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#femalepleasure

Mittwoch, November 21, 2018

Immer noch schleimig, hustig und erkältet. Grrr! Geh weg, blödes Zeug!

Für das (möglicherweise; könnte sein, dass mein Produkt Manager bald weg ist) neue Projekt lese ich immer noch haufenweise Zeug und versuche ein mir komplett fremdes Konzept zu verstehen. Das ist echt anstrengend, aber ich glaube, ich sehe Licht am Ende des Tunnels. Vermutlich.

Am späten Nachmittag sah ich #femalepleasure. Eigentlich wollte ich den Film gar nicht wirklich sehen, aber ich fühlte mich ein wenig dazu verpflichtet, denn es geht ja um (teils echt üble) Misstände, die Frauen betreffen und da will ich nicht wegschauen.

Der Anfang des Films bestätigte dann direkt alle meine Befürchtungen, denn er fängt mit Werbung an. Werbung, in denen Frauenkörper Deko sind und/oder der Erhöhung blank polierter Businesstypen dienen (echt schockierend: das Bild, des glänzend polierten Lederschuhs auf dem Hals der am Boden liegenden Frau). Da hab ich mich dann schon auf anderthalb schreckliche Stunden eingestellt.

Aber es kam glücklicherweise anders, denn trotz der teils wirklich fürchterlichen Dinge, gegen die die 5 Frauen im Film kämpfen (Weibliche Beschneidung in Afrika, totale Unterdrückung bei ultra-orthodoxen Juden, Gehirnwäsche und Vergewaltigung in der Kirche, Rape Culture in Indien, Frauenbild in Japan), ist der Film nicht schrecklich, sondern vermittelt Hoffnung, denn alle 5 Frauen tun etwas und bewirken etwas.

Am besten sieht man das an den Männern in London, denen an einer riesigen Vulva demonstriert wird, was weibliche Beschneidung (für die Männer bis dahin einfach nur ein abstrakes Konzept, das frau halt haben muss) tatsächlich bedeutet. Es fehlte nicht viel und ein paar hätten gekotzt. Und auch die Massai, bei denen Leyla Hussein war, schienen zu verstehen.

Auch die Inderin und die Japanerin (die - ich finde das großartig! - einen Abdruck ihrer Vulva gemacht hat, 3D-Daten daraus generiert hat und daraus nun Kunstobjekte macht - unter anderem einen Kajak-Aufsatz) scheinen am Ende des Films ein paar Schritte voran gekommen zu sein.

Nur die einst gehirngewaschene und vergewaltigte ehemalige Nonne und die ausgebrochene, ehemals ultra-orthodoxe Jüdin scheinen keinen Effekt auf die Kirche (da wird alles einfach unter den Teppich gekehrt) und die Traditionen (wo unter dem Deckmäntelchen von Religion quasi alles erlaubt ist) zu haben. Das ist schade.

Abends arbeitete ich einen Teil meiner mitgenommenen Punkte der SAN-VR ab. Ich ging wieder mit Heizkissen ins Bett :-)

Gelesen:

  • Dürre in Deutschland
    Wir am Alpenrand kriegen die Trockenheit ja nur so am Rande mit. Da sind wirklich erschreckende Bilder dabei.
  • Über den Orientierungssinn
    Wie Menschen die Orientierung lernen. Die einen brauchen Routen-Beschreibungen, die andern können besser mit der Vogelperspektive. Ich gehöre definitiv zu denen mit der Karte im Kopf. Und die muss Norden oben haben!
  • Thomas Fischer über Diesel und Dieter Nuhr
    Der Mann ist echt arg scharfzüngig, machmal für meine Begriffe auch übertrieben. Aber den Auto/SUV/Diesel-Teil, den hat er haarscharf getroffen!
Von engel am 21.11.2018 00:00 • diary
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