Dein Browser kann leider nicht vernünftig mit CSS umgehen. Den Inhalt siehst du, das Design dagegen ist futsch.

Eigentlich hatten wir eine Skitour geplant, beim Frühstück kristallisierte sich aber heraus, dass das nur eine mäßig gute Idee gewesen wäre. Wir planten also um und entschieden uns für eine südseitige zu-Fuß-Tour. Mit (hoffentlich) viel Sonne und entsprechenden Pausen auf ausgeapertem Gras.

Wegen der ursprünglichen Zeitplanung waren wir trotz ausgedehntem Frühstück so früh dran, dass am Oberjoch noch nicht mal die Lifte liefen. Beim Auto-Abstellen in Lumberg war es schattig und wegen des Windes frisch. Aus letzterem kamen wir raus, als wir nach der Forststraße in den Wald kamen. Dort konnten wir immerhin schon mal die Jacken und die Handschuhe wegstecken.

Nach dem 2. Bach und dem Hügel dahinter kamen wir endlich in die Sonne und da wurde es umgehend warm. Wir machten erst mal eine Teepause, dann ging ich im T-Shirt weiter. Das war im Schatten frisch und in der Sonne wunderbar :-)

Wir trafen den Wind wieder, als wir am Sattel zum Breitenberg ankamen und zur Bad Kissinger Hütte rüber gingen. Wir rüsteten mit Jacken auf und nach der halbwegs windgeschützten Pause beim Winterraum dann auch mit Handschuhen. Es blies wirklich ganz ordentlich!

Dann stiegen wir zum Gipfelaufbau auf. In der Rinne war natürlich Schnee und unten schien der auch gut trittfest zu sein. Am Ende des Stahlseils wurde die obere Schicht aber dünner und der beste Allgäuer stieß sich die Zehen an der harten Altschneeschicht unten drunter. Da war nicht viel zu wollen mit Tritten in der Schicht. Mir war das sehr unangenehm und weil ich ja noch Kranken-Bonus habe, brachen wir lieber ab. Man kann da echt blöd fallen, wenn der Schnee nicht hält.

Wir stiegen an der Hütte und am Sattel vorbei ab, bis wir in den sonnigen windgeschützten (naja, weitgehend jedenfalls) Bereich kamen und suchten uns da eine ausgeaperte Stelle, wo wir unsere ‘Betten’ ablegen konnten. Es war nur dreiviertel-bequem, weil es recht steil war, aber es war warm und der Wind rauschte über uns durch die Bäume und da könnte es schon sein, dass wir da so eine knappe Stunde in der Sonne rumlagen und vielleicht auch ein wenig wegdösten. Hach :-)

Dann stiegen wir weiter ab. Im T-Shirt. Den letzten Tee gab es beim Strommast. Kurz drunter fand der beste Allgäuer dann eine noch wärmere und sogar gemütlichere Stelle im Gras und wir machten nochmal eine lange Sonnenpause. Nochmal Hach :-)

Dem Knie ging es beim Aufstieg eigentlich gut, gelegentlich zwickte es aber auf der Innenseite. Der Abstieg fiel mir relativ schwer. Der lief von Anfang an nicht ‘rund’ und es gab immer wieder einzelne Schritte, die schmerzten. Danach schien es dem Knie eigentlich gut zu gehen, aber es dauert doch 4 Tage, bis sich das Knie nicht mehr steif und unwillig anfühlte. Das mit dem Reha-Ende dauert wohl noch eine Weile ...


Das Ziel im Blick


Anstieg im T-Shirt :-)


Sonne und warm ...


... dann Wind und kühl


Schon fast da, nebenan ...


... die Hausherren


Höchster Punkt, Abbruch


Abstieg

Von engel am 26.02.2020 21:10 • outdoorberg(0) Kommentare

Der Samstag sollte schön werden, es hatte in der Woche geschneit (oben zumindest) und ich wollte nochmal eine Skitour. Allerdings lieber eine eher Kleine, Leichte, denn die Skitour von letzten Samstag hatte ja doch deutliche Nachwirkungen gehabt. Aber alles Kleine, Leichte fängt halt weiter unten an und dass da kaum Schnee liegt, hatten wir nun ja schon feststellen müssen.

So entschieden wir uns dann doch für eine etwas längere Skitour, die nicht direkt leicht ist - dafür aber schön mit klettrigem Gipfel. Ich stellte mir alle Schwierigkeiten vor und hatte etwas Sorge ...

Wir standen mittelfrüh auf und kamen trotz etwas länglichem Frühstück problemlos übers Oberjoch und ins Tannheimer Tal. Am Parkplatz war schon einiges los.

Auf der Forststraße war genügend Schnee (naja, beinahe, hin und wieder schauten doch ein paar Steine raus) und er wurde mehr als wir höher kamen. Da wurde auch die Qualität besser und am Abzweig hatte es im Schatten tatsächlich Pulver :-) Viel Schnee war es aber trotzdem nicht, was wir eindrucksvoll am Brückle über den Bach sahen (die beiden letzten Jahre waren wir auf Höhe des Geländers gelaufen).

Die Spur wand sich in langen Schleifen um den Latschenbuckel unter der Nordrinne herum (mit viel Aussicht auf die komplett abgeblasene Krinnenspitze) und brachte uns schließlich zum Sattel vor der Gräner Edenalpe. Da mussten wir ganz kurz ein total vereistes abgeblasenes harschiges Stück queren und ich hatte schon Bedenken, ob die ganze Querung bis zum Litnis so sein würde. War aber nicht so.

Allerdings wurde der Schnee, da wir nun auf der Sonnenseite waren, bald feucht und schwer. Das machte mir Sorgen, denn da fahren würde das Knie bestimmt arg stressen. Als der beste Allgäuer von Allen vor der Latschenquerung seine Ferse tapen musste, war ich kurz davor, abzubrechen, aber dann wollte ich doch nicht.

Der Weg zum Einstieg zum Gipfelaufbau war dann vor allem wegen der Wärme recht anstrengend. Wir stellten die Ski relativ weit unten ab, weil wegen des wenigen Schnees allerlei Steine und Felsen raus schauten und stapften dann die Rinne hoch. Das ging sehr gut, vor allem, als ich den besten Allgäuer von Allen, der spurte, bat, die Schritte mit rechts kleiner zu machen. Auf der Querung zum Gipfel hatte es natürlich Eis. Da ging ich sehr vorsichtig, weil ich meiner Reaktion nicht traue.

Wir blieben nicht lang am Gipfel, denn da oben zog es und ich wollte gern den Gipfelabstieg hinter mir haben, bevor wir es uns gemütlich machten. Der Abstieg über den eisigen Grat war dann auch anspruchsvoll. Der Abstieg über die Schneerinne dagegen ging erstaunlich gut. Ein paar Tritte waren zu hoch für das Knie, da musste ich runter hüpfen, aber das war im weichen Schnee einfach.

Dann fuhren wir zum kleinen Sattel ab und machten da die ‘Gipfelpause’. Das war ganz nett da, denn es hatte kaum Wind.

Vor der Abfahrt über den Südhang hatte ich ja etwas Bammel gehabt, weil der Schnee da schwer und oberflächlich sogar nass war. Das ging aber ganz gut, auch weil ich im ganz schweren Schnee ganz einfach Stemmbogen machte ;-) Wo der Schnee kälter und noch pulvrig war, traute ich mich sogar voll reinfahren und das war super!

Vor der Nordabfahrt über den Latschenhang steht der kleine Zwischenaufstieg, bei dem sich Auffellen nicht lohnt. Hätte ich trotzdem machen sollen, denn das Rauftreppeln im Tiefschnee (immerhin schon etwas zusammen getreten) war schrecklich. Das Knie motzte bei jedem Schritt, rechtsrum mehr, linksrum weniger. Ich war echt froh, als wir die 30 Meter geschafft hatten.

Im Latschenhang war natürlich viel weniger Schnee als sonst, also musste man noch mehr Slalom fahren als sonst. Der Schnee war super, kalt und pulvrig, und das ging problemlos. Wenn ich weiß, was auf mich zukommt, schaffe ich auch schnelle kurze Schwünge, nur schnell reagieren klappt noch nicht so recht. Dass derzeit der beste Allgäuer hinter mir fährt, ist aber sehr gewöhnungsbedürftig. Normalerweise fahre ich als Letzte ab.

Auf der Abfahrt zur Forststraße warf ich mich dann noch in den Schnee, weil ich verkantete. War überhaupt kein Problem, obwohl ich im ersten Augenblick fürchterlich erschrak. Hab ich das jetzt also auch schon hinter mir. Es wird ;-)

Tolle Tour mit toller Abfahrt! Der Zeitpunkt, wo ich sage, die Reha ist jetzt rum, rückt näher :-)


Der schöne Start


Am Brückle sieht man wie wenig Schnee eigentlich liegt


Am Sattel


Anstieg zum Gipfel


Am eisigen Grat


Gipfelbild


Eisiger Abstieg


In der Rinne


Südabfahrt (man beachte die vielen Bollen)


Nordabfahrt (Steile Rinne? Kein Problem :-))


Ganz unten nochmal schöner Pulver

Von engel am 21.02.2020 17:41 • outdoorski(0) Kommentare

Sonntag, 09.02.2020: Sonnen-Spaziergang

Donnerstag, Februar 13, 2020

Der Sonntag sollte nochmal schön werden, aber schon beim Frühstück war klar, dass es mit einer anstrengenderen Tour nichts werden würde. Raus wollten wir trotzdem, der Sonne wegen. Wir landeten deswegen am späten Vormittag - wie immer halt - am Rottachberg. Dem Knie ging es wirklich gut, die Skitour-Skitour vom Vortag war wohl keine Überlastung gewesen :-)

Der Aufstieg ohne Stöcke lief super, der Abstieg bis zum Sonnenplatz auch ohne Stöcke ebenfalls. Und auch der restliche Abstieg, mit 2 weiteren sonnigen Pausen aber mit Stöcken ging super. Zusammen mit der vielen Sonne und den gemütlichen Pausen: schöner Tag!


Es lag mehr Schnee als erwartet


Und der Sturm der letzten Woche hatte gewütet


Oben :-)


Das übliche Abstiegsbild, weil es so schön ist :-)

Von engel am 13.02.2020 21:19 • outdoorberg(0) Kommentare

Samstag, 08.02.2020: Skitour-Skitour!!!

Donnerstag, Februar 13, 2020

Also, eine Skitour mit Abfahrt im freien Gelände und keine Skitour mit Abfahrt auf einer Piste. Und das ging erstaunlich gut :-) Auch wenn der Anfang alles andere als vielversprechend war.

Bei der Auswahl am Vorabend hatte ich mir sehr schwer getan, denn die Sache mit dem Schnee war ja alles andere als ideal. Am Ende fiel die Wahl dann doch aufs Gunzesrieder Tal, denn auf der Webcam der Gunzesrieder Bergbahn sah es so aus, als könne da genug Schnee liegen, um auch den unteren Hang im Tourengebiet fahren zu können. Grad so. Anderswo lag mehr Schnee, aber da waren die Touren auch allesamt lang und ob das alles so klappen würde wie erhofft, war ja nicht abzusehen.

Wir fuhren also durchs grüne Allgäu ins Gunzesrieder Tal, wo dann anfangs tatsächlich Schnee lag, aber das waren grad mal 2 Zentimeter oder so. Je weiter wir hinter kamen, umso mehr Schnee wurde es, aber Skitouren-tauglich sah das nicht aus. Es schaute Gras raus und bestenfalls in den Mulden lagen ein paar mehr Zentimeter. Selbst auf den Kuhwiesen weiter hinten, war da nicht wirklich an Abfahrt zu denken :-(

Aber nun waren wir schon da und sinnvolle Alternativen gab es ja auch nicht (naja, sich in den Stau nach Oberstdorf zu stellen, in Baad keinen Parkplatz zu finden und dann in einer Schlange irgendwo hoch laufen - wir waren viel zu pät dran für sowas :-() und irgendwie würden wir den unteren Hang schon runter kommen (Zu Fuß?) und oben würde es doch ganz bestimmt viel Schnee haben. Wir gingen los.

Beim Blick in die Umgebung kamen allerdings leichte Zweifel an der letzten Theorie auf. Der Regen der Vorwoche hatte dem Schnee überall den Garaus gemacht und auch wenn es momentan überall oberflächlich weiß war, sah man Grashalme, Büsche und Geländeformationen. Immerhin lag genug Schnee auf der Forststraße, dass wir da abfahren können würden. Die eventuelle Verlängerung übers Rangiswanger war aber schon vom Tisch, denn der Hang sah so weit das Auge reichte aus wie der untere: kaum mit Schnee bedeckt.

Wir liefen an der Alpe vorbei und hinten ums Eck rum, aber der Schnee wurde nicht wesentlich mehr. Erst nach dem kleinen Waldstück mit dem Bach sah dann doch so aus, als würde die Tour ein gutes Ende nehmen. Endlich lag Schnee. Nicht grad viel, aber genug zum Fahren.

Der Aufstieg zum Gipfel wurde dann ein bisserl anstrengend. Die Sache mit der Kondition hat auch noch Luft nach oben. Unterwegs und dann auch am Gipfel ließ jemand immer wieder eine Drohe steigen. Boah, nervig! Aber für einen Schneeball war das Ding zu weit weg (nicht, dass mein Zielvermögen für irgendwas in der Art reichen würde).

Nach einer langen sonnigen Pause am Gipfel kam die Abfahrt. Oben war der Schnee schon schwer geworden und meine Versuche, da ordentliche Kurven zu machen, waren eher unbeholfen. Wo es steil wurde, überlegte ich alle Kurven gut und hatte immer gute Gelegenheiten zum Drehen und Bremsen. Das war nicht flüssig oder schön, aber ging ganz gut, auch wenn die seitliche Belastung gerade im schwereren Schnee ein wenig schmerzte.

‘Unser’ steiler Hang im Wald war noch völlig unverspurt. Er lag im Schatten und die Sicht war nur so mittel, deswegen fuhr der beste Allgäuer von Allen als erster ab. So hatte ich mehr Übersicht über den Hang. Bei der ersten Kurve war ich noch etwas unsicher, aber der Schnee war locker und gleichmäßig, ich konnte fast unbeschwert abfahren :-) Die Kurven waren allerdings größer und weiter als sonst und am lockeren Schwingen muss ich noch arbeiten. Aber trotzdem: das lief super und tat fast gar nicht weh :-)

Den unteren Teil vom Hang fuhr ich vor, das war dann wegen der schlechten Sicht und einem Harschdeckel unter dem Pulver etwas schwieriger und unsicherer, aber auch das lief prima :-)

Wir stiegen dann noch ein Stück Richtung Rangiswanger Horn auf. Einerseits, um nicht nervig aus dem Bachloch raustreppeln zu müssen und andererseits, weil da nochmal ein netter Hang zu sein schien. ‘Schien’, denn da war dann teilweise schon die Sonne reingekommen und der Schnee war schwer oder hatte einen leichten Deckel. Nebendran war aber auch Pulver, das war also sehr gemischt.

Danach brauchten wir nur noch die Forststraße runter rutschen. Eigentlich hatten wir die bis zum Ende fahren wollen, aber genau am letzten Abfahrtshang kamen plötzlich Steine raus und wir fuhren doch den Hang runter. Das war dann so eine Art Grasbollen-Slalom, vor dem ich mich etwas gefürchtet hatte, aber das ging erstaunlich gut.

Also, eine Skitour :-) Ha!

Das Knie hatte am Ende bei den Rechtskurven, also ohne Last weil Innenski, ziemlich geschmerzt, bei den Linkskurven, also mit Last, nur minimal weh getan. Unten, im Auto, daheim und beim Abendessen bei der besten Mama hatte es gelegentlich wirklich weh getan und gelegentlich, auch beim Draufstehen, überhaupt nicht. Das war alles seltsam und ungewohnt. Ob das eine Überlastung werden würde, würde erst am nächsten Tag rauskommen.


Seeehr magere Schneedecke unten


.. und auf dem Weg wird es erst mal auch nicht viel besser


Bachquerung ...


... und dann tatsächlich sowas wie Schnee :-)


Gipfel


Abfahrt ...


... und die geht weitgehend echt gut :-)


Meistens jedenfalls ;-)


Weiter unten hat es einen Harschdeckel drunter


Im schwereren Schnee tu ich mich schwerer

Von engel am 13.02.2020 21:09 • outdoorski(0) Kommentare

Samstag, 01.02.2020: Das Übliche

Montag, Februar 10, 2020

Nach viel Regen und 2 schönen Tagen war klar, dass es am Wochenende schlecht werden würde. Nur am Samstag, da war vielleicht ein halber Tag Sonne drin. Ich hatte viele Überlegungen angestellt, was wir eventuell würden machen können, aber ich hatte einfach keine gute Tour gefunden, bei der wir weder unten Ski tragen oder oben im Schnee absaufen würden (und Schneeschuhe sind schon ohne Knieprobleme nicht toll). Wir entschieden uns deswegen am Ende für den guten alten Rottachberg, dann würde der Tag wenigstens stressfrei werden.

Ich ging den Aufstieg und den kurzen Abstieg bis zum Sonnenplätzchen wieder ohne Stöcke (ging ganz gut, aber nicht ganz so gut wie die Woche davor). Dort stellten wir fest, dass wir zu früh für die Sonne waren! Glücklicherweise fand sich dann noch ein sonniges Plätzchen am Grat, nicht ganz so warm weil die Sonne durch ein paar kahle Büsche musste, dafür aber ebener und bequemer. Wir machten ausgiebig Pause und stiegen dann wieder zum Auto ab.


Auf dem Weg zum Gipfel


Oben ist es voll


Abstieg

Von engel am 10.02.2020 21:40 • outdoorberg(0) Kommentare

Sonntag; 26.01.2020: Abstiegserfolg!

Montag, Februar 10, 2020

Am Vormittag sollte es noch einigermaßen OK sein, daher wollten wir nochmal raus. Allerdings nicht allzu früh, damit es beim Loslaufen schon einigermaßen warm wäre. Es hatte erst Sonne und zog dann zu. Wir fuhren los, in der Erwartung das Sonnenfenster nun verpasst zu haben und der Befürchtung am Ende in Regen zu kommen. Im Rucksack hatten wir jeder das neueste Equiment für bequeme Pausen: eine schmale gekürzte Isomatte zum Drauflegen.

Beim Loslaufen war es tatsächlich reichlich kühl, aber wir hatten Glück, über den Bergen wurde es heller. Und am Alpsee war wohl ein Ballonfestival, denn von dort starteten viele Ballons und zogen über uns drüber Richtung Tannheimer Tal. Es war auch ein rotes Schweinchen dabei :-)

Am Gipfel war es voll, deswegen gingen wir gleich wieder. Unser eigentliches Ziel war eh die nette grasige Stelle am Grat, wo wir die neue Ausrüstung nutzen wollten. Denn inzwischen war tatsächlich die Sonne heraus gekommen :-)

Ich war den Hochweg ohne Stöcke gegangen und das war auf den kurzen Abwärtspassagen so gut gegangen, dass ich beschloss, auch bis zum Pausenplatz ohne Stöcke zu gehen. Das sind immerhin um die 50 Höhenmeter. Ich ging natürlich sehr vorsichtig. Und das klappte wirklich gut :-) So lange es nicht allzu steil war und ich meine Schritte passend setzen konnte, konnte ich tatsächlich wirklich und echt ‘gehen’. Nicht humpeln wie bisher. Das Knie, das Bein, mein Hirn, mein Unterbewusstsein, das Bewegungszentzrum oder wer auch immer da zuständig ist, hatte ansatzweise ‘abfedern’ gelernt. Yay!

Unser Päuschen war dann sehr angenehm. Es hatte ein wenig Sonne und kaum Wind und mit den Matten auf dem Gras hatten wir wunderbare Liegen. Der Equiment-Test war ein voller Erfolg ;-)

Der restliche Abstieg ging oben sehr gut, wurde mit der Zeit aber schwieriger, vermutlich weil das Bein müde wurde. Auf der großen Wiese machten wir nochmal Pause und danach kam ich nicht mehr gut rein in den flüssigen Abstieg. Aber der Teil da oben der war super :-)


Der übliche Start


Schweinderl-Ballon :-)


Gipfel mit fast Sonne


Abstieg

Von engel am 10.02.2020 21:39 • outdoorberg(0) Kommentare

Samstag, 25.01.2020: Kurztour

Montag, Februar 10, 2020

Nach den 3 Faultagen wollte ich am Samstag unbedingt raus, allerdings hatten wir ein zeitliches Limit wegen einer Abendverpflichtung, daher war nicht viel Touren-Auswahl. Wir setzten auf eine mittelkurze Zu-Fuß-Tour ohne Staugefahr und fuhren nach Gunzesried.

Ich hatte diesmal andere Stiefel dabei, nicht ganz wasserdicht, dafür aber mit etwas weicheren Sohlen und deutlich eingelaufener. Und siehe
da: keine Fußmuskelkrämpfe auf der Straße :-) Das war sehr angenehm.
Leider war das Knie motzig, trotz der 3 Tage Ruhe. Oder vielleicht deswegen, wer weiß das schon so genau. Ich ging trotzdem ohne Stöcke bis zum Gipfel.

Morgens hatte es noch so ausgesehen, als bekämen wir (wie in der Vorhersage versprochen) vielleicht ein wenig Sonne, denn im Westen war es wolkenfrei. Aber im Lauf des Vormittags schoben sich die Wolken vom Osten Richtung Westen, völlig wider jede Allgäuer Wetterregel. Unser Wetter kommt aus Westen! So hatten wir leider kein bisserl Sonne.

Der Schnee war südseitig zurück gegangen und angeschmolzen und eisig (ging aber bald auf), an den beschatteten Stellen hatten sich sowohl der Altschnee als der Neuschnee gehalten und trug nicht immer. Da war gehen doof, sonst war der Weg gut ausgetreten und gut zu gehen.

Es gab Pause im Aufstieg an der Alpe Vordere Krumbach, am Bänkle unter dem Gipfelfelsen und am Bänkle an der Abzweigung im Abstieg. Da unten hatte es dann sogar beinahe sowas wie Sonne. Das Knie war auch im Abstieg recht motzig, aber der Abstieg fühlte sich trotzdem ein klitzekleines Bisserl gut an, weil das Bein anscheinend langsam ein paar Muskeln bekommt und ein wenig abfedern zu lernen scheint. Zumindest wenn es nur mäßig steil ist.


Sooo wenig Schnee!


Oben hat’s dann doch was


Gipfelkreuz


Abstieg

Von engel am 10.02.2020 21:38 • outdoorberg(0) Kommentare

Samstag war eher solala, aber der Sonntag sollte schön werden. Weil die Sache mit den Skitouren mangels Schnee immer schwieriger wird (es sei denn, man kann weit rauf und/oder in schwieriges Gelände), gingen wir wieder zu Fuß. Wenn Sonne und zu Fuß dann Südseite, aber nicht allzuviele Höhenmeter, da ist dann nicht allzuviel Auswahl. Wir fuhren nach Rauth und stellten den Kangoo bei -7 Grad (Brrrr!) auf dem total vereisten Parkplatz ab.

Beim Losgehen war es noch fröstelig, aber mit der Bewegung und der Sonne wurde es schnell wärmer. Ich nahm bald Stöcke, denn es hatte gefrorene Stellen, über die ich mich ohne nur schwer drüber traute. Am Hüttchen, wo der Berg frei wird, machten wir eine Teepause in der Sonne. Es war wunderbar warm :-)

Ziemlich genau da (naja, kurz davor) fing dann wirklich Schnee an. Man geht ab dem Hüttchen auf einem kleinen Rücken den Berg hoch und es hatte nur einzelne Tritte, keine durchgehende Spur. Links schien Sonne in den Schnee, rechts war Schatten und da brach man immer wieder mal durch. Insgesamt ist es da recht steil und das war dann schon ganz schön anstrengend zu gehen und da nahm auch der beste Allgäuer von Allen Stöcke.

Nachdem man die oberen Hüttchen erreicht hat, geht der Sommerweg eigentlich nach links raus und folgt dann dem Rücken zum Gipfel. Der Winterweg - oder zumindest die Spuren - gingen aber direkt über eine flache Rippe hinauf. Und das war auch gut so, denn auf dem Sommerweg hatte es viel eingewehten Schnee und Gleitschnee-Mäuler.

Der direkte Weg führte schnell hinauf, war aber, weil steil, ordentlich anstrengend. Das Knie machte das alles wunderbar mit, so lange die Stufen nicht allzu hoch wurden. Aber das hat man im Schnee ja einigermaßen im Griff.

Am Gipfel waren viiiiele Leute, fast alle mit Skiern, ein paar mit Schneeschuhen und nur wenige zu Fuß und alle bis auf uns und 3 andere waren über die Skitourenroute aufgestiegen. Wir machten nur kurz eine Pause (es wehte ein kühler Wind) und stiegen dann wieder ab, über die Rippe, bis zu den Hüttchen, wo sich dann eine grasige trockene warme Stelle in der Sonne fand, wo wir ausgiebig rasten konnten :-)

Der Abstieg bis dort war ganz gut gegangen, gelegentliches Einbrechen (nicht allzu tief) eingeschlossen. Der Weiterweg zum unteren Hüttchen dagegen war dann total stressig. Der Schnee lag im Schatten und war vergleichsweise tief und man brach bei jedem zweiten Schritt ein. Und dann gleich ordentlich tief. Wenn das linke Bein einbrach, konnte ich gelegentlich das rechte Bein nicht weit genug beugen, um den Fuß nach vorn zu bringen und auf das Knie drauf knien geht auch noch nicht. Das war manches Mal schon sehr blöd. Ich war froh, als wir den Teil hinter uns hatten!

Danach war der Schnee nahezu weg und es hatte nur noch ein paar eisige Stellen auf dem Weg, nicht weiter problematisch. Das Bein war aber inzwischen schon sehr gestresst und motzte unleidig herum. Mich beschlich im Abstieg der Gedanke, dass das vielleicht wieder ein Fall von ‘Übertreibung’ werden könnte und war sehr froh, als wir unten beim Auto ankamen (im Nachhinein: Nein, keine Übertreibung :-)).


Start in Rauth. Es ist kalt.


Im Wald hat es eisige Stellen


Auf dem Weg zum ersten Hüttchen


Anstieg zu den anderen Hüttchen - mühsam ;-)


der Weitweg zum Gipfel (Mitte rechts)


Steil, anstrengend, aber ganz gut zu gehen


Am Gipfel ist es echt voll


Wir gehen wieder. Abstieg ganz oben.


Abstieg.


Pause gibt es bei den 3 Hüttchen :-)


Unten ist schon Schatten drin


Auf den letzten Metern

Von engel am 18.01.2020 12:53 • outdoorberg

Montag, 06.01.2020: Berg mit Leiter

Mittwoch, Januar 15, 2020

Der letzte Urlaubstag (eigentlich ja ‘nur’ ein Feiertag, aber am Ende vom Urlaub fühlt sich der halt auch an wie Urlaub) sollte nochmal schön werden. Der Beste Allgäuer von Allen hatte meinen eigentlichen Plan eher ungut gefunden, weil das Bein ja noch arg reaktionsschwach ist und wir hatten uns deswegen für ein näheres Ziel entschieden, wo dann auch beim Rückweg kein Stau zu erwarten war.

Wir parkten in Gunzesried und hatschten erst mal die Straße entlang. Aktuell braucht man ja dichte Stiefel mit guter Sohle, aber das macht mich anfangs immer total fertig. Mein linker Fuß bekommt beim Straßen-Hatschen immer fürchterliche Krämpfe unter dem Spann, so dass ich anfangs nur humpeln kann. Links schmerzt der Fuß, rechts das Knie. Wobei, an diesem Tag tat mir eigentlich nur der Fuß wirklich weh.

Als wir dann auf den Wald-und-Wiesen-Pfad abbogen gab sich das erfreulicherweise schnell. Unten war es teil gefroren, teils (wo die Sonne schon drin war) matschig, wie immer. Der Schnee begann weiter oben als beim letzten Mal hier, wurde dann aber schnell genauso hoch. Inzwischen hatte sich ein recht guter Weg im Schnee gebildet und der lief sich gut (diesmal brauchte ich keine Stöcke beim Aufstieg).

An der Alpe Vordere Krumbach machen wir auf dem Bänkle eine lange gemütliche und wirklich warme Pause in der Sonne und gingen dann weiter. Am Sattel wandten wir uns nach links und stapften - nun leider im Wald, wo es bald kühl wurde - die vergleichsweise wenig begangene Spur hinauf. Ich ging weiterhin ohne Stöcke und das ging gut (naja, abgesehen von dem Mini-Abstieg vor der Querung).

In der Querung zum Gipfelaufbau wurde die Spur dann deutlich schmaler - einzelne Tritte statt durchgehender Spur. Und es wurde kalt, denn wir kamen in den Schatten. Ich zog erst mal Handschuhe an, um in den Schnee greifen zu können, denn noch fühlte sich das Gehen ohne Stöcke gut an. Die Handschuhe waren dann auch hilfreich, denn den einen oder anderen hohen Tritt schaffte ich dann mit Rechts doch nicht gut. Und der steile Anstieg zur Leiter, wo es ziemlich hohe Stufen hatte, war echt anstrengend!

Wir waren nicht ganz allein, aber mit insgesamt 3 Leuten (und einem Kleinkind) am Gipfel und unterwegs war wirklich nicht viel los. Leider wehte oben ein kalter Wind, gegen den auch die Sonne nicht viel ausrichten konnte. Wir blieben nicht allzu lang.

Für den Abstieg wollte ich gern auf der Südseite runter. Einerseits, weil das dann eine Runde ergab und ich mag Runden und andererseits, weil mir vor dem steilen Abstieg unter der Leiter graute. Die hohen Stufen! Der beste Allgäuer von Allen wäre lieber auf der bekannten Seite runter gegangen, liess sich dann aber doch überzeugen.

Für den Abstieg nahm ich dann natürlich Stöcke. Es hatte nur wenige Spuren, deswegen liefen wir im fast unberührtem Schnee, das ging trotz gelegentlichem Durchbrechen recht gut. Der Schnee war nicht sehr hoch. Wir folgten dem Sommerweg und mussten deswegen die kleine Felswand queren, was ein bisserl blöd war. Oben nach links queren und dann die steile Rinne runter laufen, wäre besser gewesen. Nach der Alpe geht es nach links und man kommt bald in Wald. Kurz vorher war es windstill und wir fanden eine sonnige Mulde, in der wir beinahe bequem nochmal Pause machen konnten. Im Schnee allerdings, deswegen wurde es dann doch irgendwann kühl von unten.

Der Abstieg führt dann erst auf einem schmalen Weg durch den Wald und dann auf der kurvigen Forststraße zurück zum Aufstiegsweg. Die Forststraße war relativ ungut zu gehen, weil es viele Tritte, aber keine Spur hatte und man gelegentlich einbrach. Das halte ich noch nicht gut aus. Ich versuchte genau in den Spuren des besten Allgäuers zu gehen, aber der macht größere Schritte als ich, das war gelegentlich auch schwierig. Irgendwas ist immer.

Als wir die Straße erreichten, machten wir am letzten Bänkle in der Sonne noch mal Pause und stiegen dann zum Auto ab. Das war am Ende dann relativ stressig für das Knie, aber es hatte keine weiteren Folgen :-)

Feine Tour und so langsam geht echt was :-)


Anfangs noch totales Herbstfeeling ...


... aber bald fängt der Schnee an ...


.. und dann sieht es doch nach Winter aus


Wo man einbrechen kann, laufe ich vorsichtig ;-)


Der Gipfelaufbau


Der Anstieg zur Leiter ist steil ...


... und entsprechend schwierig


Gipfelpause mit Dohle


Verfroren am Kreuz mit Illertal


Abstieg mit wenigen Spuren ...


... aber einem netten fast warmen Sonnenplätzchen


Abstieg zur Forststraße


Abendsonne

Von engel am 15.01.2020 22:13 • outdoorberg

An den beiden Tagen Ruhe mit Niederschlag hatte ich ständig nach den Webcams allüberall geschaut, um die Schneelage zu checken. Es hatte fast überall ordentlich geregnet, aber im Tannheimer Tal hatte es nach Schnee ausgesehen. Teilweise jedenfalls. Ich wollte nochmal mit Skiern raus. Und weil es dem Knie die letzten Tage so gut gegangen war, auch ohne Ibu, beschloß ich den Tag ohne Drogen zu versuchen.

Auf dem Weg nach Grän stellten wir dann fest, dass es viel weniger geschneit hatte, als wir gehofft hatten. Dafür wurde das Wetter viel schneller besser als die Vorhersage versprochen hatte.

In Grän war es eiskalt und alles war eisig. Wir eierten staksig mit den Skistiefeln zum Anfang des Sommerweges und bedauerten, keine Harscheisen mitgenommen zu haben. Aber der Anfang vom Sommerweg war zwar eisig und hart, aber es hatte eine dünne Graupel-Auflage, auf der man ganz gut gehen konnte. Im Wald war der Schnee dann wie befürchtet erst mal weg und wir mussten die Ski tragen.

Glücklicherweise war die Tragestrecke noch immer nicht sehr lang und je höher wir kamen, umso mehr Schnee, auch Neuschnee, hatte es. Der Schnee war allerdings etwas seltsam: da wo er kompakt war, war es sehr glatt. Und unter dem neuen Schnee hatte es den alten Schnee, der teilweise sehr nass gewesen war und nun eishart zusammen gefroren war. Das machte das Laufen etwas anspruchsvoll.

Der beste Allgäuer von Allen rutschte dann auch bei der Abfahrt von dem kleinen Hügel vor den Forststraßen auf Eis aus. Ich bekam das gar nicht mit, weil ich so mit mir selber beschäftigt war, um da unbeschadet runter zu kommen. Denn kein Ibu zu nehmen, war nicht die beste Idee gewesen. Das Knie war sehr empfindlich und ich traute ihm nicht so recht.

Ich kam den Hügel gut runter, aber ich wollte danach doch lieber die Kurven der Forststraße laufen statt den Sommerweg zu nehmen. Denn der ist steil und eng und der Schnee war so komisch und ich hatte Bedenken auszurutschen. Nur die letzte Kurve der Forststraße kürzten wir ab, weil da schön viel Platz im Wald war.

An der Alpe Gessenwang war es sonnig und warm ... und voll. Wir gingen ein paar Meter weiter und setzten uns vor einen Baum in die Sonne mit Blick auf die Spur. Angesichts der Schnee- und Wetterlage war es nicht verwunderlich, dass alle, die auf eine Skitour wollten, hier waren (wir ja auch), aber die Menge der Menschen war schon beeindruckend!

Wir gingen wieder bis zum Gamskopf, wo es - im krassen Gegensatz zu weiter unten - leichten Wind hatte und wirklich empfindlich kalt war. Wir blieben nicht allzu lang und fuhren dann auf der Piste ab. Die Piste hatte schon arg gelitten, besonders in der Mitte, wo es einen kurzen südseiten Abschnitt hat. Da gab es haufenweise blanke Flecken.

Die Abfahrt war ... anstrengend. Kein Ibuprofen haut mehr rein, als man sich mit Ibu vorstellen kann. Das Bein war stabil, ich konnte es belasten und das Knie machte alles mit. Aber halt nicht klaglos. Jede Belastung, die ein wenig aus der Beinachse heraus erfolgte, stach ein wenig. Nie schlimm, aber konstant, mal mehr, mal weniger. Und plötzlich fühlte ich mich schon nicht mehr so gesund. ‘Ein Jahr mindestens’, hiess es. Ist wohl so.

Trotzdem war das eine wunderschöne Tour bei großartigem Wetter. Und zur Standort-Bestimmung der Heilung (das wird noch dauern) war das auch ganz gut.


Wie die letzten Male: Start in Grän


Im Wald fehlt schon ordentlich Schnee


Es sieht schön winterlich aus


In der Querung


Pisten-Anstieg


Man beachte: das rechte Bein ist fast gestreckt :-)


Gipfel :-)


Sehr winterliche Aussicht :-)


Abfahrt, geht auch ohne Ibu lässig


Die Piste hat schon arg gelitten

Von engel am 10.01.2020 18:45 • outdoorski
Page 1 of 79 pages
 1 2 3 >  Letzte »

Reiseberichte

Bücher :-)

Letzte Einträge

Letzte Kommentare

Blogroll


Have fun!