Weil wir am vorigen Wochenende über 2 Steinpilze gefallen waren, dachten wir, dass vielleicht so langsam endlich die Saison beginnen könnte. Wir packten die Räder ins Auto und fuhren zum großen Waldparkplatz.
Da war noch nicht viel los. Beim Radeln war es zunächst ordentlich kühl (also kalt) bis wir den Bach gequert hatten und es bergauf ging. Hier bekamen wir dann auch den einen oder anderen Sonnenstrahl ab. Bis fast zu den Weiden der Schnitzlertalalpe waren wir allein unterwegs.
Dort konnten wir zusehen, wie die Ziegenherde mittels eines roten Eimers (in dem bestimmt tolles Ziegenfutter war) zum oberen Ende der Weide gelockt wurde (wo ein Transporter stand, wie wir später sahen). Eine Ziege war ausgebüxt und kam uns auf der Straße entgegen, verfolgt von einem jungen Mann. Wir machten uns auf der Straße breit, woraufhin die Ziege ein paar Mal hin und her lief und sich dann durch den Elektrozaun auf die Weide rettete.
Auf der Querung zum Sattel war dann ein Hindernis: ein paar Jungrinder, die sich zwischen Elektrozaun und steilem Hang zusammengerottet hatten. Der beste Allgäuer kam auf der Hangseite durch, wo ein schmaler Pfad war, dann war auch dieser Weg zu. Ich versuchte dann, auf der Zaunseite durchzukommen, und schob erst ein und dann ein weiteres Rind am Hinterteil zur Seite, aber dann war da ein Rind, das mir den Kopf zuwandte und sich nicht schieben ließ. Erst als ich mich mit dem Rad millimeterweise nach vorn schob, ging es weg und ich konnte das letzte Rind auch wegschieben. Puh! Das war ein bisserl unangenehm.
Der Weg zum Sattel ist zwar ruppig, aber anfangs ganz gut zu radeln. Das letzte Stück ist supersteil und ich hatte es bislang noch nie radeln können, aber inzwischen ist dort eine gute Piste aufgeschüttet und ich kam tatsächlich hoch. Grad so ;-)
Wir parkten die Räder hinter dem Zaun an der Gipfelweide und gingen dann am Waldrand hinauf. Es war feucht, es war warm, es hatte Bäume und Wiese, alles, was wir denken, was Pilze so brauchen, aber es gab nichts. Absolut gar nichts.
Deswegen gingen wir oben dann auch auf dem Weg weiter. Im Gelände rumstiefeln brachte ja nichts. Wir bogen zunächst rechts zum See ab und folgten dort der Querung bis zum hinteren Grat und stiegen auf dem steilen Gratweg zum Wertacher Hörnle auf. Das ist ein sehr netter Weg.
Der Gipfel war voll, deswegen gingen wir vor bis zum Skigipfel und machten dort Pause. Bequem im Gras und in der Sonne. Der Abstieg zu den Rädern danach ging schnell. Ich hatte nochmal die harten Salewas an, aber die halten meine Füße anscheinend nicht mehr aus. Bei den Rädern taten mir beide Füße ziemlich weh :-(
Aber war Laufen ja rum. Wir radelten zur Schnitzlertalalpe und kehrten dort auf Bier und Kuchen ein, was wieder sehr gut war. Die Abfahrt danach war erstaunlich kühl.

Kühles Radeln am Bach

Sonne an den Alpwiesen

Ziegen locken

Hindernis

Gefangen ;-)

Sattel mit Aussicht

Erfolgloser Anstieg im Wald

Ziel in Sicht

Gipfelbild

Abstieg

Abfahrt