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Radeln: Meh.

Dienstag, November 24, 2020

In der Früh holte ich erst mal die Bearbeitung der vielen Mails vom Wochenende und von Montag nach und machte mich dann an den Update der SAN-Site, der schon seit einer Woche vorbereitet auf meinem Rechner liegt. Weil an der SAN-Site mehr dran hängt als bei meiner eigenen Site, ist das immer ein bisserl stressig. Schief gegangen ist der Update eigentlich nur einmal und der Grund dafür war ich selbst gewesen, aber der Stress von damals hängt mir immer noch nach. Alles klappte prima und nun ist die Site, man darf das eigentlich gar nicht laut sagen, das erste Mal seit ein paar Jahren tatsächlich auf dem aktuellsten Stand. Und zwar sowohl PHP als auch CMS. Yay! (Nicht, dass man das wirklich irgendwo sehen oder merken würde.)

Dann bereitete ich mich aufs Radeln vor. Nach den Wochenendtouren, die Lange vom Samstag sogar ohne meine medizinischen Einlegesohlen (genau genommen sogar ganz ohne Innensohlen, weil ich die vergessen hatte), sassen mir noch ziemlich in den Füßen und ich wollte denen noch ein bisserl Pause lassen. Ich hatte mir am Vorabend eine Runde mit Fernsehturmhügel und ein paar neuen Wegen ausgesucht.

Aber das machte insgesamt wenig Spaß. Obwohl mir am Opiolkaberg innen ordentlich warm wurde, bekam ich kalte Füße und natürlich auch einen kalten Po. Am Mariaberg gab es dann abwechselnd Matsch oder gefrorenen Boden oder beides und ich bekam fast schon ein schlechtes Gewissen auf dem Wiesenweg, wo die Stollen im Matsch auf dem Eis drunter das Gras wegrutschten. Auf der Bank beim Kutscher-Denkmal machte ich Pause, schaute mir den Fernsehturmhügel an und beschloss abzubrechen.

Der Entschluss wurde gleich drauf noch bestätigt, denn runter zum Herrenwieser Weiher war es a…kalt und ich begann beinahe zu frieren. Ich radelte über Elmatried zurück und zog auf der letzten Abfahrt alles an, was der Rucksack hergab, auch die Daunenhose. Daheim war mir trotzdem kalt. Im Winter ins Büro radeln ist übrigens was total anderes, weil es nicht so lang dauert und weil der Zweck halt auch nicht Spaß an der Freude ist.

Daheim genoss ich gerade langsame Aufwärmung unter der Decke auf dem Sofa mit Sonne im Gesicht, als einer der Ex-Kollegen anrief. Das war nett und vielleicht können wir uns beim nächsten München-Besuch ja mal auf einen ToGo-Kaffee im Freien treffen. Schaumermal, was das Wetter dazu meint.

Von engel am 24.11.2020 23:00 • outdoormtb(0) Kommentare

Sonntag, 15.11.2020: Warm und sonnig

Dienstag, November 24, 2020

Nach der schattigen Fehlplanung wollten wir einen so sonnigen Berg wie möglich und es war uns egal, ob da viele Leute zu erwarten waren oder nicht. Wir suchten einen prominenten Berg mit garantiert sonniger Südseite aus und landeten beim Thaneller.

Auf dem Weg nach Österreich war geradezu gruselig wenig los auf der A7. Teilweise war der Kangoo das einzige Auto weit und breit. Der beste Allgäuer machte sich schon Sorgen, ob wir am Grenztunnel abprallen würden. Da stand zwar Polizei, aber der Polizist schaute nur von außen ins Auto und winkte uns durch.

Am Parkplatz in Berwang standen schon ein paar Autos (10 etwa), aber deutlich weniger, als wir erwartet hatten. Natürlich gingen wir im Schatten los, mit Jacke und Handschuhen, aber schon bald nach dem Verlassen der Piste kamen wir in die Sonne und es wurde angenehm und dann tatsächlich sogar warm! Wir stiegen bald im T-Shirt mit hochgekrempelten Hosenbeinen auf :-) Da unten ist zwar Wald, aber er ist so licht, dass gut Sonne durchkommt.

Als wir aus den Latschen kamen, sahen wir, dass insgesamt doch einigermaßen Betrieb war. Außerdem hatte es oben auf dem freien Rücken ein kühles Lüftchen. So lange wir in Bewegung blieben, war das aber weiterhin im T-Shirt gut aushaltbar. Wir stiegen zum Gipfel auf und gleich wieder ab. Platz für gemütlich Pause war da oben kaum und es war relativ kühl.

Wir nahmen stattdessen ein Plätzchen in einer sonnigen, grasigen Rinne am langen Rücken. Und nach einem weiteren Stück Abstieg dann noch mal eines auf der freien Wiese, ganz unten im Eck, wo kaum Wind hinkam. Das war warm und ausgesprochen gemütlich :-)

Der restliche Abstieg war dann wieder im Wald und dementsprechend nur halb-sonnig. Aber nett, der ganze Waldweg dort ist sehr nett. Bevor wir zurück zum Parkplatz kamen, nahmen wir auch noch das letzte Sonnen-Bänkle mit. Hach, toll!

Sowohl Aufstieg als auch Abstieg liefen prima. Viel besser als beim letzten Besuch, wo ich im Abstieg das erste Mal tatsächlich ernsthaft über eine Knie-Prothese nachgedacht hatte ...


Start im Schatten


Dann aber: Aufstieg in Sonne und mit T-Shirt!


Aussicht: großartig


Am Gipfel ist Betrieb


Abstieg mit Aussicht


Immer noch Sonne und T-Shirt :-)


Fast unten

Von engel am 24.11.2020 17:18 • outdoorberg(0) Kommentare

Samstag, 14.11.2020: Grandiose Fehlplanung

Freitag, November 20, 2020

Ein schöner Samstag, da war wie in letzter Zeit üblich viel Betrieb zu erwarten. Wir hatten eine nette Idee im Tannheimer Tal, aber da ist leider ab November, egal wie das Wetter und die Schneelage sind, Radeln auch auf den frei gegebenen MTB-Strecken verboten (ich hatte extra bei der Touri-Auskunft nachgefragt) und derzeit ist es vermutlich keine allzu gute Idee, sich über egal welche Verbote hinweg zu setzen. *seufz* Dann halt nicht.

Wir suchten uns halt was anderes aus und hofften darauf, nur oben viele Leute zu treffen. In der Früh war es natürlich reichlich frisch, aber ins Retterschwanger Tal geht es gleich bergauf und man kommt - Tadaaa! - auch ziemlich bald in die Sonne. Wir überlegten schon, die Jacken und Handschuhe abzulegen, da war sie schon wieder weg, die Sonne. Und sie blieb weg, weil das Tal so tief und eng ist, dass um diese Jahreszeit ganz einfach überhaupt keine Sonne rein kommt.

HHoch geht es nach der anfänglichen Steigung auch nicht mehr und deswegen wurde uns kalt und kälter. Und der Verdacht drängte sich auf, dass es hinten im Tal auch keine Sonne haben würde. Rechts neben uns beschien die Sonne warm leuchtende Almwiesen, alle in unerreichbarer Nähe. Ich bekam schlechte Laune, denn an einem sonnigen Herbsttag in einem tiefen Tal zu frieren, ist die totale Verschwendung. Als dann vor der letzten Steigung ein uns bisher unbekannter Weg abzweigte, der direkt in die Sonne zu führen schien, hatte ich die Nase voll und schlug vor, ganz einfach dort hinauf zu gehen. Dem besten Allgäuer von Allen war alles egal, also änderten wir das Ziel.

Der Weg verlief sich erst mal unauffindbar in der Kuhwiese (und ist nicht auf der GPS-Karte eingezeichnet), aber weil ziemlich klar war, wo er in den Wald führen musste, fanden wir ihn dort wieder. Und dann kamen wir tatsächlich in die Sonne! Halbsonne zwar, weil wir im lichten Wald unterwegs waren, aber es wurde sofort wärmer, sah ungleich schöner aus und die Laune hob sich ungemein :-)

Und dann war alles wieder vorbei, denn der Weg begab sich in den tiefen, dunklen, kalten Schatten des Entschenkopfs. Hätte man sich denken können, denn da ist eine steile Felswand und den oberen Teil des Weges kennen wir. Nunja, wenn man läuft, ist es nicht so kalt, der Weg war neu und deswegen interessant und es war - Warum nur? - total einsam.

Leute trafen wir erst, als wir oben am Sattel vor dem Entschenkopf auf den Normalweg trafen. Da war dann ordentlich was los und am Schnippenkopf, dem eigentlichen Ausweichziel sah es so aus, als stapelten sich da die Leute. Wir setzten uns erst mal abseits des Weges auf einen sonnigen windgeschützten Buckel und wärmten uns auf. Und da blieben wir dann. Anderthalb Stunden, in der Sonne, in der Wärme, ganz allein, und schauten den vielen Menschen zu, die auf den Entschenkopf gingen.

Irgendwann war es dann auch genug mit der Sonne und wir stiegen auf unserem einsamen Weglein im Schatten zurück zu den Rädern. Unten in der Kuhwiese verloren wir sogar im Abstieg den Weg, kein Wunder, dass wir ihn im Aufstieg nicht gefunden hatten. Die Abfahrt war wie erwartet ziemlich kühl.

Das war planungstechnisch der totale Reinfall, aber dank des einsamen Weges und der langen schönen Sonnenpause aber insgesamt doch irgendwie OK. Vielleicht ist inzwischen die Radlzeit ja auch vorbei ...


Radeln in Halb-Sonne ...


... und dann im tiefen Schatten.


Weglos zur Sonne


Wieder Halb-Sonne ....


... und dann tiefer Schatten. Aber einsam ;-)


Endlich warm!


Abstieg


Abfahrt

Von engel am 20.11.2020 16:36 • outdoorbergmtb(0) Kommentare

Frei-Tag ausnützen

Mittwoch, November 18, 2020

Es war des besten Allgäuers freier Tag und endlich mal wirklich schönes Wetter. Klar, dass wir da Pläne hatten. Wir warfen die Pläne allerdings gleich beim Frühstück schon wieder um, denn Österreich hatte an genau diesem Mittwoch den Corona-Lockdown sehr verschärft und uns war nicht wirklich klar, was man da jetzt darf und was nicht (und ob für Touris dasselbe oder anderes gilt wie für die Österreicher) und in der Früh erst mal langwierig recherchieren, ist an so einem Tag ja auch keine Option. Deswegen: Tschüss Säuling, Hallo Bschiesser!

Beim Parken in Hinterstein erst mal ein kleiner Schock: Parken kostet da jetzt 10€!!! Der beste Allgäuer hätte das nicht bezahlt und wäre gleich woanders hin gefahren, aber ich ging zahlen und mir fiel aber so schnell nichts ein, was Sonne, Südseite, nette Tour und nicht Österreich gewesen wäre und so steckte ich halt zähneknirschend 5 mal 2€ in den Parkautomaten. Da werden wir nächstens wohl von Hindelang oder gar Sonthofen aus hinradeln, wenn wir da was machen wollen ...

Danach wurde der Tag aber nett :-) Der Aufstieg im lichten Zipferswald ist sehr idyllisch und wir kamen auch bald in die Sonne. Da wurde es dann gleich so warm, dass ich tatsächlich in kurzer Hose und T-Shirt aufstieg ;-) Nicht allzu lang allerdings, denn der Weg hinter zur Zipfersalpe und zum Grasrücken ist um diese Jahrezeit schattig und natürlich hatte es dort dann Wind. Ich hielt durch bis zur Pause (so lang man sich bewegt, geht ja viel) und zog dann doch wieder die lange Hose an.

Die Pause war genau richtig lang, um den langen Rücken zum Bschiesser so halbwegs zu besonnen (dass der überhaupt im Schatten liegen könnte, war uns bei der Planung überhaupt nicht in den Sinn gekommen). Wir stiegen also halb-besonnt zum Gipfel auf: bis zu den Knien im Schatten, der Rest in der Sonne. Nahezu überall hatte es eine dünne Schneeschicht, insgesamt war es aber angenehm.

Am Gipfel sassen 3 Leute, redeten aber so viel und laut, dass wir lieber gleich ein Stück weiter gingen, um Pause zu machen. Es war nett da oben mit toller Aussicht, aber leider auch mit leichtem Wind und deswegen warm-kühl (warm, wo die Sonne hin schien, kühl, wo sie uns nicht erreichte). Wir stiegen deswegen zum Grasrücken ab, wo wir uns einen netten Platz in der Sonne mit Südausrichtung und Windschutz suchten. Da hatte es nicht mehr ganz so tolle Aussicht, war aber super-warm und super-bequem :-)

Irgendwann stiegen wir dann wieder zum Auto ab. Leider war der Abstieg durch den Zipferswald fast komplett im Schatten, weil die Sonne hinter dem Breitenberg verschwand. Mein Knie war an diesem Tag von Anfang an ein wenig motzig und jammerte zum Schluss ziemlich deutlich, das war nicht so schön, sonst war das aber ein großartiger Tag!


Start im Schatten


Perfektes Herbstwetter


Kurze-Hosen-Beweisbild ;-)


Anstieg mit Weitblick


Fast geschafft


Gipfelbild


Letzte Sonne im Abstieg


Schattenriss kurz vorm Auto

Von engel am 18.11.2020 23:00 • outdoorberg(0) Kommentare

Sonntag, 08.11.2020: Unerwartet windig

Sonntag, November 15, 2020

Nach dem frostigen Samstagsradeln starteten wir am Sonntag mit mehr Warmzeug im Rucksack. Der Parkplatz an der Säge war schon relativ voll, als wir ankamen, aber auf dem Weg zur Scheidwang waren wir nahezu allein (ein paar vereinzelte Wanderer waren unterwegs).

Auf etwa halbem Weg zur Scheidwang kamen wir in die Sonne. Theoretisch zumindest, praktisch ist da Wald und die Sonne erreichte uns arg gefiltert. An der Scheidwang bogen wir auf die Fahrstraße zur Oberen Gelchenwang ab und machten dort auf einem netten Bänkle in der Sonne erst mal Pause.

Ab hier hatte ich eigentlich zu Fuß gehen wollen, aber der Forstweg sah sehr radelbar aus und probierten wir halt mal wie weit wir kommen würden. Mit gelegentlichem Schieben in ein paar Steilstücken kamen wir tatsächlich bis zum Abzweig des Fußwegs zur Oberen Gelchenwang. Prima!

Der Weg über die Obere Gelchenwang ist ein Umweg, aber den kannte ich noch nicht und deswegen wollte ich ihn mal gehen. Er ist schmal und gewunden und durchaus nett, aber um diese Jahreszeit leider total schattig. Wir kamen erst an der Oberen Gelchenwang in die Sonne und da kam dann auch das erste Mal deutlich spürbar Wind auf.

Auf der Querung in die Senke wurde der Wind stärker und als wir auf den langen Rücken kamen, war Sturm. Der Weg zum Rindalphorn ist lang und kommt einem dank Abwechslungslosigkeit noch länger vor. Es hatte zwar Leute, aber die Menge war überschaubar (am Hochgrat war viel mehr los). Am Gipfel war es leer, weil alle nur kurz anschlugen und sich dann woanders ein windgeschütztes Plätzchen suchten. Wir nahmen eine kleine Wiese kurz vor dem nordseitigen Steilabruch und das war ganz unerwartet super-angenehm. Windstill, warm und bequem :-)

Leider nicht lang, denn die angekündigten Wolken rückten an und verschleierten die Sonne. Damit war die Wärme futsch und wir machten uns an den Abstieg. Wir hatten uns vorher schon angeschaut, wo man direkt zu der Forststraße zu den Rädern absteigen konnte und gingen über mittelsteile Kuhwiesen und zwei Rinnen zur Straße runter. Der kleine Forstweg durch die Steilwand ist eigentlich nett, uneigentlich ist Forstweggehen aber halt langweilig. Es dauerte nicht lang bis zu den Rädern.

Wir radelten erst zum Bänkle oberhalb der Scheidwang zurück und packten uns dann - schlauer als am Samstag - warm für die Abfahrt ein. Das war sehr erfolgreich, wir kamen warm und überhaupt nicht fröstelig bei den Rädern an :-)


Schon wieder Frost auf den Wiesen


Die letzten Meter vor der Scheidwang


Päuschen in der Sonne


Wir radeln neue Wege


Idyllischer Pfad zur Oberen Gelchenwang


Der Weg zum Ziel ist elendslang!


Im Sturm am Gipfel


Direkter Abstieg ...


... bis zum Fahrweg


Abfahrt (warm eingepackt!)

Von engel am 15.11.2020 17:39 • outdoorbergmtb(0) Kommentare

Nachtwanderung

Donnerstag, November 12, 2020

In der Früh wachte ich mit periodisch stechenden Ohrenschmerzen links auf. Das hatte sich abends schon abgezeichnet, als meine Haare links über dem Ohr gelegentlich zu schmerzen begannen. Der beste Allgäuer kennt das nicht, ich habe sowas gelegentlich. Das Ohr muss dann warm gehalten werden und die Schmerzen verschwinden im Lauf eines Tages wieder. Einfach so wie sie gekommen sind (keine Ahnung was das genau ist, ist ja schnell wieder vorbei). Meine vagen Pläne, vielleicht auf den Blender zu gehen, waren damit hinfällig.

Der Vormittag verging wie im Flug mit Stellenanzeigen-Checken, einer Diskussion mit einem Recruiter für eine interessante Firma in Bregenz (Nachdem dann klar war, was die eigentlich wollen, bin ich aber raus, auch wenn der Recruiter meinte, ich solle mal mit dem Tech Lead reden. Naja, ich gab ihm meine Nummer, ich bezweifle aber dass mich jemand anruft.) und diversen Recherchen. Nebenher bereitete ich den SAN-Server für das geplante CMS-Update nächste Woche vor. Ich bin guter Dinge, dass das klappt.

Den Nachmittag verbrachte ich mit Lernen. Meinem Ohr ging es da schon wieder gut (vormittags hatte es noch regelmäßig gestochen, über Mittag hatte das nachgelassen und nachmittags war es dann ruhig) und ich überlegte, ob ich vielleicht doch noch raus sollte. Dann war es aber zu spät und der beste Allgäuer kam heim.

Der hatte beschlossen, zum Laufen zu gehen und aus irgendeinem Grund gefiel mir dann der Gedanke, dann halt im Dunklen auf den Blender zu gehen. Ich setzte das direkt in die Tat um und so gingen wir beide raus um verschiedene Dinge zu tun. Was ich nicht bedacht hatte war, dass es gerade nahzu noch Neumond hat und es deswegen total finster war. Ich hatte mich romatisch im Mondlicht rumspazieren sehen, aber ich brauchte fast durchgehend die Stirnlampe. Und dem Knie gefiel das alles überhaupt nicht. Ich hatte echt schon bessere Ideen - immerhin nahm mir mein Ohr das nicht krumm, denn unterm Kopfhörer war es durchgehend schön warm ;-)


Aussicht


Beweisbild

Von engel am 12.11.2020 23:00 • outdoorberg(0) Kommentare

Samstag, 07.11.2020: Eiskalt und (fast) heiß

Mittwoch, November 11, 2020

Da wir ja seit dem letzten Wochenende wussten, dass sich der Schnee aus den Bergen weitgehend wieder zurückgezogen hatte, hatten wir uns die verschobene Tour vom letzten Wochenende erneut vorgenommen und stellten den Kangoo relativ früh am E-Werk von Hinterstein ab, um die Räder auszuladen. Es hatte schon einige Autos am Parkplatz, aber wirklich voll war es nicht.

Dafür war es kalt. Knappe Minusgrade mit eis auf den Pfützen, durch die man wunderbar knirschend durch fahren konnte. Es war ziemlich frisch an den Händen und arg kalt an den Füßen, denn bei der Kleidungswahl hatten wir vor allem an den schönen warmen Tag oben in der Sonne gedacht und nicht ans eisige Radeln in der Früh. Der beste Allgäuer von Allen klagte bald, dass er seine Zehen nicht mehr spüre. Meine Schuhe waren dichter, da zog es nicht so durch.

Wir kamen erst deutlich nach dem Giebelhaus in die Sonne. Wir machten eine Pause an der Abzweigung zur Schwarzenberghütte, damit der beste Allgäuer seine Zehen durch Herumlaufen ein wenig re-aktiven konnte. Auf der steilen Auffahrt in der Sonne zur Hütte wurde uns dann schnell warm und an der Kurve vorm steilsten Stück konnten wir auf T-Shirt und kurze Hosen umstellen :-)

Bis zur Käseralpe waren wir allein unterwegs gewesen, beim Anstieg zum Engeratsgundsee trafen dann doch ein paar Leute. Viel war aber nicht los. Wir hatten beide lahme Beine (der Allgäuer vom Joggen, ich vom Test der Online-Trainings-Plattform) und nahmen am See dann doch Stöcke. Das war gut so, denn der steile Anstieg zur Hengst-Scharte war auch so recht anstrengend. Von ‘drüben’ allerlei Menschen hochgestiegen, darunter auch welche, die wir unten schon mal gesehen hatten, mit irgendwas Figl-Artigem am Rucksack (die hatten die Schneelage klar überschätzt ;-)).

Der Anstieg zum Kleinen Daumen war dann noch mal anstrengend. Wir suchten uns oben einen flachen Fleck in der Sonne und genossen den schönen Herbsttag. Für mich war es das erste Mal hier oben seit der OP, es fühlte sich ein klitzekleines bisserl an wie ein Meilenstein :-) Zum Großen Daumen war es mir aber doch zu weit. Im Frühjahr dann!

Im Abstieg machten wir noch mal windgeschützt Pause am See in der letzten Sonne und stiegen dann weiter zu den Rädern. Da hatte es bald Schatten und es wurde kühl. Die Räder konnten wir noch mit Sonne entsperren, dann war sie auch hier weg. Wir rüsteten wieder auf lange Hosen und Pulli mit Jacke und Handschuhe um.

Aber die Handschuhe waren zu dünn und die Jacke war zu wind-durchlässig. Am Giebelhaus zog ich noch die Simony-Jacke drüber, dann war mein Rucksack leer. Leider reichte auch das nicht aus und ich kam tatsächlich zitternd und bibbernd am Auto an. Das war eine totale Fehleinschätzung der Temperaturen! Aber sonst war es ein total netter Tag :-)


Start mit Frost auf den Wiesen


Am Giebel ist es noch immer kalt ohne Sonne


Sonne!


T-Shirt und kurze Hose :-)


Auf dem Weg zum Engeratsgundsee


Im Schneefeld unter dem Gipfel


Die letzten Meter


Abstieg zum See


In der letzten Sonne


Abfahrt

Von engel am 11.11.2020 10:55 • outdoorbergmtb(0) Kommentare

Berg statt Haushalt

Dienstag, November 10, 2020

Der Plan für den Tag war eigentlich gewesen, das Bike vom besten Allgäuer zum Schaltzug-Tausch zu bringen und auf dem Rückweg einen Spaziergang auf (neuen) Schleichwegen durchs Industriegebiet zu machen. Aber in der Früh war die Wettervorhersage für diesen Tag viel besser (Sonne) und für den nächsten Tag deutlich schlechter (Wolken). Ich plante kurzerhand um.

In der Früh hatte ich erst mal die Nachbesprechung des Erstgesprächs mit der Recruiterin (aus meiner Sicht: interessanter Job und mit Homeoffice auch durchaus machbar, ich würde zu einem tatsächlichen Vorstellungsgespräch gehen, wenn die Firma das wollen würde), dann gab es ein spätes Frühstück und ich packte meinen Kram zusammen.

Naturgemäß war unter der Woche nicht viel Verkehr, aber am Parkplatz in Grän standen doch erstaunlich viele Autos. Die S. hat vermutlich recht, wenn sie sagt, da kann man kaum mehr hin. Aber ich war wohl spät genug dran, den ersten Schwung Leute verpasst zu haben, und stieg fast den gesamten Weg völlig allein auf :-) Zwei Mal überholte ich wen, einmal wurde ich überholt, sonst war da niemand. Lediglich am Gipfelaufbau traf ich ein paar Absteiger.

Oben waren grad mal 4 Leute, das ist quasi einsam ;-) Ich blieb aber nicht lang oben, da wehte ein kühler Wind, sondern stieg gleich wieder ab, um in der steilen Wiese unterhalb des Gipfels sonnig und windgeschützt Pause zu machen. Mein Apfelbutzen löste ein kleines Gefecht unter den ansässigen Dohlen aus (eine war mutig genug, mir den Apfelbutzen zwischen den Schuhen rauszuklauen, eine andere jagte ihr den Butzen ab und dann ging es kurz rund), das war unterhaltsam ;-)

Ich nahm zur Abwechslung mal den Direktabstieg unterhalb des Bänkles und stelle fest: da hat es ein paar echt schöne Sonnenplätze. Ich nutzte gleich mal einen für eine weitere Pause :-) Dann stieg ich zum Auto ab.

Dem Knie ging es rauf wie runter echt gut. Im Aufstieg versuchte ich wirklich schnell zu sein (1:45h, ich finde das echt gut), aber beim Absteigen bin ich noch sehr vorsichtig. Inzwischen kann ich das operierte Bein gut nutzen, was neuerdings dazu führt, dass die Stufen beim Abstieg nicht mehr wie ‘magisch’ vor allem vor dem linken Bein auftauchen. Ich habe das nie bewusst so hingedreht, aber jetzt, wo es nicht mehr passiert, fällt es mir auf ;-)

Der beste Allgäuer ging abends zum Laufen und ich genoss ein laaanges, total heisses Bad ganz und gar allein. Das war prima :-)


Das Ziel


Fast oben


Nahezu allein am Gipfel :-)


Direkt-Abstieg

Von engel am 10.11.2020 23:00 • outdoorberg(2) Kommentare

Sonntag, 01.11.2020: Grauer Herbsttag

Freitag, November 06, 2020

Wir hatten uns eigentlich eine Tour im Tannheimer Tal ausgesucht, aber der Tag begann deutlich trüber als vorhergesagt und es nieselte. Wir planten um und fuhren wieder nach Rottach. Auf dem Weg nieselte es noch mal kurz, aber als wir losgingen, war es trocken.

Der steile Waldanstieg ging diesmal gefühlt viel schneller ;-) Wir bogen oberhalb des kleinen Wasserfalls direkt nach rechts ab und gingen den Weg, den ich ursprünglich mal geplant hatte. Wir waren die ganze Zeit wunderbar allein mit dem netten Weg, dem vielen Buchenlaub (großartiges Geraschel) und der - zugegeben etwas trüben - Aussicht. Leute trafen wir erst, als wir auf den Grat zum Falkenstein kamen. Aber es war noch relativ früh, der Andrang hielt sich in Grenzen.

Wir gingen am Gipfel vorbei (voll) und stiegen zur Wiese ab. Den großen vollen Wanderparkplatz umgingen wir großzügig und machten weiter hinten am Waldrand, windgeschützt unter einem Baum, Pause. Leider war das trotz Windschutz nicht sehr gemütlich, deswegen blieben wir nicht lang.

Der Plan war, über den Rücken bis vor zur Ruine zu gehen, weil wir das noch nie gemacht hatten. Ich hatte mir da einen schmalen Waldweg vorgestellt, aber da sind hauptsächlich offene Wiesen und Felder und dass man auf einem Berglein wandert, merkt man erst, wenn es am anderen Ende zur Burg hin runter geht.

Nach der Burg stiegen wir die steile Treppe zur Alpe ab und gingen hinter der Alpe herum, um auf einem idyllischen Pfad (da war die OSM nicht sehr detailliert gewesen und ich hatte eine Forststraße erwartet) zur Alten Salzstraße ab. Da holte uns dann auch der Regen ein, den wir schon lang aus Westen anrücken gesehen hatten. Ich hatte leider den Schirm vergessen, das war doof weil man unter der Regenjacke ordentlich schwitzt.

Das viele Geradeauslaufen stresste das Knie am Ende sehr. Die jeweiligen Abstiege von der Burg waren ganz gut gegangen, aber der Rückweg über die Alte Salzstraße war am Ende nicht mehr schön. Ich war heilfroh, als wir endlich das Auto erreichten! Das war insgesamt eher eine Wanderung als Bergsteigen, trotz des steilen fordernden Anstiegs, und es hatte auch nette Aussicht und alles, aber allzu oft werden wir die Überschreitung wohl nicht wiederholen.


Schaf mit ‘Socken’ in Rottach


Herbstweg zum Falkenstein


Oben weht ein kühler Wind


Auf dem Weg zur Burgruine


Burgruine Vorderburg


Regen auf der Alten Salzstraße

Von engel am 06.11.2020 18:41 • outdoorberg(0) Kommentare

Samstag, 31.10.2020: Goldener Herbsttag

Donnerstag, November 05, 2020

Es sollte ein schöner warmer Herbsttag werden. Endlich! Wir hatten am Freitag noch eine tolle Tour weit hinten, weit oben und ganz bestimmt einsam geplant, hatten uns dann aber beide an den Schnee der letzten Woche erinnert und uns dann doch für eine einfachere Tour entschieden. Mit frühem Start wegen der zu erwartenden Füllung.

An der Säge war es dann auch (noch) nicht sehr voll, als wir den Kangoo parkten. Es war zwar kühl da unten, aber von Schnee auf den Gipfeln war weit und breit nichts zu sehen. Der war wohl weggeregnet worden und wir hätten die dichten Stiefel gar nicht gebracht. Wir gingen erst mal auf dem Fahrweg Richtung Gunzesried und bogen dann auf den Fußweg durch den Wald ab. Schon auf der Fahrstraße fiel mir ein Paar auf, die ein wenig ziellos und suchend über die Wiese oberhalb des Weges gingen. Im Wald überholten wir die beiden.

Am Bauernhof bogen wir auf den Weg zum Kapellchen ab und da folgten uns die beiden. Wir machten Pause am Kapellchen und als sie weiter gegangen waren, gingen wir auch und stiegen zum steilen Pfad im Wald auf. Die beiden fränkischen Touris (wir hatten uns am Kapellchen unterhalten) irrten irgendwo unter uns herum und steigen uns dann nach. Mist, hatten wir sie also doch nicht abhängen können. Naja, auch einsame Pfade müssen gelegentlich begangen werden.

Wir stiegen den Waldpfad auf und querten den Bach am Durchschlupf. Durch die frischen Blätter war der Durchschlupf sehr schwer zu erkennen und siehe da, danach waren wir allein :-) Wir durchstiegen den Wald zügig und machten oben in der Wiese in der Sonne nochmal Pause. Es war inzwischen ziemlich warm geworden und der beste Allgäuer von Allen stellte auf kurze Hosen um. Ich bedauerte, keine eingesetckt zu haben.

Auf dem weiteren Weg zum Steineberg überholten uns 2 junge Männer, die beide relativ große, identische Rucksäcke und jeweils einen Helm dabei hatten. Aha, Gleitschirmflieger. Die Packgröße (und vermutlich auch das Gewicht) der Schirme ist inzwischen ja wirklich beeindruckend gering!

Am Gipfel waren natürlich schon Leute und es stiegen auch gerade welche über die Leiter auf. Wir gingen gleich weiter zur großen Wiese, denn für die Gipfel-Pause wollten wir lieber mehr Platz haben. Dort waren dann auch die beiden Flieger und bereiteten sich auf den Start vor.

Der Weg verlief ein Stück neben uns, als immer mehr Leute an uns vorbei liefen, gingen wir weiter. Der weitere Weg führt über den Grat und ist teilweise recht schmal, das war das Ausweichen gelegentlich nicht ganz einfach. Wir hatten eigentlich überlegt, auch noch über den Stuiben zu gehen, aber da vorn wurde es voller und voller, deswegen stiegen wir in der Mitte ab. Erst hatten wir viel Gegenverkehr, dann liess er deutlich nach.

Auf dem Abstieg machten wir nochmal Pause in der Sonne (muss man ja nutzen, so lang sie scheint) und stiegen dann zum Auto ab. Der Abstieg war zwischendurch etwas schlammig und ganz unten die volle Schlammschlacht, auch nicht besser als der schlammige Abstieg vom Stuiben direkt.


Beim Start ist es noch recht kühl


Aufstieg im sonnigen Herbstwald


Das hübsche Kapellchen


Am Gipfel


Der Weiterweg


Nagelfluh-Abstieg


Schneerestverarbeitung (nicht von uns) :-)


Abstieg mit Fernblick

Von engel am 05.11.2020 11:41 • outdoorberg(0) Kommentare
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