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Nach dem Tag mit dem schweren Schnee war ich nicht sehr von einer Skitour überzeugt, aber so wirkliche Alternativen gab es halt auch nicht. Und der beste Allgäuer hatte ja noch Nachholbedarf, also starteten wir wieder nach Baad, wo es genauso voll war wie am Vortag. Diesmal parkten wir aber auf dem vorderen Parkplatz, um Nachmittags nicht so im Matsch zu stehen.

Als wir ins Bärgunttal starteten, gingen ein paar Leute mit uns los. Die einen verliessen uns schon ganz unten beim Karlstor und die anderen gingen Richtung Gamsfuß, so dass wir dann in schöner Einsamkeit weiter laufen konnten. Wir gingen den Normalweg hoch, weil der Buschhang noch wenig zerfahren war (2 Leute fuhren schon ab und es sah tatsächlich nach Pulverschnee aus).

Auch der Anstieg zur Querung über dem Wasserfall war gut zu gehen. Danach ging die Spur aber sehr steil und weit hoch und vor dem Kessel oben mussten wir ein Stück runter. Bah, Höhenverlust, wie unnötig. Nach einem technischen Stopp, um das Pflaster an der Fersen-Druckstelle des besten Allgäuers zu erneuern gingen wir bis zum Skigipfel.

Oben blies ein ziemlich kalter Wind, deswegen fuhren wir ohne Pause wieder ab. Die Abfahrt war entgegen aller Befürchtungen noch sehr OK, auch wenn der Schnee teilweise etwas schwer war. Aber wir soffen nicht ab, auch nicht unten im Kessel, wo der Schnee schon recht feucht war :-) Die Pause im Kessel unten war angenehm warm und wir waren total allein.

Die Abfahrt unten war dann nicht mehr pulvrig, aber auch der Hang war gut zu fahren (so eine feste Altschneedecke hat schon was). War doch noch eine sehr nette Tour :-)


Anstieg im Bärgunttal


Allein unterwegs


Steiler Anstieg über dem Wasserfall


Wenige Spuren


Abfahrt


Abfahrt


Auf dem Rückweg

Von engel am 17.04.2021 11:03 • outdoorski(0) Kommentare

Donnerstag, 08.04.2021: Schneeprobleme

Samstag, April 17, 2021

Nach dem Pausetag hatte sich der Mega-Muskelkater vom Hörnle wieder etwas beruhigt. Das passt ganz gut, denn den ganzen Mittwoch über hatte es geschneit und für den Donnerstag war schönes Wetter angesagt.

Wir starteten mittelfrüh nach Baad, wo es so voll war, dass wir gefühlt den letzten Parkplatz bekamen. Egal, Hauptsache Parkplatz. Anscheinend gingen aber alle woanders hin, denn kaum waren wir Richtung Starzeltal abgebogen, waren wir mehr oder weniger allein. Das Wetter sah noch sehr bedeckt aus, aber alles sah wunderbar winterlich aus. Ein Traum :-)

Wir hatten eigentlich überlegt, den Sommerweg aufzusteigen, aber es hatte so viel Neuschnee, dass wir dann doch lieber der Spur über den Skiweg hinauf folgten. Bei so viel Schnee würde die Steilstelle eh gut zu gehen sein. Die Spur führte nach der Steilstelle dann aber nicht über den einigermaßen freien Skiweg weiter, sondern wurschtelte sich mit endlos vielen Spitzkehren zwischen Büschen und Bäumen über einen schmalen Rücken hinauf. Das war sehr interessant, aber nicht ganz einfach.

Wir kamen kurz vor der langen Querung auf den normalen Skiweg. Inzwischen war die Sonne heraus gekommen und wir konnten den wunderbaren Gipfelhang des Grünhorns bewundern, in dem nur die Aufstiegsspur zu sehen war. Als der Spurleger abfuhr, sah das super aus.

Vor uns waren insgesamt 8 Leute, von denen 6 abfuhren, als wir zum Gipfelhang querten. Das war eine halbe Stunde später und die sahen allesamt nicht so gut aus wie der erste. Weia.

Als wir nach dem Aufstieg über die Gipfelwechte stiegen, erwischte uns oben ein sehr kalter Wind. Wir beschlossen, direkt abzufahren und irgendwo weiter unten Pause zu machen. Dann fuhren wir in den Gipfelhang ein (wo es nach wie vor nur die 7 Spuren hatte) und stellten fest, dass der Schnee schon ganz schön schwer geworden war. Im Steilen gingen aber trotzdem ein paar schöne Kurven, man brauchte aber doch ganz schön viel Kraft dafür.

Dann wollten wir uns eigentlich für die Pause an das kleine Hüttchen setzen, aber wir schafften es nicht, dort hin zu kommen. In den flacheren Stücken war der Schnee oberflächlich schon angeschmolzen und unten drin noch eiskalt. Beim Fahren fror dann der nasse Deckschnee an den Skibelag und wir blieben quasi kleben. Was ein Dreck!

Wir setzten uns ein Stück unterhalb des Hüttchens in den Schnee und machten da Pause. Dann wurschtelten wir uns weiter runter und querten zur Starzelalpe rüber. Es war sehr anstrengend!

Die Abfahrt nach dem Gegenanstieg war oben genauso nervig wie vorher (Eis am Belag) und wurde unten echt anstrengend. Man brauchte wirklich viel Kraft für Kurven und ich bringe die einfach (noch?) nicht auf den Ski. Ich stopselte mich sehr vorsichtig und mehr schlecht als recht überall runter. Der beste Allgäuer blieb in einem Bäumchen stecken, weil er die Kurve nicht rechtzeitig schaffte und ich warf mich ganz unten so in den Schnee, dass ich wie einbetoniert war und Ewigkeiten brauchte, mich wieder auszugraben. Uff!

Super Tour in toller Landschaft, interessanter Aufstieg und erstaunlich wenig Betrieb, das war großartig! Aber der Schnee, der war echt eine Herausforderung ;-)


Start in Baad


Das Wetter wird schöner


Aufstieg durch Büsche und Bäume ...


... ordentlich steil


Wenige Spuren im Gipfelhang


Oben ist viel Wind


Abfahrt


Abfahrt


Rückblick auf unsere Spuren (links der Rinne)


Unten ist der Schnee sehr schwer


Voll einbetoniert

Von engel am 17.04.2021 06:53 • outdoorski(0) Kommentare

Hatsch-Tour

Donnerstag, April 15, 2021

Die Donnerstags-Skitour hatten die S. und ich schon vor 2 Wochen ausgemacht. Unter der Voraussetzung, dass es dann noch Schnee haben würde, natürlich. Nun Schnee hatte es, in der Nacht kamen laut LLB sogar nochmal gute 10cm dazu. Und das Wetter sollte auch gar nicht sooo schlecht werden :-)

Wir hatten kurz diskutiert und uns dann für eine Tour entschieden, die wir schon ein paar Mal auf dem Schirm gehabt hatten. Die S. war da schon lang nicht mehr und ich war da noch gar nie nicht, nicht mal im Sommer. Wir trafen uns wie üblich in Waltenhofen und fuhren dann gemeinsam ins Stillachtal. Ich hatte ja eigentlich erwartet, dass es da unten kaum mehr Schnee haben würde, das ist ja schon relativ tief, aber es war wunderbar weiß und winterlich. Natürlich lag der Schnee direkt auf dem Boden, aber dafür hat es ja die Piste. Parken am Wanderparkplatz beim Fellhorn ist übrigens unverschämt teuer: 9€!

Wir marschierten erst mal die Piste bis zur Mittelstation rauf. Unten war ein ‘Loch’ in der Piste (da lag der Neuschnee direkt auf dem Gras) und wir mussten 4 Mal die Straße queren, aber das ging ganz gut. Wir konnten allerdings deutlich sehen, dass die Abfahrt da nicht die reine Freude werden würde: Buckel und Schneebollen noch und nöcher unter einer dünnen Auflage. Na, immerhin war der Altschnee nicht gefroren.

Von der Mittelstation aus querten wir ins Warmatsgundtal. Das sind knapp 2 Kilometer mehr oder weniger geradeaus (blöd wegen Rückweg) auf einer Teerstraße bis zu einem Wasserfall. Die Teerstraße war leider geräumt, aber es hatte netterweise genügend drauf geschneit, um da mit Skiern gehen zu können, man musste nur ein wenig aufpassen, die Felle nicht allzu nass werden zu lassen.

Danach geht es nochmal knapp 2 Kilometer auf einer Forststraße weiter bis man in einem weiten Kessel landet. Da geht es immerhin bergauf, also kann man am Rückweg abfahren. Es hatte von Anfang an mal mehr mal weniger geschneit und als wir in dem Kessel ankamen, standen wir noch dazu im Nebel und sahen echt wenig. Vor allem halt nicht, wo was war und wo wir eigentlich hin wollten (Griesgundkopf, Alpgundkopf). Immerhin war da aber ja eine Spur vor uns und wir gingen halt der nach, es sahen eh alle Hänge schön aus (wenn auch mit Baum-Slalom).

Die Abfahrt war oben ziemlich prima, wurde aber in den unpassenden Ausrichtungen teilweise schwierig und weiter unten wieder ziemlich gut. Es hatte eine schöne frische Pulverschneeauflage (immerhin ein Vorteil des ständigen Schneefalls), aber in der Mitte brach man immer wieder mal unvermutet in den aufgeweichten Altschnee unten drunter ein (das ist nach wie vor eine meiner Horrorvorstellungen: in weichen schweren Schnee einbrechen und dann so blöd stecken bleiben, dass ein Knie bricht). Passend dazu hatte es total flaches Licht und es waren kaum Konturen zu erkennen. Unten wurde die Altschneeschicht härter, das war besser. Aber das war trotzdem eine schöne Abfahrt :-)

Für den Rückweg fellte ich für den ersten Gegenanstieg an (die S. ging lieber ohne Felle). Danach kamen wir gut zum Wasserfall zurück, wobei ich das Beinahe-Loch an einem Bachlauf fast übersehen hätte und fellten für den restlichen Weg beide auf. Auf der Teerstraße lag nun noch mehr Schnee, das ging ganz gut.

Die Abfahrt von der Mittelstation war dann kein Problem, wenn auch nicht schön (Altschneebuckelpiste mit Bollen halt, immerhin aber nicht hart) und etwas nervig, weil man halt die Straße queren muss. Unten nutzte ich den Schnee bis zum letzten Meter mit Schieben aus, die S. ging zu Fuß, weil sie mit den Skistiefeln nicht in den Matsch steigen wollte. Ich hatte Glück, der Matsch hielt sich in Grenzen.

Das war eine echt hatschige Tour und direkt danach dachte ich noch, das war es aber nicht wert. So mit etwas Abstand: doch, war es. Mit Sicht, der richtigen Aufstiegsroute und einem Gipfel könnte man da vermutlich ein paar tolle Touren machen. Ich muss da mal im Sommer hin.

Den Nachmittag verbrachte ich nach einem ausführlichen Mittagessen mit Arbeit, bis der beste Allgäuer heim kam.


Start dicht unter den Wolken


Unten hat die Piste ein Loch (S.)


Kurz vor der Mittelstation in den Wolken


Auf der Teerstraße


Am Wasserfall (S.)


Im weiten Kessel mit Schnee und ohne Sicht


Rückblick in einem lichten Moment


Aufstieg


Lichtblick am ‘Ziel’


Abfahrt


Abfahrt (S.)


Spuren


Zurück am Wasserfall


Blick über Piste und Straße zum Parkplatz

Von engel am 15.04.2021 23:00 • outdoorski(0) Kommentare

Frei-Tag-Skitour

Mittwoch, April 14, 2021

Der beste Allgäuer hatte seinen freien Tag und weil es ja geschneit hatte, war das die Gelegenheit für nochmal eine Skitour. Weil es unter der Woche war, ließen wir uns Zeit mit Aufstehen und Frühstück, deswegen war es in Baad schon ziemlich voll. Das Wetter war traumhaft, stahlblauer Himmel über frisch verschneiten Bergen :-)

Wir gingen auf einer guten Spur ins Derratal hinter. Die Bachquerung war etwas abenteuerlicher, als ich mir gewünscht hätte (ganz schön tiefer steiler Abstieg), dafür war der Anstieg zur Spitalalpe viel besser als befürchtet. Es hatte genügend neuen Schnee, um problemlos aufsteigen zu können.

Im Tal oberhalb der Alpe war es wie erwartet schon ziemlich warm, obwohl so langsam die angekündigten Wolken anrückten. Der Betrieb hielt sich sehr in Grenzen. Wir ließen ein paar schnelle Jungspunde an uns vorbei und waren dann für lange Zeit schön allein am Ende unterwegs. Bei einem technischen Stop kurz vor der oberen Derraalpe überholten uns nochmal 2 Leute, sonst sahen wir grad mal 10 Leute insgesamt :-)

Die Querung des steilen Nordhangs zum Gipfelgrat, die sehr oft sehr glatt und unangenehm zu laufen ist, war total problemlos (so gut haben wir die noch nie erwischt, glaube ich). Die Spur querte dann unter dem Gipfel zum anderen Grat rüber (das geht nicht immer, weil es in dem steilen Hang gern mal Schneemäuler hat). Wir ließen die Ski direkt am Grat und stiegen zu Fuß zum Gipfelwegweiser auf.

Leider war es ziemlich windig oben und die Sonne war inzwischen schon weitgehend von Wolken verdeckt, deswegen hielten wir die Pause kurz. Die Abfahrt über den Südosthang war dann nicht ganz so toll, wie sie aussah, weil einerseits die Sonne den Schnee schon hatte zusammenfallen lassen und weil man andererseits bei den Kurven mit den Skienden immer den harten Altschnee erwischte. War trotzdem schön, auch wenn ich vor sowas (noch?) etwas Bammel habe.

Im Gegenhang gab es netterweise auch schon eine Spur und wir stiegen zur zweiten Abfahrt auf. Inzwischen war die Sonne ganz verschwunden und die Sicht war ziemlich schlecht geworden. Oben machten wir noch eine zweite Pause und fuhren dann den zweiten Hang ab. Da war der Schnee im oberen Drittel echt gut, unten war er dann schon sehr schwer.

Das war sehr schön :-)

Insgesamt hatte das aber ganz schön lang gedauert. Nach K&B (Kaffee&Brezeln) daheim war der Tag dann ziemlich schnell rum.

Nett war, dass mein ‘erstes Eisen’ eine kurze Mitteilung schickte, dass man mich nicht vergessen hätte, dass man aber noch Zeit für die gründliche Evaluierung brauche. Ich nehme aber trotzdem an, dass ich da nicht an erster Stelle stehe und eher ‘warm gehalten’ werde, aber dass man sich die Mühe macht, mal ein Update zu schicken, ist nett.


Start bei Traumwetter


Kleiner Umweg


Hach!


Bachüberquerung


Nicht viel los im Hochtal


Vor grandioser Kulisse


Dicke Wechte am Übergang


Anstieg zum Grat


Oben :-)


Abfahrt


Abfahrt


Im Gegenanstieg, es fängt zu schneien an


Vor der zweiten Abfahrt

Von engel am 14.04.2021 23:00 • outdoorski(0) Kommentare

Heimfahren

Dienstag, April 13, 2021

Die Nacht war ziemlich schlecht, ich wachte gefühlt jede Stunde einmal auf und dann war mir gegen Mitternacht auch noch übel. Ich stand auf, las etwas im Internet herum und trank Wasser, bis es besser wurde und ging dann wieder ins Bett. In der Früh war ich dann entsprechend gerädert.

Am frühen Vormittag radelte ich im leichten Schneeregen zur Coach, der ich am Abend noch den Entwurf meiner englischen Bewerbung geschickt hatte. Sie hatte ein paar kleine Anmerkungen und fand den Rest gut :-) Danach unterhielten wir uns noch ein wenig über Zertifizierungen und Qualifizierungen und wie ich wohl weiter machen werde, wenn das mit dem Job im Allgäu nicht klappt. Tja, dann halt wieder München, hilft ja nix.

Auf dem Rückweg war es von oben trocken, das Rocky wurde aber natürlich trotzdem total dreckig. Gut, dass auf dem Kangoo Schnee liegen geblieben war. Ich wischte vor dem Einladen den gröbsten Dreck vom Rad, aber so richtig viel half das natürlich nicht :/ Danach war schon Zeit für meinen Doc-Termin.

Ich musste eine knappe halbe Stunde warten und da ging es vorn bei den Arzthelferinnen total rund. Die waren andauernd damit beschäftigt, Leuten am Telefon Dinge zur Corona-Impfung zu erklären (Meistens: Nein, Sie sind noch nicht dran, sie sind zu jung!). Einmal rief jemand an, der eine Impfung für seine Frau, 51, wollte. Auch dem wurde erklärt, dass sie zu jung sei und noch nicht dran sei. Daraufhin erklärte er wohl länglich, dass das aber total wichtig sei, denn ohne Impfung könnten sie nicht in den Urlaub fahren. Die beiden Arzthelferinnen regten sich danach gemeinsam kurz gepflegt auf (am Telefon war die Arzthelferin aber noch freundlich geblieben). Echt, manche Leute! Meine Besprechung dauerte dann nicht mal 5 Minuten: alles prima, alle Werte passen.

Vor dem Heimfahren trank ich noch einen Kaffee, aber das half nur eher so mittel, ich war trotzdem ziemlich müde beim Heimfahren. Kurz vor Daheim kam ich in einen fürchterlichen Schneeschauer und da wurde der eigentlich bis dahin schön saubere Kangoo dann doch dreckig, weil der ganze Salzdreck von der Straße aufgewirbelt wurde. Pfff!

Daheim ging ich den englischen Lebenslauf und das Anschreiben nochmal durch und arbeitete die Vorschläge der Coach ein. Dann ließ ich das Ganze bis zum Abend liegen und schickte alles nach nochmal Durchlesen los. Jetzt sind immerhin wieder 2 Eisen im Feuer, wobei ich bei dem ersten Eisen die Hoffnung schon fast aufgegeben habe ...

Von engel am 13.04.2021 23:00 • diary(0) Kommentare

München mal wieder

Montag, April 12, 2021

Ich war schon Sonntag Abend nach München gefahren, weil ich um 8:15h in der Früh nüchtern beim Doc zur Blutabnahme auftauchen sollte. Dazu um 4 aufstehen ist ja nicht mehr nötig, seitdem ich die ganze Zeit daheim bin. Das war nach einem netten Tag in den Bergen und mit Schnee einigermaßen anstrengend und ich schlief danach auch im Münchner Bettchen gut. Es gab keine Brieffluten (die Miete kommt anscheinend jetzt korrekt an ;-)) und es roch auch nicht nach Rauch. Yay!

Beim Doc durfte ich gleich ins Ultraschallzimmer (Schilddrüsenkontrolle, alles wie gehabt) und bekam dann neben der Blutabnahme auch endlich die erste Zeckenschutzimpfung. Das will ich seit Jahren machen, hatte es aber immer vergessen, da ist es doch voll logisch, die Impfung dann anzufangen, wenn die Koordination der Impftermine (Zweitimpfung nach 6 Wochen, Drittimpfung nach 6 Monaten) etwas komplizierter wird. Einfach, das kann ich ;-)

Danach kaufte ich Frühstück, kam aber nicht dazu, etwas zu essen, weil ich dann schon den Termin beim Lieblings-Orthopäden hatte. Der freute sich mit mir, dass es meinem Knie so gut geht und brauchte dann, als ich erwähnte, dass ich Corona erwischt hatte, eine kleine Therapiestunde bei mir (seine Worte). Er kam nach den ersten Sätzen über inzwischen 30 seiner Patienten, die an Corona verstorben sind (darunter auch 3 Junge und Fälle, die Long Covid haben) in Fahrt und regte sich über ignorante Nachbarn und (jetzt) ehemalige Freunde und alles Mögliche in dem Zusammenhang auf. Ich kam kaum zu Wort, aber es war ungemein interessant. Und irgendwie war das wohl nötig gewesen, er meinte, er fühle sich jetzt echt erleichtert und bedankte sich sogar. Ich sag ja: Lieblings-Doc :-)

Mit dem Ex-Kollegen hatte ich erst ein Treffen für Montag Nachmittag ausgemacht, das dann aber doch wieder verschoben, weil das Wetter so gruselig werden sollte. Kaffee ToGo und ein Spaziergang irgendwo wäre ausgesprochen unangenehm geworden. Das Wetter war dann auch tatsächlich sehr gruselig, es schneeregnete heftig. Ich kam patschnass und frierend vom Doc zurück (Regenkleidung wäre schlau gewesen), aber nach einem ausführlichen Frühstück am frühen Nachmittag war dann alles wieder gut.

Den Nachmittag verbrachte ich mit Lernen. Dann übersetzte ich meinen Lebenslauf auf Englisch und schrieb eine englische Bewerbung. Für einen Job im Allgäu, aber wenn die Stellenanzeige englisch ist und gutes Englisch gefordert wird, dann hat das ja Gründe. Das Anschreiben auf Englisch fiel mir übrigens leichter als das erste Anschreiben auf Deutsch. Verdrehte Welt.

Abends schaute ich die erste Folge von ‘Motherland’, weil mir da die Vorschau gut gefallen hatte. Hmm. Geht so, aber vielleicht muss das ja auch erst Fahrt aufnehmen.

Von engel am 12.04.2021 23:00 • diary(0) Kommentare

Osterurlaub Teil II

Sonntag, April 11, 2021

Am Mittwoch war das Wetter schlecht (also: angesagt, daheim war es gar nicht sooo besonders schlecht), das passte prima, denn wir brauchten eh Pause wegen Mega-Muskelkater ;-) Das war ausgesprochen gemütlich, ich hätte mir dann aber beinahe den Tag versaut, weil ich nach einem OS-Update die PIN für mein Handy 3 Mal falsch eingegeben habe und die PUK brauchte. Ich wusste gleich ganz genau, wo das Mobilfunkanbieter-Zeug ist und ging es holen und dann war es da nicht! Kurzes panisches Suchen, dann fand ich die PUK. UFF!

Das schöne Wetter der restlichen Urlaubstage nutzten wir dann wirklich gründlich aus. Eine Super-Duper-Neuschnee-Skitour, bei der der Schnee leider in Lichtgeschwindigkeit zusammenfiel, noch eine Skitour, bei der sich der Schnee vom Vortag netterweise besser gehalten hatte, als wir befürchtet hatten, ein Illertalhügel-Spaziergang mit netten Sonnenpausen und Kaffee und am Ende noch eine Test-Tour für die neu hergerichteten Minis, bei der wir zwar viel laufen mussten, dann aber schön allein waren. Und der matschige Nicht-mehr-ganz-Neuschnee war dann viel besser zu fahren, als ich befürchtet hatte (im tiefem Schneematsch stecken bleiben ist eine Horror-Vorstellung) :-)

Mein Knie hat das alles wunderbar mitgemacht (selbst den tiefen schweren Beton-Schnee!) und ich freue mich noch immer über Kleinigkeiten, die plötzlich gehen und von denen ich gar nicht mehr gewusst hatte, dass ich sie nicht mehr machen konnte. Gerade auf beiden Beinen stehen. Beim Stehen die Last auch mal auf das rechte Bein geben. Gleich große Schritte mit Rechts und Links. Eine Weile geradeaus gehen ohne Knieschmerzen. Da ist noch einiges mehr, die Liste ist erstaunlich lang. So langsam traue ich mich tatsächlich über neue Herausforderungen nachzudenken :-)

Von engel am 11.04.2021 23:00 • diary(0) Kommentare

Dienstag, 06.04.2021: Einsam spuren

Mittwoch, April 07, 2021

Die Nacht über hatte es geschneit und auf dem Tisch auf der Terrasse lagen knapp 10 Zentimeter Schnee. Wir hatten uns schon vorher überlegt, dass man mit dem Neuschnee unbedingt was anfangen sollte, aber weil die Montags-Tour ein wenig anstrengend gewesen war (Muskelkater!), halt doch eher was Kürzeres, Einfacheres.

Weil es vor genau einer Woche da noch Schnee gehabt hatte und es zwischenzeitlich ja eher kühl gewesen war, dachte ich, dass wenn da jetzt Schnee oben drauf liegt, dann könnte das prima werden und schlug die übliche ‘wir-wollen-es-einfach-haben’-Runde vor. Der beste Allgäuer fand das auch gut.

Wir starteten also ins Ostertal und waren dann ziemlich erstaunt. Ja, da lag Schnee. Vielleicht sogar etwas mehr als 10 Zentimeter. Aber drunter, da war nichts! Entsprechend leer war der Parkplatz (4 Autos). Nach kurzer Diskussion und mangels Alternativen dank der eher fortgeschrittenen Zeit gingen wir los. Wenig Schnee auf Kuhwiese, irgendwie würden wir da schon wieder runter kommen. Immerhin waren wir nicht die einzigen Deppen, es hatte schon Skispuren ;-)

Wir gingen also los. Erst mal durch den Einstiegs-Matsch und dann die nasse Wiese hoch. An der Forststraße wandten wir uns nach rechts und hatschten auf dieser Straße ins Ostertal hinter. Wenn da auch kein Schnee läge, würden wir halt auf dieser Forststraße mit den Fellen an den Skieren wieder zurück hatschen.

Netterweise wurde der Schnee nach der Biegung mehr und die Idee von Skitour war bald gar nicht mehr so dämlich. Auf den Wiesen lag der Schnee nun auf Altschnee und die Bäume waren dick eingeschneit, das sah alles ganz prima aus. Und ab der Alpe gab es nicht mal mehr eine Spur vor uns :-)

Das Wetter konnte sich nicht recht entscheiden, Sonne, Wolken, Schneefall, alles gleichzeitig und durcheinander, April halt. Wir spurten abwechselnd auf den Großen Ochsenkopf und machten dort kurz Pause. Das Wetter spielte gerade eher Winter, deswegen fuhren wir bald ab. Der Schnee war, wo Sonne rein gekommen war, schon ein wenig schwer, auf den Nordseiten und im Schatten war er aber noch richtig schön fluffig. Wir nahmen deswegen die Abfahrt durch die Waldschneise und das war prima!

Als wir unten aufgefellt hatten und Richtung Rangiswanger Horn gingen, kamen uns die ersten (und einzigen) beiden Nachgänger entgegen und auf dem Rangiswanger Horn selbst trafen wir noch einen Einheimischen, der von Süden aufgestiegen war (Auf welchem Schnee eigentlich?). So einsam war es da hinten noch nie :-)

Die Abfahrt vom Rangiswanger Horn war dann erstaunlich gut. Es hatte vielleicht 10 Spuren und so war viel Platz für uns, den lockeren Pulverschnee der Nordseite zu nützen. Sogar das steile Waldstück hatte noch frischen Schnee. Bis vor den letzten Hang fanden wir Altschnee und konnten darauf wunderbar runter wedeln. Dann aber wurde es schwierig mit dem wenigen Neuschnee auf der Kuhwiese. Mit vorsichtigen Stemmbogen, wenig Geschwindigkeit und achtsam verteilter Last schafften wir es aber bis ganz unten. Dass wir keine Steine erwischten, war natürlich reine Glücksache :-)

Tolle Tour! Und so unerwartet!


Start. Schaut nach mehr Schnee aus, als es war.


Auf dem Weg ins Ostertal, Wind und wenig Schnee.


Hinten ist es aber Winter :-)


Sogar die Bäche kann man noch problemlos queren


Und dann: selber spuren!


Rückblick in ein einsames Hochtal


Immer noch: selbst spuren :-)


Gipfel!


Abfahrt


Und Abfahrt


Gegenanstieg


Am Grat sind noch dicke Wechten


Die letzten Meter zum zweiten Gipfel


Nordseitige Abfahrt mit Pulverschnee :-)


Und was für einer!


Tolle Bögen auf Altschnee-Unterlage


Vorsichtiges Runter-Tasten auf Kuhwiese

Von engel am 07.04.2021 15:40 • outdoorski

Montag, 05.04.2021: Steilaufstieg

Mittwoch, April 07, 2021

Nachdem es am Sonntag so voll gewesen war und der Schnee ja doch eher zu wünschen übrig gelassen hatte, verlegten wir uns am Montag aufs Bergsteigen. So richtig Berg, mit steil und Wegsuche und Allem, weil der beste Allgäuer mal woanders hin wollte als zum Illertalhügel und ich mich inzwischen auch schwierigeren Aufstiegen gewachsen fühle. Ich habe ja immer ‘Projekte auf Lager’ ;-)

Wir parkten am Erzgrubenbähnleparkplatz und gingen erst mal über den Weinberg. Der ist nett und man hat da schöne Blicke übers Illertal in die Berge. Die Bänkle oben waren aber alle besetzt, deswegen gingen wir gleich weiter.

Nach dem Weinberg bogen wir links in das ‘grüne Band’ (meine Bezeichnung) ab und stiegen, erst auf einem Karrenweg, dann wegklos im Gras, steil und immer steiler Richtung Berg hinauf. An der richtigen Stelle (vorher auf der Karte angeschaut) bogen wir rechts in den Wald ab und fanden dort tatsächlich Trittspuren, die uns zum Forstweg weiter oben führten.

Wir hatten 2 Nachsteiger, die sich aber besser auskannten, denn die bogen ein Stück die Forststraße runter links ins Steilgelände ab und waren kurz drauf verschwunden. Da kannten wir aber keinen Weg und Trittspuren waren auch keine zu sehen. Wir gingen also weiter Richtung Normalweg.

Und dann fand sich im abgeholzten Teil des Steilhangs tatsächlich eine Markierung und ein Pfad. Wo wir dann schon mal dabei waren, wildes Zeug zu gehen, bogen wir kurzerhand dort ab. Der Pfad führte gut erkennbar zu einem Jägerstand oberhalb der abgeholzten Fläche und hörte dann einfach auf. Da waren wir aber schon so nah am Normalaufstieg, dass wir nicht mehr zurück wollten. Anhand von Karte und GPS fanden wir dann auch mit nur einem Verhauer (das supersteile Grasfeld über einem Abbruch wollten wir nicht queren) zum Normalweg rüber und stiegen bis zum Gipfel auf. Toller Aufstieg :-)

Oben war es sehr windig, deswegen gingen wir gleich weiter und suchten uns für die Pause weiter unten ein gemütliches Plätzchen unter einer Fichte, wo wir zwar keine Aussicht, dafür aber keinen Wind und sogar etwas Sonne hatten.

Für den Abstieg nahmen wir den Normalweg durch die Schlucht, der teilweise noch erstaunlich eisig war. Der Rückweg über den Weinberg war dann superanstrengend, so viel Bergsteigen sind wir wirklich nicht mehr gewöhnt ;-)

Tolle Tour! :-)))
(Zur ‘Belohnung’ gab es für uns beide einen voll gruseligen Wadl-Muskelkater und für den besten Allgäuer, der um seine Hand zu schonen, ohne Stöcke abgestiegen war, auch noch einen echt heftigen Oberschenkel-Kater. Yay!)


Start zum Weinberg


Schöne Aussicht vom Weinberg


Wegsuche im Steilwald


Auf unbekanntem Pfad


Weglos im Gras


Hier nicht! (drunter ein Abbruch)


Im Normalweg


Grüntenblick


Abstieg


Am Weinberg

Von engel am 07.04.2021 12:54 • outdoorberg

Sonntag, 04.04.2021: Endlich Skitour!

Mittwoch, April 07, 2021

Endlich war es so weit: der Schnee fror nachts wieder durch. Ostersonntag ist natürlich nicht der ideale Tag für eine Skitour, aber irgendwann muss man (also: der beste Allgäuer) ja mal damit anfangen, vor allem wenn es so spät im Jahr ist.

Wir starteten relativ früh ins Kleine Walstertal. Ich hatte schon erwartet, dass da viel los sein würde (wie soll es auch anders sein, wenn keiner woanders hin darf), aber dass wir nur gerade so noch einen Parkplatz bekommen würden, das war schon ein wenig erstaunlich. Wir starteten also fast in einem Pulk zur Bärguntalpe. Glücklicherweise verlief sich das dann bald etwas.

Der Schnee war natürlich hart gefroren und eisig. Wir legten deswegen Harscheisen an, als wir am Sommerweg ankamen und das war nicht verkehrt. Im Bach war es nicht ganz einfach, auf dem eigentlichen Sommerweg war es dann aber ganz gut zu gehen. Im Kessel kam natürlich Wind auf und der war wirklich kalt. Der Anstieg zur Querung war dann auch eishart gefroren und die Querung erforderte konzentriertes Gehen (andere schnallten die Ski ab). Erst danach wurde es einfacher.

Als wir in die Sonne kamen, wurde immerhin der Schnee etwas weicher, der Wind blieb aber kalt. Wir stiegen zum Skigipfel auf (oben ging der Schnee dann schon auf und wir sahen Leute schöne Firnschwünge machen) und querten dann zum Hauptgipfel rüber. Wenn schon Berg, dann auch Gipfel :-)

Wir blieben nicht lang oben. Es war voll und es hatte einen kalten Wind. Für die Abfahrt zum Skigipfel zurück zu gehen wäre schlau gewesen, aber wir dachten, die Sonne im direkten Gipfelhang hätte auch schon ihre Arbeit getan. Dem war aber absolut nicht so, die Abfahrt war bis zur Hälfte in den Kessel hart und bollig und ausgesprochen unschön zu fahren. Danach war es teilweise weicher und OK, teilweise aber noch immer bockhart und natürlich sah man dem Schnee nicht an, was einen erwartete. Erst ganz unten fanden wir einen kurzen Firnhang, der immerhin war sehr schön. Wir machten im warmen Kessel erst mal gründlich Pause.

Die restliche Abfahrt war auch gemischt. Nach 2 letzten Firnkurven wurde es nach der Wasserfallquerung sehr hart und eisig, aber nach der Querung rüber zum Hang mit den Büschen gab es nochmal ein paar nette Slalomkurven im Firn um die Büsche im Hang. Frühjahr halt.

Aber immerhin eine Skitour. Der beste Allgäuer durfte feststellen, dass er noch skifahren kann und genoss es sehr, endlich mal wieder ‘richtig’ in den Bergen gewesen zu sein. Und am Ende war es trotz des Massenauflaufs in Baad doch gar nicht sooo voll.

Daheim hatte es volle Sonne auf der Terrasse und wir konnten da noch voll gemütlich Kaffee trinken und das frühe Aufstehen wegdösen. Frühjahr halt :-)


Im Bärgunttal


Im Kessel unter dem Wasserfall


Eisige Querung


Auf dem Weg zum Gipfel


Abfahrt (harte Bollen)


Firnkurven


Der letzte Hang


Rausfahren

Von engel am 07.04.2021 12:03 • outdoorski
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