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Gemeinsam arbeiten

Montag, März 30, 2020

Nach einem Wochenende mit Berglein am Samstag und Nixtun am Sonntag startete ich am Montag wieder sehr früh mit der Arbeit. Als erstes machte ich mit meinem Chef aus, dass ich nicht wie ursprünglich ausgemacht am Dienstag nach München kommen würde, dafür aber mal am Freitag. Den Therapie-Termin am Dienstag sagte ich ab ohne einen Neuen zu vereinbaren. Das ist momentan einfach nicht planbar.

Ich muss jetzt wirklich mal in die Wohnung. Hauptsächlich um Nachschub des Schilddrüsen-Medikaments zu holen. Und die Sicherungsfestplatte und sonst noch ein paar Kleinigkeiten.

Morgens schleppte sich der beste Allgäuer nach unten und sah krank aus. Wir sind beide sicher, dass er ‘nur’ eine halbe Erkältung hat, aber aktuell kommt es nicht gut, sich halbkrank und hustend unter Leute zu begeben. Er meldete sich also krank (und holte später sein Notebook aus dem Büro, um wenigstens so ein bisserl daheim arbeiten zu können). Das ist jetzt noch was Neues, dass wir beide daheim arbeiten oder halb-arbeiten. Beide im Wohnzimmer, denn das ist der einzige Raum, wo man halbwegs vernünftig irgendwo sitzen kann. Das ist schon (noch) seltsam und gewöhnungsbedürftig.

Am Sonntag abend hatte ich mein Projekt kaputt gemacht, weil Windows und Git sich irgendwie nicht vertragen hatten, als ich erst eine alte Version raus geholt hatte und dann zurück zum Master wollte. Git jammerte über Zugriffsrechte, Windows liess mich die nicht gewähren und ich hatte abends mit einem sehr kaputten Zwischenzustand, wo sich nichts übersetzen liess, aufgehört. Nach ein wenig erfolgloser Recherche giff ich auf das bewährteste alle Konzepte zurück und startete den Rechner neu. Danach konnte ich wieder nach Herzenslust zwischen verschiedenen Versionen hin und her schalten und den Fehler, wegen dem ich überhaupt nachschauen wollte, beheben. Puh!

Danach befasste ich mich mit Exception Handling. Allzu viel Neues war nicht dabei, aber es vertiefte doch Einiges und klärte Dinge, von denen mir gar nicht klar war, dass ich Klärung brauchte. Das mit dem Lernen ist wirklich eine großartige Sache!

Zwischendurch, Bewegung muss ja auch sein, machte ich nochmal einen Spaziergang auf den Fernsehturmhügel. Es war kalt und windig und sehr winterlich. Unten machte ich die ersten Spuren in den Schnee, oben waren schon 3 oder 4 Leute unterwegs gewesen. Ich traf 2 Menschen und war sonst total allein unterwegs :-)

Ich hatte wieder Stöcke dabei, brauchte sie aber nicht und das ging trotz der schwierigen Umstände (Schnee, steil, Wurzeln, Steine, usw.) recht gut. Besser als beim letzten Blender-Spaziergang auf jeden Fall.

Von engel am 30.03.2020 23:00 • outdoorberg(0) Kommentare

Samstag war das Wetter scheusslich und wir legten einen ‘Arbeitstag’ (also häusliche Arbeit) ein. Am Sonntag hatten wir eigentlich nochmal raus wollen. Allerdings liess die versprochene Sonne sehr auf sich warten und es war eisig kalt mit Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt und üblem Wind. Die Pläne schrumpften und schrumpften.

Gegen Mittag gingen wir dann doch mal raus, wenigstens ein Blender-Spaziergang sollte es sein. Ich packte Stöcke und Handschuhe ein, wollte aber zu Trainingszwecken (das sind nur etwa 5 Kilometer und 250 Höhenmeter) ohne Stöcke gehen, wenn möglich.

Wir stiegen fröstelnd am Tennisplatz aus dem Auto. Es dauerte bis zur anderen Straße, bis wir so halbwegs warm wurden. Ab da sah es total winterlich aus. Kein Schnee, aber Wind und Nebel hatten alle Bäume in eine eisige Schicht gehüllt, die total schön aussah. Vor allem, als dann doch noch ein wenig Sonne raus kam.

Wir gingen über die Wiese runter. Das ging ohne Stöcke ganz gut und auch der Weg auf der Querstraße ging ganz gut, aber dann wurde der Rückweg sehr anstrengend (aber auch nicht so sehr, dass ich Stöcke nahm). Am Ende humpelte ich dann ziemlich.

Zur Belohnung gab es Bienenstich, der erste in diesem Jahr :-)


Es ist kalt und windig


Eingefrostete Bäume am Gipfel


Frost


Blick zum Dürren Bichl


Abstieg mit surrealen Bäumen

Von engel am 29.03.2020 10:40 • outdoorberg(0) Kommentare

Freitag, 20.03.2020: Nochmal fast Frühling

Donnerstag, März 26, 2020

Es sollte der letzte warme Tag werden, deswegen gingen wir nochmal Radeln. Erst mal wie üblich über den Mariaberg ohne Waldabfahrt. Dann hatte des beste Allgäuer die gute Idee, in Ermengerst Brotzeit einzukaufen und wir planten die auf der schönen windgeschützten Wiese am Blender zu verspeisen.

Dazu radelten wir wieder am Tennisplatz vorbei und dann die steile Straße zum Fernsehturm hinauf. Also, der beste Allgäuer radelte. Ich kam etwa halb hoch, dann ging mir die Kraft aus. Anfahren geht da natürlich eh nicht, also schob ich bis zur Kurve. Demnächst dann wieder.

Als wir dann am Blender waren, hatte es leider schon viele Wolken. Wir bekamen noch kurz Sonne zur Brotzeit und dann war Schluß. Sowohl mit Sonne als auch mit warm. Meh!

Wir fuhren heim und nahmen zum Ausgleich noch Kuchen mit. Den verspeisten wir dann allerdings drin, denn von Sonne war dann leider nichts mehr zu sehen.

Der Nachbar erzählte von Ausgangssperren ab Samstag und wir hielten das zunächst für einen Witz, aber natürlich stimmte das. Allerdings dann doch nicht ‘Sperre’, sondern ‘Beschränkung’. Bei genauerem Nachlesen, was erlaubt udn was verboten sein sollte, stellten wir fest, dass das unsere Aktivitäten eigentlich nicht besonders betreffen würde, uneigentlich würde mannatürlich sehen müssen.


Auf dem Weg zum Mariaberg


Tennisplatz-Trail


Die einen radeln die steile Straße ...


... die anderen schieben ...


Abfahrt über die Wiese


Heimweg

Von engel am 26.03.2020 20:57 • outdoormtb(0) Kommentare

Nachdem es nun sowohl für Skitouren als auch überhaupt für Schneetouren zu warm geworden war, wollten wir es mit Radeln versuchen. Dafür hatte des beste Allgäuer ja sein Bike repariert :-)

Nach einem sehr gemütlichen Frühstück und noch etwas Daheim-Rumhängen radelten wir den üblichen Weg über der Mariaberg, liessen aber die Waldabfahrt doch lieber aus, weil die sicherlich recht schlammig und ausgewaschen sein würde. Waldradeln gab es dann am Tennisplatz zum Blender hoch, das war nur halb schlammig ;-)

Den Blender liessen wir aus radelten gleich weiter zum Eschacher Weiher. Der Plan war gewesen, da dann in der Sonne rumzuliegen und zu Baden (nur der beste Allgäuer natürlich!), aber es waren ein paar Wolken aufgezogen und der Wind war arg kühl für sowas. Dann halt nicht.

Der Heimweg war dann trotz Jacke etwas kühl (vom Rückweg über den Mariaberg abgesehen). Dafür war es danach auf der Terrasse bei Pfannkuchen (wir hatten nun ja wieder Mehl) ausgesprochen angenehm. Fast Frühling :-)


Abfahrt zum Herrenwieser Weiher


Frosch auf dem Weg


Vom Tennisplatz zum Blender


Vorm Eschacher Weiher (da wo letztes Jahr die riesige Wechte war)


Heimweg

Von engel am 26.03.2020 20:23 • outdoormtb(0) Kommentare

Mittwoch, 18.03.2020: Sonnen statt Berg

Mittwoch, März 25, 2020

Das Wetter am Dienstag war nicht wirklich schlecht, aber halt auch nicht sonnig. Vormittags kaufte ich ein, was wir am Montag nicht bekommen hatten und hatte deswegen beinhahe einen Prepper-Einkaufswagen: 2 Mehl, 4 Milch, 1 Klopapier, sonst nix. Ich kam mir ein wenig doof vor ;-) Immerhin gab es am Nachmittag, denn nun hatten wir ja wieder Milch und Mehl, nochmal Pfannkuchen auf der Terrasse, sogar mit beinahe Sonne.

Am Mittwoch sollte es wieder schön werden. Wir planten den Berg mit Leiter und fuhren ins Gunzesrieder Tal. Unten im Schatten war es noch einigermaßen kühl (7 Grad), in der Sonne wurde es dann bald warm, fast heiss. Gegenüber stiegen Leute mit Skieren auf den Schneestreifen der Bergbahn auf. Mein Knie war aus unerklärlichen Gründen beleidigt und motzte schon im Aufstieg etwas herum.

Schnee hatte es erst ab der Vorderen Krumbach, aber dann gleich richtig, fast eine geschlossene Schneedecke. Die leider schon relativ aufgeweicht war, wir brachen ständig durch. Das war nervig und der Berg mit Leiter wurde immer unattraktiver. Stattdessen lachten uns die sonnigen grasigen Flecken vor den hohen Bäumen am Rücken zum Bärenkopf an.

Wir brauchten nicht lang, um uns gegen mühsames Schneestapfen und für bequemes in-der-Sonne-liegen zu entscheiden. Überall lagen Zapfen und Äste herum und wegen Restschnee war es stellenweise recht feucht, aber wir fanden bald eine nette Mulde, der Sonne zugewandt, windgeschützt und trocken. Nachdem wir ein paar Zapfen und Äste rausgeräumt hatten legten wir uns in die Sonne und genossen. Ohne Hose, im T-Shirt :-)

Beim Abstieg machten wir noch einen Abstecher zum Gipfel und gingen dann zurück zum Auto. Mein Knie war ausgesprochen motzig, dabei hatten wir doch überhaupt nichts Abspruchsvolles gemacht und eigentlich hatte ich gedacht, dass es nun Absteigen kapiert habe. Uneigentlich wohl doch noch nicht so richtig, ich war reichlich humpelig unterwegs. Meh!

Auf dem Heimweg gingen wir nochmal zum Einkaufen (wie oft nach einer Tour, da sind wir ja eh schon unterwegs) und läuteten direkt im Anschluß die Grillsaison 2020 ein. Das war sehr lecker und sehr angenehm (bis um 4 die Sonne hinter den hohen Bäumen gegenüber verschwand und es schlagartig kühl wurde) :-)


Sieht fast schon nach Frühling aus


Oben ist dann doch eher Winter


Gegenüber das Schneeband des Skigebiets


Nerviges Schneegestapfe


Hinten der doch-nicht-Berg auf dem Weg zum Sonnenplätzchen


Abstecher zum Gipfel


Abstieg

Von engel am 25.03.2020 19:28 • outdoorberg(0) Kommentare

Wieder lernen

Dienstag, März 24, 2020

Diesen Heimarbeitstag verbachte ich mit einer weiteren Lerneinheit. Immer schön lernen und basteln abwechseln, dann wird es nicht langweilig ;-) Ich mache zwar immer neue Lektionen, aber irgendwas wiederholt sich immer. Das ist gar nicht schlecht, denn irgendwo bleibt immer was hängen. Und ich hab jetzt noch ein paar Code-Aufräum-Arbeiten auf der ToDo-Liste ...

Am späten Vormittag war wieder eine längere Bewegungseinheit fällig (deswegen fange ich ja so früh an, damit ich Mittags rum lang raus kann). Diesmal fuhr ich nach Ofterschwang, denn die lange Piste da hatte mich am Vortag vom Iseler angelacht. Total sonnig!

Ich hatte erst Mühe, den Beginn der Piste zu finden. Da ist so ein komischer Hügel im Weg, den ich rechts auf der Wiese umging. das war eine totale Sauerei, die Wiese ist nämlich weich und sumpfig. Dann war es so nett wie erhofft :-) Die Piste liegt einigermaßen windgeschützt, ich konnte also im Pulli und ohne Handschuhe gehen, und sie war teilweise schon gut aufgegangen. Auf weichem Schnee läuft es sich doch besser. Ich ging aus Zeitgründen nur bis zur mittleren Gipfelstation, ich hatte am Nachmittag noch was vor.

Nach einer weiteren Runde Arbeit daheim radelte ich in die Innenstadt, weil ich einen Termin mit den besten Eltern hatte. Das Radeln war kühler als die Skitour weil es einen so sakrisch kalten Wind hatte, der mir auf dem Hinweg auch noch entgegen wehte. Wie üblich war ich zu früh dran, aber das ist Familiensache, denn die besten Eltern waren auch zu früh dran ;-) Wir trafen genau gleichzeitig ein. Wir hielten brav Abstand, was irgendwie komisch war.

Der Rückweg war dann angenehmer als der Hinweg, weil der Wind meist von hinten kam :-)

Von engel am 24.03.2020 23:00 • outdoorski(0) Kommentare

Heimarbeit im Allgäu

Montag, März 23, 2020

Wegen Corona hatte ich mit meinem Chef ausgemacht, daheim im Allgäu zu arbeiten. Ich fing direkt um 5 mit der Arbeit an und sah dann, dass das nun eh die offizielle Firmen-Politik ist. Während des Urlaubs war tatsächlich das erste Mal seit Monaten mal wieder eine echte Arbeitsanfrage reingekommen. Ich lud uralte Archive ins Outlook und musste die Anfragenden dann erst mal vertrösten: Outlook brauchte Ewigkeiten, den alten Kram zu indizieren.

Unterdessen beschäftigte ich mich wieder mit meinem Projekt, verwarf die X. Karten-Library und kehrte zu der zurück, mit der ich angefangen hatte. Inzwischen hatte ich aber wieder was gelernt und verstand sie endlich. Naja, ich verstand die Benutzung ;-)

Um halb 10 gönnte ich mir dann eine ausgiebige Pause: 4 Stunden. Ich packte Skitourenkram ins Auto und fuhr zum Oberjoch. Der Plan war, auf der Piste bis zur Gipfelstation aufzusteigen und wieder abzufahren. Irgendwo muss ja auch bei Heimarbeit Bewegung her kommen ;-)

Ich war die ganze Zeit etwas unsicher, ob das nun die Ausgangsbeschränkung verletzt oder nicht. Eigentlich nicht, denn Sport draussen und allein ist ja erlaubt und wieviel alleiner als auf einer Skitour kann man denn sein? Trotzdem war es seltsam. Nahezu leergefegte Straßen, ein Schild ‘Schattwald gesperrt’ schon an der Autobahn und total leere Parkplätze am Oberjoch. Mein Auto war das einzige weit und breit. Das war echt seltsam.

Dann ging ich los. Es wehte ein extrem kalter Wind und der Kunstschnee war stellenweise fast eine Eisplatte. Immerhin hatte ich richtig gerechnet und die Sonne war schon da. In der Mitte, wo die Piste ziemlich steil wird, nahm ich Harscheisen und war wirklich froh drüber. Ein paar Mal rutschte ich trotzdem weg. Der einzige andere Tourengänger, der mich zu Beginn des Steilhangs überholt hatte, ging einfach geradeaus hoch, aber das traute ich meinen Fellen nicht zu. Ich ging brav Kehren.

An der Gipfelstation blieb ich nicht lang, es war zu kalt und windig. Abfellen, Einsteigen, Losfahren. Die Piste war natürlich überhaupt nicht aufgegangen, aber mei, Skifahren kann ich, auch mit labbrigen Tourenlatten. So richtig schön zu fahren war es nicht, aber es war eine schöne Übung für das Knie, das mit dem Geratter und dem Eis gut zurecht kam. Ich habe allerdings noch immer Probleme, den rechten Aussenski wirklich gut zu belasten, das Knie wird also noch immer etwas geschont.

Unten standen inzwischen noch 2 Autos, eins wohl vom Überholer und ein Weiteres, aus dem gerade eine Dame stieg. Ob man Harscheisen brauche? Ich empfahl sie wärmstens. Dann fuhr ich heim, um weiter zu arbeiten.

Als erstes suchte ich die wenigen Uralt-Infos zusammen, die ich finden konnte und verschickte sie. Dann bastelte ich die Karte ins Projekt und baute Zoomen und Verschieben ein. Das funktionierte prima, aber nun ist der Code wieder so ein Gewurschtel, dass ich da demnächst mal wieder aufräumen muss. Es geht voran :-)

Später kam der beste Allgäuer von Allen. Wir müssen uns erst noch ein wenig dran gewöhnen, wie man Arbeitsabende gemeinsam (und getrennt) gestaltet. Das ist ein gutes Training für die Zeit, wo dann hoffentlich wirklich im Allgäu arbeite :-)

Von engel am 23.03.2020 23:00 • outdoorski(0) Kommentare

Montag, 16.03.2020: Alternativen

Sonntag, März 22, 2020

Da nun die Grenzen wegen Corona geschlossen waren, waren Skitouren kaum mehr möglich, weil man bei ‘uns’ nur von Österreich aus hoch genug starten kann. Wir hatten nach einigem Überlegen als Alternative die Überschreitung mit Mini-Abfahrt ins Auge gefasst, die eigentlich jedes Jahr zu den Frühjahrs-Standard-Touren gehört. Üblicherweise allerdings etwas später im Jahr (meistens im Mai).

Wir parkten am Oberjoch und marschierten dann mit den Minis am Rucksack an vielen Bahn-Angestellten vorbei, die mit Pistenraupen und Schneemobilen das Skigebiet aufräumten (Pistenmarkierungen, Schneefangzäune, usw. abbauen). Das war ein wenig doof, aber wir konnten bald auf den Wanderweg abbiegen.

Die erste Runse queren war kein Problem und wir kamen auf der anderen Seite bald wieder auf die Piste, die wir oben auf dem Schmugglerweg nach links verließen.

Danach ist es nicht mehr weit zur zweiten Runse, die Große, Tiefe, Steile. Da konnten wir etwa bis zur Hälfte auf dem Schnee dem Sommerweg folgen und dann war ganz einfach Schluß. Mit Steigeisen und Pickel wäre man vielleicht auf dem harten Schnee weiter gekommen (hatten wir aber nicht), aber die abgerutschten Schneebretter zeigten schon, dass der Schnee auch nicht gut auf dem Kies der Runse hielt. Wir gingen am Rand der Runse ein Stück nach unten und dann ein Stück nach oben, aber der Abstieg und die Querung waren uns (ganz besonders mir) einfach zu gefährlich. Wir hätten ganz unten direkt zum Grenzwies gehen sollen und da über die Piste aufsteigen (nächstes Mal).

Der Alternativplan war dann, über die Wiedhag zur Iseler-Station zu gehen und da wenigstens mit den Minis abzufahren. Ich hatte mich schon damit abgefunden, dass das dann ein Tag ohne Sonne werden würde, weil die ganze Flanke nordwestseitig ausgerichtet ist (ursprünglich war der Plan ja, oben über den garantiert besonnten Grat zu gehen), aber wir hatten Glück. Die Sonne stand doch schon so hoch, dass sie es über den Grat schaffte und uns wärmte :-)

Die Schneestapferei bis zum Iseler war dann recht mühsam (ein Vorgeschmack auf den viel längeren Grat - wobei wir da vermutlich mehr Lust und Energie gehabt hätten). Wir kamen kurz über der Gipfelstation am Iseler-Anstieg an. Der beste Allgäuer wollte sogar noch auf den Gipfel, aber ich hatte Bammel vor der Abfahrt im freien Gelände. Da war nämlich noch alles gefroren und die Kontrolle, die man mit den Bergstiefeln über die Minis hat, ist doch sehr begrenzt.

Der beste Allgäuer zog dann direkt da oben schon die Ski an. Mir war das zu steil und zu hart, ich stieg zu Fuß zur Station ab (das übrigens ging sehr gut, ich konnte das rechte Bein genauso hart in den Schnee hauen wie das linke :-)). Das Abfahren da oben sah dann auch nicht ganz einfach aus. Wir machten erst mal Pause an der Station.

Die Abfahrt auf der eisharten Kunstschneepiste war dann eine Katastrophe. Das Knie machte das alles klaglos mit, aber ich fand mit den Minis auf dem Eis einfach keinen Halt (der Plan war ja auch gewesen, hier erst am Nachmittag anzukommen!) und rutschte fast hilflos von Schneehügel zu Schneehügel. Wir wichen auf den ‘echten’ Schnee auf einer wilden Piste aus, aber auch da war es sehr sehr hart.

Erst auf halbem Weg nach unten wurde der Schnee weicher und fahrbarer. Dafür war er unten etwas lückenhaft und wir mussten in der Mitte über Gras laufen. Irgendwas ist immer ;-)

Immerhin konnten wir bis zum Auto abfahren, das war nett. Auf dem Rückweg gingen wir noch zum Einkaufen, um Vorräte und für die nächsten 2 Tage das Abendessen einzukaufen. Das war das erste Mal, dass ich tatsächlich vor leeren Regalen stand. Kein Mehl, keine Milch, kein Klopapier. Menno!

Das Pfannkuchenessen auf der Terrasse danach war dann auch entsprechend mager, unser Mehl reichte nämlich nicht ganz. Aber egal, es war nett da draussen, so lang es noch Sonne hatte :-)


Start mit Skiern am Rucksack


Querung der ersten Runse


Auf dem Weg zur Piste


Auf dem Weg in die zweite Runse


Abbruch nach vergeblicher Suche nach einer Querung


Auf dem Weg zum Iseler


Auf dem Weg zum Iseler


Abfahrt zur Gipfelstation


Vorsichtige (ungelenke) Querung zur wilden Piste


Rückblick


Kurven im weichen Schnee

Von engel am 22.03.2020 12:04 • outdoorbergski(0) Kommentare

Eine Skitour noch hatte ich mir für den Urlaub gewünscht und wir hatten uns nach dem werkeligen Samstag eine für den Sonntag vorgenommen. Österreich hatte da schon Corona-Abschottung angekündigt, aber die generelle Liftschließung sollte erst am Montag kommen. Theoretisch müsste es also möglich sein, ins Tannheimer Tal fahren zu können, dachten wir uns.

Und so war es auch. Es war ernsthaft gespenstisch leer auf den Straßen, als wir Richtung Oberjoch fuhren. Auf dem Weg fiel uns auf: es hat brutal wenig Schnee. So wenig, dass wir schon über Alternativen nachdachten und bedauerten, keine Bergstiefel im Auto zu haben.

Wir parkten am Haldensee, wo uns statt vollem Parkplatz genau 3 Autos erwarteten. Seltsam! In dem kalten Eck da hinten lag zwar ein wenig Schnee, aber rundrum war es grün. Wir gingen erst mal zur Forststraße, um zu schauen, ob man losgehen konnte.

Man konnte, die Forststraße war unten komplett schneebedeckt. Dafür lagen gleich am Anfang schon mal Bäume über dem Weg. Und weiter oben, wo mehr Sonne rein kommt, war dann auch die Sache mit dem Schnee stellenweise problematisch. Es gab kleinere und größere Abschnitte der Forststraße, die komplett blank waren. Nach der Felswand waren wir dann aber glücklicherweise im Schnee angelangt und konnten weitgehend mit Skiern laufen.

Die Bachläufe auf dem Sommerweg waren das nächste Problem. Über die meisten konnten wir einfach drüber laufen, aber wir mussten doch einige Male abschnallen, damit die Felle nicht nass wurden.

Nach dem Brückle war dann aber endlich durchgehend Schnee. Dafür wehte ein ziemlich kühler Wind, bis wir endlich am Joch zur Gräner Edenalpe waren und dort in die Sonne kamen. Es wurde schlagartig 20 Grad wärmer! Der Schnee war in der Sonne schon feucht und im Schatten noch kalt, das führte zu wunderbaren Stollen unter meinen Skiern :/

In der Querung unterm Litnis gefiel mir überhaupt nicht, wie schnell der Schnee feucht wurde. Ich hatte Bedenken, dass der Schnee nicht nur oberflächlich sondern auch tiefer auftauen würde und ich dann nicht mehr fahren können würde. Wir verzichteten deswegen auf den Gipfelaufbau und fuhren nach einer kurzen Pause im Sattel direkt ab.

Meine Sorge war völlig umsonst gewesen, der Schnee war firnig und wunderbar zu fahren :-)

Nachdem wir letztes Mal doch zu früh abgefahren waren, fanden wir diesmal den richtigen Weg entlang der Nordseite rüber zum Latschenhang :-) Wir mussten nur wenige Meter aufsteigen, was mein Knie freute.

Die Nordseiten-Abfahrt war dann oben etwas schwierig, weil sich unter dem Neuschnee gefrorene Altspuren befanden, aber nachdem wir die ersten Meter hinter uns gebracht hatten, konnten wir nochmal sehr schön abfahren. Diesmal mit Pulver statt Firn :-)

Im oberen Teil der Rest-Abfahrt waren dann die Bachläufe nervig, weiter unten die freien Stücke der Forststraße (mit Skistiefeln bergab laufen geht noch nicht sehr gut). Aber insgesamt, da waren wir uns am Ende einig, war es schon schön, nochmal eine Skitour gemacht zu haben :-)


Start mit dem ersten Hindernis


Zwischendurch ist der Schnee weg


Noch ein Baum


Bachquerung


Ab hier ist endlich Schnee


In der Sonne ist es regelrecht heiss


Abfahrt in Firn


Abfahrt in Pulver


Abfahrt weit unten

Von engel am 21.03.2020 18:43 • outdoorski(2) Kommentare

Eigentlich hatten wir etwas anderes vorgehabt, aber beim Frühstück stellte sich heraus, dass das doch keine gute Idee gewesen wäre. Wir sattelten auf den guten alten in-der-Sonne-rumlieg-Hügel um.

Als wir bei Humbach parkten, war es kälter als gedacht und es lag auch deutlich mehr Schnee als gedacht herum. Was auch mehr herum lag, waren Bäume. Man sollte denken, nach so vielen starken Stürmen wäre dann so langsam mal alles umgefallen, was nicht sicher steht, aber es ist wohl jeder Sturm anders. Wir stiegen halt über Bäume drüber und gingen um Bäume herum, die alle auf dem Weg lagen.

Wir waren früh dran, deswegen war es nicht voll am Gipfel, aber wir gingen trotzdem gleich weiter zum Rücken, wo wir trotz des Schnees auf ein sonniges Plätzchen im Gras hofften. Und das klappte auch :-)

Im Abstieg jammerte mein Knie ziemlich herum, dabei war es die ganze Woche über ohne Ibu ganz zufrieden gewesen. Das nervte mich ernsthaft, aber half ja nix. Was ist, das ist.


Das erste Hindernis lag gleich hinterm Parkplatz


Noch ein Hindernis


Winterstimmung kurz vorm Gipfel


Gipfel


Frühlingsboten

Von engel am 21.03.2020 16:41 • outdoorberg(0) Kommentare
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