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Normaler Montag

Montag, September 16, 2019

Das Wochenende war wohl etwas anstrengender gewesen als sonst: Aufstehen fiel mir relativ schwer. Dafür hatte ich ziemlich gut geschlafen. Nach dem Kaffee in München war ich dann aber wach.

Ich hatte zwar Trainingszeug eingepackt, aber als ich im Büro die Kinoliste und meine Termine checkte, entschloss ich mich doch, einen Ruhetag einzulegen und statt Training Angel has Fallen anzuschauen. Da darf man natürlich von der Story nicht allzu viel erwarten, aber es spielt Gerard Butler mit und es hat haufenweise Action. Das reicht mir völlig, um den Film gut zu finden. Ausserdem fand ich es prima, Nick Nolte mal wieder wo zu sehen.

Daheim las ich noch ein wenig im Internet und schaute eine weitere Folge American Gods.

Angeschaut:

Von engel am 16.09.2019 23:00 • diary

Großartiges Wochenende

Sonntag, September 15, 2019

Es fing mit Grillen am Freitag Abend an, ging mit einer Bike&Hike-Tour auf einen ‘richtigen’ Berg weiter und fand einen wunderschönen Abschluss mit einer Bike&Bade-Runde. Besser geht es nicht, schon gar nicht, wenn die Aktivitäten alle so prima klappen :-)

Letzteres bezieht sich vor allem auf den Hike-Teil der Samstagstour. Es waren gut 350 Höhenmeter zu Fuß zu bewältigen (Was übrigens brutal anstrengend war, die Kondition lässt arg zu wünschen übrig!) und das ging im Aufstieg Knie-technisch geradezu unwahrscheinlich gut. Auch der Abstieg war mittelmäßig OK, da ist allerdings noch viel Luft nach oben. Ich kam mit zitternden Beinen am Fahrrad an.

Sonntag war dann Pause-Tag, also gemütliches Radeln an den Lieblingsweiher, wo wir aber beide nicht ins Wasser gingen. Aber auch nochmal in der Sonne rumliegen war total nett. Den Sonntag beschlossen wir mit einem der Jahreszeit angemessenen Mischpilzessen. Yummie!

Von engel am 15.09.2019 23:00 • diary

Provisorium

Donnerstag, September 12, 2019

Das Klettern und der laaange Heimweg forderten ihren Tribut. Ich schlief nur mittelprächtig. Jedesmal wenn ich mich bewegte, weckte ich mich selber. Das Knie war sehr motzig beim Aufstehen, vor allem wenn es bewegt wurde. Draufstehen an sich war ganz OK. Ich packte trotzdem Trainingszeug ein, vielleicht würde das ja im Lauf des Tages besser.

Aber schon auf dem Weg ins Büro war mir eigentlich klar, dass das nix werden würde. Radeln ist ja die Knie-Wunderwaffe schlechthin, aber diesmal änderte sich nix. Radeln selbst war OK, aber jedes Absteigen, Bein-Heben zum Wiederaufsteigen und überhaupt alles was nicht simples Kurbeln war, führte zu Protest des motzigen Knies.

Ich beschloß also schon beim Radeln, dass dieser Tag besser ein Ruhetag sein sollte. Diese Überzeugung änderte sich auch im Verlauf des Tages nicht.

Bei der Therapie erzählte ich der C. vom langen gestrigen Tag und vom motzigen Knie und sie meinte, dann müssen wir heute halt sanft sein. Und sie war wirklich sehr sanft, das änderte aber nichts daran, dass das alles schmerzte ;-)

Am Nachmittag radelte ich zu Renault, um mein Auto abzuholen. Es hatte niemand von der Werkstatt angerufen, deswegen war ich sehr erstaunt, als der Service-Mensch seinerseits sehr erstaunt war, mich zu sehen, denn der Clio hatte noch immer keine neue Auspuff-Aufhängung. Er erklärte mir ausführlich, was es alles für Probleme mit diesem Ersatzteil gegeben hatte und was man alles versucht habe, aber das Teil sei verschollen.

Anscheinend geht das Ding sehr selten kaputt (das letzte solche Teil sei 2017 verbaut worden) und es ist sehr schwer zu bekommen. Man habe es schließlich bei einer Renault-Werkstatt in Berlin gefunden und die hätten es verschickt. Der Weg des Pakets sei bis nach München in die Verteilerstelle nachzuverfolgen und da verliere sich bisher jede Spur. Tja, und jetzt?

Ich wurde gebeten zu warten und man bastelte mir mit Draht eine provisorische Aufhängung, die den Auspuff bis zum Eintreffen des Ersatzteils ganz sicher halten würde. Man würde mich anrufen, wenn sowohl die Leitung als auch die Aufhängung da seien und dann einen Termin zum Einbau vereinbaren.

Gut, dass ich an diesem Tag eh nichts mehr vorhatte, denn ich wartete ingesamt eine Stunde, bis ich den Clio bekam. Hätte ich Pläne gehabt, hätte mich das sehr genervt, so las ich halt so lange. Nur mein Plan, den Mittleren Ring so früh zu befahren, dass da kein größerer Stau sein würde, der klappte natürlich nicht. Naja, bekam ich halt wieder mal deutlich vor Augen geführt, warum Radeln eine so gute Idee ist.

Den Abend verbrachte ich sehr gemütlich mit Nichtstun, Lesen, American Gods weiter gucken und mit einem großen Berg Obst :-)

Von engel am 12.09.2019 23:00 • diary

Erschöpft!

Mittwoch, September 11, 2019

Ich schlief schon wieder gut, daran könnte ich mich glatt gewöhnen ;-) Nachdem Frühstück packte ich das Kletterzeug in den Rucksack und radelte schwer bepackt ins Büro.

Da rief in der Früh die Werkstatt an und der Service-Mensch entschuldigte sich hundertfach, aber da sei eine falsche Auspuff-Aufhängung gekommen und man habe die Richtige zwar bestellt, aber sie käme erst am Nachmittag oder gar erst am Donnerstag. Das Auto sei fertig und ich könne es abholen, aber halt ohne die Aufhängung.

Das war etwas nervig, aber das Auto jetzt mitzunehmen und zu riskieren, dass der Auspuff dann vielleicht komplett runter fällt, war auch nicht toll. Ich rüstete mich geistig für einen langen anstrengenden Heimweg vom Klettern mit dem Fahrrad (wo es immerhin keine Staugefahr hatte) und sagte, ich würde das Auto am Donnerstag holen. Womit vermutlich ein potentieller Kinofilm am Donnerstag dann auch hinfällig war, weil wenn ich mal daheim bin, komme ich da schwer wieder weg.

Klettern lief dann so mittelgut. Nach der langen Pause konnte ich deutlich feststellen, dass das Knie beweglicher und belastbarer war, aber ich schaffte 2 6er-Routen trotzdem nicht und musste in die jeweils leichtere an der Linie wechseln. Einmal traute ich mich einfach nicht, das rechte Knie in solch extremer Beugung zu belasten und das zweite Mal hatte ich ganz einfach Angst abzurutschen, was dem Knie bestimmt nicht gut getan hätte. Sonst lief es aber ganz gut und ich war nach 5 Routen so platt, dass meine Hände und Arme zitterten. Yay!

Nach dem Klettern gönnte ich mir einen Burger (El Chorro, den scharfen) und Pommes, weil der Heimweg ja lang und anstrengend werden würde. Der R. meinte, ich könne ja auch U-Bahn fahren, aber dazu hatte ich auch keine Lust. Schönes Wetter gegen muffigen Tunnel, dann doch lieber Radeln ;-)

Wie befürchtet, war der Heimweg wirklich sehr anstrengend. Ich kam ernsthaft platt daheim an, das hatte ich schon lang nicht mehr. Das Knie war auch sehr angestrengt, kein Wunder nach so viel Radeln und Klettern und Rumstehen. Ich machte daheim dann genau gar nichts mehr, setzte mich nur mit einem großen Kaffee auf den Lieblingsplatz und schaute nochmal eine Folge American Gods. Danach ging ich schlafen.

Von engel am 11.09.2019 23:00 • diary

Mehr Training

Dienstag, September 10, 2019

Trotz des Trainings am Montag schlief ich gut. Beim Aufstehen war das Knie allerdings etwas empfindlich.
Beim Radeln war es ausgesprochen kühl (6 Grad), ich brauchte Handschuhe und einen Buff.

Im Büro liess sich ein Problem bei meinem letzten Projekt, das ich für größer gehalten hatte, doch relativ einfach lösen. Die QA für dieses Projekt wird in Rumänien gemacht und da sind junge flexible Männer (und hoffentlich auch Frauen, aber nicht bei meinem Zeug) am Werk, denen ich die Lösung unbürokatisch schnell mal zum Testen geben konnte und das sah gut aus. (Der überwiegende Teil der QA hier ist zwar älter aber ebenso flexibel ... nur halt die QA meines vorletzten Projekts nicht, deswegen fiel mir das so positiv auf.)

Therapie war diesmal am eher späten Nachmittag, deswegen nahm ich gleich alles mit, als ich hin fuhr. Ich berichtete der C., dass gerade alles so fein ist (tolles Training, wenig Schmerzen und so) und sie freute sich mit mir. Und sie meinte ja, am Knie sei gerade vieles weicher und flexibler. Was sie nicht daran hinderte, mir wieder sanft und unerbittlich Schmerzen zuzufügen. Wobei ... das war alles schon schlimmer :-) Ich stelle mich innerlich gerade auf den nächsten Tiefpunkt ein.

Nach der Therapie schmerzte das Knie aber natürlich trotzdem. Ich radelte erst mal in die Innenstadt und sah Und wer nimmt den Hund? Das war einigermassen unterhaltsam, wenn auch streckenweise seltsam. Danach war dem Knie einigermaßen wohl und ich radelte ins Studio.

Auf dem Crosstrainer lief ich vorsichtshalber nur 15 Minuten statt 30, weil es beim Gehen ein wenig zwickte. Das Crosstrainer-Laufen selbst ging aber hervorragend. Ich steigerte die Geschwindigkeit deutlich und trotzdem war danach alles gut :-) Das Muskel-Training ging so gut wie bisher auch. Ich bin da noch sehr vorsichtig mit den Gewichten und dem Bewegungsradius. Aber das war auch prima :-) Auf das Gerät zum Training der Rückenmuskulatur traute ich mich dann aber doch nicht, obwohl der Druck auf das Bein und das Knie einigermaßen aushaltbar war. Da muss der Quadrizeps noch etwas zulegen.

Daheim gab es dann Mango und Pfirsiche zu einer weiteren Folge von American Gods. So langsam komme ich rein und Shadow ist eh Klasse.

Von engel am 10.09.2019 23:00 • diary

Früher Start

Montag, September 09, 2019

Dieser Montag begann noch früher als sonst, weil der Clio zum Kundendienst musste und ich davor daheim frühstücken wollte. Und ja, dafür stehe ich eine Stunde früher auf, also um 3. Es regnete auf dem Weg nach München und es regnete, als ich das Rocky in den Clio lud. Ich kam trotz gemütlichem Frühstück gut daheim weg und war um kurz nach 6 im Büro. Staufrei, was ja der Zweck des Ganzen gewesen war :-)

Gegen 8 fuhr ich zu Renault und liess den Clio begutachten, das übliche Ritual vor dem Kundendienst. Er wird alt, der Gute, irgendwas ist immer. Diesmal war es eine Standlichtbirne (naja, sowas passiert immer mal), eine Auspuffhalterung und eine total verrostete Leitung, bei der nicht gleich klar war, was für eine Leitung das genau ist.

Duie Auspuffhalterung musste bestellt werden und bei der Leitung musste erst mal genauer geschaut werden was das ist, um ein Ersatzteil bestellen zu können. In jedem Fall konnte ich den Clio nicht am selben Tag wieder abholen. Das hätte ich mir ja eigentlich denken können und dafür gleich mitplanen (Sportzeug einpacken). Bezüglich der Leitung würde man mich anrufen.

Als das bis zum frühen Nachmittag nicht passiert war, rief ich halt bei der Werkstatt an und weil der zuständige Service-Mensch grad in der Pause war, gab es kurz ein rechtes Durcheinander und Verständnisprobleme, denn die Leitung muss aus Frankreich geschickt werden und kommt frühestens nächste Woche und ich dachte, der Clio müsse nun so lang da stehen bleiben. Da war ich kurzzeitig reichlich genervt. Aber es klärte sich alles, ich bekomme das Auto wie ausgemacht am Mittwoch und für die Leitung müssen wir halt einen neuen Termin ausmachen.

Nach der Arbeit radelte ich heim und packte sofort und auf der Stelle das Sportzeug zusammen und radelte gleich weiter ins Studio, um gar nicht erst in Versuchung zu kommen nicht loszufahren. Was ziemlich sicher passieren würde, bliebe ich eine Weile daheim ;-)

Ich lief auf dem Crosstrainer und das ging supergut. Ich kann das Bein jetzt ohne Anstrengung so weit strecken, dass sich das Laufen wirklich wie Laufen anfühlt (was ehrlich gesagt noch immer ein bisserl seltsam ist) und nichts tat weh. Kein Zwicken, kein Zwacken, alles gut. Das war echt super :-)

Auch beim Bein-Training an den Maschinen sehe ich Fortschritte. Die Geräte, wo man Kraft nach hinten anwenden muss, kann ich nun auf der leichtesten Stufe ein Stück weit benutzen (soll heissen, noch nicht den vollen Bewegungsradius). Damit kann ich jetzt diese Muskeln auch ansatzweise trainieren und die müssen dann ja stärker werden. Zum Abschluß gab es noch ein bisserl Arm-Training. Das war alles sehr schön!

Auf dem Heimweg ging ich Einkaufen und warf dann einen Riesenhaufen Gemüse in die große Pfanne. Das hatte ich schon lang nicht mehr und das war auch super. Zum Essen schaute ich American Gods weiter, weil mir vor Kurzem ja einfallen war, dass ich über Amazon Prima auch Videos gucken darf und ich das ja vor einer ganzen Weile mal angefangen hatte.

Das Buch finde ich bisher noch besser, aber ich muss zugeben, diese Umsetzung da, die hat auch was, die kann man sehr gut anschauen.
Ich ging früh schlafen.

Von engel am 09.09.2019 23:00 • diary

Faul-Wochenende

Sonntag, September 08, 2019

Oder vielleicht eher: bewegungsarmes Wochenende, denn ‘faul’ waren wir eigentlich nicht. Wir haben allerlei Wichtiges und zugegeben auch Unwichtiges (das dafür halt Spaß macht) im und ums Haus erledigt und uns dabei nicht vor die Tür bewegt.

Naja, doch, ich schon, ich bin einmal zum Einkaufen gegangen und habe am anderen Tag einen Hokkaido vom Kürbis-Stand an der Kreuzung geholt. Der beste Allgäuer von Allen hat dafür den Ekel-Kram im Keller erledigt.

Sonst haben wir uns ausgiebig um Zeug gekümmert und ausgezeichnet gekocht und gegessen. Es war ausgesprochen gemütlich.
Was will man mehr von so einem kalten verregneten Wochenende?

Von engel am 08.09.2019 23:00 • diary

Sonntag, 01.09.2019: Kaffee-Bikerunde

Freitag, September 06, 2019

Der Tag fing trüb an und blieb auch so. Wir überlegten, ob wir radeln gehen sollte, aber die Runden von daheim aus sind halt alle so bekannt und ohne schönes Wetter zieht es da keinen mehr so richtig hin. Aber die Räder würden wir noch ausladen müssen.

Gegen Mittag hatte der beste Allgäuer von Allen einen ‘dekadenten’ Vorschlag: Zum Großen Waldparkplatz fahren und von da zur Dreiangelhütte radeln und auf K&K einkehren. Das gefiel mir auch und so fuhren wir gleich los.

Schon am Waldparkplatz sah es so aus, als hätte es da vor nicht allzu langer Zeit geregnet und auf dem Weg zur Dreiangelhütte ließ sich gut erkennen, dass es sogar ordentlich geregnet hatte. Die Straße war aber weitgehend trocken. Und die Dreiangelhütte hatte geschlossen.

Damit hatten wir nicht gerechnet und uns beiden war sehr nach K&K. Wir beschlossen, die kurze Runde halt etwas zu erweitern und an der Vorderen Kölle und Burgerschläg vorbei zu radeln. Irgendwo würde es schon was geben. An der Vorderen Kölle gab es vor allem viele Autos, deswegen radelten wir zur Burgerschläg weiter, die damit punktet, echt nett zu sein und neben der eine Herde Mini-Ziegen herum sauste. Es hatte sogar kleine Mini-Ziegen :-)

Leider war K&K eher mittelmäßig (der bAvA meint sogar: schlecht). Der Kuchen war klietschig (was ich eigentlich mag) und sehr sehr süß, der Kaffee war sehr stark und meiner war etwas abgestanden. Das war echt schade, denn die Alpe und die Leute sind total nett. Als wir abfuhren, zog gerade das nächste Gewitter auf. Wir radelten im Nieselregen zum Auto und fuhren im Regen heim.

Zum Abendessen gab es in Pfannkuchenteig eingebackene Steinpilzschnitzel, was noch besser war als die panierten Steinpilzschnitzel Ich wurde bekocht :-)


Vorfreude auf K&K


Miniziegen-Herde


Abendessenvorbereitung


Steinpilzschnitzelpfannkuchen


Abendessen

Von engel am 06.09.2019 17:46 • outdoormtb

Das Wetter war schön angesagt, das musste genutzt werden. Ich wollte ‘aufnBerg’, aber nicht allzu weit zu Fuß, die eine Tour im Urlaub, wo mir der Abstieg so sehr schwer gefallen war, wirkte noch nach. Ich hatte mir deswegen ein paar Bike&Hike Touren rausgesucht, wo man oben mit vergleichsweise wenigen Höhenmetern auf einen Gipfel kommt.

Wir fuhren ins Tannheimer Tal, wo wir zu unserem Erstaunen am Oberjoch in Stau kamen. Wir beschlossen, am Oberjoch zu starten (Wozu haben wir Fahrräder?) und luden am Skiparkplatz aus. Ich hatte kurz den Verdacht, dass das eine Nebenwirkung der Tiroler Nebenstraßen-Kontrollen sein könnte, aber es lag dann ganz einfach nur an einer Brückenbaustelle.

Wir radelten auf dem Nebenweg nach Schattwald runter und beschlossen direkt, da nicht wieder hinauf zu fahren. Einerseits war es zwischendrin recht steil und andererseits landet man unten auf der Hauptstraße, was beim Runterfahren nicht problematisch ist, beim Rauffahren aber sicherlich nervig geworden wäre.

In Schattwald bogen wir nach links ab und radelten die recht gemütliche Forststraße Richtung Einstein hinauf. Im oberen Bereich bogen wir links ab und legten die Räder an einem Baum ins Gras. Dann zogen wir uns um (kurze Hosen statt der gepolsterten Radlhosen) und machten erst mal Pause. In der Sonne am Berg im Gras liegen. Hach!

Der Weg hier hinten ist so selten begangen, dass wir ihn nur mit Hilfe des GPS fanden. Gleich am Anfang trafen wir auf frei laufende Pferde, von denen eines gleich neugierig her kam und an meinem Rucksack rumzupfte. Pferde, hier Haflinger, sind zwar friedlich, aber so groß, dass sie von der Nähe halt doch ein bisserl unheimlich sind. Ich war froh, dass es den Rucksack dann doch langweilig fand und abließ ;-)

Der beste Allgäuer von Allen war Barfuß unterwegs und freute sich sehr am wechselnden Untergrund. Gras, Moor, Moos, mal warm, mal kühl. Es war überhaupt sehr idyllisch hier hinten.

Nach dem ersten Buckelchen (und einem blöden Stacheldraht-Durchlass) kamen wir auf den bezeichneten Weg. Da ging es sehr steil einen Grasbuckel hinauf. Es war feucht, es war warm, es war steil ... ich fand den Aufstieg, grad mal 200 Höhenmeter, brutal anstrengend. Dem Knie ging es ziemlich gut, meiner Kondition nicht so. Ich schnaufte wie ein Walross und war echt froh, als wir den Rücken bezwungen hatten. Natürlich hätte ich auch Stöcke nehmen können, aber raufwärts muss das auch ohne gehen.

Ich hatte angedacht, eventuell noch einen Buckel weiter zu gehen, aber angesichts des steilen Aufstiegs, von dem ich ja noch nicht wusste, wie er mir auf dem Runterweg bekommen würde, war dann doch am ersten Gipfel Schluss. Auch wenn der kein Gipfelkreuz hat.

Nach einer kurzen Pause stiegen wir wieder ab. Der beste Allgäuer von Allen verschwand gleich im Wald, ich blieb auf dem Weg. Ich ging bis zum Anfang des Abstiegs und wartete dort. Ich wartete lang, mir war ja klar, dass den Mann im Fall von Steinpilzen (und die waren in der Gegend zu erwarten) das Sammelfieber ereilen würde. Als er aber nach wirklich langer Zeit noch immer nicht kam, ging ich zurück Richtung Gipfel und brüllte in den Wald hinein. Vergebens. Ich ging zum Abstieg.

Unterdessen hatte der beste Allgäuer von Allen natürlich Steinpilze gefunden. Einer schöner als nächste und Unmengen davon. Er ging zwar mal wieder hoch bis zu einer ‘Lichtung’ und rief nach mir, aber ich hörte nichts.

Also marschierte ich genervt den Weg hinab, er marschierte genervt wieder hinauf, weil er schon unten an der Straße gewesen war. Da trafen wir dann endlich aufeinander. Zum Merken: Immer einen Treffpunkt ausmachen! Oder Funkgeräte mitnehmen.

Der steile Abstieg war anstrengend, ging aber besser als ich befürchtet hatte. Am Ende schmerzte das Knie etwas, das wurde aber beim Aufstieg über den kleinen Buckel vor den Bikes schon wieder besser. Ich war trotzdem froh als wir bei den Rädern waren.

Wir diskutierten kurz über den Rückweg und einigten uns schnell: Nicht einkehren (es zogen schon ordentlich dicke Wolken auf) und nicht über die Hauptstraße zurück fahren. Neue Wege direkt auf dem Navi suchen ist nicht ganz einfach, aber ich fand den Radweg über Unterjoch und die Alpe Untere Schwande problemlos. Der Weg war zwar lang und von E-Bikern verseucht, aber bestimmt viel schöner, als im fetten Verkehr auf der Hauptstraße zum Oberjoch zu radeln. Auf dem Heimweg wurde es in den Bergen sehr dunkel, vermutlich hatten wir den Absprung grad noch so geschafft.

Vor dem Abendessen schnitt der beste Allgäuer von Allen für Sonntag schöne Schnitzel aus den Pilzen und ich machte aus dem Rest Pilzgulasch, das wir mit Semmelknödeln genossen :-) Pilze, die man gleich isst, sind die besten!


Hindernis auf dem Nebenweg nach Schattwald


Raufradeln


Sonnenpause


Neugieriger Haflinger


Das Rucksack-Zupf-Pferd


Abstieg zum Aufstieg


Mini-Buckel-Abstieg. Ich laufe noch nicht rund.


Fast oben mit Aussicht


Abstieg. Braucht Konzentration, ist anstrengend.


Abfahrt


Umweg übers Unterjoch zum Oberjoch

Von engel am 06.09.2019 17:34 • outdoorbergmtb

It, Chapter 2

Donnerstag, September 05, 2019

Ich schlief mittelmäßig gut und erwachte mit einem recht motzigen Knie. Es gibt einfach keine Regel, an der ich festmachen könnte, was dem Knie passt und was nicht.

Angesichts der Wettervorhersage zog ich eine lange Radlhose an und packte das volle Regenzeug ein. Ich wollte auch Trainingszeug einpacken, weil ich hoffte, nach der Therapie und Kino würde es dem Knie wieder besser gehen, aber da hatte ich beim Packen einen kurzen Aussetzer. Im Büro stellte ich fest, dass zwar Schuhe im Rucksack waren, aber weder Hose noch T-Shirt noch Handtuch. Na Prima!

Ich kam trocken im Büro an. Der Regen fing erst kurz vorm Mittagessen an und begleitete mich dann durch den Rest des Tages.

Therapie war an diesem Tag bei der S. Mit der kann ich mich zwar gut unterhalten, aber was sie mit dem Knie anstellt, ist komplett anders als das was die C. macht. Nun bin ich zwar überzeugt, dass man als Aushilfs-Therapeutin nur Vorsichtiges macht und dass das Gesamtkonzept der Damen zwar unterschiedlich ist, aber am Ende ein vergleichbares Ergebnis erzielt, aber ich finde schon, dass ich mit der C. besser fahre. Ist ja gut, wenn ich das glaube :-)

Ich radelte direkt nach der Therapie ins Cinema, denn ich wollte It: Chapter 2 anschauen. Der Film ist sehr lang und leider nicht so gruselig und spannend wie der erste Teil. Das liegt mit daran, glaube ich, dass Gruselzeug mit Kindern einfach besser funktioniert. Ich empfand das damals beim Lesen schon so, der Kinderteil war irgendwie besser.

Ich muss das Buch mal wieder lesen. Es steht zwar dick und rot in meinem Regal in München (bei den beiden Regalmetern King-Bücher, Fan-Girl hier ;-)), aber ich kaufte mir dennoch die Kindle-Version. Inzwischen lese ich lieber elektronisch, da schlafen mir beim Lesen im Bett die Arme nicht so ein. Bei dem dicken Schinken ist das umso wichtiger ;-)

Im Film meinte ich übrigens, Stephen King himself gesehen zu haben und ja, er spielt eine kleine Rolle als Antiquitätenhändler :-)

Danach radelte ich im Regen heim. Dem Knie ging es besser als in der Früh (beim Radeln sogar richtig gut), aber der Film hatte so lang gedauert und wenn ich erst mal daheim bin, kann ich mich echt schwer wieder aufraffen, deswegen verbrachte ich den Rest des Abends an meinem Lieblingsplatz.

Von engel am 05.09.2019 23:00 • diary
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