Die Woche begann ausgesprochen herbstlich mit dickem Nebel. Ich konnte grad mal von einem Straßenpfosten zum nächsten sehen, das war schon recht cool, irgendwie anderweltlich :-) An den anderen Tagen hatte es tief hängende Wolken in den Bergen, was auch super aussah. Es war reichlich kühl in der Früh, kurz vor Handschuhen.
Montag war der jährliche Protesen-Check-Termin, bei dem ich auch gleich die ACP-Auffrischung für den Knöchel vereinbart hatte. Die beiden Termine schienen das Praxis-Team etwas zu überfordern, denn ich wurde erst mal ins ACP-Zimmer geschickt, wo der Doc dann kam und meinte, das sei ein Fehler, ich wolle erst mal zum Gespräch (sinnvoll). Mit dem Hin- und Her und zwischendurch immer Warten war ich dann etwa anderthalb Stunden da. Puh!
Beim Prothesen-Check biegt der Doc das Knie immer unerwartet in alle möglichen Richtungen, was für mich sehr schwierig ist. Ich tue mich schwer mit Entspannung (niemals die Kontrolle abgeben!) und vielleicht auch deswegen zwickte es einmal sehr übel im Knie. Aber er ist zufrieden mit Gangbild und Beweglichkeit, das ist ja schon mal was. Die ACP-Spritze war so unangenehm wie befürchtet (aber mei, schon aushaltbar). Alles in allem ist der schon OK, der hiesige Doc, ich fühle mich schon gut aufgehoben, aber ich vermisse den Münchner Doc :-(
Am Mittwoch gingen wir eine Runde über den Blender, weil das Wetter so halbwegs OK war. Es war relativ windig und frisch, deswegen ließen wir es am Kreuz gut sein und gingen direkt wieder runter.
Ich tauschte meinen ‘Einkaufstag’ von Freitag auf Donnerstag, um am regnerischen Donnerstag einkaufen und am schöneren Freitag radeln zu können. Fürs Radeln war das gut, fürs Einkaufen nicht so sehr, denn Donnerstagnachmittag war deutlich mehr los.
Mit den Zwetschgen hatten wir die vorige Woche zu früh angefangen. In dieser Woche fing der Baum erst so richtig an, Zwetschgen zu machen. Ich entsteinte und fror ein, der Beste Allgäuer machte einen Mürbteigdatschi (der Teig war schwer zu verarbeiten, der Kuchen war natürlich gut).
Am wolkigen Samstag versuchten wir, bei der Runde über den Rottachberg Pilze zu finden. Das war aber sowas von aussichtslos, dafür gibt es kaum Worte. Es gab Nix und davon viel. Ich glaube ja nicht, dass ich noch irgendwann lerne, was ‘unsere’ Pilze brauchen und mögen. War doch warm und feucht?
Leider tat die Rottachbergrunde meinem Knöchel überhaupt nicht gut. Als wir wieder am Auto waren, humpelte ich und es stach bei jedem Schritt. Damit mussten wir uns für den Sonntag eine gemäßigte Runde aussuchen. Wir radelten von Süden zur Strausbergalpe und gingen über’s Imberger Horn. Es war sehr voll, aber die Runde ist sehr schön, deswegen war das prima. Der Abstieg war aber schlimm :-(