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Jahrestag

Freitag, Mai 07, 2021

Vor genau 2 Jahren war die Knie-OP. Was ich mir letztes Jahr noch nicht so richtig vorstellen konnte, ist inzwischen eingetreten: Das Knie ist das Knie und es tut, was Knie halt so tun. Manchmal zwickt es, Beugung geht nicht ganz so weit wie beim anderen Knie und manche Bewegungen (Rotation) mag es auch nicht, aber die meiste Zeit merke ich kaum noch, dass da was anders ist. Auch wenn ich die Prothese natürlich immer auf dem Schirm habe und an viele Dinge anders herangehe als vor der OP.

Und inzwischen ist vieles tatsächlich besser :-) Am Wichtigsten: ich kann das Bein strecken. Komplett und völlig schmerzfrei. Das fällt mir selber vor allem auf, wenn ich irgendwo liege, egal ob auf dem Bauch oder auf dem Rücken. Dem besten Allgäuer fällt noch immer auf, dass ich nicht mehr hinke. Ich kann wieder länger ohne Schmerzen geradeaus laufen (auch wenn ich die Runde um den Rottachspeicher so schnell nicht mehr gehen will!) und graule mich nicht mehr ganz so vor jedem Kilometer Forststraße. Und ich kann das Knie wieder deutlich weiter beugen als vor der OP, wo ich ja manchmal den Sattel am Bike noch höher stellen musste, weil ich sonst nicht hätte treten können.

Ich bin fest überzeugt, dass ein paar Dinge sogar noch besser werden werden (Beugung und Kraft vor allem, vermutlich auch Rotation und Querbelastung), aber selbst wenn alles so bleibt, wie es jetzt ist, bin ich total zufrieden :-)

Am Vormittag war das zweite Interview, das als Besonderheit hatte, dass ich diesmal gar nicht so recht wusste, wofür genau ich interviewt werde. Es stellte sich heraus, dass das keiner so ganz im Detail weiß, weil das eine Aufgabe ist, für die man zwar eine Notwendigkeit sieht, aber nicht so wirklich weiß, in welche Richtung sich diese Aufgabe entwickeln wird. Anfänge gibt es aber schon (‘steckt noch in den Kinderschuhen’). Es klang ausgesprochen spannend :-) Und ich sehe da viele, viele Möglichkeiten, sowohl hinsichtlich der eigentlichen Aufgabe als auch für die Zukunft, weil da möglicherweise ein Team oder auch ein Produkt draus werden könnte. Oder beides.

Also: spannend! Und ich bin ausgesprochen interessiert und auch die Bezahlung finde ich OK. Habe ich natürlich genau so gesagt (Verhandlungsgeschick: Null.). Jetzt müssen erst noch ein paar Leute aus dem Urlaub zurückkommen, dann kann bei denen eine finale Entscheidung getroffen werden. In anderthalb Wochen kommt Bescheid. Uff!

Am frühen Nachmittag kam der beste Allgäuer heim und wir starteten in seine Urlaubswoche (gut für Ablenkung). Erst mal wird das Wetter ja ganz OK und dann müssen wir halt schauen, was geht.

Von engel am 07.05.2021 23:00 • diary

Wieder nix

Donnerstag, Mai 06, 2021

Nachdem ich am Vormittag erst ein wenig Haushalt gemacht hatte und die aktuelle Lektion weiter gehört hatte, zog ich mich um, um auf eine Fernsehturmhügel-Einkaufs-Runde zu gehen. Und Patsch, Regen! Der Regen fing moderat an und ich dachte noch, das geht schon, ich geh trotzdem. Ich holte aber eine Regenjacke und den kleinen Schirm.

Kaum war ich losgefahren, wurde aus dem moderaten Regen eine veritable Dusche. Wind hat es ja eh seit ein paar Tagen und der machte das Wetter auch nicht angenehmer. Ich fuhr zum Einkaufen und dann wieder heim. Soll halt offensichtlich nicht sein.

Zum Mittagessen gab es Gemüsereste und dazu den ersten Spargel der Saison für mich. Yummie! Zum Nachtisch gab es Erdbeeren, so langsam fühlt sich das trotz des Wetters doch irgendwie wie Frühling an :-) Den Rest des Nachmittags verbrachte ich mit Lernen.

Der beste Allgäuer brachte ein paar GPS-Tracks seiner Staplerfahrer mit und wir verbrachten eine Weile damit zu schauen, wie wir die auswerten können. Es steht der Verdacht im Raum, dass die Stapler trotz Drosselung zu schnell fahren können, aber GPS-Tracks, die ja im Prinzip nur eine Aneinanderreihung von Kartenpunkten sind, sind zum Beweis nicht geeignet.

Obwohl unsere Navis ziemlich gut sind, haben sie natürlich in der Nähe von Gebäuden oder wenn die Stapler tatsächlich in Gebäude fahren, immer wieder Fehlmessungen und dann stimmt die Geschwindigkeitsberechnung nicht. Immerhin war dann mein GPS-Tool das Beste, um hübsch aufbereitet aufzuzeigen, wie viel die Stapler unterwegs sind. Erst stellte sich aber heraus, dass ich vergessen hatte, die Track-Dauer auszurechnen und anzuzeigen (was ich dann noch schnell einbaute) ;-)

Naja, das Tool hat nicht umsonst erst V0.17, da fehlt noch viel. Es kann eigentlich nur das, was ich brauche und weswegen ich es überhaupt geschrieben habe (neben dem Zweck, überhaupt mal was mit Java zu machen).

Von engel am 06.05.2021 23:00 • diary

Punktlandung

Mittwoch, Mai 05, 2021

Pünktlich zum freien Tag des besten Allgäuers wurde das Wetter schlecht. Ich hatte eigentlich vorgehabt, zum Frühstück Semmeln vom Bäcker zu holen und wäre da normalerweise hingelaufen. Aber es schüttete wie aus Eimern und dazu wehte noch immer dieser blöde Wind. Ich nahm das Auto (ich Weichei, in München hätte ich das nie und nimmer gemacht, aber naja, da wären auch auf jeden Fall Stau und kein Parkplatz gewesen).

Der Tag entwickelte sich entsprechend, denn auch wenn es gegen Mittag trockener wurde, war es nach wie vor windig und kühl und häufig nass. Ich habe ja nach den vielen Skitouren des Winters zur Zeit keinen gesteigerten Bewegungsdrang und der beste Allgäuer radelt jeden Tag bei Wind und Wetter und braucht deswegen bei Sauwetter auch nicht unbedingt raus.

Insgesamt bin ich so langsam von der Jobsuche ‘dahoim’ schon ziemlich gefrustet, viele und schöne Skitouren hin oder her. Noch halte ich einen interessanten Job hier für möglich, aber ich fange inzwischen schon ernsthaft an, wieder über München nachzudenken (also wenn schon woanders, dann da). Irgendwann demnächst muss ich meine Suche wohl erweitern. Meh. Entsprechend habe ich mich gefreut, dass ich gegen Abend tatsächlich nochmal ein Interview bei der Firma angeboten bekam, bei der ich letzte Woche war :-)

Sehr beeindruckt hat mich übrigens dieser Artikel und ganz besonders die Audio-Aufnahmen darin: Hört uns zu! (via Frau Nessy)

Von engel am 05.05.2021 23:00 • diary

Faulitag

Dienstag, Mai 04, 2021

Am Montag hatte ich auf dem Rückweg von der Skitour schon vor, am Dienstag noch mal zum Iseler oder wenigstens zur Gipfelstation zu laufen. Allzu lang geht das ja nicht mehr und noch liegt laut Webcam da viel Schnee. Der Tag fing auch strahlend schön an und ich freute mich drauf. Aber erst stand Frühstück und Arbeit auf dem Programm.

Währenddessen zog es draußen zu und die Lust auf Skitour schwand mit der Sonne (zumal ich inzwischen an jedem Fuß eine Druckstelle habe). OK, keine Skitour. Ich nahm mir zur Abwechslung mal wieder den Blender vor und arbeitete erst noch ein bisserl weiter. Draußen wurde es windig und meine Lust auf Rausgehen schwand quasi sekündlich.

Ich beschloss einen weiteren Pausetag (eigentlich beschloss ich erst Daheimsport, aber dazu habe ich ja quasi nie wirklich Lust und das fiel dann auch flach) und dafür allerlei nervige Haushaltsarbeit, die ich seit ein paar Tagen vor mir herschiebe, zu machen. Damit und einer weiteren Lektion war ich dann den restlichen Tag über abwechselnd beschäftigt.

Von engel am 04.05.2021 23:00 • diary

Abgesoffen

Montag, Mai 03, 2021

Nachdem ich mir die Woche vorher die Ifenmauer so gründlich angeschaut hatte, war mir der Durchstieg zum Ifen nicht mehr aus dem Kopf gegangen. Erst plante ich nur hinzugehen und mir den Durchstieg mal genauer anzuschauen, dann aber kam mir das albern vor, weil wenn man schon da ist, warum dann nicht gleich hochsteigen? Aber allein? Ich fragte die S., ob sie mitkommen wolle. Die S. hatte letzte Woche ein ‘Skitouren-Ende-Symbolbild’ geschickt, sagte aber sofort zu :-)

Wir trafen uns in Waltenhofen und fuhren zur Auenhütte. Wegen des Schneefalls vom Wochenende sah die Gegend wunderbar winterlich aus und nachdem es auf Höhe Sonthofen erst mal geregnet und nach Sauwetter ausgesehen hatte, war da hinten blauester Himmel über blitzblank sauberen Pisten mit vielleicht 5 Zentimeter Neuschnee oben drauf. Sah kaum anders aus als am Donnerstag, nur schöner.

Wir stiegen über die rote Piste auf. Da muss man zwar 2 Mal abschnallen, aber es ist nicht ganz so steil. Oder es wäre nicht ganz so steil, wenn man nicht direkt geradeaus hochginge. Das war ganz schön anstrengend, aber wir waren (gefühlt zumindest) sehr schnell vor dem Einschnitt an der Ifenmauer.

Da gab es dann noch nicht mal eine Spur! Wir gingen also in allerschönster Einsamkeit das kleine Tal hoch bis zu den 3 großen Steinen unter dem Durchstieg. Dabei konnten wir 2 Leuten zusehen, wie sie sich zu dem Felsvorsprung hochkämpften, der der Punkt zum Umstellen auf Skier-am-Rucksack zu sein scheint. Die beiden brauchten lang, um dort hinauf zu kommen und blieben dann sehr lang an dem Felsen. Als wir in den steilen Hang einbogen, begannen sie zum Hahnenköpfle rüber zu queren.

Den Anstieg zum Felsvorsprung wurde gegen Ende immer steiler, war aber insgesamt ganz gut zu gehen. Was aber auffiel: im Anstieg versanken die Stöcke bei Belastung umso öfter, je höher wir kamen. Das deutete schon drauf hin, weshalb die beiden Vorgänger umgedreht waren.

Vor dem Felsvorsprung war der Schnee ordentlich umgetreten und es führte keine Spur nach oben. Nach dem Felsen wurde es sehr schnell ganz deutlich steiler. Die S. überlegte, mit Skiern weiter zu gehen, hatte dann aber Bedenken, ob sie beim Spuren in dem steilen Gelände überhaupt noch Spitzkehren hinkriegen würde. Mir war eh schon klar, dass ich da Riesenprobleme bekommen würde (Spitzkehren sind ja eh nicht meine Kernkompetenz, vorher schon nicht und seit der OP noch weniger).

Dann also zu Fuß. Wir stellten die Ski ab und versuchten (erst mal ohne Ski) ein Stück aufzusteigen. Für mich war das schlicht und einfach unmöglich. Sobald ich den festgetretenen Schnee verließ, soff ich bis zu den Oberschenkeln ab und konnte dann bestenfalls queren, aber kein Stück aufsteigen, weil ich nicht mal das linke Bein so weit hoch brachte, dass ich in dem Steilgelände eine Stufe hätte treten können. Rechts ginge das ja eh nicht. Der S. ging es weiter oben nicht viel anders.

Na gut, dann also nicht.
Immerhin hatten wir den Durchstieg jetzt mal aus der Nähe gesehen und waren uns einig, dass der gar nicht soooo schlimm aussah, wie wir befürchtet hatten.

Wir querten zum Hahnenköpfle rüber. Oben war es eher kühl und windig (und relativ voll), deswegen fuhren wir bald wieder ab. Dort oben lagen etwa 10 Zentimeter Neuschnee auf festem Altschnee und das war tatsächlich schön zu fahren. Wir wollten auf halber Strecke sogar in einen Bacheinschnitt abbiegen, aber da wurde der Schnee schon weich und weil wir uns nicht sicher waren, ob wir da unten wieder raus kommen (Im Nachhinein auf der Karte angeschaut: Ja.), ließen wir das dann doch lieber bleiben und stiegen wieder ein paar Meter zur Piste auf.

Kurz drauf wurde der Neuschnee zu Bremsschnee und der Altschnee wurde weich. Das war dann seeeehr anstrengend. Die Pause an der Mittelstation war leider nicht so warm wie gewünscht und fiel eher kurz aus.

Trotzdem, ich fand das eine spannende Tour und mit Frischschnee-Optik kriegt man mich ja immer ;-) Die S. hat jetzt aber endgültig fertig mit Skitouren - ich bin da noch nicht so sicher ;-)

Den Nachmittag verbrachte ich mit Lernen. Als der beste Allgäuer heimkam, gab es sogar noch eine Gelegenheit, auf der Terrasse in der Sonne zu sitzen, das war sehr nett.


Winterlich :-)


Im Anstieg (S.)


Rückblick über die Mittelstation


Einsam spuren :-) (S.)


Anstieg zum Durchstieg


Am Felsen


Kein Vorankommen (S.)


Querung zum Hahnenköpfle


Gipfel


Rückaufstieg

Von engel am 03.05.2021 23:00 • outdoorski

Diversity?

Sonntag, Mai 02, 2021

Der Freitag begann mit einer nicht so guten Nachricht: Die Firma, bei der ich mich vorgestellt hatte, mag mich nun doch nicht einstellen. Ich hatte das ja schon befürchtet, weil der Chef eher so mittelbegeistert wirkte. Ich bekam die Nachricht aber nicht per Mail, sondern der CTO, der mein potenzieller Boss gewesen wäre, rief tatsächlich persönlich an. Wir sprachen kurz drüber, warum ich nicht eingestellt werden würde (einerseits meine Gehaltsvorstellung - wobei ich da inzwischen ja schon bereit bin, deutlich runter zu gehen - und auch weil ich nach deren Meinung halt nicht so wirklich ins gesuchte Schema passe - was ich übrigens nicht finde).

Im Gespräch, wo er mir auch noch mal sagte, dass er mich wirklich gern eingestellt hätte, fiel ihm dann ein, dass er vielleicht doch eine Stelle für mich hätte, da müsse er aber erst mit ein paar Leuten reden. Die Stelle, die er sich meinem Gefühl nach da erst mehr oder weniger ausdachte, würde mir auch taugen. Und ja, auch für etwas weniger Gehalt. Wir verblieben so, dass er sich im Lauf der nächsten Woche noch mal melden wird. Das ist jetzt echt mal was Neues, dass sich jemand quasi eine Stelle für mich ausdenkt. Beinahe jedenfalls, die Notwendigkeit dafür wird schon irgendwie vorhanden gewesen sein.

Beim Nachdenken darüber, warum der CTO mich so gern einstellen möchte, bin ich im Nachhinein auf ‘Diversity’ gekommen. Die Firma ist amerikanisch geprägt, die eigentliche Leitung sitzt in den USA und vor Ort in den Büros, da waren nur Männer und männliche Namen auf den Schildern an den Büros. Zumindest so weit ich das gesehen habe. Der einzige Frauenname, der mir aufgefallen ist, war der am Sekretariat. Ich könnte mir gut vorstellen, dass bei einer amerikanischen Firma eines der Ziele ist, diverser zu werden und hier geht das wohl am einfachsten, indem man eine Frau ins Team bringt.

Ich harre jetzt jedenfalls gespannt der weiteren Entwicklung und frage mich jetzt sehr, ob ich das bei einem eventuellen Nach-Interview (neuer Job, neue Kollegen, neues Interview) ansprechen soll. Unterdessen überlege ich auch, ob ich dort, wo ich mich englisch beworben habe, mal nachhaken soll. Die wären nämlich auch interessant, glaube ich, und da könnte ich hinradeln.

Wegen des unerwarteten Telefonats kam ich dann etwas spät los und stand dann - das ist in der gesamten Pandemie bisher noch nie passiert - auf dem Parkplatz meines Lieblings-Aldi und da war eine Schlange vor dem Eingang! Hallo? Also nee, da brauche ich dann auch nicht rein, dann kaufe ich manches halt erst nächste Woche. Ich wich auf ‘meinen’ Edeka aus und da war alles wie immer und völlig problemlos.

Samstag und Sonntag steckte ich in Lernen und den Versuch, die Karte auf meinem Navi altersangemessen (seufz, ich seh auf die Nähe nix mehr ohne Brille) anzupassen. Ich will Höhenlinien sehen können und das geht mit den neuen TYP-Files der openMTBmap quasi nicht mehr. Nicht auf meinem GPS jedenfalls. Das erforderte erst mal Recherche (die Informationen dazu, wie TYP-Files aufgebaut sind, sind echt gut versteckt) und dann seeeehr langwieriges Ausprobieren, Neukompilieren und auf-die-Navi-Karte-kopieren. Vor allem Letzteres ist echt lahm. So ganz zufrieden war ich dann noch nicht, aber es war immerhin schon mal besser.

Während der Aktion stellte ich dann erst fest, dass ich wohl die microSD mit der Karte irgendwann verschmissen habe (seitdem ich die Höhenlinien nicht mehr sehe, schau ich selten aufs Navi, schon gar nicht, wenn wir eh nur in bekanntem Gebiet unterwegs sind) und musste eine neue suchen und dann fiel auch noch die blöde Kartenklammer ab und spickte beim Einbau so blöd weg, dass ich sie erst am Sonntag zufällig ganz woanders, als ich gesucht hatte, wiederfand (zwischenzeitlich nahm ich die Kartenklammer aus dem Uralt-GPS, das ich eh nicht mehr verwende).

Sonntag fuhr ich mittags rum zum Tanken, weil ich für Montag tolle Pläne hatte und wollte da eigentlich fürs Mittagessen noch schnell Semmeln oder Brezeln mitnehmen. 2 Bäckereien waren bis aufs letzte Stück Brot (es gab nur noch Kuchen) ausverkauft. Was war denn das? Aufziehender Weltuntergang? Ich bekam die letzten beiden Croissants, immerhin.

Von engel am 02.05.2021 23:00 • diary

Lernen

Donnerstag, April 29, 2021

Für den Donnerstag war ursprünglich durchgehend Regen angesagt, aber wenn es tatsächlich mal geregnet hat, ist das an mir vorbei gegangen. Ich war einmal zum Einkaufen draußen (5 Tröpfchen oder so) und habe den Tag sonst am Computer verbracht, unterbrochen von gelegentlichem Kaffee-Holen, Mittagessen und den häuslichen Kleinigkeiten, die halt so anfallen. Den ersten Satz Skistiefel-Innenschuhe waschen, beispielsweise (ja, die Saison geht so langsam doch vorbei).

Ich war aber auch gut beschäftigt, denn mein aktuelles Thema (Artifical Intelligence, Machine Learning, Data Science) ist ausgesprochen interessant und fesselnd. Ich hatte ja mal mit dem freien Online-Kurs ‘Elements of AI’ einer finnischen Uni (Helsinki oder Jyväskylä - letztere klingt aber viel netter ;-)) angefangen und dann irgendwie wieder aus den Augen verloren und habe mir das jetzt wieder hergesucht (aber noch nicht weiter gemacht).

Ich habe netterweise noch immer die Zugänge zu den Lernplattformen und so langsam wird das fast ein Problem, denn ich wollte eigentlich allerlei Dinge tun, wenn ich die Zugänge nicht mehr habe (Rust lernen, Haskell anschauen, den AI-Kurs machen, die Hörbuchverwaltung refakturieren und mit einer Oberfläche aufpolieren, Zeugs halt - den GPS-Editor müsste man auch mal fertig machen, aber dazu habe ich am wenigsten Lust, deswegen bleibt der halt so halbfertig wie er ist, für meine Zwecke reicht das im Moment), und das verschiebt sich jetzt immer weiter, weil ich noch immer denke, ich muss die Plattformen nutzen, solange es geht.

Inzwischen habe ich den Verdacht, ich werde die Zugänge so lang haben, wie ich sie nutze, denn die alte Firma schaut vermutlich einfach die Nutzer-Statistiken an und entzieht nur den Leuten die Lizenz, die das Zeug brach liegen lassen. Schwierig wird es vermutlich dann, wenn man mal wieder einfach allen die Lizenzen entzieht und schaut, wer schreit. Das kann ich dann halt nicht.

Na, egal, noch hab ich alles und das regnerische Wochenende kann kommen ;-)

Von engel am 29.04.2021 23:00 • diary

Musik-Tour

Mittwoch, April 28, 2021

Der Tag mit dem Vor-Ort-Interview war wohl echt anstrengend. Nachdem der beste Allgäuer aufgestanden war, schlief ich tatsächlich noch mal ein und wurde erst eine knappe Stunde später wach. Also das passiert wirklich selten, normalerweise bin ich wach, wenn ich wach bin.

Meine geplante Skitour verschob sich deswegen etwas, denn Kaffee und Frühstück müssen sein und die Jobsuche kann ich ja noch nicht bleiben lassen. Der lokale Recruiter hatte mir was Interessantes zugeschickt und das wollte gründlich und durchdacht beantwortet werden.

Dann packte ich meinen Kram und fuhr ins Kleine Walsertal, diesmal hinten nach rechts zur Auenhütte. Vorn stand zwar noch immer ‘Parkplatz gesperrt’, aber die Straße war nicht mehr verbarrikadiert und ich konnte hinten ganz normal (wenn auch teuer: 9€) parken.

Ich ging links den steilen Hang hinauf, weil rechts die Straße geräumt war und ich nicht sicher war, ob man da abschnallen müssen würde (im Nachhinein: vermutlich nicht, da kamen andere hoch und runter). Der Hang hat zwar Kunstschnee (der verträgt Aufweichen besser), aber ich war ja recht spät dran und das merkte ich gleich am Schnee: sehr musig und gab manchmal nach. Es war in den steileren Stücken ein wenig anstrengend.

Normalerweise höre ich ja gern Podcasts oder Hörbücher beim Tourengehen (derzeit eher Podcasts zu technischen Themen, damit ich wenigstens das Gefühl habe, etwas zu ‘tun’), aber mein Kopf kreiste andauern um das Interview vom Vortag und was ich alles falsch oder ungeschickt gemacht haben könnte, deswegen stellte ich auf Musik um und hatte Gary Moore im Ohr, erst Hard Rock, dann Blues, das war sehr schön.

Nachdem ich das obere Flachstück mit der Pistenkreuzung erreicht hatte, hatte ich die Wahl, links unter der Ifenmauer ohne Kunstschnee oder halt rechts über die vielen Hügel mit Kunstschnee zu gehen. Ich entschied mich für die Hügel auf der rechten Seite, weil ich befürchtete, links eher einzubrechen. Was prinzipiell vermutlich stimmte, den rechts ließ es sich sehr gut gehen, aber da erwischte mich ein sehr kalter Wind und ich musste von T-Shirt auf Jacke mit Handschuhen umstellen und bekam kalte Ohren.

Ich überlegte ernsthaft abzubrechen, aber das wäre ja auch doof gewesen, also ging ich weiter. In der Nähe der Gipfelstation ließ der Wind netterweise ein wenig nach, was auch deswegen prima war, weil Herr Moore mir da gerade ein Blues-Live-Album ins Ohr blies :-) Ich kam mit ‘Still got the Blues’ am Hahnenköpfle an :-))))

Ich blieb nicht lang oben, weil es nicht allzu gemütlich war. Immerhin war ich total allein da oben, das war schon toll. Für die Abfahrt stöpsle ich mich immer aus, da will ich gern was von extern hören. Die Abfahrt war dann leider nicht ganz so nett, wie gehofft, weil ich für Firn einfach ein wenig spät war. Immerhin trug der Kunstschnee einigermaßen und ich soff nirgends ab.

Am Nachmittag reichte dann noch für etwas Sonne auf der Terrasse, bevor dann doch die Wolken anrückten. Als beste Allgäuer heimkam, war leider nicht mehr allzu viel Sonne, aber immerhin war es warm.


Start an der Auenhütte


Die Ifenmauer


Ganz allein am Gipfel


Nochmal Ifen


Vor dem letzten Hang

Von engel am 28.04.2021 23:00 • outdoorski

Samstag, 24.04.2021: Mini-Safari

Mittwoch, April 28, 2021

Nach dem schönen frühlingshaften Wochenendbeginn mit Pfannkuchen auf der Terrasse starteten wir relativ früh ins Ostertal, wo erstaunlicherweise schon allerlei Autos auf dem Parkplatz standen (kein Vergleich zu Schneetagen natürlich). Es war noch ganz schön kühl mit Frost auf der Wiese, als wir schwer beladen mit den Minis am Rucksack die Forststraße hochgingen.

Am Hang zum Rangiswanger bogen wir ab und stiegen auf der Kuhwiese mit 3 Schneeflecken hoch. Erst mal kommt man sich da schon ein bisserl doof vor, aber wie erwartet begann der Schnee bald nach dem ersten flacheren Stück und wir konnten auf dem noch gefrorenen Schnee aufsteigen.

Im Steilstück nach der Querung war der abgerutschte Altschnee noch ordentlich gefroren und das hatte dann schon was von Nordwand-Feeling. Ich wünschte mir stellenweise fast schon Steigeisen, auch wenn der beste Allgäuer überall gute Tritte schlug. Oben brach man dafür dann gelegentlich ein, irgendwas ist immer. Wir stiegen zu Fuß bis zum Rangiswanger Horn auf, weil die Minis zwar Felle, aber keine Harscheisen haben.

Nach einer kurzen Pause ging der Spaß dann los: Mini-fahren! Erst mal auf dem Grat (was trotz noch immer beeindruckender Wechten wegen der vielen freien Stellen nicht mehr allzu gut ging) und dann auf dem schönen Flachstück zum Forstweg rüber. Da war der Schnee genau richtig aufgegangen und es hatte feinsten Firn :-)

Und weil es so schön war, nahmen wir nach dem Waldstück (wo wir natürlich abschnallen mussten) gleich noch den schönen Hang mit, den auch die beste Mama so toll gefunden hatte, anstatt direkt zur Alpe rüber zu fahren. Das war super!

Den Aufstieg zum Großen Ochsenkopf fand ich dann ziemlich anstrengend (auch, weil es so warm war) und wir legten vor der Querung eine Pause ein. Das war gut für eine junge Frau, die uns fragte, ob wir von Bolsterlang gekommen seien. Wir schickten sie ein Stück zurück, damit sie ins richtige Tal absteigen konnte.

Am Ochsenkopf war es relativ voll, was aber nicht verwunderlich war, denn allüberall waren Leute unterwegs, die meisten kamen sicherlich von Grasgehren. Wir machten nochmal kurz Pause und fuhren dann zur Prinschenhütte ab. Da war es natürlich total leer :-)

Inzwischen war es (trotz eines kühlen Windes) schon sehr warm geworden und der Hang zum Dreifahnenkopf war entsprechend aufgeweicht und musig. Das stresste nicht nur uns, sondern auch die (schlechten) Adhästionsfelle des besten Allgäuers (keine Geckos, übrigens), die zwischendrin einfach abgingen. Für den Rest-Aufstieg hielten sie dann aber.

Oben war es gar nicht gemütlich, wie wir gehofft hatten, weil der kühle Wind blies. Wir blieben nicht lang.

Die Abfahrt war dann ... stressig. Inzwischen war der Schnee doch seeehr weich geworden und man sank tief ein, mit den Minis sicherlich noch mehr als mit ‘normalen’ Skiern, und die Kontrolle über die Ski ist mit den Bergstiefeln halt auch nur eher solala. Der beste Allgäuer kam gut zurecht und fuhr mit schönen Bögen ab. Ich hatte Bammel, warf mich erst mal in den Sulz und kam generell eher nicht mit dem Sulz klar. Naja. Aber wie immer: besser eine schlechte Abfahrt als Abstieg und weiter unten im Flachen wurde es dann besser.

Wir kamen neben der Straße sogar bis fast runter zur Brücke (also ich, der beste Allgäuer lief am Ende lieber statt anzuschieben), das halbierte den Rückweg auf der Straße :-) Es war dann aber am Ende schon noch ganz anstrengend, mit den harten Stiefeln auf der Straße zu laufen und ganz besonders ich war froh, als wir endlich am Auto waren.

Aber das war total nett, ‘Nordwand’-Aufstieg, Firnwedeln, Einsamkeit, viel Sonne und am Ende eine Abfahrt :-)


Start mit ohne Schnee ;-)


So langsam kommt er, der Schnee


Steilstelle am Rangiswanger Horn


Für mich gibt es netterweise Stufen


Schattenriss


Der erste Gipfel


Die erste Abfahrt


Firnschwünge vor den nächsten Zielen


Firn :-)


Firn :-)


Der zweite Gipfel


Abfahrt ...


... in die leere Ebene vor der Pritschenhütte


Anstieg zum letzten Gipfel


Alpenblick


Seeeehr weiche Abfahrt


Patsch!


Unten fehlt manchmal der Schnee


Rückweg zum Parkplatz

Von engel am 28.04.2021 18:59 • outdoorbergski

Sonntag, 25.04.2021: Frühlingsrunde

Mittwoch, April 28, 2021

Nach der langen und anstrengenden Samstags-Tour waren wir beide etwas angeschlagen und hatten uns zunächst einen Radl-Tag, den ersten der Saison, ausgedacht. Dann aber wollte es nicht so recht warm werden und es blies dazu ein kühler Wind und dann war uns doch eher nach zu-Fuß-gehen und Sonne und warm und so wurde es nach einem sehr gemütlichen Frühstück halt doch wieder der Illertalhügel.

Mit Nüssen und Schoki und Kaffee, das war dann auch sehr schön. Und weil so ein Hügelspaziergang auch nicht sooo sehr lang dauert, auch nicht mit in-der-Sonne-Rumliegen, gab es am Nachmittag tatsächlich nochmal Pfannkuchen. Mit viel Grand Marnier, weil wir ein Geschmacks-Experiment mit Zucker (mein Favorit, knirscht so schön) und Puderzucker (Favorit des besten Allgäuers, weil es nicht knirscht) durchführen mussten.


Sommer (fast, jedenfalls)


Die übliche Foto-Ecke


Löwenzahn


Viel Löwenzahn

Von engel am 28.04.2021 16:52 • outdoorberg
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