Winterweg. Anfangs weiß man bei neuen Minis auch noch nicht so Recht, wo der Schwerpunkt hin muss. Ist er zu weit vorn, sticht der Ski ein und gräbt sich nach unten, ist er zu weit hinten, fällt man einfach um. Die vergleichsweise weichen Hochtourenstiefel machen das Ganz natürlich auch nicht leichter.

Auf dem Winterweg ging das Fahren dann schon leichter, wenn auch noch nicht wirklich gut. Der Beste Allgäuer von Allen fand seine Ski arg wackelig und meinte, das läge daran, dass man mit der Sicherheitsbindung doch recht hoch steht. Und die Spur würden sie auch nicht richtig halten.

Ich dagegen fand die Ski da schon recht gut fahrbar, allerdings fiel ich bei nahezu jeder Linkskurve aus dem rechten Ski, weil die Bindung auf den Hochtourenstiefeln nicht richtig schliesst. Aber mit sowas hatte ich gerechnet und hatte ‘Schließbändel’ dabei. Wir machten an der Gipfelstation Pause.

Während ich die Bändel um Bindung und Schuhe montierte, betrachtete der Beste Allgäuer von Allen seine Ski genauer. Die Bindung war tatsächlich ein wenig wacklig, vor allem an einem Ski. Nachdem er die Sicherheitsbindung ausgelöst hatte, fand er auch gleich raus warum: bei diesem Ski waren die vorderen Schrauben der Bindungsplatte überdreht und hielten nicht. Diese Bindung war auch schräg auf dem Ski montiert, deswegen verlief der beim Fahren wohl auch so.

Aber Fahren war so eh nicht mehr drin. Wenn sich die Bindungsplatte löst, saust der Ski ungebremst ins Tal. Mit ausgesprochen schlechter Laune stapfte der Beste Allgäuer von Allen also zu Fuß ins Tal. Bei Schnee. Auf einer guten Piste. Mit Skiern am Rucksack. Die Blicke der anderen waren nun noch verwunderter.

Ich fuhr aber ab. Ich hatte kurz überlegt, aus Sympathie auch zu Fuß zu gehen, aber das Knie jammerte ja eh schon rum und überhaupt ... Abfahrt! Also wenn das schon geht, dann will ich auch! Die neuen Minis schlugen sich nun, da ich nicht mehr aus der Bindung fiel, auf der weichen Piste echt gut und auch die wenigen Ausflüge ins freie Gelände (wo der Schnee aber auch recht kompakt war) gingen gut. Das ließ sich schon mal ganz gut an. Allerdings war die Abfahrt erbärmlich kalt, weil ich immer wieder auf den Absteiger warten musste und Abfahren ja kein bisserl anstrengend ist und es nach wie vor windig und kalt bei zu wenig Kleidung war.

Während wir abstiegen/abfuhren wurden sämtliche Pisten mit Pistenraupen umgegraben. Der Sinn des Ganzen erschloß sich uns nicht und einfach nur ‘Boshaftigkeit’ (‘Das sind unsere Pisten und ihr Skitourer könnt mal schön schauen wo ihr bleibt, wenn das bollig zammfriert.’) kann das ja auch nicht sein.

Danach begann die Verhandlung mit dem Händler, die, ich nehme das mal vorweg, am Ende darin resultierte, dass wir 50€ Nachlass bekamen und der Beste Allgäuer von Allen die Ski selbst reparierte. Neue Ski als Ersatz waren nicht mehr zu bekommen.

Nachtrag:
Beim Aufschreiben der Tour hat mich die Sache mit dem Piste-Umgraben dann doch noch mal interessiert und ich habe kurzerhand bei den Oberstdorfer/KLeinwalsertaler Bergbahnen nachgefragt. Schon am nächsten Tag (!) kam eine Antwort, in der sinngemäß stand, dass man halt aufräumen müsse (Pistenbegrenzugen, usw.) und zum Schonen der Pistengeräte die Heckfräsen abmontiert. Klingt logisch, hätten wir auch drauf kommen können. Und zudem würde die umgegrabene Piste wegen der größeren Schneeoberfläche schneller schmelzen. Kann ich auch nachvollziehen.


Mit den neuen Minis am Parkplatz


Aufstieg über die Piste an der Mittelstation


Der Weg zur Gipfelstation ist lang


Rückblick


Die Scharte zum Ifen


Kurzer Gipfelbesuch


Bindungsreparaturversuch


Abstieg zu Fuß :-(


Abfahrt :-)


Mehr Abstieg zu Fuß :-(


Mehr Abfahrt :-)

Von engel am 05.05.2019 15:50 • outdoorski

Der beste Allgäuer von Allen war für das gesamte Osterprogramm zuständig und hatte für den Montag eine Skitour angesetzt, für die wir wegen Rest-Piste nutzen nicht allzu weit würden fahren müssen. Wir starteten mittelfrüh ins Tannheimer Tal und waren recht erstaunt am Bahnparkplatz dann doch gar nicht so wenige Autos vorzufinden.

Wir rödelten auf und marschierten zum Start der Restpiste, die noch ziemlich weit runter ging. Die Luft war zwar noch kühl, aber in der Sonne war es sehr bald recht warm und der Schnee taute auf. Das machte das Gehen wirklich einfach.

Im Stubental war allerdings noch Schatten und da war der Schnee noch hart gefroren. Wir nutzten das, um ohne Harscheisen gehen zu üben. Man geht von der Alpe immer auf der linken Talseite Richtung Güntle und dann zum Satteln hinauf. Ich hatte die neueren Skistiefel an und musste wegen des ständigen Querens auf einer Seite auf halbem Weg die linke Ferse verpflastern. Wie immer natürlich zu spät, es hatte sich schon eine Blase gebildet. Tja, manche lernen es nie.

Zum Sattel hinauf ist es kurz steil uund wird dann wieder etwas flacher. Wir hatten immer noch keine Harscheisen und weil das Laufen doch recht gut ging wurde ich ein wenig übermütig und rutschte halt doch aus. Dabei fiel ich echt blöd hin, nämlich so, dass der Talski auf dem Talstock landete und ich erst mal nicht zum Bremsen kam (später stellte ich dann fest, dass ich auch blöd auf die linke Hand gefallen war, die wurde nämlich dick und schmerzte). Das war kurz echt doof!

Wir stellten die Ski im Sattel ab und gingen zu Fuß zum Gipfel. Wir stiegen in die Scharte ab und zum ‘richtigen’ Gipfel mit dem Kreuz auf, wenn schon denn schon :-)

Für die Abfahrt waren wir dann ein klitzekleines Bisserl früh dran, denn die Sonne war zwar schon im Güntle drin, hatte den Schnee aber noch nicht genügend angetaut (auf der Gegenseite am Bschießer, war allerdings schon tiefer Sulz). Die Abfahrt war deswegen etwas ruppig. Aber Abfahrt, das ist immer gut :-) Und bis fast hinunter zum Auto.  Dort war der Parkplatz inzwischen proppenvoll, was sich aber natürlich an der Anzahl der aufsteigenden Skitourer schon hatte ablesen lassen.

Danach hätten wir eigentlich an den Grüntensee zum Baden (also Sonnen- für mich) gehen wollen, aber es zog Schleierbewölkung auf und es hatte einen unangenehm kühlen Wind. Wir fuhren also doch lieber heim und sonnenbadeten auf der Terrasse.


Die Piste reicht noch fast bis zum Parkplatz


Blick ins Stubental mit Bschiesser


Einmal müssen wir kurz abschnallen


Schattiger (und harter) Anstieg durchs Güntle


Endlich Sonne


Gipfelanstieg zu Fuß


Abstieg zum ‘richtigen’ Gipfel


Am Gipfel


Bei der Abfahrt ist es oben noch echt hart


Weiter unten ist dann weicher


Abfahrt auf der Restpiste


Rückweg zum Parkplatz zu Fuß

Von engel am 05.05.2019 14:36 • outdoorski

Sonntag, 21.04.2019: Sommertag

Samstag, Mai 04, 2019

Nach einigem Nachdenken hatten wir uns auf Radeln verlegt. Wir machten eine ‘richtige’ Mountainbiketour mit Waldabfahrt, Tennisplatzauffahrt, Steilanstieg und Walddenkmal aus dem Weg zum Brotzeitstüble. Es hatte nirgends mehr Schnee (gerade im Wald an der Nordseite hätte schon noch was liegen können) und an den windstillen Flecken war es wirklich bachlwarm.

Wir feierten die warmen Fleckchen immer wieder mal mit gemütlichen Pausen :-) Auch am Weiher war es nahezu warm (da hat es fast immer Wind) und es gab dann auch einen Bader. Einen einzigen nur, ich hörte diverse bewundernde Kommentare von rundrum.

K&K im Brotzeitstüble war ausgezeichnet wie immer und wir hatten den Zeitpunkt auch perfekt abgepasst. Wir kamen als eine größere Mittagsgesellschaft gerade ging und waren schon auf dem Heimweg, als eine größere Nachmittagsgesellschaft kurz vorm Eintreffen war.

Abends war dann Angrillen :-)


Das Allgäu wird Löwenzahngelb


Voll angestrengt im steilen Hohlweg


Gelegentlich stehen Hindernisse herum


Waldabfahrt


Der einsame Schwimmer


Die Birken legen auch schon los

Von engel am 04.05.2019 09:21 • outdoormtb

Freitag, 19.04.2019: Alternativtour

Samstag, Mai 04, 2019

Der Plan für Freitag wäre eigentlich gewesen, für eine Skitour ins Lechtal zu fahren, aber vorn im Gebäude der freiwilligen Feuerwehr und der Musikkapelle war die ganze Nacht Party. Mit Feuerwerk und ähnlich lustigem Zeug. Ich gestehe, dass ich davon rein gar nichts mitbekommen habe (mein Hirn ist anscheinend echt gut im Geräusche-Sortieren), aber der beste Allgäuer von Allen hatte kaum schlafen können und war entsprechend gerädert. Urlaub soll ja auch der Erholung dienen, also schloß ich die Schlafzimmertür wieder und wir frühstückten deutlich später und planten neu.

Skitour und Lechtal war natürlich nichts mehr, wegen Stau am Tunnel und Tageszeit, also entschieden wir uns für eine Zu-Fuß-Tour bei der wir auf Sonne und warmes Gras an exponierter Stelle hofften. Schnee würde es auch geben, das war klar.

Wir parkten am Gaichtpasskiosk und stiegen auf dem schmalen Weglein auf. Unten war es im Schatten noch recht kühl, aber wir kamen bald in die Sonne und da war es angenehm warm und es hatte die ersten netten Frühlingsblümchen. Extra für mich auch Schusternägel :-)

Da wo wir es erwartet hatten, hatte es dann auch Schnee, allerdings doch ganz deutlich mehr, als wir gedacht hatten und der Schnee war - trotz Südseite - noch ganz schön hart. Vor uns hatte es eine Schneeschuhspur (kaum zu erkennen im harten Schnee) aber keine Fußspuren. Wir durften also spuren.

Die Rinne vor dem kleinen Hüttle im Wald war eben aufgefüllt mit einer alten Lawine und es lag auch ohne die Lawine allerlei Wald in der Gegend herum. Kurz nach dem Hüttle mussten wir uns zwischen abgebrochenen Ästen und umgeworfenen Bäumen durchwurschteln (was im Nachhinen allerlei doofe Harzflecken auf der Kleidung erzeugte), dann war der Weg aber weitgehend frei.

Die Querung war noch etwas hart. Ich trat vorsichtshalber ordentliche Tritte für den Abstieg. Die sonnige Wiese, auf die wir gehofft hatten, war noch total voller Schnee, die in-der-Sonne-rumliegen-Pläne verschwanden sang- und klanglos darin. Wir fanden aber ein nettes grasiges Plätzchen nah am Wald zum Pause machen. Wir mussten es allerdings mit Ameisen teilen.

Dann begann der Aufstieg im Schnee, der nicht halb so anstrengend war wie befürchtet, denn der Schnee trug noch recht gut. Und der Beste Allgäuer von Allen spurte, das hilft mir auch ;-)

Oben war es relativ windig, deswegen blieben wir nicht lang dort. Der Abstieg im weichen aber nicht zu weichen Schnee ging echt super. Vom weiteren Abstieg ohne Schnee konnte ich das nicht sagen, da jammerte das Knie ganz schön rum. Wir stiegen direkt bis zum unteren Hüttchen ab und da konnten wir uns dann tatsächlich wie erhofft ins Gras legen und die Sonne geniessen. Hach! Ich bin ja der totale Schneefan und würde von ersten bis zum letzten Schneeflöckchen Skitouren machen, aber sowas geht da nicht, das ist wirklich schade.

Am Gaichtpasskiosk war es gerappelt voll (klar, Feiertag). Wir verzichteten auf K&K dort und fuhren direkt heim: Auf der Terrasse gibt es auch K&K und da ist weniger los :-)

Der Samstag war auch ein Superduper-Strahletag, aber wir hatten am Nachmittag einen Termin. Wir begannen den Tag also sehr gemütlich und wechselten dann am Clio die Reifen, um wenigstens noch irgendwas zustande gebracht zu haben. Erst mal ein Auto, das musste dann reichen. Später radelten wir dann zum Papa vom Besten Allgäuer von Allen und hatten dort mit der erweiterten Verwandtschaft ein sehr nettes Geburtstagsfest. Alles war prima, nur beim zweiten Stück Kuchen hätte ich mal besser nochmal die legendär gute Käsesahne genommen, denn die zugekauften Eierlikörschnitten kamen da nicht mal annähernd ran.


Schusternägel :-)


Seidelbast


Der Schnee fängt an


Lawinenquerung


In der Querung


Südanstieg im Schnee


Lechtalblick


Am Gipfel (die Gipfelkreuzkrähe war eben weggeflogen)


Abstieg


Nochmal Lawinenquerung

Von engel am 04.05.2019 08:41 • outdoorberg
Page 4 of 77 pages
« Erste  <  2 3 4 5 6 >  Letzte »

Reiseberichte

Bücher :-)

Letzte Einträge

Letzte Kommentare

Blogroll


Have fun!