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Samstag war eher solala, aber der Sonntag sollte schön werden. Weil die Sache mit den Skitouren mangels Schnee immer schwieriger wird (es sei denn, man kann weit rauf und/oder in schwieriges Gelände), gingen wir wieder zu Fuß. Wenn Sonne und zu Fuß dann Südseite, aber nicht allzuviele Höhenmeter, da ist dann nicht allzuviel Auswahl. Wir fuhren nach Rauth und stellten den Kangoo bei -7 Grad (Brrrr!) auf dem total vereisten Parkplatz ab.

Beim Losgehen war es noch fröstelig, aber mit der Bewegung und der Sonne wurde es schnell wärmer. Ich nahm bald Stöcke, denn es hatte gefrorene Stellen, über die ich mich ohne nur schwer drüber traute. Am Hüttchen, wo der Berg frei wird, machten wir eine Teepause in der Sonne. Es war wunderbar warm :-)

Ziemlich genau da (naja, kurz davor) fing dann wirklich Schnee an. Man geht ab dem Hüttchen auf einem kleinen Rücken den Berg hoch und es hatte nur einzelne Tritte, keine durchgehende Spur. Links schien Sonne in den Schnee, rechts war Schatten und da brach man immer wieder mal durch. Insgesamt ist es da recht steil und das war dann schon ganz schön anstrengend zu gehen und da nahm auch der beste Allgäuer von Allen Stöcke.

Nachdem man die oberen Hüttchen erreicht hat, geht der Sommerweg eigentlich nach links raus und folgt dann dem Rücken zum Gipfel. Der Winterweg - oder zumindest die Spuren - gingen aber direkt über eine flache Rippe hinauf. Und das war auch gut so, denn auf dem Sommerweg hatte es viel eingewehten Schnee und Gleitschnee-Mäuler.

Der direkte Weg führte schnell hinauf, war aber, weil steil, ordentlich anstrengend. Das Knie machte das alles wunderbar mit, so lange die Stufen nicht allzu hoch wurden. Aber das hat man im Schnee ja einigermaßen im Griff.

Am Gipfel waren viiiiele Leute, fast alle mit Skiern, ein paar mit Schneeschuhen und nur wenige zu Fuß und alle bis auf uns und 3 andere waren über die Skitourenroute aufgestiegen. Wir machten nur kurz eine Pause (es wehte ein kühler Wind) und stiegen dann wieder ab, über die Rippe, bis zu den Hüttchen, wo sich dann eine grasige trockene warme Stelle in der Sonne fand, wo wir ausgiebig rasten konnten :-)

Der Abstieg bis dort war ganz gut gegangen, gelegentliches Einbrechen (nicht allzu tief) eingeschlossen. Der Weiterweg zum unteren Hüttchen dagegen war dann total stressig. Der Schnee lag im Schatten und war vergleichsweise tief und man brach bei jedem zweiten Schritt ein. Und dann gleich ordentlich tief. Wenn das linke Bein einbrach, konnte ich gelegentlich das rechte Bein nicht weit genug beugen, um den Fuß nach vorn zu bringen und auf das Knie drauf knien geht auch noch nicht. Das war manches Mal schon sehr blöd. Ich war froh, als wir den Teil hinter uns hatten!

Danach war der Schnee nahezu weg und es hatte nur noch ein paar eisige Stellen auf dem Weg, nicht weiter problematisch. Das Bein war aber inzwischen schon sehr gestresst und motzte unleidig herum. Mich beschlich im Abstieg der Gedanke, dass das vielleicht wieder ein Fall von ‘Übertreibung’ werden könnte und war sehr froh, als wir unten beim Auto ankamen (im Nachhinein: Nein, keine Übertreibung :-)).


Start in Rauth. Es ist kalt.


Im Wald hat es eisige Stellen


Auf dem Weg zum ersten Hüttchen


Anstieg zu den anderen Hüttchen - mühsam ;-)


der Weitweg zum Gipfel (Mitte rechts)


Steil, anstrengend, aber ganz gut zu gehen


Am Gipfel ist es echt voll


Wir gehen wieder. Abstieg ganz oben.


Abstieg.


Pause gibt es bei den 3 Hüttchen :-)


Unten ist schon Schatten drin


Auf den letzten Metern

Von engel am 18.01.2020 12:53 • outdoorberg(0) Kommentare

Montag, 06.01.2020: Berg mit Leiter

Mittwoch, Januar 15, 2020

Der letzte Urlaubstag (eigentlich ja ‘nur’ ein Feiertag, aber am Ende vom Urlaub fühlt sich der halt auch an wie Urlaub) sollte nochmal schön werden. Der Beste Allgäuer von Allen hatte meinen eigentlichen Plan eher ungut gefunden, weil das Bein ja noch arg reaktionsschwach ist und wir hatten uns deswegen für ein näheres Ziel entschieden, wo dann auch beim Rückweg kein Stau zu erwarten war.

Wir parkten in Gunzesried und hatschten erst mal die Straße entlang. Aktuell braucht man ja dichte Stiefel mit guter Sohle, aber das macht mich anfangs immer total fertig. Mein linker Fuß bekommt beim Straßen-Hatschen immer fürchterliche Krämpfe unter dem Spann, so dass ich anfangs nur humpeln kann. Links schmerzt der Fuß, rechts das Knie. Wobei, an diesem Tag tat mir eigentlich nur der Fuß wirklich weh.

Als wir dann auf den Wald-und-Wiesen-Pfad abbogen gab sich das erfreulicherweise schnell. Unten war es teil gefroren, teils (wo die Sonne schon drin war) matschig, wie immer. Der Schnee begann weiter oben als beim letzten Mal hier, wurde dann aber schnell genauso hoch. Inzwischen hatte sich ein recht guter Weg im Schnee gebildet und der lief sich gut (diesmal brauchte ich keine Stöcke beim Aufstieg).

An der Alpe Vordere Krumbach machen wir auf dem Bänkle eine lange gemütliche und wirklich warme Pause in der Sonne und gingen dann weiter. Am Sattel wandten wir uns nach links und stapften - nun leider im Wald, wo es bald kühl wurde - die vergleichsweise wenig begangene Spur hinauf. Ich ging weiterhin ohne Stöcke und das ging gut (naja, abgesehen von dem Mini-Abstieg vor der Querung).

In der Querung zum Gipfelaufbau wurde die Spur dann deutlich schmaler - einzelne Tritte statt durchgehender Spur. Und es wurde kalt, denn wir kamen in den Schatten. Ich zog erst mal Handschuhe an, um in den Schnee greifen zu können, denn noch fühlte sich das Gehen ohne Stöcke gut an. Die Handschuhe waren dann auch hilfreich, denn den einen oder anderen hohen Tritt schaffte ich dann mit Rechts doch nicht gut. Und der steile Anstieg zur Leiter, wo es ziemlich hohe Stufen hatte, war echt anstrengend!

Wir waren nicht ganz allein, aber mit insgesamt 3 Leuten (und einem Kleinkind) am Gipfel und unterwegs war wirklich nicht viel los. Leider wehte oben ein kalter Wind, gegen den auch die Sonne nicht viel ausrichten konnte. Wir blieben nicht allzu lang.

Für den Abstieg wollte ich gern auf der Südseite runter. Einerseits, weil das dann eine Runde ergab und ich mag Runden und andererseits, weil mir vor dem steilen Abstieg unter der Leiter graute. Die hohen Stufen! Der beste Allgäuer von Allen wäre lieber auf der bekannten Seite runter gegangen, liess sich dann aber doch überzeugen.

Für den Abstieg nahm ich dann natürlich Stöcke. Es hatte nur wenige Spuren, deswegen liefen wir im fast unberührtem Schnee, das ging trotz gelegentlichem Durchbrechen recht gut. Der Schnee war nicht sehr hoch. Wir folgten dem Sommerweg und mussten deswegen die kleine Felswand queren, was ein bisserl blöd war. Oben nach links queren und dann die steile Rinne runter laufen, wäre besser gewesen. Nach der Alpe geht es nach links und man kommt bald in Wald. Kurz vorher war es windstill und wir fanden eine sonnige Mulde, in der wir beinahe bequem nochmal Pause machen konnten. Im Schnee allerdings, deswegen wurde es dann doch irgendwann kühl von unten.

Der Abstieg führt dann erst auf einem schmalen Weg durch den Wald und dann auf der kurvigen Forststraße zurück zum Aufstiegsweg. Die Forststraße war relativ ungut zu gehen, weil es viele Tritte, aber keine Spur hatte und man gelegentlich einbrach. Das halte ich noch nicht gut aus. Ich versuchte genau in den Spuren des besten Allgäuers zu gehen, aber der macht größere Schritte als ich, das war gelegentlich auch schwierig. Irgendwas ist immer.

Als wir die Straße erreichten, machten wir am letzten Bänkle in der Sonne noch mal Pause und stiegen dann zum Auto ab. Das war am Ende dann relativ stressig für das Knie, aber es hatte keine weiteren Folgen :-)

Feine Tour und so langsam geht echt was :-)


Anfangs noch totales Herbstfeeling ...


... aber bald fängt der Schnee an ...


.. und dann sieht es doch nach Winter aus


Wo man einbrechen kann, laufe ich vorsichtig ;-)


Der Gipfelaufbau


Der Anstieg zur Leiter ist steil ...


... und entsprechend schwierig


Gipfelpause mit Dohle


Verfroren am Kreuz mit Illertal


Abstieg mit wenigen Spuren ...


... aber einem netten fast warmen Sonnenplätzchen


Abstieg zur Forststraße


Abendsonne

Von engel am 15.01.2020 22:13 • outdoorberg(4) Kommentare

An den beiden Tagen Ruhe mit Niederschlag hatte ich ständig nach den Webcams allüberall geschaut, um die Schneelage zu checken. Es hatte fast überall ordentlich geregnet, aber im Tannheimer Tal hatte es nach Schnee ausgesehen. Teilweise jedenfalls. Ich wollte nochmal mit Skiern raus. Und weil es dem Knie die letzten Tage so gut gegangen war, auch ohne Ibu, beschloß ich den Tag ohne Drogen zu versuchen.

Auf dem Weg nach Grän stellten wir dann fest, dass es viel weniger geschneit hatte, als wir gehofft hatten. Dafür wurde das Wetter viel schneller besser als die Vorhersage versprochen hatte.

In Grän war es eiskalt und alles war eisig. Wir eierten staksig mit den Skistiefeln zum Anfang des Sommerweges und bedauerten, keine Harscheisen mitgenommen zu haben. Aber der Anfang vom Sommerweg war zwar eisig und hart, aber es hatte eine dünne Graupel-Auflage, auf der man ganz gut gehen konnte. Im Wald war der Schnee dann wie befürchtet erst mal weg und wir mussten die Ski tragen.

Glücklicherweise war die Tragestrecke noch immer nicht sehr lang und je höher wir kamen, umso mehr Schnee, auch Neuschnee, hatte es. Der Schnee war allerdings etwas seltsam: da wo er kompakt war, war es sehr glatt. Und unter dem neuen Schnee hatte es den alten Schnee, der teilweise sehr nass gewesen war und nun eishart zusammen gefroren war. Das machte das Laufen etwas anspruchsvoll.

Der beste Allgäuer von Allen rutschte dann auch bei der Abfahrt von dem kleinen Hügel vor den Forststraßen auf Eis aus. Ich bekam das gar nicht mit, weil ich so mit mir selber beschäftigt war, um da unbeschadet runter zu kommen. Denn kein Ibu zu nehmen, war nicht die beste Idee gewesen. Das Knie war sehr empfindlich und ich traute ihm nicht so recht.

Ich kam den Hügel gut runter, aber ich wollte danach doch lieber die Kurven der Forststraße laufen statt den Sommerweg zu nehmen. Denn der ist steil und eng und der Schnee war so komisch und ich hatte Bedenken auszurutschen. Nur die letzte Kurve der Forststraße kürzten wir ab, weil da schön viel Platz im Wald war.

An der Alpe Gessenwang war es sonnig und warm ... und voll. Wir gingen ein paar Meter weiter und setzten uns vor einen Baum in die Sonne mit Blick auf die Spur. Angesichts der Schnee- und Wetterlage war es nicht verwunderlich, dass alle, die auf eine Skitour wollten, hier waren (wir ja auch), aber die Menge der Menschen war schon beeindruckend!

Wir gingen wieder bis zum Gamskopf, wo es - im krassen Gegensatz zu weiter unten - leichten Wind hatte und wirklich empfindlich kalt war. Wir blieben nicht allzu lang und fuhren dann auf der Piste ab. Die Piste hatte schon arg gelitten, besonders in der Mitte, wo es einen kurzen südseiten Abschnitt hat. Da gab es haufenweise blanke Flecken.

Die Abfahrt war ... anstrengend. Kein Ibuprofen haut mehr rein, als man sich mit Ibu vorstellen kann. Das Bein war stabil, ich konnte es belasten und das Knie machte alles mit. Aber halt nicht klaglos. Jede Belastung, die ein wenig aus der Beinachse heraus erfolgte, stach ein wenig. Nie schlimm, aber konstant, mal mehr, mal weniger. Und plötzlich fühlte ich mich schon nicht mehr so gesund. ‘Ein Jahr mindestens’, hiess es. Ist wohl so.

Trotzdem war das eine wunderschöne Tour bei großartigem Wetter. Und zur Standort-Bestimmung der Heilung (das wird noch dauern) war das auch ganz gut.


Wie die letzten Male: Start in Grän


Im Wald fehlt schon ordentlich Schnee


Es sieht schön winterlich aus


In der Querung


Pisten-Anstieg


Man beachte: das rechte Bein ist fast gestreckt :-)


Gipfel :-)


Sehr winterliche Aussicht :-)


Abfahrt, geht auch ohne Ibu lässig


Die Piste hat schon arg gelitten

Von engel am 10.01.2020 18:45 • outdoorski(0) Kommentare

Donnerstag, 02.01.2020: Schneeberg

Donnerstag, Januar 09, 2020

Es sollte nochmal ein strahlender Tag werden und ich wollte auf einen Berg. Einen richtigen Berg, Mit Höhenmetern (OK, moderaten Höhenmetern) und so Zeug. Wir fuhren am Oberjoch vorbei (staufrei, es waren schon alle auf den Pisten) und parkten in Tannheim.

Unten war es eiskalt und eisig (auf dem Parkplatz). Wir packten und gut ein und marschierten nach Berg. Danach kamen wir nach wenigen Metern in die Sonne und es wurde warm. Ich legte bald die Jacke ab und kurz drauf auch den Pulli. Im T-Shirt war es genau richtig :-)

Der Weg zum Einstein war teilweise vom Vortag getaut und nun gefroren und teilweise platt getretener Pulverschnee. Der beste Allgäuer von Allen nahm bald Grödel, um nicht zu rutschen, ich zog es vor, um das Eis herum zu gehen, weil ich mit Grödeln noch echt schwer gehen kann (da muss man die Füsse ordentlich heben). Auf halbem Weg in der steilen Rinne nahm ich dann aber auch Grödel, weil mir die Gefahr auszurutschen dann doch zu groß wurde. Das machte den Anstieg dann gleich um einiges anstrengender. Aber sicherer, ehklar.

Am Gipfel machten wir eine lange Pause mit viel Aussicht und vielen anderen Leuten und stiegen dann wieder ab. Im Abstieg waren die Grödel natürlich super.

In etwa der Mitte des Abstiegs nutzten wir ein sonniges windstilles Plätzchen an einem Baum zu einer weiteren Pause und stiegen dann weiter ins Tal ab. So lang wir in der Sonne waren, war es angenehm, unten im Tal im Schatten wurde es fast schlagartig eiskalt. Der Parkplatz war auch nicht im Geringsten aufgetaut.

Das ging erstaunlich gut und das Knie hatte die knapp 800 Höhenmter fast klaglos geschluckt (wobei natürlich dämpfender Schnee leichter zu gehen ist als fester Untergrund). Yay!


Im Tal ist es noch sehr kalt


In der Sonne wird es gleich wärmer ...


... und bald sind T-Shirt-Temperaturen


Anstieg in der Steilrinne


Ausstieg aus der Rinne


Oben :-)


Abstieg


In der letzten Sonne


Unten ist es dann gleich wieder kalt

Von engel am 09.01.2020 21:17 • outdoorberg(0) Kommentare

Mittwoch, 01.01.2020: Neujahrspaziergang

Donnerstag, Januar 09, 2020

Silvester feierten wir mit dem Schwager, der auch bei uns übernachtete.
Es wurde relativ spät und so dauerte es an Neujahr ein Weilchen, bis wir so weit waren, den Schwager nach Sonthofen fahren zu können. Gegen Mittag stellten wir dann das Auto bei Humbach ab. Es war kalt im Schatten und der Boden war gefroren.

In der Sonne unter dem Hochspannungsmast wurde es schnell warm. Wir gingen bis zum Gipfel, wo es natürlich recht voll war und stiegen direkt wieder ab, um über den südseitigen Grat/Rücken abzusteigen. Unser Lieblingsplätzchen am Grat war sonnig, windstill und frei :-) Wir machten ausgiebig Pause und es kann gut sein, dass ich da in der Sonne im Gras (im Januar!) kurz eingenickt bin.

Der Abstieg ging insgesamt recht gut, das Knie war unten nur moderat gestresst.


Start mit Sonne


Auf der Wiese in der Mitte


Am Gipfel ist es voll


Abstieg

Von engel am 09.01.2020 20:37 • outdoorberg(0) Kommentare

Montag, 30.12.2019: Skitour mit Gipfel

Donnerstag, Januar 09, 2020

Trotz viel Recherche fand sich einfach keine Skitour mit Pistenabfahrt, wo man nicht vorher über die Piste aufsteigen muss und wo die Piste beschneit war. Wir fuhren also nochmal nach Grän.

Zu unserer Erleichtung hatte der Schnee in den beiden letzten Tagen nicht sehr gelitten und so war der Aufstieg über den Sommerweg noch immer problemlos möglich. Wir mussten auch nicht öfter abschnallen als vor 2 Tagen.

Den kleinen Hügel in der Mitte fuhr ich souverän mit Pflugbogen ab und auch sonst war das Laufen problemlos. An der Alpe Gessenwang - diesmal voll in der Sonne - machten wir wieder Pause und an der schmalen Stelle am Rücken schnallte ich wieder ab. Der beste Allgäuer von Allen lief mit den nun unkaputtbar reparierten Fellen an mir vorbei.

Als wir die Piste erreichten gingen wir weiter ins Jöchle hinauf und dann bis zum Gamskopf, wo es nicht ganz so voll war wie befürchtet. Wir fanden jedenfalls problemlos einen sonnigen Platz zwischen den Latschen.

Die Abfahrt war auch diesmal problemlos. Die Pisten hatten an den sonnigsten Stellen arg gelitten und waren inzwischen deutlich brauner als vor 2 Tagen, Fahren war aber meistens noch OK. Ich ‘fand’ allerdings wieder einen blöden Stein. Und unten verkantete ich vor lauter lässigem Fahren und wäre beinahe gestürzt, weil das Bein zwar stabil ist, aber noch recht verzögert reagiert. Na, das wird auch noch werden.

Hach, eine Skitour mit Gipfel. Es wird :-)


Start in Grän, sieht aus wie Winter


Kurze Stellen im Wald haben wenig Schnee


Sonne und Aussicht


An richtig sonnigen Stellen ist der Schnee recht feucht


Querung zur Piste ...


... und da dann hoch zum Jöchle


Gamskopf!


Abfahrt ...


... man muss schon um den Dreck herum fahren.

Von engel am 09.01.2020 20:29 • outdoorski(0) Kommentare

Der Tag begann mit Erkältungssymptomen (Schnupfen, Schleim, weiss der Geier warum) und wir beschlossen, eine kurze Tour zu Fuß zu machen.

Wir parkten in Jungholz und gingen die Straße zum Wanderweg zum Zinken hinauf. In Erwartung von Schnee weiter oben hatten wir Stiefel angezogen und deren harte Sohlen zusammen mit den Knubbel-Einlagen, die ich immer tragen soll, führten dazu, dass mein linker Fuß bei jedem Schritt im Spann krampfte. Rechts dagegen fand das Knie die Kombination ‘harte Stiefel und Teer’ nicht toll, so dass der Zustieg erst mal arg unschön war.

Kaum waren wir am Wanderweg und damit im Schnee und im unebenen Gelände war das alles wie weggeblasen! Echt, wie jemand glauben kann ‘leichte’ Wanderungen seien was Tolles, ist mir ein Rätsel.

Die Spuren führten direkt den Hang hinauf anstatt dem Sommerweg am Bach zu folgen. Weil der Hang in der Sonne lag und der Bach natürlich im Schatten, stapften wir auch direkt hinauf. Das war so anstrengend wie wir beim Anblick angenommen hatten ;-)

Der Weg quert dann weit nach rechts bis man auf den steilen Hang zum Zinkensattel (meine Bezeichnung) kommt. Es hatte lediglich Trittspuren und keinen ausgetretenen Weg. Man musste also wie beim Bärenkopf das Bein bei jedem Schritt ordentlich heben und das war stressig, ging aber schon besser als vor ein paar Tagen.

Die Spuranleger waren den steilen Hang zum Sattel einfach geradeaus hinauf gegangen, also folgten wir geradeaus. Das war dann ordentlich anstrengend und meine Beine (beide!) wurden da ganz schön müde. Mir fehlt ganz deutlich Training! Abgesehen davon ging geradeaus hoch deutlich besser als weiter oben die viel zu flache Zick-Zack-Spur, in der die Tritte alle vorne nach unten gingen. Ich stapfte also direkt hinauf. Der Schnee war inzwischen gut 30 Zentimeter tief.

Am Sattel steht ein schöner Baum, vor dem man sich wunderbar in die Sonne setzen und in die Gegend schauen konnte. Weil ich Bammel vor dem Abstieg hatte (Wie kommt das Knie mit Einbrechen durch die Harschschicht zurecht? Sowohl rechts - ein harter Ruck - als auch Links - heftige Beugung des Knies?), gingen wir nicht zum Zinken weiter sondern stiegen nach einer langen Pause in der Sonne wieder ab.

Das war dann tatsächlich anspruchsvoll für das Knie. So lang die Tritte hielten, war alles gut, aber Einbrechen war doof. Den harten Ruck mit Rechts steckte es ganz gut weg, die heftige Beugung, wenn das linke Bein absackte, fand es doof. Aber das passierte nur zwei Mal, ich kam unbeschadet an der Querung an.

Ganz unten stiegen wir über die Wiesen ab, anstatt die Straße zu nehmen und das war viel angenehmer (und schneller) als der Aufstieg.


Erst mal der Straßenhatsch ...


... dann Anstieg über die Weide


Im Wald ist gut gehen


Der Steilhang vorm Sattel


Anstieg geradeaus


Abstieg, noch etwas ungeholfen ...


Blick übers Tannheimer Tal


Unten gehen wir über die Wiese

Von engel am 04.01.2020 16:00 • outdoorberg(0) Kommentare

Samstag, 28.12.2019: Skitour!!!

Samstag, Januar 04, 2020

Nach einem weiteren wetter-bedingten Tag daheim, sollte es tatsächlich länger schön werden. Ich hatte von Sabine einen tollen Tipp für eine Skitour mit Aufstieg fern der Piste un Abfahrt auf der Piste bekommen und ich wollte die Tour sofort machen um Skifahren zu probieren. Der Skitest vor Weihnachten war ja eher ein Reinfall gewesen :/

Wir fuhren nach einem gemütlichen Frühstück erstaunlich staufrei ins Tannheimer Tal und parkten in Grän. Noch war es bedeckt und teils neblig, aber es sollte später aufklaren. Wir sahen gleich, dass inzwischen der Schlepplift auch schon lief, deswegen wandten wir uns dem Sommerweg zu, der im Freien auch genügend Schnee hatte, um da mit Skiern laufen zu können. Im Wald mussten wir ein paar Mal abschnallen, weil es dann halt doch mehr Steine als Schnee hatte, aber als wir auf dem ersten Hügel waren, war da richtig Schnee und deswegen auch richtig Skitour :-)

Mit Skiern laufen war erwartungsgemäß überhaupt kein Problem, auch wenn ich mich immer wieder ermahnen musste, am Ende des Schrittes das Bein zu strecken. Wird noch eine Weile dauern, bis das automatisch geht.

Die erste wirkliche Schwierigkeit kam, als wir den kleinen Hügel zu den Forststraßen runter mussten. Mit offenen Skiern, den Fellen dran, einer glatten Spur mit Kurven und etwa 20cm Tiefschnee an der Seite. Für Pflug war kein Platz und richtig Querstellen und Bremsen traute ich mir nicht so wirklich zu. Ich löste das Problem, indem ich gaaaanz langsam Kurven um die kleinen Bäumchen neben der Spur machte, mit Druck auf dem Aussenski, was so halbwegs klappte.

Danach ging es kurz auf dem Forstweg, dann auf dem Sommerweg durch den Wald zur Gessenwangalpe. Der Sommerweg ist relativ steil und war teils glatt, aber das ging alles ganz gut, kleiner Ausrutscher inklusive. Irgendwo im Wald waren sogar zwei Spitzkehren nötig und - Tadaa! - auch die gingen problemlos. Ich hatte das daheim trocken probiert, aber im Gelände ist natürlich was ganz anderes.

An der Gessenwangalpe machten wir eine kleine Pause, dann ging es weiter. Nach der Querung und der kleinen Ebene führt der Sommerweg auf einem schmalen Rücken entlang. An einer Stelle war dann für meinen Geschmack einfach nicht genug Schnee, um das sauber und problemlos mit Skiern gehen zu können. Ich wollte auf keinen Fall blöd abrutschen und schnallte ab, der beste Allgäuer stieg mit Skiern auf.

Und dann trat er sich auf dem engen Weg mit dem einen Ski die Front-Klammer seines Fells vom anderen Ski. Das war schon ein paar Mal beinahe passiert, weil die Klammer so labrig ist und innerhalb der Halterung offen ist. Diesmal spickte die Klammer weg und war futsch. Wir suchten eine Weile, bekamen von vielen Leuten Hilfsangebote und Mitleid und reparierten (also: der beste Allgäuer reparierte) das Fell dann mit Draht und einem Holzstückchen. Hielt.

Danach war nur noch die Querung zum Füssner Jöchle zu bewältigen. Wir gingen bis zur Piste und hörten dort auf, denn sollte das mit dem Skifahren nicht klappen, wären so 150 Höhenmeter (man könnte bis zum Gamskopf aufsteigen) weniger zu bewältigen.

Während der gemütlichen Pause in der Sonne staunten wir ein wenig an der Menge der Skitourengeher, die an uns verbei liefen. Das waren Hunderte.

Dann kam die Abfahrt. Im Gegensatz zu sonst fuhr ich voraus. Die ersten Kurven waren noch ein wenig ungelenk, dann traute ich dem Bein so langsam und hundert Höhenmeter später war fast alles so wie immer :-) Ich fuhr vorsichthalber eher langsam und teste allerlei Belastungen aus, aber auf der Piste war das alles nahezu schmerzfrei. Es zwickte gelegentlich hier oder da im Knie, aber es war stabil und hielt sowohl Eisplatten aus auch Schneehaufen aus :-)

Im Lauf der Abfahrt wurde ich etwas schneller, brauchte aber doch einige Pausen. Das war voll anstrengend! Aber toll! :-)))

Die Piste am Füssner Jöchl war sonnseitig schon etwas weich und braun (man ‘fand’ gelegentlich auch ein paar Steine oder gefrorene Grasbollen) und schattseitig beinhart gefroren und eisig. Das Knie machte alles klaglos mit und war unten nur milde gestresst :-) Mittelleichten Schnee würde ich mir jetzt zutrauen. Yay!


Start in Grän bei Nebel


Meist ist der Sommerweg begehbar


Oben kommt langsam Sonne durch


Konzentration auf dem Sommerweg


Beinahe Sonne an der Alpe Gessenwang


Sonne!


Pause an der Piste


Die erste Kurve ist noch vorsichtig ...


... dann wird das Fahren besser :-)


Abfahrt

Von engel am 04.01.2020 13:57 • outdoorski(0) Kommentare

Donnerstag, 26.12.2019: Schneestapfen

Samstag, Januar 04, 2020

Endlich sollte mal wieder schönes Wetter werden und nach dem vielen Rumsitzen (ein Tag Aufräumen und Weihnachten vorbereiten, dann beim Schwiegervater und den besten Eltern feiern und schließlich der Besuch der fernen Schwester) war Bewegung sowas von nötig! Ich hatte mir allerlei Webcams angeschaut und keine potentielle Skitour gefunden, die sowohl einfach gewesen wäre als auch mit ausreichend Schnee ausgestattet gewesen wäre, deswegen planten wir eine Zu-Fuß-Tour. Südseitig natürlich!

Beim Frühstück war die Sonne rausgekommen, aber bei der Fahrt Richtung Berge, gab es erst mal Nebel. Als wir den Kangoo in Gunzesried abstellten, waren wir zwar über dem Nebel, aber (noch) im Schatten. Entsprechend kühl war es, nämlich unter Null. Das biss uns beim Weg über die Straßen dann auch bald in den Hintern, denn es hatte da teilweise Blankeis! Ich ging sehr sehr vorsichtig, um auf keinen Fall auszurutschen.

Als wir nach dem letzen Haus auf die Wiese kamen, hatte sich das mit der Glätte aber bald. Dafür wurde es erst mal matschig, weil da schon Sonne rein schien. Und da hatte es dann Matsch neben Eis ;-)

Auch das gab sich bald, denn es lag Schnee :-)

Im Schnee waren Trittspuren, die an sich ganz gut zu gehen waren, weil man nicht mehr durchbrach, aber ich fand sie doch sehr anstrengend. Man musste bei jedem Schritt das Bein weit anheben, da zeigte sich dann, dass meine Beinhebe-Muskeln ganz schön degeneriert sind. Bis zur Vorderen Krumbach-Alpe schaffte ich das noch ganz gut, nach der Pause dort fiel mir das mit jedem Schritt schwerer. Das andere Problem war, dass die Trittspuren alle nach vorn geneigt waren und mein Knie das mit der Zeit unangenehm fand. Aber alles in Allem und insgesamt war das Schneestapfen ganz OK.

An der Alpe machten wir eine kurze Pause (Sonne, warm, Aussicht :-)) und gingen dann auf dem Normalweg zum Bärenkopf weiter. Da war natürlich wegen der Nähe der Mittagbahn einiges los, deswegen setzten wir uns ein Stück unterhalb des Gipfels vor einem Felsen auf die Rucksäcke.

Für den Abstieg schnitten wir einen Teil des Aufstiegsbogens ab und folgten einer frischen Spur. Das war wieder etwas anstrengend, weil das Bein noch nicht gut damit umgehen kann, wenn ich unvermutet durch den Harsch breche. Ich war dann schon froh, als wir wieder auf die Aufstiegspur kamen. Der restliche Abstieg im Schnee ging erstaunlich problemlos :-)


Start in Gunzesried


Endlich Schnee


Anstieg über den wunderschönen Nagelfluh-Hang


Vordere Krumbach Alpe


Nach der Pause, hinten ziehen schon Wolken hoch


Bärenköpfle


Gipfelpause

Abstiegsabschneider


Ich gehe sehr vorsichtig


Zurück in Gunzesried, das schöne Wetter ist aus

Von engel am 04.01.2020 13:55 • outdoorberg(0) Kommentare

Sonntag, 22.12.2019: Skitest

Freitag, Dezember 27, 2019

Samstag blieben wir daheim uns bastelten an unseren diversen Projekten rum. Sonntag war das Wetter eigentlich viel schlechter, aber ich wollte raus. Unbedingt. Weil: Endlich Skitest!

Wir fuhren ans Oberjoch, wo das Skigebiet zwar offen war, aber nur der kleine ‘Ideallift’ lief. Ich hatte mir das ganz nett gedacht, mit dem frischen (wenn auch nassen) Neuschnee auf einer der beschneiten aber noch nicht benutzten Piste ein Stück hinauf laufen und dann abfahren, um zu sehen, was das Knie dazu sagen würde.

Was ich nicht bedacht hatte: beschneite Pisten werden regelmäßig gewalzt, vor allem wenn es schneit. Aber nur grob, ohne die Feinwalze. Und bei Temperaturen um die 0 Grad frieren dann die groben Bollen zu einer arg buckligen Oberfläche zusammen ...

Wir marschierten am mittleren Lift also die Aussenrum-Piste entlang. Unten geht es erst mal relativ flach los, dann kommt ein unerwartet steiler Aufschwung. Als ich diesen Aufschwung hinab blickte, war mir der Buckel dann schon ziemlich unheimlich. Vor allem mit den Pistenraupenbollen. Das Laufen selber war - wie erwartet - prima gegangen. Geführte Bewegung, bergauf, natürlich ging das!

Der Plan war eigentlich gewesen, bis zur oberen Liftstation zu laufen und dann die schöne platte flache Piste runter zu fahren. Aber die war weder flach noch platt, die Piste ...

Ich schlug also eine Testabfahrt vor. Wir fellten ab und stiegen in die Ski. Meine erste Kurve ging nach links, mit dem operierten Bein auf der Innenseite. Ich fuhr los und machte erst mal einen Stemmbogen, Last auf dem Aussenski, der Innenski fährt mit. Das Knie jammerte ein wenig über das Gewackel über die Pistenbollen.

Dann ein Stemmbogen nach links, Last auf dem operierten Bein (ich stand da extra fest drauf, statt alles mit dem gesunden Bein zu fahren), das andere fährt halt mit. Das mochte das operierte Bein deutlich lieber, allerdings hatte ich ein paar Probleme mit Abschwingen, da klappte die Steuerung nur mittelmäßig.

Bei den nächsten Kurven versuchte ich im nicht-gewalzten Teil zu bleiben und das ging deutlich besser als auf den halb-gefrorenen Pistenraupenbollen. Insgesamt machte ich 6 Kurven, dann waren wir im Flachen.

Wir beschlossen, nicht nochmal aufzusteigen, weil die Piste wirklich arg unschön war (und im freien Gelände hatte es ganz einfach keine Unterlage). Ich wollte dem Knie die Piste dann doch nicht zumuten und der beste Allgäuer von Allen hatte von Anfang an keine Lust gehabt und war nur mir zuliebe mitgekommen.

Gerade als wir wieder am Auto angekommen waren, fing es an zu regnen, insofern war das auf jeden Fall die richtige Entscheidung gewesen.

Tja, und das Test-Ergebnis? Gemischt.
Einerseits fühlte sich das Knie durchaus stabil an und das leichte Zwacken beim Fahren waren sicherlich vor allem wenig benutzte Sehnen und Ähnliches. Andererseits hatte ich das Gefühl, wenig Kontrolle mit dem Bein zu haben. Fehlende Sensoren vielleicht? Oder genereller Bammel? Na, Letzteres auf jeden Fall!

Sollte es endlich mal schneien, würde ich mir eine leichte, nicht allzu lange Skitour bei einfachem Schnee (weder tief, noch schwer) schon zutrauen. Allzu steil sollte es aber nicht werden und allzu ruppig auch nicht. Und naja, im schlimmsten Fall kann ich eine leichte Tour auch auf einem Bein abfahren, wäre nicht das erste Mal :/
(Über Hinfallen denke ich lieber nicht nach ...)

Aber erst mal brauchen wir Schnee!


Start an der Bahn


Nach der ersten Kurve ...


... ist die mit dem operierten Bein erst mal recht ungelenk.


Volle Konzentration

Von engel am 27.12.2019 11:20 • outdoorski(0) Kommentare
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