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Samstag, 28.11.2020: Matsch und Sonne

Mittwoch, Dezember 02, 2020

Es sollte der letzte Sonnentag für eine ganze Weile werden, deswegen überlegten wir lang, welche Südseite wir nehmen sollten. Vorzugsweise in Österreich, weil man da ab Dienstag eh nicht mehr hingehen können würde.

Kurzer Einschub für später:
Weil man verhindern will, dass Deutsche zum Pisten-Skifahren nach Österreich fahren, hat man die schöne 24-Sunden-Regelung für den Grenzübertritt gekippt und explizit sportliche Aktivitäten zu Quarantäne-pflichtigem Vergnügen erklärt und damit die Grenze faktisch geschlossen. Zwar werden nach wie vor Wandern, Skitouren und Ähnliches als tolle Individual-Sportarten gelobt, die man trotz der verschärften Corona-Maßnahmen machen darf, aber man kann das nun nicht mehr jenseits der Grenze tun, weil sich Österreich ziemlich sicher nicht dazu verdonnern lassen wird, kein Skigebiet aufzumachen. Die Leute werden sich deswegen spätestens mit dem ersten Schnee wie im Frühjahr vor der Grenze stapeln. Deswegen: einmal nochmal rüber!

Wir stellten den Kangoo in Rauth ab und er war da ganz kurz das einzige Auto. Aber wir waren nicht allzu früh dran, schließlich kommt das bisserl Wärme, das die Sonne Ende November bringen kann, eher später als früher.

Bis zum Hüttle waren wir die Ersten, auch wenn wir die (wenigen) Leute hinter uns schon hören konnten. Wir hatten festgetretenes Eis im Wald unten befürchtet und Ketten dabei, aber das war alles schon weg. Auch im Aufstieg über den Rücken war es in der Sonne fast trocken. Entlang der Bäume war dann aber im Schatten durchaus Schnee und Eis, aber das war alles mit ein paar Schritten abseits des Wegs gut zu gehen.

‘Lustig’ wurde es dann auf dem Sommerweg von den Hütten zum Joch. Wo die Sonne hinschien war es weich und matschig, neben dem Weg war altes trockenes Gras und in den Schattenstellen war Eis. Also bildeten sich bald unter und in den Stollen der Stiefel dicke Matsch-Gras-Pakete und wo Eis war, rutschte man damit ganz wunderbar völlig ohne Halt in der Gegend herum. Ich bekam davon ernsthaft schlechte Laune und musste mir die im Sattel erst mal von der Seele schimpfen. Dann ging es wieder.

Ab dem Sattel war es windig und entsprechend kühl. Wir gingen bis zum Gipfel (knapp 10 Leute) und stiegen dann direkt auf dem Gamsbocksteig wieder ab. In der ersten sonnigen, halbwegs windgeschützten Mulde machten wir dann Pause. Das war sehr bequem, aber doch leicht kühl, deswegen gingen wir bald weiter.

Nach dem steilen felsigen Gratstück quert der Steig ein gutes Stück in die Flanke rein und da bogen wir ab, um weglos zu den Hütten zurückzugehen. Da muss man ziemlich viel schräg gehen und das stresste das Knie nach einer Weile ziemlich. Die lange Sonnenpause in einer bequemen Mulde war sehr willkommen. Da war es prima und wir blieben so lang, bis die Sonne wegen dünner Schleierwolken nachließ und es leicht kühl wurde.

Der Abstieg danach ging noch relativ gut, aber das Knie hatte da schon genug und mochte das alles nicht mehr sehr (abends humpelte ich erbärmlich). Dass es oben im Schatten glatt war, half da auch nicht wirklich.

Egal, das war eine sehr schöne ‘Saisonabschlusstour’ mit so viel Sonne wie nur irgendwie möglich und wenn schon nicht einsam (Touren, wo man einsam ist, schaffe ich hoffentlich nächstes Jahr wieder!), dann doch zumindest nicht voll :-)


Start in Sonne


Weiter oben sind schon T-Shirt-Temperaturen


Aufstieg zum Gipfel mit kalten Wind


Oben :-)


Abstieg über den Gamssteig


Weglos zum Sonnenplätzchen


Abstieg weglos, weil der Pfad total eisig ist


Zurück in Rauth

Von engel am 02.12.2020 12:00 • outdoorberg

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