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39/25 Zwetschgen, Pilze, Igel

Sonntag, September 28, 2025

Der eigentliche Urlaub startete (wie angesagt) mit Regen. Ich nutzte den Montag dazu, einen guten Teil der nicht ganz so schönen Zwetschgen (keine für Kuchen geeigneten Hälften) zu Mus zu verarbeiten. Diesmal mit Natron, um die Säure etwas zu mildern, weil der beste Allgäuer Probleme mit zu viel Säure hat. Das Mus ist tatsächlich etwas weniger sauer, dafür haben sich Geschmack und Farbe ein wenig verändert. Nicht schlechter, nur anders.

Für den immer noch verregneten Dienstag luden wir SV+LG zum Abendessen ein. Eigene Tomaten, Steinpilze, Vanillepudding mit Röster, um mal alles aufzufahren, was es sonst nirgends gibt. Wir versuchten, nochmal Pilze zu finden, aber das klappte nur bedingt, wir mussten mit einer Portion aus dem Tiefkühler aufstocken. Das Essen war super, alle waren begeistert.

Auch am Mittwoch regnete es und ich nutzte den Tag, um mal wieder scharfe Thai-Soße zu machen. Wie üblich war das anstrengend, weil das Capsaicin beim Aufkochen und vor-sich-hin-Brodeln auch in die Luft gerät und man in der Nähe des Herdes gern mal lustige Hustenanfälle bekommt. Abschmecken war eine Herausforderung, aber die Soße wurde echt gut :-)

Am Nachmittag fingen wir an, den großen Keller aufzuräumen und verfrachten dafür erst mal den alten großen Tiefkühler aus dem Keller. Den hatten wir von der Vorbesitzerin übernommen und als wir ihn das erste Mal gesehen hatten, hatte er funktioniert. Aber irgendwo auf dem Weg zwischen Hausbesichtigung und Umzug (wo der TK auch in einen anderen Raum gewandert war), war die Tür kaputtgegangen und schloss nicht mehr.

Den TK aus dem Keller in den Kangoo zu schaffen, war gar nicht so einfach. Das Ding war nicht superschwer, aber schon schwer und zudem unhandlich. Klappte aber fast alles gut, nur auf dem Weg am Gartenhaus vorbei rutschte er kurz mal vom Schubkarren und schlug eine Delle ins Gartenhaus :-(

Donnerstag hatten wir Besuch von einem jungen Igel :-)

Freitag sausten wir über den Rottachberg (keine Pilze) und bekamen sogar ein schönes und unerwartetes Sonnenband in der Wiese geschenkt. Abends gab es den ersten Zwiebelkuchen der Saison, und wie erwartet wurde er gut :-)

Samstag buk ich einen Zwetschgenkuchen aus tiefgefrorenen Hälften und wir luden die besten Eltern zum Kaffee ein. C. hätte auch kommen können, reagierte aber zu spät auf die Einladung. Der Kuchen kam, wenig verwunderlich, ausgesprochen gut an.

Das etwas bessere (wenn auch reichlich kühle) Wetter am Sonntag nutzten wir für den Aggenstein, wo gar nicht so viel los war, wie ich befürchtet hatte.

Von engel am 28.09.2025 23:00 • diary

Samstag, 20.09.2025: Ungeplantes Kraxeln

Samstag, September 27, 2025

Nach der anstrengenden Lechtal-Tour hatten wir uns für den schönen Samstag eine etwas gemäßigtere Tour rausgesucht, um die armen Beine nicht allzu arg zu überfordern. Dazu wollten wir ins Kleine Walsertal, aber kurz vor Sonthofen zeigte das Navi Stau und es fiel uns ein, dass ja überall Viehscheid war und entsprechend viel los und auch gesperrt war.

Nach kurzer Diskussion waren wir uns über die Alternative einig und bogen nach Hinterstein ab, um an der Brücke zu parken. Es sollten die Hohen Gänge werden, auch wenn ich dafür nicht unbedingt die neuen Schuhe genommen hätte. Naja, würde schon passen.

Wir radelten bis zur Abzweigung des Quad-Tracks zum Häbelesgund und gingen von dort zu Fuß weiter. Inzwischen ist der Quad-Track einigermaßen eingewachsen und deswegen nicht mehr ganz so blöd zu gehen. Langweilig ist er nach wie vor (rauf wie runter natürlich) :/

Kurz vorm Häbelesgrund kam die erste Sonne und alles sah wunderbar herbstlich und bunt und schön aus. Ab da war alles gut :-) An Getränkehütte machten wir Pause, und weil wir ja eigentlich mit einer viel kürzeren Tour und einer Hütte am Ende geplant hatten, tranken wir da gleich mal etwas. Es würde warm werden.

Nach der Pause ging es weiter zur Rotspitze. Auf der Hälfte des Anstiegs zum Sattel merkte ich meine rechte Ferse (tja, neue Schuhe halt :/) und verpflasterte die Ferse erst mal. Außerdem nahm ich Stöcke, um die Ferse entlasten zu können. So kamen wir gut bis zur Rotspitze, aber es war schon arg anstrengend (keine Übung mehr :-().

Nach der Pause wäre ich dann eigentlich gern direkt wieder runtergegangen, ließ mich dann aber doch überzeugen, über die Hohen Gänge zu gehen: nun waren wir ja schon mal fast da.

Bei der Heubatspitze ist man relativ schnell (aber der kurze Gegenanstieg war echt heiß und anstrengend) und danach beginnt der nette Teil: Kraxeln über die Hohen Gänge. Es waren ein paar Leute in Gegenrichtung unterwegs, aber nicht allzu viele.  Der Grat war nett wie immer und auch wie immer hatten wir tolle Aussicht und viel Freude :-)

Allerdings war ich dann echt froh, als wir die Wegkreuzung zum Breitenbereg erreicht hatten. Das war alles deutlich mehr, deutlich wärmer und deutlich anstrengender gewesen, als wir geplant hatten. Die neuen Schuhe hatten sich super geschlagen. Ausgesprochen bequem, super Halt auf Fels, Geröll und Allem und vor allem: noch kein Füsse-weh. Und der Druck an der rechten Ferse war auch nur moderat.

Im Abstieg machten wir in der letzten Sonne im Häbelesgund Pause und stiegen dann den langen nervigen Quad-Track ab. Unten war ich dann sehr, sehr froh, die Bikes zu sehen ;-) Bis zum Auto war es dann einfach.

Schöner Tag, schöne Tour, schöner Grat und tolle neue Schuhe!

Nach der Pause wäre ich dann eigentlich gern direkt wieder runtergegangen, ließ mich dann aber doch überzeugen, über die Hohen Gänge zu gehen: nun waren wir ja schon mal fast da.

Bei der Heubatspitze ist man relativ schnell (aber der kurze Gegenanstieg war echt heiß und anstrengend) und danach beginnt der nette Teil: Kraxeln über die Hohen Gänge. Es waren ein paar Leute in Gegenrichtung unterwegs, aber nicht allzu viele.  Der Grat war nett wie immer und auch wie immer hatten wir tolle Aussicht und viel Freude :-)

Allerdings war ich dann echt froh, als wir die Wegkreuzung zum Breitenberg erreicht hatten. Das war alles deutlich mehr, deutlich wärmer und deutlich anstrengender gewesen, als wir geplant hatten. Die neuen Schuhe hatten sich aber super geschlagen. Ausgesprochen bequem, super Halt auf Fels, Geröll und Allem und vor allem: noch kein Füße-Weh. Und der Druck an der rechten Ferse war auch nur moderat.

Im Abstieg machten wir in der letzten Sonne im Häbelesgund Pause und stiegen dann den langen, nervigen Quad-Track ab. Unten war ich dann sehr, sehr froh, die Bikes zu sehen ;-) Bis zum Auto war es dann einfach.

Schöner Tag, schöne Tour, schöner Grat und tolle neue Schuhe!


Radeln isn Retterschwanger Tal


Das erste Ziel im Blick


Im Schatten auf dem Quad-Track


Sonne und Herbstfeeling


Im Anstieg zur Rotspitze


Auf dem Sattel vor der Rotspitze


Kurz vorm Gipfel


Rotspitze


Abstieg zu den Hohen Gängen


In den Hohen Gängen


In den Hohen Gängen


Hohe Gänge mit Rückblick zur Heubatspitze


Abstieg


Abfahrt

Von engel am 27.09.2025 18:12 • outdoorbergmtb

Freitag, 19.09.2025: Einsamer Abbruch

Freitag, September 26, 2025

Der erste Tag des Herbsturlaubs war gar kein Urlaub, sondern spontan genommene Gleitzeit, weil das Wetter so großartig werden sollte (im eigentlichen Urlaub dann nicht mehr so sehr). Wir fuhren durch den Tunnel ins Lechtal und parkten in Bach vor der Brücke.

Es war noch recht frisch, als wir auf der Straße nach Madau im Schatten den ersten Anstieg hinaufradelten, aber mit der Anstrengung wurde es uns natürlich schnell warm. Die Teerstraße ist schmal, oft geflickt, und wenn man aus dem Wald rauskommt, eröffnet sich ein großartiges Panorama. Ab hier ging es dann erst mal eine Weile ohne Steigung ins Tal hinein.

Nachdem wir ‘unseren’ Berg weitgehend umrundet hatten, bog nach rechts eine Piste ab, der wir, nun wieder steigend, folgten. Die Piste war einigermaßen gut zu radeln, nur selten sehr steil, und bot immer wieder Erholungsstücke. Es dauert aber eine gute Weile, bis wir nochmal ein gutes Stück um den Berg herum ins offene Almgelände kamen.

Hier begrüßten uns viele Rinder, die sich alle hinter dem Gatter auf der Piste gesammelt hatten, weil es da schön flach war (was man vom restlichen Almgelände nicht unbedingt sagen kann). Wir wurschtelten uns langsam durch, dabei war Fladen-Kontakt aber nicht zu vermeiden. Naja, das würde bei der Abfahrt dann schon wieder abfallen ;-)

Hier überholten uns ein paar E-Biker, die aber geradeaus weiter ins Tal hineinradelten. Wir bogen nach rechts auf eine schmalere Piste ab, die uns weiter hinauf und zurück um den Berg führte. Inzwischen war das Radeln doch ganz schön anstrengend, weil die Piste jetzt natürlich auch schlechter war.

Nach der ersten Kehre nach einem sehr langen Schlag machten wir eine Pause. Und waren zwei kurze Kehren später an der Stelle, wo unser Pfad den Berg hinauf abzweigte. Wir hätten den Pfad beinahe übersehen, so schmal war er.

Nachdem wir die Radelklamotten gegen die Wanderausrüstung getauscht hatten (eine andere Hose im Wesentlichen), stiegen wir den Pfad in den steilen Wald hinauf. Nicht weit allerdings, denn ein Mordsverhau an altem Windbruch versperrte den Weg. Mithilfe des Navis und den Pfadfinderfähigkeiten des besten Allgäuers wurschtelten wir uns durch den Verhau und ein steiles Krautfeld hinauf und fanden den Pfad oberhalb wieder.

Aber auch diesmal verloren wir den Pfad bald wieder, weil sich im nächsten steilen Waldstück keine Spur gehalten hatte. Wir stiegen den Wald etwa entlang des Weges bis zum Ende des Walstücks hinauf, wo uns eine noch steilere Wiese mit felsigem Abschluss oberhalb erwartete.

Sollten wir hier keinen Pfad finden, würden wir umdrehen, denn so langsam war uns das alles viel zu steil und wild, und wir würden irgendwann ja auch wieder absteigen müssen. Wir fanden den Pfad aber tatsächlich wieder und hier war er tatsächlich auch ohne guten Willen als solcher zu erkennen (wenn auch nach wie vor schmal) :-)

Das Steiglein führte uns in Kehren durch vereinzelte Bäume am Felsabschluss vorbei und danach über eine weitere, natürlich steile, Wiese zu einem Felsriegel, durch den (erst kurz vorher erkennbar) ein ‘gesicherter Steig’ (alte, fast verrottete Balken, ein altes Kletterseil) führte. Der Steig war steil (was sonst) und gut zu gehen.

Auf der endlich mal etwas flacheren Wiese oberhalb schauten wir uns ein paar Mal um, um den Einstieg zum Felsriegel auch bestimmt wiederzufinden. Kurz drauf kamen wir an eine noch flachere Stelle mit wildem Abbruch auf der rechten Seite und es eröffnete sich ein großartiger Ausblick nach allen Seiten.

Wir machten kurz Pause und folgten dann weiter dem Pfad, der nun keine Kehren mehr machte, sondern einfach nur geradeaus nach oben führte. Das Gelände war nun wieder sehr steil und fiel, weil wir uns auf einer Art Geländerippe befanden, auch nach allen Seiten steil ab.

Der Anstieg war ausgesprochen anstrengend und deswegen schaute ich vermutlich zu spät aufs Navi: Der Weg hätte ein Stück unter uns nach rechts abbiegen sollen. Den super-steilen geradeaus-nach-oben-Weg, dem wir folgten, gab es auf der Karte gar nicht. Das war nun echt doof.

Der beste Allgäuer war dafür, einfach weiterzugehen, aber ich wollte wissen, wo wir die Abzweigung übersehen hatten. Unser aktueller Pfad war kaum mehr zu sehen und es war nicht absehbar, wo der hinführen würde. Ich bot an, alleine zurückzugehen und zu gucken, aber der Allgäuer kam doch mit. Was auch gut war, denn wir waren schon ein gutes Stück über die Abzweigung hinausgestiegen. Die war nämlich an dem kleinen Flachstück, wo wir Pause und Fotos gemacht hatten.

Dort zweigte ein Weglein nach rechts in eine supersteile, mit Büschen bewachsene Rinne ab und auf der anderen Seite der Rinne schien der Weg weiterzugehen. Die Rinne kann getrost als Abbruch bezeichnet werden, aber es hatte Wegspuren. Ich ging 10 Meter rein und drehte dann wieder um, denn nach den ersten ganz okayen Metern war dort eine bröselige, erdige Stelle, unter der die Büsche schon abgerutscht waren, und die man hätte einen Meter senkrecht hinauf (und später wieder hinunter!) steigen müssen. Oh, nein, das war nichts für mich!

Der beste Allgäuer, der schon die ganze Zeit gemeint hatte, da rechts habe es nur den Abbruch, ging ein Stück weiter in die Büsche hinein. Er rief zurück, den Weg gäbe es nicht und er würde umdrehen. Und dann polterten plötzlich ein Haufen Steine zwischen den Büschen die Rinne runter und mir fiel kurz das Herz in die Hose, weil auf mein Rufen nun keine Antwort mehr kam. Aber dann kam der beste Allgäuer aus den Büschen raus und hatte nichts gehört. Weder das Gepolter, noch mein Rufen. Puh!

Wir machten erst mal Pause.

Und beschlossen dann, es hier gut sein zu lassen. Nochmal die 100 Höhenmeter zur Umdrehstelle hinauf und dann nochmal 300-400 Höhenmeter genauso steil weiter, ohne zu wissen, ob wir überhaupt oben ankommen würden, schien uns dann ganz einfach zu mühsam. Und dann war dann ja noch der Abstieg.

An den machten wir uns nach einer Weile. Erst mal ging es einigermaßen bequem bis zum Einstieg des Felsriegels (den wir problemlos fanden), wo wir vorsichtig die Stufen hinabstiegen und dann auf dem Steig mit den guten Kehren bis zum obersten Waldstück abstiegen. Hier verschwand der Pfad natürlich, aber wir wussten ja, wo wir ihn unterhalb des Waldes verloren hatten. So konnten wir bis zum Windbruch absteigen.

Weil es ein wenig doof gewesen war, unterhalb des steilen Krautfelds durch den Rand des Windbruch-Verhaus zu klettern, stiegen wir auf der rechten Seite ab, wo wir die Piste bereits sehen konnten. Weglos, supersteil und mit Kraut, Stauden und Gräsern zugewachsen. Wir hatten schon bessere Ideen :/

Der Abstieg bis zur Piste war dann einigermaßen herausfordernd. Man sah den Untergrund nicht immer und wusste dann auch nicht, ob man vernünftig stehen würde (besonders herausfordernd für mich). Ging alles und Rutschen wäre bei dem vielen Gewächs auch nicht allzu schlimm gewesen, aber das will man ja nicht.

Wir machten uns an die Abfahrt. Der obere Teil bis zu der großen Weidefläche, wo wir vom Talweg abgebogen waren, war etwas holprig (kein Wunder, dass das anstrengend zu radeln gewesen war), dafür mussten wir kein einziges Mal treten :-) Unten trafen wir wieder auf die Kuhherde, die sich auf dem Platz vor dem Gatter versammelt hatte.

Die Rinder lagen und standen recht dicht beieinander und ich fand es ein wenig abenteuerlich, mein Bike da zwischendurch zu schieben. Dass man vielen (sehr frischen) Fladen ausweichen musste, machte die Sache auch nicht einfacher. Dem besten Allgäuer hinter mir ging es auch nicht besser und so kam es, dass unsere Räder hinter dem Gatter etwas verdreckt waren. Wir machten die Reifen so gut es ging an einem kleinen Bach sauber und hofften, der Rest der Fladen würde bei der restlichen (noch recht langen) Abfahrt abfallen.

Diese Abfahrt verlief dann ereignislos, allerdings mussten wir auf der Teerstraße dann doch noch ein paarmal treten ;-) In Bach kehren wir im Grünen Baum auf Bier und Kuchen ein. Die Käsesahne war leider aus und wir suchten uns aus den verbliebenen Angeboten eine ‘Weiße-Schokolade-Birnen-Torte’ aus. Großartige Wahl!

Das war eine Super-Tour und zumindest für mich war es völlig egal, dass es dabei keinen Gipfel gegeben hatte. Das war so schön und es hatte so viele coole Sachen gegeben, das war einfach nur perfekt :-) Und anstrengend genug war es auch ohne den Gipfel gewesen ;-)


Start in Bach


Auf der Piste ins Griessltal hinein


Die Rinder schauen etwas vorsichtig


Die letzten flachen Meter im Griessltal


Radlparkplatz


Windbruchverhau


Steilanstieg zum Windbruchverhau


Anstieg durch Krautverhau


Pfad mit Aussicht


Anstieg über den gesicherten Steig


Anstieg oberhalb des Steigs


Abbruch


Rückweg über den gesicherten Steig


Aussicht ins Griessltal


Der letzte Krautabstieg zur Piste


Abfahrt mit Aussicht


Kuhherdenquerung


Bier und Kuchen in Bach

Von engel am 26.09.2025 17:59 • outdoorbergmtb

38/25 Zwetschgen, Abschlüsse, Urlaub

Sonntag, September 21, 2025

Ich nahm am Montag das Auto, um die Zwetschgen für die Kollegin ins Büro bringen zu können. Eigentlich war das Wetter sehr OK, deswegen tat mir das richtig leid, aber mit dem Rad einen Rucksack voll doch relativ weicher Zwetschgen ins Büro zu transportieren, wäre definitiv schiefgegangen. Die Kollegin freute sich sehr.

Abends schüttelten wir wieder den Baum und hatten sofort 2 Riesenschüsseln Zwetschgen vor uns. Ich setzte mich direkt zum Entsteinen hin und bot der Familie Zwetschgen an. Die beste Mama kam umgehend und bekam auch ein paar Tomaten mit. Der beste Allgäuer fragte unterdessen einen Ex-Kollegen, ob der welche haben wolle. Er wollte und kam mit seiner Frau.

Der Baum wurde noch mal geschüttelt und warf wieder viele Zwetschgen ab und auch der S. und seine Frau bekamen eine große Schüssel mit. Denen zeigten wir auch das Haus und sie waren (wie alle) ordentlich beeindruckt :-) Ich packte die entsteinten Zwetschgen in den Tiefkühler und musste ganz schön stapeln und umschichten, um alles reinzubekommen.

Am Mittwoch kam dann noch der P. und nahm ebenfalls eine große Schüssel mit.  Der Baum entlud inzwischen beim Schütteln nicht mehr ganz so viele Früchte und beim Hochschauen schienen die Äste langsam leerer zu werden. (Endlich. Ich will mich wirklich nicht beschweren, aber ganz so viel hätte es nicht sein müssen ;-)). Am Donnerstag sammelten wir ein letztes Mal und überließen den Rest den Vögeln, Wespen und wer auch sonst sich bedienen wollte. Alle Tiefkühlmöglichkeiten waren proppenvoll.

In der Arbeit war es sehr stressig, weil ich des Wetters wegen, das genau 3 Tage vor dem eigentlichen Urlaub in der nächsten Woche strahlend schön werden sollte und dann eher nicht mehr so sehr, den Freitag freinehmen durfte. Ich schaffte es mit viel Mühe, alles fertigzustellen und abzuschicken, aber die neuen Probleme bei den beiden aktuellen Projekten mussten leider liegenbleiben. Das wird mich nach dem Urlaub beißen, nehme ich an.

Und dann war er da, der Urlaub. Wir packten noch am Donnerstag die Räder ins Auto und richteten alles her, denn ich wollte ins Lechtal. Der Tunnel war kein Problem und die Tour fing wunderschön an, aber dann war das Steiglein erst von Windbruchverhau versperrt, und als wir es wiederfanden, stimmten Karte und Weg und Realität nicht überein, was am Ende zu keinem Gipfel führte. Aber egal, da war es so schön, dass überhaupt kein Gipfel nötig war :-)

Sonntag trieben uns verschiedene Sperrungen und Staus wegen Viehscheid ganz woanders hin als geplant und wir machten eine lange Tour über die Hohen Gänge, für die ich eigentlich erst noch fitter hätte werden wollen und für die ich schon gar nicht die nigelnagelneuen Schuhe genommen hätte. Aber Knie und Knöchel und Schuhe schlugen sich super, das war prima :-)

Sonntag waren wir dafür dann kaputt, und weil das Wetter inzwischen eh nur so halb gut werden sollte, nahmen wir uns einen Heimtag im Garten. Muss man ja auch genießen, wenn man schon einen so tollen Garten hat. Vorn stellten wir fest, dass die guten Edel-Haselnüsse reif wurden, und fingen an, dort zu sammeln. Die Nüsse müssen aber nur in einen Korb zum Trocknen und nicht in die Gefriere ;-) Abends grillten wir, das war ein guter Vor-Urlaubstag.

Von engel am 21.09.2025 23:00 • diary

Sonntag, 14.09.2025: Steinis!

Donnerstag, September 18, 2025

Nach einem arbeitsreichen Samstag, beschlossen wir am regnerischen Sonntag, eine Runde über den Fernsehturmhügel zu gehen. Mit Messern und Tüten bewaffnet für alle Fälle, auch wenn wir nicht viel Hoffnung hatten.

Wir starteten vom Tennisplatz und gingen gleich mal direkt im Wald hoch. Gähnende Leere, von ein paar Hörnlingen abgesehen. Im oberen Wald war es noch leerer, dafür fing es an zu regnen.

Wir gingen zum Kreuz und dann über den üblichen Suchweg hinten runter. Erst war es auch gähnend leer, aber dann fielen wir och über ein paar Steinpilze. (‘Drüber fallen’ ist übrigens durchaus wörtlich zu nehmen. Wegen des Wetters und des Lichts sahen wir die Pilze erst, als wir direkt davor standen.) Endlich!

Die restliche Runde führte zu nichts, aber es gab ein feines Abendessen und Pilze für die Tiefkühltruhe :-)


Start mit viel Holz


Es regnet


Am Gipfel vorbei


Prachtexemplar :-)

Von engel am 18.09.2025 18:21 • outdoorberg

37/25 Zwetschgen, Balkontür, Steinis

Sonntag, September 14, 2025

Und noch mal eine Woche geprägt von Zwetschgen. Am Montag kamen Schwesterle und Schwager, schüttelten den Baum und zogen mit zwei großen Schüsseln Zwetschgen wieder ab. Das Hundi sauste wie angestochen jeder fallenden Zwetschgen hinterher und musste in gehöriger Entfernung angebunden werden. Wir selber sammelten fleißig, kochten ein und froren ein. Ich musste alle Kühl-Akkus aus dem Tiefkühler nehmen (“Viel zu klein!”, wiederholte der beste Allgäuer mehrmals) und brachte meinem erfreuten Chef am Freitag noch mal eine große Schüssel.

Am Dienstag brachten wir mein Bike zum Willi, weil dem besten Allgäuer beim Aufziehen neuer Mäntel aufgefallen war, dass der hintere Schaltzug aufspleißte. Weil man da allerlei Ersatzteile braucht, die ungünstig zu bestellen sind, durfte da die Werkstatt ran. Am Donnerstag konnten wir das Rad wieder abholen.

Weil wir nicht nur Zwetschgen, sondern auch haufenweise Kornelkirschen haben und ich las, dass man die auch zu Mus/Marmelade machen kann, nahm ich mir am Mittwoch Zeit, um eine Schüssel zu verarbeiten. Ich hatte vorher mal eine reife Kornelkirsche probiert und die zwar als sehr herb, aber ganz OK empfunden.

Das Mus zu machen, war aber sehr aufwändig. Erst mal musste ich die Beeren kochen und sie dann durch ein Sieb streifen, um die Kerne zu entfernen (Entsteinen geht nicht). Das war ausgesprochen mühsam. Und was dann rauskam, hatte zwar eine interessante Farbe, aber roch und schmeckte eher seltsam, als gut. Ich glaube, die Dinger lasse ich lieber den Vögeln….

Donnerstag kam die Kollegin aus dem Urlaub zurück. Weil wir uns über Zwetschgen unterhalten hatten und ich deswegen wusste, dass ihr Zwetschgenbaum dieses Jahr wegen hartem Rückschnitt nichts trägt, brachte ich ihr Röster und Mus mit und fragte, ob sie an Zwetschgen interessiert sei. Sie war und ich versprach Zwetschgen für Montag.

Den nicht so schönen, aber trockenen Samstag verwendeten wir darauf, die Balkontür zu renovieren. Da war das Holz schon so sehr angegriffen, dass der beste Allgäuer sehr viel wegschleifen musste und trotzdem danach nicht glücklich war. Mein ungeübtes Auge fand das alles gar nicht so schlimm, und ich finde, die Tür sieht jetzt wieder aus wie neu :-)

Das noch schlechtere Wetter am Sonntag nutzten wir für eine Runde über den Blender. Eigentlich erwarteten wir nicht viel, hatten aber natürlich trotzdem Messer und Beutel dabei. Und dann gab es völlig unerwartet doch knapp anderthalb Kilo Steinpilze (und nur Steinpilze, kein einziger anderer Pilz in Sicht). Das Abendessen war gerettet :-) Abends sammelten wir dann noch eine große Schüssel Zwetschgen für die Kollegin auf.

Von engel am 14.09.2025 23:00 • diary

Samstag, 06.09.2025: SAN Monatstour September

Mittwoch, September 10, 2025

Die September-Monatstour fand eher abgelegen (aus Sicht der Müncher Fraktion) im Allgäu statt. Entsprechend zahlreich waren die Anmeldungen, es gab nämlich genau eine (von der Person, die sowieso mitgegangen wäre), obwohl wir uns über weitere Mitstreiter natürlich gefreut hätten.

Wie angekündigt, fanden sich die beiden Aspiranten um (etwa) 9:30h bei bestem Wetter an der Grüntenstraße ein. Nach kurzer Diskussion wurde beschlossen, den Anstieg zum Burgberger Hörnle auf dem steilen Schleichweg anstatt des Normalwegs zurückzulegen, um schon mal den Ton für die Monatstour passend zu setzen ;-)

Wir kamen an der Fahrstraße auf den Normalweg, von dem wir bald auf den unbezeichneten Weg (nicht Schleichweg) zum Burgberger Hörnle abbogen. Es war relativ feucht, deswegen wurde entschieden, doch nicht über den Aurikelgrat zu kraxeln, sondern wie geplant den Normalanstieg aufs Hörnle zu nehmen. Wir waren trotzdem so gut wie allein unterwegs.

Am Hörnle machten wir kurz Pause (nicht am Bänkle, das war besetzt), die durch eine 9-köpfige Gruppe Männer, die den Gratweg blockierten, etwas verlängert wurde. Für Fotos am Grat nahmen wir zur angemessenen Dokumentation der Monatstour große Anstrengungen auf uns und wichen mehrfach vom Drahtseil auf die abgewandte Seite des Grates aus, weil es ungewöhnlich viel Betrieb am Grat hatte.

Die Bilder am zweiten Drahtseil-versicherten Abschnitt waren unproblematisch, dort kamen keine weiteren Leute. Im weiteren Abstieg vom Hörnle konnten wir hören, wie die 9er Gruppe Lieder anstimmte.

Unser Weiterweg führte uns erneut vom Normalweg weg und über den verlängerten Grat/Rücken zum Siechenkopf. Hier waren wir wieder so gut wie allein unterwegs und konnten eine schöne Pause am Gipfel genießen.

Nach dem Abstieg auf der anderen Seite erreichten wir wieder den Normalweg zum Grünten, auf dem der für einen so schönen Tag zu erwartende Betrieb herrschte.

Nach dem Fernsehturm nahmen wir noch die Querung und beschlossen nach einem Blick auf den übervollen Gipfel mit dem Jägerdenkmal, auf der Rückseite des Turmfelsens abzubrechen und erst mal gemütlich Pause im Gras zu machen. Waren ja eh nur noch 10 Höhenmeter.

Nach der Pause ging es auf dem anderen Grat bis zur Stuhlwand und dann zur wohlverdienten (was sonst?) Einkehr im Grüntenhaus. Wir erwischten 2 der Liegestühle und es könnte sein, dass wir nach Bier und Käsekuchen ein wenig in der Sonne eingeschlafen sind ;-)

Der Abstieg auf dem Normalweg war ein wenig nervig wie üblich (steinig, geröllig, zieht sich), aber wir kamen gut am Auto an. So ganz fühlte sich die SAN Monatstour nicht nach einer solchen an, aber wird vielleicht, wenn sich das nächste Mal ein paar Leute für das gar nicht so sehr abgelegene Allgäu finden :-)


Anstieg von der Grüntenstraße


Auf dem Weg zum Burgberger Hörnle


Burgberger Hörnle


Burgberger Hörnle, Blick zum Grünten


Einstieg zur Querung


In der Querung


Am Seichenkopf


Kurz vorm Fernsehturm


Blick zum Jägerdenkmal


Pause am Grüntenhaus

Von engel am 10.09.2025 17:36 • outdoorberg

36/25 Zwetschgen, Tomaten, Monatstour

Sonntag, September 07, 2025

Die Woche stand im Zeichen von Zwetschgen. Zwetschgen für uns, Zwetschgen für die beste Mama, Zwetschgen für meinen Chef, Zwetschgen für uns, kiloweise. Wir entsteinten am laufenden Band, froren ein, machten Mus und Röster.

Und es gab natürlich auch Zwetschgen direkt zum Essen, denn die Früchte sind köstlich. Sie sind recht klein und ziemlich rund, aber blau wie Zwetschgen. Das Fruchtfleisch ist sehr süß, die Schalen haben aber ordentlich Säure, deswegen sind Mus und Röster und Kuchen ausgesprochen geschmackig :-)

Was es auch gab, waren Tomaten, denn die (gar nicht so) kleine Farm des besten Allgäuers fing an, ordentlich Ertrag abzuwerfen. Ich hatte das nicht erwartet, aber die Tomaten, die er hat, sind um Welten besser als alles, was ich je gekauft hatte. Süß, saftig, geschmackig :-)

Morgens war es inzwischen so dunkel, dass ich anfing, mit Licht loszufahren. Noch nicht unbedingt, weil ich Licht zum Sehen brauchte, sondern um gesehen zu werden. Auf ‘meiner’ Landstraße ist doch einiges los in der Früh, deswegen gab es erst mal die Billig-Lampen, noch nicht die gute Fenix.

Der beste Allgäuer mähte am Mittwoch und erwischte mit dem ‘großen’ Rasenmäher den nächsten unerkannten Baumstumpf. Als ich heimkam, hockte er schimpfend vor dem umgedrehten Rasenmäher und zerlegte ihn. Das Mähblatt war verbogen und das große Plastik(!)-Teil, auf dem das Mähblatt dreht, hatte einen Sprung. Weia! Aber wie nicht anders zu erwarten, ging am Abend der Mäher wieder. Zumindest erst mal ohne Last, der Rest würde sich beim nächsten Mal Mähen zeigen.

Am Samstag gab es die neu, bzw. wieder, eingeführte SAN Monatstour, für die ich mich gemeldet hatte. Anmeldungen hatte es keine gegeben, was sehr wahrscheinlich damit zu tun hatte, dass das Allgäu doch einigermaßen abgelegen ist für so eine verteilte Sektion wie die SAN. Einer von der SAN kam aber natürlich mit ;-)

Die Tour war sehr schön und für so einen schönen, sonnigen Tag mitten in den Ferien fanden wir auch vergleichsweise einsame Wege. Schaumermal, ob die nächste Allgäuer Monatstour mehr Teilnehmer bekommt.

Sonntagmorgen war es nicht so schön wie angesagt, deswegen verbrachten wir den Tag daheim, schüttelten den Baum, kochten Zwetschgenmus und beschlossen den dann doch noch schön werdenden Tag mit spontanem Grillen :-)

Von engel am 07.09.2025 23:00 • diary

Sonntag, 31.08.20025: Sonne geniessen

Samstag, September 06, 2025

Der Sonntag sollte sonnig (und windig) werden und mein Knöchel hatte sich so einigermaßen wieder eingekriegt. Wir entschieden uns für die Sprinttour zur Gaichtspitze, weil man da auf der Wiese so schön in der Sonne liegen kann.

Am Gaichtpasskiosk war es erst mal kalt und zugig, aber das gab sich schnell, als wir in die Sonne kamen. Der Wald war im Aufstieg so leergefegt wie überall, das ist wohl einfach kein Pilzjahr.

Am Hüttchen gab es eine kurze Pause, sonst stiegen wir gleichmäßig bis zum Gipfel auf. Es hatte natürlich Leute, aber der Betrieb hielt sich in Grenzen. Wir schlugen nur kurz am Kreuz an und verzogen uns dann für die Pause vor die Latschen. Da blieben wir allerdings nicht lang, denn es kamen vier sehr gesprächige Leute, vor denen wir bald flohen.

Wir stiegen bis zur Sonnenwiese ab und legten uns dort wie geplant ins Gras. Das war sehr schön und reichlich warm (kein Lüftchen im hohen Gras).

Der restliche Abstieg ging schnell. Statt K&K beim Kiosk gab es fast frischen Zwetschgenkuchen daheim :-)


Start im Schatten


Sonnig geht es weiter


Anstieg zur den letzten beiden Wiesen


Weitblick


Gipfelbild


Abstieg

Von engel am 06.09.2025 15:33 • outdoorberg

Dienstag, 26.08. 2025: Sturmpaddeln

Samstag, September 06, 2025

Ich hatte den sonnigen und warmen Dienstag wegen zu vieler Überstunden freigenommen, mein Knöchel war aber noch zu gestresst, um in die Berge zu gehen. Wir entschieden uns für SUPen, zum vermutlich letzten Mal in dieser Saison.

Die Idee war nur so mittel, denn es hatte viel Wind. Im Stehen paddeln (SUP = Stand-Up-Paddling) führte dazu, dass wir im besten Fall auf der Stelle paddelten und bei jedem Päuschen sofort abtrieben.

Wir verlegten uns deswegen auf’s ‘Kajaken’, also mit Doppelpaddel im Sitzen paddeln. So kamen wir zwar vorwärts, aber es war echt anstrengend. Wir paddelten gegen den Wind bis zum Inselchen und ließen uns dann zum Badeplatz zurücktreiben. Dort legten wir uns noch für eine Weile in die Sonne.

Daheim grillten wir abends und so war das dann doch ein schöner ‘Frei-Tag’ :-)

Von engel am 06.09.2025 15:29 • outdoorsonst
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