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Mittwoch, 16.09.2020: Endlich Pilze!

Donnerstag, September 17, 2020

Nachdem uns am Vortag beim Heimradeln, fast schon im Stockfinsteren, ein paar Steinpilze angefallen hatten, hatten wir für den freien Tag des besten Allgäuers fix umgeplant und uns für Bike-Hike in einem potentiellen Pilzgebiet entschieden, statt auf einen Gipfel mit See zu gehen.

Somit begann der Tag mit einem sehr gemütlichen Frühstück. Dann fuhren wir zum Parkplatz, luden die Räder aus und radelten los. Der beste Allgäuer mit seinem Adlerblick (echt, gegen den bin ich ein blindes Huhn), erspähte auch gleich am Anfang einen Steini am Waldrand. Der war dann zwar recht weich, aber nebendran war ein junger fester Steinpilz, der direkt in die Sammeltüte (Stoff natürlich) wanderte. Ich fand nix.

Und so ging das erst mal weiter. Der Allgäuer verschwand zu verschiedenen Gelegenheiten im Wald, sammelte da schöne feste Jungpilze ein, ich ging mit und fand nix. Meh. Weiter oben war der Waldrand so steil, dass ich da nicht hoch wolte, weil ich ohne Stöcke (dabei, aber natürlich am Rucksack) nur schwer wieder runter gekommen wäre. Da füllte der beste Allgäuer die erste Tüte schon mal komplett auf. Ich setzte mich halt am Straßenrand in die Sonne.

So kamen wir natürlich nur langsam voran und waren bereit für K&K an der Alpe. An der war gerade Vorbereitung für den Viehscheid. Allen Kühen wurden große Glocken an schweren befransten Halsbänder umgehängt und dann durften sie auf die untere Weide. Das war ganz schön laut, so alles in Allem (und den Kühen gefiel das nicht, glaube ich, da gab es allerlei Protestgebrüll), aber auch halt auch nett irgendwie beim gemütlichen Zwetschgen-Kokos-Kuchen-Essen :-)

Nachdem wir dann weitergeradelt und oben angekommen waren, war dann endlich meine Zeit gekommen. Erst sprang mich ein wunderbarer Steini von der Forststraße aus an, dann fand ich eine halbe Tüte voll mit schönen großen festen Pilzen im Aufstieg, denen ich die Pilzschnitzeltauglichkeit direkt ansehen konnte :-) Der beste Allgäuer hatte oben Pech und fand kaum noch Pilze.

Wir gingen gar nicht erst zum Gipfel, sondern machten in einer netten Mulde Pause. Die Arbeit war ja nun getan :-)

Auf der Abfahrt kehrten wir nochmal auf der Alpe für ein zweites Mal K&K ein und der beste Allgäuer musste nochmal hier und da in den Wald. Er fand überall nochmal was, aber wir hatten ja auf dem Hochweg schon abgeräumt, viel war das nicht mehr.

Abends gab es Steinpilzspaghetti :-)


Der Tag fängt gut an


Geschmückte Kuh


Viehscheid-Vorbereitungen


Bergblick


Junger Scheidenstreifling (haben wir nicht mitgenommen)


Kommitee auf der Abfahrt


Ausbeute :-)

Von engel am 17.09.2020 19:10 • diaryoutdoorbergmtb(0) Kommentare

Sonntag, 13.09.2020: Lieber doch nicht!

Donnerstag, September 17, 2020

Für den Sonntag hatten wir uns einen markanten Zacken im Ostrachtal ausgesucht, denn wir oft betrachten, auf dem wir aber noch nie gewesen waren. Ich hatte ihn mir genauer angeschaut, weil der Hike-Anteil für den Spitz vergleichsweise gering ist (der baldige Urlaub sollte nicht gefährdet werden) und wir fanden das beide gut. Der alte und der neue Führer schrieben ‘weglos’ und ‘unschwierig (I+)’ (der alte Führer sprach auch von ‘Steilgrasspezialisten’). In der OSM ist ein ‘T5’-Pfad eingezeichnet.

Wir waren nicht wirklich spät dran (aber auch nicht früh), deswegen waren wir total baff, dass der Parkplatz am Jägersteig schon total voll war (Naja, es hätte schon noch Platz gegegeben, aber am Parkautomaten stand um die 30 Leute Schlange, wer braucht denn sowas?). Wir fuhren ein Stück zurück und parkten halt dort. 6 Kilometer mehr Radeln ist bei der Gesamtlänge der Touren in der Gegend vernachlässigbar.

Anfangs hatte es noch viele Leute und nervige E-Biker, ab dem E-Werk war es dann aber einigermaßen ruhig. Naja, abgesehen von den Wechs-Bussen, der derzeit total rücksichtslos rumfahren. Wir radelten bis zur Pointhütte und stellten dort die Räder ab.

Von da geht es erst mal auf einem Quad-Track (ich sollte präzisieren: Kettenfahrzeug-Track) bis auf eine Art Hochschräge (-Ebene wäre übertrieben, es ist aber deutlich flacher als drunter und drüber). Der ‘Fahrweg’ ist mit Abstand der steilste, der uns je untergekommen ist. Meistens ist es festgefahrener Dreck/Kies, manchmal aber auch Beton mit metallenen Querblechen für Halt. Wir schnauften wie kleine Dampfmaschinen da hinauf.

Oben machten wir erst mal Pause zum Erholen und Umschauen. Tolle Gegend und vor der Seite hatten wir sie noch nie gesehen. Das Ziel konnten wir auch sehen. Sah ordentlich steil aus!

Wir querten zum letzten Hüttchen rüber und schauten uns den Zacken genauer an. Eigentlich hatten wir Pfadspuren erwartet, aber da war nix, nur steiles Gras, und teilweise - wo sich kein Gras halten konnte - steiler Schotter. Wo es entlang gehen müsste war aber klar. Wir nahmen Stöcke und stiegen los.

Das Gelände wurde schnell steil und dann noch steiler und es gab Flecken mit Schotter statt Gras, wo man quasi gar einen Halt mehr hatte (das wir überhaupt in den Schotter gekommen waren, war natürlich blöd, da hätte man direkt drum herum steuern sollen). Raufgehen ist ja das Eine, aber mir wurde beim Gedanken an den Abstieg immer unwohler.

Das Knie ist inzwischen wirklich schön stabil, aber gerade beim Runtergehen ist es einfach (noch, hoffe ich) nicht sehr belastbar. Und oben würde es noch steiler werden, von Trittspuren, wie gehofft, war weit und breit nichts zu sehen. Das war alles irgendwie nix, ich wollte da nicht hoch, auch wenn der Giebel meine Idee gewesen war.

Der beste Allgäuer stimmte zu. Alles zu unsicher, vor allem beim Abstieg. Wir gingen also wieder runter (was an der Stelle noch relativ einfach war) und müssen halt mal wieder kommen. Dann vielleicht mit der Überschreitung bis zum nächsten Gipfel, von dem man - nach dem vermutlich bröseligen Felsgrat - dann ganz einfach über weite Matten absteigen kann.

Nach einer langen Sonnenpause gingen wir den supersteilen Fahrweg wieder runter. Vor dem hatte ich ja etwas Bammel gehabt, aber ohne Stufen kann man die Füsse setzen wie man will und ich kam mit Trippelschrittchen (also gefühlt zumindest) da völlig problemlos wieder runter. Das Knie war auch an der Pointhütte noch total gut drauf :-)

Am Giebelhaus war es dann leider noch sehr voll, deswegen fuhren wir dran vorbei und hofften auf die Konstanzer Jäger, aber die haben dieses Jahr gar nicht auf. So musste K&K ausfallen, aber wir waren ja am Vortag 2 Mal eingekehrt, das reicht dann ja auch für 2 Tage ;-)

Der Radweg geht am Rückweg dann nochmal kurz total steil hinauf und das wo man doch eigentlich mit Anstrengung schon abgeschlossen hat! War trotzdem besser als auf der verkehrreichen Straße.

Insgesamt war das eine prima Tour, auch mit dem Abbruch (und Wiederkommen geht ja immer) und ich bin mit dem Knie sehr zufrieden :-)


Das Ziel im Blick


Auf dem Weg zur Pointhütte


Der ‘Fahrweg’ ...


... ist viel steiler als es aussieht!


Tiefblick


Weitblick


Das Ziel ist links vor dem oberen Felsaufschwung


Anstieg


Tja.


Abstieg


Murmelfamilie


Abfahrt

Von engel am 17.09.2020 16:49 • outdoorbergmtb(0) Kommentare

Samstag, 12.09.2020: Bikerunde mit Abstecher

Donnerstag, September 17, 2020

Nach langer Pause war der Samstag endlich wieder ein schöner Tag, an dem wir beide Zeit hatten. Nach ein wenig hin- und her-überlegen, entschieden wir uns für eine lange Bikerunde mit kurzem zu-Fuß-Abstecher, wo wir nicht durch den Tunnel fahren mussten (zur Zeit gibt es da in der einen Richtung Stau, weil die Tiroler gern mal Blockabfertigung machen, und in der anderen Richtung, weil die Bayern neuerdings Kontrollen durchführen *seufz*).

Wir parkten in Rieden und radelten am romantsich benebelten Moorsee vorbei zum Rotlechstausee. Auf dem langen Bike-Anstieg zur Raazalpe begegneten uns nur wenige Radler (2 E-Biker von hinten). Ich fand den Anstieg wieder sehr anstrengend, war diesmal aber schlau genug zu merken, dass ich sehr erschöpft war (ich hab’s echt nicht raus, mich gut einzuschätzen).

Wir kehrten also erst mal in der Raazalpe ein, wo ich guten Apfelstrudel mit Kaffee und der beste Allgäuer von Allen ein üppiges Käsebrot mit Bier bekam. Dann radelten wir das kurze Stück zum Wanderweg wo wir die Räder absperrten. Der Allgäuer bekannte, dass so ein Bier zum Mittagessen schon ganz schön gewöhnungsbedürftig sei ;-)

Der Anstieg zum Galtjoch war - mal wieder - reichlich frisch. Irgendwie hat es da ganz schön oft Wind (vielleicht weil der durchs Tannheimer Tal kanalisiert wird?) und natürlich hatte es wieder Wolken. WIr schlugen nur kurz am Gipfelkreuz an und stiegen erst mal ein Stück weit ab. Den ersten Versuch einer Pause brachen wir bald wieder ab, weil sich die Sonne viel schneller als erwartet verzog und es kühl wurde. Weiter unten hatten wir dann Glück und konnten eine gute Weile in einer bequemen Mulde Sonne geniessen. Das war schön :-)

An den Rädern vermisste der Allgäuer sein GPS und war ganz sicher, dass er es an der Raazalpe hatte liegen lassen. Wir fuhren zurück, fanden es aber nicht und auch die Wirtsleute hatten auf unserem Tisch kein GPS-Gerät gesehen. Der Allgäuer hatte es eben innerlich schon abgeschrieben, da sah ich eine sehr bekannte Form in seiner Rucksack-Seitentasche. Das Navi! Er konnte sich absolut nicht erinnern, es dort hingesteckt zu haben (weil er es da nie hinsteckt). Wir schoben den Ausfall aufs Mittags-Bier ;-)

Wir hatten beschlossen, zur Abwechslung mal die Abfahrt über Rinnen und die lange Runde zum Rotlechstausee zu nehmen. Da kommt man an der schönen Ehenbichler Alm vorbei und wo wir dann schon mal da waren, kehrten wir gleich nochmal ein ;-) Eine Mini-Rast am schönen Bänkle vorm Thaneller gab es natürlich trotzdem.

Der Anstieg nach Rinnen war nach so viel Abfahrt ganz schön anstrengend, dafür ist die Forststraße von Rinnen zum Stausee wirklich schön. Und man kann sehr gut bestaunen wie steil der Anstieg zur Raazalpe ist. Diese Erweiterung der Runde ist Klasse, das haben wir sicherlich nicht zum letzten Mal gemacht!


Start am Moorsee


Steiles Radeln überm Rotlechstausee


Vor der Raazalpe


Kühler Anstieg zum Galtjoch


Yay, oben! (Saukalt, nix wie weg!)


Abstieg mit Blick auf den Thaneller


Pause am Bänkle


Rückweg zum Rotlechstausee


Auf der anderen Seite des Stausees

Von engel am 17.09.2020 11:53 • outdoorbergmtb(0) Kommentare

Sonnenuntergangsbaden

Dienstag, September 15, 2020

Ich begann den Tag in der Früh mit gemütlich Lesen und Lernen (ja, trotz ‘Urlaub’, irgendwann sind die Lizenzen weg und das wird mich hart treffen).

Am späten Vormittag hatte ich im neuen Fitti einen Termin für die Einführung in die Zirkeltraining-Geräte. Ich radelte mit ordentlich Zeitpuffer hin und legte erst mal eine sehr erfreuliche Crosstrainer-Runde ein. Ich bin noch vorsichtig und laufe nicht allzu intensiv. 5 Kilometer (naja, was das Gerät halt zählt, ich bin nicht sicher, wie realistisch das wirklich ist) in 40 Minuten. Lief super, nichts tat weh.

Danach war dann die Geräte-Einführung. HmmmNja. Das sind so Dinger wie in der Reha in Bad Wiessee, wo der persönliche Startpunkt und Endpunkt der Bewegung eingestellt wird und sowohl die Anspannung des Muskels als auch die Gegenbewegung elektronisch geregelt geführt wird. Man soll in beide Richtungen eine bestimmte Gewindigkeit einhalten und die entsprechenden Muskeln benutzen.

Das Gute daran ist, dass man sich auf keinen Fall falsch bewegen kann, aber ich finde diese Führung extrem nervig (fand ich in der Reha ja auch schon). Schade, schnell mal den Zirkel machen, wenn man nicht über Training nachdenken will, fand ich immer gut, aber so taugt das nix. Naja, schaumermal.

Den Nachmittag verbrachte ich weiter mir Lernen und Lesen, bis der beste Allgäuer heim kam. Weil das Wetter so schön war, hatte er früh Schluß gemacht. Wir radelten zum Weiher, wo der Mann im letzten Licht der untergehenden Sonne noch eine Runde Schwimmen ging. Das klingt so wunderbar romantisch und war auch echt schön da, aber es war schon ganz schön kühl. Ich verzichtete.

Wir nahmen den Heimweg über den Blender und wurden dort von ein paar Steinpilzen regelrecht überfallen. Der Heimweg verzögerte sich dann sehr und es zahlte sich aus, dass wir vorsichthalber die Mini-Lichter eingesteckt hatten. So langsam wird es schon ganz schön früh dunkel!

Wir warfen die Pläne für den freien Mittwoch des besten Allgäuers um. Wenn es daheim schon Pilze hat, dann muss es doch eigentlich anderswo auch welche haben!

Von engel am 15.09.2020 08:14 • outdoormtb(0) Kommentare

Sonntag, 16.08.2020: Ein neuer Berg!

Sonntag, August 30, 2020

Der letzte Urlaubstag! Und das Wetter sollte schön werden (Naja, von den derzeit obligatorischen Gewittern mal abgesehen)! Ich hatte mich nach weiteren viel-Bike-wenig-Hike-Touren umgesehen und hatte einen uns bislang unbekannten Gipfel entdeckt. Allerdings mit Start an den Königschlössern, was der beste Allgäuer als No-Go betrachtete. Aber mit einer kleiner Verlängerung und Start im Lechtal war er dann einverstanden.

Als wir durch den Tunnel fuhren, waren da wieder Grenzkontrollen bei der Einreise, das würde am Rückweg sicherlich Probleme bereiten. Aber erst mal fuhren wir nach Unterpinswang und suchten uns einen Parkplatz. Wir fanden einen am Abzweig einer Mountainbikeroute, der sich dann als besserer Startpunkt als der von mir ausgesuchte beim Pferdehof, wo man nicht parken darf, erwies.

Auf der Bikeroute geht es erst mal gemütlich hinauf und dann ein Stück quer bis zur Grenze an der Fürstenstraße (oder so ähnlich, mein Foto von der Grenze ist verwischt), auf der wir bis nach Hohenschwangau fuhren. Da war natürlich viel los und wir schnauften auf der wirklich arg steilen Bikeroute zum Schloß Neuschwanstein an vielen Touristen vorbei (und wurden von E-Bikern und 2 supersportlichen Bikern überholt).

Auf der Straße in die Bleckenau war es dann schön einsam. Wir trafen wenige Wanderer, wenige Radler und einmal den Bus. Hinter der Bleckenau hatte ich die Straße eigentlich als ‘schlechter Teer’ in Erinnerung (wir waren da schon lang nicht mehr), aber es ging erst mal auf einer ungeteerten Forststraße weiter, relativ gemütlich mit moderater Steigung.

Und dann kam der schlechte Teer und gemütlich war rum, aber sowas von! Auf einer Strecke von vielleicht 500 Metern ging es gut 100 Höhenmeter rauf, fast immer steil ansteigend und nur gelegentlich etwas flacher zum Verschnaufen. Das war schon ordentlich! Der Rest der Strecke bis zur Jägerhütte war dann wieder weitgehend gemütlich.

In der Nähe der Hütte legten wir die Räder ins Gras und gingen zu Fuß weiter. Der beste Allgäuer ging ein letztes Mal für diesen Urlaub barfuß, ich ging ohne Stöcke. Das Weglein ist anfangs ein Quad-Track und recht steil und steinig. Wir kürzten den Füßen des Allgäuers zuliebe eine Kehre ab, aber das war dann nur noch steiler und er hatte zum Ausgleich Freude mit vielen Disteln.

Nach der Kehre kommt man in relativ flaches idyllisches Almgelände, geht an einem Hüttchen vorbei und bis auf einen Rücken rauf. Dort zweigt der Pfad zum Ochsenälpelekopf ab. Der Pfad ist steil und geht zwischen Latschen hoch und es ist entsprechend heiss. Mich strengte das sehr an (ich war entsprechend langsam), aber ich kam ohne Stöcke und ohne Probleme am Gipfel an. Dort waren schon ein paar Leute, die aber alle bald gingen. Damit hatten wir unseren neuen Gipfel ganz für uns allein :-)

Der beste Allgäuer von Allen wäre dann gern noch auf den Kreuzkopf gegenüber gegangen, aber das hatte ich mir vorher schon auf der Karte angeschaut und für zu lang für mein Knie befunden. Und auch wenn es dem Knie im Sattel recht gut ging, blieb ich standhaft bei Nein. Ich hätte natürlich auf den Allgäuer gewartet, wenn er allein hoch gegangen wäre, aber dazu hatte der dann auch keine Lust.

Auf dem Weg zum Almgelände baute sich vor uns, Richtung Garmisch/Zugspitze, ein Gewitter auf und grollte dumpf zu uns rüber. Bei uns war aber noch meist Sonne. Als wir am Almgelände angekommen waren, hatte sich das Gewitter vor uns weitgehend aufgelöst. Wir suchten uns ein schönes grasiges Plätzchen um nochmal gemütlich zu pausen. Aber da blieben wir nicht lang, denn der Himmel zog zu und es fing von der anderen Seite an zu grummeln. Kühl wurde es auch. Wir gingen also weiter. Und schon nach wenigen Metern auf dem Quadtrack fing es an zu regnen.

Bei den Rädern hatte der Regen weitgehend aufgehört, aber es war nach wie vor dunkel hinter uns und es grummelte immer wieder. Wir verzichteten lieber aufs Einkehren und fuhren direkt ab. Die ganze Abfahrt über nieselte es leicht, aber richtigen Regen bekamen wir nicht ab.

Der Weg von Hohenschwangau zum Auto war dann doch weiter, als wir gedacht hatten. Auf der B179 war wegen der Grenzkontrollen Stau, deswegen fuhren wir gleich über Pfronten heim. Das ging vielleicht nicht schneller als mit Stau durch den Tunnel, war aber auf jeden Fall weniger nervig. Ein würdiger Urlaubsabschluß :-)


Start bei Unterpinswang


Leider verschwommen: die Grenze


Vor Schloß Neuschwanstein


Hinter der Bleckenau im Steilstück. Puh!


Zu Fuß im Almgelände, hinten das Ziel


Im Anstieg zum Gipfel


Ochsenälpelekopf


Abstieg


Vor uns baut sich ein Gewitter auf


Es regnet :/


Die Räder vor der Jägerhütte


Abfahrt (im Nieselregen)

Von engel am 30.08.2020 16:01 • outdoorbergmtb(0) Kommentare

Nach einem total verregneten Donnerstag und einem eher mäßig erfolgreichen Pilzspaziergang am Freitag war die Vorhersage fürs Wochenende immer schlechter geworden. ‘Drin’ sollte es noch schlechter sein als ‘draussen’, deswegen hatten wir uns für en Samstag eine Runde relativ ausserhalb der Berge im Gunzesrieder Tal gesucht. Mit der absolut üblen Auffahrt zur Höllritzer Alpe als Test für die neuen Reifen am Rad des besten Allgäuers.

Es war sehr wolkig, als wir den Kangoo im Ostertal abstellten und schon auf dem Weg das Tal hinter fing es an zu nieseln. Das hielt aber glücklicherweise nicht lang an, allerdings war es überall sehr feucht.

Die Auffahrt zur Höllritzer Alpe ist echt hart. Zwischendurch sehr steil und vor allem total ruppig. Ich wollte meinem Knie, das so langsam wirklich deutlich besser wurde, nicht allzu viel zumuten und stieg ab, sobald es mir zu anstrengend wurde. Der beste Allgäuer dagegen wollte die neuen Reifen testen und versuchte alles zu radeln was nur irgendwie ging. Die Reifen sind anscheinend prima, aber er schaffte trotz wüstem Fluchen nicht alles.

Als wir die Räder an der Höllritzer Alpe parkten, stand dort ein Schild: ‘Weg für ALLE BIKER nicht geeignet’. Pah! Runter kann man das schon fahren.

Wir gingen über den krautigen, immer zugewachsenen Weg (Grosses Schild: Radeln verboten) unter dem Dreifahnenkopf weiter, wo ich im Vorbeigehen Blaubeeren und letzte Himbeeren mitnahm :-) Am Hüttchen hatte es Ziegen, die unseren Weg interessiert verfolgten.

Im Anstieg zum Grauenstein kam ein wenig Sonne raus und weil wir gerade an einem netten grasigen Platz waren, machten wir gleich mal Pause bis die Sonne wieder weg war. Das war eine gute Idee, denn am Grauenstein war es kühl, windig und voller Kuhfladen.

Wir kamen direkt nach 6 Leuten mit 3 Hunden am Grauenstein an, die dann wie wir über den Rücken zum Dreifahnenkopf weiter wanderten. Und sich dabei unablässig in immenser Lautstärke unterhielten. Das war sehr nervig und wir nutzten die erstbeste Wiese neben dem Weg, um nochmal Pause zu machen und Abstand zu dem Schwätzern zu bekommen. Das war mit minimal Sonne unerwartet gemütlich und wir dösten beide weg. Dafür froren wir dann beim Aufwachen erst mal, das gab sich aber auf dem Weiterweg schnell.

Am Sattel vor dem Dreifahnenkopf dann eine unerfreuliche Überraschung, denn der alte Weg über den Dreifahnenkopf zum Höllritzer Eck ist inzwischen gesperrt, weil da Birkhühner nisten und ihre Kinder aufziehen (dafür darf man nun im Winter wieder hoch). Wir mussten also unten um den Berg herum laufen, was die ganze eigentlich schöne Runde ziemlich kaputt macht. Wir liessen das Eck und das Horn aus und gingen direkt zur Alpe zurück.

K&K dort war ausgezeichnet, damit hatten wir gar nicht gerechnet, weil das beim letzten Mal vor ein paar Jahren eher so mittel gewesen war (wobei wir damals sehr spät dran waren und nur Notverpflegung bekommen hatten). Das hob die Laune ungemein und wir konnten erfrischt und erfreut auf die ungeeignete Abfahrt ind Ostertal starten.

Die Forststraße ist runter natürlich genauso ruppig und steil wie rauf und auch wenn man das runter gut schaffen kann, muss man doch ziemlich aufpassen. Angesichts der unerfahrenen E-Biker-Schwemme zur Zeit ist die Warnung vielleicht gar nicht so verkehrt.


Start im Ostertal


Volle Kontentration beim Raufradeln


Talblick


Radlparkplatz


Es geht zu Fuß weiter


Neugierige Ziegen


Auf dem Weg zum Grauenstein


Am Grauenstein


Abfahrt

Von engel am 30.08.2020 12:58 • outdoorbergmtb(0) Kommentare

Mittwoch, 12.08.2020: Reintalrunde

Sonntag, August 30, 2020

Auf der Suche nach weiteren wenig-Bike-viel-Hike-Touren war mir das Reintal eingefallen. Wir fuhren also durch den Tunnel und parkten an der Bärenfalle, diesmal aber oben auf dem Hüttenparkplatz. Damit fiel zwar das ‘Einradeln’ weg, weil es quasi direkt vom Auto aus steil hoch geht, aber das Auto steht im Schatten.

Die Forststraße geht gleich am Anfang sehr steil hinauf, lässt aber nach den ersten beiden Kurven etwas nach. Ab der Querung zum Wasserfall hat man dann immer wieder schöne Verschaufpausen. Natürlich waren vor allem E-Biker unterwegs, aber es hatte auch ein paar ‘echte’ Radler. Immerhin.

Wenn man vor der Musauer Alm aus dem Wald kommt, ist die Landschaft geradzu kitschig schön. Mit dem Schäfchenwolkenhimmel, den steilen wüsten Wänden von Kellenspitze bis Gimpel links und dem Almgelände rechts und im Tal, kommt man (also ich), aus dem ‘Hach, wie schön!’-Seufzen kaum heraus ;-)

Am Ende der Forststraße wird es nochmal steiler und dann ist man an der dichtesten Hüttenansammlung, die ich kenne: ‘Füssener Hütte’, ‘Willi-Merkl-Gedächtnis-Hütte’ und ‘Otto-Mayr-Hütte’. Ich vermute, die können sich vor allem deswegen halten, weil die Hütten schnell und bequem von der Bahn am Füssner Jöchl erreichbar sind.

Wir kehrten auf ein kaltes alkfreies Weizen in der Füssener Hütte ein und gingen dann zu Fuß weiter. Der beste Allgäuer ging wieder barfuß. Der Weg zur Großen Schlicke ist weitgehend bequem und wird erst auf den letzten Metern etwas steiler und kraxeliger. Wir waren zwar bei schönster Sonne losgelaufen, aber inzwischen waren die angekündigten Gewitter angerückt und wir standen oben in Wolken.

Wir blieben nicht allzu lang oben. Im Abstieg hörten wir dann auch schon Gegrummel aus der Ferne. Weil uns das Gewitter entweder erwischen würde oder eben nicht, kehrten wir nochmal auf der Füssener Hütte auf K&K ein (das war allerdings eher so mittel, also sehr mittel). Kaum hatten wir K&K, fing es an zu nieseln und wir gingen rein. Aber da ist es nicht sehr nett und deswegen setzten wir uns wieder raus in den nun etwas nachlassenden Niesel.

Zur Abfahrt kam schon wieder leicht Sonne raus. Weiter unten hatte es wohl gar nicht geregnet, denn die Forststraße war knochentrocken und der beste Allgäuer zog eine lange Staubfahne hinter sich her. Das war insgesamt eine total nette Tour, denn im Reintal waren wir schon Ewigkeiten nicht mehr.


Am Parkplatz geht es erst mal steil los


Blick aufs Ziel (hinten)


Kitschig schöner Blick auf den Schartschrofen


Kurz vor der Hütte


Barfußgänger


Die letzten Meter vor dem Gipfel


Oben :-)


Abstieg vor Kellenspitze, Gimpel und Schartschrofen


Kurz vor K&K


Abfahrt

Von engel am 30.08.2020 12:54 • outdoorbergmtb(2) Kommentare

Freitag, 21.08.2020: Baden & Grillen

Sonntag, August 30, 2020

Nach einer schönen Woche sollte der der Freitag der letzte schöne Tag vor dem Wetterumschwung sein. Der beste Allgäuer machte relativ früh Schluß und dann radelten wir auf direktem Weg zum Weiher. Das war sehr heiß und schwül.

Am Weiher waren wir natürlich nicht die einzigen, die die Idee zum Badengehen hatten, aber wie immer fanden wir noch leicht einen Platz für uns und die Räder. Wir blieben gute anderhalb Stunden (das ist lang für uns), gingen 3 Mal Baden (ich) oder Schwimmen (der Allgäuer) und radelten dann auf direktem Weg heim, um noch Zeit zum Grillen zu haben.

Grillen war dann, wie immer natürlich, ausgezeichnet :-)

 

Von engel am 30.08.2020 11:21 • outdoormtb(0) Kommentare

Dienstag, 11.08.2020: Kraxelberg

Freitag, August 28, 2020

Als viel-Bike-wenig-Hike-Tour ist der Litnis halt unschlagbar und so parkten wir schon wieder unten an der Krinnenalpe. Wir radelten gemütlich (aber natürlich wegen der Schwüle ordentlich schwitzend) bis zum Joch und sperrten dort die Räder ab.

Auf den letzten Metern überholte der beste Allgäuer von Allen 2 Wanderer, die wiederum ihn überholten, als er auf mich wartete. Dabei äusserten sich die beiden bewundernd, weil wir ohne Motor unterwegs waren und sagten gleich dazu: “... ja mit so schönen Waden!” Das erfreute den Allgäuer sehr und er wies im Lauf des Resturlaubs immer wieder auf die schönen Waden hin. Wir hatten viel Spaß damit und natürlich stimmt das.

Das Wetter war dann oben leider nicht mehr so schön wie anfangs, was aber zum Laufen gar nicht so schlecht war (Schatten!). Ich nahm wieder Stöcke und kam damit problemlos bis zum Beginn der Kraxelei. Dort liess ich einen Stock zurück und nahm den anderen zur Unterstützung, vor allem für den Abstieg, mit. Das Kraxeln ging ganz gut, aber größere Stufen musste ich mit dem anderen Bein nehmen.

Am Gipfel waren wir schön allein, aber es war mal wieder etwas windig und auch schon wolkig geworden, deswegen stiegen wir erst mal ab und machten weiter unten in einer Wiese Pause. Da war es zwar auch nicht sonnig aber immerhin hatte es keinen Wind und war gemütlich.

Wir kehrten wieder in der Edenalpe ein und fuhren dann auf dem schönen Alpenrosensteig mit der großartigen Aussicht ab.

Wunderbar! So langsam wird das wieder mit dem Bein :-)


Auf der bekannten Strecke


Kurz vorm Joch


Und nochmal barfuß


Anstieg mit ‘Stützstock’


Bisserl kraxlig ist es schon ...


Am Gipfel


Abstieg


Im Steilgelände ...


... schaut spektakulärer aus als es it´st


Abfahrt


Auf dem Alpenrosensteig

Von engel am 28.08.2020 16:03 • outdoorbergmtb(0) Kommentare

Dem Knie ging es langsam besser (mit Ibu, ehklar) und ich wollte mal ausprobieren, wie gut ich laufen kann. Ich hatte das Galtjoch ausgesucht, aber mit Anfahrt von Rinnen, nicht von Rieden, weil ich dem Knie diese elendslange superstressige Auffahrt nicht zumuten mochte.

Die Auffahrt von Rinnen ist auch lang und zwischendrin auch mal steil, aber man hat immer wieder Erholung und viele flachere Stücke. Das Radeln ging sehr gut :-)

An der schönen großen Bank mit Blick auf den Thaneller machten wir Pause. Das enttäuschte eine Guppe Wanderer mit Kindern, die da wohl auch Pause geplant hatten. Der kleine Scout rief laut nach hinten “Besetzt!” und einer der Erwachsenen tröstete dann alle Kinder, dass es gleich ums Eck eine andere Bank hat und man dann halt da Pause machen würde.

Die Ehenbichler Alm hat am Montag Ruhetag. Das war ein bisserl schade, denn dort waren K&K bisher immer sehr gut und die Alm liegt natürlich großartig. Wir radelten dran vorbei und parkten die Räder an der Abzweigung des Fußwegs vor dem Zaun. Ich nahm gleich Stöcke und stellte erfreut fest, dass das Aufsteigen mit Stöcken und unter Vermeidung bestimmter Belastungen (Druck auf der Innenseite, komplettes Durchstrecken) sehr gut ging. Ich testete auch gleich wie Absteigen geht und auch das liess sich ganz gut machen, wenn ich darauf achtete, das Bein auf keinen Fall durchzustrecken. Gut, dass ich im einbeinigen Humpeln mit gebeugtem Bein viel Übung habe :/

Der beste Allgäuer ging mal wieder barfuss (damit er auch was davon hat, dass ich nicht funktioniere) und musste trotzdem auf mich warten, weil ich wirklich sehr sehr vorsichtig und ordentlich gehen wollte. Wir kamen problemlos zum Gipfel und das war toll! Ich hatte den Urlaub ja eigentlich schon abgeschrieben gehabt und wenn sowas geht, ist die Welt schon wieder in Ordnung :-)

Es war windig da oben und hatte immer wieder mal Wolken, deswegen verlegten wir die Pause runter ins Joch vor dem Abendjoch, wo wir eine Weile gemütlich in der Sonne rumlagen (zeitweise jedenfalls). Das war sehr schön :-)

Die Abfahrt war unglaublich staubig, weil es überall so trocken war, und ich musste ordentlich Abstand von der Staubfahne halten. An der schönen Liege machten wir nochmal lang Pause.

Schöner Tag. Am besten war, dass das trotz der Probleme möglich war :-)


Das Radeln ist einigermaßen gemütlich


In der Mitte ist die tolle Aussichtsbank :-)


Die Ehenbichler Alm vorm Thaneller


Es geht zu Fuß weiter


Der Barfußgänger


Oben :-)))


Abstieg


Abfahrt

 

Von engel am 28.08.2020 15:56 • outdoorbergmtb(0) Kommentare
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