Die Woche begann mit guten Nachrichten aus/in der Arbeit: mein Wunsch nach 2 Wochen unbezahltem Urlaub wurde genehmigt. Wenn ich nicht so viele Überstundentage bekomme, wie ich brauche, muss ich mir halt anders behelfen. Eigentlich hätten 5 Tage gereicht, aber 5 Tage mehr sind ja auch nicht schlecht :-)
Nachmittags radelte ich zum Doc für mein Schilddrüsenrezept, weil ja die Digitalisierung im Gesundheitssystem nach wie vor das physische Vorlegen der Krankenkassenkarte erfordert. Anders als geplant, konnte ich dann nicht direkt danach zur Apotheke, weil der Doc die elektronischen Rezepte erst abends und gesammelt freischaltet (verständlich). Ich kann mir nicht helfen: so wie das aktuell läuft, war das Papier-Rezept einfacher, da musste ich auch hin, konnte danach aber direkt damit zur Apotheke. Naja, wird hoffentlich mit der Zeit besser…
Die besten Eltern verbrachten die Woche mit Schwesterle und Schwager in Leutasch bei allerbestem Kaiserwetter und schickten immer wie immer tolle Bilder. Am Donnerstag erreichte uns ein Anruf der Nachbarin, die die Blumen pflegt: das Schloss an der Wohnungstür lässt sich nicht mehr aufsperren. Es ging wohl die ganze Woche über immer schwerer und irgendwann dann gar nicht mehr. Sie hatte schon einen Bekannten, der auch einen Schlüsseldienst hat, zu Rate gezogen, und der meinte, im Schloss sei etwas gebrochen, für weitere Aktionen brauche er die Eigentümer.
Wir informierten die Urlauber erst mal nicht. Der beste Allgäuer wollte sich das Schloss am Freitag mal anschauen. Ich informierte am Freitag in der Früh zumindest mal Schwesterle. Die besten Eltern durften noch unbelastet gemütlich frühstücken, dann fuhren die Urlaube gen Heimat. Auch der beste Allgäuer konnte nichts ausrichten, deswegen organisierte ich die Nummer des Bekannten mit dem Schlüsseldienst und Schwesterle informierte am Grenztunnel die besten Eltern und machte einen Termin mit dem Schlüsseldienst aus.
Man traf sich an der Wohnung und besprach die Optionen. Dann stieg der Herr vom Schlüsseldienst (der das nur noch nebenher macht und gut über 70 ist) auf den hinteren Balkon der Wohnung, bohrte ein Loch unterhalb des Schlosses und öffnete dann die Balkontür. Schwesterle kletterte auch in die Wohnung (der Herr wollte nicht allein in der Wohnung sein) und sah dann zu, wie die Türscharniere abgeflext wurden und die Tür dann aus dem Schloss gezogen wurde.
Hier zeigte sich dann auch, dass im Schloss – seit knapp 50 Jahren in Betrieb – etwas gebrochen war. Der Herr vom Schlüsseldienst montierte neue Scharniere und ein neues Schloss, in das dann der bestehende Zylinder gesetzt wurde. Sehr zur Erleichterung des besten Mama, denn so blieb der Schlüssel derselbe :-)
Ganz schön abenteuerlicher Urlaubsabschluß.
Am Samstag in der Früh musste ich feststellen, dass ich mich beim Brotbacken im Automaten mit der Flüssigkeitsmenge komplett verhaut hatte. Der Teig war so flüssig, dass er kaum hochgegangen war. Aufgegangen war er aber schon, deswegen hatten wir dann zum Frühstück ein sehr saftiges Brot mit etwas gewöhnungsbedürftiger Konsistenz, das aber ausgezeichnet schmeckte. Ich werde meine Brotrezepte überdenken müssen :-)
Bei der Rottachbergrunde am Sonntag trafen wir auf 2 Rehe, die uns nahezu furchtlos bis auf 20-30 Meter an sich herankommen ließen. Das war sehr schön, Rehe hatten wir da noch nie gesehen.