Dein Browser kann leider nicht vernünftig mit CSS umgehen. Den Inhalt siehst du, das Design dagegen ist futsch.

Fortschritt

Mittwoch, März 25, 2020

Ein weiterer Projekt-Bastel-Tag. Das war einerseits frustrierend (Meh, nix geht!) und andererseits sehr erfreulich (Ha! Eine Karte mit (fast) allen Features!). Ich checkte am Ende zwar alles ein, aber im Moment ist der Karten-Code eine katastrophales Chaos. Grad, dass ich noch durchblicke.

Aber so geht es mir immer: Erst produziere ich beim Testen und Ausprobieren das totale Chaos und wenn alles klappt, wie ich will, räume ich auf und habe danach vernünftigen Code. Vermutlich kann man das auch anders machen, aber so funktioniert halt mein Kopf. Eine Sache muss ich noch zum Laufen bringen, dann bin ich so weit, dass ich Ordnung schaffen kann. Ich freue mich gerade sehr über den Fortschritt.

Ich hatte wieder um 5 mit ‘Arbeit’ und nebenher Frühstück begonnen und packte am späten Vormittag wieder das Skizeug ins Auto. Ich fuhr nochmal nach Ofterschwang, diesmal allerdings an den anderen Parkplatz, wo ich auf der Straße die Matschwiese umgehen konnte. Der Wind war deutlich stärker und kühler als am Vortag, der Schnee war in der Sonne aber trotzdem schon aufgegangen.

Diesmal ging ich an der mittleren Gipfelstation vorbei bis zum Gipfel, das ist vielleicht eine Viertelstunde länger. Das gab zwar noch ein paar Höhenmeter und etwas Strecke, aber so richtig schön war es nicht. Die Piste oben ist nordseitig und relativ flach. So bekommt man zwar Sonne, aber der Einstrahlwinkel ist so flach, dass der Schnee hart und eisig blieb. Dass einen der Wind da oben auf dem Rücken voll erwischt, macht es auch nicht angenehmer. Die Abfahrt war dann oben auch eher so mittel. Unten war es allerdings wieder nett :-)

Die Skiausflüge dauern etwa 3 1/2 Stunden. Danach gibt es etwas zu essen und ich arbeite weiter bis der beste Allgäuer von Allen kommt. So komme ich auf etwa so viel Arbeitszeit wie sonst auch, aber es fühlt sich trotzdem an wie Urlaub. Liegt natürlich auch daran, dass ich daheim im Allgäu bin :-)

Von engel am 25.03.2020 23:00 • diary(0) Kommentare

Mittwoch, 18.03.2020: Sonnen statt Berg

Mittwoch, März 25, 2020

Das Wetter am Dienstag war nicht wirklich schlecht, aber halt auch nicht sonnig. Vormittags kaufte ich ein, was wir am Montag nicht bekommen hatten und hatte deswegen beinhahe einen Prepper-Einkaufswagen: 2 Mehl, 4 Milch, 1 Klopapier, sonst nix. Ich kam mir ein wenig doof vor ;-) Immerhin gab es am Nachmittag, denn nun hatten wir ja wieder Milch und Mehl, nochmal Pfannkuchen auf der Terrasse, sogar mit beinahe Sonne.

Am Mittwoch sollte es wieder schön werden. Wir planten den Berg mit Leiter und fuhren ins Gunzesrieder Tal. Unten im Schatten war es noch einigermaßen kühl (7 Grad), in der Sonne wurde es dann bald warm, fast heiss. Gegenüber stiegen Leute mit Skieren auf den Schneestreifen der Bergbahn auf. Mein Knie war aus unerklärlichen Gründen beleidigt und motzte schon im Aufstieg etwas herum.

Schnee hatte es erst ab der Vorderen Krumbach, aber dann gleich richtig, fast eine geschlossene Schneedecke. Die leider schon relativ aufgeweicht war, wir brachen ständig durch. Das war nervig und der Berg mit Leiter wurde immer unattraktiver. Stattdessen lachten uns die sonnigen grasigen Flecken vor den hohen Bäumen am Rücken zum Bärenkopf an.

Wir brauchten nicht lang, um uns gegen mühsames Schneestapfen und für bequemes in-der-Sonne-liegen zu entscheiden. Überall lagen Zapfen und Äste herum und wegen Restschnee war es stellenweise recht feucht, aber wir fanden bald eine nette Mulde, der Sonne zugewandt, windgeschützt und trocken. Nachdem wir ein paar Zapfen und Äste rausgeräumt hatten legten wir uns in die Sonne und genossen. Ohne Hose, im T-Shirt :-)

Beim Abstieg machten wir noch einen Abstecher zum Gipfel und gingen dann zurück zum Auto. Mein Knie war ausgesprochen motzig, dabei hatten wir doch überhaupt nichts Abspruchsvolles gemacht und eigentlich hatte ich gedacht, dass es nun Absteigen kapiert habe. Uneigentlich wohl doch noch nicht so richtig, ich war reichlich humpelig unterwegs. Meh!

Auf dem Heimweg gingen wir nochmal zum Einkaufen (wie oft nach einer Tour, da sind wir ja eh schon unterwegs) und läuteten direkt im Anschluß die Grillsaison 2020 ein. Das war sehr lecker und sehr angenehm (bis um 4 die Sonne hinter den hohen Bäumen gegenüber verschwand und es schlagartig kühl wurde) :-)


Sieht fast schon nach Frühling aus


Oben ist dann doch eher Winter


Gegenüber das Schneeband des Skigebiets


Nerviges Schneegestapfe


Hinten der doch-nicht-Berg auf dem Weg zum Sonnenplätzchen


Abstecher zum Gipfel


Abstieg

Von engel am 25.03.2020 19:28 • outdoorberg(0) Kommentare

Wieder lernen

Dienstag, März 24, 2020

Diesen Heimarbeitstag verbachte ich mit einer weiteren Lerneinheit. Immer schön lernen und basteln abwechseln, dann wird es nicht langweilig ;-) Ich mache zwar immer neue Lektionen, aber irgendwas wiederholt sich immer. Das ist gar nicht schlecht, denn irgendwo bleibt immer was hängen. Und ich hab jetzt noch ein paar Code-Aufräum-Arbeiten auf der ToDo-Liste ...

Am späten Vormittag war wieder eine längere Bewegungseinheit fällig (deswegen fange ich ja so früh an, damit ich Mittags rum lang raus kann). Diesmal fuhr ich nach Ofterschwang, denn die lange Piste da hatte mich am Vortag vom Iseler angelacht. Total sonnig!

Ich hatte erst Mühe, den Beginn der Piste zu finden. Da ist so ein komischer Hügel im Weg, den ich rechts auf der Wiese umging. das war eine totale Sauerei, die Wiese ist nämlich weich und sumpfig. Dann war es so nett wie erhofft :-) Die Piste liegt einigermaßen windgeschützt, ich konnte also im Pulli und ohne Handschuhe gehen, und sie war teilweise schon gut aufgegangen. Auf weichem Schnee läuft es sich doch besser. Ich ging aus Zeitgründen nur bis zur mittleren Gipfelstation, ich hatte am Nachmittag noch was vor.

Nach einer weiteren Runde Arbeit daheim radelte ich in die Innenstadt, weil ich einen Termin mit den besten Eltern hatte. Das Radeln war kühler als die Skitour weil es einen so sakrisch kalten Wind hatte, der mir auf dem Hinweg auch noch entgegen wehte. Wie üblich war ich zu früh dran, aber das ist Familiensache, denn die besten Eltern waren auch zu früh dran ;-) Wir trafen genau gleichzeitig ein. Wir hielten brav Abstand, was irgendwie komisch war.

Der Rückweg war dann angenehmer als der Hinweg, weil der Wind meist von hinten kam :-)

Von engel am 24.03.2020 23:00 • outdoorski(0) Kommentare

Heimarbeit im Allgäu

Montag, März 23, 2020

Wegen Corona hatte ich mit meinem Chef ausgemacht, daheim im Allgäu zu arbeiten. Ich fing direkt um 5 mit der Arbeit an und sah dann, dass das nun eh die offizielle Firmen-Politik ist. Während des Urlaubs war tatsächlich das erste Mal seit Monaten mal wieder eine echte Arbeitsanfrage reingekommen. Ich lud uralte Archive ins Outlook und musste die Anfragenden dann erst mal vertrösten: Outlook brauchte Ewigkeiten, den alten Kram zu indizieren.

Unterdessen beschäftigte ich mich wieder mit meinem Projekt, verwarf die X. Karten-Library und kehrte zu der zurück, mit der ich angefangen hatte. Inzwischen hatte ich aber wieder was gelernt und verstand sie endlich. Naja, ich verstand die Benutzung ;-)

Um halb 10 gönnte ich mir dann eine ausgiebige Pause: 4 Stunden. Ich packte Skitourenkram ins Auto und fuhr zum Oberjoch. Der Plan war, auf der Piste bis zur Gipfelstation aufzusteigen und wieder abzufahren. Irgendwo muss ja auch bei Heimarbeit Bewegung her kommen ;-)

Ich war die ganze Zeit etwas unsicher, ob das nun die Ausgangsbeschränkung verletzt oder nicht. Eigentlich nicht, denn Sport draussen und allein ist ja erlaubt und wieviel alleiner als auf einer Skitour kann man denn sein? Trotzdem war es seltsam. Nahezu leergefegte Straßen, ein Schild ‘Schattwald gesperrt’ schon an der Autobahn und total leere Parkplätze am Oberjoch. Mein Auto war das einzige weit und breit. Das war echt seltsam.

Dann ging ich los. Es wehte ein extrem kalter Wind und der Kunstschnee war stellenweise fast eine Eisplatte. Immerhin hatte ich richtig gerechnet und die Sonne war schon da. In der Mitte, wo die Piste ziemlich steil wird, nahm ich Harscheisen und war wirklich froh drüber. Ein paar Mal rutschte ich trotzdem weg. Der einzige andere Tourengänger, der mich zu Beginn des Steilhangs überholt hatte, ging einfach geradeaus hoch, aber das traute ich meinen Fellen nicht zu. Ich ging brav Kehren.

An der Gipfelstation blieb ich nicht lang, es war zu kalt und windig. Abfellen, Einsteigen, Losfahren. Die Piste war natürlich überhaupt nicht aufgegangen, aber mei, Skifahren kann ich, auch mit labbrigen Tourenlatten. So richtig schön zu fahren war es nicht, aber es war eine schöne Übung für das Knie, das mit dem Geratter und dem Eis gut zurecht kam. Ich habe allerdings noch immer Probleme, den rechten Aussenski wirklich gut zu belasten, das Knie wird also noch immer etwas geschont.

Unten standen inzwischen noch 2 Autos, eins wohl vom Überholer und ein Weiteres, aus dem gerade eine Dame stieg. Ob man Harscheisen brauche? Ich empfahl sie wärmstens. Dann fuhr ich heim, um weiter zu arbeiten.

Als erstes suchte ich die wenigen Uralt-Infos zusammen, die ich finden konnte und verschickte sie. Dann bastelte ich die Karte ins Projekt und baute Zoomen und Verschieben ein. Das funktionierte prima, aber nun ist der Code wieder so ein Gewurschtel, dass ich da demnächst mal wieder aufräumen muss. Es geht voran :-)

Später kam der beste Allgäuer von Allen. Wir müssen uns erst noch ein wenig dran gewöhnen, wie man Arbeitsabende gemeinsam (und getrennt) gestaltet. Das ist ein gutes Training für die Zeit, wo dann hoffentlich wirklich im Allgäu arbeite :-)

Von engel am 23.03.2020 23:00 • outdoorski(0) Kommentare

Urlaub mit Hindernis, Teil 2

Sonntag, März 22, 2020

Am Mittwoch war es wieder schön und wir gingen raus. Zu Fuß. Allerdings entschlossen wir uns unterwegs, doch lieber den kleinen Gipfel mit Sonnenbad zu nehmen statt des Höheren, weil der Schnee so schnell weich und anstrengend wurde. Das Sonnenbad (in Untershirt und Unterhose :-)) war super. Daheim war dann Angrillen, das war superlecker und nahezu heiß - jedenfalls so lang, bis die Sonne hinter den hohen Bäumen gegenüber verschwand.

Donnerstag machten wir gleich mit Frühling weiter und radelten zum Eschacher Weiher. Mit Badesachen! Zwar war es in der Sonne wunderbar warm, aber der kühle Wind lud überhaupt nicht zum Baden ein (mich sowieso nicht!), deswegen radelten wir recht bald wieder heim. Wir hatten natürlich am Vortag zu viel Grill-Zeug eingekauft, das reichte locker für nochmal Grillen :-)

Weil es noch immer so warm war, gingen wir auch am Freitag zum Radeln. Diesmal zum Blender, wo ich die steile Straße nicht schaffte (der erste Versuch seit der OP) :-( Naja, hinsichtlich Kraft ist doch noch Einiges aufzuholen. Oben machten wir windgeschützt Brotzeit, was anfangs nett und warm war und dann sehr kühl, als die angedrohten Wolken aufzogen. Wir radelten heim und genossen Käsekuchen. Drinnen. Als uns der Nachbar von der bayrischen Ausgangsbeschränkung erzählte, konnten wir das erst mal kaum glauben, aber natürlich war es so.

Samstag war das Wetter trüb und es wurde kalt. Allzuviel Niederschlag gab es aber nicht, deswegen kippten wir am Sonntag den ursprünglichen Plan (da liess die angekündigte Sonne eh zu wünschen übrig) und spazierten stattdessen zu Fuß zum Fernsehturm, wo es tolle angenebelte Bäume hatte. Und a…kalten Wind, der uns bald wieder heim trieb. Wir trafen vereinzelte Spaziergänger aber keine Gruppen.

Und dann war er rum, der Urlaub. Im Nachhinein kann man feststellen, dass wir den echt gut gelegt haben. Vorher war Dauerregen, seitdem ist Beinahe-Quarantäne und zwischendrin war es schön und warm. Wir haben tatsächlich noch ein bisserl Freiheit und Schnee mitnehmen können. Hätte auch schlechter laufen können.

Von engel am 22.03.2020 23:00 • diary(0) Kommentare

Montag, 16.03.2020: Alternativen

Sonntag, März 22, 2020

Da nun die Grenzen wegen Corona geschlossen waren, waren Skitouren kaum mehr möglich, weil man bei ‘uns’ nur von Österreich aus hoch genug starten kann. Wir hatten nach einigem Überlegen als Alternative die Überschreitung mit Mini-Abfahrt ins Auge gefasst, die eigentlich jedes Jahr zu den Frühjahrs-Standard-Touren gehört. Üblicherweise allerdings etwas später im Jahr (meistens im Mai).

Wir parkten am Oberjoch und marschierten dann mit den Minis am Rucksack an vielen Bahn-Angestellten vorbei, die mit Pistenraupen und Schneemobilen das Skigebiet aufräumten (Pistenmarkierungen, Schneefangzäune, usw. abbauen). Das war ein wenig doof, aber wir konnten bald auf den Wanderweg abbiegen.

Die erste Runse queren war kein Problem und wir kamen auf der anderen Seite bald wieder auf die Piste, die wir oben auf dem Schmugglerweg nach links verließen.

Danach ist es nicht mehr weit zur zweiten Runse, die Große, Tiefe, Steile. Da konnten wir etwa bis zur Hälfte auf dem Schnee dem Sommerweg folgen und dann war ganz einfach Schluß. Mit Steigeisen und Pickel wäre man vielleicht auf dem harten Schnee weiter gekommen (hatten wir aber nicht), aber die abgerutschten Schneebretter zeigten schon, dass der Schnee auch nicht gut auf dem Kies der Runse hielt. Wir gingen am Rand der Runse ein Stück nach unten und dann ein Stück nach oben, aber der Abstieg und die Querung waren uns (ganz besonders mir) einfach zu gefährlich. Wir hätten ganz unten direkt zum Grenzwies gehen sollen und da über die Piste aufsteigen (nächstes Mal).

Der Alternativplan war dann, über die Wiedhag zur Iseler-Station zu gehen und da wenigstens mit den Minis abzufahren. Ich hatte mich schon damit abgefunden, dass das dann ein Tag ohne Sonne werden würde, weil die ganze Flanke nordwestseitig ausgerichtet ist (ursprünglich war der Plan ja, oben über den garantiert besonnten Grat zu gehen), aber wir hatten Glück. Die Sonne stand doch schon so hoch, dass sie es über den Grat schaffte und uns wärmte :-)

Die Schneestapferei bis zum Iseler war dann recht mühsam (ein Vorgeschmack auf den viel längeren Grat - wobei wir da vermutlich mehr Lust und Energie gehabt hätten). Wir kamen kurz über der Gipfelstation am Iseler-Anstieg an. Der beste Allgäuer wollte sogar noch auf den Gipfel, aber ich hatte Bammel vor der Abfahrt im freien Gelände. Da war nämlich noch alles gefroren und die Kontrolle, die man mit den Bergstiefeln über die Minis hat, ist doch sehr begrenzt.

Der beste Allgäuer zog dann direkt da oben schon die Ski an. Mir war das zu steil und zu hart, ich stieg zu Fuß zur Station ab (das übrigens ging sehr gut, ich konnte das rechte Bein genauso hart in den Schnee hauen wie das linke :-)). Das Abfahren da oben sah dann auch nicht ganz einfach aus. Wir machten erst mal Pause an der Station.

Die Abfahrt auf der eisharten Kunstschneepiste war dann eine Katastrophe. Das Knie machte das alles klaglos mit, aber ich fand mit den Minis auf dem Eis einfach keinen Halt (der Plan war ja auch gewesen, hier erst am Nachmittag anzukommen!) und rutschte fast hilflos von Schneehügel zu Schneehügel. Wir wichen auf den ‘echten’ Schnee auf einer wilden Piste aus, aber auch da war es sehr sehr hart.

Erst auf halbem Weg nach unten wurde der Schnee weicher und fahrbarer. Dafür war er unten etwas lückenhaft und wir mussten in der Mitte über Gras laufen. Irgendwas ist immer ;-)

Immerhin konnten wir bis zum Auto abfahren, das war nett. Auf dem Rückweg gingen wir noch zum Einkaufen, um Vorräte und für die nächsten 2 Tage das Abendessen einzukaufen. Das war das erste Mal, dass ich tatsächlich vor leeren Regalen stand. Kein Mehl, keine Milch, kein Klopapier. Menno!

Das Pfannkuchenessen auf der Terrasse danach war dann auch entsprechend mager, unser Mehl reichte nämlich nicht ganz. Aber egal, es war nett da draussen, so lang es noch Sonne hatte :-)


Start mit Skiern am Rucksack


Querung der ersten Runse


Auf dem Weg zur Piste


Auf dem Weg in die zweite Runse


Abbruch nach vergeblicher Suche nach einer Querung


Auf dem Weg zum Iseler


Auf dem Weg zum Iseler


Abfahrt zur Gipfelstation


Vorsichtige (ungelenke) Querung zur wilden Piste


Rückblick


Kurven im weichen Schnee

Von engel am 22.03.2020 12:04 • outdoorbergski(0) Kommentare

Eine Skitour noch hatte ich mir für den Urlaub gewünscht und wir hatten uns nach dem werkeligen Samstag eine für den Sonntag vorgenommen. Österreich hatte da schon Corona-Abschottung angekündigt, aber die generelle Liftschließung sollte erst am Montag kommen. Theoretisch müsste es also möglich sein, ins Tannheimer Tal fahren zu können, dachten wir uns.

Und so war es auch. Es war ernsthaft gespenstisch leer auf den Straßen, als wir Richtung Oberjoch fuhren. Auf dem Weg fiel uns auf: es hat brutal wenig Schnee. So wenig, dass wir schon über Alternativen nachdachten und bedauerten, keine Bergstiefel im Auto zu haben.

Wir parkten am Haldensee, wo uns statt vollem Parkplatz genau 3 Autos erwarteten. Seltsam! In dem kalten Eck da hinten lag zwar ein wenig Schnee, aber rundrum war es grün. Wir gingen erst mal zur Forststraße, um zu schauen, ob man losgehen konnte.

Man konnte, die Forststraße war unten komplett schneebedeckt. Dafür lagen gleich am Anfang schon mal Bäume über dem Weg. Und weiter oben, wo mehr Sonne rein kommt, war dann auch die Sache mit dem Schnee stellenweise problematisch. Es gab kleinere und größere Abschnitte der Forststraße, die komplett blank waren. Nach der Felswand waren wir dann aber glücklicherweise im Schnee angelangt und konnten weitgehend mit Skiern laufen.

Die Bachläufe auf dem Sommerweg waren das nächste Problem. Über die meisten konnten wir einfach drüber laufen, aber wir mussten doch einige Male abschnallen, damit die Felle nicht nass wurden.

Nach dem Brückle war dann aber endlich durchgehend Schnee. Dafür wehte ein ziemlich kühler Wind, bis wir endlich am Joch zur Gräner Edenalpe waren und dort in die Sonne kamen. Es wurde schlagartig 20 Grad wärmer! Der Schnee war in der Sonne schon feucht und im Schatten noch kalt, das führte zu wunderbaren Stollen unter meinen Skiern :/

In der Querung unterm Litnis gefiel mir überhaupt nicht, wie schnell der Schnee feucht wurde. Ich hatte Bedenken, dass der Schnee nicht nur oberflächlich sondern auch tiefer auftauen würde und ich dann nicht mehr fahren können würde. Wir verzichteten deswegen auf den Gipfelaufbau und fuhren nach einer kurzen Pause im Sattel direkt ab.

Meine Sorge war völlig umsonst gewesen, der Schnee war firnig und wunderbar zu fahren :-)

Nachdem wir letztes Mal doch zu früh abgefahren waren, fanden wir diesmal den richtigen Weg entlang der Nordseite rüber zum Latschenhang :-) Wir mussten nur wenige Meter aufsteigen, was mein Knie freute.

Die Nordseiten-Abfahrt war dann oben etwas schwierig, weil sich unter dem Neuschnee gefrorene Altspuren befanden, aber nachdem wir die ersten Meter hinter uns gebracht hatten, konnten wir nochmal sehr schön abfahren. Diesmal mit Pulver statt Firn :-)

Im oberen Teil der Rest-Abfahrt waren dann die Bachläufe nervig, weiter unten die freien Stücke der Forststraße (mit Skistiefeln bergab laufen geht noch nicht sehr gut). Aber insgesamt, da waren wir uns am Ende einig, war es schon schön, nochmal eine Skitour gemacht zu haben :-)


Start mit dem ersten Hindernis


Zwischendurch ist der Schnee weg


Noch ein Baum


Bachquerung


Ab hier ist endlich Schnee


In der Sonne ist es regelrecht heiss


Abfahrt in Firn


Abfahrt in Pulver


Abfahrt weit unten

Von engel am 21.03.2020 18:43 • outdoorski(2) Kommentare

Eigentlich hatten wir etwas anderes vorgehabt, aber beim Frühstück stellte sich heraus, dass das doch keine gute Idee gewesen wäre. Wir sattelten auf den guten alten in-der-Sonne-rumlieg-Hügel um.

Als wir bei Humbach parkten, war es kälter als gedacht und es lag auch deutlich mehr Schnee als gedacht herum. Was auch mehr herum lag, waren Bäume. Man sollte denken, nach so vielen starken Stürmen wäre dann so langsam mal alles umgefallen, was nicht sicher steht, aber es ist wohl jeder Sturm anders. Wir stiegen halt über Bäume drüber und gingen um Bäume herum, die alle auf dem Weg lagen.

Wir waren früh dran, deswegen war es nicht voll am Gipfel, aber wir gingen trotzdem gleich weiter zum Rücken, wo wir trotz des Schnees auf ein sonniges Plätzchen im Gras hofften. Und das klappte auch :-)

Im Abstieg jammerte mein Knie ziemlich herum, dabei war es die ganze Woche über ohne Ibu ganz zufrieden gewesen. Das nervte mich ernsthaft, aber half ja nix. Was ist, das ist.


Das erste Hindernis lag gleich hinterm Parkplatz


Noch ein Hindernis


Winterstimmung kurz vorm Gipfel


Gipfel


Frühlingsboten

Von engel am 21.03.2020 16:41 • outdoorberg(0) Kommentare

Urlaub mit Hindernis

Dienstag, März 17, 2020

Als wir diesen Urlaub planten, war natürlich nicht abzusehen, was um diese Zeit gerade auf die Welt zukommt. Oder vielleicht war es auch und ich hab es bloss nicht gesehen.

Da hatten wir uns überlegt, dass wenn das Knie da so halbwegs OK ist, dass wir vielleicht nochmal für ein paar Tage in das schöne Hotel im Vinschgau fahren könnten und da ein paar Skitouren machen könnten. An Problemen sahen wir wir nur das Knie und die Schnee-, Wetter- und Lawinenlage. Wie man sich täuschen kann.

Wir hofften dann, wenigstens bei uns (‘uns’ schließt Österreich, also Tirol und Vorarlberg, natürlich ein) was tun zu können. Das Wetter spielte bei unseren Urlaubsplänen ja brav mit, aber ein guter Teil ‘unserer’ Berge war dann ab Montag leider geschlossen (zumindest das kleine Walsertal, das Oberjoch war Stand Dienstag noch offen, da hätte man ins Tannheimer Tal können, aber wir übten uns in Vernunft und gutem Staatsbürgertum und blieben in Bayern).

Samstag verbrachten wir erst mal noch daheim, da war das Wetter eher solala. Ich hatte noch Restarbeiten für den Kangoo zu tun und der beste Allgäuer von Allen brachte sein Bike auf Vordermann, um für Biken bei Frühlingstemperaturen Ende der Woche gerüstet zu sein. Sonntag fuhren wir ins Tannheimer Tal und machten tatsächlich eine Skitour, allerdings mit erscheckend wenig Schnee unten. Auf den Straßen war es gespentisch leer.

Montag wollten wir eine interessante Runde am Oberjoch machen, mussten aber an der großen Runse aufgeben, da war kein Durchkommen. Wir gingen eine Alternativrunde und ich kann jetzt sagen: Mein Knie hält auch Mini-Fahren mit Bergstiefeln aus, auch auf Eis :-) Auf dem Rückweg wollten wir Abendessen und ein paar andere Dinge kaufen und da war tatsächlich Klopapier, Milch und Mehl (und Nudeln, die brauchten wir aber nicht) und bestimmt auch anderes komplett leer. Es gab 2 Pfannkuchen zu wenig danach, weil unser Mehl aus war :-(

Am Dienstag war das Wetter nicht so schön, wie wir gern gehabt hätten und irgendwie versackten wir dann daheim. Immerhin gab es beim Edeka dann Milch und Mehl. Ich kaufte nur das (und in normaler Menge) und kam mir echt vor wie ein Prepper, am liebsten hätte ich mich bei der Kassiererin entschuldigt ;-)

Ab morgen soll es ja wieder schön werden, da geht es dann wieder raus :-)

Von engel am 17.03.2020 16:07 • diary(0) Kommentare

Büro-Abschied

Donnerstag, März 12, 2020

Gute Nacht. Das ist deswegen erwähnenswert, weil die Nächte inzwischen ja generell ganz gut sind, manchmal schlafe ich aber wieder komplett durch und das ist noch immer was Besonderes :-)

Nach dem Frühsport radelte ich ins Büro. Ohne Handschuhe, mit weit geöffneter Jacke (und das war eh schon die dünne) und kam trotzdem leicht verschwitzt an. 7 Grad in der Früh bei nahezu klarem Himmel, was soll der Mist?

Im Büro wartete eine Mail, in der ein Corona-Stress-Test angekündigt wurde. Am Freitag sollen alle, die das auch nur annähernd vertreten können HomeOffice machen. Die IT will sehen, wo es dann klemmt. Finde ich gut, die Sache mit der Skalierung ist ja nicht so genau planbar. Für mich war das nichts Neues, ich hatte eh Heimarbeit ausgemacht, um vorm Heimfahren nochmal zum Doc gehen zu können.

Sonst war es recht trist im Büro, denn ich sah einen ganzen Schwung Leute zum letzten Mal. Die gehen alle jetzt oder im Lauf der nächsten Woche und dann war es das mit diesem Team, in dem es wirklich angenehm zu arbeiten war. Es gab da keine Blender, keine Aufschneider und alle sind immer nett und respektvoll miteinander umgegangen. Ich hab in meinem Berufsleben bisher total Glück mit den Leuten um mich herum gehabt und niemals sexistischen oder anderen Dreck erlebt, das ist schon was Besonderes. Und das hat nichts mit mir zu tun, sondern mit den anderen. Das macht mich schon traurig :-(

Am Nachmittag war meine letzte Therapie-Session mit der C., weil die ab nächster Woche 4 Wochen Urlaub hat. Ich hatte deswegen ein kleines Lindt-Häschen mit Trinkgeld im Halsband dabei. Die C. freute sich sehr, aber ihr lang geplanter und befreuter Urlaub wird wohl wegen Corona ausfallen. Sie ist Italienerin und hatte auch ein paar sehr unschöne Corona-Geschichten von daheim (wo sie schon seit Weihnachten nicht mehr war, liebe mitlesende Familie). Jedenfalls könnte es sein, dass ich nach dem Urlaub nächste Woche doch nochmal eine Session bei ihr habe. Das würde mich freuen.

Die Session war wieder wenig schmerzhaft, obwohl die C. mein Bein mit Kraft bog. Irgendwo sticht es natürlich immer wieder mal, aber im Großen und Ganzen werden beim Beugen jetzt vor allem die Oberschenkelmuskeln gestresst. Das kann die C. besser als ich allein, aber ich glaube trotzdem, dass es nun genug ist. Nur weil ich das verschrieben bekommen kann, heisst das ja nicht, dass ich es nehmen muss. Ibu will ich aber nochmal.

Danach hatte ich eigentlich nochmal ins Fitti gehen wollen, wenn es dem Knie nicht allzu schlecht ginge. Dem Knie ging es gut, das Fitti liess ich dennoch aus. Jetzt ist dann Urlaub und schon am Freitag Abend haben wir eine Einladung für Krautkrapfen bei der Familie des besten Allgäuers von Allen. Die beiden sind zwar nicht gebrechlich, aber halt doch alt und deswegen ...
Und zu meinen Eltern wollen wir ja vielleicht auch und da gilt dasselbe ...

Natürlich hatte ich ein schlechtes Gewissen, denn Bewegung und Krafttraining ist wichtig für das Bein und ich bin ja innerlich immer total faul und nehme gern jede Entschuldigung für lästigen Sport. Alles irgendwie doof grad.

Daheim schrieb ich 2 weitere Tage des Türkei-Urlaubs auf und bin damit jetzt fast fertig. Es fehlt nur noch die schreckliche lange Heimreise. Online kommt das Ganze, wenn ich die auch fertig habe. Sonst gab was zu Essen und 2 Folgen Cloak&Dagger. Das ist auch bald aus, ich bin schon auf der Suche nach einer neuen Serie.

Von engel am 12.03.2020 23:00 • diary(2) Kommentare
Page 2 of 409 pages
 <  1 2 3 4 >  Letzte »

Reiseberichte

Bücher :-)

Letzte Einträge

Letzte Kommentare

Blogroll


Have fun!