Nach ein paar Tagen Garten- und anderer Arbeit sollte der Dienstag ein toller Bergtag werden. Wir planten kurzfristig um und fuhren von Grän Richtung Fall zu dem Wanderparkplatz in der Mitte. Das ist eine interessante Strecke, denn auf der deutschen Seite läuft das Vieh frei im ganzen Tal herum. Auf der Straße und weil die Kühe Autos gewohnt sind, lassen sie sich recht wenig von den Fahrzeugen stören.
Wir wurstelten uns durch die Autos und die Kühe und bogen auf die Forststraße ein. Unten war es recht schattig und entsprechend kühl, aber die Piste ist steiler, als ich in Erinnerung hatte, daher wurde es uns schnell warm. Die Piste schien frisch aufgekiest, wir mussten gut schauen, auf möglichst festem Untergrund zu radeln.
Diese Piste ist auch lang und steil und lässt nicht oft nach. So wird Radeln mit der Zeit immer anstrengender (hatte ich komplett vergessen). Oben wird es endlich etwas flacher und man kann schon den Sattel zum Aggenstein sehen, da geht es dann noch mal so richtig steil bergauf. Puh!
An der Gipfelstation wurde mit schwerem Gerät gearbeitet, deswegen stellten wir die Räder schon vorher in den Wald und gingen zu Fuß weiter. Der Anstieg die steile Nordseite hinauf ist mit vielen Kehren gut zu gehen.
Am Sattel vor dem Gipfelaufbau konnten wir die lange Schlange im Gipfelsteig sehen und ich wäre beinahe direkt zur Bad Kissinger Hütte abgebogen. Der beste Allgäuer wollte aber zum Kreuz, also stiegen wir auch ein und hielten uns halt ein wenig abseits vom Seil. Es stellte sich dann heraus, dass das eben einfach ein ungünstiger Moment gewesen war. So viel war dann doch nicht los.
Wir machten auf dem Nebengipfel Pause, aber es war auch mit Jacke nicht allzu gemütlich, weil der Wind reichlich kühl war. Wir stiegen also bald wieder ab und machten uns auf den Weg zur Bad Kissinger Hütte, wo wir auf Käsekuchen und Bier einkehrten. War beides gut (wenn auch nicht günstig).
Neben uns trafen gerade Wegebauer der Sektion Bad Kissingen ein, allesamt ältere Herrschaften und schon deutlich in Rente und sehr fröhlich. Ein Gast spendierte den Wegebauern Bier (nach Wahl, war viel Alkoholfreies dabei) und die bedankten sich mit einer mehrfachen kleinen La-Ola-Welle.
Für den Abstieg gingen wir an der Kreuzung für den Abstieg nach Grän vorbei und stiegen über den ‘Bösen Tritt’ die Nordseite hinab. Das machen wir nicht oft und der Weg ist echt nett. Die Abzweigung zurück zur Seilbahn ist sehr versteckt, da muss man aufpassen. Der Gegenanstieg zum Sattel war dann ausgesprochen mühsam, aber wie immer kommt man irgendwann halt doch oben an. Wir machten erst mal Pause auf einer Bank in der Sonne.
Zu den Rädern war es danach nicht mehr weit. Bei der Abfahrt musste man wegen des lockeren Kieses gut aufpassen. Wir überholten einen (noch) älteren Herrn auf einem E-Bike, der nahezu Schrittgeschwindigkeit fuhr. Na, besser so als ungewollt absteigen.
Sehr nette Runde, trotz der diversen Mühen und des Betriebs :-)

Rinderstau am Wanderparkplatz

Losradeln

Ein sonniger Abschnitt

Weit oben mit Blick aufs Ziel

Anstieg über die Nordseite

Kraxeln zum Gipfel

Es ist viel los

Die letzten Meter weit neben dem Seil

Am Gipfel

Edelweiß :-)

Abstieg über den Bösen Tritt

Im Abstieg

Rückblick vom Gegenanstieg aus

Abfahrt mit Aggenstein
Bei nicht ganz so tollem Wetter drehten wir mal wieder eine Runde durch den unzugänglichen Wald auf der Rückseite vom Blender. Mit Bergstiefeln, was nicht verkehrt war. Verschiedene Stellen sind inzwischen komplett zugewachsen und von Pilzen gab es lang kaum eine Spur (ein paar alte vergammelte irgendwas).
Aber als wir uns dann endlich zu den Stellen durchgeschlagen hatten, wo es fast immer was gibt, fanden wir tatsächlich Steinpilze :-) Genügend für 2 Essen für uns :-) Und danach gab es nichts mehr ...

Für den schönen Samstag hatten wir uns Größeres vorgenommen, aber der Umstände wegen kamen wir erst spät weg und planten deswegen auf eine kleinere Tour um. Eine neue Tour in der Oberstdorfer Gegend, wo wir bisher noch überhaupt nicht gewesen waren.
Wir parkten am Parkplatz für die Sturmannshöhle, weil wir da so praktisch vorbeikamen, und radelten dann leicht fröstelnd zur Abzweigung ins Lochbachtal rüber. Direkt an der Abzweigung hat es an der Bushaltestelle auch ein paar Parkplätze, aber die 500 Meter hin und zurück sind mit Rädern unerheblich.
Die Straße ins Lochbachtal lag in der Sonne und weil es dort dann auch gleich in vielen Kehren bergauf geht, wurde uns bald warm. An der ersten Kehre konnten wir die Pullis ablegen. Anfangs dachte ich noch, dass wir hier sehr nett allein unterwegs seien, aber der Eindruck täuschte. Wir wurden immer und immer wieder von E-Bikern überholt. Die Strecke ins Lochbachtal scheint sehr beliebt zu sein.
Wir radelten lang und weit ins Tal hinein, bis wir schließlich zu der Abzweigung kamen, wo die Runde über den Besler startet. Nachdem wir die Räder abgestellt und uns umgezogen hatten, marschierten wir erst ein Stück eine Teerstraße hinauf und dann auf einer neu hergerichteten, steilen Piste weiter. Das war nicht schön zu gehen, aber die Aussicht war super und neu :-)
Oben machte die Piste einen sehr weiten Bogen, den wir über die Wiesen am Waldrand abkürzten. Hier fielen wir über viele, alte Pilze, Steinpilze, Schuster, Gallenröhrlinge und irgendwelche scharfen Täublinge. Die Menge hätte für viele Essen gereicht, aber alle Pilze waren zu alt. Schade.
Nach der letzten Hütte kamen wir auf den Wanderweg zum Besler und es dauerte nicht lang, bis wir am Gipfelaufbau ankamen. Wir nahmen natürlich den kleinen Steig zum Gipfel :-) Oben war einiges los, deswegen verzogen wir uns nach ein paar Fotos ein Stück vom Kreuz weg auf einen sonnigen Fleck, um Pause zu machen. Dort bleiben wir allerdings nicht sehr lang, denn eine größere Gruppe fing in der Nähe an, esoterische Gespräche zu führen. Da wollten wir dann lieber nicht bleiben.
Wir stiegen auf dem Normalweg vom Gipfelaufbau ab bis zur Wegeverzweigung und gingen dann auf dem Gratrücken weiter ins Lochbachtal hinein. Da hat es beeindruckende Felswände und steile Abbrüche. Kurz bevor der Weg ins Lochbachtal hinabführte, trafen wir auf eine weitere Stelle mit vielen sehr großen und alten Steinpilzen. Diese Stelle hätte noch mal mehrere Essen ergeben. Der Weg führte in Kehren durch eine der steilen Wiesen und brachte uns an eine Teerstraße, die einfach in einer Wiese endete.
Wir kürzten die letzte Kehre der Straße auf der Wiese ab und kamen an die Freyburger Alpe (https://www.alpen-allgaeu.de/freyburger-alpe/), wo es gutes Bier und wirklich ausgezeichneten Kuchen gab. Allerdings war die Sonne inzwischen verschwunden und es hatte einen leichten Wind, was mich bald dazu brachte, eine lange Hose und einen Pulli anzuziehen. Es war trotzdem kühl.
Zu den Rädern war es danach nicht mehr weit und es blieb kühl. Ich zog auch noch eine Jacke an und auch der beste Allgäuer rüstete mit Hose, Pulli und Jacke auf. Trotzdem war die Abfahrt (im Schatten, mit Wind und ohne auch nur einmal treten zu müssen) ordentlich kühl. Dass das Auto von der Sonne aufgeheizt war, war zur Abwechslung mal sehr angenehm :-)
Das war eine ausgesprochen schöne Runde, die wir sehr wahrscheinlich nicht zum letzten Mal gemacht haben.

Start ins Lochbachtal

Im Lochbachtal

Das Ziel im Blick

Sehr altr Steinpilz, Durchmesser knapp 20cm

Die letzten Meter Piste

Im Mini-Steig

Am Gipfel

Neue Wege für den Abstieg

Vor steilen Wänden

Abfahrt
So richtig viel Hoffnung hatten wir nicht, aber es ist halt die richtige Jahreszeit, es war inzwischen wenigstens halbwegs feucht und irgendwann musste es ja klappen. Wir fuhren also Richtung Alpsee.
Dort war parken gar nicht so einfach, denn der Wanderparkplatz war für ein Fest am Wochenende (vermutlich Viehscheid) gesperrt. Nachdem wir einen Einheimischen gefragt hatten, stellten wir den Clio auf einen Parkplatz bei der Schule vor dem Dorfladen. Ich hatte ein bisserl ein schlechtes Gewissen, weil sich da auch ein Restaurant befand und ich dachte, der Parkplatz gehöre wohl dazu. Immerhin hatte es kein Schild.
Wir stießen gleich am Anfang der Runde auf zwei Schusterpilze, die wir aber erst im Nachhinein erkannten (und im Abstieg abholten). Das machte uns Hoffnung, aber der Wald war fast so leer wie all die anderen Wälder auch, es war ausgesprochen mühsam.
Aber am Ende hatten wir doch ein paar Pilze in den Beuteln, viele Schusterpilze und 3 (!!!) Steinpilze. Insgesamt genug, um am Abend die besten Eltern zu bewirten :-)
Unten kehrten wir dann noch in der Dorfwirtschaft ein, um den Parkplatz nicht allzu unberechtigt genommen zu haben. Das war eine gute Idee, denn die Wirtschaft ist total urig und es gab ausgezeichneten Kuchen.

Schusterpilze

Neugieriges Jungrind

Pantherpilze (haben wir schön stehen lassen :-))

Rauhfussröhrling (kam auch nicht in die Pfanne)
Der Dienstag sollte schön werden und unter der Woche kann man sich auch durch den Tunnel trauen, ohne in die Blockabfertigung zu kommen. Wir starteten also recht früh Richtung Lechtal und stellten den Kangoo auf dem großen Parkplatz in Boden ab, der für unter der Woche erstaunlich voll war.
Es war frisch, deswegen starteten wir langärmelig, aber weil die Piste zur Materialseilbahn gleich am Anfang ordentlich hochgeht, konnten wir die Pullis bald ablegen. Die Piste ist überhaupt steiler, als ich in Erinnerung hatte (vielleicht auch, weil sie so schotterig ist), und ich musste die letzten Meter vor der Abfahrt zur Senke schieben. Der Rest der Strecke zur Materialseilbahn war dann nicht mehr so steil, aber sehr schottrig.
Nachdem wir die Räder abgestellt hatten, gingen wir bis zur Brücke, wo es dann steil zur Hanauer Hütte hinaufgeht. Dort holten uns die Leute ein, die mit uns am Parkplatz gestartet waren. Obwohl wir gefühlt das Tempo hielten, das wir vorher schon gegangen waren, kamen die Leute nicht näher, allerdings fühlte es sich ein bisserl nach Rennen an. Wir machten an der kleinen Wiese mit Altar eine Pause und waren danach wieder allein.
Die Hütte kürzten wir über Pfadspuren ab und stiegen am Kletterfelsen vorbei zum unteren Parzinnsee, der nahezu komplett leer war. Die Gegend da oben ist einfach nur wunderbar :-)
Am See bogen wir zur Kogelseescharte ab und machten vor dem oberen Parzinnsee eine Pause auf einem netten Fleck Wiese. Gegenüber war ein großer Felsen mit Murmelbau, aus dem sich nach einer Weile auch ein Murmeltier heraustraute, bis wir weitergingen.
Der Anstieg in die Kogelseescharte ist steil und sehr geröllig, und das ist genauso anstrengend, wie es sich anhört. Im Rückblick sahen wir auf den oberen Parzinnsee, der zu unserem Erstaunen gut gefüllt war. In der Scharte machten wir kurz Pause und stiegen dann zum Grateinstieg zur Kogelseespitze hinunter. Zumindest wollten wir das, aber als wir den Trittspuren fertig gefolgt waren, standen wir wieder in der Scharte :/
Ich schaute mir den Weg noch mal auf dem Navi an und stellte fest, dass wir zu früh nach oben abgebogen waren. Beim nächsten Versuch fanden wir dann den Einstieg :-) Der Pfad von der Kogelseescharte zur Kogelseespitze ist vergnügliches Gekraxel, unterbrochen von schuttigen Bändern, und zieht sich am Ende, wo man ganz oben dem Gratverlauf folgt, ein wenig hin. Aber irgendwann erreicht man doch den Gipfel und hat eine großartige Aussicht nach überall :-)
Wir machten eine kurze Pause (ist nicht allzu bequem da oben und der Rückweg ist lang) und machten uns dann an den Abstieg. Im plattigen Feld vor dem Gufelseejöchl sahen wir sogar einen einsamen Steinbock, der uns beim Näherkommen beobachtete und dann gemütlich ein Stück auf dem Weg abstieg und in die Steilwand auf der Parzinnseite verschwand.
Am oberen Parzinnsee machten wir noch mal eine Pause und stiegen dann zur Hanauer Hütte ab, wo wir noch auf Bier und Apfelstrudel (nur ich) einkehrten. Die vielen Hüttengäste fingen an, das Abendessen zu bestellen, wir machten uns an den restlichen Abstieg. An der Hütte war es in der Sonne noch ziemlich warm gewesen, im schattigen Abstieg war es netterweise kühler und beim Radeln war es dann sogar fast kalt.
Wir waren um halb sieben am Auto und beschlossen, direkt noch im Lechtal zum Essen zu gehen. Das Jamdo hatte auf und wir bekamen gute Pizza und Salat. Bei der Heimfahrt war es dann schon dunkel.
Schöne Tour und endlich mal wieder das Parzinn :-)

Am Anfang der Piste zur Materialseilbahn

Radeln mit Aussicht

Es geht zu Fuß weiter

Vor der Hanauer Hütte

Beim Unteren Parzinnsee, hinten die Parzinnspitze

Auf dem Weg zur Kogelseescharte

Murmelsichtung

Der Geröllanstieg

Abstieg zum Grateinstieg

Einstieg gefunden!

Gerölliger Anstieg im Grat

Zwischendurch gibt es Kraxelstellen

Auf dem Weg zum Gipfel

An der Kogelseespitze

Steinbock

Noch ein Murmeltier

Abstieg

Hanauer Hütte in Sicht

Abradeln
Zum Start des September-Urlaubs hatten wir uns eine Tour ausgesucht, die wir schon ein paar Mal geplant und dann doch nicht gemacht hatten. Weit zu fahren war es auch nicht. Dafür brauchte es vergleichsweise lang, weil ich aus den vielen Möglichkeiten, die Sperrung bei Hegge zu umfahren, die ungeschickteste nahm.
Wir parkten an der Brücke, wo es trotz der inzwischen fortgeschrittenen Zeit noch haufenweise Parkplätze gab, und radelten gemütlich ins Retterschwanger Tal hinein. Anfangs war nicht viel los (dafür gab es sogar Bio-Biker), später wurden wir von unerwartet vielen Motorradlern überholt. Unsere Räder fanden aber problemlos noch einen Parkplatz an der Entschenalpe.
Wir gingen direkt zum Stein weiter und machten dort erst mal Pause, auch um Hose und T-Shirt zu wechseln. Dann stiegen wir gemütlich und einsam zum Sattel. Erst oben trafen wir auf Leute, 4 Jungs und ein Paar, die uns im Abstieg entgegen kamen.
Auf dem Grat zum Entschenkopf war dann wie erwartet einiges los. Der Aufstieg zum ersten Kopf war wie immer ganz nett, die lange Querung zum Gipfel war (auch wie immer) ein bisserl nervig und lang.
Kurz vor dem Gipfel muss man einen kleinen Vorsprung umgehen und, wenn man etwas größer ist, sich unter einer Felsnase durchducken. Der beste Allgäuer übersah die Nase und knallte voll dagegen. Er war erst mal etwas benommen, glücklicherweise aber nicht so sehr, dass er umkippte (was am Grat vielleicht ungeschickt gewesen wäre).
In Allgäuer Art schimpfend ging er weiter, was drei entgegenkommende Frauen zu der Frage veranlasste, ob er auch Verarztung brauche. Sie hätten gerade einen anderen verpflastert, der ebenfalls an die Nase gerannt war. Auf den trafen wir nach ein paar Metern und konnten das Blut sehen, das ihm vom Kopf gelaufen war. So schlimm hatte es den besten Allgäuer glücklicherweise nicht erwischt.
Am Gipfelkreuz machten wir Fotos und gingen dann noch ein Stück am Grat weiter. Dort machten wir einigermaßen bequem Pause. Wir hatten uns unterwegs entschieden, die Runde zu machen und auf der anderen Seite abzusteigen, daher gingen wir nach der Pause direkt in dieser Richtung weiter. Der Abstieg ist oben ein wenig verwirrend, weil es so viele Spuren hat, aber man sieht direkt zum Einstieg zur Kletterstelle, deswegen kann man sich nicht wirklich verlaufen.
Es kamen gerade 2 Leute die Kletterstelle hinauf. Der Mann stieg auf dem korrekten Ausstieg aus der kleinen Wand aus, die Frau verstieg sich aber und hing dann in bröseligem Schrofenglände fest und kam weder vor noch zurück. Der Mann versuchte, ihr einen Stock zur Hilfe zu reichen, kam aber nicht nah genug heran (außerdem sind Wanderstöcke natürlich nicht geeignet, um sich festzuhalten). Der beste Allgäuer kam zur Hilfe, stieg zu der Frau hinab und reichte ihr einen Arm, an dem sie sich hochziehen konnte. Wir unterhielten uns dann noch ein wenig (es waren Franzosen) und bestätigten, dass der Weg auf der anderen Seite runter etwas einfacher sei.
Der Abstieg nach der kleinen Wand ist steil und sehr geröllig (und zwischen den Latschen reichlich warm), aber ohne weitere Schwierigkeiten. Im Sattel stiegen wir nach rechts ins Retterschwanger Tal ab und trafen kurz drauf auf die 4 Jungs, die wir unterm Sattele im Abstieg getroffen hatten, und die etwas erschöpft aussahen. Die Wegfindung auf der Umrundung war wohl nicht einfach gewesen.
Das bestätigte uns kurz drauf auch das Paar, das uns ebenfalls unterm Sattele im Abstieg entgegengekommen war. Der Herr wies uns darauf hin, dass es dort stellenweise überhaupt keinen Weg gäbe. Da kann man nicht widersprechen, das ist so. Allerdings wunderte ich mich ein wenig, wie die Jungs und das Paar überhaupt auf den Nicht-Weg gekommen waren.
Wir stiegen weiter ab und weil das letztes Mal (mindestens 2 Jahre her) ganz gut geklappt hatte, querten wir oberhalb der Senke zum großen Stein. Dazwischen waren allerdings ein paar Unwetter durchgezogen und hatten eine tiefe erdige Rinne erzeugt, die zu queren nicht ganz einfach war :/
Der Einstieg zur Querung war wie üblich einfach zu finden, die Trittspuren danach führten uns aber diesmal weit, weit nach oben, sodass wir oberhalb des kleinen Hüttchens auf den Rückweg zur Entschenalpe trafen. Das war einigermaßen anstrengend ;-)
Der Rückweg zu Entschenalpe zog sich dann wie üblich etwas hin. Für die Abfahrt zogen wir uns etwas über, aber wir kamen trotzdem ganz schön kühl beim Auto an. Zur Abwechslung war es mal sehr willkommen, dass das Auto in der Sonne gestanden hatte und schön aufgewärmt war :-)

Auf dem Weg ins Retterschanger Tal

Rückblick, fast schon an der Entschenalpe

An der Hinteren Entschenalpe

Auf dem Weg zum Sattele

Am Sattele

In der Steilstelle

Der lange (sehr lange) Grat zum Gipfel

Am Entschenkopf

Abstieg auf der anderen Seite

Im Latschentunnel

Ausstieg aus einer der ausgewaschenen Rinnen

Einstieg zur Querung

In der Querung (Büschegewurschtel schon hinter uns)

Abfahrt
Weil wir am vorigen Wochenende über 2 Steinpilze gefallen waren, dachten wir, dass vielleicht so langsam endlich die Saison beginnen könnte. Wir packten die Räder ins Auto und fuhren zum großen Waldparkplatz.
Da war noch nicht viel los. Beim Radeln war es zunächst ordentlich kühl (also kalt) bis wir den Bach gequert hatten und es bergauf ging. Hier bekamen wir dann auch den einen oder anderen Sonnenstrahl ab. Bis fast zu den Weiden der Schnitzlertalalpe waren wir allein unterwegs.
Dort konnten wir zusehen, wie die Ziegenherde mittels eines roten Eimers (in dem bestimmt tolles Ziegenfutter war) zum oberen Ende der Weide gelockt wurde (wo ein Transporter stand, wie wir später sahen). Eine Ziege war ausgebüxt und kam uns auf der Straße entgegen, verfolgt von einem jungen Mann. Wir machten uns auf der Straße breit, woraufhin die Ziege ein paar Mal hin und her lief und sich dann durch den Elektrozaun auf die Weide rettete.
Auf der Querung zum Sattel war dann ein Hindernis: ein paar Jungrinder, die sich zwischen Elektrozaun und steilem Hang zusammengerottet hatten. Der beste Allgäuer kam auf der Hangseite durch, wo ein schmaler Pfad war, dann war auch dieser Weg zu. Ich versuchte dann, auf der Zaunseite durchzukommen, und schob erst ein und dann ein weiteres Rind am Hinterteil zur Seite, aber dann war da ein Rind, das mir den Kopf zuwandte und sich nicht schieben ließ. Erst als ich mich mit dem Rad millimeterweise nach vorn schob, ging es weg und ich konnte das letzte Rind auch wegschieben. Puh! Das war ein bisserl unangenehm.
Der Weg zum Sattel ist zwar ruppig, aber anfangs ganz gut zu radeln. Das letzte Stück ist supersteil und ich hatte es bislang noch nie radeln können, aber inzwischen ist dort eine gute Piste aufgeschüttet und ich kam tatsächlich hoch. Grad so ;-)
Wir parkten die Räder hinter dem Zaun an der Gipfelweide und gingen dann am Waldrand hinauf. Es war feucht, es war warm, es hatte Bäume und Wiese, alles, was wir denken, was Pilze so brauchen, aber es gab nichts. Absolut gar nichts.
Deswegen gingen wir oben dann auch auf dem Weg weiter. Im Gelände rumstiefeln brachte ja nichts. Wir bogen zunächst rechts zum See ab und folgten dort der Querung bis zum hinteren Grat und stiegen auf dem steilen Gratweg zum Wertacher Hörnle auf. Das ist ein sehr netter Weg.
Der Gipfel war voll, deswegen gingen wir vor bis zum Skigipfel und machten dort Pause. Bequem im Gras und in der Sonne. Der Abstieg zu den Rädern danach ging schnell. Ich hatte nochmal die harten Salewas an, aber die halten meine Füße anscheinend nicht mehr aus. Bei den Rädern taten mir beide Füße ziemlich weh :-(
Aber war Laufen ja rum. Wir radelten zur Schnitzlertalalpe und kehrten dort auf Bier und Kuchen ein, was wieder sehr gut war. Die Abfahrt danach war erstaunlich kühl.

Kühles Radeln am Bach

Sonne an den Alpwiesen

Ziegen locken

Hindernis

Gefangen ;-)

Sattel mit Aussicht

Erfolgloser Anstieg im Wald

Ziel in Sicht

Gipfelbild

Abstieg

Abfahrt
(Beinahe) Ende August schon und bislang kein einziger Pilz, das konnte so nicht bleiben. Oder zumindest hofften wir das, ein ganz kleines bisserl zumindest. Immerhin hatte es in letzter Zeit nach der Hitze und der (relativen) Dürre ein paar Mal geregnet.
Der Plan war gewesen, von der Sonnenklause aus die übliche Runde abzulaufen, deswegen hatte ich auch harte Schuhe dabei, um im weglosen Gelände besser zu stehen. Aber wir waren zu spät dran für einen Parkplatz oben oder in der Mitte, deswegen mussten wir doch von den Wasserfällen aus starten (hätte ich das geahnt, hätte ich doch weichere Schuhe genommen). Das ist zwar nett und schön, macht aber alles deutlich weiter.
Auch da unten war es schon recht voll, aber wir bekamen noch einen Parkplatz. Bis zum großen Wasserfall liefen wir mit allerlei Leuten hinauf, den Rest vom Tobel bis fast zur Sonnenklause waren wir so gut wie allein. Da unten ist es feucht, aber von Pilzen keine Spur.
An der Klause nahmen wir erst den Weg durch den Wald, dann den außen herum durch den anderen Wald, aber der Wald blieb beharrlich leer. Ab dem Normalweg trafen wir auf viele Leute, aber wir stiegen eh eher abseits am und im Seitenwald hinauf. Erfolglos, es gab nix.
Deswegen stiegen wir ab der Piste in der Mitte auf dem Weg hinauf, wo die harten Stiefel sich dann schon stellenweise bemerkbar machten, weil sie auf lehmigen Steinen wegen der harten Sohlen nicht so gut griffen. Alles wie erwartet und im Rahmen.
Am Gipfel verzogen wir uns auf den hinteren Buckel und fanden dann auch einen mittelbequemen Brotzeitplatz.
Für den Abstieg nahmen wir die Runde nach links, weil mir vor dem Abstieg auf der steilen Straße mit den harten Stiefeln graute. Das machen wir nicht oft und es ist oben auch wirklich nett. Und es war feucht, deswegen gab es immerhin ein paar alte Pilze (Täublinge). Vor dem steilen Abstieg gingen wir nach links, weil es da einen großen roten Pfeil hatte und wir da noch nie gegangen waren.
War auch nett, vor allem, als wir nach der Almwiese auf einem schmalen Pfad durch lichten Wald und viele Farne abstiegen. Und da gab es dann tatsächlich 2 Steinpilze! Einen größeren und einen kleinen. Sonst aber gab es nichts, weder dort in der Umgebung noch beim weiteren Abstieg. Na, immerhin!
Danach kamen wir auf den Abstiegsweg, den wir schon kannten, und machten einen kleinen Abstecher zum Altstätter Hof, wo es kühles Bier, guten Kuchen und einen netten Einzeltisch mit Aussicht neben der Kuhweide gab.
Der restliche Abstieg war einfach und direkt, wurde aber mit jedem Meter anstrengender, weil die harten Schuhe meinen Füßen ganz und gar nicht guttaten :-( War trotzdem eine nette Runde und eröffnet weitere Möglichkeiten :-)

Bei den Hinanger Wasserfällen

weiter zu den oberen Wasserfällen

Im leeren Wald

Am Sonnenkopf

Abstieg

Im weiteren waldigen Abstieg

Mit Tüte!

Einkehr mit Bier und Kuchen :-)
Ein weiterer Hitzetag, für den ich uns eine schattige, nicht allzu lange Runde in der Nähe rausgesucht hatte. Nichts wirklich Neues, aber immerhin ein neuer Weg und anders herum als bisher. Wir parkten an der Oberjochstraße.
Die Runde fing damit an, dass wir erst mal ein ganze Stück zum Einstieg in den Hischbachtobel abstiegen (das würden wir am Rückweg wieder aufsteigen müssen. Puh!). Wird stiegen dann gleich auf der anderen Seite wieder aus dem Tobel raus und gingen auf Café Polite vorbei auf einem schönen Alleeweg auf die andere Seite vom Hirschberg.
Hier fängt der schön waldige Anstieg zum Hirschberg an, auf dem wir in vielen Kehren, komplett im Schatten und für einen August-Feiertag unerwartet allein noch einigermaßen kühl anstiegen. Im oberen Teil hatte es dann mehr Sonne und es wurde entsprechend wärmer.
Am Aussichtskreuz vom Hirschberg machten wir Pause und beschlossen dann, von hinten her zur Hirschalpe zu gehen, also über den Hirschberg drüber und dann in einem weiten Bogen über den Spieser zur Alpe. Das erweiterte die angedachte Runde deutlich, aber da hinten waren wir noch nie.
Der Weg führte uns zunächst zum eigentlichen Hirschberggipfel (ein unbedeutender Punkt m Wald) und danach hinunter zur Klank-Alpe, die sehr nett aussieht, und sicherlich ein Ziel für eine Bike-Runde sein könnte. Wir gingen an der Alpe vorbei und auf einem Fahrweg über Almgelände in einem Bogen auf den Spieser zu. Der letzte Teil der Rund führte über Moor und war mit einem praktischen Bretterweg ausgelegt (aktuell konnte aber von Moor keine Rede sein). Es war sonnig und heiß.
Wir nahmen natürlich den Weg über den Spieser drüber statt außen herum und es wurde noch heißer. Immerhin ist der Aufstieg sehr nett :-) Oben war es leider ziemlich windstill und entsprechend heiß, deswegen blieben wir nicht lang. Für den Abstieg zur Hirschalpe nahmen wir den Weg über den Berg drüber, nicht den Direktabstieg. An der Alpe gab es dann guten Kuchen, aber leider nicht sehr kaltes Bier.
Wir stiegen wie geplant für den Rückweg in den Tobel hinab. Wir waren den Weg bisher immer von unten heraus gegangen, was auch sehr schön ist, aber wenn man von oben in den Tobel hinein steigt, ist das gleich noch mal eine ganz andere Nummer und sieht sehr, sehr cool aus.
Aber es war heiß. An der ersten erreichbaren Gumpe (es hatte tatsächlich noch Wasser) wuschen wir uns erst mal den Schweiß ab und waren dann für den restlichen Weg durch den Tobel immerhin einigermaßen abgekühlt.
Das änderte sich natürlich mit dem Ausstieg aus dem Tobel und dem Rückweg zum Auto, obwohl inzwischen ein paar Wolken aufgezogen waren. Der Blick ins Ostrachtal offenbarte sehr, sehr dunkle Wolken und es hatte vermutlich auch schon Regen oder Gewitter da hinten.
Das war eine ausgesprochen nette Runde, auch wenn die Runde über den Spieser schon recht lang ist. Den Aufstieg zum Hirschberg und Abstieg in den Tobel, sind wir aber bestimmt nicht zum letzten Mal gegangen :-)

Abstieg zum Tobel

Einstieg in den Tobel

Auf dem waldigen Anstieg zum Hirschberg

Noch einigermaßen kühl im Wald

Hoch über Hindelang

Am Hirschbergkreuz

Abstieg vom Hirschberg

Weg durchs Alpgelände

Moor-Überquerung

Vor dem Spieser

Auf den letzten steilen Metern

Geschafft!

Im Abstieg zur Alpe

Abstieg zum Tobel

In der steilen Tobelwand

Auf dem Weg zurück zum Auto
Auf der Suche nach Neuem war ich auf den hinteren Parkplatz im Aubachtal gestoßen, von dem man auf den Siplinger gehen kann. Vorbei an den Nadeln, das wollte ich schon lang mal machen.
Wir parkten also an der Säge und radelten zum Parkplatz hinter. Das ist bequem, weil die Straße erst danach so richtig steil wird. Am Parkplatz war mehr los als erwartet.
Unser Weg führte uns zunächst auf einer Piste am Bach entlang nach Westen und dann auf einen Quad-Track. Den Bach querten wir auf Steinen, weil wir die Brücke im Schatten erst entdeckten, als wir schon drüben waren ;-) Der Quad-Track führt in vielen Kehren eine sehr steile Rinne im Buchenwald unter noch steileren Nagelfluhwänden hinauf. Gegenüber der Wände ist ein Tobel, in den man selten hineinschauen kann. Obwohl der Anstieg auf einem Quad-Track erfolgt, ist er nett, weil der Track gut zu gehen ist und die Gegend total interessant. Und es hat keine Einzäunung.
Oben kommt man in dem weitläufigem Almgelände zwischen Siplinger und Heidenkopf heraus. Der Weg ist dort schmal und gelegentlich gar nicht so gut zu finden, weil er zugewachsen ist. Wenn man sich dann der Siplinger-Nadel nähert, wird der Weg wieder deutlich und führt sehr nett an der Nadel vorbei auf den Grat.
Hier wird der Weg zum Treppensteig und führt sehr steil und sehr gewunden über die und zwischen den vielen Nahgelfluhspitzen und -Köpfen hindurch. Das ist unerwartet und cool :-)
Oben kommt man direkt am Gipfel mit dem Kreuz raus, wo es wenige Leute und auch ein paar Kühe hatte. Am Kreuz wurde gerade ein Platz frei, deswegen machten wir dort Pause, obwohl es in der Sonne ganz schön warm war.
Wir überschritten den Gipfel und stiegen auf der anderen Seite Richtung Wilhelmine-Alpen ab. Der Weg fängt gemütlich und recht breit an und wird dann auch auf dieser Seite zu einem unerwartet wilden Treppensteig :-)
Unser Abstieg zurück uns Aubachtal begann an einer kleinen Leiter an einem Zaun, die man leicht hätte übersehen können, wenn es da nicht Wegweiser gehabt hätte. Der Abstieg war dann bis zur Hirschgundalpe recht wild und nicht immer leicht zu erkennen, weil der Weg von dem vielen Vieh auf der Seite zertrampelt war. Es war sogar stellenweise feucht, was angesichts der allgemeinen Trockenheit doch sehr erstaunlich war.
Der Abstieg ab der Alpe erfolgte auf einem Fahrweg und war eher langweilig. Dafür ging es schnell und wir kamen bald am Aubachtal-Parkplatz an. Danach mussten wir fast nur noch zurückrollen und konnten gemütlich an der Alpe Gerstenbrändle einkehren und deren fantastischen Kuchen genießen :-) Ich nahm auch noch mal Käse mit.
Unerwartet coole Tour!

Start bei der Säge

Am Aubachtal-Parkplatz

Auf dem Quadtrack im Wald

Im Alpgelände, hinten die Siplinger-Nadel

Gegenüber ist die Nagelfluhkette

Wir nähern uns der Nadel

Steiler Treppenanstieg

Tiefblick auf die Alpwiesen

Oben wird es verwachsen

Gipfelbild mit Kuh

Treppenabstieg auf der anderen Seite

Steilabstieg

Der wilde Siplinger vom Abstiegsweg aus

Auf den letzten Metern