Dein Browser kann leider nicht vernünftig mit CSS umgehen. Den Inhalt siehst du, das Design dagegen ist futsch.

Bisserl anstrengend

Dienstag, Juli 25, 2006

... war das Wochenende. Nein, nicht weil wir irgendwas noch Aufregenderes und Interessanteres gemacht haben als letztes Wochenende sondern weil wir so viele Termine hatten. Nette Termine, solche auf die wir uns lang schon freuen, aber trotzdem viele und so hatten wir wenig Zeit füreinander und zum Erholen.

Freitag abend kamen die Franzosen zu uns. Zu den Eltern um genau zu sein. Der beste Allgäuer von Allen hatte Firmen-Grillfest, also bin ich allein zum Franzosen-Empfang bei den Eltern gegangen.

Am Samstag sind wir dann wie versprochen mit den Neffen in den Kletterwald gegangen. Das war nicht ganz hindernisfrei, denn für die neue Sommerrodelbahn am Skizirkus wurde das Seil gezogen, deswegen war der normale Anstieg - etwa eine Dreiviertelstunde - gesperrt. Aussen herum dauert der Anstieg etwa 2 Stunden, was für den kleinsten der drei Bergsteiger - immerhin erst 5 - ganz schön lang war.

In der Bärenfalle gab's deswegen erst mal Kässpatzen für alle - sogar der Hund bekam welche. Die Kässpatzen kamen in einer grossen gusseisernen Pfanne und waren schon optisch ein Genuss. Und beim Essen erst recht!

Eigentlich waren wir dann alle zu müde zum Klettern, aber wo wir nun schon mal oben waren gingen wir dann doch rüber. Die Kinder in die Kletterausrüstung zu stecken war nicht ganz einfach, so ziemlich alles musste bis zum unteren Anschlag zusammen gezogen werden, aber schliesslich konnte man jeden an den Sicherungsseilen hochheben und über der Schulter tragen, was die Jungs jeweils mit einem begeisterten Quietschen quittierten.

Nach der Einweisung durch einen Trainer ging es dann los. Erst mal nahmen wir uns die gelbe Route vor. Die ist kurz und recht nah über dem Boden. Die Kinder waren begeistert und wollten umgehend weiter auf die grüne Route.

Das war schon ein wenig aufregender weil es um einiges weiter hinauf ging. Dem einen oder dem anderen Kind konnte man anfangs ein wenig Bammel ansehen, aber trotz wackeliger Knie meisterten alle drei den gesamten Parcours bravourös. Und obwohl jeder irgendwo eine Stelle hatte, wo die Angst fast übermächtig wurde, musste keiner gerettet werden. Wir Grossen mussten nicht mal zur Rettung mit in die Elemente steigen.

Die Reaktion der Leute um uns herum auf unsere Kletterhelden war gemischt. Sie schwankte zwischen Bewunderung 'So klein und so mutig und geschickt!' und Kritik, als sich ein Kind angstvoll weinend aber voller Zielstrebigkeit über die schwierigste Stelle quälte. 'Das arme Kind! Der kriegt ja einen Schock fürs Leben!' Es tat zugegeben fast weh ihm zuzugucken, aber als er die Plattform auf der anderen Seite erreicht hatte, hüpfte er gleich wieder auf und ab und wollte weiter.

Die Zwillinge durften dann auch noch auf den blauen Parcours, der Kleine war zwar erst beleidigt, aber als wir beide gemeinsam nochmal die gelbe Runde machten, war er wieder halbwegs zufrieden und motzte nur noch ein wenig: 'Die Grossen dürfen immer mehr!'

Ich glaube, als wir von unten dem blauen Parcours zugucken, war er doch ganz froh, denn da hatten auch die grossen Jungs hin und wieder Probleme mit weit auseinander liegenden Elementen.

Alles in allem haben sich die Kinder bravourös geschlagen und ich wundere mich ein bisserl, dass Schwester und Schwager nicht direkt noch im Wald vor Stolz auf ihren Nachwuchs geplatzt sind :-)

Von engel am 25.07.2006 06:36 • diaryoutdoor
Dieser Eintrag kann nicht mehr kommentiert werden.