Der Tag sollte wieder sehr heiss werden, diesmal aber mit voller Sonne. Ich hatte eine neue Bike&Hike-Runde rausgesucht, bei der wir weitgehend im Schatten radeln und am Gratrücken laufen würden.
Wir parkten an der Wannenjochbahn und radelten die Straße zur Stubentalalpe hinauf. Nach den ersten Metern in der Sonne konnten wir tatsächlich alle Kehren im Schatten zurücklegen. Vor dem langen Anstieg zur Oberen Stubentalalpe hatte ich eigentlich nach rechts zur Unteren Stubentalalpe abbiegen wollen, aber da ist Radeln verboten (Warum?!? Das ist eine breite Piste, auf der allenaselang Autos fahren.). Wir radelten halt doch zur Oberen Stubentalalpe weiter, wo wir schweißgebadet ankamen.
Wir stellten die Räder ab und stiegen zum Sattel zwischen Ponten und Bschießer (der auf den österreichischen Schildern übrigens Bscheisser heisst) auf. In einem Hochtal, nicht auf einem Rücken. Im Sattel bekamen wir dann tatsächlich endlich Wind ab. Die letzten Meter zum Bschießer sind dann schnell zurückgelegt. Oben war nicht viel los.
Wir hatten schon im Anstieg beschlossen, die angedachte Runde umgekehrt zu gehen. Der Gegenanstieg zur Oberen Stubentalalpe würde schon nicht so schlimm werden. Deswegen stiegen wir nach der Gipfelpause auf der anderen Seite ab. Wie erhofft hatte es Wind, der sich allerdings schon am oberen Latschengürtel legte und danach nicht mehr so recht zurück kam. Es war stellenweise brutal heiss.
Im Sattel zum Kühgrundgrat hatten es sich viele Rinder gemütlich gemacht und ließen sich von den gar nicht so wenigen Wanderern, die zwischen ihnen durchliefen, nicht im Geringsten stören. Vom Sattel führt ein sehr gut hergerichteter Weg zurück ins Stubental. Der Weg ist sehr gut zu gehen, macht aber nervig viele Kurven. Man braucht ewig, bis man unten ist.
Und dann kam das schlimmste Stück: der Gegenanstieg. Unter dem Lift steil hinauf zur Straße und dann in praller Sonne auf der Straße zur Alpe. Oben waren wir beide platt.
Beim Anblick der Stubentalalpe, Tür zu, alle Schirme geschlossen, keine Menschen weit und breit, befürchteten wir zunächst, die Alpe habe geschlossen. Aber so war es nicht, es war nur (vermutlich hitzebedingt) wenig los. Wie bekamen kaltes Bier und guten Kuchen :-) Das erste Bier verdampfte mehr oder weniger, deswegen tranken wir noch ein zweites.
Danach mussten wir es nur noch rollen lassen und waren im Handumdrehen beim Auto.

Gemütliches Schattenradeln

Auf den letzten Metern vor dem sonnigen Stück ins Stubental hinein

Anstieg mit Ziel im Hintergrund

Im oberen Kessel

Pause im Sattel

Auf den letzten Metern

Vorm Gipfel

Gipfelbild

Abstieg auf der anderen Seite

Auf dem Weg zum Sattel

Zwischen Kühen

Der lange Abstieg

Die alpe und die Räder sind weit, weit weg

Abfahrt