Die Woche begann heiß und blieb auch so. Ich radelte schon morgens im T-Shirt zur Arbeit, blies so viel halb-kühle Luft ins Büro wie möglich und schaffte es gerade so, die Temperatur im Büro unter 30 Grad zu halten. Dazu trug bei, dass es jeden Nachmittag wolkig wurde und gelegentlich auch Gewitter hatte. Ich wurde aber nie nass, auch wenn es am Montag echt knapp war ;-)
Dienstag war Blutabnahme wegen der Schilddrüsenwerte und diesmal passten die Werte :-) Auch am Dienstag durfte ich für sämtliche Entwickler der Firma die ‘dies-sind-unsere-Dev-Standards’-Schulung halten, nachdem ich über das letzte halbe Jahr den in die Jahre gekommenen alten Standard gründlich überarbeitet und modernisiert hatte. Das hatte unerwartet viel Spaß gemacht, und die vielen Artikel, die ich lese, und Podcasts, die ich höre, haben sich da sehr ausgezahlt.
Für das Italien-Projekt schafften wir es tatsächlich, die A-Samples des neuen Produkts zum Fliegen zu bekommen und abzuliefern. Die letzten Arbeiten an den 5 Geräten machten wir eine halbe Stunde vor Abgabe. Puh!
Und dann liefen die Geräte in Italien nicht. Nach viel Diskussion, auch mit den Italienern, stellten wir dann fest, dass SIM-Karten für IOT-Geräte bis zu 48 Stunden brauchen, wenn sie in ein anderes Land gebracht werden. Üblich sind 10 Minuten bis 2 Stunden. Nach einer Stunde etwa meldete sich dann auch das erste der 5 Geräte beim Server. Nochmal Puh! Weil die italienischen Entwickler an eine riesige Halle angeschlossen sind, in der der LTE-Empfang eher so mittel ist, schickten wir ihnen dann noch eine unserer guten Antennen mit einem sehr langen Kabel, damit sie wenigstens die Antenne nach draußen stellen können.
Die besten Eltern starteten am Freitag in aller Herrgottsfrüh nach Frankreich zu einer Seine-Kreuzfahrt mit viel Kultur und auch der Besichtigung der renovierten Notre-Dame, für die sich die beste Mama sehr interessiert. Übers Wochenende kamen schon mal schöne Bilder aus Rouen :-)
Der beste Allgäuer war unheimlich fleißig in dieser Woche. Am Montag schliff er die ranzige und verhaute Eingangstür ab und lasierte sie neu (sieht super aus, wie neu!), dann plante er den Ersatz der kaputten Balkonbretter.
Die Menge und Länge der Bretter waren zu viel für den Kangoo, deswegen war es sehr nett von Kumpel P., dass er uns mit seinem großen Transporter aushalf. Der beste Allgäuer räumte am Freitag den Balkon ab (alte Bretter und Untergestell raus und den jahrelang angesammelten Dreck darunter entfernen) und fing schon mal an, das neue Untergestell zu sägen.
Den restlichen Freitag und Samstag bauten wir (also er, ich reichte gelegentlich eine helfende Hand und stellte mich zum Stabilisieren auf irgendwas drauf) dann den Balkon neu auf. Sieht super aus, finde ich, ist aber im Moment noch recht wackelig, weil der Blech-Unterbau des Balkons krumm ist und die Kanthölzer des neuen Unterbaus krumm sind und die neuen Balkonbretter auch krumm sind. Das wird sich in den nächsten Regen-Sonne-Zyklen sehr wahrscheinlich setzen (auf den krummsten Ecken stehen nun schwere Hanteln, um den Prozess zu beschleunigen).
Dass der Allgäuer beim Planen des Balkons irgendwann einen Zahlenfehler in die Abmessungen gebracht hatte, beschäftigte ihn lang. Wir haben nun eine Menge Bretter übrig, aber ich bin zuversichtlich, dass sich für die auch noch eine Verwendung finden wird ;-)
Den Rest vom Sonntag verbrachten wir im Garten, wo ich weiterem Unkraut (Definition: übernimmt alles und breitet sich aus wie … naja, Unkraut) zu Leibe rückte und aus dem Gestrüppverhau viele Schwarze Johannisbeeren ernten konnte :-) Was wir nicht alles haben :-)




