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Wochenende, gemischt

Montag, Dezember 09, 2019

Am Freitag lieferte ich den besten Allgäuer von Allen bei seiner Geschäfts-Weihnachtsfeier ab und bereitete die diversen Kalender vor, die wir verschenken und auch selbst verwenden. Das war nett, denn durch alte Bergbilder kramen macht immer wieder Freude.

Den Samstag begannen wir gemütlich und fuhren dann nach Bad Kohlgrub, weil auf der Hörnlehütte die SAN-Weihnachtsfeier stattfand. Das Wetter liess arg zu wünschen übrig, aber immerhin liess der Regen nach, als wir uns gen Osten bewegten. Im Aufstieg nieselte es dann nur noch hin und wieder.

Der Aufstieg ist steil und war erstaunlicherweise ziemlich glatt und eisig. Schnee lag kaum, aber es hatte Eis auf dem Weg, das ist eine bescheuerte Kombination. Meinem Knie ging es so mittelgut (kein Ibu seit Mittwoch, also war inzwischen alles aus meinem Körper raus), aber Aufstieg ging trotzdem ganz gut. Gelegentlich Zwicken an der Innenseite, sonst nix. Und das Bein wird langsam stärker, Stufen mit rechts gehen immer besser.

Auf der Hütte dachten wir zunächst, dass wir die ersten sind, weil wir doch deutlich vor dem offiziellen Beginn da waren, aber der Schlafraum war schon deutlich belegt. Wir hatten die Wahl zwischen einem kleinen 2-er Abschnitt unten mit sehr knappem Kopfraum oder irgendwo in der Mitte oben zu liegen. Nichts davon fanden wir ansprechend und als der beste Allgäuer von Allen dann auch die Matratze arg hart fand, beschlossen wir, doch lieber wieder abzusteigen und in unserem guten Rücken-freundlichen Bett daheim zu schlafen.

Es stellte sich raus, dass wir nicht mal annähernd die ersten waren, die anderen waren ganz einfach alle gerade unterwegs. Sie trudelten ein, als wir uns gerade umentschieden hatten und dann füllte sich der Nebenraum schnell.

Dann wurde es sehr nett mit guter Unterhaltung, eher so mittelgutem Essen (Ausnahme der Kaiserschmarrn, der war echt prima) und dem Auftritt vom SANta, der wieder mit tollen Geschenken und wunderbaren Lobreden (und seinem mega-gefährtlichen uralt-Pickel) unterwegs war.

Der beste Allgäuer von Allen bekam für die ‘meisten Kilometer’ im Tourenbuch eine Geschenkbox mit Fendt Dieselross-Öl. Das war perfekt getroffen, denn zu diesem Traktor hat der Mann eine besondere Beziehung, die sich bis zum Auseinanderbauen des tiefsten Inneren mit allerlei selbsgebasteltem Werkzeug erstreckt :-)

Wir gingen bevor ich allzu müde wurde gegen halb 10. Es war nicht ganz so kalt geworden wie befürchtet, deswegen war es auch nicht ganz so glatt wie befürchtet. Oben ging der Abstieg gut, da spielte das Bein noch ganz gut mit, im unteren Drittel schmerzte das Knie dann bei jedem Schritt mehr (Mantra: ‘Das ist normal, kein Ibu!’). Boah, ich hoffe wirklich, das wird bald besser!

Heimfahren ging super, weil es kaum Verkehr hatte.

Der Sonntag war quasi bewegungslos. Ich hatte schon im Abstieg von der Hütte Kopfweh bekommen (und ich hab nie Kopfweh) und wachte in der Früh mit elenden Kopfschmerzen und arger Verschleimung auf. Das Knie war empfindlich, schmerzte aber nicht sehr, das war gut und erleichternd (keine Überlastung! :-)). Das Wetter war zwar schön, aber wir bewegten uns nicht raus, weil ich Kopfweh hatte. Vielleicht wäre es mit Bewegung ja besser geworden (glaube ich eigentlich nicht), aber dem Knie ging es ja auch nur so mittel und dauernd nur Blender ist ja auch langweilig.

Wir läuteten stattdessen den Winter ein und guckten Skirennen nach und genossen die ersten Laible.


Wenig Schnee, aber ordentlich Eis auf dem Weg


Der letzte Hang zur Hütte


Weitblick bei zweifelhaftem Wetter


Vorbereitung zum Abstieg


Auf den letzten Metern

Von engel am 09.12.2019 08:04 • outdoorberg(0) Kommentare

Samstag, 30.11.2019: Schnee!

Dienstag, Dezember 03, 2019

Die Wochenendwetterübersicht hatte den Samstag als den vermutlich schöneren Tag ausgeweisen, deswegen hatte ich auf Samstag als den Tourentag gesetzt. In der Früh begrüßten uns aber Wolken und wir brauchten eine Weile, um uns aufzuraffen. Als dann kurz Sonne auf die Terrasse schien und wir einen klitzkleinen blauen Fleck am Himmel sahen, fuhren wir aber doch los.

Wir parkten an der Sonnenklause (als drittes Auto, obwohl es schon recht spät war) und zogen die allerersten Spuren Richtung Entschenalpe in den Schnee. Erst als wir an die steile Teerstraße kamen, gab es Vorgängerspuren :-)

Bis zum Abzweig des Bergwegs hatte es immer wieder mal etwas Sonne gehabt, ab da waren wir in den Wolken, bzw. im Hochnebel, und es wurde schlagartig ein paar Grad kälter. Und der Schnee wurde mehr :-)

Oben wird der Wald immer lichter und wo man rausschauen konnte, sah es nach Winterwonderland aus :-) Es hatte etwa 40-50 cm Schnee, der am Vortag ohne Wind gefallen war und alle Bäume waren dick verschneit aus wie im tiefsten Winter. Und als wir uns dem Gipfel näherten, kam sogar die Sonne raus!

Hach! Das war sooo großartig.
Wir setzten uns in die Sonne und tranken Tee und genossen die Landschaft. Es war aber trotz Sonne ziemlich kalt.

Wir befanden uns oben ziemlich am Schnittpunkt zwischen Hochnebel und Sonne. Als der Nebel mal wieder hoch zog, gingen wir.

Der Abstieg war oben erstaunlich einfach. Da hatte ich Bammel vor dem Rumgerutsche im tiefen Schnee gehabt, aber das steckte das Knie gut weg. Sonst ist Schnee ja prima, weil er wunderbar dämpft. Weiter unten war dann nicht mehr viel Dämpfung, weil nicht mehr genügend Schnee lag, dafür war es rutschig und der Weg ist sehr steil. Das war also ganz schön anspruchsvoll, aber das Knie steckte auch das ganz gut weg :-)
Dafür bekam aber das ‘gute’ Bein fürchterlichen Muskelkater ...


Start in unverspurtem Schnee


Kurz sieht man übers Illertal


Fast sowas wie Sonne


Zwischendurch Aufstieg im Hochnebel


Weiter oben wird der Schnee mehr und Sonne kommt langsam durch


Aufstieg zum Gipfelkreuz


Oben ist Sonne!


Hochnebelblick


Im Abstieg bald wieder ...


... dicker Hochnebel

Von engel am 03.12.2019 20:02 • outdoorberg(0) Kommentare

Samstag, 16.11.2016: Schnee und Nebel

Montag, November 18, 2019

Eigentlich war das Wetter für Samstag ganz nett angesagt gewesen, mit ein paar Stunden Sonne um Mittag rum und Niederschlag erst gegen Abend. Uneigentlich trat das aber leider so nicht ein. Der Tag begann neblig und ungemütlich. Beim Frühstück zog es uns ganz und gar nicht raus, aber ich hatte mir einen Spaziergang vorgenommen und deswegen musste es ein Spaziergang werden!

Ich hatte mir vorab eine Tour überlegt, die im Fall von Sonne uns möglichst viel davon gegeben hätte. Auf der Fahrt Richtung Berge schien aber die Aussicht auf Sonne so unwahrscheinlich, dass ich mich kurzentschlossen umentschied. Wenn es eh keine Sonne haben würde, könnten wir ja auch neue Wege gehen, die weniger sonnig gewesen wären. Dem besten Allgäuer von Allen war eh alles Recht.

Wir fuhren also durch Ettensberg und parkten dann auf einer fast unbekannten Straße auf einem kleinen uns bislang total unbekannten Parkplatz. Es war feucht und kalt und ich fror beim Loslaufen erst mal. Das gab sich aber schnell, als es steiler wurde ;-)

Wir gingen zunächst auf einer kleinen Straße an einem Hof vorbei bis zu einer Alm und bogen dann auf einen Wiesenweg (trotz Bohlen-Stufen und Kies zwischendurch reichlich schlammig) ab. Der Weg wurde bald sehr steil und rutschig und man musste teilweise recht hohe Stufen nehmen. Das war für mein Bein schon ganz schön anspruchsvoll. Die eventuelle Erweiterung über den Bärenkopf strich ich schnell wieder aus der Planung, ich wollte auf gar keinen Fall übertreiben (wobei die Frage, was denn nun ‘Übertreibung’ ist, nicht einfach ist).

Nach 2/3 des Aufstiegs wurde der Schnee mehr und als wir oben vor der Alpe Oberberg aus dem Wald kamen, fanden wir eine geschlossene Schneedecke (etwa 10cm) vor. Das machte Laufen noch etwas anspruchsvoller.

Von der Alpe gingen wir auf dem Fahrweg rüber zur Mittag-Straße und bogen an der obersten Kehre nach rechts ab, um auf den Abstiegsweg zu kommen. Der fing erst mal recht nett mit einem freundlichen vergleichsweise flachen Wiesenabstieg an, noch immer mit geschlossener Schneedecke. Es war zwar nicht steil, aber rutschig und wegen des Schnees sah man den Boden nur schlecht. Das war erstaunlich anspruchsvoll, das Bein kann noch nicht gut mit Unerwartetem.

Bald kamen wir in Wald und damit blieb der Schnee aussen vor. Dafür wurde es sehr steil, stufig und glücklicherweise nur mäßig schlammig und rutschig. Auch das war natürlich anspruchsvoll zu gehen, aber mit entsprechender Vorsicht ging das ganz gut. Der Weg verläüft auf einem Grat entlang einer Steilwand, soviel ‘Bergigkeit’ hatten wir dem freundlichen Mittag gar nicht zugetraut ;-)

Der Grat zog sich länger hin als erwartet. Unten wurde er flacher und freundlicher, dann kamen wir an der Straße an, die uns schnell zum Auto zurück führte. Das war insgesamt ein sehr schöner Spaziergang, den wir ohne meine aktuelle ‘Höhenmeterbeschränkung’ wohl nie gefunden hätten :-)


Start auf der Straße zu einem Hof


Nach der Alm wird es steil ...


... und später schlammig


Einer der wenigen Talblicke


Oben liegt dann Schnee


Abstieg erst im Schnee ...


... dann steil durch den Wald


Der Abstieg ist wirklich sehr steil


Kurz vor der Straße wird der Weg bequemer

Von engel am 18.11.2019 21:56 • outdoorberg(0) Kommentare

Sonntag, 10.11.2019: Berglein

Montag, November 11, 2019

Trotz des recht anstrengenden Samstags fühlte sich das Knie wieder besser an und ich war bereit, es an einem Berg zu testen. An einem kleinen Berg ehklar.

Der Versuch irgendwas südseitiges mit um die 400 Höhenmeter zu finden scheiterte, deswegen fuhren wir zum Falkenstein. Es war recht kalt (Frost und Reif allüberall), aber in der Sonne - im unteren Bereich hat man auch um diese Jahreszeit immer wieder mal Sonne - war es fast angenehm warm. Nur der Abschnitt nach dem Forstweg war wirklich kalt, da kommt aber auch überhaupt keine Sonne hin.

Wir stiegen bis zum Gipfel auf und gingen gleich wieder, weil das Bänkle oben besetzt war. Wir suchten uns stattdessen auf der Wiese vor dem Grat eine gemütliches Plätzchen in der Sonne. Leider ging es da aber recht zu, so dass wir bald auf den Grat umzogen, wo es genau eine einzige sonnige Stelle mit Gras hat. Das war dann richtig gemütlich, denn diese Stelle war zufällig total windstill und schöne Aussicht hat man da auch :-)

Laufen ging raufwärts und geradeaus recht gut. Zum Abstieg nahm ich natürlich Stöcke, aber das war dann trotzdem recht stressig für das Knie. Am Ende war ich froh, als wir wieder am Auto waren. Und noch froher war ich, dass das insgesamt doch recht gut gegangen war :-)


Aufstieg in Sonne, hinten das Gipfelkreuz


Auf dem Weg


Am Gipfel mit besetztem Bänkle


Abstieg mit Bergblick


Herbstfarben

Von engel am 11.11.2019 20:00 • outdoorberg(0) Kommentare

Sonntag, 29.09.2019: Bahntour

Dienstag, Oktober 01, 2019

Nachdem wir am Samstag den Kangoo ausgeräumt und zurück gebaut hatten (Plattform raus, Rückbank rein), wäre eine Bike&Hike Tour zwar möglich aber umständlich gewesen. Ich hatte deswegen ein paar Bahntouren (zu Fuß rauf, mit der Bahn runter) rausgesucht. Bahnen sind bei uns größtenteils auf den Nordseiten der Berge zu finden, deswegen landeten wir am Ende bei der einzigen Bahn, bei der man südseitig aufsteigen kann.

Wir stellten den Clio im Ort ab und gingen auf dem Fußweg zum Jöchl. Den ‘richtigen’ Weg (also: den ausgesuchten mit den wenigsten Forststraßen-Abschnitten) zu finden war unten nicht ganz einfach, denn es gab unendliche viele Wege und Forststraßen und an allen stand unser Ziel in fast allen Richtungen angeschrieben. Nächstes Mal male ich mir auch vermeintlich einfache Wege ins GPS.

Nachdem mir am Vortag den ganzen Tag das Knie weh getan hatte und ich Nachts sogar überlegt hatte, was wir alternativ machen könnten, war ich total froh, dass es dem Knie richtig gut ging. Bergauf merkte ich quasi gar nichts, geradeaus ein bisserl und an den wenigen bergab-Stellen im unteren Bereich humpelte ich halt irgendwie runter, denn Stöcke wollte ich erst oben nehmen. Und auch das ging - den Umständen entsprechend, wie es so schön heißt - ganz gut.

An zwei sonnigen Bänken machten wir Pause. Am ersten meiner mentalen Check-Points (die, an denen man verkürzen oder vereinfachen könnte) gingen wir links, also den langen Weg.

Unten hatte es relativ wenig Wind gehabt, aber je höher wir kamen, umso windiger wurde es. Auf dem Weg zur Scharte entdeckte der beste Allgäuer von Allen eine sonnige, windgeschützte, grasige Mulde zwischen den Latschen, die für eine längere Pause geradezu prädestiniert war. Es war noch ein wenig früh dafür und bis zum Gipfel war es auch noch ein Stück, aber man muss die Pausen halt nehmen wie sie kommen ;-)

Wir legten uns ins Gras. Es war warm, es war ruhig, über uns rauschte der Wind in den Latschen ... wir schliefen beide umgehend ein :-) Nicht lang, aber wir blieben eine gute Weile in unserer Mulde, es war einfach so nett und so warm und so gemütlich. Aber es half ja nix, so würden wir nicht auf den Gipfel kommen. Wir rafften uns auf und gingen weiter.

Zur Scharte war es nicht mehr weit und von da konnten wir den geplanten Gipfel gut sehen. Südseitig, wo in meiner Karte kein Weg ist, stiegen Menschen rauf und runter und das sah erfreulich klettrig aus. Auf der Nordseite muss man auch etwas klettern, aber eine Überschreitung ist doch viel besser als denselben Weg rauf und runter zu gehen. Dem Knie ging es gut und so konnten wir auch am zweiten Check-Point auf dem geplanten Weg weiter gehen, statt den Berg alternativ zu umrunden.

Wir näherten uns dem Gipfelaufbau und stiegen erst auf einem gerölligen Pfad, dann über Schrofen und Felsen und schließlich sogar über einen Mini-Klettersteig (also 5 Meter mit 3 Klammern und Drahtseil) zum Gipfel. Das war unerwartet und sehr erfreulich :-)

Oben war es aber windig und relativ kühl, deswegen blieben wir nicht lang dort. Der Abstieg ging oben prima (da durfte man abklettern), im mittleren Teil sehr ungelenk (ein steiler Pfad mit Steilstellen und Schwierigkeiten) und unten ganz OK (das war dann ein normaler Bergweg). Insgesamt war das nicht viel, knapp 200 Höhenmeter, dann waren wir am Jöchl mit der Bahn.

Wir hatten eigentlich auf K&K spekuliert, aber das Restaurant da ist ein SB-Ski-Massenbetriebs-Dingens und war voll und stank nach Pommesfett. Wir fielen quasi rückwärts wieder raus und gingen direkt zur Abfahrt. Das war bequem und wir hatten auch schöne Aussicht, aber das ist eine Kabinenbahn mit riesigen Fenstern und es war arg heiß da drin.

Der Abstieg zum Parkplatz (50 Höhenmeter, ein Kilometer) war dann nochmal etwas anstrengend für das Bein, denn ich hatte die Stöcke schon weg gepackt und ging ‘ohne’ zum Auto.

Das war eine sehr schöne Runde und dafür, dass das direkt neben der Bahn ist, noch nicht mal sehr voll. Das Bein nahm mir die Tour am Abend einigermaßen übel (kein Wunder, das waren insgesamt knapp 8 Kilometer, so weit bin ich seit der OP noch nie gelaufen, auch nicht im Flachen), aber am nächsten Tag war es zufrieden. Das war super :-)


Blick aufs Jöchl und den geplanten Gipfel rechts davon


Bohlenweg über die immer nasse Matschwiese


Kurzes Steilstück kurz vor der Pausenmulde


Gipfel voraus (links hinten) !


Nette Kletterei ...


... und ein Mini-Klettersteig :-)


Allein am Gipfel :-)


Abstieg ...


... zum Teil echt ungelenk


Auf dem Weg zur Abfahrt

Von engel am 01.10.2019 18:09 • outdoorberg

Sonntag, 22.09.2019: Klein aber herausfordernd

Donnerstag, September 26, 2019

Das Wetter für den Sonntag hatte sich in der Vorhersage von viel Sonnenschein stetig verschlechtert und war am Sonntag dann einfach nur trüb. Immerhin sollte es aber trocken bleiben und warm war es auch. Wir frühstückten gemütlich und fuhren dann nach Pfronten.

Dort regnete es leicht. Das hielt uns aber nicht ab, erst mal loszuradeln und das wurde auch belohnt, denn der Niesel ließ nach.

Die Forststraße, die ich da rausgesucht hatte, kannten wir bisher nicht. Sie ist aber Teil des Pfronten-Bike-Marathons, deswegen hatte ich gedacht, sie müsse radelbar sein. Ist sie auch ... gerade so. Unten steht ein Schild 17%, das ist auf relativ lockerem Kies ganz schön viel. Ich stieg zwei Mal ab und schob. Immerhin gibt es zwischendurch auch flachere Stücke zur Erholung.

Im ‘Himmelreich’ legten wir die Räder in die Wiese und zogen uns um. Unseren Weg mussten wir erst mal suchen, denn er ist schmal und nicht beschildert (allerdings gezeichnet und ausgeschnitten), das dauerte aber nicht lang.

Wir kennen diesen Weg, weil wir da einmal abgestiegen sind und ich hatte da keine größeren Probleme in Erinnerung. Und im Aufstieg war das Ganze auch recht problemlos. Der Weg ist schmal und steil und man muss immer wieder hohe Stufen nehmen. Aber das ging alles total gut und ich fühlte mich fast wieder wie eine Bergsteigerin. Nur den Abstieg hatte ich halt immer im Kopf.

Das Weglein schlängelt sich in engen Kehren die steile Flanke hinauf. Manchmal muss man über alte Bäume und kleine Stufen und einmal auch eine kleine Wand besteigen. Meistens kann man gehen, gelegentlich braucht man die Hände. Oben geht man dann über teilweise schmale Gratstellen.

Ich hatte immer meine Docs im Kopf, die meinten ‘langsam anfangen, nicht übertreiben’. Aber das ging alles total gut, ich fand nicht im Geringsten, dass ich übertreibe. Das Bein ist bergauf und im Flachen belastbar und wackelt nicht, freihändig Schmalstellen zu laufen geht prima. Nur die kleineren Abstiege zwischendurch zeigten mir die Grenzen.

Deswegen gingen wir auch nicht zum Gipfel, denn ich hatte langsam Sorge, ob das schwierige Gelände dann nicht doch etwas viel werden würde. Als dann ein größerer Zwischenabstieg gekommen wäre, erklärten wir den letzten Buckel zum Ziel und hörten auf.

Der Abstieg war natürlich anspruchsvoll. Ich brauchte an den schwierigen Stellen etwas länger, weil ich da wirklich nur das gute Bein belasten wollte und war sonst - naja, auch langsam, aber nicht ganz so langsam. Trotzdem ging das Gehen in diesem Gelände doch ganz gut, das Bein ist echt stabil und hält auch ‘komische’ Tritte aus. Aber es ist auch noch sehr schwach und war am Ende recht kaputt.

Ich bin aber insgesamt nicht unzufrieden. 2 Tage Bike&Hike hintereinander und schwieriges Gelände, das ist schon ganz schön prima!

Der beste Allgäuer von Allen hatte beim Hochradeln auf den Schildern eine ‘Bärenmoosalpe’ gesehen. Im Navi war das ein rotes Häuschen, also bewirtschaftet. Die Alpe lag nicht viel höher und es war einiges los hier oben im Himmelreich, also radelten wir in der Hoffnung auf K&K zur Alpe rüber.

Das war dann radtechnisch der anspruchsvollste Teil, denn der ganze Forstweg bestand nur aus losem Schotter (und ein zuenes Gatter hatte es auch noch!). Ich radelte die steilen Teile gar nicht erst, der beste Allgäuer von Allen natürlich schon. Wir kamen beide schweißnass am letzten Buckel an und dann war die blöde Alpe nicht mal offen!

Immerhin war die Abfahrt einfacher und das bisserl Abfahrt vom Himmelreich, das wir jetzt wieder hinauf mussten, war gar nicht so weit, wir erst gedacht hatten. Die Abfahrt auf der Forststraße war nicht weiter schwierig, allerdings war Bremsen auf dem losen Kies nicht ganz einfach. Ich wäre beinahe in den besten Allgäuer gerutscht, als der an einer Bank Pause machen wollte.

Wir waren früh genug dran, um uns daheim noch Kuchen holen und Sonne, die inzwischen endlich mal so halbwegs raus gekommen war, auf der Terrasse geniessen zu können.


Beim Hochradeln


Die letzten Meter zum Himmelreich


Aufstieg auf schmalem Pfad


Die Steilstufe


Oben am Grat


Beinahe-Gipfel


Abstieg


Gelegentlich ist es richtig idyllisch


Auf dem Weg zur zuenen Alpe, hinten der Beinahe-Gipfel

Von engel am 26.09.2019 19:11 • outdoorbergmtb

Samstag, 21.09.2019: Grasberg

Donnerstag, September 26, 2019

Das Wochenende sollte nochmal spätsommerlich schön und warm werden. Ich hatte lang überlegt, was ich mir zutraue und mich dann für einen Grasbuckel entschieden, zu dem wir üblicherweise nordseitig über die längste, steilste und schwerste Bike-Zufahrt radeln. Die traue ich mir aber noch eine Weile lang nicht zu. Man kann aber auch südseitig rauf und das sollte nach meiner Einschätzung (wir sind da noch nicht geradelt und kennen die Gegend nur aus dem Winter) leichter sein.

Wir parkten also in Rinnen und luden dort die Räder aus. Es war wie erwartet recht kühl (6 Grad) und wir froren erst mal, als wir unten am Bach zur Brücke radelten. Danach geht es dann berauf und es wurde uns warm. Als wir in die Sonne kamen (am ersten Knick der Straße), konnten wir schon die langen Hosen und Pullis ablegen.

Wir kennen den Weg von der Skitour und er ist anfangs auf dem Rad genauso lang(weilig) wie mit Skiern. Nach der Abzweigung der Skitour (wo wir erst mal abbogen, weil ich den Forstweg falsch im Kopf hatte) öffnet sich das Tal und man hat einen schönen Blick auf Steinkar- und Knittelkarspitze. Da gönnt einem die Forststraße auch immer wieder Erholung.

Die Straße zur Ehenbichler Alpe ist recht lang, aber selten wirklich steil und deswegen ganz gut zu radeln. Nur am Ende, da wird sie doch noch mal fordernd.

Ich wollte eigentlich direkt von Ehenbichler Alpe los, aber der feuchte Waldweg sah nicht einladend aus. Man muss da unten irgendwo über ein paar Bäche in nasser Wiese drüber und ich sah uns im Matsch versinken. Wir radelten also weiter bis fast zur Raazalpe und parkten die Räder dort am Zaun. Wir zogen uns um und gingen los, ich ohne Stöcke (weil bergauf), der beste Allgäuer von Allen ohne Schuhe (weil Grasbuckel) :-)

Das Laufen ging prima und wir wandten uns im Sattel nach rechts zum höheren Gipfel (der kleinere auf der linken Seite war das Alternativziel gewesen). Ich war wieder langsam und konzentriert unterwegs und wir wurden deswegen ein paar Mal überholt. Insgesamt war nicht wirklich viel los, aber es waren alle gleichzeitig am Gipfel, wohl auch weil man da so schön und gemütlich im Gras liegen kann :-)

Der Abstieg war wie erwartet fordernd. In den steileren Stücken kam ich kaum zum Laufen und wurschtelte mich halt irgendwie runter, da wo es flacher war, hatte ich aber stellenweise tatsächlich das Gefühl zu gehen. Das war prima. Beide Beine nahmen den Abstieg besser als den vor 2 Wochen, obwohl es nominell mehr Höhenmeter sind (der Grasbuckel ist aber natürlich einfacher zu gehen). Auch das war prima :-)

Wir kehrten in der Alpe auf K&K ein (sehr gut, auch wenn es schon fast nichts mehr gab) und fuhren dann zum Auto ab. An der großen Holzliege mit Blick auf den Thaneller machten wir wieder eine gemütliche Pause.

Auf dem Heimweg kamen wir (mal wieder) in den Stau auf der B179. Wir drehten um und fuhren über Berwang, Namlos und den Gaichtpass nach Hause. War vermutlich nicht schneller, aber staufrei.


Radeln mit Blick auf Knittelkar- und Steinkarspitze


Radeln mit Blick auf den Thaneller (gleich ums Eck ist eine Liege)


Es geht zu Fuß weiter


Auf dem Weg zum Gipfel


Oben :-)))


Auch oben :-)


Abstieg mit weitem Blick bis zur Zugspitze


Abstieg (hinten der Gipfel)


Abfahrt

Von engel am 26.09.2019 18:52 • outdoorbergmtb

Sonntag, 15.09.2019: Erholungstag

Dienstag, September 17, 2019

Die Tour vom Samstag hatte dem Knie doch etwas zugesetzt und ich wollte lieber radeln als bergsteigen. Dem besten Allgäuer von Allen war das ganz Recht. Wir warteten morgens erst mal den Nebel ab und radelten dann gemütlich Richtung Eschacher Weiher.

Es war nicht übermäßig warm, aber sehr sehr feucht. Am Mariaberg waren wir beide patschnass und beschlossen, den direkten Weg zum Weiher zu nehmen statt über den Blender zu radeln. Vor dem Weiher gab es aber noch einen Abstechers ins Brotzeitstüble.

Am Weiher lagen wir dann eine Weile in der Sonne herum, allerdings ohne ins Wasser zu gehen. Mir war es zu kalt, der beste Allgäuer von Allen hatte Erkältungssymptome und wollte lieber keine Verschlimmerung riskieren.

Auf dem Heimweg machten wir Pause im Märchenwald (ein lichtes Stück Wald mit einem zauberhaften Moos-Teppich) und sahen uns lieber nicht allzu genau um, um nicht versehentlich Pilze zu entdecken. Die Pilze gab es dann aus der Tiefkühltruhe, Mischpilze nämlich. Passenderweise von gar nicht weit vom Weiher.


Am Bänkle am Mariaberg


Auf dem Heimweg

Von engel am 17.09.2019 20:58 • outdoormtb

Samstag, 14.09.2019: Ein ‘richtiger’ Berg!

Dienstag, September 17, 2019

In meinem Planungsordner liegen allerlei Bike&Hike-Touren, die den Hike-Anteil der Touren ganz speziell auszeichnen, damit ich sehe, was da auf mich zukommt. Die letzte Tour hatte 270 Höhenmeter zu Fuß gehabt, also wäre eigentlich eine Tour mit um die 300 dran gewesen. Aber das Wochenende sollte so schön und warm werden und die Sommerwochenenden gehen ja so langsam aus, da nahm ich dann doch eine Tour mit einem tollen Gipfel und ein paar mehr Höhenmetern (350).

Wir starteten eher spät, um der morgendlichen Kühle zu entgehen und stellten den Kangoo auf dem schon recht vollen Bahnparkplatz ab. Der Morgennebel hatte sich verzogen und es war angenehm temperiert als wir losradelten, allerdings war es sehr sehr feucht.

Das Radeln ging prima und wir waren mit nur 2 kurzen Pausen in ganz normaler Zeit am ‘Durchlass’. Da parkten wir die Räder, zogen uns um und gingen los. Zusammen mit ungewöhnlichen vielen anderen Wanderern, sonst ist da hinten eher wenig los (im Nachhinein: der Zeitpunkt war wohl ungeschickt, später wurde es wie gewohnt wieder leerer).

Ich ging langsam und bedächtig, schließlich war das ein Bergweg mit allerlei ‘Hindernissen’ und wurde entsprechend häufig überholt. War mir total egal, dann das Gehen ging super! Es gab keinen einzigen Schritt der irgendwann irgendwo zwickte :-) Ich ging ohne Stöcke (bergauf ist Muskeltraining).

Nach 2/3 des Aufstiegs, schätzungsweise 300 Höhenmeter, merkte ich ganz deutlich, dass Bergsteigen nicht mehr zu meinen geübten Tätigkeiten gehört. Ich fand den Aufstieg brutal anstrengend und fühlte mich wie bei einer 1700-Höhenmeter-Tour. Natürlich hatten wir schon die 650 Höhenmeter Radeln in den Beinen, aber das erstaunte mich trotzdem etwas, wo ich doch so langsam unterwegs war. Egal.

Wir kamen an den felsigen Gipfelaufbau und da schraubte sich gerade die lange Schlange der Menschen, die uns überholt hatten hinauf. Man sah deutlich, dass sich viele relativ schwer taten und dass sich kaum einer von der Kette lösen wollte, deswegen gab es Probleme mit dem Gegenverkehr. Wir nahmen einfach den alten Weg durch die bröselige Rinne, obwohl da inzwischen die Kette abmontiert ist. Im Nachhinein war das ein wenig verwegen, denn die Rinne ist wirklich sehr bröselig und hat arg wenige Stellen, wo man sich festhalten kann (mir brach auch gleich unten ein Griff aus). Wäre ich gerutscht, hätte ich bestimmt Probleme gehabt, das abzufangen. Ich rutschte aber nicht :-)

Der kurze Weg über den Grat/Rücken zum Kreuz rüber war dann unproblematisch und ich freute mich wie eine Schneekönigin über den Gipfel :-) Weil es so voll war, gingen wir trotzdem gleich wieder, denn nun waren alle oben und wir hatten den Abstieg für uns. Der Abstieg war dann wie befürchtet etwas schwierig, da ich in den Felsen nicht sinnvoll Stöcke nehmen konnte und das rechte Bein schon noch arg schwach ist. Aber es ging :-)

Wir machten an einem grasigen Flecken etwas abseits des Weges gemütlich Pause (könnte sein, dass ich da kurz in der Sonne eingeschlafen bin ;-)).

Der Abstieg war wie erwartet anstrengend, ging aber insofern gut, als dass das rechte Bein tatsächlich etwas Last nehmen konnte. Ich brauchte eine weitere Pause, aber von der Anstrengung abgesehen war der Abstieg im Vergleich mit den beiden letzten Bike&Hike-Touren recht schmerzfrei.

In der Nesselwängler Edenalpe war dann leider der Kuchen schon aus, deswegen gab es ‘nur’ ein Bounty zum Kaffee. Dann fuhren wir über den Alpenrosensteig mit dem großartigen Blick auf die Tannheimer zum Auto ab.

Alles in Allem: Anstrengend, aber ... ein Berg!


Start am Bahnparkplatz


Radl-Ende am ‘Durchlass’


Im Aufstieg


Die Gipfelaufbauschlange


Oben!!!


Abstieg


Abfahrt

Von engel am 17.09.2019 20:35 • diaryoutdoorbergmtb

Sonntag, 01.09.2019: Kaffee-Bikerunde

Freitag, September 06, 2019

Der Tag fing trüb an und blieb auch so. Wir überlegten, ob wir radeln gehen sollte, aber die Runden von daheim aus sind halt alle so bekannt und ohne schönes Wetter zieht es da keinen mehr so richtig hin. Aber die Räder würden wir noch ausladen müssen.

Gegen Mittag hatte der beste Allgäuer von Allen einen ‘dekadenten’ Vorschlag: Zum Großen Waldparkplatz fahren und von da zur Dreiangelhütte radeln und auf K&K einkehren. Das gefiel mir auch und so fuhren wir gleich los.

Schon am Waldparkplatz sah es so aus, als hätte es da vor nicht allzu langer Zeit geregnet und auf dem Weg zur Dreiangelhütte ließ sich gut erkennen, dass es sogar ordentlich geregnet hatte. Die Straße war aber weitgehend trocken. Und die Dreiangelhütte hatte geschlossen.

Damit hatten wir nicht gerechnet und uns beiden war sehr nach K&K. Wir beschlossen, die kurze Runde halt etwas zu erweitern und an der Vorderen Kölle und Burgerschläg vorbei zu radeln. Irgendwo würde es schon was geben. An der Vorderen Kölle gab es vor allem viele Autos, deswegen radelten wir zur Burgerschläg weiter, die damit punktet, echt nett zu sein und neben der eine Herde Mini-Ziegen herum sauste. Es hatte sogar kleine Mini-Ziegen :-)

Leider war K&K eher mittelmäßig (der bAvA meint sogar: schlecht). Der Kuchen war klietschig (was ich eigentlich mag) und sehr sehr süß, der Kaffee war sehr stark und meiner war etwas abgestanden. Das war echt schade, denn die Alpe und die Leute sind total nett. Als wir abfuhren, zog gerade das nächste Gewitter auf. Wir radelten im Nieselregen zum Auto und fuhren im Regen heim.

Zum Abendessen gab es in Pfannkuchenteig eingebackene Steinpilzschnitzel, was noch besser war als die panierten Steinpilzschnitzel Ich wurde bekocht :-)


Vorfreude auf K&K


Miniziegen-Herde


Abendessenvorbereitung


Steinpilzschnitzelpfannkuchen


Abendessen

Von engel am 06.09.2019 17:46 • outdoormtb
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