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Kapf-Spaziergang

Sonntag, Juli 21, 2019

Am Freitag Vormittag kam die Nachricht, dass mein Notebook an UPS übergeben worden sei. Große Freude. Als ich allerdings nachsah, wann es bei mir ankommen würde, dann doch eher Enttäuschung: am Dienstag Nachmittag. Das war zu erwarten gewesen, es hatte auf dem Hinweg ja auch 3 Tage gebraucht, aber bei sowas bin ich scheint’s nicht rational, ich hatte auf Samstag gehofft. Naja.

Den schönen Freitag Abend nutzten wir zum Grillen. Das war sehr nett und es war sogar in der Sonne abends ganz gut auszuhalten.

Für Samstag waren Abends Gewitter angesagt, aber der Tag an sich sollte schön werden. Wir teilten uns für den Weg zum Eschacher Weiher wieder auf. Der beste Allgäuer radelte, ich nahm das Auto und spazierte oben mit einem Umweg zum Weiher. Bergauf ohne Stöcke, bergab dann doch lieber mit.

Ich ging sehr, sehr ordentlich und achtete vor allem darauf, das Bein beim Laufen hinten richtig zu strecken. Das fühlte sich einerseits irgendwie richtig an und andererseits total komisch, denn so fühlte sich das rechte Bein länger an als das linke. Was aber nicht sein kann, das wurde ja ausgemessen. Das kommt sicherlich von dem jahrelangen Rumgehumpel mit nicht-streckbarem Bein und ich muss mich da erst dran gewöhnen.

Ich ging ohne Stöcke hinauf bis zum Hohen Kapf (da hat es gerade unendlich viele Heidelbeeren - Yummie!) und drehte dort wieder um. Ich nahm Stöcke, weil es da oben gleich mal etwas steiler runter geht, und das war sehr gut. Bergab gehen ist noch immer schwierig und unangenehm. Wobei ich gar nicht sicher bin, ob das nun daran liegt, dass die Muskeln noch zu schwach sind (allerdings kann ich Treppe runter meistens schon ganz gut) oder ob mir da jetzt einfach Übung und die Rückmeldung nicht-existenter Körperteile fehlt. Wie auch immer, da ist noch deutlich Luft nach oben :/

Auf dem Weg durch den Wald Richtung Brotzeitstüble merkte ich dann schon, dass das Bein sehr müde wurde. Und auf den letzten Metern auf der Kuhweide runter zum See fing das Knie an zu schmerzen. Nicht fürchterlich, sondern eher dumpf, wie überlastet halt. Oh weh!

Unsere Ankunft am Eschacher Weiher war eine Punktlandung. Ich hatte gerade den Rucksack abgelegt und wollte das Handtuch ausbreiten, da kam der beste Allgäuer von Allen angeradelt :-)

Wir lagen eine Weile am Weiher herum und gingen einmal schwimmen. Ich hatte da eigentlich keine Lust drauf, denn es wehte ein reichlich kühler Wind, aber dem Bein war nicht wohl und da würde kühles Wasser gut tun. Ich schwamm dann auch nicht wirklich, sondern machte ein wenig Wassergymnastik. Im Wasser fühlte sich das gut an, danach war aber alles beim Alten, dem Knie war unwohl.

Der Weg hinauf zum Auto - wohlweislich mit Stöcken - ging dann aber problemlos, obwohl es da steil und uneben ist.

Daheim gab es K&K auf der Terrasse und später Bärlauch-Spaghetti. Mit Ruhe und Kühlung wurde es dem Bein langsam wieder wohler. Ich war erleichtert.

Der Sonntag begrüßte uns wie vorhergesagt mit Regen. Das war sehr OK, denn das Bein war ziemlich empfindlich und mehr Ruhe war da sicherlich gut. Ein Sonnenloch am Nachmittag nutzten wir für Pfannkuchen, sonst beschäftigten wir uns mit Musik und meinem Hörbuch-Projekt, das auf den echten Daten natürlich in Probleme lief und angepasst werden musste. Aber das wird :-)

Abends gab es ordentliches scharfes Thai-Essen. ‘Thai’ im Wesentlichen deswegen, weil die Basis eine fertige Sosse aus einem Asia-Laden ist, sonst ist ist das vor allem viel Gemüse und scharf wird es durch die eigenen Chilis. Schmeckt nie gleich aber immer gut.


Fingerhut am Weg


Der Hohe Kapf :-)

Von engel am 21.07.2019 23:00 • outdoorsonst

Aladdin

Freitag, Juli 19, 2019

Morgens machte ich zwar die Übungen, aber Strecken geht in der Früh nicht wirklich. Das tut nur weh und ich komme trotzdem nicht weit. Der Plan ist nun, das weiterhin quer über den Tag verteilt zu machen. Ich legte weitere Bücher unten ab, so langsam sieht man dem Regal an, dass da geleert wird :-)

Im Büro fing ich mit der vermutlich letzten Version eines meiner Projekte an. Dazu hätte das ja wirklich nicht gleich mal mit Riesen-Problemen anfangen müssen, nur weil da ein nigelnagelneues OS zu unterstützen ist. Wie üblich habe ich (noch) keine Ahnung was das eigentliche Problem ist und wie ich es lösen kann. *nerv*

Den Tag über streckte ich das Bein bei jeder (naja, bei vielen) Gelegenheit. Es nahm mir das jedes Mal übel und war eine Weile lang echt empfindlich, was einerseits dazu führte, dass ich oft humpelte und andererseits zu besorgten Fragen “Heute ist es nicht gut, oder?”. Das zu bejahen war einfacher, als länglich zu erklären.

Am späten Nachmittag gab ich an der DAV Bibliothek ein Buch ab, das ich seit 2010 haben muss. Warum ich das nie abgegeben habe und vor allem warum das nie aufgefallen ist, ist mir schleierhaft. Ich warf es nur in den Postkasten für Bücher, so musste ich nichts erklären ;-)

Dann ging ich ein ausgezeichnetes Eis im Eispavillon essen und sah danach Aladdin. Eigentlich vor allem deswegen weil Will Smith den Lampengeist spielt und das in der Vorschau prima rüber gekommen war. Der Film gefiel mir ausserordentlich gut, wegen des Lampengeistes natürlich, aber auch wegen dem ganzen superbunten Drumherum, der eigensinnigen Prinzessin und überhaupt allem.

Auf dem Heimweg war ich echt schnell. Ich überlegte kurz besorgt, ob ich zu fest reintrete, aber der unverrückbare Eckpunkt für alles ist ja immer: “Wenn es nicht schmerzt, nicht heiss wird und nicht anschwillt, ist alles gut.” (Beim Strecken sagt übrigens keiner, dass es nicht schmerzen darf.) Radeln geht so supergut, dass ich vermutlich auch steile Berge radeln könnte, da schmerzt nie was. Aber ich habe mir fest vorgenommen, bis zum 7.8. keine echte Anstrengung auf das Bein zu bringen. Deswegen radle ich langsam los und schalte an Steigungen immer sehr weit runter. Und ich trete auch nicht wirklich hart rein.

Ich las noch ein wenig und weil ich müde war, ging ich früh ins Bett. Halb 10, da war es draußen noch hell und es hatte haufenweise laute Menschen (Kinder, Jugendliche und Andere) da draußen. Egal, Ohren zuklappen schlafen.

Gelesen:

Von engel am 19.07.2019 09:42 • diary

Vertragsabgabe

Mittwoch, Juli 17, 2019

Ich liess die geplanten Streck-Übungen in der Früh doch ausfallen, das Knie war arg empfindlich. Beim Losfahren legte ich wieder einen Stapel Bücher unten ab. Ich bin gespannt, wann sich keine Abnehmer mehr dafür finden.

Den Tag über dehnte ich immer wieder mal das Bein. Entweder am Arbeitsplatz, locker (Haha!) hängen lassen mit den Fuß auf dem umgedrehten Papierkorb, oder auf der Toilette mit dem Bein in Hüfthöhe auf der Ablage (ganz am Rand, da wo sie aufhängt ist, nicht dass das Ding irgendwann abbricht). Ich hoffe das System ‘steter-Tropfen’ bringt auf Dauer was. Momentan tut dabei vor allem das Knie weh (Muskeldehnung auf der Rückseite spüre ich eher nicht) und ich laufe kurz drauf arg humpelig. Wenn dem Knie wieder wohler ist, fühlt sich Laufen aber minimal besser an.

Am Nachmittag gab ich meine unterschriebenen Verträge bei HR ab und nahm den mit der Empfangsbestätigung wieder mit. Damit ist mein persönlicher ‘Exit’ besiegelt (es sei denn, das AA spuckt da noch rein, das ist aber unwahrscheinlich). Nicht dass es für den Exit vernünftige Alternativen gäbe.

Am späten Nachmittag sah ich The Lion King, die CGI-Variante, und das war optisch wirklich großartig. Ich sah den Film in 3D, denn wenn 3D aus dem Computer ist fast besser als ‘echte’ 3d-Filme. Die Story ist identisch zu dem alten Trickfilm, nix Neues da. Aber wirklich großartige Bilder!

Daheim waren alle Bücher weg :-) Oben weiteres vergnügliches Rumbasteln an der Hörbuch-Organisation. Ich bräuchte jetzt meine Hörbuchfestplatte, um das Script an ‘echten’ Daten zu testen. Ich vermute, auf der Festplätte läuft das eine halbe Stunde oder länger. Ich bin sehr gespannt!

Tagsüber sah ich nach mal dem Tracking-Status meines Notebooks. Es wurde um 9:09 in ‘BIELANY WROCLAWSKIE, PL’ abgeliefert. Spätnachmittags wurde mir von MSI der Empfang bestätigt. Ich harre gespannt der weiteren Entwicklung!

Gelesen:

Von engel am 17.07.2019 23:00 • diary

Apollo 11

Dienstag, Juli 16, 2019

Nach dem Frühstück gründliche Übungen. Dann fotografierte ich einen Schwung Bücher, die ich auf dem Weg ins Büro an den Briefkästen ablegte.

Beim Radeln schalteten die Ohrknubbel plötzlich ab. Ich nahm an, das Handy sei recht leer und radelte ohne Buch im Ohr ins Büro. Aber das Handy war nicht mal annähernd leer. Seltsames Verhalten. Wenn das nochmal passiert, muss ich gleich nachschauen.

Das Mittagessen fiel aus, weil mein Therapie-Termin über Mittag ging. Der letzte Termin bei einer anderen Therapeutin, eine andere C. Wir unterhielten uns gut, ich bekam Tipps zu Übungen für die Streckung und zum Sitzen in Büro (möglichst wenig Hüftknick um Lymphstau zu vermeiden - mache ich eh, allerdings nicht weil ich wie empfohlen hoch sitze, sondern weil ich oft im Stuhl liege) und sie empfahl auch mal Wärme auszuprobieren. In der Kniekehle, um da die Muskeln zu entspannen und die Streckung zu erleichtern.

Und sie sagte wie die andere C.: ‘Streckung, Streckung, Streckung!’ Habe ich in letzter Zeit etwas vernachlässigt, da muss ich jetzt wieder ran! Unbedingt!

Am späten Nachmittag sah ich im Cinema Apollo 11. Eine völlig unkommentierte Kompilation von teilweise bislang unveröffentlichten Originalaufnahmen von 1969. Der Start der Rakete war am 16.07.1969, also war es total passend, den Film am 16.07.2019 anzuschauen :-)

Teilweise sind die Aufnahmen so großartig, dass ich kaum glauben konnte, dass die nicht nachgefilmt wurden, aber laut Wikipedia stimmt das. Der Film ist allein schon deswegen großartig, weil eben ‘Man on the Moon’. Aber er ist auch unerwartet spannend, denn eigentlich weiß man ja, was passiert und trotzdem, als der Lander sich der Mondoberfläche nähert, kann man gar nicht anders als Luft anhalten und Daumen drücken.

Manchmal erschlagen einen die Aufnahmen aus den Kontrollzentren etwas (sooooo viele Menschen an so vielen Konsolen) und gelegentlich wäre ein erklärender Kommentar vielleicht nicht schlecht, aber im großen und Ganzen funktioniert das auch ohne gut. Nachteil beim Original: die arg verzerrten Gespräche mit den Astronauten sind teilweise sehr schwer bis gar nicht zu verstehen.

Die Zeit im Kino nutzte ich wie üblich, um ein wenig die Narbe zu massieren. Und ich übte Streckung. Bis das Knie schmerzte, aber das ist ja laut Therapeutin nicht weiter besorgniserregend, denn da drin ist alles fest und gut. Naja, dafür ist es aber unangenehm.

Daheim war mein Bücherstapel weg :-)

Oben bastelte ich weiter am Hörbuch-Projekt herum (also nicht direkt an den Hörbüchern selbst sondern an der Organisation und der Übersicht derselben), das macht gerade viel Spaß. Ich hätte halt nur gern mein ‘richtiges’ Notebook, das kleine Ding ist brutal lahm ... und hat einen winzigen Bildschirm. Besser als nix, aber trotzdem: Meh!

Kurzer Check bei UPS: Mein Notebook ist in der Verteilstelle in Polen angekommen.

Von engel am 16.07.2019 23:00 • diary

Rocketman

Montag, Juli 15, 2019

Ereignislose Fahrt nach München. Dort stieg ich sehr humpelig aus dem Auto, vielleicht war der Sonntags-Spaziergang doch ein wenig viel gewesen? Mit Konzentration erreichte ich die Haustür aber fast normal.

Nach dem Frühstück machte ich meine Übungen. Die ‘geklauten’ Therabänder waren sehr hilfreich :-) Die Übungen gingen leider nur eher mittelgut, das Knie war empfindlich. Allerdings bekam ich so viel Beugung hin, dass der Oberschenkelmuskel leicht gedehnt wurde. Wow!

Auf dem Weg nach draußen nahm ich eine Tüte voll Zeug-das-ich-nicht-mehr-brauche mit raus, um mit dem Projekt ‘Wohnung aus- und aufräumen’ weiterzumachen. Bücher nahm ich keine mit, die will ich alle erst fotografieren, bevor ich sie unten hinlege. Ob das sinnvoll ist, bezweifle ich, aber ganz einfach so, mag ich die Bücher halt auch nicht weggeben.

Zum Mittagessen mussten wir ins Daily’s ausweichen, weil unsere Kantine (naja, die CSU-Kantine) geschlossen war. Die kochen mit frischen Zutaten, was prinzipiell ja prima ist, aber dadurch dauert alles recht lang. Da kann man nur hin, wenn man sehr früh da ist (was wir waren). Ich hatte das bewährte gute Chicken Curry.

Am späten Nachmittag sah ich Rocketman. Der ist eigentlich gut gemacht mit den Rückblicken aus der Entzugsklinik, ich finde aber, der Elton kommt da ein klitzekleines bisserl wehleidig rüber (alle sind so bös zu mir). War trotzdem prima, der Elton-Darsteller, die Musik und die Kostüme sind große Klasse.

Abends dann vergnügliches Gebastel am Hörbuch-Projekt.

Von engel am 15.07.2019 23:00 • diary

Notebookverschickung

Sonntag, Juli 14, 2019

Nach einem gemütlichen langen Frühstück schraubten wir mein Notebook auf (‘wir’, weil ich mich an manche mechanischen Besonderheiten nicht heran traute und doch lieber den den besten Allgäuer von Allen machen liess), um die Festplatten rauszunehmen.

Wir konnten dann aber leider nur die Datenfestplatte heraus nehmen, denn die System-Festplatte, eine SSD, ist nochmal unter einer Folie und mehreren Flachkabeln verbaut und ob wir die da so einfach raus bekommen hätten, da habe ich Zweifel. Die SSD blieb also drin und ich änderte danach noch ein paar Passwörter (Ja, ich hatte bei diesem Notebook überall dasselbe Passwort und ein einfaches logisches noch dazu.).

Dann verpackte ich das Notebook gut und übergab es UPS. Nun hoffe ich auf das Beste. Also dass es schnell und repariert wieder kommt und dass mir keiner Ärger wegen der Garantie macht.

Der Rest des Wochenendes war gemütlich. Am Samstag hatte es ab Nachmittag ständig Gewitter mit teils sehr heftigem Regen, der Sonntag war sogar besser als vorhergesagt. Ich nutzte den Vormittag zu einem Spaziergang an der Iller. Ohne Stöcke (ich hatte eigentlich einen einzelnen ‘Notfallstock’ mitnehmen wollen, den aber dann doch daheim vergessen).

Es waren insgesamt knapp 3 1/2 Kilometer mit etwa 50 Höhenmetern (ohne geht einfach nicht). Der ‘Abstieg’ zu Iller war recht holprig, das Gehen selbst ging überwiegend gut (der Rückweg auf der unebenen Wiese war etwas anspruchsvoll). Am Ende war das Knie dann aber sehr angestrengt und ich genoss das Coolpack auf dem Sofa sehr.

Ich weiß jetzt nicht so Recht, ob ich das als Erfolg werten soll (3 1/2 Kilometer ohne Stöcke und ohne Nachwirkungen - glaube ich jedenfalls) oder ob ich doch eher enttäuscht bin, weil das mit dem Gehen schon noch recht holprig ist und ich Mühe habe ‘schön’ und gleichmässig zu gehen. Prinzipiell gibt es Fortschritte, aber das geht alles so arg langsam. Mir fehlt ein Vergleich (nicht dass das wirklich was helfen würde, weil mein Knie ist mein Knie, ein anderes Knie ist anders).

Die Iller ist übrigens nach wie vor total Mücken-versucht und ich nahm haufenweise Stiche an den Beinen mit :-(

Da mein schönes Notebook ja nun weg war, hatte ich nur das kleine Notebook, das ich auch auf Reha dabei gehabt hatte. Der Umstieg auf den Mini-Bildschirm ist schon arg gewöhnungsbedürftig :-(

Aber weil ich eine interessant Idee habe, wie ich meine Hörbuchsammlung aufhübschen könnte und das endlich mal angehen will, begann ich trotzdem mit dem Projekt dazu. Das wird mit dem Mini-Bildschirm zwar länger dauern, aber es geht natürlich auch so. Der Sonntag Nachmittag/Abend war sehr vergnüglich :-)

Von engel am 14.07.2019 23:00 • diary

Freitag halt

Freitag, Juli 12, 2019

Freitags ist es wichtig, früh loszukommen, deswegen fielen die Übungen flach. Vielleicht sollte ich stattdessen auf Frühstück verzichten? Ich glaube nicht, die Übungen müssen dann halt später kommen. Oder gar nicht, weil der Freitag zum Pause- und Erholtag erklärt wird, schliesslich wird da auch nicht geradelt. Man betont ja noch immer, dass ich nicht übertreiben dürfe. Schaumermal.

Ich war früh im Büro und kam deswegen Mittags früh los. Was ganz gut war, denn die Baustellen auf der A96 haben sich vermehrt anstatt dass endlich mal eine fertig wird. Daheim gibt es auch neue Baustellen. Die kannte ich schon von einer der Reha-Radl-Runden und hatte mir dafür schon eine Umfahrung überlegt, die gut klappte.

Dann wollte ich das Notebook zum Verschicken vorbereiten, also die Festplatten ausbauen. Dabei stellte ich fest, dass über einer der Rückseitendeckelschrauben ein Aufkleber war: ‘Warranty void if tampered with’. Ich schrieb eine Mail an den MSI Support, wie ich denn nun die Festplatten da raus nehmen solle, wenn da so ein Aufkleber ist. Dann ging ich Einkaufen und technische Unterstützung bei den besten Eltern leisten.

Der MSI Support antwortete innerhalb einer Stunde (!), dass man in Europa zu Auf- und Umrüst-Zwecken den Deckel aufmachen dürfe, ohne dass die Garantie erlischt. Das finde ich gut, die Notebook-Verpackung verschob ich aber trotzdem auf Samstag, denn als ich endlich wieder daheim war, war ich ziemlich alle.

Abendessen, Quiz gucken, Bett.

Von engel am 12.07.2019 23:00 • diary

Vertragsübergabe

Donnerstag, Juli 11, 2019

Auch wenn es mir noch sehr schwer fällt: erst Übungen, dann Tagesbeginn. Naja, erst Kaffee und Frühstück, das geht schon. Vor dem Losradeln ölte ich das durchgetrocknete Rocky gründlich, dann brachte ich Zeug zum Container. Das Projekt Aus- und Auf-Räumen muss langsam mal weiter gehen. Mit den abzugebenden Büchern mache ich aber erst am Montag weiter.

Am Vormittag hatte ich das Meeting zur Vertragsübergabe. Was da besprochen werden würde, hatte ich ja nun schon von vielen Seiten gehört, deswegen hatte ich keine Fragen. Mein Exit-Termin ist der 30.09.2020. Da ich vor dem 01.01.2020 sowieso nicht weg wollte, um mich noch ganz ausführlich um mein Knie kümmern zu können, passt das schon so.

Am Nachmittag war dann der erste Physio-Termin bei der C. Erst war Lymphdrainage, sehr sanft und sehr angenehm, dann war Streckung. Die C. ist klein und zart .... und genauso unerbittlich wie das schmale große Mädchen in Kempten, vor der ich mir den Namen nicht merken konnte. Sie fing ganz sanft an, fühlt oft in mein Knie rein (ich habe das Gefühl, mehr als ich selbst) und machte minimale Bewegungen mit dem Knie, drückte und strich überall herum und es wurde immer unangenehmer. Als sie bei den Ansätzen der seit Ewigkeiten verkürzten Kniebeuger war, war ich kurz davor zu japsen. Und auch sonst hatte ich ernsthafte Probleme, auch nur annähernd entspannt zu bleiben. Boah!

Sonst ist sie nett, eher ruhig und redet vor allem nicht andauernd über sich selbst. Ich bin zufrieden. Und wenn aus der Unerbittlichkeit im Laufe der Zeit Streckung wird (was ich sehr annehme), werde ich sogar sehr zufrieden sein :-)

Es war zwar so vorher gesagt, aber als es kurz bevor ich gehen wollte, zu regnen anfing, war ich trotzdem ein wenig beleidigt. Hey, das Rocky ist frisch geputzt! Es war zwar nicht viel Regen, aber es war relativ kühl, deswegen zog ich die Regen-Chaps und die Simony an. Nass im Kino ankommen und dann frieren ist entschieden unschlau.

Ich sah Yesterday und der war wirklich total nett. Und ein Film mit vielen Beatles-Songs, erfrischend rockig vorgetragen, kann ja gar nicht schlecht sein ;-) Allerdings hätte ich mir gewünscht, Jack würde nicht immer gar so überrascht schauen und auf dümmlich machen. Aber naja, damit funktioniert die Story halt gut.

Auch auf dem Heimweg war Regen. Ich legte wieder die Regenrüstung an und war auch froh drum. Es war ganz schön kühl geworden. Ich bin natürlich sehr langsam beim Radeln, vor allem beim Anfahren und muss mich da noch etwas dran gewöhnen. Zum Merken: Es ist nicht sinnvoll beim Warten an der Ampel ganz nach vorn zu fahren, wenn man dann elendslangsam anfährt und direkt wieder überholt wird.

Von engel am 11.07.2019 23:00 • diary

Unter Beobachtung

Mittwoch, Juli 10, 2019

Nach Aufstehen und Frühstück machte ich meine Übungen. Die neuen Übungen für den VMO (musculus vastus medialis obliquus) sind OK, aber ich brauche unbedingt wieder Therabänder. Der Plan ist, am Wochenende die vom besten Allgäuer von Allen zu ‘klauen’ :-)

Beim Radeln geht es dem Bein so gut, dass ich glatt zwischendurch vergesse, dass da was ist. Sobald ich absteige, ist das Bewusstsein dafür aber gleich wieder da :/ Ich kann auch rumsitzen, rumliegen, Beine hochlegen und fast stecken, ohne dass das Bein auffällt, aber sobald ich aufstehe, merke ich das Knie.

Laufen kann ich eigentlich schon, auch relativ ‘unhumpelig’, dazu ist allerdings noch orendtlich Konzentration erforderlich. Uneigentlich brauche ich immer Anlaufzeit. Morgens nach dem Aufstehen natürlich am allermeisten und je länger die Pause umso mehr. Und dann eiere ich gefühlt hin und her, weil ich den Belastungsübergang auf das operierte Bein nicht ansatzlos hinkriege.

Die Kollegen sind aber voll des Lobes, wie gut ich laufe. Deutlich weniger humplig als vor der OP, sagen alle. Das fühlt sich aber noch nicht so an! Vielleicht sieht es so aus, weil ich das Bein tatsächlich mehr strecken kann und auch versuche das zu tun. Aber es war schon auffällig, wie oft diese Bemerkung kam. Ich stand und stehe anscheinend unter Beobachtung ;-)

Am Nachmittag radelte ich gemütlich (ich radle gerade immer gemütlich) zu den Museum Lichtspielen und sah Men in Black International. Was ein Klamauk, was ein Spaß! Ich war allein im Kino (!) und habe mich den ganzen Film über prächtig amüsiert.

Auffallend und überaus großartig war übrigens ein Werbespot vorher. Da ging es um Sport und Frauen anhand eines Fussballkindes, ein Mädchen. Das in den 3 Sekunden, bevor sie mit ihrer Spielerin einlief, all das vor sich sah, das Frauen machen. In ausgesprochen großartigen Bildern. Nix ‘das machen Frauen auch’, sondern großartiger, intensiver, harter Sport, aber ausschließlich Frauen. So super! (Ich gestehe, dass ich ernsthaft gerührt war.)

Ja, wahrscheinlich springt Nike da auch nur auf einen Zug auf, sie machen das aber wirklich super. Und die Tatsache, dass es nun solche Bilder gibt, ist unbezahlbar. Ah, eben nachgelesen, Nike macht wohl oft großartige Spots, ist nur an mir vorbei gegangen.

Auf dem Heimweg machte ich einen Abstecher zu der Tankstelle mit den Waschboxen und gönnte dem Rocky eine gründliche Reinigung. Ich hatte auch das Reinigungsspray dabei, das war bei der Kette sehr nötig. Zum Ausgleich muss ich nun meine Schuhe waschen, auf denen sich jetzt laute kleine schwarze Kettendreckflecken befinden.

Gelesen:

Von engel am 10.07.2019 23:00 • diary

Kein Training

Dienstag, Juli 09, 2019

Ich schlief erst mal schlecht und wachte etwa alle halbe Stunde auf, weil das Beim weh tat. Vermutlich jedes Mal, wenn ich mich bewegte. Ich hatte vergessen, die abendliche Ibu zu nehmen (der Plan ist, ab Montag täglich nur noch 2 Ibu zu nehmen, statt der 3, die ich seit der OP nehme, um das Zeug sehr langsam auszuphasen), fiel mir dann auf. Ich nahm mitten in der Nacht eine und konnte dann bis zum Weckerklingeln durchschlafen. Scheint, als brauche ich die Ibus noch.

Nach dem Frühstück machte ich mich voller Eifer an meine Übungen. So lange ich noch keinen ‘richtigen’ Sport machen kann, sind die sehr wichtig, hatte der S. gesagt. Das ging aber voll daneben, denn meine beiden Therabänder rissen beide gleich bei der ersten Belastung. Anscheinend können die Dinger zu alt werden?!

Ich radelte gemütlich ins Büro. Da war ich sehr allein, da die meisten wegen des MVV-Streiks von zuhause aus arbeiteten. Ich hatte keine Lust auf alleine Mittagessen und holte mir unten aus der Lounge einen Bagel und einen Mini-Granatsplitter. Beides sehr gut (vor allem der super-schokoladige Granatsplitter).

Am sehr frühen Nachmittag radelte ich dann rüber zur Physio-Praxis, wo ich meinen erste Lymphdrainage-Termin hatte. Beim B., der sich gut an mich erinnerte, weil er letztes Jahr ja versucht hatte, die Beinstreckung zu verbessern. An der Lymphdrainage selbst will ich nicht rummeckern (naja, doch, ein bisserl, ich hätte gern was unterm Knie liegen gehabt), aber der B. ist mir noch immer zu labrig. Der wird aber nicht mein endgültiger Therapeut, also war das relativ egal. Die C. lerne ich am Donnerstag kennen.

Was aber gut war, und das will ich nicht unter den Tisch fallen lassen, war dass mir der B. zeigte, wie ich die Narbe behandeln kann, damit das Gewebe unten drin weich bleibt und nicht verklebt. Das hat mir bislang noch keiner gezeigt oder gesagt und das fühlte sich gut an. Ob das aus dem momentan wulstigen roten Strich noch eine ‘schöne’ Narbe machen kann, muss sich zeigen. Ich massiere jetzt halt mal.

Am Nachmittag radelte ich zum Cinema und sah Spider-Man: Far from Home. In 3D. Gefiel mir sehr gut, auch wenn ich mit dem Generationenwechsel der Superhelden noch so ein paar Probleme habe. Vor dem Kino gab es Eis :-)

Beim Heimradeln war arg viel los, was sicherlich mit dem MVV-Streik zu hatte. Ich radle zur Zeit ja recht langsam, ob die Vorgabe ‘nicht übertreiben’ zu erfüllen. Das ist gerade wenn viel los ist, ein bisserl lästig, denn ich kann nicht hart antreten, um schnell zu überholen (ja, es gibt auch Leute, die noch langsamer fahren) und hänge deswegen öfter mal hinter wirklich, wirklich langsamen Radlern fest. Na, egal, bis Anfang August halte ich das auch noch aus.

Daheim noch ein wenig digitales Aufräumen mit Coolpack auf dem Bein (das physikalische Aufräumen müsste dringend auch erfolgen, aber ich hab ja eine gute Entschuldigung, das Bein braucht Ruhe), Recherche zu Reha-Training des Musculus vastus medialis obliquus, den ich ja unbedingt stärken soll, ohne Theraband (schwierig), dann SAN-Telko, dann Bett.

Von engel am 09.07.2019 23:00 • diary
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