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Rundrum erfolgreich

Montag, Februar 10, 2003

war dieses Wochenende :-)

Am Freitag habe ich sofort neue Winterrreifen bekommen. Die allerletzten in dieser Grösse und sie wurden sofort montiert, ohne warten. Fahren sich prima auf der Autobahn, sind Klasse im Schnee, und ich frag mich, wieso ich so lange gewartet hab, bis ich die alten Schlappen weg geworfen habe. Achja, wahrscheinlich wegen der Kleinigkeit von 300 Euro ...

Am Freitag herrschte Lawinenwarnstufe 4 und es war weiterer Schneefall angesagt. Die Tour, die sich der Ralle ausgedacht hatte, trauten wir uns dann doch nicht zu und so sind wir nur kurz mal aufs Wertacher Hörnle spaziert. Da kann man so gut wie immer hoch, hiess es und ich denke, diese Aussage kann ich bestätigen. Ich seh nicht, wann und wie da was runter kommen sollte - was natürlich nicht heisst, dass da nichts passieren kann. Schnee kann tückisch sein.

Sonntag sollte es ja schön werden, auch wenn es in der Früh eher trüb aussah, als es so langsam hell wurde. Im Kleinwalsertal aber war der Himmel klar und strahlend blau. Hach!

Wir waren völlig allein auf 'unserem' Berg, dem Schusser. Von Anfang bis Ende war ausser uns kein Mensch auf diesem Berg unterwegs. Wir haben uns alles sehr gut angeschaut. Lawinenwarnstufe 3, günstigeste Hangausrichtung und kleine Gruppe. Bis auf die Hangneigung (steil) sprach alles für uns. Trotzdem gibt es ein leicht mulmiges Gefühl, wenn man ganz offensichtlich völlig allein unterwegs ist. Ich schickte erst mal eine SMS an meine Eltern, damit überhaupt jemand wusste, wo wir waren.

Wir diskutierten aus, wo wir wohl am günstigesten aufsteigen könnten und dann stapfte der Ralle los. Ich wartete und blieb dann immer so 50 bis 100 Meter hinter ihm. Spuren im knietiefen Tiefschnee ist eine Mordsarbeit. Nach dem ersten Drittel des Aufstiegs zeigt mein sonst unermüdlicher Allgäuer erste Ermüdungserscheinungen und wir kamen unendlich langsam voran. Etwa 20 Minuten lang spurte ich auch mal aber dann musste ich an einer nicht zu umgehenden Steilstelle aufgeben. Boah! Was war das anstrengend.

Wir schafften es bis zur Hütte auf etwa 2/3 Höhe zum Gipfel. In der Pause rutschten auf der Südseite links von uns ein paar oberflächliche Schneebretter ab. Es war 2 Uhr Nachmittags und in der Sonne total warm. Uns wurde unwohl und so drehten wir um. Natürlich spielte auch eine Rolle, dass noch 400 Meter Aufstieg in diesem nahezu grundlosen Schnee vor uns lagen und wir auch noch nicht sicher waren, wie gut das Abfahren gehen würde.

Völlig grundlose Sorge :-) Das Abfahren in lockerem oberschenkeltiefem Tiefschnee war wundervoll. Der Schnee war weich wie Watte und federte jeden Schwung perfekt ab. Klar, anstrengend war es trotzdem. Und natürlich liessen wir auch bei der Abfahrt Vorsicht walten.

Offensichtlich haben wir alles richtig gemacht. Keine Lawinen und wir kamen heil und glücklich wieder am Auto an. Was für eine wundervolle Skitour! Bei meinen Eltern meldeten wir uns dann gleich persönlich zurück und wurden mit Kaffee und Kuchen belohnt :-)

Von engel am 10.02.2003 06:34 • outdoor

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