Weiter geht es in der Jahreswechselurlaubsaufbereitung :-)
Sonntag, 02.01.2011: Krinnenspitze
Zuviel Rumsitzen ist einfach nix für uns. Obwohl das Wetter alles andere als einladend war, zog es uns raus. Schnell und einfach auf die Krinnenspitze. Allerdings war die Erinnerung getrübt, und es war alles doch länger und höher, als wir gedacht hatten. Und vor Allem war es eisig kalt da oben!

Anfangs schneit es nur.

Weiter oben dann dichter Nebel.

Am Gipfel ist alles komplett eingeeist und der Wind ist schneidend kalt.

Wo dann wieder Sicht ist, schaffen wir aber doch noch ein paar schöne Spuren.
Montag, 03.01.2011: Gaishorn
Dass schöner Schnee nur nord- und ostseitig zu finden ist, ist nun kein Geheimnis mehr. Die Annahme, dass ausgerechnet die Gaishorn-Nordseite aber schönen Schnee haben könnte, war komplett irrsinnig. Da war wie immer alles komplett verblasen und verpresst. Ein toller Berg ist das aber trotzdem immer wieder.

Wetterphänomen auf der Anfahrt: Der Himmel brennt!

Im Aufstieg

Der Hang zum Skigipfel ist steil und glatt.

Zum Gaishorngipfel geht es zu Fuss weiter.

Oben!
Dienstag, 04.01.2011: Tschachaun Westflanke
Eigentlich hätten wir nun auf dem Weg nach Obernberg am Brenner sein sollen, aber dort sollte man vorsichthalber Steinski mitnehmen, hiess es. Da der Schnee im Allgäu jederzeit auch für die guten Ski ausreichte, sagten wir ab. Wir wollten die Namloser Wetterspitze über das Obernamloskar machen, aber als wir uns durch die Latschen ins Brennhüttental gewurschtelt hatten, sah uns die sehr steile Ostflanke doch nach ungenügender Schneelage aus, so dass wir lieber zum Tschachaun weiter gingen. Auf dem Weg dorthin verführte uns der geniale Schnee dazu, statt des abgeblasenen Gipfels lieber 2 mal einen steilen Hang in der Westflanke zu besteigen. Kein Gipfel aber ein Tiefschneetraum :-)

Einsamer Anstieg im Brennhüttental

Spuranlage in ‘unserem’ Hang

Die ersten Spuren

Abfahrtsfreude

Nochmal Abfahrtsfreude

Der schwierigste Teil des Tages: Über den eisigen Bach zu kommen ohne reinzufallen (wäre beinahe schief gegangen).
Mittwoch, 05.01.2011: Heiterberg Nordrinne
Da die Lawinenlage so stabil war, wollten wir nochmal versuchen, die steile Nordrinne am Heiterberg zu begehen, die wir uns letztes Jahr 2 mal nicht getraut hatten. Zu Recht, wie wir feststellen konnten, als wir diesmal tatsächlich bis ganz oben hinauf stiegen: diese Rinne ist wirklich sehr steil. Natürlich waren wir nach der langen Zeit ohne neuen Schnee nicht die ersten, aber gelohnt hat sich das trotzdem, da oben in der Scharte ist es traumhaft schön. Und nach der Rinne fanden wir dann auch noch wirklich schönen beinahe unberührten Tiefschnee :-)

Wir sind definitiv nicht die ersten, die ins Älpelekar aufsteigen

Die Rinne ist wirklich steil und eng

Die Spitzkehren sind der reinste Balanceakt

Aber es lohnt sich :-)

Die andere Seite der Scharte
Donnerstag, 06.01.2011: Gaiseck vom Vilsalpsee
Laut Wetterbericht sollte es zwar heute schon warm werden, aber kalte Schnee würde bestimmt noch eine Weile halten. Warum also nicht nochmal eine steile Tour unternehmen? Wir haben eine Menge gelernt an diesem Tag, vor allem, dass warme Luft viel schneller wirkt als man so denkt, auch wenn es vorher tagelang eiskalt war. Schon im Aufstieg polterten Eisbrocken vom Gaishorn runter, so dass wir uns über den Sommerweg durch das dichte Gebüsch mühten, statt im Bacheinschnitt aufzusteigen. Darüber im Steilhang wurde der Schnee in Windeseile so schwer und pappig, so dass ich wirklich Bedenken hatte, da 3 Stunden später abfahren zu müssen. Abbruch.

Am Ende des Vilsalpsees biegen wir ab zum Gaiseck

Der Aufstieg über den Sommerweg ...

... ist nicht einfach

Vorbei an alten Lawinen wird der Schnee immer schwerer.

Abbruch (im Einsatz die neue Avalung)

Furchtloses Mäuslein beim Rückweg am Vilsalpsee
Donnerstag, 08.01.2011: Ostertalrunde
Laut Wettervorhersage sollte es bis weit hinauf extrem warm werden. Keine Aussichten auf Pulverschnee also, warum dann nicht mal ein Winterspaziergang in Matschschnee? Man soll nicht alles glauben, was die Wetterfrösche schreiben. Zwar war anfangs der Schnee tatsächlich matschig, aber es war viel kälter als vorhergesagt, so dass wir uns am Ende mit übelstem Bruchharsch herumschlagen mussten. Es dauerte elendslang, zurück zum Auto zu kommen.

Nachdem es anfangs noch regnete, wird das Wetter immer besser.

Im Illertal regnet es noch

Abfahrt vom Rangiswanger Horn Richtung Ochsenkopf

Am grossen Ochsenkopf

Die Schneebeschaffenheit liess stark zu wünschen übrig

Am Höllritzer Eck geht dann langsam die Sonne unter

Restabfahrt im Dunklen (weia)