Dein Browser kann leider nicht vernünftig mit CSS umgehen. Den Inhalt siehst du, das Design dagegen ist futsch.

Eisig kalt

Montag, Januar 13, 2003

war es am Wochenende. Jeden Morgen zeigte das Thermometer -10 Grad in Kempten, als wir das Haus verliessen. Und in den tief eingeschnittenen Tälern rund um Oberstdorf war es noch um einiges kälter. Um diese Jahreszeit schafft es kein einziger Sonnenstrahl in einige der engen Täler.

Mit genügend Kleidung nach dem Zwiebelprinzip (viele dünne Schichten, statt weniger dicker Kleidung) lassen sich aber auch Temperaturen um -20 Grad prima aushalten :-)

Am Samstag hatten wir uns die Höferspitze vorgenommen. Ein schöner Berg mit einer langen wunderschönen Abfahrt auf der wir wundervollen Tiefschnee vermuteten. Es war kalt und zugig im Bärgunttal und wir betrachteten ein wenig besorgt die Schneefahnen auf den hohen Graten um uns herum. Auf halbem Weg rieten uns 3 völlig verfroren aussehende Skifahrer vom Weitergehen ab. Da oben sei es extrem kalt und ungemütlich und der Schnee sei entweder verblasen oder wirke furchtbar instabil.

Hmm. Wir wollten Spass, nicht Lawinen und Schneesturm. Wir folgten also dem Rat der 3 und kehrten um. Da aber ein halber Tag übrig war und eine halbe Skitour nicht wirklich zufriedenstellend ist, hängten wir noch eine zweite halbe Skitour an und fellten am Gamsfuss erneut auf.

Wir waren zwar zu spät dran, um oben in der Sonne Brotzeit zu machen, doch war der Aufstieg durch den Wald schön und sogar fast warm, weil da die Sonne rein schien. Brotzeit gab's dann erst am Rückweg auf einer Bank am Spazierweg von Baad. Ob's denn da hinten einen Lift hätte, fragten nicht wenige der Fussgänger angesichts der Skier neben uns. Dass man auch zu Fuss auf Berge laufen kann, fanden die meisten sehr erstaunlich und nicht wenige der älteren Herrschaften lobten uns ausdrücklich ;-)

Am Sonntag zog es uns auf die Güntlespitze. Für uns eine ganz neue Tour, aber im Führer wurde das als 'Modetour' bezeichnet. Zu Recht - mit uns stiegen ganze Heerschaaren Tourengeher auf den Berg. Trotzdem war es eine wunderschöne Tour und am Gipfel war es im Windschatten fast schon warm - zumindest dann, wenn man die Hände beim Tee trinken in den Handschuhen liess ;-)

Und die Abfahrt war oben ganz einfach traumhaft :-) Kaum zerfahrener knietiefer Pulverschnee auf Hängen mit perfekter Neigung (also relativ steil, nicht flach). Sogar der beste Allgäuer von allen hatte endlich mal richtig Spass an der Abfahrt - sonst freut ihn eher der Aufstieg, schliesslich kann er noch nicht soooo lang skifahren. Tiefschneefahren ist ziemlich anstrengend, ich habe heute ziemlich müde Beine. Ich bin heute früh sogar mit dem Aufzug in meine Wohnung im zweiten Stock gefahren ;-)

Alles in Allem: ein perfektes Wochenende :-)

Gute Nachricht am Rande :-))
Das Projekt Ski-Trainings-Zentrum der DSV am Grünten ist am Wochenende per Bürgerentscheid in Rettenberg gekippt worden. Super! Die wollten den halben Berg planieren und mit Flutlicht und riesigen Liftanlagen ausstatten. Nun kommt zwar keine Kohle nach Rettenberg, aber dafür bleibt die Natur erhalten. Lob, Lob, Lob für die Rettenberger!

Von engel am 13.01.2003 06:35 • outdoor

Reiseberichte

Bücher :-)

Letzte Einträge

Letzte Kommentare


Have fun!