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Sonntag, 08.11.2020: Unerwartet windig

Sonntag, November 15, 2020

Nach dem frostigen Samstagsradeln starteten wir am Sonntag mit mehr Warmzeug im Rucksack. Der Parkplatz an der Säge war schon relativ voll, als wir ankamen, aber auf dem Weg zur Scheidwang waren wir nahezu allein (ein paar vereinzelte Wanderer waren unterwegs).

Auf etwa halbem Weg zur Scheidwang kamen wir in die Sonne. Theoretisch zumindest, praktisch ist da Wald und die Sonne erreichte uns arg gefiltert. An der Scheidwang bogen wir auf die Fahrstraße zur Oberen Gelchenwang ab und machten dort auf einem netten Bänkle in der Sonne erst mal Pause.

Ab hier hatte ich eigentlich zu Fuß gehen wollen, aber der Forstweg sah sehr radelbar aus und probierten wir halt mal wie weit wir kommen würden. Mit gelegentlichem Schieben in ein paar Steilstücken kamen wir tatsächlich bis zum Abzweig des Fußwegs zur Oberen Gelchenwang. Prima!

Der Weg über die Obere Gelchenwang ist ein Umweg, aber den kannte ich noch nicht und deswegen wollte ich ihn mal gehen. Er ist schmal und gewunden und durchaus nett, aber um diese Jahreszeit leider total schattig. Wir kamen erst an der Oberen Gelchenwang in die Sonne und da kam dann auch das erste Mal deutlich spürbar Wind auf.

Auf der Querung in die Senke wurde der Wind stärker und als wir auf den langen Rücken kamen, war Sturm. Der Weg zum Rindalphorn ist lang und kommt einem dank Abwechslungslosigkeit noch länger vor. Es hatte zwar Leute, aber die Menge war überschaubar (am Hochgrat war viel mehr los). Am Gipfel war es leer, weil alle nur kurz anschlugen und sich dann woanders ein windgeschütztes Plätzchen suchten. Wir nahmen eine kleine Wiese kurz vor dem nordseitigen Steilabruch und das war ganz unerwartet super-angenehm. Windstill, warm und bequem :-)

Leider nicht lang, denn die angekündigten Wolken rückten an und verschleierten die Sonne. Damit war die Wärme futsch und wir machten uns an den Abstieg. Wir hatten uns vorher schon angeschaut, wo man direkt zu der Forststraße zu den Rädern absteigen konnte und gingen über mittelsteile Kuhwiesen und zwei Rinnen zur Straße runter. Der kleine Forstweg durch die Steilwand ist eigentlich nett, uneigentlich ist Forstweggehen aber halt langweilig. Es dauerte nicht lang bis zu den Rädern.

Wir radelten erst zum Bänkle oberhalb der Scheidwang zurück und packten uns dann - schlauer als am Samstag - warm für die Abfahrt ein. Das war sehr erfolgreich, wir kamen warm und überhaupt nicht fröstelig bei den Rädern an :-)


Schon wieder Frost auf den Wiesen


Die letzten Meter vor der Scheidwang


Päuschen in der Sonne


Wir radeln neue Wege


Idyllischer Pfad zur Oberen Gelchenwang


Der Weg zum Ziel ist elendslang!


Im Sturm am Gipfel


Direkter Abstieg ...


... bis zum Fahrweg


Abfahrt (warm eingepackt!)

Von engel am 15.11.2020 17:39 • outdoorbergmtb(0) Kommentare

Nachtwanderung

Donnerstag, November 12, 2020

In der Früh wachte ich mit periodisch stechenden Ohrenschmerzen links auf. Das hatte sich abends schon abgezeichnet, als meine Haare links über dem Ohr gelegentlich zu schmerzen begannen. Der beste Allgäuer kennt das nicht, ich habe sowas gelegentlich. Das Ohr muss dann warm gehalten werden und die Schmerzen verschwinden im Lauf eines Tages wieder. Einfach so wie sie gekommen sind (keine Ahnung was das genau ist, ist ja schnell wieder vorbei). Meine vagen Pläne, vielleicht auf den Blender zu gehen, waren damit hinfällig.

Der Vormittag verging wie im Flug mit Stellenanzeigen-Checken, einer Diskussion mit einem Recruiter für eine interessante Firma in Bregenz (Nachdem dann klar war, was die eigentlich wollen, bin ich aber raus, auch wenn der Recruiter meinte, ich solle mal mit dem Tech Lead reden. Naja, ich gab ihm meine Nummer, ich bezweifle aber dass mich jemand anruft.) und diversen Recherchen. Nebenher bereitete ich den SAN-Server für das geplante CMS-Update nächste Woche vor. Ich bin guter Dinge, dass das klappt.

Den Nachmittag verbrachte ich mit Lernen. Meinem Ohr ging es da schon wieder gut (vormittags hatte es noch regelmäßig gestochen, über Mittag hatte das nachgelassen und nachmittags war es dann ruhig) und ich überlegte, ob ich vielleicht doch noch raus sollte. Dann war es aber zu spät und der beste Allgäuer kam heim.

Der hatte beschlossen, zum Laufen zu gehen und aus irgendeinem Grund gefiel mir dann der Gedanke, dann halt im Dunklen auf den Blender zu gehen. Ich setzte das direkt in die Tat um und so gingen wir beide raus um verschiedene Dinge zu tun. Was ich nicht bedacht hatte war, dass es gerade nahzu noch Neumond hat und es deswegen total finster war. Ich hatte mich romatisch im Mondlicht rumspazieren sehen, aber ich brauchte fast durchgehend die Stirnlampe. Und dem Knie gefiel das alles überhaupt nicht. Ich hatte echt schon bessere Ideen - immerhin nahm mir mein Ohr das nicht krumm, denn unterm Kopfhörer war es durchgehend schön warm ;-)


Aussicht


Beweisbild

Von engel am 12.11.2020 23:00 • outdoorberg(0) Kommentare

Winteröffnungszeiten

Mittwoch, November 11, 2020

Der Vormittag verging wie im Flug mit Nachlesen und Nacharbeiten der am Vortag verpassten Info-Mails und News. Gegen Mittag machte ich mich mit dem Bike des besten Allgäuers auf eine Einkaufsrunde an deren Ende die Abgabe des Bikes beim Willi hätte stehen sollen. Aber beim Willi gilt inzwischen der Winteröffnungsplan und da ist am Mittwoch zu. Na, dann nächste Woche nochmal. Statt dem geplanten längeren Heimspaziergang radelte ich halt an der Iller zurück.

Den Nachmittag verbrachte ich erst gemütlich mit Lernen, dann mit einer weiteren Runde Aufräumen im Obergeschoß. Das hatte ein Nachspiel für den Abend, denn ich wollte die viele alte Software da oben, allesamt mit fürchterlich ausladenden und aufwändigen Verpackungen, digitalisieren und dann loswerden. Die Wahrscheinlichkeit, dass wir irgendwas davon irgendwann nochmal brauchen, ist quasi Null, aber nur wegwerfen wollte ich das dann halt auch nicht und Speicherplatz ist ja günstig. Das Projekt zog sich dann über den ganzen Abend hin.

Von engel am 11.11.2020 23:00 • diary(0) Kommentare

Samstag, 07.11.2020: Eiskalt und (fast) heiß

Mittwoch, November 11, 2020

Da wir ja seit dem letzten Wochenende wussten, dass sich der Schnee aus den Bergen weitgehend wieder zurückgezogen hatte, hatten wir uns die verschobene Tour vom letzten Wochenende erneut vorgenommen und stellten den Kangoo relativ früh am E-Werk von Hinterstein ab, um die Räder auszuladen. Es hatte schon einige Autos am Parkplatz, aber wirklich voll war es nicht.

Dafür war es kalt. Knappe Minusgrade mit eis auf den Pfützen, durch die man wunderbar knirschend durch fahren konnte. Es war ziemlich frisch an den Händen und arg kalt an den Füßen, denn bei der Kleidungswahl hatten wir vor allem an den schönen warmen Tag oben in der Sonne gedacht und nicht ans eisige Radeln in der Früh. Der beste Allgäuer von Allen klagte bald, dass er seine Zehen nicht mehr spüre. Meine Schuhe waren dichter, da zog es nicht so durch.

Wir kamen erst deutlich nach dem Giebelhaus in die Sonne. Wir machten eine Pause an der Abzweigung zur Schwarzenberghütte, damit der beste Allgäuer seine Zehen durch Herumlaufen ein wenig re-aktiven konnte. Auf der steilen Auffahrt in der Sonne zur Hütte wurde uns dann schnell warm und an der Kurve vorm steilsten Stück konnten wir auf T-Shirt und kurze Hosen umstellen :-)

Bis zur Käseralpe waren wir allein unterwegs gewesen, beim Anstieg zum Engeratsgundsee trafen dann doch ein paar Leute. Viel war aber nicht los. Wir hatten beide lahme Beine (der Allgäuer vom Joggen, ich vom Test der Online-Trainings-Plattform) und nahmen am See dann doch Stöcke. Das war gut so, denn der steile Anstieg zur Hengst-Scharte war auch so recht anstrengend. Von ‘drüben’ allerlei Menschen hochgestiegen, darunter auch welche, die wir unten schon mal gesehen hatten, mit irgendwas Figl-Artigem am Rucksack (die hatten die Schneelage klar überschätzt ;-)).

Der Anstieg zum Kleinen Daumen war dann noch mal anstrengend. Wir suchten uns oben einen flachen Fleck in der Sonne und genossen den schönen Herbsttag. Für mich war es das erste Mal hier oben seit der OP, es fühlte sich ein klitzekleines bisserl an wie ein Meilenstein :-) Zum Großen Daumen war es mir aber doch zu weit. Im Frühjahr dann!

Im Abstieg machten wir noch mal windgeschützt Pause am See in der letzten Sonne und stiegen dann weiter zu den Rädern. Da hatte es bald Schatten und es wurde kühl. Die Räder konnten wir noch mit Sonne entsperren, dann war sie auch hier weg. Wir rüsteten wieder auf lange Hosen und Pulli mit Jacke und Handschuhe um.

Aber die Handschuhe waren zu dünn und die Jacke war zu wind-durchlässig. Am Giebelhaus zog ich noch die Simony-Jacke drüber, dann war mein Rucksack leer. Leider reichte auch das nicht aus und ich kam tatsächlich zitternd und bibbernd am Auto an. Das war eine totale Fehleinschätzung der Temperaturen! Aber sonst war es ein total netter Tag :-)


Start mit Frost auf den Wiesen


Am Giebel ist es noch immer kalt ohne Sonne


Sonne!


T-Shirt und kurze Hose :-)


Auf dem Weg zum Engeratsgundsee


Im Schneefeld unter dem Gipfel


Die letzten Meter


Abstieg zum See


In der letzten Sonne


Abfahrt

Von engel am 11.11.2020 10:55 • outdoorbergmtb(0) Kommentare

Berg statt Haushalt

Dienstag, November 10, 2020

Der Plan für den Tag war eigentlich gewesen, das Bike vom besten Allgäuer zum Schaltzug-Tausch zu bringen und auf dem Rückweg einen Spaziergang auf (neuen) Schleichwegen durchs Industriegebiet zu machen. Aber in der Früh war die Wettervorhersage für diesen Tag viel besser (Sonne) und für den nächsten Tag deutlich schlechter (Wolken). Ich plante kurzerhand um.

In der Früh hatte ich erst mal die Nachbesprechung des Erstgesprächs mit der Recruiterin (aus meiner Sicht: interessanter Job und mit Homeoffice auch durchaus machbar, ich würde zu einem tatsächlichen Vorstellungsgespräch gehen, wenn die Firma das wollen würde), dann gab es ein spätes Frühstück und ich packte meinen Kram zusammen.

Naturgemäß war unter der Woche nicht viel Verkehr, aber am Parkplatz in Grän standen doch erstaunlich viele Autos. Die S. hat vermutlich recht, wenn sie sagt, da kann man kaum mehr hin. Aber ich war wohl spät genug dran, den ersten Schwung Leute verpasst zu haben, und stieg fast den gesamten Weg völlig allein auf :-) Zwei Mal überholte ich wen, einmal wurde ich überholt, sonst war da niemand. Lediglich am Gipfelaufbau traf ich ein paar Absteiger.

Oben waren grad mal 4 Leute, das ist quasi einsam ;-) Ich blieb aber nicht lang oben, da wehte ein kühler Wind, sondern stieg gleich wieder ab, um in der steilen Wiese unterhalb des Gipfels sonnig und windgeschützt Pause zu machen. Mein Apfelbutzen löste ein kleines Gefecht unter den ansässigen Dohlen aus (eine war mutig genug, mir den Apfelbutzen zwischen den Schuhen rauszuklauen, eine andere jagte ihr den Butzen ab und dann ging es kurz rund), das war unterhaltsam ;-)

Ich nahm zur Abwechslung mal den Direktabstieg unterhalb des Bänkles und stelle fest: da hat es ein paar echt schöne Sonnenplätze. Ich nutzte gleich mal einen für eine weitere Pause :-) Dann stieg ich zum Auto ab.

Dem Knie ging es rauf wie runter echt gut. Im Aufstieg versuchte ich wirklich schnell zu sein (1:45h, ich finde das echt gut), aber beim Absteigen bin ich noch sehr vorsichtig. Inzwischen kann ich das operierte Bein gut nutzen, was neuerdings dazu führt, dass die Stufen beim Abstieg nicht mehr wie ‘magisch’ vor allem vor dem linken Bein auftauchen. Ich habe das nie bewusst so hingedreht, aber jetzt, wo es nicht mehr passiert, fällt es mir auf ;-)

Der beste Allgäuer ging abends zum Laufen und ich genoss ein laaanges, total heisses Bad ganz und gar allein. Das war prima :-)


Das Ziel


Fast oben


Nahezu allein am Gipfel :-)


Direkt-Abstieg

Von engel am 10.11.2020 23:00 • outdoorberg(2) Kommentare

Erstgespräch

Montag, November 09, 2020

Morgens las ich erst mal das Wochenende nach, wir waren ja so aktiv gewesen, dass sämtliche Nachrichten an uns vorbei gegangen waren. Naja, den Biden-Sieg hatten wir dann doch noch knapp mitbekommen. Große Freude hier und etwas Sorge, was der beleidigte Verlierer in der Zwischenzeit noch alles kaputtmachen könnte. Aber Leipzig war komplett an mir vorüber gegangen und ich verzweifelte innerlich ein wenig.

Das Coach-Gespräch war nette Plauderei, denn so wirkliche Tipps, was ich wie besser machen kann/soll, hatte die Coach nicht. Macht nix, ich weiß, was ich besser machen sollte: endlich mit der Datenhaltung zu meinen Aktivitäten anfangen (Laaangweilig! Deswegen fällt das ja immer hinten runter und wird mich irgendwann in den Hintern beißen, wenn ich das tatsächlich mal vorweisen muss und dann alles nachtragen ‘darf’.).

Dann Vorbereitung des Vorstellungsgesprächs. Ich brauche da ja immer Vorlauf, weil ich spontan nur so mittel kann. Ich schaute mir noch mal die 100 möglichen Bewerbungs-Fragen und meine Antworten darauf an und formulierte den Teil zu ‘Erzählen Sie über sich.’ noch mal um.

Mittags gab ich Tofu noch mal eine Chance. Ich bin ja prinzipiell allen Lebensmitteln zugeneigt, aber Tofu wird es wohl nicht auf die Liste des Zeugs, das ich mit Genuss esse, schaffen. ‘Knusprig gebraten’ soll Tofu, das hatte ich nun schon ein paar Mal gelesen, richtig gut sein. Aber man kriegt das Zeug kaum knusprig und der Lohn aller Mühen (Auspressen, Marinieren, Würzen, scharf braten) ist dann was Gummiartiges mit Minimalkruste, was dann noch immer nach nix schmeckt. Naja, nach Marinade. Ich bin ernsthaft versucht, den zweiten Teil der Portion Tofu einfach wegzuwerfen! (Nein, mache ich natürlich nicht. Vielleicht finde ich noch ein Rezept, mit dem das Zeug irgendwie essbar wird.)

Kurz drauf war dann das Vorstellungsgespräch und es lief gefühlt ganz gut. Die Leute auf der anderen Seite des Bildschirms kamen nett rüber (was ich nicht unerheblich finde) und der Job an sich ist nach wie vor interessant und ich kann mir mich da gut vorstellen. Die gefragten Fähigkeiten hätte ich jedenfalls. An technischen Details habe ich leider wegen Betriebsgeheimnis nicht so viel erfahren, wie mich interessiert hätte, aber das würde ich, wenn ich dort arbeitete, dann ja alles lernen. Jetzt sollen noch mal alle drüber schlafen, dann sehen wir weiter.

Danach war ich, was ich erstaunlich fand, ziemlich platt (anscheinend habe ich keine Übung mehr darin, mich Leuten zu stellen). Ich radelte zur Entspannung mit dem Rocky, das ich ja extra für ‘Stadtradeln’ aus München mitgebracht hatte, zum Edeka, um fürs Abendessen einzukaufen. Das erste Mal Rocky-Radeln im Allgäu übrigens.

Festhalten für später:
Die Corona-Regeln für Bayern wurden verschärft und nun darf man nur mehr 24 Stunden in Risikogebiete (also Tirol wegen Tannheimer Tal, das Kleine Walsertal und Jungholz zählen Corona-mäßig ja nicht). Die Formulierung lautet nun anders, aber der Absatz erlaubt kurze Abstecher zum Bergsteigen (‘im Rahmen des Grenzverkehrs’) nun formal noch immer:

§ 2 Ausnahmen von der häuslichen Quarantäne
[...]
(2) Von § 1 Abs. 1 Satz 1 nicht erfasst sind Personen,
1. die sich im Rahmen des Grenzverkehrs mit Nachbarstaaten weniger als 24 Stunden in einem Risikogebiet nach § 1 Abs. 5 aufgehalten haben oder für bis zu 24 Stunden in das Bundesgebiet einreisen,

Von engel am 09.11.2020 23:00 • diary(0) Kommentare

Traum-Herbst-WE

Sonntag, November 08, 2020

Am Vormittag hatte ich das Vorgespräch mit einer Recruiterin für einen sehr interessanten Job (leider ein bisserl weiter weg als ideal, dafür steht aber teilweise HomeOffice im Raum). Die Firma braucht eine Embedded-Entwicklerin für Produkte, die bei mir bislang wirklich nicht unter ‘haben Firmware’ gelaufen sind. In der Job-Beschreibung steht sinngemäß: “Legacy-Code ist kein Problem für Sie”. Hey, mit ‘Legacy-Code’ hab ich angefangen ;-) Ich harre gespannt der weiteren Entwicklung.

Das Wochenende war insgesamt ausgesprochen aktiv. Freitag machten wir höchst nötige Gartenarbeit (da müssen wir aber noch ein, zwei Mal ran), Samstag und Sonntag waren wir am Berg. Ich halte fest: Winter is coming!

Nein, nicht wegen Schnee, der ist in den Allgäuer Alpen nur spärlich und in eingeblasenen Nordstellen zu finden (auch wenn wir natürlich Leute trafen, die irgendwas Figl-artiges dabei hatten). Aber es ist inzwischen wirklich empfindlich kalt in der Früh und am Abend, ganz besonders auf dem Bike unten in den zugigen, schmalen Tälern, wo Bäche und Fallwinde durchrauschen!

Nachdem wir am Samstag komplett durchgefroren am Auto angekommen waren und beide erst nach einem heißen Bad wieder Normal-Temperatur bekommen hatten, ergänzten wir am Sonntag die Rucksack-Grundausrüstung um dickere Handschuhe und Daunenjacken zum Drunterziehen. Oben war es am Samstag T-Shirt-und-kurze-Hose-warm, am Sonntag hatte es leider einen garstigen Sturm oben, aber windgeschützt war es auch da angenehm.

Hach, tolles Wochenende! Und dem Knie ging es prima :-)

Zum Lesen und Anschauen:
Bei der NYT gibt es einen schönen interaktiven Artikel darüber wie und warum Masken funktionieren. Via Frau Nessy.

Von engel am 08.11.2020 23:00 • diary(0) Kommentare

Sonntag, 01.11.2020: Grauer Herbsttag

Freitag, November 06, 2020

Wir hatten uns eigentlich eine Tour im Tannheimer Tal ausgesucht, aber der Tag begann deutlich trüber als vorhergesagt und es nieselte. Wir planten um und fuhren wieder nach Rottach. Auf dem Weg nieselte es noch mal kurz, aber als wir losgingen, war es trocken.

Der steile Waldanstieg ging diesmal gefühlt viel schneller ;-) Wir bogen oberhalb des kleinen Wasserfalls direkt nach rechts ab und gingen den Weg, den ich ursprünglich mal geplant hatte. Wir waren die ganze Zeit wunderbar allein mit dem netten Weg, dem vielen Buchenlaub (großartiges Geraschel) und der - zugegeben etwas trüben - Aussicht. Leute trafen wir erst, als wir auf den Grat zum Falkenstein kamen. Aber es war noch relativ früh, der Andrang hielt sich in Grenzen.

Wir gingen am Gipfel vorbei (voll) und stiegen zur Wiese ab. Den großen vollen Wanderparkplatz umgingen wir großzügig und machten weiter hinten am Waldrand, windgeschützt unter einem Baum, Pause. Leider war das trotz Windschutz nicht sehr gemütlich, deswegen blieben wir nicht lang.

Der Plan war, über den Rücken bis vor zur Ruine zu gehen, weil wir das noch nie gemacht hatten. Ich hatte mir da einen schmalen Waldweg vorgestellt, aber da sind hauptsächlich offene Wiesen und Felder und dass man auf einem Berglein wandert, merkt man erst, wenn es am anderen Ende zur Burg hin runter geht.

Nach der Burg stiegen wir die steile Treppe zur Alpe ab und gingen hinter der Alpe herum, um auf einem idyllischen Pfad (da war die OSM nicht sehr detailliert gewesen und ich hatte eine Forststraße erwartet) zur Alten Salzstraße ab. Da holte uns dann auch der Regen ein, den wir schon lang aus Westen anrücken gesehen hatten. Ich hatte leider den Schirm vergessen, das war doof weil man unter der Regenjacke ordentlich schwitzt.

Das viele Geradeauslaufen stresste das Knie am Ende sehr. Die jeweiligen Abstiege von der Burg waren ganz gut gegangen, aber der Rückweg über die Alte Salzstraße war am Ende nicht mehr schön. Ich war heilfroh, als wir endlich das Auto erreichten! Das war insgesamt eher eine Wanderung als Bergsteigen, trotz des steilen fordernden Anstiegs, und es hatte auch nette Aussicht und alles, aber allzu oft werden wir die Überschreitung wohl nicht wiederholen.


Schaf mit ‘Socken’ in Rottach


Herbstweg zum Falkenstein


Oben weht ein kühler Wind


Auf dem Weg zur Burgruine


Burgruine Vorderburg


Regen auf der Alten Salzstraße

Von engel am 06.11.2020 18:41 • outdoorberg(0) Kommentare

Rumkruschteln

Donnerstag, November 05, 2020

Weil in der Früh die SAN-Site noch immer zu laufen schien, nachdem ich am Vortag die PHP-Version hochgezogen hatte, habe ich inzwischen Hoffnung, dass PHP 7.3 tatsächlich mit dem CMS funktioniert. Ich verstehe eh nicht, was PHP 7.2 und PHP 7.4 bei 1&1 für seltsame Einstellungen haben, denn mit den beiden Version knallt es. Wenn nächste Woche immer noch alles gut ausschaut, kann ich hoffentlich endlich auch das CMS hochziehen. Meine Güte, was für ein Heckmeck!

Am Vormittag beschäftigte ich mich etwas genauer mit dem ‘Online-Studio’, für das mir mein Fitti den Monatsgutschein geschenkt hatte. Das sieht trotz des super-duper-life-styligen Eindrucks eigentlich sehr solide aus. Ich suchte mir ein mittelschweres Ganzkörpertraining aus und turnte das nach. Das war ganz gut, aber halt nur mittelanstrengend. Naja, ich hab ja noch einen knappen Monat. Und zum Rausgehen hatte ich bei dem trüben Wetter und dem kalten Ostwind auch keine Lust.

Ich überlegte lang an einem bequemen und vermutlich entsprechend bezahlten, dafür aber sicherlich sicheren Job-Angebot rum. Langweilen würde ich mich da nicht, dafür aber wahrscheinlich für weniger Geld weniger arbeiten und mehr frei haben. Hätte auch was. Am Ende setzte ich mal eine Bewerbung auf (was selbst mit allen Vorlagen dann ja doch immer eine Menge Arbeit ist) und ließ sie erst mal liegen.

Den Tag verbrachte ich sonst mit weiterem Aufräumen, Haushaltskram und Lernen. Zum Programmieren kam ich nicht, da braucht man dann doch auch einen Kopf dafür. Meine selten getragenen Black Diamond Quadrant Skistiefel (nur Ärger: Füßeweh, Blasen, Abfahrtschmerzen) sind nun beim Secondhand Sportladen. Die sind noch gut und ich werde sie garantiert nie mehr anziehen.

Von engel am 05.11.2020 23:00 • diary(0) Kommentare

Samstag, 31.10.2020: Goldener Herbsttag

Donnerstag, November 05, 2020

Es sollte ein schöner warmer Herbsttag werden. Endlich! Wir hatten am Freitag noch eine tolle Tour weit hinten, weit oben und ganz bestimmt einsam geplant, hatten uns dann aber beide an den Schnee der letzten Woche erinnert und uns dann doch für eine einfachere Tour entschieden. Mit frühem Start wegen der zu erwartenden Füllung.

An der Säge war es dann auch (noch) nicht sehr voll, als wir den Kangoo parkten. Es war zwar kühl da unten, aber von Schnee auf den Gipfeln war weit und breit nichts zu sehen. Der war wohl weggeregnet worden und wir hätten die dichten Stiefel gar nicht gebracht. Wir gingen erst mal auf dem Fahrweg Richtung Gunzesried und bogen dann auf den Fußweg durch den Wald ab. Schon auf der Fahrstraße fiel mir ein Paar auf, die ein wenig ziellos und suchend über die Wiese oberhalb des Weges gingen. Im Wald überholten wir die beiden.

Am Bauernhof bogen wir auf den Weg zum Kapellchen ab und da folgten uns die beiden. Wir machten Pause am Kapellchen und als sie weiter gegangen waren, gingen wir auch und stiegen zum steilen Pfad im Wald auf. Die beiden fränkischen Touris (wir hatten uns am Kapellchen unterhalten) irrten irgendwo unter uns herum und steigen uns dann nach. Mist, hatten wir sie also doch nicht abhängen können. Naja, auch einsame Pfade müssen gelegentlich begangen werden.

Wir stiegen den Waldpfad auf und querten den Bach am Durchschlupf. Durch die frischen Blätter war der Durchschlupf sehr schwer zu erkennen und siehe da, danach waren wir allein :-) Wir durchstiegen den Wald zügig und machten oben in der Wiese in der Sonne nochmal Pause. Es war inzwischen ziemlich warm geworden und der beste Allgäuer von Allen stellte auf kurze Hosen um. Ich bedauerte, keine eingesetckt zu haben.

Auf dem weiteren Weg zum Steineberg überholten uns 2 junge Männer, die beide relativ große, identische Rucksäcke und jeweils einen Helm dabei hatten. Aha, Gleitschirmflieger. Die Packgröße (und vermutlich auch das Gewicht) der Schirme ist inzwischen ja wirklich beeindruckend gering!

Am Gipfel waren natürlich schon Leute und es stiegen auch gerade welche über die Leiter auf. Wir gingen gleich weiter zur großen Wiese, denn für die Gipfel-Pause wollten wir lieber mehr Platz haben. Dort waren dann auch die beiden Flieger und bereiteten sich auf den Start vor.

Der Weg verlief ein Stück neben uns, als immer mehr Leute an uns vorbei liefen, gingen wir weiter. Der weitere Weg führt über den Grat und ist teilweise recht schmal, das war das Ausweichen gelegentlich nicht ganz einfach. Wir hatten eigentlich überlegt, auch noch über den Stuiben zu gehen, aber da vorn wurde es voller und voller, deswegen stiegen wir in der Mitte ab. Erst hatten wir viel Gegenverkehr, dann liess er deutlich nach.

Auf dem Abstieg machten wir nochmal Pause in der Sonne (muss man ja nutzen, so lang sie scheint) und stiegen dann zum Auto ab. Der Abstieg war zwischendurch etwas schlammig und ganz unten die volle Schlammschlacht, auch nicht besser als der schlammige Abstieg vom Stuiben direkt.


Beim Start ist es noch recht kühl


Aufstieg im sonnigen Herbstwald


Das hübsche Kapellchen


Am Gipfel


Der Weiterweg


Nagelfluh-Abstieg


Schneerestverarbeitung (nicht von uns) :-)


Abstieg mit Fernblick

Von engel am 05.11.2020 11:41 • outdoorberg(0) Kommentare
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