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Spaziergang

Sonntag, Mai 26, 2019

Ich erwachte früh wie immer und das war auch gut so den der Morgen würde stressig werden. Als erstes zog ich mir den Kompressionsstrumpf an. Mit der komischen Anziehhilfe aus Papier, dank der der Strumpf zwar wunderbar über den Fuß rutscht, die man nachher aber kaum mehr rausgezogen bekommt. Dreck! Das nächste Mal ohne.

Das Anziehen klappte wunderbar, ich weiß gar nicht was die alle wollen (naja, ich kann und darf mich ja auch in der Hüfte über 90 Grad beugen und komme gut runter). Dafür hatte ich danach aber diesen blöden Strumpf an, der in der Kniekehle beim Beugen zwickt und am Oberschenkel/Hintern einscheidet. Letzteres hat sicherlich auch mit meinen nicht grad schlanken Beinen zu tun. Es ist jedenfalls lästig.

Ich war beim Frühstück unten, als die Tür noch abgesperrt war. Ich ging noch schnell zum See runter und stellte erfreut fest, dass man wieder durchs Türchen auf den Uferweg kam. Dann sauste ich zum Frühstück, holte mir den tollen Obstsalat mit Joghurt und trank einen Kaffee. Ich war eben mit dem Obstsalat fertig und hatte mir die zweite Tasse Kaffee eingeschenkt, da klingelte mein Handy. Der R. und seine Frau waren schon da, mindestens 5 Minuten zu früh!

Ich liess die zweite Tasse Kaffee halt stehen und verzichtete auf das restliche Frühstück. Wenn ich schon mal Besuch bekomme, dann geht der vor :-)

Wir setzten uns auf die Terrasse und ratschten ein wenig, dann war es kurz vor 8 und ich musste zum nächsten Termin. Die beiden fuhren weiter zur SAN Mitgliederversammlung, auf die ich aus naheliegenden Gründen verzichten musste. Trotz Kai’s tollem Vortrag! Der Besuch war zwar stressig, hatte mich aber sehr gefreut :-)

Der Termin war ‘Fußstatik’ und da ging es darum, die Muskulatur im Fuß selbst zu stärken. Wir sassen auf Stühlen und bewegten nur die Füsse und das war selbst für den gesunden Fuß ein wenig fordernd. Den Innenfuß anspannen (Grosszehenballen und Ferse zueinander ziehen) kann ich überhaupt nicht. Wenn da ein Muskel ist (ja, ist), hat der keine Verbindung zu meinem Hirn.

Danach wollte ich eigentlich zum Training, aber es war so voll, dass ich das auf später verschob und erst mal Duschen wollte. Dazu muss ich ja jetzt wieder Duschpflaster kleben lassen. Zu meinem Erstaunen zog die Schwester das Pflaster weg (die Klammerstrips blieben) und klebte ein wasserdichtes Pfaster mit Polster drauf. Das dürfe da jetzt 1 bis 2 Tage drauf bleiben, oder bis es sich halt löst. Aha. Wieso hab ich sowas Praktisches nicht schon vorher bekommen?

Um elf ging ich dann zum Training. Es war immer noch realtiv voll, ich bekam aber gleich ein Rad und musste danach auch nirgends warten. Beim Radeln stellte ich auf 7 Löcher und 40 Watt und das ging super. Noch 3 Löcher bis zur normalen Kurbellänge, dann kann ich langsam die Wattzahl erhöhen. Die 40 Watt hauen aber auch schon ein bisserl in den operierten Oberschenkel rein. Der scheint langsam zu erwachen, ich kann das Bein inzwischen schon kontrolliert senken, allerdings noch nicht ohne Unterstützung heben.

Am Ende des Trainings war noch etwas Zeit und ich ging nochmal Radeln. Inzwischen war es schon ziemlich leer geworden. Ich nahm wieder 7 Löcher und 40 Watt und fühlte mich prima dabei. Danach allerdings merkte ich das Knie beim Laufen ziemlich deutlich und sorgte mich, ob ich übertrieben hatte.

Ich ging nach dem Mittagessen mit Eis aufs Zimmer. Erst fand ich keine Entspannung und dann schlief ich prompt ein. Nach 2 Stunden weckte mich ein heftiges Gewitter. Dem Bein ging es deutlich besser :-)

Ich nahm meinen Willkommensgutschein von letzter Woche und gönnte mir erst mal K&K. Inzwischen war das Gewitter vorbei und draußen wurde gerade alles trocken. Ich ging zum See runter und weil ich mich so gut fühlte, marschierte ich (naja, also ich ging sehr langsam und konzentriert imWechsel-Krück-Schritt) aussen um die Klinik herum und zum Haupteingang wieder hinein. Nachgemessen war das ein ganzer Kilometer auf teils unebenem Weg. Boah!

Und selbst danach ging es dem Knie noch gut und das Wetter sah auch gut aus, also ging ich ins Aussencafe und gönnte mir zum Ausgleich für den Fleiß noch einen Eiskaffee. Dann wollte das Bein aber Eis und Entspannung und ich ging wieder hoch.

Im Raum der Rezeption waren übers Wochenende ein paar Kleinkunststände aufgebaut. Kosmetik, Schmuck, Wollzeugs, Dekozeugs und ein Mann mit sehr interessanten Holzdingen. Schalen, Schüsseln, Kugeln, Pilze, alles so gearbeitet, dass die Maserung und die Eigenheiten des Holzes ideal zur Geltung kamen. Mir war beim Vorbeilaufen schon ein paar Mal eine Schale aufgefallen, die ich einfach großartig fand. Als ich nachfragte, war der Preis releativ deftig für so ein kleines Ding, aber es war natürlich wunderbares Holz und Handarbeit, das muss was kosten. Ich müsse mir das noch überlegen, sagte ich dem Mann.

Nach dem Abendessen verschwand Nadine zum Bayernspiel-Gucken in einem der Vortragsräume. Wir anderen drei gingen auf unsere Zimmer. Ich nahm nochmal Eis mit hoch.


Der Tegernsee ist wieder in seinem Bett


Am Bach hinter der Klinik

Von engel am 26.05.2019 06:20 • diary
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