Der Tag fing früh, sportlich und spät an.
Doch, das passt zusammen. Früh, weil ich um 5.00h wach war. Und wenn ich wach bin, bin ich wach. Sportlich, weil ich es tatsächlich ins Hallenbad schaffte (dessen grosses Becken leider keine 25 Meter sondern nur 18 aufwies) und da nahezu allein meine Bahnen ziehen konnte. Und spät, weil das erste Modul erst um 10.00h anfing. Richtig fein: das Frühstücksbuffet.
Im Kurs ging es grundsätzlich ums wiederholen. Wiederholen dessen was wir schon gelernt hatten, was alles passiert war, usw. Und tatsächlich - beim Erarbeiten hatte so ziemlich jeder eine Art Aha-Erlebnis: 'Stimmt, das war ja auch.' Erstaunlich, dass wir mit solch löchrigen Hirnen soviel zustande bringen ;-) Eine witzige Team-Übung gab es auch - zu sechst einen Becher Wasser auf einem Taschentuch unter einem Seil hindurch zu transportieren, ohne das Seil zu berühren und ohne Wasser zu verschütten. Klingt unmöglicher als es ist ;-)
Dann beschäftigten wir uns in den Teams mit unserer Präsentation. Wir entschieden uns für einen allerletzten Testlauf mit T und mir und unser Trainer - den wir eine Woche vorher für einen Tag zur Unterstützung nach München eingeladen hatten - sagte danach (wörtlich): 'I am touched. I think I'm gonna cry.' Und das restliche Team war nahezu sprachlos. Bis auf A, der T und mir am Freitag bei den anderen beiden Testläufen (mit Video-Kamera - Brrr!) viel wertvolles Feedback gegeben hatte. Wir. waren. gut. Obwohl ich trotz allem immer noch viele meiner typischen Fehler machte und die Hälfte der Dinge, die ich sagen wollte, vergessen hatte. T ging es sicherlich ähnlich.
Nachmittags gab es eine Stadtführung durch Budapest. Das war sehr interessant und ich entdecke gerade ein zartes Aufflackern von Interesse an Geschichte in mir. Ich dachte eigentlich, das sei von meinen diversen Geschichtslehrern gründlich zermatscht worden, aber vielleicht besteht ja doch noch Hoffnung. 'Buda' von Slawisch für Wasser und 'Pest' von Slawisch für Feuer. Wohnen auf der einen und Arbeiten auf der anderen Seite der Donau kam bei mir an. Budapest hat viele sehr schöne Gebäude und eine ziemlich kriegersische Vergangenheit. Am Ende besuchten wir ein Weinfest an einer nachgebauten transylvanischen Burg (genau, da denkt jeder an Dracula ;-)), wo alle gern geblieben wären, aber wir hatten leider nicht genug Zeit.
Nach dem Abendessen stürzten sich alle bis auf uns auf ihre Präsentation und wir setzten uns zusammen und hatten einen ausnehmend gemütlichen Abend mit reichlich Wein auf Firmenkosten :-)