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Herbstwochenende

Sonntag, November 21, 2021

Freitag in der Früh baute ich erst mal meinen Rechner unter dem Tisch auf (ich habe leider ein arg kurzes Monitor-Kabel). Das macht das HomeOffice schon deutlich ‘heimeliger’, wenn man nicht so einen dicken schwarzen Block vor der Nase hat (naja, neben mir auf dem Tisch). Es war für einen Freitag ungewöhnlich viel los und ich musste ungewöhnlich viel telefonieren, was meinem Versuch, das Code-Chaos vom Vortag in den Griff zu bekommen, nicht sehr dienlich war :/

Nachmittags bauten der beste Allgäuer und ich meinen neuen Büro-Stuhl auf. Hach, so ein schönes Stück! Und mit allen Schikanen zum Einstellen und superbequem. Ich bin begeistert :-)

Beim hundertfünfzigsten Mal Rumschleichen um den schon lang ausgesuchten Crosstrainer bei Amazon, schlug ich dann am Nachmittag doch endlich zu (Black Friday, es gab ein wenig Nachlass). Studio ist ja schon wieder nix (auch wenn es offen hat, fühle ich mich da gerade nicht wohl) und ich will ja gern mal wieder Serien gucken - Laufen ist dafür eine tolle Entschuldigung.

Abends gab es selbst gemachte Pizza, bei der das erste Mal der Teig tatsächlich klappte: oberum fluffig, unten knusprig.

Der Rest vom Wochenende war herbstlich und schön. Es gab 2 Südseitentouren, die wir fröstelnd begannen, bei denen wir dann aber meistens im T-Shirt rumlaufen konnten (auch im Schnee) und bei denen es wunderbar warme Pausen im Gras gab. Nach den Touren gab es Skirennen im Fernsehen, fühlt sich so langsam echt an wie Winter :-)

Abends schlug dann noch die erste Corona-bedingte Einschränkung zu, denn das erste Restaurant, zu dem wir gehen wollen, sah sich nicht in der Lage, die Auflagen zu erfüllen und bietet derzeit nur Essen zum Mitnehmen an. Es tat mir sehr leid, als ich den beiden Köchen sagen musste, dass wir dann doch lieber wieder gehen, als eine halbe Stunde aufs Essen zum Mitnehmen zu warten. So doof, das alles!!

Von engel am 21.11.2021 23:00 • diary

Vergessen :-(

Donnerstag, November 18, 2021

Nacht mit deutlichem Loch. Um halb 4 war ich wach. So richtig, ich hätte direkt aufstehen können. Ich versuchte eine gute Stunde lang wieder einzuschlafen, was mir dann knapp vor dem Wecker tatsächlich gelang. Toll. Ich brauchte in der Früh dann für alles etwas länger.

In der Arbeit dann mit dem QA-Kollegen J. längliche Analyse seltsamen Verhaltens, das sich keiner so richtig erklären konnte. Nebenher - die Zeit zwischen den Ergebnissen ist etwas länger - weitere Arbeit am Parallel-Drumherum. Spannend und teilweise unübersichtlich, ich zerschoss mir natürlich irgendwann meine Sourcen und musste dann länglich aufräumen. Das half natürlich überhaupt nicht dabei, den Kopf um irgendwelche unerklärlichen Fehler zu wickeln. Vielleicht lerne ich ja was draus. Mittagessen gab es ganz langweilig und un-aufregend in der Kantine.

Als ich heim kam, stand ein dickes schweres Paket im Flur. Mein Vorab-Weihnachtsgeschenk war da :-) Der beste Allgäuer ging erst mal laufen, ich brachte die Kiste nach oben. Den Aufbau verschoben wir aber auf Freitag, ein letztes Mal HomeOffice ohne Verbesserung spielte dann auch keine Rolle mehr.

Großes Ooops: Ich hab den Hochzeitstag vergessen! Der beste Allgäuer übrigens nicht :-)

Von engel am 18.11.2021 23:00 • diary

Team-Lunch

Mittwoch, November 17, 2021

Morgenroutine ohne Sport, schnell ins Büro. Den Vormittag verbrachte ich erst mir Fehleranalyse, dann mit Arbeit zur Parallelisierung. Das ist spannend und es macht Spaß, weil man da so viele Dinge bedenken muss.

Daneben, und das war überhaupt nicht nett, beschäftigte ich mich damit, den Team-Lunch zu organisieren, den wir ja nicht einfach irgendwo in einem netten Restaurant abhalten können. Nachdem wir dann endlich jemanden gefunden hatten, der gutes Essen, nicht zu kleine Portionen (Wunsch vom C.) und eine Online-Speisekarte hat, musste ich der Hälfte der Leute nachlaufen, um rechtzeitig an deren Wünsche zu kommen, um das Zeug bestellen zu können. C. und ich holten das Essen dann, um mit Karte zahlen zu können, weil natürlich keiner so viel Geld dabei hatte. Boah!

Der Team-Lunch im großen Raum war dann eher so mittel. Das Essen war sehr gut (hatte er gut ausgesucht, der C.), aber ich war zu latent genervt und aufgedreht (irgendwie muss da ja Gespräch aufkommen), um es genießen zu können und ich finde im Nachhinein, ich hab da viel zu viel geredet. Der USA-Manager machte seine Sache deutlich besser und holte auch aus dem schweigsamen P. was raus. Ich bin beeindruckt und hab mir davon hoffentlich was mitgenommen.

Als der Lunch rum war, brauchte ich noch eine Weile, um wieder ins Fahrwasser zu kommen. Puh, das war anstrengend. Nach dem Team-Meeting ging es dann aber wieder.

Abends nix, das aber viel. Ich bin mal wieder in die Online-Puzzle-Spiele gefallen. Eigentlich doof, weil das so viel Zeit kostet, andererseits ... die Ablenkung grad nötig. Ist dann halt so.

Von engel am 17.11.2021 23:00 • diary

Orgazeug

Dienstag, November 16, 2021

Morgenroutine, dann schnell ins Büro, wo mich schon wieder eine nicht-gelaufene Automation erwartete. Das zog sehr längliche Untersuchungen nach sich, die bei der Nicht-Freischaltung einer Firewall endeten. Schön, haben wir das jetzt dann halt auch auf dem Schirm.

Mittags holten wir uns einen Salat beim Aldi. War sehr günstig und einigermaßen OK, aber das ist ziemlich viel Müll für ganz schön wenig Salat, das wird eher nicht mein Lieblingsmittagessen werden.

Danach wollte ich eigentlich nur (das sind ja schlimmsten Worte überhaupt) Log-Einträge für eine Situation, bei wir aktuell gar nichts wissen, erzeugen und verschlimmbesserte meine lokale Version dabei so gründlich, dass bis Abends gar nichts mehr ging und überhaupt das ganze Repository kaputt war. Super gemacht, ich bin stolz auf mich :/ Ich ließ das dann erst mal liegen, genervt und mit vollem Kopf kriegt man ja eh nichts gebacken.

Nebenher beschäftigte mich sehr die Organisation des Team-Lunch des aktuell anwesenden Managers aus den USA. Wären alle Beteiligten geimpft, hätten wir einfach wohin gehen können und gut, so aber ... Aufwand, Aufwand, Aufwand. Ganz beinahe hätte ich dann sogar über Impfen diskutieren müssen, aber das konnte ich gerade noch abbiegen. Vielleicht ist das feige, aber ich würde doch gern ein zivilisiertes Verhältnis auch zu den Leuten haben, von denen ich denke, dass sie - hmm, komisch - sind, ohne ihnen das ins Gesicht sagen zu müssen. Umstimmen kann man ja eh keinen.

Ich kam fast früh von der Arbeit weg und nutzte das, um erst AdBlue für den Kangoo zu kaufen (Echt, die Kanister haben einen Ausgießer? Versteckt unter dem fetten Rückseiten-Aufkleber? Boah, muss man sogar für sowas die Gebrauchsanweisung lesen? Dann hatte der letzte Kanister das ganz bestimmt auch!) und dann ins Studio zum Laufen und Trainieren zu gehen. Da war es leider unangenehm voll :-(

Abends SAN-Telko, wo ein wenig Arbeit für mich und vermutlich ein außerplanmäßiges Treffen im nächsten Jahr raus fiel.

Von engel am 16.11.2021 23:00 • diary

Durchbruch

Montag, November 15, 2021

Nach Kellerbiken und klitzekleiner Reha-Gymnastik gab es gemütlich Frühstück, dann fuhr ich nach KF. Obwohl ich mir Zeit gelassen hatte, da der Tag lang werden würde, war ich nicht viel später dran als sonst, denn dass deutlich später fahren eine blöde Idee ist, hatte ich ja schon mal getestet. Dann doch lieber ein langer Tag.

Der C., der gedacht hatte ‘langer Tag, schlaf ich mal ein bisserl aus’ kam sehr genervt deutlich später: Vollsperrung beider Spuren auf der B12 kurz vor KF. Uff! Stauvermeidung hat auch sonst ein paar Vorteile. Zum Entwicklermeeting kamen dann auch eine ganze Reihe Leute ein wenig zu spät.

Im großen Team-Meeting wurden wir informiert, dass es bei einem der Kollegen einen Impfdurchbruch gegeben hat. Die letzte Woche angedachte Weihnachtsveranstaltung wird dann wohl doch nichts. Dass der beste Allgäuer und unser lang erwartetes Wochenend-Event abgesagt haben war gut, das wird immer deutlicher. In der Firma werden jetzt halt noch mehr Leute ins HomeOffice geschickt und das Motto ist testen, testen, testen.

Den Vormittag über war ich mit Fehleranalyse und Meetings beschäftigt, den Nachmittag beherrschte unser Vortrag, der noch dazu aufgezeichnet werden sollte. Der Vortrag lief eigentlich ganz gut, uneigentlich nervte mich sehr, dass meine Stimme mit der Zeit immer wackeliger wurde. Viel mehr, als meine Nervosität (die sich in Grenzen hielt) verdient hätte. Der C. meisterte seinen Teil souverän, aber ich hab eh das Gefühl, der hat ein sehr stabiles Selbstbewusstsein :-) Gna. Egal, es lief gut, die Gruppe schien beeindruckt und wir bekamen Lob und eine Anfrage hinterher.

Abends war ich ziemlich platt, vielleicht wegen des langen Tages (allerdings sollte man meinen, dass das faule Wochenende der Erholung gedient hätte). Eigentlich hätte ich eine ganze Reihe Dinge zu tun gehabt, offline wie online, uneigentlich machte ich - nix :-)

Von engel am 15.11.2021 23:00 • diary

Arbeitsam

Sonntag, November 14, 2021

So ein Wochenende mit nicht-nutzbarem Wetter (Jaja, Wetter und Kleidung und so - Sonne macht aber halt mehr Freude.) hatten wir wirklich mal gebraucht. Da ist echt viel nachgegangen :-)

Freitag erst mal Arbeit. Letzte Anpassungen der Präsentation, die der C. dann auch noch sehr schön animierte (hab ich gleich was gelernt dabei), nebenher ein kleinerer Bugfix und dann war der Arbeitstag auch schon rum.

Wir starteten das Wochenende mit Brotzeit in der Sonne auf der Terrasse, wo wir dann natürlich auch noch eine Weile länger blieben. Dann bekamen beide Autos Winterreifen. Die Felgen vom Clio sehen inzwischen ganz schön rostig und mitgenommen aus. Ist mir egal :-)

Den Rest vom Wochenende nutzten wir für die Aufarbeitung der letzten Touren (Endlich fertig! Ich führe das Tourenbuch der SAN uneinholbar an :-)), Weihnachtsvorbereitungen (Ich hab voll zugeschlagen und da springt auch was für mich raus und das wird bestimmt total gut :-)) und viel Hausarbeit. Muss auch mal sein.

Von engel am 14.11.2021 23:00 • diary

Sonntag, 07.11.2021: Erholungsrunde

Sonntag, November 14, 2021

Nach dem Super-Wintertag war für den Sonntag ab Nachmittag Wetterverschlechterung angesagt. Wir fuhren zum Illertalhügel.

Im Aufstieg zogen Wolken durch und wir fürchteten schon, dass es nichts mit der geplanten sonnigen Pause werden würde, aber dann klarte es doch wieder auf und wir konnten uns nach einem Gipfelabstecher am üblichen Plätzchen am Grat in die Sonne legen. Es war wunderbar warm :-)

Meinem Knie ging es trotz des Winterabstiegs vom Vortag (leichtes Rumrutschen rechts und links mag das Knie nicht) ausgezeichnet und ich konnte ohne Stöcke absteigen :-)

Von engel am 14.11.2021 12:06 • outdoorberg

Samstag, 06.11.2021: Winter :-)

Sonntag, November 14, 2021

Die Woche über hatte es in höheren Lagen geschneit (Messdaten am Freitag: knapp 30 cm an der Schwarzenberghütte, 60 cm am Fellhorn, fast 100 cm am Nebelhorn). Wir entschieden uns für eine südseitige Tour mit vergleichsweise wenig Wiese (wegen rutschig und matschig) und rüsteten auf Winter auf, was vor allem Stiefel bedeutete. Ich nahm auch eine Skihose, weil die Gamaschen hat.

Wir parkten in Berwang und trafen auch gleich auf einen Schneemann. Es hatte aber insgesamt doch deutlich wneiger Schnee, als ich erwartet hatte. Und es war in der Sonne dann auch bald um einiges wärmer, als vermutet und ich war gar nicht mehr so glücklich mit der Skihose (Hochkrempeln geht bei so einer dicken Hose halt auch nur so mittelgut).

Weiter oben legte der Schnee dann aber doch zu und bei der gelegentlichen Wechten-Stapferei war ich dann doch froh an der Skihose. Der beste Allgäuer schaufelte sich nämlich immer wieder Schnee in die Stiefel.

Am Gipfel waren gerade mal 4 Leute (davon allerdings 3 sehr labrig) und es war sogar ganz angenehm da oben, weil es kaum Wind hatte. Wir blieben eine Weile und genossen die Aussicht: Winter :-)

Im Abstieg nutzten wir die Wintermatten voll aus :-) An einer windgeschützten Fläche traten wir uns eine schöne Liegefläche in den Schnee und machten eine längere Pause. Die Matten funktionieren gut, wir dösten sogar beide ein :-)

Im restlichen Abstieg kamen wir dann natürlich bald in vollen Schatten, weil die Sonne schon um den Berg herum gewandert war. Das war dann relativ kühl.

Der Kiosk war offen und es war sogar erstaunlich viel los. Wir fuhren aber direkt heim, denn per Definition des besten Allgäuers von Allen darf man ab November Lebkuchen essen und wir hatten entsprechende Vorräte angelegt ;-)

Der perfekte Abschluss für einen Wintertag ist Skirennen gucken und Lebkuchen essen. So kann es weitergehen :-)


Start mit Schneemann


Winterbild :-)


Bald ist es zu warm für Jacke und Pulli


Winterliche Aussicht :-)


Schneestapfen


Die sonstige Schneelage


Am Gipfel


Abstieg


Im Schatten


Der Schneemann steht noch ;-)

Von engel am 14.11.2021 11:58 • outdoorberg

Sonntag, 31.10.2021: Letzte Gelegenheit

Sonntag, November 14, 2021

Wir hatten uns schon bei der Planung des steilen Lechtalbuckels für den Sonntag etwas ‘Verträglicheres’ vorgenommen. Südseite, mit Sonne, wenig laufen, weil vor allem ich angenommen hatte, dass mir danach Knie und Füße weh tun. Das war erstaunlicherweise gar nicht so (Yay!), aber eine letzte Radtour vor dem ersten November im Tannheimer Tal war trotzdem eine gute Idee. Ab November ist dort Radeln auf den Bergwegen zum Schutz des Wildes verboten, egal wie das Wetter ist.

Wir stellten den Kangoo in Rauth auf die Wiese und luden bequem bei Sonne die Bikes aus. Dann radelten wir fast genauso bequem (wenn auch ein bisserl langweilig) in der Sonne (naja, im sonnigen lichten Wald) zur Rauther Alm hoch, wo wir erst mal Pause machten. Hach, nett :-)

Danach geht der Meraner Steig auf die Nordseite rüber und Sonne ist erst mal vorbei. Es war auch gleich entsprechend kalt. Der Steig selbst ist auch gar nicht allzu erwärmend, weil es rauf und runter geht, aber ab der Krinnenalpe geht es dann ja sehr steil hinauf. Ich schob dann auch zwei Mal, der beste Allgäuer natürlich nicht ;-)

Der Weg zum Joch vor der Gräner Ödenalpe sieht dann ziemlich lang aus, aber man ist recht schnell drüben. Dort war es natürlich windig, denn da ist es immer windig. Wir gingen gleich weiter und machten zwischen den Latschen eine verdiente lange Sonnenpause. Sehr angenehm und schön warm :-)

Sich dann wieder aufzuraffen war gar nicht so einfach ;-)
Wir marschierten zügig zum Gipfelaufbau und kraxelten zum Kreuz hinauf. Oben war es aber ziemlich windig und ungemütlich, deswegen blieben wir nicht lang. Wir suchten uns stattdessen einen weiteren sonnigen Platz zwischen den Latschen und machten da nochmal ausgiebig Pause. Beim Weitergehen stand die Sonne wegen der Zeitumstellung schon ganz schön tief.

Die Abfahrt war in den Schattenbereichen schon wieder ganz schön frisch, in der Sonne war es aber noch sehr angenehm. Beim Rädereinladen liefen gackernd Hühner um uns herum. Ich musste sie aber vorm Losfahren nicht verjagen, sie waren dann schon selber weitergezogen.


Start in Rauth


Kurz vorm Steig


In der schattigen Nordseite


Wer nicht mehr kann, die schiebt


Kurz vorm Joch


Vor dem Gipfelaufbau


Die letzten Meter


Am Gipfel


Abfahrt


Zurück in Rauth

Von engel am 14.11.2021 11:20 • outdoorbergmtb

Samstag, 30.10.2021: Noch steiler!

Samstag, November 13, 2021

Bei der Überlegung, wo wir wohl Sonne und wenig Leute finden würden, waren wir schon am Donnerstag bei einem Grasbuckel hinter Holzgau gelandet. Freitag war dann klar, dass das mit der Sonne wohl nichts werden würde, aber das Kriterium Einsamkeit bliebe ja. Wir hatten uns nur die Karte angeschaut und keinen Führer gelesen, aber wenn es einen Weg gibt, dann können wir ihn gehen.

Als wir den Kangoo in der Früh in Holzgau abstellten, war der Himmel strahlend blau über uns, das Lechtal ist allerdings so tief, dass um diese Jahreszeit erst mal kein Sonnenstrahl bis ins Tal kommt. Wir gingen also gut eingepackt los, erst mal die Teerstraße bis zur Hängebrücke über dem Höhenbachtal und dann nach links bis unter den Lift. Da stand am Abzweig des Pfades eine Bank und Sonne hatte es auch. Wir zogen erst mal kurze Sachen an :-)

Der Pfad ging erst mal unter dem Lift entlang, moderat steil, querte dann eine Forststraße und wurde dann richtig ordentlich steil. Wir stiegen mehr oder weniger geradeaus den steilen Wald hinauf. Für Irritationen sorgte ein Schild relativ am Anfang des Waldes, auf dem stand ‘Vorsicht! Sprengarbeiten! Lebensgefahr!’. Es waren aber keine Termine eingetragen und der Weg war markiert und Samstag war auch (am Wochenende wird ja wohl nicht gesprengt werden) und so stiegen wir weiter.

Nach dem steilen Wald stiegen wir eine noch steilere Wiese mit jungen Bäumen und Lawinenabweisern aus Holz davor hinauf (zwischendrin eine kurze Flachstelle), stiegen dann nochmal steiler wieder im Wald am Rand der Felsabbrüche zum Höhenbachtal auf und schlängelten uns dann nahezu senkrecht über eine steile Wiese durch rostbraune Lawinensperren zum schmalen Rücken hinauf. Voll anstrengend!

Oben war dann Wind und die Sonne leider verschwunden. Wir stellten wieder auf jahreszeitlich angemessene Kleidung um und wappneten uns gegen den Wind, der weiter oben sicherlich noch stärker werden würde. Der Rücken blieb erst mal steil und relativ schmal, wurde dann aber breit und grasig mit gelegentlichen Felsburgen, über die wir drüber mussten.

Den Gipfel sahen wir schon relativ bald, aber es dauerte gefühlt sehr lang, bis wir das Kar unter dem Gipfel mit dem letzten Anstieg erreichten. Der Wind blies uns gelegentlich ordentlich durch, meistens waren wir aber halbwegs im Windschatten. Am Gipfel blies es dann deutlich weniger, als wir befürchtet hatten, aber gemütlich war es natürlich trotzdem nicht. Dafür war aber die Aussicht großartig!

Im Abstieg trafen wir die einzige andere Bergsteigerin des Tages, die genauso erstaunt war wie wir, überhaupt auf jemand anderen zu treffen ;-) Die Dame war sehr gesprächig, deswegen brauchten wir eine Weile, bis wir den Abstieg fortsetzen konnten.

Der Abstieg über die weiten Wiesenflächen ging schnell. Wir versuchten in einer halbwegs windgeschützten Mulde nochmal Pause zu machen, aber das war leider nicht sehr angenehm, denn inzwischen war die Sonne komplett verschwunden und der Wind hatte gefühlt nochmal zugelegt. Als wir in den Steilabstieg kamen, ließ der Wind schlagartig nach.

Der Abstieg war zwar anstrengend, war aber insgesamt deutlich weniger schwierig als befürchtet :-) Im Flachstück in der Mitte brauchte ich eine kurze Pause, dann stiegen wir weiter zur Straße ab und gingen zur Hängebrücke zurück. Denn da wollten wir auch noch drüber, schließlich radeln wir da sonst drunter durch. Gerade als wir dort ankamen, fing es an zu nieseln.

Der Regen war (noch?) nicht stark, wir packten aber vorsichtshalber doch Regenklamotten aus. Der Weg über die Hängebrücke war unspektakulär, auch wenn man durch den Gitterboden direkt bis auf den Talboden schauen kann. An meinen ‘Seemannsbeinen’ muss ich aber noch arbeiten, ich stolperte da ganz schön rum, weil die Brücke natürlich schwankte.

Im Abstieg auf der anderen Seite gab es dann noch ein kleines Hindernis, weil ein paar Bäume quer über den Weg lagen. Für jemanden, der eben den steilen Muttekopf runter gekommen war, ein Kinderspiel ;-) Der Regen war nett zu uns und wurde bis zum Auto selten schlimmer als leichter Niesel.


Start in Holzgau, Anstieg zum Ziel im Hintergrund


Es ist frisch


Die Hängebrücke über dem Höhenbachtal


Anstieg unterm Lift in der Sonne


Blödes Schild!


Im Wald wird es steil


Bäumchen mit Lawinenschutz


Stailanstieg durch Lawinenverbauungen


Oben geht die Sonne weg und es wird windig


Es ist immer noch steil


Weite Matten im oberen Teil, unser Ziel ist rechts der Mitte


Schmale Felsquerung mit viel Wind


Windiger Gipfelanstieg


Mit Aussicht am Gipfelkreuz


Aussicht am höchsten Punkt


Mehr Aussicht


Abstieg vorm schmalen Übergang


Grasabstieg über die weiten Matten


Es wird steil ...


... und noch steiler


Auf der Hängebrücke

Von engel am 13.11.2021 14:10 • outdoorberg
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