Die Woche fing am Montagmorgen mit eiskalten -13 Grad an. Ich nahm das Winterbike mit den Spikes und nahm die mittelwarmen Stiefel und einen zweiten Pulli. In der Früh habe ich eh immer warme Hände, deswegen nahm ich gar keine anderen Handschuhe (die ganz warmen Handschuhe stecken ja eh im Rucksack). Das ging prima. 30 Minuten sind grad so die Grenze, wo die Kälte dann langsam überall rein kriecht, aber da war ich dann schon im Büro.
Meine Pläne, beim kleinen Bäcker etwas mitzunehmen, schlugen fehl, denn der hat am Montag geschlossen. Dann verpasste ich auch noch das Bäckerauto und hatte echt wenig zu Mittag. Glücklicherweise hatte jemand Plätzchen mitgebracht, die retteten mich über den Nachmittag :-)
Am Dienstag war es noch kälter (-15 Grad), aber wegen dem bisserl brauchte es keine weitere Kleidung. Der Bäcker hatte auch auf und so war alles gut. Mit dem Winterbike radeln ist allerdings schon ein wenig speziell. Am meisten musste ich mich an die Felgenbremse gewöhnen, die im Vergleich zu den Scheibenbremsen, die alle meine anderen Fahrräder haben, wirklich sehr schlecht ist und noch dazu ‘ruckelt’. Das kommt beim steilen Illerufer echt nicht gut :/
Am Dienstag taten mir schon die Unterarme weh und ich überlegte, ob das vielleicht sehr späte Unfallfolgen sein könnten, aber als ich am Mittwoch dann sogar Probleme mit Mausklicks hatte (also: es war halt unangenehm), kam ich drauf: Muskelkater vom Felgenbremsen-Bremsen! Meine Güte, ich halte echt nix aus!
Mittwoch wurde es schon wieder wärmer und ich radelte im Regen heim. War nicht schlimm, es nieselte eher und da reichen die Jacke und die Oberschenkel-Abdecker sehr gut. Donnerstag war es dann sogar so warm (naja, relativ: 6 Grad in der Früh), dass ich auf den letzten Metern bergauf vor dem Büro die Handschuhe ausziehen musste. Meh, die Wärme hätte es echt nicht gebraucht!
Der beste Allgäuer hatte in der Woche 3 Tage Urlaub, war an den beiden kalten Tagen draußen gewesen, hatte zwei kleine Touren gemacht und schöne Winterbilder mitgebracht. Weil ich mir wegen Unfall und Arbeitsanfang und überhaupt noch Pause verordnet hatte, nutzten wir die Abende, die restlichen Skirennen vom Wochenende anzuschauen und so fühlte sich die ganze Woche irgendwie halb urlaubig an.
In der Arbeit komme ich immer weiter in meine Aufgaben rein und so komisch es klingt, in dieser Firma fühle ich mich jetzt schon eher ‘drin’ als in der vorigen. Ich kann mir das nur so erklären, dass ich jetzt wieder in der Industrie bin, wo auch (am Standort) Hardware hergestellt wird und alles, was wir machen, direkt für die Hardware ist, die wir bauen. Und so nett die Kollegen vorher auch waren und so cool das Produkt und so spannend meine Aufgaben - das hier fühlt sich anders an. Ich finde das gut.