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Montag, 29.09.2025: Weglosanstieg

Montag, Oktober 06, 2025

Das Wetter war nicht allzu schön, aber immerhin trocken angesagt, deswegen wollten wir noch mal unser Glück mit Pilzen probieren. Allerdings diesmal auch mit Fokus auf einer Tour, was beim Fernsehturmhügel ja eher nicht der Fall ist.

Trotz des Wetters waren alle Parkplätze an der Sonnenklause schon voll (naja, wir waren auch wegen eines Einkaufstrips in Sonthofen nicht allzu früh dran), deswegen wichen wir auf den Parkplatz am Weidegatter aus.

Nachdem wir auf dem Weg bis zur Sonnenklause gegangen waren, gingen wir weglos weiter und es wurde anstrengend ;-) Pilze waren selten und neben vielen und schönen Fliegenpilzen gab es wenig andere Pilze. Aber Weg bis zum Gipfel ist lang (und weglos noch länger), deswegen hatten wir am Gipfel dann doch einiges in den Beuteln :-)

Oben war es nicht allzu gemütlich, da war der erste Tee der Saison so ganz falsch nicht. Wir stiegen seitlich und über die steile Straße ab. Zwar hielten wir weiter Ausschau, fanden aber keine weiteren Pilze. Alles in Allem war die Ausbeute aber gar nicht so schlecht :-)


Im Wald


Anstieg


Fliegenpilz


Nebel am Wegkreuz


Am Gipfel


Ausbeute: Semmelstoppelpilze, Perlpilze, Maronen, Schusterpilze, Steinpilze

Von engel am 06.10.2025 13:34 • outdoorberg

40/25 Räumen, Touren, Dreckwetter

Sonntag, Oktober 05, 2025

Die zweite Urlaubswoche war zwar etwas besser als die erste, aber angesichts des Wetters hieß das ja nicht viel. Wir machten das Beste draus und bauten im Keller die neuen Regale auf, erledigten viel Haushalt, räumten auf (unter Anderem eben Zeug in die neuen Kellerregale) und renovierten das Klofenster, das ebenso wie die Balkontür sehr viel Wetter abbekommt und entsprechend aussah. Auch hier hatte der beste Allgäuer viel Jammer mit dem Zustand des Fensters, aber Ende sah alles super aus!

Am Montag wagten wir uns weglos auf den Sonnenkopf (superanstrengend) und kamen mit nassen Füßen (ich, weil ich keine Gore-Schuhe angezogen hatte) und einer guten Ladung Pilze zurück. Viele Perlpilze, ein paar Maronen, 2 Schuster, 3 Steinpilze und ein paar Semmelstoppelpilze. Das war sehr mühsam, ergab dann aber doch 2 Essen. Und Perlpilze sind echt super! Pantherpilze gab es übrigens auch, da muss man gut aufpassen.

Donnerstag und Freitag wurden schön (allerdings auch sehr kühl), deswegen gab es da 2 Touren. Eine nigelnagelneue, sehr schöne und unerwartet alpine Runde im hinteren Ammergebirge und mal wieder die gute alte Krinnenspitze, weil die nett ist und man nicht nachdenken muss ;-) Die Sonne gönnte uns eine lange Pause im Gras und es war sogar angenehm warm :-)

Das Wochenende war dann verregnet, aber die beste Mama lockerte es mit Zwiebelkuchen auf :-) Weil wir nicht nachgedacht hatten, übernachtete Neffe C. bei der besten Mama, um nicht im kalten Sturmregen heimradeln zu müssen. Wir waren aber mit dem Kangoo da und da gehen nur 2 Leute rein. Er nahm es gelassen, bei der Oma gibt es immer viel und Gutes zu essen :-)

Von engel am 05.10.2025 23:00 • diary

Sonntag, 28.09.2025: Fast schön und warm

Mittwoch, Oktober 01, 2025

Für den halbwegs schön angesagten Sonntag hatten wir uns den Aggenstein ausgesucht und hofften auf moderaten Betrieb. Als wir den Kangoo am Parkplatz abstellten, war auch noch nicht allzu viel los, dafür war es aber ziemlich kühl und windig.

Der Anstieg zur Kissinger Hütte ist freundlicherweise windgeschützt, deswegen konnten wir dort problemlos im T-Shirt aufsteigen. Am Sattel war es dann wieder windig und kalt.

Das Wetter war halb sonnig und halb wolkig und die Wolken hingen sehr tief. Das sah großartig aus und wir konnten viele tolle Bilder machen.

Am Gipfel blieben wir nicht lang, weil es so kühl und windig und voll war. Wir stiegen bald wieder ab und kehrten in der Kissinger Hütte ein. Mein Apfelstrudel war gut, aber es war leider nicht so gemütlich, wie man sich das üblicherweise so vorstellt :-/

War trotz der Kühle und des Windes eine nette Tour mit toller Aussicht :-)


Start mit Ziel im Blick


Anstieg im Wald


Anstieg mit wüsten Wolken


Kletterpassage


Gipfelbild


Am Nebengipfel


Abstieg


Vor der Hütte


Rückblick

Von engel am 01.10.2025 13:12 • outdoorberg

Freitag, 26.09.2025: Keine Pilze

Dienstag, September 30, 2025

Es sollte halbwegs trocken bleiben, deswegen gingen wir eine Runde über den Illertalhügel. Auf der Nordseite rauf und wieder runter und wir hatten natürlich Beutel und Messer dabei.

Essbare Pilze gab es keine, aber dafür nette Rinder und ganz unerwartet viel Sonne :-)

Von engel am 30.09.2025 13:05 • outdoorberg

Dienstag, 23.09.2025: Abendessensuche

Montag, September 29, 2025

Wir brauchten Pilze für’s Abendessen, weil wir SV+LG eingeladen hatten, deswegen drehten wir eine Runde über den Blender. Es war kühl und neblig und die Pilze hatten wenig Lust, sich zu zeigen (gut, dass wir das Abendessen auf jeden Fall auch aus dem TK hätten bestreiten können).

Nach lange keinem Fund, gab es dann an der üblichen Stelle doch noch ein paar Maronen und Steinpilze. Das Abendessen war gerettet :-)

Von engel am 29.09.2025 12:55 • outdoorberg

39/25 Zwetschgen, Pilze, Igel

Sonntag, September 28, 2025

Der eigentliche Urlaub startete (wie angesagt) mit Regen. Ich nutzte den Montag dazu, einen guten Teil der nicht ganz so schönen Zwetschgen (keine für Kuchen geeigneten Hälften) zu Mus zu verarbeiten. Diesmal mit Natron, um die Säure etwas zu mildern, weil der beste Allgäuer Probleme mit zu viel Säure hat. Das Mus ist tatsächlich etwas weniger sauer, dafür haben sich Geschmack und Farbe ein wenig verändert. Nicht schlechter, nur anders.

Für den immer noch verregneten Dienstag luden wir SV+LG zum Abendessen ein. Eigene Tomaten, Steinpilze, Vanillepudding mit Röster, um mal alles aufzufahren, was es sonst nirgends gibt. Wir versuchten, nochmal Pilze zu finden, aber das klappte nur bedingt, wir mussten mit einer Portion aus dem Tiefkühler aufstocken. Das Essen war super, alle waren begeistert.

Auch am Mittwoch regnete es und ich nutzte den Tag, um mal wieder scharfe Thai-Soße zu machen. Wie üblich war das anstrengend, weil das Capsaicin beim Aufkochen und vor-sich-hin-Brodeln auch in die Luft gerät und man in der Nähe des Herdes gern mal lustige Hustenanfälle bekommt. Abschmecken war eine Herausforderung, aber die Soße wurde echt gut :-)

Am Nachmittag fingen wir an, den großen Keller aufzuräumen und verfrachten dafür erst mal den alten großen Tiefkühler aus dem Keller. Den hatten wir von der Vorbesitzerin übernommen und als wir ihn das erste Mal gesehen hatten, hatte er funktioniert. Aber irgendwo auf dem Weg zwischen Hausbesichtigung und Umzug (wo der TK auch in einen anderen Raum gewandert war), war die Tür kaputtgegangen und schloss nicht mehr.

Den TK aus dem Keller in den Kangoo zu schaffen, war gar nicht so einfach. Das Ding war nicht superschwer, aber schon schwer und zudem unhandlich. Klappte aber fast alles gut, nur auf dem Weg am Gartenhaus vorbei rutschte er kurz mal vom Schubkarren und schlug eine Delle ins Gartenhaus :-(

Donnerstag hatten wir Besuch von einem jungen Igel :-)

Freitag sausten wir über den Rottachberg (keine Pilze) und bekamen sogar ein schönes und unerwartetes Sonnenband in der Wiese geschenkt. Abends gab es den ersten Zwiebelkuchen der Saison, und wie erwartet wurde er gut :-)

Samstag buk ich einen Zwetschgenkuchen aus tiefgefrorenen Hälften und wir luden die besten Eltern zum Kaffee ein. C. hätte auch kommen können, reagierte aber zu spät auf die Einladung. Der Kuchen kam, wenig verwunderlich, ausgesprochen gut an.

Das etwas bessere (wenn auch reichlich kühle) Wetter am Sonntag nutzten wir für den Aggenstein, wo gar nicht so viel los war, wie ich befürchtet hatte.

Von engel am 28.09.2025 23:00 • diary

Samstag, 20.09.2025: Ungeplantes Kraxeln

Samstag, September 27, 2025

Nach der anstrengenden Lechtal-Tour hatten wir uns für den schönen Samstag eine etwas gemäßigtere Tour rausgesucht, um die armen Beine nicht allzu arg zu überfordern. Dazu wollten wir ins Kleine Walsertal, aber kurz vor Sonthofen zeigte das Navi Stau und es fiel uns ein, dass ja überall Viehscheid war und entsprechend viel los und auch gesperrt war.

Nach kurzer Diskussion waren wir uns über die Alternative einig und bogen nach Hinterstein ab, um an der Brücke zu parken. Es sollten die Hohen Gänge werden, auch wenn ich dafür nicht unbedingt die neuen Schuhe genommen hätte. Naja, würde schon passen.

Wir radelten bis zur Abzweigung des Quad-Tracks zum Häbelesgund und gingen von dort zu Fuß weiter. Inzwischen ist der Quad-Track einigermaßen eingewachsen und deswegen nicht mehr ganz so blöd zu gehen. Langweilig ist er nach wie vor (rauf wie runter natürlich) :/

Kurz vorm Häbelesgrund kam die erste Sonne und alles sah wunderbar herbstlich und bunt und schön aus. Ab da war alles gut :-) An Getränkehütte machten wir Pause, und weil wir ja eigentlich mit einer viel kürzeren Tour und einer Hütte am Ende geplant hatten, tranken wir da gleich mal etwas. Es würde warm werden.

Nach der Pause ging es weiter zur Rotspitze. Auf der Hälfte des Anstiegs zum Sattel merkte ich meine rechte Ferse (tja, neue Schuhe halt :/) und verpflasterte die Ferse erst mal. Außerdem nahm ich Stöcke, um die Ferse entlasten zu können. So kamen wir gut bis zur Rotspitze, aber es war schon arg anstrengend (keine Übung mehr :-().

Nach der Pause wäre ich dann eigentlich gern direkt wieder runtergegangen, ließ mich dann aber doch überzeugen, über die Hohen Gänge zu gehen: nun waren wir ja schon mal fast da.

Bei der Heubatspitze ist man relativ schnell (aber der kurze Gegenanstieg war echt heiß und anstrengend) und danach beginnt der nette Teil: Kraxeln über die Hohen Gänge. Es waren ein paar Leute in Gegenrichtung unterwegs, aber nicht allzu viele.  Der Grat war nett wie immer und auch wie immer hatten wir tolle Aussicht und viel Freude :-)

Allerdings war ich dann echt froh, als wir die Wegkreuzung zum Breitenbereg erreicht hatten. Das war alles deutlich mehr, deutlich wärmer und deutlich anstrengender gewesen, als wir geplant hatten. Die neuen Schuhe hatten sich super geschlagen. Ausgesprochen bequem, super Halt auf Fels, Geröll und Allem und vor allem: noch kein Füsse-weh. Und der Druck an der rechten Ferse war auch nur moderat.

Im Abstieg machten wir in der letzten Sonne im Häbelesgund Pause und stiegen dann den langen nervigen Quad-Track ab. Unten war ich dann sehr, sehr froh, die Bikes zu sehen ;-) Bis zum Auto war es dann einfach.

Schöner Tag, schöne Tour, schöner Grat und tolle neue Schuhe!

Nach der Pause wäre ich dann eigentlich gern direkt wieder runtergegangen, ließ mich dann aber doch überzeugen, über die Hohen Gänge zu gehen: nun waren wir ja schon mal fast da.

Bei der Heubatspitze ist man relativ schnell (aber der kurze Gegenanstieg war echt heiß und anstrengend) und danach beginnt der nette Teil: Kraxeln über die Hohen Gänge. Es waren ein paar Leute in Gegenrichtung unterwegs, aber nicht allzu viele.  Der Grat war nett wie immer und auch wie immer hatten wir tolle Aussicht und viel Freude :-)

Allerdings war ich dann echt froh, als wir die Wegkreuzung zum Breitenberg erreicht hatten. Das war alles deutlich mehr, deutlich wärmer und deutlich anstrengender gewesen, als wir geplant hatten. Die neuen Schuhe hatten sich aber super geschlagen. Ausgesprochen bequem, super Halt auf Fels, Geröll und Allem und vor allem: noch kein Füße-Weh. Und der Druck an der rechten Ferse war auch nur moderat.

Im Abstieg machten wir in der letzten Sonne im Häbelesgund Pause und stiegen dann den langen, nervigen Quad-Track ab. Unten war ich dann sehr, sehr froh, die Bikes zu sehen ;-) Bis zum Auto war es dann einfach.

Schöner Tag, schöne Tour, schöner Grat und tolle neue Schuhe!


Radeln isn Retterschwanger Tal


Das erste Ziel im Blick


Im Schatten auf dem Quad-Track


Sonne und Herbstfeeling


Im Anstieg zur Rotspitze


Auf dem Sattel vor der Rotspitze


Kurz vorm Gipfel


Rotspitze


Abstieg zu den Hohen Gängen


In den Hohen Gängen


In den Hohen Gängen


Hohe Gänge mit Rückblick zur Heubatspitze


Abstieg


Abfahrt

Von engel am 27.09.2025 18:12 • outdoorbergmtb

Freitag, 19.09.2025: Einsamer Abbruch

Freitag, September 26, 2025

Der erste Tag des Herbsturlaubs war gar kein Urlaub, sondern spontan genommene Gleitzeit, weil das Wetter so großartig werden sollte (im eigentlichen Urlaub dann nicht mehr so sehr). Wir fuhren durch den Tunnel ins Lechtal und parkten in Bach vor der Brücke.

Es war noch recht frisch, als wir auf der Straße nach Madau im Schatten den ersten Anstieg hinaufradelten, aber mit der Anstrengung wurde es uns natürlich schnell warm. Die Teerstraße ist schmal, oft geflickt, und wenn man aus dem Wald rauskommt, eröffnet sich ein großartiges Panorama. Ab hier ging es dann erst mal eine Weile ohne Steigung ins Tal hinein.

Nachdem wir ‘unseren’ Berg weitgehend umrundet hatten, bog nach rechts eine Piste ab, der wir, nun wieder steigend, folgten. Die Piste war einigermaßen gut zu radeln, nur selten sehr steil, und bot immer wieder Erholungsstücke. Es dauert aber eine gute Weile, bis wir nochmal ein gutes Stück um den Berg herum ins offene Almgelände kamen.

Hier begrüßten uns viele Rinder, die sich alle hinter dem Gatter auf der Piste gesammelt hatten, weil es da schön flach war (was man vom restlichen Almgelände nicht unbedingt sagen kann). Wir wurschtelten uns langsam durch, dabei war Fladen-Kontakt aber nicht zu vermeiden. Naja, das würde bei der Abfahrt dann schon wieder abfallen ;-)

Hier überholten uns ein paar E-Biker, die aber geradeaus weiter ins Tal hineinradelten. Wir bogen nach rechts auf eine schmalere Piste ab, die uns weiter hinauf und zurück um den Berg führte. Inzwischen war das Radeln doch ganz schön anstrengend, weil die Piste jetzt natürlich auch schlechter war.

Nach der ersten Kehre nach einem sehr langen Schlag machten wir eine Pause. Und waren zwei kurze Kehren später an der Stelle, wo unser Pfad den Berg hinauf abzweigte. Wir hätten den Pfad beinahe übersehen, so schmal war er.

Nachdem wir die Radelklamotten gegen die Wanderausrüstung getauscht hatten (eine andere Hose im Wesentlichen), stiegen wir den Pfad in den steilen Wald hinauf. Nicht weit allerdings, denn ein Mordsverhau an altem Windbruch versperrte den Weg. Mithilfe des Navis und den Pfadfinderfähigkeiten des besten Allgäuers wurschtelten wir uns durch den Verhau und ein steiles Krautfeld hinauf und fanden den Pfad oberhalb wieder.

Aber auch diesmal verloren wir den Pfad bald wieder, weil sich im nächsten steilen Waldstück keine Spur gehalten hatte. Wir stiegen den Wald etwa entlang des Weges bis zum Ende des Walstücks hinauf, wo uns eine noch steilere Wiese mit felsigem Abschluss oberhalb erwartete.

Sollten wir hier keinen Pfad finden, würden wir umdrehen, denn so langsam war uns das alles viel zu steil und wild, und wir würden irgendwann ja auch wieder absteigen müssen. Wir fanden den Pfad aber tatsächlich wieder und hier war er tatsächlich auch ohne guten Willen als solcher zu erkennen (wenn auch nach wie vor schmal) :-)

Das Steiglein führte uns in Kehren durch vereinzelte Bäume am Felsabschluss vorbei und danach über eine weitere, natürlich steile, Wiese zu einem Felsriegel, durch den (erst kurz vorher erkennbar) ein ‘gesicherter Steig’ (alte, fast verrottete Balken, ein altes Kletterseil) führte. Der Steig war steil (was sonst) und gut zu gehen.

Auf der endlich mal etwas flacheren Wiese oberhalb schauten wir uns ein paar Mal um, um den Einstieg zum Felsriegel auch bestimmt wiederzufinden. Kurz drauf kamen wir an eine noch flachere Stelle mit wildem Abbruch auf der rechten Seite und es eröffnete sich ein großartiger Ausblick nach allen Seiten.

Wir machten kurz Pause und folgten dann weiter dem Pfad, der nun keine Kehren mehr machte, sondern einfach nur geradeaus nach oben führte. Das Gelände war nun wieder sehr steil und fiel, weil wir uns auf einer Art Geländerippe befanden, auch nach allen Seiten steil ab.

Der Anstieg war ausgesprochen anstrengend und deswegen schaute ich vermutlich zu spät aufs Navi: Der Weg hätte ein Stück unter uns nach rechts abbiegen sollen. Den super-steilen geradeaus-nach-oben-Weg, dem wir folgten, gab es auf der Karte gar nicht. Das war nun echt doof.

Der beste Allgäuer war dafür, einfach weiterzugehen, aber ich wollte wissen, wo wir die Abzweigung übersehen hatten. Unser aktueller Pfad war kaum mehr zu sehen und es war nicht absehbar, wo der hinführen würde. Ich bot an, alleine zurückzugehen und zu gucken, aber der Allgäuer kam doch mit. Was auch gut war, denn wir waren schon ein gutes Stück über die Abzweigung hinausgestiegen. Die war nämlich an dem kleinen Flachstück, wo wir Pause und Fotos gemacht hatten.

Dort zweigte ein Weglein nach rechts in eine supersteile, mit Büschen bewachsene Rinne ab und auf der anderen Seite der Rinne schien der Weg weiterzugehen. Die Rinne kann getrost als Abbruch bezeichnet werden, aber es hatte Wegspuren. Ich ging 10 Meter rein und drehte dann wieder um, denn nach den ersten ganz okayen Metern war dort eine bröselige, erdige Stelle, unter der die Büsche schon abgerutscht waren, und die man hätte einen Meter senkrecht hinauf (und später wieder hinunter!) steigen müssen. Oh, nein, das war nichts für mich!

Der beste Allgäuer, der schon die ganze Zeit gemeint hatte, da rechts habe es nur den Abbruch, ging ein Stück weiter in die Büsche hinein. Er rief zurück, den Weg gäbe es nicht und er würde umdrehen. Und dann polterten plötzlich ein Haufen Steine zwischen den Büschen die Rinne runter und mir fiel kurz das Herz in die Hose, weil auf mein Rufen nun keine Antwort mehr kam. Aber dann kam der beste Allgäuer aus den Büschen raus und hatte nichts gehört. Weder das Gepolter, noch mein Rufen. Puh!

Wir machten erst mal Pause.

Und beschlossen dann, es hier gut sein zu lassen. Nochmal die 100 Höhenmeter zur Umdrehstelle hinauf und dann nochmal 300-400 Höhenmeter genauso steil weiter, ohne zu wissen, ob wir überhaupt oben ankommen würden, schien uns dann ganz einfach zu mühsam. Und dann war dann ja noch der Abstieg.

An den machten wir uns nach einer Weile. Erst mal ging es einigermaßen bequem bis zum Einstieg des Felsriegels (den wir problemlos fanden), wo wir vorsichtig die Stufen hinabstiegen und dann auf dem Steig mit den guten Kehren bis zum obersten Waldstück abstiegen. Hier verschwand der Pfad natürlich, aber wir wussten ja, wo wir ihn unterhalb des Waldes verloren hatten. So konnten wir bis zum Windbruch absteigen.

Weil es ein wenig doof gewesen war, unterhalb des steilen Krautfelds durch den Rand des Windbruch-Verhaus zu klettern, stiegen wir auf der rechten Seite ab, wo wir die Piste bereits sehen konnten. Weglos, supersteil und mit Kraut, Stauden und Gräsern zugewachsen. Wir hatten schon bessere Ideen :/

Der Abstieg bis zur Piste war dann einigermaßen herausfordernd. Man sah den Untergrund nicht immer und wusste dann auch nicht, ob man vernünftig stehen würde (besonders herausfordernd für mich). Ging alles und Rutschen wäre bei dem vielen Gewächs auch nicht allzu schlimm gewesen, aber das will man ja nicht.

Wir machten uns an die Abfahrt. Der obere Teil bis zu der großen Weidefläche, wo wir vom Talweg abgebogen waren, war etwas holprig (kein Wunder, dass das anstrengend zu radeln gewesen war), dafür mussten wir kein einziges Mal treten :-) Unten trafen wir wieder auf die Kuhherde, die sich auf dem Platz vor dem Gatter versammelt hatte.

Die Rinder lagen und standen recht dicht beieinander und ich fand es ein wenig abenteuerlich, mein Bike da zwischendurch zu schieben. Dass man vielen (sehr frischen) Fladen ausweichen musste, machte die Sache auch nicht einfacher. Dem besten Allgäuer hinter mir ging es auch nicht besser und so kam es, dass unsere Räder hinter dem Gatter etwas verdreckt waren. Wir machten die Reifen so gut es ging an einem kleinen Bach sauber und hofften, der Rest der Fladen würde bei der restlichen (noch recht langen) Abfahrt abfallen.

Diese Abfahrt verlief dann ereignislos, allerdings mussten wir auf der Teerstraße dann doch noch ein paarmal treten ;-) In Bach kehren wir im Grünen Baum auf Bier und Kuchen ein. Die Käsesahne war leider aus und wir suchten uns aus den verbliebenen Angeboten eine ‘Weiße-Schokolade-Birnen-Torte’ aus. Großartige Wahl!

Das war eine Super-Tour und zumindest für mich war es völlig egal, dass es dabei keinen Gipfel gegeben hatte. Das war so schön und es hatte so viele coole Sachen gegeben, das war einfach nur perfekt :-) Und anstrengend genug war es auch ohne den Gipfel gewesen ;-)


Start in Bach


Auf der Piste ins Griessltal hinein


Die Rinder schauen etwas vorsichtig


Die letzten flachen Meter im Griessltal


Radlparkplatz


Windbruchverhau


Steilanstieg zum Windbruchverhau


Anstieg durch Krautverhau


Pfad mit Aussicht


Anstieg über den gesicherten Steig


Anstieg oberhalb des Steigs


Abbruch


Rückweg über den gesicherten Steig


Aussicht ins Griessltal


Der letzte Krautabstieg zur Piste


Abfahrt mit Aussicht


Kuhherdenquerung


Bier und Kuchen in Bach

Von engel am 26.09.2025 17:59 • outdoorbergmtb

38/25 Zwetschgen, Abschlüsse, Urlaub

Sonntag, September 21, 2025

Ich nahm am Montag das Auto, um die Zwetschgen für die Kollegin ins Büro bringen zu können. Eigentlich war das Wetter sehr OK, deswegen tat mir das richtig leid, aber mit dem Rad einen Rucksack voll doch relativ weicher Zwetschgen ins Büro zu transportieren, wäre definitiv schiefgegangen. Die Kollegin freute sich sehr.

Abends schüttelten wir wieder den Baum und hatten sofort 2 Riesenschüsseln Zwetschgen vor uns. Ich setzte mich direkt zum Entsteinen hin und bot der Familie Zwetschgen an. Die beste Mama kam umgehend und bekam auch ein paar Tomaten mit. Der beste Allgäuer fragte unterdessen einen Ex-Kollegen, ob der welche haben wolle. Er wollte und kam mit seiner Frau.

Der Baum wurde noch mal geschüttelt und warf wieder viele Zwetschgen ab und auch der S. und seine Frau bekamen eine große Schüssel mit. Denen zeigten wir auch das Haus und sie waren (wie alle) ordentlich beeindruckt :-) Ich packte die entsteinten Zwetschgen in den Tiefkühler und musste ganz schön stapeln und umschichten, um alles reinzubekommen.

Am Mittwoch kam dann noch der P. und nahm ebenfalls eine große Schüssel mit.  Der Baum entlud inzwischen beim Schütteln nicht mehr ganz so viele Früchte und beim Hochschauen schienen die Äste langsam leerer zu werden. (Endlich. Ich will mich wirklich nicht beschweren, aber ganz so viel hätte es nicht sein müssen ;-)). Am Donnerstag sammelten wir ein letztes Mal und überließen den Rest den Vögeln, Wespen und wer auch sonst sich bedienen wollte. Alle Tiefkühlmöglichkeiten waren proppenvoll.

In der Arbeit war es sehr stressig, weil ich des Wetters wegen, das genau 3 Tage vor dem eigentlichen Urlaub in der nächsten Woche strahlend schön werden sollte und dann eher nicht mehr so sehr, den Freitag freinehmen durfte. Ich schaffte es mit viel Mühe, alles fertigzustellen und abzuschicken, aber die neuen Probleme bei den beiden aktuellen Projekten mussten leider liegenbleiben. Das wird mich nach dem Urlaub beißen, nehme ich an.

Und dann war er da, der Urlaub. Wir packten noch am Donnerstag die Räder ins Auto und richteten alles her, denn ich wollte ins Lechtal. Der Tunnel war kein Problem und die Tour fing wunderschön an, aber dann war das Steiglein erst von Windbruchverhau versperrt, und als wir es wiederfanden, stimmten Karte und Weg und Realität nicht überein, was am Ende zu keinem Gipfel führte. Aber egal, da war es so schön, dass überhaupt kein Gipfel nötig war :-)

Sonntag trieben uns verschiedene Sperrungen und Staus wegen Viehscheid ganz woanders hin als geplant und wir machten eine lange Tour über die Hohen Gänge, für die ich eigentlich erst noch fitter hätte werden wollen und für die ich schon gar nicht die nigelnagelneuen Schuhe genommen hätte. Aber Knie und Knöchel und Schuhe schlugen sich super, das war prima :-)

Sonntag waren wir dafür dann kaputt, und weil das Wetter inzwischen eh nur so halb gut werden sollte, nahmen wir uns einen Heimtag im Garten. Muss man ja auch genießen, wenn man schon einen so tollen Garten hat. Vorn stellten wir fest, dass die guten Edel-Haselnüsse reif wurden, und fingen an, dort zu sammeln. Die Nüsse müssen aber nur in einen Korb zum Trocknen und nicht in die Gefriere ;-) Abends grillten wir, das war ein guter Vor-Urlaubstag.

Von engel am 21.09.2025 23:00 • diary

Sonntag, 14.09.2025: Steinis!

Donnerstag, September 18, 2025

Nach einem arbeitsreichen Samstag, beschlossen wir am regnerischen Sonntag, eine Runde über den Fernsehturmhügel zu gehen. Mit Messern und Tüten bewaffnet für alle Fälle, auch wenn wir nicht viel Hoffnung hatten.

Wir starteten vom Tennisplatz und gingen gleich mal direkt im Wald hoch. Gähnende Leere, von ein paar Hörnlingen abgesehen. Im oberen Wald war es noch leerer, dafür fing es an zu regnen.

Wir gingen zum Kreuz und dann über den üblichen Suchweg hinten runter. Erst war es auch gähnend leer, aber dann fielen wir och über ein paar Steinpilze. (‘Drüber fallen’ ist übrigens durchaus wörtlich zu nehmen. Wegen des Wetters und des Lichts sahen wir die Pilze erst, als wir direkt davor standen.) Endlich!

Die restliche Runde führte zu nichts, aber es gab ein feines Abendessen und Pilze für die Tiefkühltruhe :-)


Start mit viel Holz


Es regnet


Am Gipfel vorbei


Prachtexemplar :-)

Von engel am 18.09.2025 18:21 • outdoorberg
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