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Kettentest

Donnerstag, Dezember 03, 2020

Am Vormittag beschäftigte ich mich zuerst mit den Job-Mails (nix Neues) und ein paar Recruiter-Anfragen (das wird gefühlt im Moment mehr, vielleicht lebt der Jobmarkt auf?) und lernte noch ein bisserl. Draußen war es erst bedeckt, dann wurde es heller und gegen Mittag war sogar Sonne zu sehen. Und es lag Schnee im Garten, ganze 2 Zentimeter!

Ich stieg auf den Fernsehturmhügel und ging oben eine kleine Runde. Das war sehr nett, ziemlich winterlich und ganz schön kühl. Der Test der anderen Schuhketten, an denen unten auch kleine Zacken sind, schlug allerdings fehl. Es hatte kaum blankes Eis, dafür stollte aber der teils feuchte Schnee unter den Schuhen. Die Ketten wären am Horn vermutlich besser gewesen, waren hier aber nur nervig. Ich hatte danach ordentlich kalte Füße.

Zum Mittagessen gab es einen winzigen Kürbis, den ich schon seit mindestens 2 Wochen im Keller lagerte. Der hatte Zeit, denn er war schon relativ weich. Aber er roch ganz normal und schmeckte prima :-)

Am Grünten hat es nun einen neuen Holzpenis. Ich finde dieses Hin-und-Her und dass man angeblich nicht weiß, wer den aufgestellt hat und warum der andere verschwand (was ja auch komisch ist, das Zeug wiegt Tonnen) ausnehmend unterhaltsam. Schaumermal, vielleicht gehe ich nächste Woche mal von der anderen Seite auf den Grünten ...

Von engel am 03.12.2020 23:00 • outdoorberg

Schnee!

Mittwoch, Dezember 02, 2020

In der Früh war es draußen wieder leicht überzuckert, aber so richtig Schnee war das schon wieder nicht. Nach Kaffee, Frühstück, Mails und Internet lesen, überlegte ich, dass ich heute wirklich mal wieder was tun müsse, aber die Aussicht auf den Fernsehturmhügel bei Nebel und kaum Schnee begeisterte mich wenig (daheim vorm Fernseher rumturnen auch nicht).

Und dann kam ich auf die Idee, einfach weiter oben im Schnee rumzustapfen. In einem Skigebiet zum Beispiel. Nach kurzem Check der Webcams (wenig Schnee) packte ich meinen Kram und fuhr den Riedbergpass hinauf. Mit leicht schlechtem Gewissen, weil das ganz schön viel Fahrt für ganz schön wenig Berg ist. Aber egal, Schnee!

Es war dann neblig, leicht windig, kühl und teilweise war Glatteis unterm Schnee. Ich hatte 2 Vorgänger, die die Eisplatten sehr zuverlässig schon fast alle gefunden hatten, aber ich rutschte trotzdem immer wieder mal. Trotz der Schuhketten, die halt doch keine Steigeisen sind. Ich war deswegen recht langsam, weil ich halt wirklich wirklich nicht auf dem operierten Bein ausrutschen will. Passierte natürlich trotzdem, war aber nie schlimm.

Am Ende hatte ich Bewegung und Schnee und war zufrieden :-) Und ich war kalt und feucht, weil ich am Ende ein paar Mal unter Schneekanonen durchlaufen musste. Na, das passte schon!

Daheim gab es Reste zum späten Mittagessen, dann stellte ich die SAN-Site auf die aller-aktuellste PHP-Version um und kündigte endlich den Extended Support für die Uralt-Version. Danach lernte ich noch ein bisserl, bis der beste Allgäuer kam.

Anderswo: Das ist mal Schnee :-) Und nein, soviel Schnee will auch ich nicht.


Wenig Schnee ...


... aber es sieht immerhin schön winterlich aus.


Gipfelkreuz


Solche Stellen fanden meine Vorgänger, damit ich sie nicht finden musste :-)

Von engel am 02.12.2020 23:00 • diary

Samstag, 28.11.2020: Matsch und Sonne

Mittwoch, Dezember 02, 2020

Es sollte der letzte Sonnentag für eine ganze Weile werden, deswegen überlegten wir lang, welche Südseite wir nehmen sollten. Vorzugsweise in Österreich, weil man da ab Dienstag eh nicht mehr hingehen können würde.

Kurzer Einschub für später:
Weil man verhindern will, dass Deutsche zum Pisten-Skifahren nach Österreich fahren, hat man die schöne 24-Sunden-Regelung für den Grenzübertritt gekippt und explizit sportliche Aktivitäten zu Quarantäne-pflichtigem Vergnügen erklärt und damit die Grenze faktisch geschlossen. Zwar werden nach wie vor Wandern, Skitouren und Ähnliches als tolle Individual-Sportarten gelobt, die man trotz der verschärften Corona-Maßnahmen machen darf, aber man kann das nun nicht mehr jenseits der Grenze tun, weil sich Österreich ziemlich sicher nicht dazu verdonnern lassen wird, kein Skigebiet aufzumachen. Die Leute werden sich deswegen spätestens mit dem ersten Schnee wie im Frühjahr vor der Grenze stapeln. Deswegen: einmal nochmal rüber!

Wir stellten den Kangoo in Rauth ab und er war da ganz kurz das einzige Auto. Aber wir waren nicht allzu früh dran, schließlich kommt das bisserl Wärme, das die Sonne Ende November bringen kann, eher später als früher.

Bis zum Hüttle waren wir die Ersten, auch wenn wir die (wenigen) Leute hinter uns schon hören konnten. Wir hatten festgetretenes Eis im Wald unten befürchtet und Ketten dabei, aber das war alles schon weg. Auch im Aufstieg über den Rücken war es in der Sonne fast trocken. Entlang der Bäume war dann aber im Schatten durchaus Schnee und Eis, aber das war alles mit ein paar Schritten abseits des Wegs gut zu gehen.

‘Lustig’ wurde es dann auf dem Sommerweg von den Hütten zum Joch. Wo die Sonne hinschien war es weich und matschig, neben dem Weg war altes trockenes Gras und in den Schattenstellen war Eis. Also bildeten sich bald unter und in den Stollen der Stiefel dicke Matsch-Gras-Pakete und wo Eis war, rutschte man damit ganz wunderbar völlig ohne Halt in der Gegend herum. Ich bekam davon ernsthaft schlechte Laune und musste mir die im Sattel erst mal von der Seele schimpfen. Dann ging es wieder.

Ab dem Sattel war es windig und entsprechend kühl. Wir gingen bis zum Gipfel (knapp 10 Leute) und stiegen dann direkt auf dem Gamsbocksteig wieder ab. In der ersten sonnigen, halbwegs windgeschützten Mulde machten wir dann Pause. Das war sehr bequem, aber doch leicht kühl, deswegen gingen wir bald weiter.

Nach dem steilen felsigen Gratstück quert der Steig ein gutes Stück in die Flanke rein und da bogen wir ab, um weglos zu den Hütten zurückzugehen. Da muss man ziemlich viel schräg gehen und das stresste das Knie nach einer Weile ziemlich. Die lange Sonnenpause in einer bequemen Mulde war sehr willkommen. Da war es prima und wir blieben so lang, bis die Sonne wegen dünner Schleierwolken nachließ und es leicht kühl wurde.

Der Abstieg danach ging noch relativ gut, aber das Knie hatte da schon genug und mochte das alles nicht mehr sehr (abends humpelte ich erbärmlich). Dass es oben im Schatten glatt war, half da auch nicht wirklich.

Egal, das war eine sehr schöne ‘Saisonabschlusstour’ mit so viel Sonne wie nur irgendwie möglich und wenn schon nicht einsam (Touren, wo man einsam ist, schaffe ich hoffentlich nächstes Jahr wieder!), dann doch zumindest nicht voll :-)


Start in Sonne


Weiter oben sind schon T-Shirt-Temperaturen


Aufstieg zum Gipfel mit kalten Wind


Oben :-)


Abstieg über den Gamssteig


Weglos zum Sonnenplätzchen


Abstieg weglos, weil der Pfad total eisig ist


Zurück in Rauth

Von engel am 02.12.2020 12:00 • outdoorberg

Nix Schnee :-(

Dienstag, Dezember 01, 2020

Eigentlich hätte es über Nacht ja schon schneien sollen, aber leider war es in der Früh kein Stück weiß. Es fing erst in der Früh an zu schneien und das schmolz dann nahezu genauso schnell weg, wie die Mini-Flöckchen runter kamen. Mein vager Plan, in frischem Schnee auf den Fernsehturmhügel zu gehen und schon mal Winter-Feeling zu bekommen, vermatschte im Lauf des Tages und ich ging gar nicht raus.

Den Vormittag startete ich mit dem üblichen Mails- und News-Lesen. Ich fiel gleich relativ am Anfang über das neueste Experiment von Jenke von Willmsdorf, wo er sowas Abgefahrenes macht, dass ich mir das anschauen musste: Schönheit. Ich habe ja schon ein paar seiner Selbstversuche gesehen, aber das schlägt schon so ziemlich alles. Es war gruselig, aufregend, spannend, bescheuert.

Danach machte ich mit dem unterhaltsamen Lektor weiter und blieb den Tag über bei ihm hängen. Die Lektionen gingen über alles Mögliche, von Selbst-Management über Führung zu Präsentation und alles war sehr unterhaltsam. Ich habe bestimmt überall irgendwas gelernt :-)

Zwischendrin - ich muss ja jede Stunde aufstehen und irgendwas tun - machte ich Haushaltszeug und ein bisserl Aufräum-Zeug und hätte beinahe sogar die Flickwäsche angefangen. Dann hatte ich aber doch keine Lust und stellte die Nähmaschine wieder weg. Bis wir das Sommerzeug von dem Stapel wieder brauchen, habe ich noch etwas Zeit.

Meinen Plan, den Holzpenis vom Grünten mal zu besuchen, muss ich wohl begraben: Er existiert nicht mehr. Schade.

Von engel am 01.12.2020 23:00 • diary

Noch immer Netzprobleme

Montag, November 30, 2020

Am Vormittag rief ich bei Vodafone an und beschwerte mich nochmal bitterlich über das Netz, das nach wie vor jeden Abend zusammenbricht. Eigentlich hatte man (also einer der Telefonsupporter) und ja eine Lösung bis zum 27.11. versprochen, der Herr, den ich diesmal dran hatte, wusste aber von nichts und konnte auch bei gründlichem Suchen (ich nehme mal an, dass er das tatsächlich tat und mich nicht nur in der Leitung hängen ließ) keine eindeutige Ursache finden und somit auch kein Lösungsdatum sagen. Aber ja, die ganze Gegend hat diese Netzprobleme. Unser Ticket ist noch offen.

Das ist zwar reichlich nervig, aber weil es ja tagsüber Netz hat, ist es noch irgendwie aushaltbar. Wenn sich allerdings in absehbarer Zeit keine Lösung abzeichnet, dann ist das trotzdem nicht tragbar. Ich suchte nun doch mal nach Alternativen und siehe da, inzwischen gibt es auch hier draußen wieder Alternativen. Lang gab es ja nur dieses eine Kupferkabel am Ende dieser elendslangen Leitung, über die dann immer weniger Daten kamen, je mehr junge Leute in die Gegend zogen. Da gab es dann keine andere Möglichkeit als Netz über Kabel. Aber inzwischen scheint irgendwer tatsächlich Kabel verlegt zu haben und es gibt andere Anbieter. Ich fing also mit Vergleichen an.

Dann beschäftigte ich mich noch mal intensiver mit den Stellenanzeigen, die ich mir über die letzte Woche und Sonntag zur genaueren Betrachtung aufgehoben hatte. Danach waren noch 3 potenzielle Jobs übrig. Für den interessantesten Job setzte ich dann eine Bewerbung auf (ich staune immer noch, wie lang das dann doch dauert), bei den beiden anderen fing ich an und hörte dann wieder auf. Passte irgendwie doch nicht richtig. Ich muss jetzt echt mal mit dem Aktivitäten-Dings starten :/ Die fertige Bewerbung ließ ich dann erst mal liegen. Sowas muss reifen und man muss später nochmal drüber schauen.

Meine Zugänge zu den Lernplattformen funktionieren noch :-) Man wird da periodisch rausgeworfen und muss sich neu anmelden, das ist jedes Mal spannend. Ich machte mit dem QT-Kurs weiter, blieb aber relativ bald hängen, weil bei der aktuellen Version der Entwicklungsumgebung einiges sehr anders zu sein scheint als bei der Version, die der Vortragende hat. Das Problem ließ sich erst nach langem Suchen lösen.

Ich tröste mich damit, dass das bestimmt lehrreich ist, aber eigentlich ist das total nervig. Ich würde lieber was lernen als Umgebungsprobleme lösen. Ich ließ QT erst mal liegen und hörte auf der anderen Plattform einem sehr lustigen Motivationstrainer zu. Ob das jetzt so super-nützlich ist, weiß ich nicht, aber es war ausnehmend unterhaltsam ;-)

Von engel am 30.11.2020 23:00 • diary

Letzte Therapie

Sonntag, November 29, 2020

Am Freitag hatte ich gleich in der Früh den letzten Therapie-Termin. Ich nahm das Auto, weil ich gleich im Anschluss den Wochenendeinkauf erledigen wollte und kam, weil der Nebel gar so hartnäckig auf der Autoscheibe festgefroren war, fast noch in Termin-Probleme. Aber nur fast.

Der S. machte nochmal ‘Knie-TÜV’ (seine Bezeichnung) und massierte überall da rum, wo es besonders weh tat. Die Stellen fand er ohne Hinweis meinerseits zielgenau von selber. Ich hatte eigentlich gedacht, dem Knie ginge es prima ;-) Ich soll halt weiterhin den hinteren Oberschenkelmuskel trainieren und wieder kommen, wenn irgendwas schlechter wird. Ehklar.

Nach dem Einkaufen war dann noch der 2-jährliche Mammografie-Termin. Ich radelte zum Krankenhaus und nahm danach einen längeren Rückweg, um ‘außenrum’ in Landschaft zurückfahren zu können. Danach war mir kalt :/ Den Nachmittag verbrachten wir mit Putzen. Der beste Allgäuer nahm die Fenster, denn das kann nur er ;-)

Samstag gingen wir vor allem Sonne suchen. Im Ausland, weil man wegen dem bescheuerten europäischen Skifahrverbot da demnächst ja nicht mehr hin kann. Naja, man kann schon, muss dann aber in Quarantäne und das ist faktisch ja eine Grenzschließung, auch wenn es nicht so genannt wird.

Das nervt mich das erste Mal wirklich an den Corona-Maßnahmen (der Rest ist ein bisserl lästig, aber wenigstens verständlich und für mich gut aushaltbar), dass man jetzt dann wieder nicht mehr überall hin kann. Ich will ja nicht weit weg, bloß ins Tannheimer Tal, ins Kleine Walsertal und vielleicht ins Lechtal. Luftlinie ist das nix, aber es liegt eine willkürlich gezogene Linie dazwischen und das ist echt Sch…

Der Tag war nett, auch wenn ich zwischendrin wegen Matsch und altem Gras und deswegen superfetten Gras-Matsch-Stollen unter den Stiefeln und entsprechend Null Halt kurz wirklich, wirklich schlechte Laune hatte. Passiert selten und ist meistens schnell vorbei. Im Abstieg gab es viiiiiiel Sonne und das war toll :-)

Der Sonntag war dafür durch und durch faul, was mir sehr gut gefiel. Nixtun (naja, Mails Nachlesen, das dauerte bis Mittag), auf dem Sofa liegen, Skifahren der letzten Wochenenden nachgucken und gut essen. Kann man aushalten.

Von engel am 29.11.2020 23:00 • diary

Sonntag, 22.11.2020: Sonnenspaziergang

Freitag, November 27, 2020

Die Grat-Überschreitung vom Samstag hatte doch irgendwie mehr reingehauen, als ich erwartet hatte und so hatte ich beim Frühstück keine wirkliche Lust auf die geplante Tour und ich schlug den Illertalhügel mit viel Sonne als Alternative vor. Dem Allgäuer war das auch Recht und so trödelten wir erst noch eine Weile daheim rum, bis es wärmer geworden war.

Wir parkten in Weiher und gingen von dort bald sonnenlos (was aber natürlich vorher schon klar war) zum Falkenstein, wobei wir den Gipfel gleich ausließen, es war nämlich allerhand los. Nach gemütlichem Einlaufen in der Sonne waren wir immer schneller geworden und als wir oben waren, war das fast schon Rekordzeit. Also für mich auf jeden Fall. Und das morgens noch motzige Knie hatte das klaglos mitgemacht :-)

Wir gingen direkt zum Sonnenplätzchen am Grat, wo es zwar ausnehmend gemütlich war, aber keineswegs ruhig, denn es kamen allenaselang Leute vorbei (total niedlich: 4 ältere Osteuropäer, die sich erst angeregt in ihrer Sprache unterhielten und beim Näherkommen laut flüsterten: ‘Jetzt leise, Leute schlafen!’). Als sich dann ein paar Schleier vor die Sonne schoben, gingen wir weiter.

Ich schaffte den gesamten Abstieg problemlos ohne Stöcke. Der Illertalhügel ist ja mein ohne-Stöcke-Trainingsberg (weil es halt nicht viel und selten wirkich steil ist und man überall gut gehen kann) und ich beobachte da immer sehr genau, wie sich das Knie wo anfühlt und das war alles echt super :-) Trotz der stressigen Grattour vom Samstag!


Start bei Weiher


Unten noch in der Sonne


Bankbesetzer ;-)


Am Grat vor dem Sonnenplätzchen


Abstieg

Von engel am 27.11.2020 14:16 • outdoorberg

Begegnung

Donnerstag, November 26, 2020

Ich begann den Tag gemütlich, packte gegen 10 meinen Kram fürn Berg und fuhr nach Burgberg. Nachdem mir der Einstein am Tag vorher doch recht schwer gefallen war, parkte ich an der Alpe Weiherle, auch wenn man da zahlen muss. Ich war bass erstaunt, dass die Parkgebühren da nach wie vor moderate 2,50€ kosten. Der zweite Vorteil beim Start dort ist, dass man direkt in der Sonne loslaufen kann :-)

Ich stieg den Winterweg hoch und bog dann gleich zum Hörnle ab. Es war zwar einiges los, aber voll war es nicht. Im Abstieg kam mir dann ein Mann entgegen, der bekannt aussah und ich brauchte auch nur kurz, um mich zu erinnern. Der, äääh, Dings, der Dings, mit dem ich in Irland war. Ich kam nicht auf den Namen, stoppte ihn aber trotzdem (eigentlich gegen meine Gewohnheit, ich bin ja nicht so die Soziale). Er hätte mich gar nicht erkannt, aber wir hatten dann doch ein kurzes nettes Gespräch. Und kaum war ich weiter gegangen, fiel es mir dann auch ein: der N. war das gewesen. Meine Güte, das mit dem Gedächtnis, das war echt schon besser!

Ich stieg zum Hörnle auf und ging dann gleich weiter, weil es da oben relativ voll war. Den Abstecher zum ‘Grünen Band’ (meine Bezeichnung, nichts Offizielles), wo ich mal runter schauen wollte, ob man da tatsächlich aufsteigen könnte, ließ ich lieber bleiben, denn da lag Schnee auf steilem abschüssigen Gras. Schade, da will ich echt mal hoch, wenn das geht.

Ich machte kurz Pause in der Sonne an den Wegabzweigungen und ging dann weiter über den Seichenberg. Danach hatte ich mir ja die erste Option zur Abkürzung eingeräumt, aber es lief gut und ich ging weiter zum Fernsehturm. Den Weg zum Jägerdenkmal schenkte ich mir aber. Vor dem BR-Haus setzte ich mich in die Sonne.

Für den Abstieg hatte ich mir die sonnige Südost-Seite ausgesucht, weil der Abstieg über den Normalweg viel im Schatten verläuft und gern mal eisig ist. Vielleicht wäre der Normal-Abstieg tatsächlich eisiger gewesen, aber von der erhofften Sonne sah ich nicht viel und eisig war es da auch. Oben ist Wald und der Rest wird von einem der Ausläufer der Stuhlwand weitgehend beschattet :/

Trotzdem war das ganz nett und ich war sehr zufrieden mit dem Knie :-)

Insgesamt habe ich aber so langsam ein schlechtes Gewissen, weil ich wegen des schönen Wetters zu wenig lerne oder programmiere. Dabei bin durchforste ich brav jeden Tag alle Stellenanzeigen und tue damit alles, was ich soll und muss. Mein Hirn ist ein Depp!


Das erste Ziel


Das zweite Ziel


Talblick


Rückblick

Von engel am 26.11.2020 23:00 • outdoorberg

Samstag, 21.11.2020: Schneetour

Donnerstag, November 26, 2020

Bei der freitäglichen Diskussion über ‘Wohin am Wochenende’ warf der beste Allgäuer Vorarlberg in den Ring. Da waren wir schon ewig nicht mehr (weil die Touren dort schlecht mit dem Bike verkürzbar sind). Eine passende Tour war schnell gefunden und die Webcams zeigten auch, dass das mit dem Schnee so wild nicht sein konnte. Trotzdem planten wir natürlich Schneestapfen mit ein.

Die Fahrt nach Baad war erfreulich ereignislos und der Parkplatz war fast leer. Dass man da jetzt 8€ legen muss, hatte ich vorher schon recherchiert. Typisch für da hinten war es erst mal eisig kalt. Sonne hat es so früh im Tal natürlich auch nicht. Wir gingen bibbernd mit kalten Fingern und Füßen los. Ich hatte die Einlagsohlen für die Stiefel vergessen, das machte die Füße auch nicht wärmer.

Bis auf die Füße wurde uns bald warm, zumal man auf dem Weg ins Tal hinter tatsächlich für eine Weile in die Sonne kommt. Der Schnee war super: kalt, locker, pulvrig, fein. Perfekt für Skitouren, wenn man mal von der fehlenden Unterlage absieht ;-)

An der Starzelalpe machten wir eine Teepause und durften dann bis ins Joch hoch spuren. Mit so wenig Schneeauflage ist das allerdings ein zweifelhaftes Vergnügen, weil man nicht gut sieht, wo Matsch ist und wo man durchbricht. Am Grat über die Köpfe hatte es dann schon Spuren, die allerdings kurz vor der Ochsenhofer Scharte aufhörten. Ab da war wieder schöner unberührter Pulverschnee.

Nach einer Pause an der Scharte machten wir uns an den zweiten Teil der Überschreitung. Ziemlich am Anfang kamen uns 4 Leute entgegen und damit war wieder Schluß mit Spuren. Der vordere Teil des Grates ist ein bisserl anspruchsvoller (und entsprechend interessanter) und das stresste mein Knie mit den hohen Stufen rauf wie runter ein wenig. Ein paar der tieferen Einschnitte nahm ich dann auch einfach mit dem Hintern (also: hinsetzen, dann weiter absteigen), weil ich mir den Balance-Akt auf spitzen Felsen mit tiefen Stufen nicht zutraute. Man muss sich halt zu helfen wissen ;-)

Als wir vorn bei den Liften ankamen, war ich dann aber wieder bereit für eine Pause, auch wenn das im Schnee natürlich nicht so gemütlich ist wie im Gras. Der Abstieg zurück nach Baad war oben noch sonnig und angenehm, unten aber leider komplett im Schatten. Brrrr!

Das Knie motzte nach der Häfte des Abstiegs über die harten Stiefel und ich kam relativ humpelnd am Auto an. Insgesamt hatte es die Schwierigkeiten aber echt gut mitgenommen und überhaupt war das eine großartige Überschreitung :-)


Frostiger Start


Auf dem Sommerweg


Sonne vor der Starzelalpe


Am Grat


Pause


Abstieg über hohe Stufen


Noch ganz schön viel Grat vor uns


Einer der letzten Anstiege


Schon lang nicht mehr gesehen :-)


Abstieg (noch mit Sonne)


Die letzten Meter

Von engel am 26.11.2020 20:15 • outdoorberg

Sonnig und warm

Mittwoch, November 25, 2020

Ich begann den Tag damit, in der Früh als Allererstes den Tiefkühlschrank abzutauen. Das war höchste Zeit, aber weil wir den nicht leeren können, braucht man dazu ordentlich Minustemperaturen, um das Gefriergut zwischenlagern zu können. -5 Grad ist noch nicht ideal, aber wenn man schnell ist, reicht das auch. Ich setzte mich also mit Föhn vor den ausgeschalteten Gefrierschrank und friemelte da erst mal Eis raus. Selbstverständlich litten die Fingerknöchel, weil ich zu ungeduldig war.

Dann erst gab es Kaffee und Frühstück. Wegen der ungeplanten Aktion verschoben sich die restlichen Aktivitäten des Tages ein wenig und ich kam mit einer halben Stunde Verspätung bei den besten Eltern an, um da ausgelesene GEOs und Technology Reviews abzuliefern. Dann fuhr ich in die Berge.

Relativ spät anfangen hat auch Vorteile. Das Auto zeigte zwar nur 2 Grad an, aber beim Ausladen (diesmal direkt in Berg, ich weiß jetzt auch, wo man zahlen soll) war es in der Sonne angenehm warm. Ich ging gleich im T-Shirt los :-) Die Parkgebühren im Tannheimer Tal sind übrigens noch moderat und völlig normal.

Der Tag war nicht meiner. Das Knie motzte etwas, der Knöchel am anderen Bein jammerte und ich war total schlapp. Aber es war so schön und warm, dass ich trotz verschiedener Abbruch-Überlegungen (Bis <dort> noch, dann höre ich auf.) doch bis zum Gipfel stieg. Dort war es nur moderat voll und ich hätte da sicherlich auch noch ein Plätzchen gefunden, aber ich stieg gleich wieder zu dem Nebengipfel ab, wo wir letztens schon Pause gemacht hatten.

Da war ich schön allein und die Gespräche vom Gipfel kamen gedämpft rüber. Anscheinend kannten sich die meisten: ‘Hast Du die Ski schon vorbereitet?’ ‘Klar, die stehen gewaxt vorm Keller.’ ‘Ich hab Neue, weils mir letztes Jahr die Stahlkante rausgefetzt hat.’—- Es wird voll werden im Winter :/

Der Abstieg ging dann trotz des motzigen Knies erstaunlich gut :-)

Ich war den ganzen Tag im T-Shirt unterwegs gewesen und hatte kein bisschen gefroren. Daheim war mir dann aber trotzdem kalt und ich lag in einer Decke eingemummelt auf dem Sofa, als der beste Allgäuer heimkam ;-)


Start in Berg


Tiefblick ins winterliche Tal


Gipfelbild


Talblick

Von engel am 25.11.2020 23:00 • outdoorberg
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