Der wunderbare und viele Schnee der letzten Woche war inzwischen weggeregnet, deswegen nahm ich wieder das Rocky zum Radeln. Das ist deutlich bequemer und rollt natürlich um Welten besser. Es war relativ warm und regnete die ganze Woche (mit Lücken) durch. Netterweise hatte es immer Lücken in der Früh und meistens auch am Nachmittag - außer am Dienstag, da wurde ich nass bis auf die Unterwäsche. Naja, passiert ;-)
Der Fernsehturmausflug vom Sonntag hatte meinem Knie nicht gutgetan. Es war mir da zwar nicht aufgefallen, aber da hatte sich wohl irgendwo was verklemmt und ich hatte die ganze Woche über (abklingende) Schmerzen. Nicht wirklich schlimm, aber schlimm genug, um nichts tun zu wollen und stattdessen haufenweise TV-Sport zu gucken. Um diese Jahreszeit hat es ja fast immer irgendwas Interessantes. Irgendwie fühlte sich dann jeder Tag abends ein bisserl nach Wochenende an. Hat ja auch was :-)
Mittwoch brachte ich meinem Team und dem Büro-Kollegen jeweils ein Glas der frisch gemachten und selbst für ausgezeichnet befundenen Orangenmarmelade (dem besten Allgäuer ist sie zu bitter – alles meins!) mit, das kam gut an. Passenderweise brachte an diesem Mittwoch einer vom Team des Büro-Kollegen ein Waffeleisen und schon fertigen Teig mit und so gab es am Nachmittag eine Waffel mit Orangenmarmelade, das war echt gut!
Die Firma ist seit einer Weile sehr hübsch weihnachtlich geschmückt, mit einem Weihnachtsbaum und Weihnachtssternen und allerlei Deko, das sieht sehr nett aus. Am Mittwoch bescherte dann die Frau vom Chef (ursprünglich aus Sizilien) allen ein Geschenk: italienisches Olivenöl und Balsamico di Modena :-) Sehr nett und sehr willkommen.
Die B. brachte mir (und vermutlich der A. auch) dann am Donnerstag noch eine Schachtel Lindt-Pralinen. Alles sehr weihnachtlich :-)
Am Freitag, dem Geburtstag vom besten Papa, kam dann überraschend das Berliner Schwesterle einen Tag früher als geplant. Wir verabredeten uns mit der anderen Schwester und fast allen Neffen am Weihnachtsmarkt, das war dann sehr, sehr nett. Allerdings muss man schon feststellen, dass Weihnachtsmarktgetränke allesamt eher mau sind, Supermarkt-Glühwein ist besser (der wird ja auch nicht stundenlang warm gehalten). Das war übrigens das allererste Mal, dass wir drei Schwestern gemeinsam auf dem Weihnachtsmarkt waren! Hat echt lang gedauert!
Samstag machten der beste Allgäuer und ich eine Skitour auf einen coolen Gipfel (allerdings wären wir schnee-technisch vielleicht besser gradaus das Tal weiter gegangen), auf dem wir fast komplett allein unterwegs waren :-)
Abends gab es dann bei den besten Eltern Käsefondue und am Sonntag gingen wir mit Schwesterle und Schwesterle und einem Teil Schwesterfamilie über den Illertalhügel. Die Berlinerin keuchte zwischendrin sehr, fand es aber trotzdem schön. Wir alle anderen auch :-)
Die Woche begann in der Früh mit klarem Himmel und –13 Grad. Ich hatte auf dem Heimweg am Sonntag alle Wege angeschaut und war ziemlich sicher, dass ich mit dem Rad zur Firma kommen würde. Nicht wegen der Kälte, gegen die kann man was anziehen, sondern weil ungeräumte Fußwege unradelbar sind. Aber ich wollte radeln, das war eine schöne Herausforderung ;-)
Es waren tatsächlich alle Wege mehr oder weniger geräumt, aber es hatte ein paar Schneehaufen, über die ich steigen musste und es war generell nicht ganz einfach. Ich hatte natürlich das Winterrad mit den Spikes und das war stellenweise (Eis) sehr hilfreich. Nachmittags war es meistens so warm, dass Eis und Schnee matschig wurden und das war dann eine ganz andere Herausforderung. Die meisten unfreundlichen Kemptner Autofahrer (nicht alle, aber sehr, sehr viele, mein Vergleich ist München) ignorierten mich, einer schnitt mir trotz der Bedingungen sogar den Weg ab. A…Loch! (Und ich sage so was wirklich nicht oft!)
Den dicksten Schneehaufen hatte es übrigens an der Firma vor dem Fahrradständer. Das bescherte mir am Dienstag dann sehr dreckige Finger, weil die Kette beim Rückwärtschieben hinten runter sprang und sich dann ganz toll zwischen kleinstem Ritzel und Strebe verklemmte. Die Mischung aus Rost, Salz, Dreck und verschiedenen Fetten und Ölen war kaum von den Fingern zu bekommen :/
Alles in allem hatte ich aber Spaß ;-)
Der beste Allgäuer grub am Montag mein Auto aus, weil ich das am Dienstag für die Firmenweihnachtsfeier brauchte. Ich hatte meinen Ladies vorgeschlagen, sie zur Feier zu fahren (und nachher natürlich zurück). Die brasilianische Azubine nahmen wir auch gleich mit. Die hatte sich extra für die Feier ein Dirndl gekauft, weil man ihr weisgemacht hatte, bei traditionellen Feiern in Bayern kommen alle in Tracht. Man hatte das zwar eigentlich rechtzeitig aufgeklärt, aber sie hatte sich das nun in den Kopf gesetzt und zog es durch :-)
Die Weihnachtsfeier war nett (allerdings durften die Teamleiter nicht bei ihren Teams sitzen, das war schade). Unter anderem ließ ‘der Chef’ alle Leute Tische-weise aufstehen und erklären, wo sie herkamen, um dann zu betonen, wie divers wie sind und wie gut wir zusammenarbeiten. Und alle Neuen mussten zwischen Essen (gut) und Dessert (auch gut) vorn auf die Bühne kommen und ‘Oh Tannenbaum’ singen. Netterweise gab es ein Textblatt für alle und wir waren gut 20 Leute, das war dann nur halb schlimm (eigentlich gar nicht schlimm) ;-)
Donnerstag war dann wieder ein einziger strahlend schöner Tag zwischen den ganzen herbst-winterlichen Schmuddeltagen und ich hatte frei. Mein Chef hatte netterweise wieder ein Meeting für mich verschoben. Wir machten eine Skitour in Baad, fast ganz allein mit bestem Schnee :-) Der Tag war einfach nur wunderbar :-)
Nach der Superskitour machte das Wetter da weiter, wo es aufgehört hatte, es wurde aber ein paar Grad wärmer und der ganze schöne Schnee wurde über die nächsten Tage zusammengeregnet :-( Wir nutzten den Samstag für die längst überfälligen Weihnachtsvorbereitungen und allerlei Haushaltsdinge.
Sonntag stiegen wir noch mal zum Fernsehturm hoch, aber das war mehr um rauszukommen als wegen Freude dran. Hinterm Tennisplatz ist inzwischen alles total matschig und dreckig, weil ein Harvester Bäume aus dem Wald holt und oben hatte es teils tiefen Schneematsch – der war aber wenigstens nicht dreckig :/
Die Woche begann damit, dass ich das Winterrad aus dem Keller holte. Es lag zwar nicht viel Schnee, aber es war kalt und stellenweise eisig, da war es schon gut, Spikes zu haben. Ich hatte zwar am Sonntag noch nach dem Rad geschaut und es schaltet hinten auch prima, aber vorn ging nichts. Ich meldete das Problem dem besten Allgäuer und ab Dienstag schaltete das Rad auch vorn wieder :-) Mit dem Winterrad ist das Radeln aber doch deutlich anstrengender und ich brauchte etwas länger.
Arbeitstechnisch ging es rund wie üblich. Das ist zwar anstrengend, aber auch prima, denn es macht nach wie vor viel Spaß. Bei den neuen Projekten geht es endlich vorwärts und unsere APIs werden genutzt - natürlich tauchen jetzt Fehler auf, aber das war ja zu erwarten. Für das ganz alte und mein Hauptprojekt fuhren mein Chef und ich zu dem großen Kunden im nächsten Ort. Eigentlich ging es vor allem darum, dort über Weiterentwicklungen am alten Produkt zu reden, aber wir schafften es diesmal, den Leuten auch das neue Produkt so nahezubringen, dass wir uns im nächsten Jahr dann auch mal darüber unterhalten werden. Das freut mich sehr.
Montag Abend fing es zu schneien an und schneite den ganzen Dienstag durch. Beim Radeln war das kein Problem, weil es knapp um die Null Grad hatte und auf den Wegen nur wenig Schnee liegen blieb. Aber in den Bergen, da blieb er liegen, der Schnee! Ich hatte am Montag mit meinem Chef gesprochen und er war einverstanden, dass ich noch mal kurzfristig einen Tag freinahm, denn am Mittwoch sollte es trocken, kalt und sogar sonnig werden! Es wurde und so gab es am Mittwoch die erste Skitour der Saison. Im November :-) Es hatte fast ein bisserl zu viel Schnee und natürlich kaum Unterlage, aber es war super!
In Vorbereitung auf die SAN-Weihnachtsfeier am Wochenende stellte ich alle Touren fertig und trug sie ins SAN-Tourenbuch ein, um die Statistik mal wieder komplett zu dominieren. Natürlich heißt das nichts, weil es Leute gibt, die mehr machen und das nicht eintragen, aber mein kleines kompetitives Seelchen freut es trotzdem, da fast ganz oben zu stehen. Der beste Allgäuer und Yak sind noch besser, aber die haben ja auch mehr Zeit.
Donnerstag und Freitag wurde das Wetter wieder schlecht und es schneite. Es fielen in ganz Bayern Unmengen Schnee und am Samstag in der Früh musste dann leider die SAN-Weihnachtsfeier abgesagt. In ganz Bayern war der Zugverkehr quasi zum Erliegen gekommen (der Münchner Hauptbahnhof war geschlossen), viele Straßen waren gesperrt und es wäre vermutlich so gut wie unmöglich gewesen, zum Spitzingsee zu kommen. Sehr schade, aber die einzig sinnvolle Möglichkeit.
Wir schaufelten am Samstag erst mal zu zweit 2 Stunden Schnee und kämpften uns dann vom Tennisplatz aus durch teils oberschenkelhohen Schnee zum Fernsehturm, einfach nur weil Schnee halt ;-) Unterdessen schneite es weiter und der beste Allgäuer musste noch mal Schnee räumen.
Dann aber ließ der Schneefall nach und das Wetter wurde am Sonntag strahlend schön und wir konnten wieder eine Skitour machen :-) Wir waren natürlich nicht die einzigen und weil wir nicht früh dran waren, gab es keinen ‘richtigen’ Parkplatz mehr. Die Leute parkten später auf der Straße (was vielleicht Strafzettel gab), aber wir nahmen einfach den kleinen Wanderparkplatz unter der Brücke - total legal und allein. Die Tour war sehr voll, der Schnee war grundlos oder nahezu Piste, aber es war so-so schön :-)